Der unbedeutende Unschuldige

London/Tunis/Köln/Aachen/Mazyek

Der Zentralrat der Muslime in Deutschland erkennt sowohl in der Berichterstattung über die islamistischen Anschläge in Tunesien, in Kuwait und in Frankreich, als auch in den Anschlägen selbst eine Diskreditierung von Islam und Ramadan. Die Anschläge fügen den Muslimen einen großer Imageschaden zu. Mazyek erinnert an den Terror gegen Muslime in Syrien und im Irak, der es nicht auf die erste Seite der Zeitungen schafft. Der Islamische Staat habe selbstredend nichts mit dem Islam zu tun.

Der Zentralrat der Muslime in Deutschland vertritt nur eine winzige Minderheit der Muslime in Deutschland.

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Der Grüne Freitag

In der zweiten Woche des Ramadan A.D. 2015, des heiligen Fastenmonats der Muslime, feiert die Welt den ersten Geburtstag des von dem IS ausgerufenen Kalifats. Der Freitag ist den Muslimen besonders heilig, auch wenn er kaum dem christlichen Sonntag oder gar dem jüdischen Schabbath nahe kommt. Selbst Steine werfen auf Juden in Jerusalem, der vom Vatikan anerkannten Islamisten-Hauptstadt, ist den Muslimen gestattet. Der Ramadan-Freitag am 26. Juni 2015 wird in die Welt- und Islamgeschichte als der Grüne Freitag eingehen.
[Grün, die christliche Farbe der Hoffnung, ist die Lieblingsfarbe des wahren Propheten.]

Da das reine islamische Mondjahr kürzer als das christliche Sonnenjahr ist, bewegen sich alle islamischen Feiertage nach vorne durch die Jahreszeiten, was in der Wüste der Arabischen Halbinsel mit der immerwährenden Tag- und Nachtgleiche keine Rolle spielt. In Europa und in anderen zivilisierten Gegenden wäre der Fastenmonat Ramadan angenehmer zu ertragen, wenn er immer auf die kurzen Tage des Winters fallen würde. Von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang ist es den frommen Muslimen den ganzen Monat Ramadan untersagt, zu essen und zu trinken, was während eines heißen Sommers zu persönlichen und allgemeinen Katastrophen führt. Tausende von Toten in Pakistan werden akzeptiert, obwohl die Kranken auf das Fasten verzichten dürfen, was den kranken Muslimen, die die Hitze ohne Trinken nicht überleben werden, wohl nicht bekannt ist. Im Judentum ist es den Kranken verboten zu fasten, obwohl im herbstlichen Jom Kippur nur ein Tag lang gefastet wird, wenn auch über 25 Stunden. Fastende Juden arbeiten nicht am Jom Kippur und unterlassen es, ein Auto zu lenken.

Leider ist dem frommen Muslim das Arbeiten und das Autofahren während des Fastenmonats Ramadan nicht untersagt. Erwartungsgemäß steigen die motorisierten Unfallzahlen, selbst wenn Ramadan im Winter auftritt. Arbeitsunfälle sind an der Tagesordnung. Wegen der Wassermangels steigt auch die Wahrscheinlichkeit des aggressiven Verhaltens. Seitdem feststeht, dass der Islam zu Deutschland gehört, müssen in Deutschland Gesellschaft, Polizei und Ärzte lernen, mit dem Fastenmonat dezent umzugehen.

Am Grünen Freitag, den 26.06.2015, finden auf drei Kontinenten unangenehme Ereignisse statt, die ihre gemeinsame Wurzel im Ramadan haben. IS-Islamisten und IS-Verehrer bringen in Frankreich, in Tunesien und in Kuwait mehrere Duzend Menschen verschiedener Religionen und Konfessionen um. In der Nähe von Lyon in Frankreich wird sogar zur Feier des Kalifats ein Mensch geköpft und der abgetrennte Kopf auf einen Zaun ausgestellt. Während des selben Ramadans hat sechs Tage zuvor ein Moslem im Österreichischen Graz in einer Autointifada drei Passanten gegen ihren Willen getötet. Die Grazer Politik und die Polizei haben bereits vor der Verhaftung des Täters verkündet, dass es sich nicht um eine islamistisch motivierte Tat handele. Diese Verkündigung ist dem preußischem (sic!) reaktionärem Glaubensbekenntnis geschuldet, wonach Ruhe die erste Bürgerpflicht ist.

Die Attentate in Tunesien und in Kuwait werden von den arabischen Behörden sofort als „Islamistische Attentate“ anerkannt. Arabische Staaten kennen sich hiermit ausgezeichnet aus, da sie in früheren und glorreicheren Zeiten ähnliche Attentate zum eigenen Vorteil organisiert haben. Unklar bleibt, warum der Anschlag in Lyon mit nur einem (1) geköpften Toten äußerst schnell ebenfalls in die Kategorie „Islamismus“ gestellt wird. Neben der Köpfung fallen der Polizei zwei IS-Flaggen in die Hände.

Die Suche nach der Wahrheit zwingt uns Ungläubige selbst während des Ramadans, die Möglichkeit eins gewöhnlichen nicht-islamistischen Verbrechens zu erwägen.

  • Auch wenn der Grüne-Freitag-Mörder von Lyon ein Muslim ist, so muss die Untat nicht zwangsweise einen islamistischen Hintergrund haben. Nicht jeder muslimische Mörder verübt eine Allah gefällige Tat. Es gibt genügend muslimische Mörder, die während eines Verbrechens nicht an Allah denken.
  • Das Kopfabhacken spricht zwar gewaltig für den Islamismus, ein (jüdischer/christlicher/atheistischer/buddhistischer Nachahmungstäter kann dennoch nicht ausgeschlossen werden.
  • Die IS-Flaggen kann jemand anderes am Ort der Untat vergessen haben.

Die Untat in Frankreich und die begangenen Verbrechen in Tunesien und in Kuwait sind vor allem der Sommerhitze geschuldet. Wer das letzte Rundschreiben (Enzyklika) des Papstes sorgfältig gelesen hat, weiß, dass die Klimaerwärmung samt Klimawandel menschengemacht ist. Doch nicht jeder Mensch ist hierfür verantwortlich, sondern nur der reiche hellhäutige Christ, der nicht katholisch ist. Katholiken sind gewöhnlich arm. [Der Zusammenhang von Armut mit dem katholischen Glauben und der katholischen Kirche wird eifrig untersucht.] Die Verbrechen der Islamisten sind somit Folge hemmungsloser US-amerikanischer protestantischer Gier! Die Islamisten führen lediglich die Verbrechen aus, die ihnen die nicht-katholischen Christen ermöglichen.

Gottergebene Muslime dürfen tagsüber während des Ramadans nichts trinken, weshalb die Täter für ihre Untaten, insbesondere am heiligen mit Gebeten überhäuften Freitag, juristisch und moralisch nicht verantwortlich sind. Schuldig sind hier der Prophet und Allah, die den Ramadan und den Freitag erfunden und es zugelassen haben, dass beide im heißen europäischen Sommer stattfinden.

Schweine

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Xenophobie

Der Mensch ist ein Produkt der Evolution. Eigenschaften und Verhaltensweisen, die heute obsolet erscheinen mögen, haben den Menschen zu dem gemacht, was er heute ist. Zu diesen Eigenschaften gehört die Vernunft wie die Liebe und deren Fehlen, die Dummheit wie der Hass.

