Auf Demokratie verzichten

Rechtzeitig zur Flüchtlingswelle, die auf die Festung Europa prallt, werden zunehmend extremistische Parteien, meist von rechts, in die Parlamente der Mitgliedsstaaten der EU gespült. Man darf vermuten, dass es einen Zusammenhang zwischen dem Anwachsen extremistischer Einstellungen der Bevölkerung und der gefühlten, subjektiv empfundenen Zunahme an Flüchtlingen gibt. Eine Flüchtlingszunahme wird gefühlt, wenn in einem kleinen Ort von einem Tag auf den anderen die Zahl der Fremden die der Einheimischen tagsüber auf den wenigen asphaltierten Wegen übersteigt oder die Fernsehnachrichten sich ausnahmslos auf Bilder von Migranten beschränken.

Die wenigsten Politiker, vor allem nicht die herrschenden, scheinen das Problem zu begreifen. Das Problem ist, dass die gefühlte oder echte Zunahme von Flüchtlingen die Demokratie in den einzelnen Mitgliedsstaaten der EU gefährdet. Betrachtet man die Wahlergebnisse der letzten Monate der einzelnen Mitgliedsstaaten, so gibt es hierfür genügend Hinweise. Die Frage lautet deshalb, ob wir zum Schutz der Demokratie die Zahl der Migranten einschränken müssen.

Es entspricht nicht der Wahrheit, wenn deutsche oder europäische Politiker behaupten, dass dieses Vorgehen europäische Werte verletze. Deutschland ist nicht das einzige Land der EU und wir sollten uns schnell abgewöhnen zu verlangen, dass am deutschen Wesen Europa genesen soll. Es gibt genügend EU-Staaten, die die Zahl der Migranten mit deutschem Wissen und mit deutscher Hilfe deutlich einschränken. Spanien hat auf dem afrikanischen Kontinent beinahe unüberwindbare Mauern errichtet und dort den Zustrom von Flüchtlingen zum Erliegen gebracht. Zusätzlich deportiert die marokkanische Polizei die Fluchtwilligen, wofür sie von der EU, also auch von Deutschland, eine finanzielle Vergütung erhält. Die Überfahrt von Calais in Frankreich nach England durch den Eurotunnel ist für Flüchtlinge gesperrt. Kilometerlange von Großbritannien bezahlte, von Frankreich aufgebaute und von der EU gut geheißene Stacheldrahtzäune haben die Zahl der gelungenen Fluchten auf beinahe Null reduziert.

Es gibt weitere Möglichkeiten, sich der Flüchtlinge zu entledigen: durchwinken. Spezialisiert darauf sind Griechenland, Kroatien, Österreich, Dänemark und Italien. Ungarn hat ähnlich Spanien hohe Zäune aufgestellt, die deshalb den gewünschten Effekt zeugen, da der Weg durch Serbien und Kroatien für Migranten momentan erfolgversprechender ist. Zusätzlich ist Deutschland bereit, der Türkei 3.000.000.000 € jährlich aus EU-Kassen zu überweisen, wenn sich die Türkei verpflichtet, keine Flüchtlinge mehr nach Griechenland durchzulassen, die ja alle nach Deutschland wollen. Das für Deutschland und die Türkei lukrative Geschäft wird jedoch scheitern, da die Türkei einen Rest von 400.000 Flüchtlingen pro Jahr Richtung EU-Deutschland loswerden will.

Subalterne deutsche Regierungsstellen und machtlose Oppositionelle fordern die übrigen Europäer auf, mehr Flüchtlinge aufnehmen, um Deutschland zu entlasten. Auf dieses dumme Gerede brauchen wir hier nicht einzugehen. Die übrigen Europäer übernehmen keine Flüchtlinge aus Deutschland! Selbst die Schweden haben die Nachteile ihres bisherigen Tuns in Form eines politischen Rechtsruck erkannt und folgerichtig auf Kosten Deutschlands, Dänemarks und der Flüchtlinge reagiert.

Sollten die Migranten in Zukunft nicht mehr oder nur stark eingeschränkt in Deutschland aufgenommen werden, so wird sich dies zwar in Deutschland mit Hilfe der Medien deutlich bemerkbar machen, für die Zuwanderer jedoch kaum Nachteile bringen. Die meisten Flüchtlinge aus Syrien leben nicht in den hochdemokratischen Staaten der EU, sondern in den niederdemokratischen Nachbarstaaten des IS: in der Türkei, in Libanon und in Jordanien. Es sind nicht die demokratischen Staaten, die die Hauptlast der Flüchtlinge tragen, sondern autoritär regierte Staaten. Nicht allein im Nahen Osten, sondern auch in Afrika, wo die Mehrzahl der weltweit 60.000.000 Flüchtlinge hausen. Selbst die fliehenden Juden aus Nazideutschland haben eher Asyl in der hitlerfreundliche Diktatur der Dominikanischen Republik erhalten als in demokratischen Staaten. Böse Zungen werden nun behaupten, dass die Dominikanische Republik Juden aus Eigennutz aufgenommen hat, was stimmt. Doch noch klingen die Gesänge der deutschen Wirtschaft und Politik im Ohr, dass Deutschland überaltert und frisches Blut zum Überleben braucht. Deutschland verhält sich heute nicht anders oder besser als die Dominikanische Republik vor 80 Jahren.

Für die Flüchtlinge wäre die Einschränkung der demokratischen Freiheiten in den EU-Staaten ein potentieller Vorteil. Was wäre die Folge einer Diktatorisierung Deutschlands? Deutsche Flüchtlinge! Und wohin werden sie fliehen? In die Türkei und nach Weißrussland!

Bürger demokratischer Staaten verteidigen nicht ihre Demokratie, sondern ihren Lebensstandard. Selbst der dümmste Deutsche weiß, dass die Flüchtlinge nicht aus der Portokasse bezahlt werden. Ärmere Deutsche werden es zuerst an steigenden Mieten bemerken, die sie gerne begleichen werden, um ihre Wohnungen und ihre Nachbarn zu behalten. Demokraten sind nur dann bereit, sich finanziell stark einzuschränken, wenn ihr Leben bedroht wird, z.B. durch einen Krieg. Alles spricht dafür, dass die verantwortlichen staatlichen Stellen in Deutschland bald den anderen EU-Staaten folgen und in die von ihnen erwartete Richtung handeln.

