Ist die Bundeswehr terroristisch?

Linksfraktionschefin Sahra Wagenknecht vergleicht die von der Bundeswehr unterstützten Luftangriffe in Syrien mit den Terroranschlägen in Paris. „Natürlich ist es kein geringeres Verbrechen, unschuldige Zivilisten in Syrien mit Bomben zu ermorden, als in Pariser Restaurants und Konzerthäusern um sich zu schießen”, sagt sie in einem Interview der Berliner Zeitung BZ am 28.12.2015. „Das eine ist individueller, das andere staatlich verantworteter Terror.”

Die üblichen Verdächtigen erregen sich. An dieser Stelle wollen wir überprüfen, ob und inwieweit die kluge linke Fraktionschefin richtig liegt. Hat sie aus Überzeugung oder aus politischem Kalkül gesprochen?

Zu den Zahlen: 130 tote Zivilisten und weniger als ein Duzend tote Djihadisten in Paris. Die entsprechenden Zahlen in Syrien sind gewaltiger. Dazu kommen dort zusätzlich bewaffnete Kämpfer, die keine Djihadisten sind. Wagenknechts erster Satz ist somit korrekt.

Beim zweiten Satz wird es schwieriger. Der Islamische Staat IS ist zwar nicht anerkannt und somit ist der Terror von Paris nicht staatlich, doch das Wort „individuell“ trifft nicht zu. Besser ist „organisiert“, so wie ein Anschlag durch die Mafia, die hoffentlich nicht in allen Staaten der Welt mit am Regierungstisch sitzt. Doch: Ist eine von einem Staat zu unrecht durchgeführte tödliche Aktion zugleich Terror oder muss der Staat selber ein Unrechtsstaat sein, damit seine Aktionen Terror sind? Ist ein Rechtsstaat überhaupt in der Lage, Terror zu verbreiten? Bejaht dies Frau Wagenknecht in Bezug auf die Bundeswehr, also auf Deutschland, oder ist sie der Meinung, dass Deutschland kein Rechtsstaat ist? Wir wissen es nicht. Wir müssen also beide Antworten als möglich annehmen, was auf jeden Fall bedeutet, dass Deutschland gemäß Wagenknechts erstem Satz fähig ist, Terroranschläge zu begehen.

Wir können einwenden, dass Luftangriffe in Syrien nicht in der Absicht durchgeführt werden, um unschuldige Zivilisten mit Bomben zu ermorden, sondern dass die Tötung von Zivilisten billigend in Kauf genommen wird, um den IS zu bekämpfen oder Assad zu retten. Bei der Tötung von Zivilisten handelt es sich bei der Bundeswehr um einen Kollateralschaden! Mit jedem weiteren Krieg beweist die Statistik, dass Kollateralschäden zunehmen. Man kann es betrauern und bedauern, es ändert sich nichts daran. In einem Krieg leiden vor allem die unbewaffneten Zivilisten. In Paris handelt es sich nicht um einen Kollateralschaden! Die Terroristen haben die Absicht, so viele Zivilisten wie möglich zu ermorden.

Muss die Bundeswehr deshalb auf die Beseitigung der IS verzichten, um keine syrischen Zivilisten zu schädigen? Wer dies bejaht, darf auch gegen Verteidigungskriege sein, denn bei der Verteidigung der eigenen Bevölkerung kommen auch Zivilsten um. Wer dies bejaht, lehnt die Bundeswehr in ihrer eigentlichen Aufgabe ab. Die Linksfraktionschefin Sahra Wagenknecht lehnt also die Bundeswehr und den Terror der IS ab. Beides darf sie. Wem ihre Einstellung nicht gefällt, braucht sie nicht zu wählen und kann sogar auswandern! Jedoch nicht in den Nahen Osten, um sich beim IS zu verdingen, und keinesfalls um irgendwo in der Welt Soldat zu werden, um irgendwann Deutschland zu befreien.

Sahra Wagenknechts Welt ist ein friedliche Welt. Unsere Welt ist nicht friedlich. Folglich lebt die kluge linke Fraktionschefin nicht in unserer Welt. Parallelwelten gibt es somit nicht nur in Duisburg-Marxloh, sondern auch in Berlin-Mitte und im Saarland. Am besten wäre es, wenn wir uns unsere eigene Parallelwelt bauen, um dort sorgenfrei zu leben. Deshalb schreibe ich so gerne Artikel ohne Bezug zur Realität.

Erschienen unter

https://www.fischundfleisch.com/anti3anti/ist-die-bundeswehr-terroristisch-14270

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96 Antworten zu Ist die Bundeswehr terroristisch?

  1. Aristobulus schreibt:

    Hat die Wagenknechtische auch gesagt:
    „Natürlich ist es kein geringeres Verbrechen, unschuldige Zivilisten in deutschen Städten mit Bomben der US-Airforce zu ermorden, als in Polen, Frankreich und der Sowetunion mit Panzern um sich zu schießen.“
    Und gestern sagte sie:
    „Natürlich ist es kein geringeres Verbrechen, 2014 in Gaza 10% unschuldige Zivilisten zusammen mit 90% Terroristen zu ermorden, als Raketen auf Jerusalemer Restaurants und Kindergärten zu schießen.”

    Folglich ist alles gleich. Wenn morgen einer die Wagenknechtische doof anschreien sollte, weil man sie zur Antiverteidigungsministerin ernannt hat, wird sie einfach nicht zurückschreien, und nix wird passiert sein.

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  2. caruso schreibt:

    Ich wünsche Sahra Wagenknecht eine schöne Terrorattacke bei der sie nicht stirbt, sondern nur im
    höchsten Maße erschrickt. Vielleicht kommt sie dann aus ihrer Parallelwelt heraus und ändert ihre
    dämliche Meinungen.
    lg
    caruso

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    • Aristobulus schreibt:

      … dann wird sie den Angreifern einen klugen Brief schreiben, in dem sie klug fragt, was der Westen Dummes und Falsches gemacht habe🙂

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    • schum74 schreibt:

      Schalom Caruso,
      Kein leichter Tag für Dich heute. Soll ich Dich mit einer chassidischen Geschichte zerstreuen?