Es ist sehr schwer, den Hass abzulegen. Die menschliche Geschichte beweist, dass es selten gelingt. Der Hass lässt sich nicht erfolgreich verbieten. Doch scheint es eine Laune der Evolution zu sein, dass es Menschen gibt, die nicht hassen. Diese Laune gilt es zu pflegen.

Gleich unter dem Hass wohnt die Angst, griechisch Phobie. Aus Angst kann Hass entstehen. Die Übergänge zwischen Angst und Hass sind zuweilen fließend. Keinesfalls ist Hass mit Angst identisch, auch wenn bewusst oder unbewusst die „Phobie“ mit „Hass“ gleichgesetzt wird, beispielsweise im Wort „Islamophobie“.

Ängste sind Teil eines jeden Menschen! Ein Mensch, der keine Angst kennt, ist tot. Verliert der Mensch den Hass, so bessert sich die menschliche Gesellschaft. Nimmt man dem Menschen jegliche Angst ab, so wird das Ende der Menschheit eingeläutet.

Manche Ängste sind sinnvoll, andere erscheinen es uns nicht. Die Angst vor Mäusen findet heutzutage nicht einmal mehr in Karikaturen Einzug. Die Angst vor Feuer braucht nicht begründet zu werden. Die fehlende Angst vor sexuell übertragbare Krankheiten kann eine drastische Einschränkung der Lebensqualität nach sich ziehen, die die berechtigte Angst vor Krankheiten, die Pathophobie, hätte verhindern können. Viele Ängste, die heute unberechtigt, also krankhaft erscheinen, sind früher zum Überleben notwendig gewesen. Alles fließt. Auch die Evolution.

Die Xenophobie ist die Angst vor dem Fremden. Politisch korrekt und praktisch falsch wird die Angst vor dem Fremden mit der Fremdenfeindlichkeit gleichgesetzt. Die Konsequenzen sind verheerend. Während der Vernünftige die Fremdenfeindlichkeit rational ablegen kann, ist die Fremdenangst Teil des menschlichen Seins. Die Angst vor dem Fremden hat uns zu dem gemacht, was wir sind. Es wird immer einzelne hervorragende Menschen geben, die diese Angst überwinden und die Menschheit zu neuen Höhen führen. Doch die meisten, Anführer wie Geführte, kommen dabei um.

Die Fremdenfeindlichkeit muss bekämpft, die Fremdenangst in sichere Bahnen überführt werden. Die Angst vor dem Fremden kann durch persönliche Kontakte und gemeinsamen Aktivitäten überwunden werden. Übermäßige Fremdenangst, die in Fremdenfeindlichkeit umzukippen droht, kann verhindert werden, jedoch nicht, indem die Angst vor dem Fremden unüberlegt oder absichtlich mit dem Hass auf den Fremden verwechselt wird. Fremdenfeindlichkeit kann nicht mit Erfolg verboten werden. Fremdenfeindlichkeit wird nicht besiegt, Fremdenfeindlichkeit wird tabuisiert.

In Zeiten der Not, wenn die Wirtschaft krankt oder wenn die Gesellschaft moralische Brüche durchläuft, bricht der tabuisierte Fremdenhass mit aller Macht aus seinem Versteck und sucht das Licht der Öffentlichkeit. Der zufällig anwesende Fremde wird zum Sündenbock ernannt, der Jude immer. Antisemitismus ist der Hass auf Juden, der in Europa, auch dort wo es keine Juden mehr gibt, immer existent ist und sich bei jeglichem Bedarf meldet. „Judeophobie“, die Angst vor Juden, ist ein leeres Wort ohne lebendigen Inhalt. Gibt man im Internet „Judeophobie“ ein, so wird man immer zum „Judenhass“ weitergeleitet. In Essen startet der WDR einen gesellschaftlichen Versuch. Asylanten dürfen sich nicht auf die vorderen Plätze in der Straßenbahn setzen. 80% der Fahrgäste protestieren. Hätte man Juden die vorderen Plätze verweigert, so hätten wahrscheinlich 80% der Fahrgäste nicht protestiert. So ein gesellschaftlichen Versuch ist im WDR glücklicherweise nicht vorgesehen.

Zurück zur Fremdenangst. Je kleiner der Ort und je homogener seine Bevölkerung ist, desto eher fällt der Fremde auf. Ab einer bestimmten Anzahl von Fremden tritt die Angst auf, die dann zu Hass werden kann. Der Fremde kann bereits der hinzugezogene Ehemann aus dem Nachbarort sein, mit dem seit Jahrhunderten eine Fehde besteht, deren Grund verloren gegangen ist. Irgendwann wird der „Fremde“ akzeptiert, da er sich in seinem Verhalten nicht vom „Einheimischen“ absondert.

In größeren Städten fällt der Fremde nicht auf, da alle Städter untereinander Fremde sind. Er bleibt in der Stadt ein Fremder, vor dem manche Angst haben, wenn er sich in nicht ablegbaren Äußerlichkeiten unterscheidet, wie beispielsweise in der Hautfarbe. Eine gesellschaftliche Integration in der Großstadt ist möglich, auf dem Dorf selten.

Nicht die Aufnahme von Flüchtlingen ist das Problem, sondern die Integration von Fremden. Einheimische Flüchtlinge werden in der Not akzeptiert, vor allem wenn sie zur Gefahrenabwehr dringend gebraucht werden. Die gelungene Integration des Fremden setzt eine bestimmte Umgebung voraus. Großstädte eigenen sich hierzu, Dörfer nicht! Dem Fremden ist es angenehm, wenn er in seiner neuen Heimat auf Menschen seiner alten Heimat trifft, mit denen er sich identifizieren kann. Deshalb befürworten Großstädter in ihrer Mehrheit Versammlungshäuser für hinzugezogene Fremde, damit sie sich ungestört austauschen können. Eine Moschee in einem 500-Seelen-Dorf wirkt immer deplatziert.

Wenn Deutschland und Europa vermehrt Flüchtlinge aufnehmen wollen, so müssen die Verantwortlichen verantwortlich und zielstrebig handeln. Die Aussage, dass über die Hälfte der Asylsuchenden abgewiesen werden, überzeugt niemanden, da das Vertrauen zu der Bürokratie und der Politik nicht mehr besteht. Eine solche Aussage ist kontraproduktiv! Der Einheimische vermutet dadurch in jedem Fremden einen „Sozialschmarotzer“ auf Zeit. Der Bürger kennt nicht das tragische Einzelschicksal des Flüchtlings, sondern erfährt in den Nachrichten lediglich ihre Zahl, die anfallenden Kosten und die aufgetretenen Probleme.