Erschienen unter

https://www.fischundfleisch.com/anti3anti/auf-demokratie-verzichten-13999

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52 Antworten zu Auf Demokratie verzichten

  1. Bachatero schreibt:

    „Böse Zungen werden nun behaupten, dass die Dominikanische Republik Juden aus Eigennutz aufgenommen hat, was stimmt.“

    Ich wusste gar nicht, dass Eigennutz böse Zungen braucht. Ich nutze mir andauernd, wobei mein Nutzen oft auch der von Anderen ist. Wie schön, da freuen wir uns alle, aber böse Zungen …? Ein Staat (eine Nation!) kann ja nicht, mit Guido Reni Blick ( (C) Aristobulus), gegen seine Interessen handeln, es sei denn es ist 2015 und „die mitfühlende Mutter“ (Spiegel) Angela Merkel führt ihn. Aber das fällt wohl eher aus dem Rahmen ins Wasser, platsch, mitten in die ‚Demokratie‘.

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    • Aristobulus schreibt:

      Nur die Deutschen tun mal wieder ein Ding, das nur zum Ding-an-sich wird, wenn es um seiner selbst Willen getan wird. Damals die Vernichtung von sechs Millionen Jidn, die den Deutschen nichts getan hatten, geschah ja auch nicht aus Eigennutz, sondern unter großen Opfern, gewaltigen Mühen und umfassendem Verzicht.
      Sogar auf den Kriegssieg haben die Deutschen damals verzichtet, weil sie nicht mit dem uneigennützigen Vernichten der Jidn aufhören mochten.
      Tja, konsequent und dingisch-an-sich war das schon.
      Jeeez!!, aber warummmm…

      Weil sich die Deutschen seitdem für Gemeinnutz einsetzen, das ist es!, pardon, ich musste dafür glatt zwei Sekunden nachdenken, wieso die so tun, was sie so tun, aber dann ward es sonnenklar, dieses Gemeinnutz-geht-vor-Eigennnutz-Ding, dem die Deutschen seit Urzeiten so rührend anhängen, anhängen, und dem sie dann wieder anhängen, anhängen, usf.
      Deutsch sein heißt, eine Sache um ihrer selbst Willen zu tun, so sagte Himmler 1942 vor der SS in Posen.
      Recht hatte er. Keiner hat diesen Sachverhalt bislang besser und gültiger zusammengefasst als Himmler. Na ausgerechnet. Die große Bauchwelle am Reck hat er nie geschafft, aber all das Höhere, zumal die deutsche Seele, kannte er ausm Äffäff.

      Und folglich lassen die Deutschen jetzt völlig uneigennützigerweise sechs Millionen syrischer Mohammedaner ins Land, weil es ja wohl nicht angehen kann, dass irgendwer außer den Zionisten noch an sich selber zu denken wagt.

      Man wird es den Deutschen wieder auf Knien danken. Mehr als beim ersten Mal. Nein, das erste Mal hat man ihnen erstaunlich wenig gedankt, Trotz dieser ganzen rührenden Uneigennützigkeit. Weswegen es jetzt andersum wiederholt wird, in Allem andersrum: Nur in einem einzigen, essenziell wichtigen Aspekt nicht, denn man holt ja *lufthol* keine sechs Millionen JUDEN ins Land!, umg“tteswillen!!, sondern man lässt sechs Millionen bärtige Mohammedaner rein, um das erste Mal Undank an denen wiedergutzumachen.
      Aber warummm- –
      Na wegen der Erlösung. Und wegen Goethe, Kant, Bach, Luther und Heidi Klum. Und wegen des Gemeinnutzes, weil Eigennutz scheiße und zionistisch ist. Und wegen des Spiegels, in dem man sich endlich mal wieder richtig ansehen wollen können dürfen will.

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      • Bachatero schreibt:

        Das Ding an sich bekommt man als Deutscher, direkt nach der Abnabelung, vielleicht in Form eines Zäpfchens, man erinnert sich ja nicht, in den Allerwertesten geschoben. Da sitzt es nun und sorgt fuer’s Gemeinwohl. Rausbekommen tut’s kaum einer, heute sorgt Gott LGBT eher dafür, dass es etwas tiefer hinein rutscht. Ich, sozusagen als Nation, habe, wegen Goethe, das Reisen geliebt und siehe, mit und mit, ganz ohne kategorischen Imperativ, entflutschte mir das Ding an sich und ich wurde, zu meiner Entzückung, ein Egoist, der gerne mit anderen teilt, denn gemeinsam hat’s halt doch mehr Spaß. Ich muss wohl krank sein? Das soll aber keine Vorlage für „die mitfühlende Mutter“ sein, die wohl weiter gemeinwohlträchtig handelt.

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      • Aristobulus schreibt:

        Jedoch oh weia, mit wem was zu teilen geht gar nicht, indem man es ja schroff entzweyreißet, dann.
        Weswegen das Ding-für und das Ding-an und das Ding mit-sich (endlich, Letzteres isses) nur dann gemeinwohlig bleibet, indem es ungetheilet bleibet (wie schon Schiller sagte, dass keine Freude auf Erden ungetheilet sey).

        Egoistisch zu sein und Anderen was Nettes zu tun, auf dass sie was haben, buuh, das ist Zivilisation, also was Minderes!, wohingegen Kultur das wahre Ding sey, das Du nicht mit irgendwem nach Gusto teilen darfst, denn wo bleibet hierbey die Pflicht und Schuldigkeit?!
        Indem dieses Dings füglich über einen Jeden zu stülpen sey, der’s nicht will. Weil es unstatthaft ja hoffärtig ist, wenn der Einzelne was will. Weil Individualismus, dann. Buuh.
        Wohingegen allein der gemeine Nutz und das gemeine Wohl statthaft seyen, weil zum WIR-Wohlfühl führend, und wenn nicht, buuh, dann helfen wir halt nach. Ooh, dann.

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      • aurorula a. schreibt:

        und das Ding mit-sich (endlich, Letzteres isses) nur dann gemeinwohlig bleibet, indem es ungetheilet bleibet (wie schon Schiller sagte, dass keine Freude auf Erden ungetheilet sey).
        Kurz gesagt: Kommunismus.