      In der Zeit als die Chassidim sich ihrer jüdischen Gegner erwehren mussten, fragte so ein Antichassidischer den Rabbi Jaakow Jizchak aus Pschischa (‚Ha-Jehudi‘), warum er am Hofe des Sehers von Lublin bleibe. ‒ „Was können Sie denn bei ihm lernen, Sie, ein profunder Talmud-Kenner?“. – „Eins habe ich von meinem heiligen Lehrer schon gelernt“, gab der Jehudi zur Antwort. „Sobald ich mich zur Nacht hinlege, schlafe ich auf der Stelle ein.“

      Stellt sich die Frage: Ist es gut, gleich einzuschlafen? Ich würde sagen so: Ist man allein, ist es gut; ist man nicht allein, ist es nicht gut.

      P.S. Der Jehudi war verheiratet.

      Ein gutes Jahr 2016, Caruso lib.

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  3. Hessenhenker schreibt:

    „Sahra Wagenknechts Welt ist ein friedliche Welt. Unsere Welt ist nicht friedlich. Folglich lebt die kluge linke Fraktionschefin nicht in unserer Welt.“

    Ich leb auch nicht in unserer, Pardon, in Eurer Welt!

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  4. M Darge schreibt:

    Wir brauchen uns nicht dümmer stellen, als wir sind:
    „Ist ein Rechtsstaat überhaupt in der Lage, Terror zu verbreiten? Bejaht dies Frau Wagenknecht in Bezug auf die Bundeswehr, also auf Deutschland, oder ist sie der Meinung, dass Deutschland kein Rechtsstaat ist?“
    Diese Frage wurde bereits durch Bomber Harris beantwortet. Natürlich kann ein legitimer Staat Bombenterror anrichten und dieser Terror ist auch als solcher gemeint. Das kann bis hin zu Kriegsverbrechen gehen. Denn das macht einen Staat aus: er ist die Summe seiner Bevölkerung, seiner Eigenschaften. Selbst wenn einzelne Kriegsverbrechen begehen, bleibt der Rechtsstaat ein Rechtsstaat. Dazu das Bundesverfassungsgericht zum Abschuss von Passagiermaschinen. Der Militärflieger wird nicht entlastet, wenn er den Befehl von oberster Stelle bekommt, selbst wenn das höchst-gesetzlich geregelt wäre. Er muss es stets mit seinem eigenen Gewissen ausmachen.

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  5. Stephan Bettmann-Happ schreibt:

    Kehren Sie erst mal vor der eigenen Haustüre im gelobten Land, in dem mittlerweile Folter gegen die eigene Bevölkerung Usus wird! Die israelische Gesellschaft mit ihrer national-religiösen Tendenz zerlegt sich gerade selbst.

    Von einem westlich-säkularen Staat ist auch Israel so weit entfernt, wie der Mond von der Erde! Ohne die 2000-Jährige Diaspora der Juden wäre das Judentum schon längst ausgestorben! Beste Grüße und guten Rutsch
    S. B.-H.

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    • Aristobulus schreibt:

      Jetzt nicht mehr ein Irrer, ein Störenfried und ein Hasser, der Herr Bettmann-Happ aus der Nestroystraße in München, sondern zum Mohämmedanismus konvertiert?
      Wie schön für Sie.
      Wann reisen Sie nach Syrien?, da braucht man klarsichtige, disziplinierte, arbeitsame Experten wie Sie, die Anderen geistig so überlegen sind.

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      • Stephan Bettmann-Happ schreibt:

        Ich bin Bayer! Was hab ich mit irgendeiner Religion zu tun? Nichts! Es hat in Bayern auch keine Bedeutung! Hier wird gearbeitet und Wohlstand geschaffen! Für alle, die dazu bereit sind, wer das nicht will, hat Pech! Einen schönen Gruß aus der Nestroystraße 2 und alles Gute für 2016

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      • Aristobulus schreibt:

        Also noch kein Mohämmedaner geworden.
        Schämen Sie sich, fauler Ungläubiger mit dem schlechten Geschmack (des a‘ no‘).

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      • Stephan Bettmann-Happ schreibt:

        Der Ari kennt mich nicht wirklich! Vielleicht kann man sich mit ihm mal ganz vernünftig austauschen, wenn er nicht gerade mal wieder in seine „Anti-Anti Tralala-ich schieß dich verbal tot“ Rhetorik verfällt. Wobei ich dem Ari ehrlich gesagt ein hohes schriftstellerisches Talent zugestehen muss! Chapeau 😊
        Aber seien Sie nicht immer so verbohrt, Ari, wenn es ums Judentum geht! Sie sind doch liberaler Hamburger, oder?

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      • Aristobulus schreibt:

        Ich bin Ihr miesester Alptraum und Ihre Nemesis mit Pejess, Sie Viertelschmogg.
        Und nu raus mit Ihnen. Damit’s hier auslüftet.

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      • mike hammer schreibt:

        @ Happjudenhasser

        wieder beim suhlen und herumwerfen von exkrementen?
        kannst halt in deinem hass
        nichts anderes als
        linksgläubiger
        ist lügen und blitdurst pflicht.

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      • mike hammer schreibt:

        @ Happlügner

        an bayer wuis sein?
        a bayer ist erstamoi gatolisch,
        ois wos neda gadolisch is is
        koa bayer neda, da
        schlg dera blitz
        nei, du sabreis du muhammelaniscer, grutzitürkn
        zafixtamoi wos isn dera
        happ an lügendes
        schandmaul
        elendigs!

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    • Dante schreibt:

      Finden Sie die guten Wünsche am Schluss nicht selbst ein bisschen heuchlerisch?

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  6. mike hammer schreibt:

    das suhlen sich terroristen in blut
    und leid unschuldiger menschen,
    warum wundert ihr euch dass die
    linken sich da mitsuhlen?

    ist es nicht bekannt das linke das
    suhlen im blut und eingeweiden
    erschlagener unschuldiger als
    ein religiöse pflichtnummer
    erachten? nicht um sonst
    haben sie sich am mord
    an 200.000.000 menschen
    im 20 jh beteiligt, es ist der linken hadsch!

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  7. mike hammer schreibt:

    hoit die bappn Wagenknecht

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  8. mike hammer schreibt:

    an alle die josseles beschneidung
    vor 2016 jahren feiern, einem
    guten rosch, oder was
    auch immer.
    der Happ feierts ja nicht.

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    • Aristobulus schreibt:

      🙂
      Den Habbschen hat längst einer mim‘ Böller derschoss’n.

