Islamischer Antisemitismus oder lieber PEGIDA?

In memoriam Ralph Giordano
Vorbild und Kämpfer für die Wahrheit

Aceh ist eine Provinz des Inselstaates Indonesien. Viele internationale Ölfirmen haben sich in Aceh niedergelassen. Wegen Korruption herrscht trotz (wegen?) Ölreichtum bittere Armut unter der Bevölkerung. Vor genau 10 Jahren hat dort ein Tsunami mindestens 170.000 Menschen das Leben gekostet. Die Spendenbereitschaft der Deutschen hat damals eine Milliarde € nach Aceh gespült. Wie wenig Geld sein beabsichtigtes Ziel erreicht hat, bleibt für immer unbekannt.

Seit 2005 ist die Provinz Aceh autonom. Das islamische Recht, die Scharia, wurde eingeführt. Eine Kirche nach der anderen wird geschlossen. Verbrecher werden öffentlich ausgepeitscht. Die Regierung überlegt die Einführung der Steinigung für verheiratete Frauen, die vergewaltigt worden sind.

Indonesien und Aceh liegen weit entfernt, sodass sich kaum Unmut unter den großzügigen deutschen Spendern ausbreitet. Tiefer ins Bewusstsein dringen die menschlichen Bestialitäten der Kämpfer für einen Islamischen Staat in Assyrien, den ehemaligen Staaten Syrien und Irak. Die meisten Krieger Gottes sind Saddam-Getreue und weltweite Dschihadisten, einige sind Kriminelle. Alle geben vor, gottesfürchtige Muslime zu sein.

In Deutschland hat sich die Vereinigung „Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes“ PEGIDA gebildet. Das Ziel der PEGIDA ist es, den Trägern des Islams, also den Muslimen, den weiteren ungehinderten Zuzug nach Deutschland zu erschweren, am liebsten unmöglich zu machen. PEGIDA hat einen guten Zulauf unter der Bevölkerung, die Demonstrationen verbreiten sich von Dresden aus in ganz Deutschland, die Zahl der Demonstrierenden nimmt stetig zu.

Als Reaktion haben sich gegnerische Gruppierungen zur PEGIDA gebildet, die zeitgleiche Gegendemonstrationen in denselben Städten organisieren.

Der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime in Deutschland, Herr Aiman Mazyek, ist gegen PEGIDA eingestellt. In Dresden soll er gesagt haben, dass die Slogans der Demonstranten zeigen, dass Ausländerfeindlichkeit und antisemitischer Rassismus salonfähig geworden sind. Auch die Jüdische Gemeinde Dresden soll an den Gegendemonstrationen teilgenommen haben. Ihre Vorsitzende Nora Goldenbogen erklärt, wie wichtig es sei, Menschen in Not zu helfen: „Wir Juden wissen das. Während des Holocausts wäre die Zahl der Opfer noch viel höher gewesen, wenn es nicht überall auf der Welt Menschen gegeben hätte, die bereit gewesen waren, Flüchtlinge aufzunehmen.“

Es ist nicht auszuschließen, dass PEGIDA die Rückführung von Muslimen in ihre Heimatländer oder der ihrer Vorfahren fordern wird. Derzeit wollen sie nur den Zuzug von Muslimen nach Deutschland beenden. PEGIDA bekämpft nicht die Scharia im Ausland. Den PEGIDA-Demonstranten ist es gleichgültig, ob Ehebrecherinnen in Indonesien oder Saudi-Arabien gesteinigt werden. Es ist ihnen genauso gleichgültig wie der übergroßen Mehrheit der Bevölkerung Deutschlands.

PEGIDA ist gegen die Einführung der Scharia in Europa und Deutschland, eine Forderung, die jeder Leser unterschreiben wird, der kein Frauenhasser, nicht homophob oder Islamist ist. PEGIDA vermittelt jedoch das Gefühl, dass Muslime in Deutschland bereits den bestialischen Gesetzen der Scharia unterstehen oder bald unterstehen werden mit anschließender Islamisierung des Abendlandes, wenn der Zuzug von Muslimen nicht gestoppt wird. Nun gibt es bekannterweise Ehrenmorde und andere Verbrechen unter Muslimen in Deutschland. Die muslimischen Täter werden wie gewöhnliche Kriminelle behandelt. Es gibt oder es darf keinen Islam-Bonus vor Gericht geben, was nicht nur von PEGIDA-Anhängern angezweifelt wird.