Eine „gerechte“ zufällige Verteilung der Fremden hilft niemandem – nicht den Fremden und nicht den Einheimischen. Asylantenheime auf kaum benutzten Sportplätzen schüren trotzdem die Wut und den Zorn der Einheimischen, da ihnen etwas weggenommen wird, wofür sie einst bezahlt haben. Jordanien und die Türkei, die Millionen von Flüchtlingen aufnehmen, sind für Deutschland und Europa ein miserables Vorbild: Die Flüchtlinge werden nicht integriert, sondern in Zeltstädten in der Wüste abgeschottet, die kein Einheimischer unbefugt betreten und kein Flüchtling unbefugt verlassen darf. Diese Zeltstädte sind Freiluftgefängnisse, die von der EU finanziell unterstützt werden, damit die Fremden in Jordanien und in der Türkei bleiben und nicht nach Deutschland und Europa weiterziehen. Für die Flüchtlinge bedeuten die abgesonderten Zeltstädte in der Wüste trotz Hitze bei Tag und Kälte bei Nacht eine Verbesserung ihrer bisherigen Situation im Kriegsgebiet. In einer reichen Demokratie wie Deutschland sind diese Zeltstädte menschenunwürdig und widersprechen jeglichen abendländischen Werten. Doch unsere Politiker wollen ihr Wahlvolk nicht unnötig strapazieren, weshalb sie gerne unser Geld ausgeben, um uns die Fremden vom Hals zu halten.

Schweden ist ein aufnahmefreundliches Land. Die fremden Flüchtlinge werden überall verteilt und werden selbst in weit im Norden liegenden absterbenden Kommunen, die alle Arbeitsfähigen längst verlassen haben, von der verbliebenen Rentnern höchst willkommen geheißen. Zu Anfang fühlen sich die Immigranten wohl. Sobald sie die nötigem Papiere in Händen halten, ziehen sie in die weit entfernten Großstädte. Das erfolgreiche Gegenbeispiel findet man in New York, dem Einfallstor in die Neue Welt. Die USA sind Weltmeister und Vorbild der Integration! Noch heute leben Italiener, Deutsche und Juden in getrennten Stadtvierteln New Yorks und sie alle sind stolze Amerikaner.

Der fremde Flüchtling, dem der Zuzug nach Deutschland gelingt, hat das Recht, integriert zu werden, ohne dass die Gesellschaft überstrapaziert und zum Fremdenhass verleitet wird. Es ist illusorisch, den Fremden eigene Städte zu errichten. Deshalb sollte versucht werden, sie in Großstädten in eigenen Vierteln anzusiedeln, die sie irgendwann integriert und freiwillig verlassen.

Erschienen unter

http://www.huffingtonpost.de/nathan-warszawski-/xenophobie_b_7667170.html

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Der Orient beginnt in Graz

Die Terroristen der palästinensischen Hamas, die viel Zuspruch von gelangweilten westlichen Intellektuellen erhalten, halten es für die heilige Pflicht eines jeden Muslim, Juden durch Mord aus Israel zu vertreiben, am besten ganz aus dieser Welt zu verbannen. Israel sorgt für alle seine Bürger vor, auch für diejenigen, die Muslime sind und die Hamas bewundern. Wichtige Straßenkreuzungen in arabischen Gebieten werden kontrolliert, um Attentaten zuvorzukommen. Zäune werden errichtet, um Überfälle zu erschweren. Die Grenzen zum Gazastreifens und nach Jordanien werden fortwährend bewacht, um terroristische Aktivitäten zu verhindern. Den Antisemiten unter den Israelhassern, also allen Israelhasser, gefallen verständlicherweise die erfolgreichen Abwehrmaßnahmen nicht. Die Israelhasser setzen die Abwehrmaßnahmen mit Apartheid gleich, da sie sich nur gegen Terroristen richten und gesetzestreue Bürger nicht berühren. Die globalen Antisemiten drohen Israel mit BDS (Boykott, Desinvestition, Sanktionen), um den Terroristen das Gelingen ihrer von Allah gewollten und für gut befundenen Taten zu erzwingen.

Große von der Hamas inspirierte Attentate, die vielen Juden Israels das Leben kosten und viele Juden verstümmeln würden, werden verhindert. Die Hamas-Terroristen sind zwar bösartig, jedoch nicht dumm. Immer neue Mordmuster werden entdeckt. So haben die frommen Terroristen in einer Fatwa zu einer neuen Mordart für Juden aufgerufen: die Autointifada. Der gehorsame Muslim wird aufgefordert, mit einem PKW in eine Menschenmenge zu fahren, um so viele Juden wie möglich zu töten oder zu verstümmeln. Diese heroischen Taten zur Befreiung Palästinas sollen in der den drei uneinigen Monotheismen heiligen Stadt Jerusalem stattfinden, da sowohl Juden, als auch Araber die seit 1967 wiedervereinigte Hauptstadt Israels gemeinsam bewohnen.

Sobald sich das Gerücht verbreitet, dass eine neue Mordmethode erfolgreich und für den Täter wenig gefährlich ist, sind schnell Nachahmer zur Stelle. In der gesamten islamischen Welt versuchen lokal und global agierende Islamkämpfer mit möglichst wenig Aufwand und ohne hohen Geldeinsatz Ruhm, Ehre und eine zweistellige Anzahl von Jungfrauen zu erheischen. Zum Leidwesen der Märtyrer berichten westliche Fernsehsender nur dann über Dynamit gefüllte Kleinlaster, wenn im irakischen Bagdad neben vielen schiitischen Ungläubigen auch der autofahrende Gotteskämpfer von der Wucht der Explosion zerrissen wird. Dabei befürchtet der Kämpfer, dass ein bestimmter Körperteil derart beschädigt wird, das er für die Befriedigung der vielen Jungfrauen nicht taugt. Deshalb wird in der islamischen Welt die Autointifada begrüßt, die den Märtyrer gewöhnlich unversehrt ins Paradies gelangen lässt.

Wer die Fahrweise der Wagenlenker Kairos miterlebt hat, wird sie von einer Autointifada nicht unterscheiden wollen. Die meisten Fußgänger Ägyptens werden nicht wegen ihres Unglaubens überfahren, sondern weil sie den Verkehrsfluss in den verstopften Straßen behindern. Eine Autointifada in Ägypten würde nicht einmal als solche erkannt werden!

Glücklicherweise wächst das islamische Haus des Friedens Dar al-Islam überall dort, wo überwiegend Muslime leben und wo einst Muslime geherrscht haben. Seit den Türkenkriegen gehört Österreich – und somit auch die Stadt Graz – zum Dar al-Islam. Es ist deshalb verwunderlich, dass die erste erfolgreiche Autointifada erst vor einigen Tagen dort stattgefunden hat. Möglicherweise wurden frühere Attentate geschickt vor der Presse verheimlicht.

Die Verantwortlichen des Landes und der Stadt wissen, dass Touristen, die die Wirtschaftskraft der Stadt stützen, nicht abgeschreckt werden dürfen. Das Ansehen der Stadt Graz darf unter den Touristen unter keinen Umständen beschädigt werden! Der Autointifadler ist zwar Muslim, lebt jedoch seit zwei Jahrzehnten in Österreich. Dass der unachtsame Autofahrer ein Muslim ist, mag dem Zufall geschuldet sein: Immerhin sind knapp 10% der Grazer Bevölkerung Muslime. Der erste Bürger wird unweit der Synagoge überfahren, doch ist der Getötete kein Jude. Die Autointifada startet zwar dort am Samstag Mittag zu einer Zeit, in der die Juden nach vielen Gebeten die Synagoge verlassen; doch der Täter verpasst den richtigen Moment. Dafür bringt er einen weiteren Mann um, der ein frisch verheirateter Muslim ist. Ein kleines Kind wird ebenfalls tödlich überfahren. Schnell verbreitet die Polizei die Blickdiagnose, die für jeden Heilpraktiker geschäftsrelevant ist, dass der Bosniake unter einer Psychose leidet, die ihm seine von ihm getrennte Frau zubereitet hat, als sie sich gegen den Islam entschieden hat, kein Kopftuch zu tragen. In Deutschland wird das Tragen eines Kopftuches als Zeichen der Freiheit der muslimischen Frau verstanden. Hätte die treulose Ehefrau konform dem deutschen Grundgesetz gehandelt, ein Kopftuch getragen und sich von ihrem Gebieter verprügeln lassen, dann gäbe es in Graz noch keine Autointifada. Selbst der einfach gestrickte österreichische Gutmensch erkennt sofort die Vorteile des deutschen grundgesetzkonformen Kopftuchurteils.