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      • Clas Lehmann schreibt:

        Nun, was man seinerzeit wirdete wich ja schon öfter ab, von dem, was man nachher tat; zumal beim Danken auf den Knien kommt dies öfter vor, ist der Regelfall, möcht ich fast sagen.

        Dennoch rumort das Ding-an-sich-in-mir, wahrscheinlich das… darf man denn nun nix tun, weil man das tun will, also um es zu tun, ohne sich den Vorwurf überbordender Deutsche zuzuziehen, nur weil dieser Heinrich dazumal diesen Zusammenhang zum Deutschsein pathetisiert hat? Indem er sich und den Seinen die Mörderei schön und edel wörtern wollte?

        Zumal ja bei Dingen, die man so tut, um ihrer selbst willen, und dann womöglich noch teilt, mit Liebsten, um derer selbst willen, der Deutsche doch gemeinhin eine Zweckbestimmung wünscht? Also die ERzeugung von Erben, zum Beispiel. Statt einfach nur Lust eben Pflicht, und sei’s die eheliche. Es gibt, zeigt dies Beispiel, doch eben auch die Verpflichtigung von Dingen, die an sich an sich wären und auch gut an sich gelassen werden könnten, jedenfalls besser, als sie zu verpflichtigen.

        So wie bei der Betrachtung der Natur, die ja auch irgendwie an sich ist, er eine Zweckmäßigkeit festzustellen und zu beschreiben wünscht, auf das das zu Schützende nicht einfach sey, sondern zweckdienlich? Also Bienen nicht einfach summen, Schmetterlinge nicht nur flattern und das dürfen und sollen, sondern vielmehr Bienen vor allem Honig sammeln und mehr noch Bestäubung leisten? Und Solitärbienen, die ja keinen erntbaren Honig sammeln, daher umso bedeutender geschätzt werden, in ihrer Bestäubungsleistung? Welche ja nun wohlfeil mit globalen Wertschätzungen zu versehen ist? Schmetterlinge leisten nur Bestäubung, weinen aber nicht. Obwohl sie Grund dazu ja hätten, bei diesem reduktionistischen Blick auf ihr ganzes Sein.

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      • Bachatero schreibt:

        Ich habe mal Agent Smith (Smyz =Semyaza, der alte watcher) aus der „Matrix“ gesprochen und zu den Schmetterlingen befragt. Seine Antwort in Englisch:

        „We’re not here because we’re free; we’re here because we’re not free. There’s no escaping reason, no denying purpose, for as we both know, without purpose we would not exist. It is purpose that created us, purpose that connects us, purpose that pulls us, that guides us, that drives us; it is purpose that defines, purpose that binds us. We are here because of you, Mr. Anderson (Clas Lehmann). We’re here to take from you what you tried to take from us. Purpose.“

        Das Schmetterlinge nicht weinen, halte ich uebrigens für unbewiesen, denn Paulus, doch wohl eine Autorität in seiner Sparte und kein Freund von Smyz, pflegte zusagen: „Wir wissen ja, dass die ganze Schöpfung zusammen seufzt und insgesamt in Wehen liegt bis jetzt“ (Röm 8,22), da werden wohl auch die Schmetterlinge, als vollwertige Glieder der Schöpfung mitseufzen und schon mal eine Träne vergießen. Plus, Schmetterlinge sind Verwandte der Schlamuffen, die wiederum transformierte (erlöste) Acharai sind, die ja nur wurmig weinen und weinen … Das Geheule liegt also quasi bei den Schmetterlingen in der genetischen Linie. Bin aber für Gegenargumente offen.

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      • Aristobulus schreibt:

        … wobei im wahren Leben im Grund nur die Howler (das sind die, die im Dunkeln aus den Ecken angekrochen kommen und heulen, um Seelen wie die heinrichsche zu holen), also die Howler heulen jedoch weniger aus Gründen von Trauer, denn aus Gründen von Existenz-an-sich!, aber woher sind die?, nicht aus dem Jenseits der Zeit, die sich selber devorieret (so Stephen King, bei dem sind’s die Langoliers, die auch mal eine Erwähnung und vor Allem eine Erörterung Wert sind!, sofern denn das ginge, aber die Langoliers heulen nichts und wieder nichts daher, sondern die gehen im Tun auf und zersägen desob den Raum und die Zeit und den Rest, sie führen also das heinrichsche Unwerk diesmal als Werk fort), sondern die stammen aus dem Hirn eines Anderen.
        Aus Lovecrafts Hirn (aber weiß man das?, womöglich *schudder* ist er nur Zeuge) stammen hingegen die Nightgaunts, die hinwiederumb nicht heulen, denn sie haben kein Gesicht und keinen Meister.

        Überhaupt heult beim Lovecraft immer gar keiner.
        Selbst all jene, die Meister haben, heulen niemals, und noch weniger heulen jene ohne Meister.
        Und Schmetterlinge gibt’s bei dem auch nicht.

        Ferner gibt’s da auch weiterhin nichts Zweckdienliches – es sei denn, man wollte Howard Carters Quest nach jener Balustradenstadt im Sonnenuntergang oder gar jene andere Quest jenseits der Mountains of Madness als Zweck der Sache ansehen, nicht?

        Aber auch der heult nie. Nichtmal droben auf dem unvordenklichen Kadath denkt er dran, einfach mal den inneren Johnny Cash auszupacken und zu heulen. Obwohl da wohl die Howler angekrochen oder die Nightgaunts geflattert kommen, oder ob oder gar jener unsägliche Hohepriester aus seinem prähistorischen Kloster auf dem Pleateau von Leng angeschlängelt kommt.

        Wobei dieser Howard Carter eben dorten der Einzige mit Purpose und ganz ohne Meister ist🙂 , denn die Nightgaunts oder die Ghoule oder gar das dreifach gelappte Flammenauge (in ’ner anderen Geschichte) haben alle irgendwas Purposeartiges an sich, zumal auch dieses Flammenauge (auf dem Beacon Hill in Providence war’s) niemals heult, Trotz aller seiner entsetzlich dreifachen Gelapptheiten.

        P.S.
        Pardon, dass ich die Schlamuffen ausließ!, ein schlimmer Auslass, dieser. Man sollte derlei nicht thun.

