Finis Europae: Boycott, Divestment and Sanctions

Viele Juden außerhalb Israels und insbesondere in Deutschland glauben, dass der Antisemitismus in Deutschland und Europa in der Nacht vom 8. zum 9. Mai 1945 für immer verschwunden ist. Heute wollen diese Juden nicht erkennen, dass sie einer selbstproduzierten Lebenslüge aufgesessen sind. Nach dem Zweiten Weltkrieg, der in Europa große Schäden angerichtet hat, und dem Holocaust, dessen Schäden überschaubar gewesen sind, haben die europäischen und deutschen Antisemiten sich mit eindeutigen Äußerungen zurückgehalten, jedoch vorgesorgt, dass der Judenhass nach Jahren wieder sprießen würde. Auch ohne Juden ist Antisemitismus möglich, jedoch weniger lustig. Die wenigen Juden Deutschlands sind den Judenhassern bis zum Fall der Berliner Mauer kaum aufgefallen. Die Juden sind so wenige gewesen (max. 20.000, jetzt immerhin 100.000), dass auch sie den verbliebenen Antisemitismus kaum mitbekommen haben.

Die aktuelle Flüchtlingskrise muslimischer Migranten, die zu einem unbekannten Teil neben Frauenunterdrückung und Schwulenhass zusätzlich den Hass auf den Judenstaat kultivieren, lässt die Juden in Deutschland erwachen. Viele israelische Juden haben den Judenstaat verlassen, um in Deutschland und anderswo ungefährdet leben zu können. Viele Juden in Deutschland haben die Rückkehr ins gelobte Land nicht angetreten, da es ihnen in Deutschland wirtschaftlich besser geht und sie Angst vor arabischen Anschlägen vorgeben, bzw. haben. Nun bemerkt der letzte deutsche Jude und Vorsitzender der Juden, dessen Familie seit Jahrhunderten in Unterfranken ausharrt, dass der arabische Terror ihn in Deutschland eingeholt hat. Selbst Messerstechereien, die Schweden nicht als Terrorakt ansieht, wenn/da sie sich gegen Juden richten, finden in Europa Anklang.

Juden sind nun nirgendwo sicher: nicht in den USA, nicht in Deutschland und nicht in Israel. Synagogen in Deutschland ähneln mittelalterlichen Festungen. Sie werden strenger bewacht als jedes Kaufhaus in Israel. Doch im Gegensatz zu den USA und zu Deutschland haben Juden in Israel die Möglichkeit, sich erfolgreich zu wehren und zu überleben, ohne die antisemitische Umgebung vorher um Erlaubnis zu fragen.

Der integrationsunfähige Flüchtlings-Antisemitismus ist nicht einmal die größte Gefahr für Juden in Deutschland. Es ist der autochthone Antisemitismus, der nicht allein von Rechts, sondern vermehrt von Links die Mitte der Gesellschaft zerfrisst. Die antisemitischen Strömungen beider Seiten vereinen sich. Dieser neueste Antisemitismus richtet sich nicht primär gegen das verbliebene Häufchen von Juden in Deutschland: Der Kampf gegen Juden ist Zeitverschwendung. Der neueste Antisemitismus richtet sich gegen Israel in der Absicht, dass die Zerstörung des Judenstaates das Ende des Judentums bedeutet.

Da Israel militärisch allzu stark ist, soll der Judenstaat wirtschaftlich in die Knie gezwungen werden. Boycott, Divestment and Sanctions (BDS) ist eine kleine, jedoch höchst umtriebige Organisation mit Hitlerischem Sendungsbewusstsein. Ihre Mitglieder gehören gewöhnlich zur linksextremen Szene, durchsetzt mit Salafisten, die zuweilen vom überlastetem Verfassungsschutz beobachtet werden. Nicht die Vorgehensweise, sondern die Absichten und Ziele der BDS werden von der Mehrheit der deutschen Bevölkerung geteilt. Auch die Politik positioniert sich BDS-mäßig. Wohl gibt es noch genügend deutsche Politiker, doch keine Ernst zu nehmende Parteien in Deutschland, die die Ziele der BDS aus moralischen Gründen ablehnen. Für rational denkende Politiker ist Israel ein Klotz am Bein, welches zum ethischen Handeln zwingt. Israel ist das schlechte Gewissen, das niemand haben will.