Es ist nicht die Absicht dieses Artikel, Touristen abzuschrecken. Grazer Polizisten werden einen Spezialkurs in Jerusalem belegen, wo die Autointifida erfolgreich beherrscht wird. Graz wird bald genauso sicher für Touristen und für seine Bewohner sein wie Jerusalem. Außerdem ist zu bedenken, dass die Autointifada nicht stadt-, sondern landesgebunden ist. Sie kann überall im Haus des Friedens aufflackern. Was heute in Syrien geschieht, gelangt morgen nach Spanien und in die Türkei. Die Terroranschläge fallen nur deshalb in Israel auf, da die Medien aller Staaten dort vertreten sind und den Attentaten entgegenfiebern. Zuweilen werden sie aus Langweile von NGOs inszeniert, um anschließend als gut bezahlte Ausstellung in Köln zu enden.

Hundefamilie

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Halt´s Maul, Pfaffe!

Halt´s Maul, Pfaffe!

Rainer Maria Woelki, Erzbischof von Köln, machte gestern so öffentlich wie publikumswirksam von seinem Recht auf Empörung Gebrauch. Dass begleitende ´Event´ fand auf der Domplatte statt. Der Internet-Nachrichtendienst Express.de titelt dazu heute recht passend: “Gänsehautstimmung am Roncalliplatz“. Noch passender die Unterzeile zur Hingucker-Schlagzeile: „Kardinal Woelki: Flüchtlingspolitik ist Europa unwürdig.“ Watt´n Klarsprecher, der Erzeiserne. Da konnte oder wollte jemand wohl einfach nicht still halten im Schatten seines Dienstherren, der uns zeitgleich mit einer Umweltenzyklika die trägen Ohren langzog. Und weil sich die katholische Kirche dem Zeitgeist neuerdings immer unverzagter anbiedert – wie eine Hure, die ihr enge Röckchen lüftet – konnte auch der Herr Woelki am Weltflüchtlingstag nicht die Klappe halten. Ganz im Gegenteil.

In der drögen Lokalzeit vom WDR war man zunächst etwas besorgt, ob die Sakro-Demo wirklich zöge, denn infolge strömenden Regens lümmelten sich anfangs nur ein paar Hanseln auf der versiegelten Grundfläche im Schatten des Doms. O-Ton des vor Ort näselnden, ein wenig frierenden Korrespondenten: “Das liegt natürlich am Wetter.“ So weit reicht das Verständnis sich empörender Gutmenschen-Kollektive dann wieder nicht, dass sie, der Torturen Tausender gedenkend, nass werden wollen. Der Regen ließ schließlich nach, der Platz füllte sich noch recht ordentlich, und wenn die behaupteten viertausend Teilnehmer auch nicht zu den deutlich lichten, losen Reihen passten, die man heute auf den Bildern und Videos im Netz erkennen kann, so war doch immerhin der ´Gänsehautabend´ nebst begleitender Mahnwache gerettet: “Auf dem Roncalliplatz war es mucksmäuschenstill, als Woelki seine Predigt zur „Globalisierung der Nächstenliebe“ gehalten hatte. Minutenlanges Schweigen, auch das ein Zeichen.“ Woelki erwähnte in seiner entfernt an Agitprop erinnernden Open-Air Predigt ein Schiff, das ein Malteser Ehepaar gestiftet habe, um Flüchtlinge zu retten; dafür, so der Kardinal, wolle er jetzt sammeln (lassen). Donnerwetter, da tut sich was. Schon toll.

Die Rede verfing. Der Erzbischof, sonst eher ein Langweiler vor dem Herrn, gab echt alles, gab sozusagen den forschen Franz. Und begeisterte. Klatsch-selige Zustimmung, als er der Gemeinde schnell noch das Einmaleins der Nächstenliebe näher brachte: „Die Flüchtlinge wollen nur eins: leben. Aber die derzeitige Flüchtlingspolitik schützt Grenzen, nicht Menschen. Das ist Europa unwürdig, verdammt noch mal. Wir müssen handeln, die Flüchtlinge retten und sie willkommen heißen.“ Und damit von den Anwesenden auch keiner das inszenierte Rührstück so schnell vergäße, setzten die ´Macher´ anschließend noch einen drauf:“ …dann läutete ab 19.57 Uhr der dicke Pitter, um 20 Uhr stimmten die Totenglocken von 230 Kirchen im Erzbistum mit ein. 23 000 Glockenschläge für 23 000 Tote – bei vielen auf dem Roncalliplatz flossen da schon die Tränen.“ Herrlich. Wer bei sowas dabei sein darf, der kommt wirklich auf seine Kosten. Gratis.

„Wir müssen handeln…“ forderte der Erzmahnende. Frage: wer sind ´wir´ eigentlich, Herr Woelki? Man könnte auch fragen, in wessen Namen so einer spricht, lässt man den Allmächtigen mal für Momente aus dem Spiel. Woelki drückte gestern auf die Tränendrüse, er klagte an und teilte aus, aber die tatsächlichen Ursachen der Misere wagte auch er nicht zu benennen. Und log, dass sich die Balken im Domstuhl bogen. So sprach er ganz selbstverständlich von Flüchtlingen, obschon die Mehrzahl dieser Menschen Armutsmigranten sind. Die wären schon viel früher in Erscheinung getreten, wenn nicht der gemeuchelte libysche Diktator das sich weitende Einfallstor gegen Bezahlung verlässlich gehütet hätte. Das ein gewisser französischer Ex-Präsident mittels gezielter Luftschläge die entsprechende Schützenhilfe bot und jetzt einen Rohrbruch beklagt, hat schon ein Geschmäckle, aber solches zu erwähnen verbot sich, das passte nicht zum süßen Entsetzen derer, die gerade auf dem Empathie-Trip waren, in Stimmung gebracht vom künftigen Kurienkardinal, so sauer hat man´s nicht gern, wird einem grad die Gänsehaut gekitzelt. Passt halt einfach nicht ins Bild.

Auch der Empörer selbst passt da nicht wirklich rein. Die Faktenlage ist eindeutig. Es soll dies nicht der Ort sein, die steile Karriereleiter eines im Dutzend konsekrierten Kardinals nachzuzeichnen. Er, der sich passend zu seinem neuen Dienstherren progressiv und weltoffen gibt, hatte noch als Weihbischof zu Köln in einem Personalgespräch mit Georg Schwikart, einem damaligen Kandidaten für das ständigen Diakonat, Homosexualität als Verstoß gegen die „Schöpfungsordnung“ bezeichnet. Na ja, da hatte halt noch der Ratzi als Papi das letzte Wörtli, an das sich der brave Woelki hielt.