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      • Bachatero schreibt:

        Ach die Schlamuffen, wer will die schon, die haben doch keinen Zweck. Schlimmer wäre es, die Schlaraffen auszulassen, denn die machen schön dick und anstatt zu heulen, rülpsen sie wie die dreifachgelappten Wikinger und schmieren sich das Fett auf die Unterarme, ob das ’n Zweck hat? Zum Glück haben Schmetterlinge keine Unterarme fuer’s Fett aber schmettern, das könnense.

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      • Bachatero schreibt:

        Mir fällt gerade ein, dass die Polizei eventuell das Zweck Problem lösen können sollte. Es heißt doch: Zweckdienliche Hinweise nimmt jede Polizeidienstelle entgegen. Da müssen doch inzwischen Unmengen von solchen eingegangen sein und mit ein wenig Spürsinn … fragen wir Howard Carter (oder hieß er Carpendale), denn Heidi Klum scheint mir ausnahmsweise mal weniger geeignet zu sein.

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      • Clas Lehmann schreibt:

        Nein, nein, dass Schmetterlinge nicht weinen, ist nicht nur Wahrgesang, sondern auch anatomisch haben die keine Tränendrüse, keine Augenlider, sondern trockene und sogar behaarte Facettenaugen. Die weinen nicht.

        Ein wenig ernst ist es mir aber schon mit der Frage nach dem deutschkontaminierten Heinrichhaften: Dass eine Sache um ihrer selbst willen zu tun ein Zeichen übergroßer Deutsche sei? Kann sie nicht auch, ohne Deutschtum und Mordbeblümelung, einfach einen Wert aus sich selber haben und deswegen getan werden sollen? Und die Berechnung der Wirtschaftlichkeit und der geldliche Nutzen nachrangig und überhaupt erst dann zu ermitteln, wenn aus Gründen der Sinnhaftigkeit der Sache selber es nötig ist, sich damit zu befassen? Gänzlich fern von jeder Frage des Deutschseins? Die hat doch jener erst hineingemengt?

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      • Bachatero schreibt:

        Vielleicht weinense mit dem Herzen, aber ich fürchte fast, auch das werdense nicht haben. Bin ein wenig enttäuscht von den Schmetterlingen, butterfly, papillon, mariposa, was für Namen und weinen nicht, traurig das.

        Eine Sache um ihrerselbstwillen entdeutscht zu tun, hm, wenn sie es wert ist, doch, klar. Aber wie stellen wir fest, ob sie es wert ist? Wie, woran messen wir ihren Wert, als Eskimo, Niedersachse oder Papua? Muss man nicht a weng ‚Gutmensch‘ (also a bisserl bleed) sein, um die Fähigkeit zur ‚Tat an sich‘ zu haben? Oder eine, sagen wir überdurchschnittliche, Fähigkeit zur Einsicht in die Sache ‚an sich‘ verbunden mit dem festen Willen, solche Taten zu begehen, g’d knows why? Wer hat so etwas? Lassen wir die Menschheit selber sprechen, schauen wir auf ihre Taten und suchen wir solche, die ‚an sich‘ getan werden, Wo geschehen sie, wer tut sie, wie viele sind’s, können wir sie zählen? Zweckdienliche Hinweise nimmt jede Polizeidienstelle entgegen.

        Aber ohne Quatsch, Clas, ich steh‘ ein wenig perplex vor dem Ding, das einen Wert aus sich selbst haben soll. WIe das, dann waer’s ja nicht mehr relativ, sondern absolut. Eine absolute Tat, was soll das sein? Die müsste sich quasi selbst tun, denn sonst steht sie schon wieder in relativer Beziehung zum Täter. Na, ich werd’s missverstanden haben.

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      • Clas Lehmann schreibt:

        War ich oben nicht schon bemüht, mögliche Beispiele anzudeuten? Klar können da böse Zungen Haare in jeglicher Suppe finden, und sie haben das natürlich auch schon getan.

        Anderes Beipiel: Kunst, Poesie und Literatur. Wer schreibt, hauptsächlich nur um des Geldes willen, das er damit gewönne? Das ist der Journalist. Der hat mit Chance einen Vertrag. Der freie Autor aber? Schreibt der nicht zunächst, weil er was bestimmtes schreiben will, und schriebe er es auch zwanghaft arbeitssüchtig, wie es der alte Fallada von sich beschrieb? Und schaut dann, was es geworden ist, und ob es sich verkaufen lasse?

        So geht es mir mitunter mit irgendwelchen Holzstücken: Ich mache was draus, und dann freut es mich. Verkaufen tu ich es dann auch wohl mal, das ist aber nicht der Sinn, und ich mache auch nicht speziell die Sachen, die ich verkaufen könnte, erfahrungsgemäß, wenn es mich langweilt, die zu machen.

        Oder sagen wir. Müllabfuhr oder Kanalisation. Wenn man gesehen hat, wie das mit ohne geht, hat die zweifellos einen Wert auch jenseits der Erlöse, die man über Gebühren und stoffliche Verwertung erzielen könnte. Wenn ich den nun vorschlage, als Wert an sich und damit als den Grund, warum man sowas machen sollte, und er wird akzeptiert: Dann doch erst hat es Sinn, sich Gedanken zu machen, wie man das organisiert, welches Geld man dazu braucht und wie da eine wirtschaftliche Funktionalität hineinzubekommen ist. Dazu kann man dann idealer Weise Leute gebrauchen, denen die Beschäftigung mit so Kram dann das Ding an sich ist. Nicht gebrauchen aber kann man es, nämlich das Endresultat, wenn dieser Nebenzweck, nämlich wirtschaftlich zu funktionieren, plötzlich oder allmählich zum Hauptzweck wird und die eigentliche Sache tritt in den Hintergrund. Dann sitzen im Büro Leute, die zur Kapazitätsermittlung geplante Jahrestonnen gleichmäßig durch 52 teilen. Die kommen aber ausgesprochen saisonal, die Jahrestonnen, mitunter auch über den Plan hinaus, und in der schwachen Zeit sieht da halt was nach unwirtschaftlicher Überkapazität aus, das man in der starken Zeit dringend braucht, um nicht den Kram geliefert zu bekommen, abzuladen, gleich wieder aufzuladen und woanders hin fahren zu lassen, aus Gründen der notwendigen Vertragstreue muss das aber so, jedenfalls vorübergehend…

        Am längsten aber hält, Eugen Roth hat’s, glaube ich festgestellt, das Unhaltbare auf der Welt.

