Pax schlägt sich

Peking hat den Platz des Himmlischen Friedens, Aachen ist die Stadt des Friedens. Es gibt den Aachener Friedenspreis AFP, eine Organisation, die sich dem Frieden allgemein weltweit mit Ausnahme Nordkoreas und sehr speziell nahöstlich verpflichtet fühlt, und es gibt das FriedensInternetmagazin aixpaix, das sich dem Frieden allgemein weltweit mit Ausnahme Nordkoreas und – welch ein Wunder – sehr speziell nahöstlich verpflichtet fühlt.

Beide pazifistische Organisationen kämpfen um die Friedensvorherrschaft in Stadt und Kreis Aachen, der Stadt des Friedens. Gewonnen hat, wer die meisten selbsthassenden Juden sein eigen nennt. Da einheimische Juden mit Ausnahme der christlich-jüdischen störrisch sind, werden geeignete Juden von Weit her importiert: von Israel bis zur Ostsee.

Derzeit hat aixpaix die Nase vorne, da der AFP vorsichtig und ungeschickt versucht, sich vom vulgären Antisemitismus loszusagen, was eine schwere und undankbare Aufgabe ist, da Mitglieder nicht abgeschreckt werden dürfen oder Gott möge es behüten zu aixpaix überwechseln.

aixpaix lässt selbsternannte Juden, die keine Juden sind, zu Wort kommen, wenn sie versprechen, sich nicht wie Juden zu benehmen, wenn sie ihren friedensaktivistischen Israelhass versprühen, damit der Anteil Rechtsextremer in der Friedensbewegung nicht überhand nimmt.

Derzeit brennt ein Krieg über den Krieg. Die Aachener Pazifisten werfen sich gegenseitig Kriegslüsternheit vor. Sie können mir trotz Hoffnung nicht glauben? Lesen Sie selbst:

http://www.aachener-friedenspreis.de/uploads/media/Brief_aixpaix.pdf

aixpaix wirft dem AFP vor, jeglichen Krieg zu begrüßen, der einen Genozid verhindert.

Der AFP wehrt diese ungeheuerliche Unterstellung ab. Er erklärt, dass, um einen solchen Krieg zu akzeptieren – nicht um daran teilzunehmen – so viele Bedingungen vorher erfüllt sein müssen, dass nicht der Hauch einer Chance besteht, einen Krieg zur Vermeidung eines Völkermordes zu tolerieren. Sicherheitshalber fordert der Aachener Friedenspreis das Verschwinden der NATO,  der deutschen Bundeswehr und aller anderen nationalen Streitkräfte der NATO-Staaten mit Ausnahme der türkischen Besatzungsarmee in Zypern, auf dass der ewige Friede in die Welt der Menschen einkehre und jeder Genozid ungehindert seinen Lauf nehme.

Wie in Deutschland, so auch in Ruanda. Amen.

Dieser Beitrag wurde unter Ethik abgelegt und mit , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Eine Antwort zu Pax schlägt sich

  1. Stefan Wehmeier schreibt:

    Die Erfolge der christlichen Friedenspropaganda sind geringer als null. Die Arbeit der anderen Pazifisten ist gleich unfruchtbar geblieben. Niemals hat es so viele Kriege gegeben wie in der christlichen Ära, und seit Bertas „Die Waffen nieder“ hat der Krieg den letzten Rest der Ritterlichkeit verloren. War der Krieg für die Fürsten ein Privatvergnügen und eine interessante Unterbrechung der höfischen Langeweile, so ist der moderne Krieg, den die „Demokraten“ führen, nichts als eine Narretei, die um so lächerlicher wirkt, je sorgenvoller die Gesichter der obersten Kriegsleiter dreinschauen, je ernsthafter die Politiker heucheln, schwindeln, lügen.

    Der Grund des Versagens der Friedenspolitik liegt darin, dass die Pazifisten viel zu viel vom Krieg reden. Der Teufel erscheint, wenn man von ihm spricht. Der Friedensengel würde aber vielleicht auch erscheinen, wenn man ihn auch einmal an die Wand malen würde. Aber die Friedenspropagandisten wissen offenbar nichts vom Frieden zu sagen. Darum wachsen nur Bajonette dort, wo die Pazifisten säen.

    Wie stellt sich eigentlich der Pazifist den Frieden vor? Niemand weiß es. Würde aber eine klare Darstellung der Zustände in der befriedeten Welt nicht ungleich wirksamer sein als die ewige Auffrischung der Kriegsgräuelbilder? Stelle man doch neben die Bilder des Krieges das Bild des wahren, des ewigen Friedens und dann lasse man sie alle wählen! Wir werden dann Überraschungen erleben. Mancher Haudegen wird dann die Waffen von sich werfen und begeistert nach dem Palmwedel greifen. Für solchen Frieden, so werden sie sagen, bin ich auch, selbstverständlich.

    Ein Wort an die Pazifisten

    Gefällt mir

Kommentare sind geschlossen.