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      • mike hammer schreibt:

        gschieat dem recht dem saubreiss dem linkischen.
        des gottlose gsindel is
        das miesest unmoralische
        wos auf dem planeten
        rumläuft, der hammelaner
        kann sich wenigstens auf
        wiederliche kultur, jahrhunderte
        alte inzucht und 80% Anal
        phabetismus hersusreden,
        das gelinke ist von der wurzel
        her schon abscheulich,
        unglaubwürdig und morallos
        blutrünstig.

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      • Aristobulus schreibt:

        … der ist zu verloren doof und zu chaotisch irr zum Linkssein, Hammer🙂 , und er antijüdisiert einfach nur so, ohne höheren Grund.
        Seufz, wenn er immerhin ’nen niedrigen Grund hätte. Aber nein, er hat keinen, außer dass er sich ausgeschlossen vorkommt. Die sind dann die Ekligsten, die meinen, dass ihnen was zustehe, was der Jud‘ ihnen jedoch wegnehme.
        Also der allerbanalste Grund ever. Draufsitzendendes Rechts- oder Linkssein wäre nur ein zusätzliches G’schnörkl.

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    • aurorula a. schreibt:

      @hammermike, Ari und dem Rest auch ein gutes neues bürgerliches Jahr 2016😀 !

      (Bild über Gukl gerippt)

      kleine Anmerkung noch: ich lasse zwar jedes Jahr dem Gebührmann seinen Spaß dran, aber daß Neujahr genau acht Tage nach Weihnachten ist war ursprünglich schlicht Zufall…

      Neujahr am 1. Januar ist älter als das Christentum selbst. 153 BCE wurde der Beginn des neuen Jahres von den Römern vom 1.März auf den 1.Januar verlegt, um es ihrer Legislaturperiode anzupassen (deswegen hinken auch die ‚Zählmonate‘ Oktober bis Dezember mit dem Namen ihrer Position im Kalender hinterher). Das Christentum hat den Termin übernommen als es im Römischen Reich Staatsreligion wurde. Ziemlich lange hielt sich auch Ostern als Jahresbeginn (in Frankreich immerhin bis 1564 CE).
      Weihnachten extra acht Tage davorzulegen war auch nicht. Weihnachten ist im Christentum ursprünglich ein eher kleines Fest gewesen bevor es sich davon mehr oder weniger verselbständigt hat. Das Datum für die Geburt Christi ist deswegen eher spät auf den 25sten Dezember gerutscht, zuerst wurde es jahrhundertelang fröhlich in der Gegend herumgeschoben: Die dritte Woche nach Ostern, zwischen Ostern und Pfingsten, den 25.März, Karfreitag (den fand ich jetzt makaber, aber es ist historisch verbrieft), der 6te Januar,… Schließlich ließ man Maria ab dem 25sten März neun Monate schwanger gehen und kam auf den 25sten Dezember, erstmals erwähnt 336 CE. (Praktischerweise ein paar Tage nach der Sonnenwende und noch praktischererweiserer zum gleichen Termin wie die Mithräer, macht daraus was Ihr wollt. Es gab wohl einige historische Verzwurbelungen und religionshistorische Parallelen mit denen ich Euch nicht langweilen möchte; allgemein jedenfalls gibt es eine Menge andere Gründe den Termin dorthin zu legen als acht Tage vor dem alten bürgerlichen Neujahr der Römer.)
      Und schließlich ist strenggenommen auch für die Christen heute der Beginn des bürgerlichen Jahrs – das Kirchenjahr beginnt am ersten Advent – also am Sonntag vier Wochen vor Weihnachten, nicht acht Tage danach.
      Und um das Ganze noch ein Bißchen durchzuwirbeln existiert der Feiertag den der Gebührmann zitiert bei den Katholiken natürlich trotzdem, nur ist eben Neujahr nicht deswegen dann… lassen wir ihm einfach den Spaß😀

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  9. schum74 schreibt:

    Was Sahra Wagenknecht sich nicht zu sagen traut:
    „Natürlich ist es kein geringeres Verbrechen, unschuldige Zivilisten in Dresden mit Bomben zu ermorden, als im deutsch besetzten Châteaubriant 150 Geiseln zu erschießen.“

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    • mike hammer schreibt:

      aber nur weil die ersteren
      weniger sozialistisch sind als
      die zweiten und immer
      noch existiert.

      sozialisten erschießen immer
      nur versehentlich oder als radikale
      splittergruppe menschen, meist
      wehrlose, die anderen
      ohne sozialist im
      namen morden und kriegsverbrecherieren andauernd,
      auch wenn mal keinem was
      geschieht!

      doppelt plus negativgut oder
      wie nannte es orwell?

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    • Aristobulus schreibt:

      Schum, jedoch die Wagenknechtsche würd‘ sich durchaus zu diesem Satze trauen:
      „Natürlich ist es kein geringeres Verbrechen, wenn die Budeswehr per Missgeschick in Kundus unschuldige Zivilisten kollateral ermordet, als wenn ein paar US-geschädigte Araber anno 2001 zwei Flugzeuge in zwei Hochhäuser lenken.“

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  10. ceterum censeo schreibt:

    Da hin und wieder der Name Dresden fällt, sehe ich mich veranlaßt, einmal etwas dazu zu sagen:
    Dresden war ein Kriegsverbrechen der allerübelsten Art. Es hatte nicht das Geringste mit dem deutschen Verbrechen an den jüdischen Mitbürgern zu tun. Dieses war zwar meiner Meinung nach viel schlimmer, aber es macht den Mord an den Zivilisten (Soldaten gab es quasi keine) in Dresden nicht besser.
    Euch allen ein glückliches neues Jahr! Es wird das Jahr der Entscheidung.

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    • Aristobulus schreibt:

      In der Tat ist die Bombardierung Dresdens im Januar 1945 keine Maßnahme gegen die deutsche Judenvernichtung gewesen – wenngleich in Dresden bedeutende SS-Behörden von den Bomben mit erwischt wurden.

      Die Briten wollten einfach den Krieg gewinnen. Schlimm? Der Krieg musste auf die Weise gewonnen werden: Weil die Deutschen nicht aufhörten. Noch in den letzten Kriegsmonaten und -wochen ermordeten die Deutschen hunderttausend Juden oder mehr, dazu tausende russische Kriegsgefangene.
      Wenn man die Sache so betrachtet: Mit jeder einzelnen Woche Kriegsverkürzung (Mittel egal) wurden Mordopfer gerettet.