Das Problem ist der Ehrenmord an sich, der in der abendländischen Gesellschaft nicht mehr üblich ist und deshalb Befremden auslöst. Ehrenmorde sind zwar unter Muslimen eine ausgesprochene Seltenheit, jedoch ist ein Ehrenmord in Deutschland immer mit Muslimen vergesellschaftet. Des Weiteren existiert eine islamische Paralleljustiz und eine unter Musliminnen selten praktizierte Ganzkörperverschleierung in der Öffentlichkeit, die nach Meinung vieler Deutschen gesetzlich verboten ist, was ein Irrtum ist. Die Ganzkörper- und Gesichtsverschleierung ist in der Öffentlichkeit erlaubt. Verboten ist sie bei Demonstrationen. Paralleljustiz ist eine Notwendigkeit, wenn die überlasteten deutschen Gerichte arbeitsfähig bleiben sollen.

Islam-01

PEGIDA arbeiten folglich mit Halbwahrheiten, um ihre Ziele zu realisieren, obwohl sie keine Partei sind.

Zu fragen bleibt, warum die Ganzkörperverschleierung in der deutschen Öffentlichkeit erlaubt, hingegen in einigen großen liberalen demokratischen Staaten der EU verboten ist.

Die nächste Frage lautet, warum die Einschränkung des Zuzugs von Muslimen ethisch verwerflich sein soll. Deutschland als größtes Land der EU nimmt zwar die meisten Einwanderer, Flüchtlinge und Asylanten auf, nicht jedoch bezogen auf die eigene Einwohnerzahl. Hier steht Deutschland im unteren mittleren Drittel. Warum sollen christliche Flüchtlinge nicht bevorzugt werden? Wenn der deutsche Staat die Zahl der nach Deutschland Wollenden weiterhin derart stark einschränkt, dann darf er dies ethisch korrekt auf Kosten der Muslime ausführen. Die Abschiebung von Muslimen steht nicht auf der Agenda.

Was wollen die Gegendemonstranten der PEGIDA? Sind sie gegen die Ideen der PEGIDA oder gegen PEGIDA?

Wahrscheinlich sind die meisten Gegendemonstranten Gegner der PEGIDA, weil dies momentan politisch korrekt ist. Selbst Juden hängen diesem Prinzip an. Die Vorsitzende Nora Goldenbogen irrt. Die Zahl der Holocaust-Opfer wäre nicht viel höher gewesen, wenn es nicht überall auf der Welt Menschen gegeben hätte, die bereit gewesen waren, Flüchtlinge aufzunehmen. Die Zahl der Holocaust-Opfer wäre viel niedriger gewesen, wenn es auf der Welt einen Staat gegeben hätte, der bereit gewesen wäre, alle Juden aufzunehmen, wenn also Israel bereits existiert hätte. Doch die Gründung Israels wurde von den Siegermächten des Ersten Weltkrieges aus Eigennutz hintertrieben. Nach dem Holocaust konnten die Siegermächte des Zweiten Weltkrieges die Gründung des Judenstaates nicht mehr verhindern. Seitdem ist die Zahl der von Antisemiten umgebrachter Juden auf einen Tiefpunkt gefallen. Der Holocaust ist also nicht nur für Juden kein Grund, gegen PEGIDA zu agieren. Insbesondere wenn der oberste deutsche Muslim behauptet, dass Ausländerfeindlichkeit und antisemitischer Rassismus in Deutschland salonfähig geworden sind, ohne zu erwähnen, dass Muslime eine große Schuld am deutschen Antisemitismus tragen. Nebenbei, Antisemitismus ist kein Rassismus.

Die Erwähnung des Holocausts ist auch deshalb ungehörig, weil vertriebenen Muslimen eine Vielzahl islamischer Staaten offensteht, die nach ihrer Staatsraison Muslime beschützen sollten. Andrerseits soll nicht vergessen werden, dass viele Muslime deshalb ins nicht-muslimische Deutschland übersiedeln und fliehen, weil sie das Leben in einem islamischen Staat nicht aushalten. Dummerweise haben sich islamische Zentren in Deutschland etabliert, die im Namen aller Muslime zu sprechen vorgeben, was Ressentiments unter deutschen Nicht-Muslimen verstärkt. Offizielle deutschen Muslime instrumentalisieren den Islam somit genauso wie Islamisten.

islamophobie

Sind die Gegendemonstranten Gegner der Ideen von PEGIDA?