Die deutsche BDS-Bewegung rühmt sich, dass selbst die Bundesbahn ihre Anregungen befolgt, was tatsächlich zutrifft. Die DB hat sich geweigert, an der neuen Eisenbahnlinie zwischen Jerusalem und Tel Aviv mitzuwirken, da die Gleise eine kurze Strecke außerhalb der Waffenstillstandslinien von 1949 verlaufen. Die Bundesbahn verneint jedoch, den antisemitischen Ressentiments der BDS-Gruppen zu folgen, da sie über eigene Ressentiments verfügt und nicht auf die der BDS-Gruppen angewiesen ist.

Die politischen Verwerfungen, die die EU zur Zeit durchläuft, werden nach Frankreich, Griechenland, Polen, Schweden, Ungarn et al. zu einem Erstarken rechter und rechtsextremer Parteien in den meisten EU-Staaten führen. In Deutschland steht die Demokratie mitsamt ihrer Werte bereits heute auf der Kippe. Ein einziger erfolgreicher terroristischer Anschlag, der von Medien und Politik nicht verschwiegen und nicht umgedeutet werden kann, genügt, um hart erworbene demokratische Rechte, die Verbrechen der Nationalsozialisten und die Freiheitsbeschränkungen der Kommunisten vergessen zu lassen. Im Gegensatz zu den rechten Parteien in Frankreich, Griechenland, Polen, Schweden, Ungarn et al. werden sich die in Berlin regierenden Parteien offen zu ihrem Israelhass bekennen. Glücklicherweise sind die Nationalstaaten der zerfallenden EU zur Zusammenarbeit unfähig, sodass Israelhasser ihre reaktionären Kräfte gegen den Judenstaat nicht bündeln können.

Die europäischen und amerikanischen Militärs werden unverrichteter Dinge Hals über Kopf den gesamten Nahen Osten verlassen und der IS und weitere islamische Terroristen werden militärisch weltweit an Bedeutung gewinnen. Die verbliebene Konstellation Russland mit Atommacht Iran gegen NATO-Türkei und unfähigem Saudi-Arabien verheißt nichts Gutes. Die Weltgemeinschaft wird erwarten, dass die Juden Israels die heißen Kohlen aus dem brennenden Ofen holen und dabei zum Wohle aller zu Grunde geht. Doch auch das wird nicht das Ende des Judenhasses sein. Zuvor tritt Finis Europae ein.

Schrei

Erschienen unter

https://www.fischundfleisch.com/blogs/politik/finis-europae-boycott-divestment-and-sanctions.html

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34 Antworten zu Finis Europae: Boycott, Divestment and Sanctions

  1. Hessenhenker schreibt:

    Der Antisemitismus, wo ich mal welchen „im richtigen Leben“ erlebt habe, hatte etwas Krankhaftes.
    Im Internet glaube ich oft nicht so richtig daran, weil ja meist alles anonym ist, da möchte man hoffen, es handele sich bloß um Fakes und Provokationen, um mal zu gucken, wer widerspricht.

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    • Aristobulus schreibt:

      À propos, Judenhass ist genauso wie fortgeschrittener Alkoholismus, wenn die Leutz‘ für ihre Sauferei leben, aber jederzeit damit aufhören können.
      Oder wie Gewohnheits-Kiffertum, wo Dich dann einer vollredet, dass Hanf usw.usf., und dass er nicht abhängig sei.
      Oder (als Reihe immer harmloser werdend) wie jede idée fixe wie Kontrollbedürfnis, Bulimie, Platzangst, Verschwörungsglaube), die als Gesprächsthema nach einer oder zwei Minuten so platzheischend hochkommt, dass Du die Uhr danach stellen kannst.