      Dir a guttes neues Jahr, Ceterum.

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    • Thomas ex Gotha schreibt:

      Victor Klemperer, LTI: „Am Abend dieses 13. Februar brach die Katastrophe über Dresden herein: die Bomben fielen, die Häuser stürzten, der Phosphor strömte, die brennenden Balken krachten auf arische und nichtarische Köpfe, und derselbe Feuersturm riß Jud und Christ in den Tod; wen aber von den etwa 70 Sternträgern diese Nacht verschonte, dem bedeutete sie Errettung, denn im allgemeinen Chaos konnte er der Gestapo entkommen.“

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      • Aristobulus schreibt:

        Es sind in der Tat Einige der Gestapo entkommen, Klemperer hat Recht…

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      • Gutartiges Geschwulst schreibt:

        @Thomas ex Gotha

        Lesenswerter Kommentar, auch wenn ich kaum meinen Augen traue.

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      • Aristobulus schreibt:

        🙂

        Yep. Da hat er mal einfach ein Faktum sprechen lassen, eine Beobachtung Klemperers, den Augenzeugenbericht Eines, der in keiner Hinsicht ideologisch drauf gewesen ist.
        Selten beim Gothaischen, aber es kommt vor.

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      • ceterum censeo schreibt:

        Habt beide nicht Unrecht, und gesegnet sei Victor Klemperer und es hätten viel mehr Juden entkommen müssen.
        Aber Ari, den Alliierten waren leider die Juden noch scheißegaler als die dresdner Zivilisten und die paar SS-Heinis. Den Krieg haben sie nicht eine Sekunde dadurch eher beendet, ja nicht mal beenden wollen. Hätten die Gleise nach Auschwitz oder sonstwohin bombardieren sollen. Habens nicht, wollten auch nie Hitler beseitigen, sondern haben uns gehaßt und beneidet, so wie heute, wo mans ihnen nicht mal verdenken kann. Dieser Erkenntnis komme ich mit jedem Jahr, mit jeder Information ein Stück näher. Das macht die deutschen Verbrechen nicht ein Stück weniger ungeheuerlich und es tut mir körperlich weh, es zu akzeptieren.
        Dir auch ein schönes Jahr und auch ihnen, Herr Golgatha.
        Auf daß wir nie wegen der Verworfenheit unserer Dreckspolitiker, gegen deren verbrecherisches Handeln wir genau wie unsere Vorfahren nichts unternehmen, vom Rest der Welt samt unserer Kinder mit Phosphorstürmen bestraft werden!

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      • ceterum censeo schreibt:

        Ein gutartiges neues Jahr Dir, Gutartiges! Schön, was von Dir zu lesen und mit dir sich über Herrn Gotha zu freuen. Hat vielleicht gute Vorsätze gefaßt. Lassen wir`s ihm gleichtun!

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      • schum74 schreibt:

        Gute Gelegenheit, etwas längst Fälliges auszusprechen, Thomas. Ich hoffe, dass es nicht kitschig ausfällt. Das wäre das Letzte.
        Sehr, sehr schätze ich, dass Sie nicht die Bohne antisemitisch sind. Sogar dann, wenn Sie und/oder einzelne Kommentatoren ausrasten, nie kommt von Ihnen was Zweideutiges, leicht Anrüchiges, das ultimative Argument.
        Danke dafür und ein extra gutes Jahr!

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      • Aristobulus schreibt:

        Ceterum, „uns“?, das damalige Wir war was völlig-völlig Anderes als Dein heutiges Wir.
        Die Briten sind angegriffen worden, Coventry und London grundlos bombardiert. Goering hatte seine Flotte aus He 111-Bombern bereit, um den Briten den Garaus zu machen (1941), zum großen Glück haben sich die Briten zu gut verteidigt.

        Das britische Vorgehen gegen die Deutschen im zweiten Weltkrieg ist überall gerechtfertigt -. Churchill war ein Großer.

        P.S.
        Sicher tut es Dir als Deutschem weh, dass jede, aber auch jede britische Bombe auf deutsche Städte notwendig war. Dass das wehtut, kann ich gut verstehen

        P.P.S.
        Du wärst damals wohl gegen die Nazis vorgegangen wie gegen Ungeziefer, und wir hätten uns wohl für ’ne Nacht im selben Durchgangslager getroffen, um da ganz leis‘ über das Für und Wider der Bombardements zu reden🙂
        Wär‘ mir eine Ehre gewesen.

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      • Gutartiges Geschwulst schreibt:

        @schum74: „Sehr, sehr schätze ich, dass Sie nicht die Bohne antisemitisch sind. Sogar dann, wenn Sie und/oder einzelne Kommentatoren ausrasten, …“

        Absolut! Ehrlichkeit und Zurechnungsfähigkeit bedingen einander nicht.

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    • Gutartiges Geschwulst schreibt:

      @ceterum censeo: „Dresden war ein Kriegsverbrechen der allerübelsten Art.“

      Damit hast Du völlig recht, @ceterum censeo, ebenso wie auch Hiroshima ein Kriegsverbrechen der allerübelsten Art war, weil abertausende unschuldiger Menschen ausrottet wurden.
      Leider jedoch lässt sich nicht bestreiten, dass im Zuge satanischer Maßnahmen segensreiche Wirkungen entstehen können. In unzähligen japanischen KZs und Gefangenenlagern wurden die Massenmorde schlagartig eingestellt, nachdem die erste Atombombe gefallen war.
      Ich wünsche Dir ein Gutes 2016, CC!

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      • Aristobulus schreibt:

        … nur noch angemerkt: Ohne die US-Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki hätte es noch Monate gedauert, bis die Japaner am Ende gewesen wären. Die USA hätten Japan mit Bodentruppen erobern müssen!, zigtausend GIs wären umgekommen, derweil die Japaner munter weiter Chinesen und Koreaner massengemordet hätten.
        Ein alter Herr, Amerikaner und damals in der Airforce, hat mir mal lakonisch gesagt: „We just cleaned that mess up.“
        Recht hat er.

        A guttes Jahr, lieber Ceterum.