Heute steht er dem Erzbistum Köln, eine der ältesten römisch-katholischen Diözesen des Landes, als oberster ´Hirte´ vor. Und beklagt mangelnde Hilfs- und Spendenbereitschaft; fordert dieselbe vielmehr ganz unverhohlen von den Gläubigen ein, die ihm schuldigst lauschen. Woelki lässt sammeln. Seltsam. Hat er, hat sein Bistum das nötig? Die Höhe des Vermögens des Bischöflichen Stuhls betrug im Erzbistum Köln im Oktober 2013 rund 160 Millionen Euro. Das Immobilienvermögen des Erzbistums und des Bischöflichen Stuhls wurde mit 612 Millionen Euro bewertet. Wir wissen das nur deshalb so genau, weil das Erzbistum seit 2013 erstmals seine Vermögensverhältnisse offenlegt. Der Almosen-Eintreiber Woelki, soviel steht fest, verwaltet ´daheim´ einen horrenden Reichtum. Im Finanzbericht für das Jahr 2013 wies das Bistum eine Bilanzsumme von 3,35 Mrd. € aus. Dabei fielen auf Finanzeinlagen etwa 2,4 Mrd. und auf Sachanlagen 646 Mio. €. Die Sachanlagen bestanden im Wesentlichen aus Immobilien wie beispielsweise Schulen und Tagungshäusern. Etwa 15 % des Immobilienbestands werden vermietet und erzielen Erträge. Unverkäufliche Kunstschätze, wie beispielsweise der Dreikönigsschrein im Kölner Dom, wurden nicht nachjustiert. Der Kölner Dom selbst ist mit einem symbolischen Betrag von einem Euro bewertet. Der Jahresüberschuss des Erzbistums lag 2013 bei etwa 59 Mio. Euro. Mal ehrlich: hat es der ´Chef´ eines solchen ´Unternehmens´ wirklich nötig, Kohle einzutreiben um Hungerleidern über die kläglichen Runden zu helfen? Kann und darf der seinen Schäflein solcherart die Wolle stutzen? Auf der Domplatte spielte er den Befreiungstheologen. Vom eigenen Vermögen wollte und will sich dieser Aufrührer nicht um einen einzigen Cent befreien.

Von sich und seinem Bistum durfte gestern Abend also nicht die Rede sein. Davon hätte mancher vielleicht auch eine Gänsehaut bekommen. Peinlich. Damit kann man den Mob unmöglich allein im Regen stehen lassen. Auch nicht mit der Aussicht auf Szenarien, die nur den ohnehin notorischen Fremdenhass geschürt hätten, dessen sich die Gutmenschen selbst kaum bezichtigen, wiewohl er längst in ihren Reihen grassiert. Schizophren hat sich der Gut- und Wutbürger schon immer verhalten, das hat in seinen Kreisen Tradition. Seine ´Eliten´ predigen Verantwortung und beschwören immerzu die ´Gemeinschaft´. Derer es viele gibt. Entwickelten die Migranten, um die sich Woelki sorgt, einmal eine Art kollektives Gemeinschaftsgefühl, aus Archetypen schöpfend, die diesen Menschen selbst noch nicht bewusst sein mögen, dann sähen sich die ohnehin schon heillos überforderten Gemeinden der Republik einer Problematik ausgesetzt, auf die sie und ihre ´Schutzbefohlenen´ psychologisch in keinster Weise vorbereitet sind. Solch kollektiver Koller lässt sich schüren; und wie. Der wird über die üblichen Sitz- und Hungerstreiks, die gelegentlichen Haus- und Straßenbesetzungen deutlich hinaus gehen. Aber der Erzbischof von Köln wird dann ganz bequem auf einem ´Wellness-Woelkli´ im Vatikan sitzen und den Sturzregen abwarten, der sich auf die Ahnungslosen und ihre Gänsenhäute wie eine Sintflut ergießt. Gestern mahnte er zur Einsicht. Er hätte besser sein Maul gehalten.

Shanto Trdic, 21.06.2015

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Empört euch!

Der Mopps des Tages geht an – unsern seligen Franz. Sie wissen schon: dieser graumelierte Chef-Seelsorger aus dem Vatikan, steif eingetütet in eine strahlend weiße, samtseidene Kutte, die den Gutmenschen erster Garnitur kennzeichnet, und als solcher hat er, der gern den zornigen Befreiungstheologen spielt, immer ein beschwichtigendes Lächeln auf der milden, wohlmeinenden Fassade; als publikumswirksamen Ausgleich sozusagen. So einer hat auch ständig Recht, immer öfter und immer richtiger, da ähnelt er zunehmend denen, die ihm und seiner heiligen Wohnstatt neuerdings unverhohlen von Sirte aus mit gezielten Vernichtungs-Schlägen drohen. Aber um die wahrsten aller wahrhaft Richtiggläubigen ging es dem gleichsam in der Gestalt des Obergläubigen die Mächtigen der Welt richtenden XXL-Weltverbesserer gar nicht, als er in seiner neuen Enzyklika mal eben so ziemlich alles ins fromme, schier platzende Empfehlungs-Paket einschnürte, was sich von Attac, dem Club of Rome und anderen Umdenker-Eliten abschreiben bzw. Publikumswirksam auf die üblichen Allgemeinplätze herunter kochen ließ. Es ist natürlich nichts Neues dabei gewesen. Das hat auch keiner erwartet. Kritische Zeitgenossen wissen, dass die Forderung nach einem global abgestimmten Umweltschutz richtig ist und richtig bleibt. Natürlich konnte die Phrase vom mehr behaupteten denn bewiesenen Klimawandel nicht unerwähnt bleiben. Neu ist an der ganzen Sache etwas anderes. Papst Franziskus höchst selbst, Oberhaupt der katholischen Kirche, erzkonservativ bis in die morschen Knochen, formuliert die gängige Melange aus Elitenkritik und Naturseelsorge im Tonfall eines echten Bescheidwissers. Neu also, welche Dimensionen die Formen Verbandsüblicher Heuchelei mittlerweile angenommen haben – ohne dass dies jemand merken will. Die auf fortschrittlich getrimmte Sittenpredigt verfängt nämlich, kommt richtig gut an – bei allen.

Dieser Papst möchte, das unterscheidet ihn vom Vorgänger im Amte, nicht einzig belehren. Er mahnt und mosert; muckt so richtig auf, mit ziemlichen Breitseiten. Wer aber gäbe ausgerechnet ihm das Recht, in Sachen Polit-Bashing das große Wort zu führen? Von einer sich selbst legitimierenden, durch keinerlei demokratischen Urnengang bestätigten Kaste wurde auch er ins höchste Amt gehievt: Regent eines souveränen, vor angehäuften Reichtümern nur so platzenden Staates, der im Laufe seiner eigenen, nicht immer ruhmreichen Geschichte längst auf die Größe eines Steuerparadieses geschrumpft ist. Als geistig-moralisches Oberhaupt einer mehr als eine Milliarde Menschen zählenden Glaubensgemeinschaft prangert dieser Mann nun – man höre und staune! – die ´armseligen Reden der Politik´ an. Er, der eine ´arme Kirche´ fordert und bis zum heutigen Tag nichts, aber auch wirklich gar nichts tat, damit bei sich daheim – im Vatikan – auch nur anzufangen, hebt den mahnenden, im guten Dutzend angefeuchteten Zeigefinger und liest damit den Lemuren dieser Welt die Leviten. Bescheiden soll er leben, der selige Franz; das wird immer wieder erwähnt. Dass er aber, wie sämtliche seiner Vorgänger im heiligen Amte, von den in Beton gegossenen, so starr wie rigide praktizierten Prinzipien geltenden Kirchenrechts bis heute nicht abrücken mag, ficht offenbar keinen derer an, die jetzt vor Begeisterung aus dem Häuserl sind, weil ihnen scheinen will, dieser Mann habe einmal mehr mit Mut und Verve eine Grenze überschritten. Irrtum, Leute. Regt euch wieder ab. Er labert nur. Ein Blender vor dem Herrn, weiß der Stellvertreter Jesu auf Erden den Glanz seiner Gewänder mit einem ehrlichen Grinsen und den begleitenden Reden ständig zu übertreffen; mehr ist nicht. Aber das zieht.