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      • Bachatero schreibt:

        Müllabfuhr und Kanalisation … da kann man nix gegen sagen. Obwohl, man geleitet Müll und Abwasser ja nicht aus Liebe zu ihren Orten, sondern eher umgekehrt, weil man sie sich weit fort wünscht, aus Eigennutz und der Nase und der Gesundheit zur Liebe. Ich verstehe wahrscheinlich schon was Du meinst, ich hatte da nur was anderes im Blick. „Kann sie nicht auch, ohne Deutschtum und Mordbeblümelung, einfach einen Wert aus sich selber haben und deswegen getan werden sollen? „, das war irgendwie die Frage und ich sage erst ja und dann nein.

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      • Aristobulus schreibt:

        Ja, Clas, so erklärt sich die Existenz des Dings-an-sich, das einer macht, nämlich zweckfreierweise, nicht?
        Kunst – die nicht Kunst sein will.
        Der einzige Quasizweck scheint da das Machen von etwas Neuem zu sein, indem man es macht: Nicht weil es wem nützt oder weil es etwas erreichen wollte, sondern weil es einem vorschwebt, so wie Dir diese Holzgegenstände vorschweben – und dann machst Du sie.

        Etwa Höhlenmalerei wurde eben aus diesem Grund (nicht zu diesem Zweck) an die Wände gemacht, denke ich. Die haben damit was ausprobiert, nichts wegen Kult, sondern einfach was mit der Form: Wie lässt sich ein Hirsch neu sehen?, ein Höhlenleut‘ hatte die Idee, ihn abstrakt zu sehen, und dann malte er ihn da so hin.
        Oder Marcel Proust hat seine À la recherche du temps perdu nicht geschrieben, um literarisch was zu erreichen oder gar um Wirkung zu erzielen oder um Applaus zu kriegen, er hat was gesucht, die Bilder&Eindrücke aus seiner Kindheit, und um sie vorm Zerflattern zu bewahren und um sie mitzuteilen, hat er sich etwa in den plötzlich erinnerten Geschmack der in Tee getauchten Madeleine erinnert. Du siehst es noch in seinem Text, wie er sich annähert und plötzlich diesen Eindruck wieder erfasst, und da steht er geschrieben.
        Um seiner selbst Willen getan.

        Jedoch woanders als im Ausnahmebereich Kunst verhält es sich anders. Leider hat etwa der oben genannte Himmlersche alles, was er tat und ließ, mit Größe&Geltung verwechselt😈 , so wie etwa Gerhard Schröder alles, was er tat, mit sich selbst verwechselt hat😦 , und etwa ein Friedensreich Hundewasser, der Kunst vrsucht hat, indem er sich hinsetzte und sich sagte, „jetzt mach ich mal große Kunscht“, hat alles (nicht nur das, was er tat, sondern alles, das er sah) mit Kitsch verwechselt, und so kommt dann sowas von und zu sowas.

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      • Aristobulus schreibt:

        P.S.
        Bei Müllabfuhr und Kanalisation (so wie beim organisierten Frohsinn), die von Kommissionen und Chefs organisiert werden, geht dann alles nur Mögliche schief, und wie und auf welche unvermeidbare Weise schief, hat entweder Murphy himself oder ein ihm Nahestehender hier mit erschöpfender Akribie und Systematik untersucht, bis einer heult😀 : -> http://www.drachenflamme.de/index.php?part=&sub=&site=murphy

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      • Bachatero schreibt:

        Murphy, der Codename für die höhere Gerechtigkeit, die sich über uns totlacht. Ohne ihn (sie) hatten wir Antigravitation und intergalaktische Raumfahrt und die Hundesteuer wäre längst abgeschafft.

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      • Aristobulus schreibt:

        … und wie sich diese Sache bezüglich oder abzüglich Heidi Klum-an-sich verhält oder ob überhaupt, müsst’mer jetzt freilich noch unbedingt untersuchen.
        Oder auch nicht🙂

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      • Aristobulus schreibt:

        Vorschlag zur Güte (so Murphy fast himself, paraphrasiert von dieser Drachenseite, dem Bachatero gewidmet🙂 ) :


        2.1 Wenn Heidi Klum n Sinnkomponenten machen will, dann werden maximal n-1 Sinnkomponenten herauskommen.
        2.2 Jedes klumsche Kleid, in bestimmter Länge geschnitten, wird zu kurz oder zu lang oder zu unmöglich sein.
        2.3 Einheiten, um Heidi Klum zu beurteilen, werden stets in den am Gängigsten gebräuchlichen Bezeichnungen angegeben. z.B.: Unterhaltsamkeit in Zuschauerzahlen pro Viertelminuten, oder Gedankendichte in Achtelunzen pro Dritteltropfen.
        2.4 Eine Heidi-Klum-Sendung, vermeintlich geschützt durch gesunden Menschenverstand, wird diese Sicherung schützen, indem sie trotzdem läuft und läuft und läuft, während der gesunde Menschenverstand aber sofort durchbrennt.
        2.5 Jede Berechnung der Klumschen, in die sich ein Fehler einschleichen kann, wird in der Welt des gesunden Menschenverstandes auch einen größtanzunehmenden haben. In der Welt der Heidi Klum hat sie aber keinen.
        2.6 Jede Heidi-Klum-Berechnung wird sich in die Richtung der größtmöglichen Sinnfrage bewegen.
        2.7 Heidi-Klum-Sätze, die in einer bestimmten Reihenfolge nicht montiert werden können, werden zwangsläufig so montiert sein.
        2.8 Angaben eines TV-Produzenten über die klumschen Sinnhaftigkeiten müssen mit dem Faktor 0,020 bis maximal 0,021 multipliziert werden.
        2.9 Garantieleistungsklauseln wegen ev. Schönheit werden mit dem Ansehen der Sendung rückwirkend ungültig.