      Judenhass ist also wohl selbstverschuldetes Normalversagertum und/oder inneres Abgebröckeltsein, ganz einfach🙂

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      • Hessenhenker schreibt:

        Wer mir im richtigen Leben mit so Geschwätz kommt,
        dem erzähle ich erst eine Stunde lang die wahre Geschichte vom abgebrannten Haus und daß der Verursacher (weil Haßobjekt der Stalkerin) von der SPD einen Bürgerrechtspreis namens „Marburger Leuchtfeuer“ erhielt.
        Wenn er dann noch nicht gestorben ist, kläre ich ihn auf, daß SPD-Außenminister Joachim von Ribbentrop meiner Verlobten kein Besuchsvisum gibt.
        Ich hab allerdings auch auf alles passende Antworten: in der Hohlwelt war ich schon (Hessen),
        hab als Kind den Kannibalen von Rotenburg zu Tode erschreckt,
        usw usf.

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      • Aristobulus schreibt:

        … Du hast’n gezielt gebissen, tief bis ans Herz hinan🙂

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      • Hessenhenker schreibt:

        Den armen Armin?
        Nööö.
        Ich bin nur an dem vorbeigelaufen, und der stand da wie ein Mondkalb und guckte.
        Davon wurde er sozialethisch schwer desorientiert und ging folgerichtig zur Bundeswehr.

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      • Hessenhenker schreibt:

        Seltsam, manche Deiner Antworten zeigt mir wordpress nicht an.

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      • Hessenhenker schreibt:

        Schön ist doch, wenn man, nachdem man sich vor 100 Jahren aus Jux und Dollerei irgendeine bekloppte Story ausgedacht hat, z.B. als Idee für eine Kurzgeschichte,
        die eigene Story als fremde, ganz ganz neue aber wahre VT erzählt bekommt.

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      • Aristobulus schreibt:

        Yep.
        Bloß hat sich diese Geschichte (etwa, dass der Jud‘ junge Unschuldige opfert, um deren Blut irgendwie zu verbacken oder gleich zu zutzeln) der hellenistische Herrscher Antiochos Epiphanes schon im 2. Jahrhundert v.d.Z. ausgedacht, also vor 22 mal 100 Jahren, und noch heute glaubt etwa die schwedische Außenministerin Wallström fest daran.
        – Ah wah, das glaubt sie ja nicht zur Gänze: Sie ist doch aufgeklärt.
        Aber sie glaubt, dass ‚jüdische Siedler‘ ein händeringendes Problem seien. Weil sie unschuldige Araber irgendwie umbrächten, vertrieben oder aussaugten.
        Ah wo, auch nicht wahr!, das Problem ringt ja desob nicht die Hände, sondern die schwedische Außenwallström tut’s. Wobei sie für sowas sonst so gar nicht das Temperament hat.
        Zum Glück für solche kalten FischInnen gibt’s den Judenhass. Dann spüren die endlich mal ’ne Aufwallströmung innen drin.
        Derlei macht süchtig

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  2. caruso schreibt:

    Lieber ant3anti – jedes Wort ist wahr. Ich kann nichts mehr hinfügen. Höchstens daß ich über das eine oder andere schon seit Jahren so denke. Traurig, daß es so ist, wie es ist.
    Haben Sie meinen Dank für den sehr klar geschriebenen Artikel

    lg

    caruso

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  3. Dante schreibt:

    Die Weltgemeinschaft wird erwarten, dass die Juden Israels die heißen Kohlen aus dem brennenden Ofen holen und dabei zum Wohle aller zu Grunde geht.