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      • Aristobulus schreibt:

        Raah, pardon!, Gutartiges soll da stehen, Gutartiges🙂

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      • ceterum censeo schreibt:

        Ach Ari,
        Nochmal ganz langsam für Euch: Auf deutsch oder nichtdeutsch ist mir in dem Falle geschissen, pardon die Damen!
        Nur ein paar Gedanken, wie sie mir gerade kommen: Die Menschen damals waren dieselben, wie heute, nur daß man ihnen noch zugute halten muß, daß sowas wie der Holocaust noch nie geschehen und denkbar gewesen war. (Vom segensreichen Wirken der Religion des Friedens in 1400 Jahren wußten sie genausowenig, wie die meisten heute.) Hätten sie gewußt, Antisemitismus hin oder her, wenn sie die Nazis wählen, werden sechs Millionen Juden ermordet, hätte wohl kaum ein Deutscher das getan. Egal, was die Presse erzählt, die Deutschen sind und waren nicht halb so rassistisch wie der Rest Europas und der ganzen Welt! Im Gegenteil, wer will ständig andere Kulturen kennenlernen und biedert sich fremden Gepflogenheiten regelrecht an?
        So, weiter im Text: Ich bin Vater und erst viel später Deutscher, und ich möchte nicht gegrillt werden, wie Churchill zu sagen beliebte, und meine kleine Tochter im Zinkeimer zum Friedhof tragen, nur weil die von meinen verblödeten Gutmitmenschen gewählten Verbrecher mein Land zum Feind Europas machen oder sich von unseren Feinden dazu benutzen lassen, uns zum Sündenbock zu machen, wie damals auch geschehen!
        Zu Churchill: Ein Großer, daß war schon immer meine Meinung. Leider habe ich mittlerweile den leisen Verdacht, daß, wenn auch nur ein Prozent seiner Zitate nicht gefälscht ist, er ein riesengroßer Verbrecher war.
        Ja leider, je mehr man fragt, desto desillusionierter wird man. Letztens sprach ich zum Beispiel mit einem Bekannten, der Kampfmittelbeseitiger ist. Hat schon Kollegen verloren und ich wollte wissen, was so die gefährlichsten Sachen sind. Und wer hätte es gedacht? Letztens wieder mal Giftgasgranaten gefunden. Wie? Ich denke, selbst die verbrecherischen Deutschen sind vor dem Einsatz von Giftgas zurückgeschreckt? Jaaa, sind sie auch, waren keine deutschen. Und rate mal, wer in die Luftminen Verzögerungszünder eingebaut hat, um die Rettungskräfte und die Überlebenden zu killen! Natürlich die Deutschen. Nein? Na gut, Schwamm drüber.
        Es war, wie es war, aber ich muß nicht mit einem Schild “ Bomber Harris, do it again!“ um den Hals rumrennen.
        So, einen hab ich noch: Die Japse waren genauso schlimme Viecher wie die Deutschen, Fakt! Aber warum verheize ich meine Marines beim Sturm auf beschissene Drecksinseln, weil der Einsatz von Giftgas ja so dermaßen gegen die Menschlichkeit verstößt, und verbrenne dann mit Atombomben zwei Städte mit Frauen und Kindern? Verarschen kann ich mich selbst!
        Danke für Dein PPS! Die Ehre wäre auf meiner Seite gewesen, worauf Du dich verlassen kannst. Aber leider wäre ich wohl andererseits nicht gegen die Nazis als Kammerjäger vorgegangen, so wie ich heute auch zu feige bin, gegen das Regime zu kämpfen, welches meinem Kind die Zukunft raubt!

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      • Aristobulus schreibt:

        … na klar haben die Briten Bomben mit Verzögerungszünder abgeworfen, Ceterum. Der Krieg musste nun mal gewonnen werden, je schneller, um so besser. Anders waren weder die Wehrmacht noch die Verwaltung zu stoppen.

        Churchills Leben war integer, und Essays sind schon großartig, dochdoch. Hast Du mal gelesen, was er über den Islam schreibt?, er hat kein Blatt vor den Mund genommen. Im vorigen Jahr wurde Robert Spencer in London verhaftet, weil er öffentlich diese Churchiill-Passagen bei einer Rede vorgelesen hat. Nicht, weil das Vorlesen von Churchill verboten wäre, aber einer hat ihm aufgelauert und behauptet, hier werde gegen die Musliiime gehetzt. Gleich fand sich jemand, der einen Haftbefehl ausstellte (rasant, rasant, das muss man denen lassen).

        Sei trotzdem Optimist🙂

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      • Gutartiges Geschwulst schreibt:

        @ceterum censeo: „Es war, wie es war, aber ich muß nicht mit einem Schild ” Bomber Harris, do it again!” um den Hals rumrennen.“

        Kretinöse Organismen entscheiden nicht selbst, mit welchem Schild um den Hals sie rumrennen. Sie bekommen diese Schilder lediglich umgehängt und verquaken deren Botschaft.
        Wenn linkes Primatentum heutzutage fordert: “BOMBER HARRIS DO IT AGAIN”, dann folgt es seinem mühsam verschleierten, traditionellen Hass gegen einfache Arbeiter. Es waren nämlich die Arbeiter-Vororte und -Siedlungen, die besonders intensiv bombardiert wurden, obwohl gerade sie den hartnäckigsten Widerstand gegen das aufkommende Hitlertum erbrachten.
        Die “Intellektuellen” verkuschelten sich zu diesem Zeitpunkt bereits im warmen Gedärm des Führers.

        @ceterum censeo: „Es war, wie es war, …“

        Leider!

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      • schum74 schreibt:

        A propos Islam und Großbritannien. Dort stecken die jüdischen Schulen in einem Dilemma, das Manfred Gerstenfeld „Affen- und Schweinedilemma“ nennt. Und zwar müssen sie neuerdings Islam-Unterricht erteilen. Frage: Welche Art Islam sollen die Schüler dort lernen: den echten oder den Merkelschen?

        Fragt Gerstenfeld (Arutz Sheva, 02.01.2016) im Einzelnen:

        Will Jewish schools in the UK teach the falsehood that some Islamists are not Muslims, for instance adherents of Islamic State or Hamas genocidal movements? Even if the spiritual leaders of these movements remain outside the curriculum, many deeply racist statements by other prominent Muslim clerics and leaders will have to be tackled.