Bezüglich des islamischen Auslandes, wo die Scharia gehandhabt wird, sicherlich nicht. Gegner wie Anhänger PEGIDAs sind nicht bereit, für Muslime zu kämpfen und zu sterben, die von der Scharia geknechtet werden. Selbst hohe kirchliche und linke Kreise sind gegen Waffenlieferungen in den Nahen Osten, selbst wenn es um die Vermeidung eines Genozids geht. Ein militärischer Einsatz gegen Islamisten zum Schutz wehrloser Menschen, seien sie Muslime, Jesiden oder Christen, wird von der übergroßen Mehrheit der deutschen Bevölkerung strikt abgelehnt. Unter dieser übergroßen Mehrheit fallen PEGIDA-Anhänger sowie PEGIDA-Gegner. Unter der winzigen Minderheit, die sich einen militärischen Einsatz zum Schutz von Islamisten bedrohter wehrloser Menschen vorstellen kann, fallen wohl fast alle Juden – mit Ausnahme von PEGIDA-Gegendemonstranten.

Wenn PEGIDA-Anhänger gegen einen weiteren Zuzug von Muslimen – darunter zwangsweise auch Islamisten – nach Deutschland und Europa sind, dann müssten PEGIDA-Gegendemonstranten für einen weiteren Zuzug von Muslimen und Islamisten nach Deutschland sein. Den Zuzug von Islamisten werden die Gegendemonstranten hoffentlich nicht begrüßen. Leider gibt es keine Möglichkeit, diesen sicher auszuschließen. Niemand weiß, wie viele Islamisten sich unter den muslimischen Flüchtlingen verstecken. Während also PEGIDA-Anhänger strikt gegen einen weiteren Zuzug von Islamisten nach Deutschland und Europa sind, indem sie allen Muslimen den Zuzug verweigern, akzeptieren PEGIDA-Gegendemonstranten diese Gefahr, um muslimischen und zwangsweise einigen islamistischen Flüchtlingen zu helfen. Die derzeitige Politik entspricht den Vorstellungen der Gegendemonstranten. Die Zukunft allein wird es zeigen, welche Vorgehensweise die richtige gewesen sein wird.

Auch wenn die Wahrheit unangenehm ist: Für Juden ist der Zuzug von Muslimen immer von Nachteil. Der Anteil von Antisemiten/Antizionisten unter Muslimen ist bedeutend höher als ihr Anteil von Juden- und Israelfreunden, inklusiv der wenigen Muslime, die sich gegenüber Juden und Israel neutral verhalten. Beim Anblick der Dresdener Synagoge zwingt sich der Vergleich einer mittelalterlichen Festung mit Schießscharten auf. Andere Synagogen in Deutschland sind mit Stacheldraht bewehrt, eine von Panzersperren umgeben. Die Sicherheitsvorkehrungen dienen weniger der Abwehr biodeutscher Neonazis als militanter Muslimen. Man nenne eine Kirche oder eine Moschee in Deutschland, die eine ähnliche militärische Abwehr aufweist!

Es ist der islamische Antisemitismus, der die einst blühenden jüdischen Gemeinden in fast allen muslimischen und arabischen Ländern ausgelöscht hat. Aus diesen vom islamischen Antisemitismus geprägten Ländern kommen die Flüchtlinge, gegen die sich PEGIDA stellt.

Ist PEGIDA antisemitisch?

Wahrscheinlich nicht. Die wenigen Juden, die es nach Deutschland zieht, assimilieren sich in Windeseile, gehen in ihrer nicht-jüdischen Umgebung auf. Von den 300.000 jüdischen Kontingentflüchtlingen aus der ehemaligen Sowjetunion, die nach 1989 nach Deutschland eingewandert sind, sind 2/3 spurlos verschwunden. Juden brauchen in Deutschland nicht mehr drangsaliert zu werden, um in Luft aufzugehen.

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34 Antworten zu Islamischer Antisemitismus oder lieber PEGIDA?

  1. Gudrun Eussner schreibt:

    Einfache Antwort gefällig? Lieber PEGIDA!

    Und was den Tod von Ralph Giordano (Zichrono le-Vracha!) angeht, so fiel mir bei der ersten Nachricht der Petra Gerster im ZDF auf, daß sie kein Wort über dessen Kampf gegen die Islamisierung Deutschlands verlor, sondern einmal mehr beim vor den Nazis in Hamburg versteckten Juden und seinem sich daraus speisenden Buch „Die Bertinis“, von 1982 (!) und einer Erwähnung seines Kampfes gegen Antisemitismus Schluß war.

    Es geht doch nichts über tote Juden!

