Halbwahrheiten

Bundesgerichtshof BGH:
Die Strafen für Naziverbrecher sind zu hoch ausgefallen.
„Mit einer vergleichbaren Tat ist für die Zukunft kaum noch zu rechnen.“

Der konkrete Fall:

Die junge Anästhesistin hat in der Nacht zum 19. Februar 2011 ihren 50 Jahre älteren Ehemann mit einer Überdosis Morphium in ihrer gemeinsamen Aachener Wohnung getötet. Nun wird in Aachen auf Anordnung des BGH der Fall zum dritten Mal verhandelt. So sehen die Bundesrichter erhebliche Milderungsgründe nicht ausreichend berücksichtigt. U.a. sei mit einer vergleichbaren Tat für die Zukunft kaum noch zu rechnen. Demzufolge soll sie als Anästhesie-Ärztin wieder an Patienten arbeiten dürfen.

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15 Antworten zu Halbwahrheiten

  1. mike hammer schreibt:

    es währe sicher interessant zu wissen was z.b.
    Hitler vor einem aktuellen deutschen gericht
    bekommen würde.
    ob er seinen
    antizionismus als
    mildernden umstand zugesprochen bekäme?

    wenn er die „besatzung“ und die „siedlungen“ als ausrede bringen könnte könnte er
    mit bewährung rechnen….

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  2. Paul schreibt:

    Da habe ich noch ein Argument, weshalb sie weiter als Ärztin arbeiten dürfte: Sie hat keinen Patienten umgebracht!:-)

    Nur ein Heiratsverbot müsste das Gericht verhängen. Jedenfalls dürfte sie keinen 50 Jahre älteren Mann mehr heiraten. Dann gäbe es nämlich die Wiederholungsgefahr.😦

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    • anti3anti schreibt:

      In Deutschland ist man Patient, wenn man aufgeklärt der Therapie zustimmt. In Notfällen ist zur Lebenserhaltung des Patienten die Behandlung auch ohne dessen Zustimmung statthaft. Es ist zwar ein Notfall gewesen, aber in einem anderen Sinn. Somit ist der Getötete, früher Ermordete, kein Patient der Anästhesistin gewesen.
      Mit der Zeit wird die Ärztin aus natürlichen Gründen keinen 50 Jahre älteren Mann heiraten können. Das Heiratsverbot löst sich also in Wohlgefallen aus.
      => FREISPRUCH!!!

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      • Paul schreibt:

        Sag ich’s doch: FREISPRUCH aber mit der Auflage Heiratsverbot, auch wenn das dann irgendwann nur noch symbolisch ist.
        Aber Lebenslänglich ist ja heute auch nur noch symbolisch.🙂

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      • Clas Lehmann schreibt:

        Ganz prinzipiell ist ja Mord, wie jedes Tötungsdelikt, sowieso nicht wiederholhbar, in der gleichen Konstllation und personellen Besetzung…. Es sollte also demnach nut der Versuch strafbar sein, wenn er misslang…?

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      • Aristobulus schreibt:

        Bitte?!, das Gericht hat sie freigesprochen, weil der Ermordete kein Patient gewesen sei?
        Freispruch also nach Standesrecht. Und das geht??

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      • Clas Lehmann schreibt:

        Nee, geht nicht; aber es gibt ja die Möglichkeit, eine Strafe um ein befristetes oder auch nicht befristetes Berufsverbot zu ergänzen. Das sah dann wohl in diesem Falle die vorerst letzte Instanz nicht für… na, was auch immer, an. Geht also nicht, sieht aber so ähnlich aus.

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      • Bachatero schreibt:

        Ich sehe das eher als einen Akt der barmherzigen Sterbehilfe, nur zur Zeit noch marginal illegal*In, denn was will ein Mann, der mit einer um 50 Jahre Jüngeren*In kohabitieren muß, anders als den Tod?

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      • Aristobulus schreibt:

        Aber außer dem Tode gibt’s doch noch a bissele Freud‘🙂 , sofern.

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      • Gutartiges Geschwulst schreibt:

        @Aristobulus: „Freispruch also nach Standesrecht. Und das geht??“

        Ihre Verblüffung ist mir verständlich, lieber Aristobulus. Den Unterschied zwischen Standesrecht und Standrecht hätte ich mir auch etwas größer gewünscht.

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  3. mike hammer schreibt:

    wo linke recht sprechen wird das opfer gelinkt

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