Frage des Tages: wie will der ins höchste aller irdischen Ämter aufgestiegene Hüter der Herzen die beschworene, allumfassende Weltrettung, die er mittels enzyklischer Entrüstung einfordert, nun eigentlich de facto umsetzen? An ihren Taten sollt ihr sie erkennen. Steht irgendwo im heiligen Buch geschrieben. Wo Taten ausbleiben, reicht die Rede. Den eigenen Stall konsequent auszumisten hat sich der sakrale Chef-Rhetoriker bislang vorbehalten. Was aber in aller Welt zum Himmel stinkt, will er mit der in progressivem Neu-Sprech herunter geleierten Predigt als Mahner vom Berge offenbar im Handstreich erledigen lassen. Allein: Wer soll´s richten? Und wie nun die einzelnen Kunstgriffe aussehen, mittels derer sich das Schicksal noch wenden ließe, lässt der Oberhirte gleichsam offen. Er kennt die Schuldigen, denen kräftig der Marsch geblasen wird, aber wie ´man´ ihnen nun wirklich ´Tat-kräftig´ Dampf unterm Hintern machen soll, will uns dieser Empörer nicht sagen. Die Profitneurosen der multinationalen Konzerne lassen sich weder durch globale Hungerstreiks noch mittels bewaffnetem Untergrundkampf ´besänftigen´. Das Schelten wie die seine den Unterdrückern so sehr am langen Arsch vorbei gehen, wie den Unterdrückten selbst für Momente das eigene Herz übergeht, ist eine echte Binse. Damit lässt sich aber, was vermeintlich schief läuft, auch nicht gerade biegen. Mit Gardinenpredigten tut ´man´ (auch weiterhin) keinem wirklich weh, und da weder Gewalt noch stummer Protest überhaupt irgendwas reißen, muss sich auch keiner besagte vier Buchstaben aufreißen, das heißt: Alles bleibt am Ende wie es gewesen, also: beim Alten. Wie gesagt: Das weiß auch der Alte selbst. Fein raus.

Der selige Franz hat eine arm-selige Rede gehalten. Die Armen und Seligen der Welt glauben fortan noch ein wenig mehr, dass da einer sei, der ihre Sorgen und Nöte kennt. Das stimmt auch wirklich. Er weiß Bescheid. Und versteht es, die Menschen einander näher zu bringen. Ein Magier vor dem Herrn, hat es der Bischof von Rom einmal mehr jedem Recht gemacht. Für sein tendenziöses Öko-Manifest bekam er von allen Seiten Applaus. Sowohl der Chef der Weltbank (!!) als auch das Oberhaupt der UN, der dröge Ban Ki Mon, beeilten sich, den Papst zu loben. Willkommen im Club! Mag der Heiland einst Blinde sehend gemacht haben, dieser Erlöser übertrifft ihn noch, denn er schafft es, vermittels der eigenen, über alle Zweifel erhabenen Person, die Parias der Welt mit ihren Unterdrückern zu verbinden – so weit reicht sein Heiligen-Schein, der alle Schatten tilgt und der geschundenen Welt Erlösung bringt. Damit lässt sich der jüngste Tag ganz bequem auf einen langweiligen Sonntagnachmittag verlegen. Früher hat man die entsprechenden Vormittage noch in der Dorfkirche verbracht, um nach der Predigt in der Kneipe einen zu kippen. Prost Mahlzeit – und Amen.

Shanto Trdic, 19.06.2015

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ENZYKLIKA LAUDATO SI’

ENZYKLIKA LAUDATO SI’

von Papst Franziskus

ÜBER DIE SORGE FÜR DAS GEMEINSAME HAUS

Auf 222 Seiten lässt Papst Franz ein Rundschreiben (Enzyklika) veröffentlichen, das niemand vollständig durchlesen wird. Man erkennt die Nicht- und Teil-Leser an der überschwänglichen Kritik der Enzyklika, die auf 20 Seiten ausreichend Platz gefunden hätte. Legt man die klare und dichte Sprache der Genesis-Schreiber zu Grunde, so hätte ein einziges Blatt Papier ausgereicht. Eine Papierverschwendung von 222 Seiten bedeutet nicht das Ende der Welt, auch wenn der Papst uns diese Botschaft unterschwellig übermitteln will.

Das umfangreiche und informationsarme Rundschreiben, das an einer bilderlosen Werbebroschüre einer aufdringlichen christlichen Sekte erinnert, lässt sich in einer knappen Stunde lesen. Das Schriftstück besteht aus mehreren kurzen Vorworten, sechs Kapiteln und 246 Absätzen, die im Internet auf deutsch vorhanden und auf iBooks übertragbar sind, gefolgt von zwei netten Schlussgebeten. Der Klimawandel und die Ökologie nehmen neben der Heiligenverehrung einen breiten Raum ein. In einfachen Worten versucht Papst Franz die weltlichen Problematik zu beschreiben:

„Das Klima ist ein gemeinschaftliches Gut von allen und für alle.“ Abs. 23.

Mit der selben Selbstverständlichkeit, mit der der Papst naturwissenschaftliche Zusammenhänge erklärt, sollte der gläubige Katholik die Messe in der Kirche meiden und stattdessen am Sonntag dem Vortrag eines Teilchenphysikers lauschen, um Gott zu verstehen. Er wird genauso enttäuscht werden. Vor 500 Jahren haben sich Päpste auf Seiten derjenigen Wissenschaftler geschlagen, die die Erde als den Mittelpunkt des Universums festgelegt haben. Sie taten es aus Eigennutz. Der fromme und ehrliche Wissenschaftler Galileo Galilei hat die politische Vorliebe der Päpste beinahe mit seinem Leben bezahlt. Europa hat durch diese ideologische Verbohrtheit des Vatikans mehr als 100 Jahre an wissenschaftlichem Fortschritt verloren. Papst Franz hat daraus gelernt. Auch er folgt dem populistischen Mainstream, um seinen Einfluss zu mehren, statt ihn zu verlieren:

„Es stimmt, dass es noch andere Faktoren gibt (den Vulkanismus, die Änderungen der Erdumlaufbahn und der Erdrotationsachse, den Solarzyklus), doch zahlreiche wissenschaftliche Studien zeigen, dass der größte Teil der globalen Erwärmung der letzten Jahrzehnte auf die starke Konzentration von Treibhausgasen (Kohlendioxid, Methan, Stickstoffoxide) zurückzuführen ist, die vor allem aufgrund des menschlichen Handelns ausgestoßen werden.“ Abs. 23.