    Schöner Verschreiber. Da „zu Grunde geht“ Singular ist, der einzige Singular im Satz aber „die Weltgemeinschaft“ ist, kann gut diese gemeint sein. Die Weltgemeinschaft ist eh‘ entbehrlich, sie hat schon oft versagt, und zwar so ähnlich wie die deutsche Gesellschaft während der NS-Zeit versagt hat.

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  4. schum74 schreibt:

    Man sollte über so schreckliche Dinge nicht so gut schreiben dürfen, lieber Warszawski.

    Haben nicht Jean Améry und Adorno von Auschwitz als einer historischen Zäsur, einer Art Zeitenwende gesprochen („Nach Auschwitz ein Gedicht zu schreiben…“)? Reines Wunschdenken. Nichts belegt die Geschichtskontinuität besser als die Weigerung der DB, an der neuen Eisenbahnlinie zwischen Jerusalem und Tel Aviv mitzuwirken.

    Berlin-Auschwitz: Ja. Jerusalem-Tel Aviv: Nein.

    Die Brücke zwischen gestern und heute? Das gute Gewissen. …Und dabei immer noch anständig zu sein.

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    • Aristobulus schreibt:

      Es geht da eben um die pure reine Pflicht, und um nichts als die Pflicht

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    • Thomas ex Gotha schreibt:

      3 Fakten:
      1.) Die DB ist, als „DB Schenker“ oder „DB Schenker Rail“, ein international agierender Logistikkonzern (lässt, wenn sie fahren, also nicht nur Züge, sondern auch Lastwagen fahren, brumm brumm, all over the world).
      2.) 2015 sind die Sanktionen gegen den Iran gefallen.
      3.) Der Iran arbeitet seit einiger Zeit daran, sein Eisenbahnnetz auszubauen.

      Man setze diese Fakten in Beziehung zur Weigerung der DB, bei den paar km zwischen Jerusalem und Tel Aviv mitzuwirken. Das gute oder schlechte Gewissen spielt wohl eine weitaus kleinere Rolle als betriebswirtschaftliche Rechenkunst.

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      • Aristobulus schreibt:

        Wohl wahr: Indem ja viel mehr getretene Iraner mit der iranischen Eisenbahn fahren, als ungetretene Israelis mit der israelischen Eisenbahn fahren.
        Andererseits bekommt eine Firma, die mit ‚Kernisrael‘ Geschäfte macht, im Iran wohl kein Bein auf den Boden, nicht?
        Weswegen die Weigerung der Deutschen Bundesbahn, an jüdischen Gleisen mitzubauen (weil sie durch ein Gebiet verlaufen, das die Bundesbahn judenfrei haben will), eher an völlig irrationale Bösereien denken lässt, als an eine betriebswirtschaftliche Rechenkunst, die den Namen verdient.

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      • Gutartiges Geschwulst schreibt:

        @Thomas ex Gotha: “Das gute oder schlechte Gewissen spielt wohl eine weitaus kleinere Rolle als betriebswirtschaftliche Rechenkunst.”

        Wenn ich Sie korrigieren darf, Herr ex Gotha, die “betriebswirtschaftliche Rechenkunst” ist im hier vorliegenden Falle vollkommen unerheblich, da jedes Unternehmen dieser Welt (auch die DB) seine Projekte zwangsläufig so kalkulieren wird, dass es auf seine Kosten kommt. Ob es sich betriebswirtschaftlich rentiert, entscheidet dann der Kunde, nicht der Auftragnehmer.
        Angenommen die israelische Regierung würde ein deutsches Unternehmen damit beauftragen einen Bleistift anzuspitzen, so würde das deutsche Unternehmen natürlich darauf hinweisen, dass dieses Projekt für die israelische Regierung unrentabel wäre, da auch in Israel genügend Spezialisten leben, die Bleistifte spitzen können, ohne dass Reise-, Hotel-und sonstige Zusatz-Kosten den Auftrag unnötig verteuerten.
        Würde die israelische Regierung jedoch trotzdem den Auftrag erteilen, so wäre es dem deutschen Unternehmer egal. Er würde wohl den Kopf schütteln, danach jedoch seinen Gewinn einstreichen.
        Die Entscheidung der Deutschen Bundesbahn ist also nicht aus betriebswirtschaftlichen Gründen erfolgt, sondern aus rein politischen.