        Various leading Muslim clerics present a number of evil concepts as integral to Islam. Noticeable among these is the Koran-related view of Jews as pigs and apes. According to Islam, ancient Jews were turned into animals for disobeying the word of Allah. The Koran mentions this punishment in three verses, one of which says, “They are those whom Allah has cast aside and on whom His wrath has fallen and of whom He has made some as apes and swine… (5:60).”

        Although the Koran says that Christians received the same punishment, throughout history the term “apes and swine” has largely been reserved for Jews, in both Shiite and Sunni traditions, from the founding of Islam nearly fourteen hundred years ago to today. [“Muslim Clerics – Jews Are the Descendants of Apes, Pigs, And Other Animals,” Jewish Virtual Library, November 2002.]

        The Saudi sheikh Abdul Rahman al-Sudais, imam at the Grand Mosque in Mecca (Masjid al-Haram) called Jews pigs and monkeys. He also preached that Jews are “the scum of the human race, the rats of the world, the violators of pacts and agreements, the murderers of the prophets, and the offspring of apes and pigs.” [Charles Moore, “Where is the Gandhi of Islam?” The Telegraph, 9 July 2005.]

        Al-Sudais is just one among many Muslim preachers promoting the same message. Many other leading Muslim clerics in the Middle East have also been preaching that Jews are swine and monkeys.

        Schwierig-schwierig. Aber das bringt mich auf eine Idee. Schauen, Sie: Den Koran und die Tausenden von Aussagen maßgeblicher Mohämmer kann man nicht aus der Welt schaffen. Der Reformweg, den gutmeinende Muslime wie Bassam Tibi vorschlagen, ist nicht praktikabel.
        Ich schlage eine kopernikanische Wende vor. Nicht der Islam soll sich ändern, sondern unser Blick auf die Affen und Schweine. Die gilt es weltweit zu rehabilitieren. Werbefachleute könnten in Zusammenarbeit mit den Leitmedien den Affen und Schweinen ein positives Image verpassen, so dass es eine Ehre wird, mit ihnen verglichen zu werden. Thomas ex Gotha gibt schon die Richtung vor: „im Kern sind wir aber auch alle Schimpansen“. Ich würde sagen: Ab da weiter.

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      • Aristobulus schreibt:

        … alsors, da, wo man nicht primitiv ist, mag man Schimpasen und Orang-Utans und Gorillas als Ähnliche oder fast Gleiche, und da findet man auch Schweine nett, wohl wegen ihrer Nasen, oder weil sie nicht ganz schafsdoof sind.
        Jedoch da, wo man primitiv ist & bleibt & primitiven Verwünschungen anhängt, also in Moschee oder aufm Schulhof, wird man immer wen veräffen oder zu Sau machen, und wenn nicht den Jud‘, wen dann?

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      • Thomas ex Gotha schreibt:

        @ schum 74: Damit bei zufälligen Mitlesern hier kein falscher Eindruck entsteht: Mein Zitat, dass wir alle „im Kern Schimpansen“ seien, hat mit dem Thema, das Sie anschneiden, nullkommanichts zu tun, sondern diente zur Einordnung eines Zitates von Josef Fischer, es sei die EU „im Kern antinational“. Es: ging mir nicht um Primatentum als solches, sondern um die Formulierung „im Kern“.

        Aber, a propos Primatentum: „linkes Primatentum“ und „kretinöse Organismen“ verortet ein anderer Kommentator bei all denjenigen, die mit der Parole „Bomber Harris do its again“ die richtigen Lehren aus Churchills Erkenntnis, man habe die Deutschen entweder an der Gurgel oder zu den Füßen, gezogen haben und, bevor ersteres der Welt widerfahre, provokante, wenn auch substanzlose Drohungen für klüger als Appeasement halten.
        Mit Einschätzungen zu Verstandesleistungen sollte sich aber zurückhalten, wer den Alliierten unterstellt, sie hätten bewusst oder unbewusst Hitlergegner bombardiert („Es waren nämlich die Arbeiter-Vororte und -Siedlungen, die besonders intensiv bombardiert wurden, obwohl gerade sie den hartnäckigsten Widerstand gegen das aufkommende Hitlertum erbrachten.“). Oder ist das alles nicht so gemeint? Wenn es aber nicht so gemeint ist, empfiehlt es sich, solche Sätze besser gar nicht erst zu schreiben oder anders zu formulieren oder, wenn man damit Probleme hat, das Schreiben ganz sein zu lassen. Zumal es schwierig sein dürfte, für diese Behauptung Belege zu finden.
        Auch die folgende Behauptung („Die “Intellektuellen” verkuschelten sich zu diesem Zeitpunkt bereits im warmen Gedärm des Führers.“) ist zum einen richtig, wenn man sich auf (den später sich enttäuscht verkrümelnden) Benn oder Heidegger beschränkt, trifft aber auf andere, die fliehen mussten, weil sie Juden oder Linke oder beides waren, ebensowenig zu wie auf diejenigen, die ermordet oder gequält wurden. Wenn der Kommentator, dem verborgen geblieben ist, dass auch Klemperer ein Intellektueller war, sich ein wenig mit dem Schicksal Erich Mühsams oder Carl von Ossietzkys befasst hätte, würde er sich für seine Formulierung ebenso schämen wie für seine Anführungszeichen, die von nichts anderem erzählen als von einem bedauernswerten Ressentiment.

        Die Kriegsverbrechen begannen von deutscher Seite am 1.9.1939 mit der Bombardierung von Wieluń. Dass irgendwann die Mittel fehlten, den Alliierten etwas entgegenzusetzen, wer würde das bedauern? Und wer würde bezweifeln, dass in diesem Land nicht die wenigen Menschen mit „Bomber Harris do it again“-Plakaten das Problem sind, sondern die weitaus zahlreichere Menge derjenigen, die sich von Jörg Friedrich erzählen lassen, die Bomberbesatzungen seien „Einsatzgruppen“ und der Bombenkrieg ein „Holocaust“ gewesen?

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      • schum74 schreibt:

        Wenn ich Sie durch Herausnahme einer Zeile aus ihrem Kontext dazu verführt habe, sich überhaupt zu Wort zu melden, dann macht es mich froh. Mit Ihrem längeren Beitrag lancieren Sie eine Diskussion neu, die zu früh abzubrechen drohte.
        Ich selbst habe vor Jahren auf TiN meinen Sack geleert, wie man auf Französisch sagt, so dass mir zum Thema nichts zu sagen übrig bleibt, aber ich lese die Kommentare mit Spannung.