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    • Aristobulus schreibt:

      Und bei 3sat stand oder steht noch ganz oben, Giordano sei gegen Ende seines Lebens „ein Brandstifter gewesen“.
      Der Jud‘ als Brandstifter, der gegen Totalitäre vorgeht. Für den Brunnenvergifter ist sich 3sat viel zu fein. Da muss es schon was mit dem brennenden Warschauer Ghetto oder mit dem brennenden Gasa sein.

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  2. Gutartiges Geschwulst schreibt:

    „Ist PEGIDA antisemitisch?“

    Warum lesen Sie nicht einfach nach?:
    http://pegida.de/2014/12/positionspapier-der-pegida/

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  3. schum74 schreibt:

    Danke zuerst für den Artikel und vor allem für die Widmung. Ja, Ralph Giordano (s’l) hat sich nicht gescheut, um der Wahrheit willen Unbeliebtheit zu riskieren. Das ist groß.

    Es ist nicht immer klar, wann Sie sich zum Anwalt des Teufels machen und wann Sie die eigene Meinung vertreten. Aber gut. Sie fordern auf, Stellung zu beziehen.

    Paralleljustiz ist eine Notwendigkeit, wenn die überlasteten deutschen Gerichte arbeitsfähig bleiben sollen.

    Wessen Einwand das auch ist, er ist unhaltbar. Weil die deutschen Gerichte überlastet sind, soll parallel entschieden werden, dass der muslimische Ehemann rechtens tut, wenn er seine Frau schlägt, und dass der Frau nur die Hälfte des Erbes zusteht?
    In einem Rechtsstaat gibt es nur ein Recht für Alle oder es ist kein Rechtsstaat.

    PEGIDA bekämpft nicht die Scharia im Ausland. Den PEGIDA-Demonstranten ist es gleichgültig, ob Ehebrecherinnen in Indonesien oder Saudi-Arabien gesteinigt werden.

    Ist es nicht so, dass die PEGIDA-Leute den Zuzug von Muslimen nach Deutschland verhindern wollen, weil sie die Scharia in Indonesien und in Saudi-Arabien nicht gleichgültig lässt? Dort kann man nämlich die Scharia am Werk sehen. Noch nicht in München und in Hamburg.

    PEGIDA vermittelt jedoch das Gefühl, dass Muslime in Deutschland bereits den bestialischen Gesetzen der Scharia unterstehen oder bald unterstehen werden mit anschließender Islamisierung des Abendlandes, wenn der Zuzug von Muslimen nicht gestoppt wird.

    Worum es geht, hat Dieter Nuhr mit wünschenswerter Klarheit ausgesprochen:
    „Der Islam ist ausschließlich dann tolerant, wenn er keine Macht hat. Und da müssen wir unbedingt für sorgen, dass das so bleibt!“

    Unschön aber wahr: Keine Macht hat der Islam nur bei null Anhängern. Schon eine kleine Gemeinschaft hat die Macht, die dazugehörigen Frauen zu verstümmeln und unter den Schleier zu zwingen.

    Die derzeitige Politik entspricht den Vorstellungen der Gegendemonstranten. Die Zukunft allein wird es zeigen, welche Vorgehensweise die richtige gewesen sein wird.

    Falls die Politiker irren: Die Zukunft, die sie jetzt vorbereiten, werden sie nicht erleben müssen, nicht?

    Dazu: Ich kenne die PEGIDA nicht, kann zu der Bewegung nichts sagen. Aber um den Einzug des Islams und seiner Scharia zu verhindern, würd‘ ich mich auch mit dem Teufel verbünden; wie es die Alliierten mit Stalin gemacht haben, oder De Gaulle mit den französischen Rechtsextremisten.

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  4. skowronekthelark schreibt:

    „Doch die Gründung Israels wurde von den Siegermächten des Ersten Weltkrieges aus Eigennutz hintertrieben.“
    Wo sollte der Nutzen der Siegermächte liegen, wäre dieses winzige Ländchen nicht gegründet worden? Die Engländer haben bei ihrem Abzug, als sie also nichts mehr zu verlieren hatten, die Tegart-Forts an die Araber übergeben.
    Die Gründung Israels wurde aus Antisemitismus hintertrieben. SO wird ein Schuh daraus.

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  5. Renate schreibt:

    PEDIGA wird von links diskriminiert, weil auch Neonazis sich dieser Bewegung angeschlossen haben. Stimmt sicherlich. ABER: Geht es bei PEDIGA um Neonazis oder um die Sache???
    UND: Hat nicht auch einmal ein Neonazi recht??? – Niemand hat immer recht (auch nicht die LINKEN) und niemand hat immer Unrecht (auch nicht die RECHTEN).