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      • schum74 schreibt:

        Zum Bleistift-Anspitzen müsste ein deutsches Unternehmen erst anrücken, wenn es sich um einen fantastinensischen Bleistift handeln würde. In diesem Fall würde das Unternehmen natürlich auf eigenen Gewinn achten, aber auf Anweisung der GroKo betr. ‚Zionistische Landnahme‘ die Rechnung an die EU z. H. v. Jean-Claude Juncker weiter leiten. Wer für die Gehälter von Terroristen in israelischen Gefängnissen aufkommt, bezahlt auch Bleistift-Anspitzen.
        Immer wieder gern, Herr Vorsitzender Abbas!

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      • Gutartiges Geschwulst schreibt:

        @schum74

        !!!!!

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      • Thomas ex Gotha schreibt:

        Sehrst apart, welch hohen Grad der Zustimmung ich gerade dann erfahre, wenn man mir widersprechen möchte. „Aristobulus“ fragt, völlig zu Recht: „Andererseits bekommt eine Firma, die mit ‘Kernisrael’ Geschäfte macht, im Iran wohl kein Bein auf den Boden, nicht?“, vermutet hinter dieser kühlen Rechnung der DB aber recht unvermittelt und fälschlich „völlig irrationale Bösereien“, ein anderer Kommentator behauptet, die Entscheidung der DB sei „nicht aus betriebswirtschaftlichen Gründen erfolgt, sondern aus rein politischen“, als mache das für ein Unternehmen einen Unterschied, wenn es sich von der politischen Entscheidung, auf Geschäft A zu verzichten, Vorteile beim möglichen Geschäft B erhofft, und eine weitere Kommentatorin vermutet dort, wo es um die Sprünge des scheuen Rehs Kapital geht, finsterste Mächte von EU bis GroKo am Werke, als seien die Interessen jenes nicht auch die Interessen dieser.
        Kurz: Meine Dame, meine Herren: meinen herzlichen Dank für Ihren Zuspruch.

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      • Clas Lehmann schreibt:

        So unvermittelt ist der gedankliche Weg zu den Bösereien eigentlich nicht, wenn man denn davon ausgeht, der Iran habe ein totalitäres und unterschiedlicher Böserei zugeneigtes und sie übendes Regime….

        Und: Es komme diesem Regime nicht zu, Judenreinheit in den sonstigen Kontakten der Geschäftspantner zu verlangen. Ein solches Verlangen sei Böserei. Man kann so denken, egentlich nur so.. Die DB tut es nicht.

        Dann läuft es nämlich darauf hinaus, eben dieses Regime in der Zusammenarbeit zu bevorzugen, was eben kein reines Rechenresultat ist aufgrund der möglichen Eisenbahnkilometer, sondern aufsuchende Bösereipräferenz

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      • schum74 schreibt:

        An Thomas ex Gotha

        Wir sind uns Alle einig, dass der Iran wie andere Islamstaaten keinen Unterschied zwischen ‘Kernisrael’ und den umstrittenen Gebieten macht: Für sie ist ganz Israel Dhimmi-Anmaßung im Dar al-Islam. So sehen das inzwischen die einheimischen Linksgrünen auch, nur dass sie dafür andere Vokabeln benutzen.
        Niemand hätte was auszusetzen, wenn eine deutsche/internationale Firma sich für eine Reihe von Großkunden zum Nachteil eines Kleinkunden entscheiden würde. Das ist das Geschäftsleben.
        Unanständig wird die Sache, wenn besagte Firma auf moralisch macht: Wir weigern uns, die neue Eisenbahnlinie Jerusalem-Tel-Aviv mitzubauen, weil die Gleise kurz ‚palästinensischen‘ Boden berühren. Wir sind Gutmenschen, bei uns entscheidet das Gewissen.