Jeder Rom-Tourist kennt die Verschwendungssucht der Katholischen Kirche, die durch einen Kleinwagen des Papstes nicht verschwindet. Trotzdem gibt es keinen Grund, die Ressourcen unseres Planeten leichtfertig zu verschwenden, selbst wenn sie wiederverwertbar, also für uns Menschen unendlich sind. Nebenbei, Methan entsteht weniger durch menschliches Handeln als durch Rinder und Pflanzen. Hoffentlich hat der Papst nicht vor, die Methan produzierenden Heiligen Kühe Indiens zu schlachten. Die Rache der Hindus würde das geringfügige Problem der Erderwärmung vergessen lassen.

Das bedeutet keineswegs, dass die globale Erwärmung zu einem großen Teil durch menschliches Handeln bedingt ist. Seit auf unserem Planeten zum ersten Mal das Wetter auf der Bühne aufgetreten ist, kennt die Erde Klimaveränderungen, Klimaschwankungen, Klimaerwärmungen und Klimaerkaltungen, die unter dem Begriff „Klimawandel“ zusammengefasst werden. Wer an Gott als den Schöpfer des Himmels und der Erde glaubt, muss akzeptieren, dass Gott – und nicht der Mensch – in seiner unergründbaren Weisheit den Klimawandel geschaffen hat, genauso wie das Leben und den Tod, der manchem Individuum nicht gefällt. Ein frommer Katholiken, der glaubt, dass nicht Gott, sondern der Mensch den Klimawandel bewirkt, begeht eine Sünde wider den Heiligen Geist, eine Blasphemie! Vor 2.000 Jahren, als der Klimawandel (sicherlich? vielleicht?) noch nicht menschenbedingt gewesen ist, war es in Europa wärmer als heute. Ansonsten wären die römischen Soldaten mit kurzen Hemdchen und Hosen niemals bis zur Elbe vorgestoßen. Momentan behaupten populistische Politiker und andere Ideologen, die reichlich an der Akzeptanz des Klimawandels verdienen, dass es weltweit wärmer wird. Wenige seriöse Wissenschaftler behaupten das Gegenteil. Wer will sich noch an den „Spiegel“ in den 1970-er Jahren erinnern, der auf der Titelseite vor einer neuen Eiszeit warnt?

Möglicherweise steigen derzeit die Temperaturen weltweit oder nur lokal an. Kein anständiger Wissenschaftler wird genau vorhersagen, um wie viele °C oder °K und in welchem Zeitraum es wärmer oder kälter werden wird. Der Glaube an die Klimaerwärmung, nicht ihre unbekannte Tatsache, dient dem politischen Vorteil, dem Machterhalt und der globalen Geldumverteilung von unten nach oben. Der Irrglaube hat beinahe die gesamte deutsche Bevölkerung erfasst. In islamistischen und manchen islamischen Ländern müssen die Schüler den Koran auswendig lernen und dürfen Allahs Worte bei Lebensgefahr nicht hinterfragen. In Deutschland erhalten Schüler eine ähnliche Gehirnwäsche. Wer an die menschengemachte Klimaerwärmung, gar an die Klimaerwärmung an sich, die fälschlicherweise „Klimawandel“ genannt wird, zweifelt, wird ins Abseits gestellt und hat miserable Zukunftsaussichten. Das erklärt, warum muslimische Flüchtlinge unbedingt nach Deutschland wollen!

Den Päpsten vor 500 Jahren ist zugute zu halten, dass sie ihr Weltbild mit der Erde als Mittelpunkt aus der Bibel herausgelesen haben. Es ist eine einfältige Interpretation der Bibelstelle gewesen, die heute jeder halbwegs sprachlich begabte Gymnasiast in seinem ersten Jahr ganz ohne Kenntnisse der Relativitätstheorie erkennt.

Darf es wundern, dass der jetzige Papst wie seine Vorgänger vor 500 Jahren aus Eigennutz sich auf Seiten des mächtigen und reichen Mainstreams schlägt?

Damals beginnt die Aufklärung, die dem Menschen nie erahnte Freiheiten bringen wird. Doch Geschichte läuft nicht in eine vom Menschen vorgeschriebene Richtung; allein schon deshalb nicht, weil die Zukunft nicht von Vornherein feststeht. Unglückseligerweise schwindet die Aufklärung seit Jahrzehnten und wird bald das öffentliche Leben verlassen. Man erkennt es daran, dass Scharlatane, Politiker und nun auch Pfaffen erneut in den strengen Naturwissenschaften mitmischen.

„Der Anstieg des Meeresspiegels kann Situationen von äußerstem Ernst schaffen, wenn man bedenkt, dass ein Viertel der Weltbevölkerung unmittelbar oder sehr nahe am Meer lebt und der größte Teil der Megastädte sich in Küstengebieten befindet.“ Abs. 24.

Nicht die Klimaerwärmung ängstigt die Menschen – viele freuen sich, im Winter auf Winterreifen zu verzichten – sondern die Schreckensfolgen der Klimaerwärmung, die machtbesessene Propheten verbreiten. Horrorszenarien werden erfunden, um die Menschen gefügig zu machen. Der befürchtete Anstieg des Meeresspiegels spült nicht nur der Katholischen Kirche viele Gläubige und viel Geld ins Netzt. Auch Laiengruppen profitieren. Um den Horrorszenarien Gewicht zu verleihen, werden Inseldiktatoren im Pazifik gedrängt, für viel versprochenes Geld den Narren zu spielen. Bekannterweise versinken Inseln im Meer nicht weil der Meeresspiegel steigt, sondern vor allem weil sich Erdplatten verschieben.

Im Laborversuch kann das Steigen des Meeresspiegels in Abhängigkeit vom Anstieg der Welttemperatur nachgespielt werden. In der Realität ist dies nicht möglich. Sowohl der Anstieg der globalen Temperatur, als auch der Anstieg der Meeresspiegel basiert auf Aufzeichnungen, deren Genauigkeit vom Ort und von der Zeit abhängen, mit anderen Worten: unzuverlässig sind. Kennt jemand die aktuelle höchste Tagestemperatur in Palmyra? Um wie viele cm ist der Meeresspiegel an der Küste Libyens gestiegen, seitdem der umgängliche Diktator Gaddafi beseitigt worden ist? Wo verlief die Küste Schleswig-Holsteins bevor die ersten Germanen dort aus dem Nebel auftauchen? Steigt die mittlere Temperatur an, so wird es mancherorts heiß, anderswo mäßig warm und an einigen Orten sogar kälter werden. Steigt der mittlere Meeresspiegel, so wird es mancherorts zu großen Überschwemmungen kommen, anderswo kaum bemerkt werden und an einigen Orten das Wasser zurückgehen. Das ist die Definition des Durchschnitts, die die wissenschaftliche Arbeit, im Gegensatz zur theologischen oder ideologischen, unheimlich erschwert.