        3.1 Jede fertige Klumsendung, die läuft, ist sowas von gelaufen, weswegen allein die niemals fertigen und niemals gemacht was sein könnten.
        3.2 Wenn ein klumsches Ding nützlich ist, muß es auf einer ganz anderen Ebene stattfinden.
        3.3 Die Sinnhaftigkeit einer klumschen Sendung verhält sich umgekehrt proportional zu dem, was drüber geredet wird.
        3.4 Jede klumsche Entwicklung wächst so lange, bis es die Fähigkeiten der Klum übertrifft, die jedoch weiter so tun muss.
        3.5 Erst wenn eine Klum-Sendung mindestens 40 Jahre läuft, wird der katastrophale Fehler entdeckt werden, und dann ist es 40 Jahre zu spät.
        3.6 Mache eine Klum-Sendung, die selbst ein Irrer ansehen kann, und so wird sie auch nur ein Irrer ansehen wollen.
        3.7 Jeder klumsche Halbsatz säzzt stets so lange, bis die ihm zur Verfügung stehende Sinnhaftigkeit rückwirkend aufgebraucht ist.
        3.8 Das Dahinflimmern um des Dahinflimmerns Willen ist die einzige Sach‘, die alle klumschen Sendungen, Äußerungen, Auslassungen und Bikinihaftigkeiten wirklich beherrschen.

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      • Bachatero schreibt:

        Danke, Ari, für die schöne Überraschung am 3. Weihachstag, ein gewidmetes Kompendium gesammelter Klumsiitäten, dem divinen Murphy nachempfunden. Das kommt ueber’s Bett oder besser, hier mehr tropisch, über die Hängematte. Was mehr und tiefer hätte man über Heidi die Klumsche sagen können, 2.1 – 3.8, that’s it. Damit ist Heidi’s Buch für die Ewigkeit aufgenommen in den Kanon der ehrfurchtgebietenden Schriften und ihr zeitloser Genius wird fürderhin ranggleich zitiert werden mit MEW 3, S.666 oder Joh 101:23 als HeiKlu 2.5 oder Heiklu 3.3.

        In letzter Zeit beliebte es ihrer Heidlichkeit öfter auch schon mal ihren Elfenkörper in der Bekleidung in der Gott sie schuf den geilen Linsen der Paparazzi anzubieten (oder sind’s die Linsen der geilen Paprazzis?), dies gerne von hinten, wobei Absicht nicht nachgewiesen werden kann. Bei erschrockenen zufälligen Beobachter könnte nun dadurch leicht der Eindruck entstehen, das ihr Hinterteil deutlich an Profil und Spannkraft eingebuesst hat (Vitaminmangel?) und somit ein prägendes Element ihres Wesens an sich einer Abwärts Transformation unterworfen wurde (wo ist Botox?). Zum Schutze der Paparazzis und ihrer Linsen empfehle ich daher eine Erweiterung von HeiKlu um einen Paragraphen 3.9 entsprechend gemurpht:

        3.9 Sollte man, durch eine ungünstige Fügung oder eigenes Verschulden, der Hinterseite Heidis für einen Sekundenbruchteil ansichtig werden und denken“ Oha, das erinnert mich eher an die Lüneburger Heide als an die klumsche Heidi“, dann wird sich dieser Eindruck bei intensiverem hinsehen monsterhaft verstärken, bis hin zum Totalverlust der Libido (nach Freud).

        Einen Eindruck von der Gefährlichkeit des Hinschauens (Medusa!) bekommt man durch intensives Betrachten dieses Heidogramms:
        https://www.google.com/imgres?imgurl=http://i.dlisted.com/wp-content/uploads/2014/12/spl918243_002.jpg&imgrefurl=http://www.ioff.de/archive/index.php/t-422072-p-37.html&h=900&w=600&tbnid=g5RLMhQryuwXYM:&docid=qWwAiSIscRT73M&ei=gliAVsa9D8qZmQHfg5i4BA&tbm=isch&ved=0ahUKEwjGhqa0_vzJAhXKTCYKHd8BBkcQMwgdKAEwAQ

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      • Aristobulus schreibt:

        😀 😦 *raah*

        4.0 Alles, was optisch, begrifflich oder gar haptisch *urrk* eine Verbindung zwischen dem klumschen Hinterteil und der Realität herstellt, sei abgeschafft, abbgeschaffft, apppgeschapffft.
        4.1. Wegen Risiken und Nebenwürgungen bei Nichtbefolgung fragen wir besser den Geistheiler oder gleich Jabba-the-Hut.

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      • Clas Lehmann schreibt:

        Nochmal zum Müll:

        Ich kann bezeugen, dass es um die Jahrtausendwende unter Altpapiersortierern den Pappwahnkult gab, mit rituellen Grüßen und dalei Verneigungen, höflichen Hinweisen auf bereits verziehene Nachlässigkeiten im Dienst am Pappwahn, wiewohl naürlich eigentlich unverzeihlich, so ein wertvolles Stück Pappe nicht zu bergen und dem großen Pappwahn zu weihen…

        Was aber geschah: Zunehmend wurde auf die Sortierung hierzulande verzichtet und das Papier einfach gepresst und nach Indonesien und China verkauft. Für Indonesien mussten dann die Ballen besehen werden, ob sie etwa wo Unzüchtiges außen zeigten, unverschleiert gar. Dies durfte nicht sein und musste abgepflückt werden. Im Inneren aber der Ballen…

        So verlor der Kult dann seine Basis, denn ohne Pappe und ohne die Arbeit am Sortierband (hier mit Staubabsaugung und Luftfilterung und geregelter Arbeitzeit) gibt es keinen Pappwahn und also auch keinen Kult.

        In Indonesien, bangt mir, gibt es den Kult dann auch nicht, weil Apostasie und todeswürdig… Und die Arbeitsbedingungen der dortigen Sortierer weichen vermutlich deutlich nach unten ab, von denen, die man hier hatte. Freilich gibt es hier Betriebswirte, die genau errechnet haben, dass das so besser sei. Deren Arbeitsplätze haben Bestand, weil Purpose. Pure Pose.

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      • Bachatero schreibt:

        Clas, Hatte Pappwahn nicht einen Rivalen, den Backwahn (ursprünglich der Gehott der Bäckern und Konditoren in Backdatt), dessen Kult besonders in den 60 70 igern florierte? Seine Priester, die PeeTels und The Howling Bones, verehrten ihn auch unter dem Namen SinghWahn und 3/4 der Welt war ihm verfallen. All diese ehrwürdigen Gehötter wurden aber gestürzt und in den Orkus geplappert von RapWahn, dessen Nachfolger in die Zillionen gehen und nicht nur schwarz sind. Woran man sieht, das früher eben alles besser war.