        Nur eine Lanze für Gottfried Benn. Womit hat es der beachtliche Dichter verdient, in einem Atemzug mit dem Karrieristen und Vulgär-Antisemiten Martin Heidegger in einem Satz genannt zu werden? „Verkrümelt“ hat sich Benn bereits 1932, also noch vor der Machtergreifung. Gibt es kein Recht auf Falscheinschätzung? Rektor Heidegger dagegen trat 1933 in SA-Uniform an der Freiburger Uni auf. Ein Unterschied, nicht?

        „Die Judenschaft ist im Zeitraum des christlichen Abendlandes, d. h. der Metaphysik, das Prinzip der Zerstörung.“ (Schwarze Hefte, 1942)

        Nicht von Gottfried Benn.

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      • Gutartiges Geschwulst schreibt:

        @Thomas ex Gotha: “… “linked Primatentum” und “kretinöse Organismen” verortet ein anderer Kommentator bei all denjenigen, die mit der Parole “Bomber Harris do its again” die richtigen Lehren aus Churchills Erkenntnis, man habe die Deutschen entweder an der Gurgel oder zu den Füßen, gezogen haben…”

        Wir leben nun mal nicht mehr im 3. Reich, und wer trotz dieser gänzlich veränderten Umstände noch nach der Bombardierung unschuldiger Zivilisten verlangt, ist ein kretinöser Organismus!

        @Thomas ex Gotha: “… wer den Alliierten unterstellt, sie hätten bewusst oder unbewusst Hitlergegner bombardiert … Zumal es schwierig sein dürfte, für diese Behauptung Belege zu finden.”

        Zur gefälligen Beachtung:
        http://www.spiegel.de/einestages/us-geheimprojekt-a-947518.html
        http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-46275315.html
        http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-43160481.html

        @Thomas ex Gotha: “Wenn der Kommentator, dem verborgen geblieben ist, dass auch Klemperer ein Intellektueller war, sich ein wenig mit dem Schicksal Erich Mühsams oder Carl von Ossietzkys befasst hätte, …”

        Woher glauben Sie zu Wissen, dass mir die Schicksale der drei Genannten “verborgen geblieben” sind?

        @Thomas ex Gotha: “… würde er sich für seine Formulierung ebenso schämen wie für seine Anführungszeichen, die von nichts anderem erzählen als von einem bedauernswerten Ressentiment.“

        Offensichtlich ist Ihnen einiges verborgen geblieben, Herr ex Gotha, sonst wüssten Sie, dass ich keinem bedauernswerten Ressentiment unterliege, sondern Sie einer bedauernswerten Unkenntnis.
        In welcher Diktatur des Zwanzigsten Jahrhunderts haben denn Intellektuelle eine halbwegs rühmliche Rolle gespielt? Abgesehen von wenigen Ausnahmen, die ich auf das Höchste verehre, waren Intellektuelle doch die willfährigsten und korruptesten KÖTER von allen!
        Waren es nicht Professoren und Studenten, die Bücherverbrennungen organisierten?
        Waren es nicht Ärzte, die Menschenversuche und Euthanasie durchführten?
        Waren es nicht Kulturschaffende, die Propaganda betrieben?
        Waren es nicht Geistliche, die Waffen segneten?
        Waren es nicht Wissenschaftler, die Vernichtungswaffen konstruierten?
        Waren es nicht Lehrer, die unschuldige Kinder indoktrinierten?
        Waren es nicht Juristen, die das Gesetz zur Mordwaffe machten?
        Waren es nicht einfältige Skribifaxe aus aller Welt, die 1934 zum Schriftstellerkongress nach Moskau reisten, um die großen Verdienste des Genossen Stalin zu preisen, nachdem dieser bereits Millionen von Menschen ausgerottet hatte?
        Nu ja, und sind es nicht in ekelhafter Fortsetzung die heutigen Intellektuellen, die zu schwachsinnig sind, um diese klaren Tatsachen zu begreifen?

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      • Aristobulus schreibt:

        Zu Fischers Äußerung über den Kern und zum Koran mit seinen Tiiieren:
        Nu, indem der grüne Fischer sagte, die EU sei im Kern äffisch und schweinisch (sagte er nicht so?), ist er doch mal für eine halbe Sekunde über seinen Schatten gehupft, denn alles Äffische und Säuische ist dazu im Kern antinational (sagte er so?), ist also internationalistisch verschworen, so wie der Jud‘ halt, der schiitischerseits hinter den Sunniten steckt und sunnitischerseits hinter den Schiiten steckt, und der für Beide hinter den USA steckt, hinter Taifunen, und hinter widersprechenden Ehefrauen. Weswegen der Jud‘ für die an-, an- und anwachsende Zahl der Primitiven ein Aff und ein Schwein in just diesem Sinne bleiben wird.
        Wobei leider der Fischer damit nur den Rand des Kerns gestreift hat, nein, nichtmal den alleräußersten. So ist der Fischer, er redet gern über allerlei Kerne, ist sich jedoch viel zu fein für Weiteres.

        P.S.
        * wieder ernstwerd‘ *
        Zu den Zielen der Bombenabwürfe auf deutsche Städte: Etwa in Hamburg wurden die Arbeiterviertel in der Tat am Schlimmsten von allen Stadtvierteln getroffen. Warum: Weil dort 1) die Eisenbahngleise hindurchführten (Barmbek, Wandsbek, Rothenburgsort, Hamm, Harburg), und weil dort 2) die Industriekanäle hindurchführten.

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      • Gutartiges Geschwulst schreibt:

        @Thomas ex Gotha: “… “linked Primatentum” und “kretinöse Organismen” verortet ein anderer Kommentator bei all denjenigen, die mit der Parole “Bomber Harris do its again” die richtigen Lehren aus Churchills Erkenntnis, man habe die Deutschen entweder an der Gurgel oder zu den Füßen, gezogen haben…”

        Wir leben nun mal nicht mehr im 3. Reich, und wer trotz dieser gänzlich veränderten Umstände noch nach der Bombardierung unschuldiger Zivilisten verlangt, ist ein kretinöser Organismus!