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    • schum74 schreibt:

      Absolut, Renate. Erst kürzlich hat auf Tapfer im Nirgendwo die geschätzte Leserin Caruso (hier oben) daran erinnert, dass die Güte eines Arguments sich nach dem Grad seiner Übereinstimmung mit der Wirklichkeit bemisst, nicht nach der gesellschaftlichen Stellung des Sprechers. In dieser Hinsicht haben Firmenchefs keinen Vorteil vor Firmenwachleuten.
      Was aber für oben und unten gilt, gilt ebenso für links und rechts. Richtigkeit kennt keine Richtung.

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  6. schum74 schreibt:

    Ralph Giordano zur Ehre mit Dank an Vera Lengsfeld: der Offener Brief von Ralph Giordano an den damaligen Bundespräsidenten:

    Nicht die Migration, der Islam ist das Problem

    Sehr geehrter Herr Bundespräsident,

    „Das Christentum gehört zweifelsfrei zu Deutschland, das Judentum gehört zweifelsfrei zu Deutschland, das ist unsere christlich-jüdische Geschichte, aber der Islam gehört inzwischen auch zu Deutschland“. Dieser Satz in Ihrer Rede vom 3. Oktober anlässlich des 20. Gedenktags der Wiedervereinigung offenbart in seiner Pauschalität eine so verstörende Unkenntnis der Wirklichkeit und verfrühte Harmonisierung grundverschiedener Systeme, dass es einem die Sprache verschlagen will.

    Ich maße mir nicht an, Ihnen Nachhilfeunterricht in Geschichte erteilen zu wollen, aber hier wird eine blauäugige Gleichsetzung des realexistierenden Islam mit einem EU-konformen Wunsch-Islam so sichtbar, dass energischer Widerspruch eingelegt werden muss. Denn der politische und militante Islam ist nicht integrierbar, aber auch der „allgemeine“ jenseits davon ist noch problematisch genug.

    Ist er doch bisher auf die Frage, ob er vereinbar sei mit Meinungsvielfalt, Gleichstellung der Frau, Pluralismus, Trennung von Staat und Religion, kurz, mit Demokratie, jede überzeugende Anwort schuldig geblieben. Eine dunkle Wolke, die am Himmel des 21. Jahrhunderts schwebt, und von der auch die Bundesrepublik Deutschland durch eine total verfehlte Immigrationspolitik unmittelbar berührt wird.

    http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/nicht_die_migration_der_islam_ist_das_problem

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    • Aristobulus schreibt:

      Giordano: „…die Umma… droht an ihrer eigenen kultur- und religionsbedingten Rückständigkeit und Unbeweglichkeit zu ersticken. Ein gleichsam dröhnendes Ausrufezeichen dazu: die gespenstische Talmiwelt der Öl-Billionäre am Golf, das Fettauge auf der Bodenlosigkeit eines geld- und goldstrotzenden Zynismus – „Das kann nicht gutgehen“, so Orhan Pamuk.“

      Giordano wusste noch, was Fettaugen sind. Heute kennt die keiner mehr, weil überall viel zuviel B!O und Sozialromantik und Salzlosigkeit und Cholesterinfurcht.

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  7. Jonas schreibt:

    Es ist einfach eine Riesenkrise der Parteienparallelgesellschaft. Eine nicht verwirklichte Demokratie, jeder sieht es, das es nur Hierarchien gibt. Getreu dem Motto: Führer und Gefolgschaftssystem. Das kennen wir aus dem Nazideutschland und auch aus der DDR. Die Ohnmacht, ohne Macht und Einfluss zu sein, wird wahrgenommen. Das ist noch lange keine Verteidigung der Pegida!

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  8. Nach meiner Meinung hat “Pegida” nur am Rande mit Antiislamismus zu tun. Pegida ist ein Druckventil der Wutbürger in Deutschland und wird von Alt- und Neonazis genutzt.

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  9. Gutartiges Geschwulst schreibt:

    Haben Sie, ergänzend zu Ihrer Meinung, konkrete Anhaltspunkte dafür, dass die PEGIDA mit Neonazis in Verbindung stehen?
    Dass sich Alt-Nazis unter die PEGIDA mischen, ist wohl eher unwahrscheinlich, da selbst deren Jungspunde demnächst das neunzigste Lebensjahr vollenden.
    Nichtmal Günther Grass war unter den Marschierern. Nehme an, dass er seine letzten Schuhe schonen will.

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