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      • Clas Lehmann schreibt:

        Doch, doch, eng verwandt, die Wähne… Es fehlte nur leider an der Breitenwirkung und an Zuwendungen an die Erleuchteten des Pappwahns, die eben keine Rollse Royce bekamen, sondern diese nicht… Zielgruppe zu klein und nicht ausreichend zahlungsfähig. Außerdem ging es mehr um den Spaß an der Freud am Kult und weniger um den Kult an sich, oder eben vielleicht doch, um den.

        Immerhin waren die deutschländischen Türken, die auch Papier sortierten daselbst, gelassen, geradezu duldsam gegenüber dem Kult, hatten ihn vielleicht auch nicht ganz verstanden.

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      • Bachatero schreibt:

        Das liegt daran, daß Türken zwar besser türken können als Papuas, aber zur Erleuchtung noch einen langen Weg haben, außer Erdowahn, dem SuhltHahn, mit der Erleuchtetheit von 10tsd watt? Ja , Watt. Ein Erleuchtthurm unter den Erdowahnsinnigen.

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  2. Dante schreibt:

    Selbst die fliehenden Juden aus Nazideutschland haben eher Asyl in der hitlerfreundliche Diktatur der Dominikanischen Republik erhalten als in demokratischen Staaten. Böse Zungen werden nun behaupten, dass die Dominikanische Republik Juden aus Eigennutz aufgenommen hat, was stimmt.

    Wieso böse Zungen?

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    • Clas Lehmann schreibt:

      Weil böse Zungen in Mundhöhlen unterhalb klarblickender Augen züngeln…? Und die dann, sollten sie doch etwas verschleiert blicken, doch in vorgeblicher Wohltat bösen Eigennutz erkennen und die Zungen den dann denunzieren müssen…? Wo Wohlverhalten übende Zungen „Weihe Wohltat!“ sängen und gemein wäre der Nutz?

      Wiewohl nicht quantifizierbar, und daher recht gummihaftig, wenn er die Grundlage irgendeiner Theorie über menschliche Entscheidungen bilden soll…

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  3. schum74 schreibt:

    Ach wunderbar!

    „Die Frage lautet deshalb, ob wir zum Schutz der Demokratie die Zahl der Migranten einschränken müssen.“

    Nicht etwa weil die Migranten – was Allah behüte –, womöglich mehrheitlich keine lupenreinen Demokraten wären, sondern weil „extremistische Parteien“ die Demokratie gefährdeten.

    Die nicht linken Parteien Europas sind derart gefährlich, dass man stündlich auf einen Putsch der Front National wartet, die als Erstes die Regierungsmitglieder einsperren, das Parlament auflösen und die nicht katholischen Franzosen in Vorbeugehaft nehmen wird. Hat Akif Pirinçci in Dresden nicht voreilig entsprechende Pläne auf deutscher Seite bekannt gemacht?

    Im Ernst: Sogar die linke Philosophin Laignel-Lavastine kann nicht umhin, einen Unterschied zwischen dem FN – stellvertretend für Europas „extremistische Parteien“ ‒ und den extremistischen Mohämmern festzustellen: Die Front National hält sich an die demokratischen Spielregeln, der Islam keineswegs.

    « Le Front national joue le jeu démocratique, l’islam pas du tout, qui est animé par un projet de société et c’est très important de le dire, notre ennemi c’est une idéologie totalitaire et meurtrière animée par un projet de société et par un projet de conquête et de destruction de l’Europe » (TV Public Sénat, 14.12.2015)

    Aber anders als Warszawski sehe ich nicht, „dass die verantwortlichen staatlichen Stellen in Deutschland bald den anderen EU-Staaten [in der Migrationspolitik] folgen“ werden. Auch Merkel und ihre „Deutschland, Du mieses Stück Scheiße“-Leute haben ein „projet de société“.
    Apropos: Wann wird die Türkei endlich EU-Land?

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    • Aristobulus schreibt:

      … weswegen zum Schutz der Migranten, zum Schutz der Buntheit und zum Schutz des Antirassismus gegen Rechts die Demokratie einzuschränken ist.
      Zumal die Deutschen es ja nich‘ ganz so mit Demokratie haben, nicht? Die ist etwas Fremdes, etwas wegen des verlorenen Kriegs Oktroyiertes, mithin etwas Angloamerikanisches, was ihr halt anhaftet!, und was man ihr nicht verzeihen kann.
      Hingegen die Willkommenskultur, der Selbsthass, der Antirassismus, das WIR-mit-wem-auch-immer, das Misstrauen gegen den Jud‘ und gegen den Asphalt, der Schutz der Natur und das multikulturelle Miteinander sind endlich mal nichts Fremdes, sondern das genuin bodenentsprossene Eigene.

      P.S.
      Nur bei den Franzosen bleibt es kompliziert🙂 , denn die haben die Demokratie erfunden, nein? Hélas, nein. Sie haben wohl bloß die Meinungsfreiheit und die allgemeine Gleichberechtigung und den Hass auf Tyrannei und die Trennung von Staat und Religion von den frühen USA übernommen. Wollen es aber nicht zugeben, indem sie lieber auf Montesquieu verweisen. Der hat jedoch nur geschrieben, nicht gemacht.
      Was haben die Franzosen hingegen ab 1789 gemacht: Na, „une idéologie totalitaire et meurtrière animée par un projet de société et par un projet de conquête et de destruction“ haben sie gemacht!, indem sie Robespierre, Danton, Hébert usf. einfach mal machen ließen.
      Danach sehnt sich der Franzos‘ seitdem zurück.

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      • Bachatero schreibt:

        Jo, mal wieder Hackestündchen heute, aber wenn man, wie ich, seine Kultur mit den hier herrschenden Lokalkulturanten teilen, geradezu verpulvern muss und auch gerne tut, weil es nutzt mir ja in jeder Weise, dann möchte man zuweilen schon recht gerne dreinschlagen, auf Deutschland, Fronkreisch, Inglaterra und wiese alle heißen, mit ihrem Wesen und Ding an sich, ihren Revolutionen gesprochen, geträumt und gemacht und allem gemeinen Nutz, Wuitz ,Putz und Klutz. Ich spüre ein Grummeln auf der dunklen Seite der Macht, schnell aufhören, or Palpatine gets me by my nutzlos balls.