        Darin zeigt sich die Kontinuität zwischen gestern und heute. Man achtet weiterhin auf Judenreinheit; wenn schon nicht mehr bei sich zu Hause, wenigstens bei den Mohämmern. Sollen die armen Fantastinenser einen Staat mit Juden drin bekommen? Da sei die DB vor!

        P.S. Dass Sie zwischen Satire-Einlage (GroKo) und Verschwörungstheorie nicht unterscheiden können, hätte ich Ihnen nicht zugetraut.

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      • Clas Lehmann schreibt:

        Wobei ja für den Bau und die Trassenplanung rein kalkulatorisch die DB auch aus der Frage raus wäre, wie viele Fahrgäste in Israel überhaupt mitführen. Das beträfe doch dann die israelische Eisenbahn, die die Strecke dann betriebe…?

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      • schum74 schreibt:

        Apropos Judenhass. Putin macht es seinen linken Anhängern in Westeuropa nicht leicht. Jetzt hat er sich von der Duma eine Gesetzesinitiative bestätigen lassen, die „entstellende und/oder extremistische“ Bibelkommentare verbietet.

        Fällt „Jakobkritik“ (Clas Lehmann) unter entstellenden Bibelkommentar? Schwierig.
        Wer’s für wahrscheinlich hält, dass ein erfahrener Jäger (Isch Ssadé) wie Essaw (Esau) im Zelt seines Bruders Jaakow halbkomatös ankommt, weil er einige Stunden im Freien verbracht hat, und sich in unzurechnungsfähigem Zustand seine Zukunft abpressen lässt, ist der extremistisch oder nur christlich?

        Wie auch immer: Putin, heißt es, sei für seinen Anti-Antisemitismus bekannt, was ihm die Freundschaft des russischen Chief Rabbi Berel Lazar eingetragen hat.

        Nun ja. Käßmann & Co. sind schon weiter. Mit der Bibel haben sie nichts am Hut. Außerdem können sie sich immer noch an den Iran-Freund Putin halten.

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      • Gutartiges Geschwulst schreibt:

        @Thomas ex Gotha: “…, ein anderer Kommentator behauptet, die Entscheidung der DB sei “nicht aus betriebswirtschaftlichen Gründen erfolgt, sondern aus rein politischen”, …”

        Tatsächlich war mein Kommentar in einem Punkte falsch, als ich schrieb: “…, da jedes Unternehmen dieser Welt (auch die DB) seine Projekte zwangsläufig so kalkulieren wird, …”.
        Die DB ist ein staatliches Unternehmen und unterliegt somit anderen wirtschaftlichen Gesetzen, als ein wirklich privates Unternehmen, was allerdings meine Aussage noch zusätzlich bestätigt, dass die Entscheidung der DB rein politisch war.

        @Thomas ex Gotha: “…, als mache das für ein Unternehmen einen Unterschied, wenn es sich von der politischen Entscheidung, auf Geschäft A zu verzichten, Vorteile beim möglichen Geschäft B erhofft, …”

        Das „Geschäft B“ würde auf internationaler Bühne zurecht als Vertragsbruch wahrgenommen, was dem Unternehmen langfristigen Schaden eintrüge, den der kurzfristige Vorteil unmöglich kompensieren könnte. Welcher internationale Vertragspartner würde sich noch an eine Firma binden wollen, die ihre Verpflichtungen dem jeweiligen politischen Wind unterordnete, der zumeist den Blähungen ideologischer Kretins entstammt? Unternehmen leben von ihrer Glaubwürdigkeit, im Gegensatz zu politischen Parteien.

        @Thomas ex Gotha: “Meine Dame, meine Herren: meinen herzlichen Dank für Ihren Zuspruch.”