Nicht alle Wissenschaftler nehmen an, dass die globale Klimaerwärmung zu einem globalen Anstieg des Meeresspiegels führt. Viele Wissenschaftler nehmen es an, nicht weil sie es nachweisen können, sondern weil es vernünftig klingt. Auf der Wikipedia-Seite

https://de.wikipedia.org/wiki/Meeresspiegelanstieg#/media/File:Post-Glacial_Sea_Level.png

ist eine S-förmige Kurve abgebildet, die die Zunahme des Meeresspiegels seit der letzten großen Eiszeit dokumentiert. Vor 22.000 bis vor 15.000 Jahren steigt über 7.000 Jahre der Meeresspiegel langsam an. Dann folgt ein schneller Anstieg über weitere 7.000 Jahre an. In den letzten 8.000 Jahren bis heute fällt der Anstieg des globalen Meeresspiegels auf wenige mm im Jahr zurück. Diese Kurve ist zu schön, um wahr zu sein. Sie zeigt, dass seit der letzten Eiszeit der mittlere Meeresspiegel unabhängig von den auf der Erde herrschenden Temperaturen ständig ansteigt. Somit können seriöse Wissenschaftler nur eines behaupten: Wir wissen nicht, um wie viele mm, ob und wo der Meeresspiegel ansteigen oder fallen wird.

Der globalisierte Aberglaube beschränkt sich nicht auf das Wetter. Menschen haben weitere Ängste, die der finanziellen Ausbeutung harren: Angst vor Genen, Angst vor Atomen, Angst vor Seebeben, Angst vor dem Tod. Menschliche Gentechnik, die die Natur kopiert, ist Teufelswerk, da sie Gott vorbehalten ist, was insbesondere Atheisten glauben. Am liebsten würde der verängstigte Bürger alle Gene aus seiner Umwelt und aus seinem Essen verbannen und dann verhungern. Das Atom ist noch teuflischer. Wie kann der Mensch es wagen, das Unteilbare (ἄτομος) zu spalten? Warum strahlt ein Atom ewig, während ich nur 70 bis 90 Jahre auf Erden verweilen darf? Die Angst vor Seebeben erreicht in Deutschland jeden Ort, in dessen Nähe ein noch nicht abgeschaltetes Atomkraftwerk steht. Besonders seebeben-gefährdet sind grenznahe AKW-Standorte jenseits der deutschen Grenze im europäischen Ausland. Die Angst vor dem Tod spült enorme Geldmengen in die Taschen von Scharlatanen, worunter auch die Kirche fällt. Selbst der Bundestag beteiligt sich an dem makabren Schauspiel.

Zum Leidwesen deutscher Welterretter rügt Papst Franz nicht die Atomkraftwerke. Hat der Vatikan diesbezüglich eigene vordringliche Interessen? Ist ihm die deutsche Pedanterie zuwider, die jede Energieform ablehnt, die nicht sofort erneuerbar ist? Oder mag er nicht die deutsche Kanzlerin, da sie eine Luthersche ist?

„Heute beobachten wir das maßlose und ungeordnete Wachsen vieler Städte, die für das Leben ungesund geworden sind, nicht nur aufgrund der Verschmutzung durch toxische Emissionen, sondern auch aufgrund des städtischen Chaos, der Verkehrsprobleme und der visuellen und akustischen Belästigung. Viele Städte sind große unwirtschaftliche Gefüge, die übermäßig viel Energie und Wasser verbrauchen.“ Abs. 44.

Früher hat Stadtluft frei gemacht. Die Kirche fürchtet die Freiheit des Städters von der Religion wie der real existierende Teufel das Weihwasser. Der Bauer soll demütig an seiner Scholle hängen und sonntags Gott huldigen, wofür der Landarbeiter einige Stunden unbezahlter Freizeit erhält. Interessant ist, wie Papst Franz mit der rapiden Bevölkerungszunahme in der Dritten Welt umgeht, die er nach katholischer Lehre dem Willen Gottes anhängt. Mehr Menschen bedeuten mehr Dreck, mehr Abgase und mehr CO2. Doch dies trifft nur für die Reichen zu, die nicht katholisch sind. Bei den Armen bedeutet die Bevölkerungszunahme lediglich mehr Hunger. Arme Katholiken produzieren keinen Dreck, keine Abgase und kein CO2. Deshalb müssen sie gottgefällig arm bleiben, was gut fürs Klima und für die Kirche ist. Nicht zufällig sind die Menschen in katholischen Ländern ärmer als in protestantischen oder atheistischen. Nur die Frauen der Muslime ächzen lauter unter den vielen Geburten. Hier gilt Allahs Befehl der unnatürlichen Vermehrung.

„Wir sind nicht Gott.“ Abs. 67. „Wenn er das Universum aus dem Nichts erschaffen konnte, kann er auch in dieser Welt eingreifen und jede Form des Bösen überwinden.“ Abs. 74.

Dem ist zuzustimmen, außer dass dem Sterblichen nicht bekannt ist, was Gott unter „Nichts“ versteht. Doch solange die Kirche sich in die wahren Wissenschaften einmischt, wird Gott nicht das Böse überwinden. Denn Gott ist die Freiheit, auch die Freiheit der Wissenschaft, die von keiner weltlichen und geistlichen Diktatur überschattet werden darf.

„Angesichts der Tatsache, dass alles eng aufeinander bezogen ist und dass die aktuellen Probleme eine Perspektive erfordern, die alle Aspekte der weltweiten Krise berücksichtigt, schlage ich vor, dass wir uns nun mit den verschiedenen Elementen einer ganzheitlichen Ökologie befassen, welche die menschliche und soziale Dimension klar mit einbezieht.“ Abs. 137.

Wenn der Arzt gegen die Natur verliert, beschwört er die Ganzheitsmedizin. Der aufgeklärte Patient weiß nun, dass sein Arzt mit seinem Medizinerlatein am Ende ist. Im Abs. 137 deutet Papst Franz dezent, jedoch unmissverständlich an, dass der Vatikan mit seinem Kirchenlatein am Ende ist.

„Der heilige Franziskaner lehrt uns, dass jedes Geschöpf eine typisch trinitarische Struktur in sich trägt, die so real ist, dass sie spontan betrachtet werden könnte, wenn der Blick des Menschen nicht begrenzt, getrübt und schwach wäre.“ Abs. 239.

Dieser Satz holt den kritisch denkenden Menschen zurück auf den Boden der katholischen Tatsachen. Wäre der Mensch nicht schwach und sündig, so würde er das Wesen des christlichen Gottes sofort erkennen. Der deutsche Mainstream ist wunderlich. Verzückt hört er einem Theologen zu, der sich über komplizierte wissenschaftliche Zusammenhänge auslässt, ohne über das nötige Wissen zu verfügen. Andrerseits: Über welche moralische Autorität verfügt der oberste Vertreter einer Kirche, deren Priester verantwortliche Eltern das eigene Kind nicht anvertrauen werden?

In vielen Staaten dieser Welt gewinnen Religion und Aberglaube die Deutungshoheit. Wissenschaftliches Denken wird von theokratischen Tugendwächtern und selbsternannten NGOs argwöhnisch beäugt und verboten. Islamisten zerstören im Orient unwiederbringliche Kulturgüter, weil Kultur Mohammed erzürnt, humanistische Aktivisten zerstören Felder in der EU, weil die Saat nicht halal ist. Nur in der Waffenherstellung herrscht die reine Wissenschaft ohne jegliche Einmischung der Religion, denn Religion und Aberglaube hemmen den kriegerischen Fortschritt.

Welch ein Glück, dass der Mensch schwach ist und Gott nicht erkennt.

Antifa-02

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