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      • schum74 schreibt:

        Großartig, wie so oft🙂, doch den Behauptungen im P.S. will ich widersprechen:

        1. Wer eine umsetzungsfähige Staatstheorie ersonnen und ausgearbeitet hat, der ist der Vater der von ihm befürworteten Praxis. Daher beruft sich Europa zu Recht auf Montesquieus Verdienste, wenn sie auf Gewaltentrennung in ihren jeweiligen Staaten besteht. Und niemand hindert die USA, sich ihrerseits bei ihm zu bedanken🙂
        Entsprechend ist der Marxismus keine russische Leistung.

        2. Und die französische Revolution – dass ich sie gegen Aristobulus noch verteidigen muss, oj!
        Robespierre, Danton, Hébert usf. waren, wie sie waren, aber niemals haben die Revolutionäre einer totalitären und tödlichen Ideologie das Wort geredet. Es ging ihnen nicht um Eroberung und (zwecks) Zerstörung. Nicht die Ideen waren totalitär (s. die Erklärung der Menschen- und Bürgerrechte, 1789), die Mittel sind es geworden.

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      • Bachatero schreibt:

        Zu 2. Vive la Révolution und Robespierre hier parabolisiert im Film Collateral mit Tom Cruise als Vincent::

        Max: You killed him?
        Vincent: No, I shot him. Bullets and the fall killed him.

        That’s a revolution, intentions can’t kill and words come from the „Looking Glass“:

        ‚When I use a word,‘ Humpty Dumpty said, in rather a scornful tone, ‚it means just what I choose it to mean — neither more nor less.‘

        ‚The question is,‘ said Alice, ‚whether you can make words mean so many different things.‘

        ‚The question is,‘ said Humpty Dumpty, ‚which is to be master — that’s all.‘

        Sorry, ist einfach zu verführerisch.

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      • caruso schreibt:

        Ari, wie Du die Deutschen, die deutsche Mentalität beschreibst, ist wunderbar! Und nun bin
        ich gelb und grün vor Neid:-)))))) Wie ich Deine Beiträge lese merke ich, daß ich das alles, oder fast alles auch weiß. Aber nie könnte ich die Sachen so, auf diesem Niveau beschreiben. Schon deshalb nicht, weil mir dieses Wissen, dank meines Alters, nicht leicht verfügbar ist. „Nicht leicht“ ist eigentlich zu wenig gesagt. Es geht meinem Gefühl nach irrsinnig langsam bis ich etwas von meinem Wissen abrufen kann. Vor allem, wenn ich schreiben soll. Im Gespräch geht es viel besser. Genug des Jammerns. Aber bös bin ich trotzdem. Nicht auf Dich natürlich, sondern auf mich.
        lg
        caruso

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      • Aristobulus schreibt:

        Saj gesunt, Caruso lib, un hob’zhe a guttn Schabbes🙂

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      • aurorula a. schreibt:

        @Caruso, eine liebe Arbeitskollegin von mir hat darüber warum sie auch als Rentnerin gerne etwas dazuarbeitet gesagt: die die alt sind dürfen langsamer rennen als die Jungen: sie kennen schon alle Abkürzungen die die anderen erst noch finden müssen.
        Gut Schabbes und schöne Feiertage😀 auch von mir!

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    • ceterum censeo schreibt:

      Genau schum 74, und darüberhinaus ist der ganze Artikel so greulich, daß selbst das Gegenteil nur Grütze ist. Hätte ich hier so gar nicht erwartet.

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      • Aristobulus schreibt:

        Was stört Dich am Artikel?
        À propos, der kleine Halbsatz ganz am Anfang, der Dich gestört haben könnte, denk‘ ich, „extremistische Parteien, meist von rechts“, ist Rollenprosa, möcht‘ ich meinen. Also ironisch gebrochen. Da steht nur geschrieben, was man woanders zigfach und zigfach ernstgemeint lesen kann.

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      • ceterum censeo schreibt:

        Schum hat eigentlich schon alles gesagt. Für mich geht das alles soweit am Thema vorbei, wie das Gerede deutscher Spießer und Beamten und kleinen Dorfpolitikern (was ja alles dasselbe ist) über die Kosten. Ob nun das „Land“ oder der „Bund“ oder die „Kommune“ oder der heilige Bimbam selbige übernimmt. Was für Armleuchter! Erstens zahlt alles der Steuerzahler, sprich Malocher, zweitens, als wenn das noch nicht der Todesstoß für dieses kaputte Land wäre, handelt es sich nicht nur um ein finanzielles oder Verteilungsproblem zwischen europäischen Ländern, sondern um eine geplante Invasion von Barbarenhorden in unsere beschauliche, pazifistische Heimat, und drittens ist es schlimm genug, daß erst neue Parteien gegen den massiven Widerstand der Tonangeber entstehen und erstarken müssen, um den Verrätern an den eigenen Völkern das Handwerk zu legen und Europa zu retten, was wohl leider nicht mehr gelingen wird.
        Ich kann nur immer wieder sagen, daß ich wirklich keine Worte für den nie dagewesenen Verrat an den eigenen „Untertanen“ finde, welcher sich in Deutschland und einigen anderen westlichen Ländern ereignet!

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  4. mike hammer schreibt:

    und in etwa so sind die unflüchtlinge, die merheit sind illegale eindringlinge, gedrillt.

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    • schum74 schreibt:

      Ja, Mike. Eben diesen wackeren Polizisten und dem MEMRI-Video widmet Hélène Keller-Lind einen Artikel auf DesInfos (22.12.2015).

      Dass Mohämmer ihre Mehrtürer (danke an Aurore?), den Propheten Mohammed, Allah & ein freies, muslimisches Algerien hoch leben lassen, wird ihnen keiner übel nehmen. Deswegen sind sie ja Mohämmer und nicht etwa Anhänger des Baal Sewuw, des kananäischen Herrn der Fliegen.
      Aber warum müssen die Gendarmen in einem judenreinen Algerien zu Massakern an Juden aufrufen? Und warum meint Innenminister Bernard Cazeneuve, dass die Zusammenarbeit zwischen der französischen und der algerischen Polizei nicht eng genug sein kann? Und warum verlässt sich Paris darauf, dass die in Algerien ausgebildeten Imame den Anforderungen einer laizistischen Republik schon entsprechen werden?
      Fragen über Fragen.

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