        Wir hätten unseren “Zuspruch” unbedingt etwas einfacher formulieren müssen, Herr ex Gotha! Womöglich hätten sogar Sie ihn dann verstanden.

        Gefällt 2 Personen

      • Thomas ex Gotha schreibt:

        @ schum74
        Tja, das Unterscheiden zwischen vermeintlicher Satire und Aussagen, die so, wie sie formuliert sind, auch gemeint sind, fällt manchmal schwer bei einem Blog, in dem, in einem anderen Strang, Kommentatoren behaupten, Angela Merkel habe wg. temporärer Flüchtlingsaufnahme bei gleichzeitiger Verschärfung des Asylrechts „binnen Stunden die Entscheidung getroffen (…), ein zweitausendjähriges Europa zugrunde zu richten“, als sei also grad ein lichterer Moment in der dunklen Geschichte dieses Kontinents der Anfang von seinem Untergang — aber gut, da ich nunmehr weiß, dass auch dies Satire ist, bin ich beruhigt.

        @GG
        Große Töne („Blähungen ideologischer Kretins“) bei gleichzeitigem Ignorieren dessen, worum es eigentlich geht, Schmähungen („Womöglich hätten sogar Sie ihn dann verstanden“) und das Berufen auf ein „Wir“, wo bereits ein „Ich“ fragwürdig erscheint — Was macht man mit so einem?

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      • Gutartiges Geschwulst schreibt:

        @Thomas ex Gotha: “Tja, das Unterscheiden zwischen vermeintlicher Satire und Aussagen, die so, wie sie formuliert sind, auch gemeint sind, fällt manchmal schwer …”

        Sie sollten Ihre eigenen Zustände nicht verallgemeinern, Herr ex Gotha! Es fällt nicht jedem schwer.

        @Thomas ex Gotha: “… bei einem Blog, in dem, in einem anderen Strang, …”

        Sind Sie dem Sachverhalt dieses Stranges so wenig gewachsen, dass Sie auf einen anderen Strang ausweichen müssen?

        @Thomas ex Gotha: “… bei gleichzeitigem Ignorieren dessen, worum es eigentlich geht, …”
        Wenn Sie begreifen könnten, worum es eigentlich geht, hießen Sie nicht Thomas ex Gotha.

        @Thomas ex Gotha: “Schmähungen (“Womöglich hätten sogar Sie ihn dann verstanden”) …”

        Hätte ich gewusst, dass Sie neuerdings gegen Schmähungen sind, hätte ich mich selbstverständlich zurück gehalten, Herr ex Gotha, obwohl diese einen wesentlichen Teil Ihrer Existenz bilden.

        @Thomas ex Gotha: “… und das Berufen auf ein “Wir”, wo bereits ein “Ich” fragwürdig erscheint …”

        Ihre unvergleichliche Anrede lautete: “Meine Dame, meine Herren”, womit ich, gemäß den Regeln der deutschen Sprache, nicht persönlich angesprochen war.

        @Thomas ex Gotha: “— Was macht man mit so einem?”

        Der Tag, an dem Sie etwas mit mir machen könnten, wird niemals anbrechen, Herr ex Gotha! Tragen Sie es mit Fassung.

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    • Gutartiges Geschwulst schreibt:

      @schum74: „Nichts belegt die Geschichtskontinuität besser als die Weigerung der DB, an der neuen Eisenbahnlinie zwischen Jerusalem und Tel Aviv mitzuwirken.“

      Hier nachzulesen:
      http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/israel-bahn-steigt-aus-schnellzugprojekt-aus-a-759991.html

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  5. mike hammer schreibt:

    Laut Linken/Antisemiten/Arabermoslems/Schwedischen Aussenministern ist das ist KEIN Terror und wenn einer sagt Das ist Terror ist stirbt irgendwo ein Linksaktivist!
    Kein witz, erst vor wenigen Tagen sagte mein Nachbar das so was Terror ist und schwups war Yossy Sarid tot!

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