        @Thomas ex Gotha: “… wer den Alliierten unterstellt, sie hätten bewusst oder unbewusst Hitlergegner bombardiert … Zumal es schwierig sein dürfte, für diese Behauptung Belege zu finden.”

        Zur gefälligen Beachtung:
        http://www.spiegel.de/einestages/us-geheimprojekt-a-947518.html
        http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-46275315.html

        @Thomas ex Gotha: “Wenn der Kommentator, dem verborgen geblieben ist, dass auch Klemperer ein Intellektueller war, sich ein wenig mit dem Schicksal Erich Mühsams oder Carl von Ossietzkys befasst hätte, …”

        Woher glauben Sie zu Wissen, dass mir die Schicksale der drei Genannten “verborgen geblieben” sind?

        @Thomas ex Gotha: “… würde er sich für seine Formulierung ebenso schämen wie für seine Anführungszeichen, die von nichts anderem erzählen als von einem bedauernswerten Ressentiment.“

        Offensichtlich ist Ihnen einiges verborgen geblieben, Herr ex Gotha, sonst wüssten Sie, dass ich keinem bedauernswerten Ressentiment unterliege, sondern Sie einer bedauernswerten Unkenntnis.
        In welcher Diktatur des Zwanzigsten Jahrhunderts haben denn Intellektuelle eine halbwegs rühmliche Rolle gespielt? Abgesehen von wenigen Ausnahmen, die ich auf das Höchste verehre, waren Intellektuelle doch die willfährigsten und korruptesten Köter von allen!
        Waren es nicht Professoren und Studenten, die Bücherverbrennungen organisierten?
        Waren es nicht Ärzte, die Menschenversuche und Euthanasie durchführten?
        Waren es nicht Kulturschaffende, die Propaganda betrieben?
        Waren es nicht Geistliche, die Waffen segneten?
        Waren es nicht Wissenschaftler, die Vernichtungswaffen konstruierten?
        Waren es nicht Lehrer, die unschuldige Kinder indoktrinierten?
        Waren es nicht Juristen, die das Gesetz zur Mordwaffe machten?
        Waren es nicht einfältige Skribifaxe aus aller Welt, die 1934 zum Schriftstellerkongress nach Moskau reisten, um die großen Verdienste des Genossen Stalin zu preisen, nachdem dieser bereits Millionen von Menschen ausgerottet hatte?
        Nu ja, und sind es nicht in ekelhafter Fortsetzung die heutigen Intellektuellen, die zu schwachsinnig sind, um diese klaren Tatsachen zu begreifen?

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      • Gutartiges Geschwulst schreibt:

        @Thomas ex Gotha: “… “linked Primatentum” und “kretinöse Organismen” verortet ein anderer Kommentator bei all denjenigen, die mit der Parole “Bomber Harris do its again” die richtigen Lehren aus Churchills Erkenntnis, man habe die Deutschen entweder an der Gurgel oder zu den Füßen, gezogen haben…”

        Wir leben nun mal nicht mehr im 3. Reich, und wer trotz dieser gänzlich veränderten Umstände noch nach der Bombardierung unschuldiger Zivilisten verlangt, ist ein kretinöser Organismus!

        @Thomas ex Gotha: “… wer den Alliierten unterstellt, sie hätten bewusst oder unbewusst Hitlergegner bombardiert … Zumal es schwierig sein dürfte, für diese Behauptung Belege zu finden.”

        Zur gefälligen Beachtung:

        http://www.spiegel.de/einestages/us-geheimprojekt-a-947518.html

        @Thomas ex Gotha: “Wenn der Kommentator, dem verborgen geblieben ist, dass auch Klemperer ein Intellektueller war, sich ein wenig mit dem Schicksal Erich Mühsams oder Carl von Ossietzkys befasst hätte, …”

        Woher glauben Sie zu Wissen, dass mir die Schicksale der drei Genannten “verborgen geblieben” sind?

        @Thomas ex Gotha: “… würde er sich für seine Formulierung ebenso schämen wie für seine Anführungszeichen, die von nichts anderem erzählen als von einem bedauernswerten Ressentiment.“

        Offensichtlich ist Ihnen einiges verborgen geblieben, Herr ex Gotha, sonst wüssten Sie, dass ich keinem bedauernswerten Ressentiment unterliege, sondern Sie einer bedauernswerten Unkenntnis.
        In welcher Diktatur des Zwanzigsten Jahrhunderts haben denn Intellektuelle eine halbwegs rühmliche Rolle gespielt? Abgesehen von wenigen Ausnahmen, die ich auf das Höchste verehre, waren Intellektuelle doch die willfährigsten und korruptesten Köter von allen!
        Waren es nicht Professoren und Studenten, die Bücherverbrennungen organisierten?
        Waren es nicht Ärzte, die Menschenversuche und Euthanasie durchführten?
        Waren es nicht Kulturschaffende, die Propaganda betrieben?
        Waren es nicht Geistliche, die Waffen segneten?
        Waren es nicht Wissenschaftler, die Vernichtungswaffen konstruierten?
        Waren es nicht Lehrer, die unschuldige Kinder indoktrinierten?
        Waren es nicht Juristen, die das Gesetz zur Mordwaffe machten?
        Waren es nicht einfältige Skribifaxe aus aller Welt, die 1934 zum Schriftstellerkongress nach Moskau reisten, um die großen Verdienste des Genossen Stalin zu preisen, nachdem dieser bereits Millionen von Menschen ausgerottet hatte?
        Nu ja, und sind es nicht in abstoßender Fortsetzung die heutigen Intellektuellen, die zu schwachsinnig sind, um diese klaren Tatsachen zu begreifen?

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      • Aristobulus schreibt:

        „In welcher Diktatur des Zwanzigsten Jahrhunderts haben denn Intellektuelle eine halbwegs rühmliche Rolle gespielt? „

        Just dieser ist der Kern der Sache, Gutartiges… ob’s einem nun gefällt oder nicht, oder ob man’s nur mal ganz kurz wahrhaben will, nicht?
        À propos, zum Tagesgeschehen: Der durchaus intelletelle iranische Präsident Rouhani hat heute die Rache Allahs aufgefordert, sich über Saudi-Arabien zu ergießen. Zuvor hatten durchaus intelletelle Saudi-Imame 47 Schiiten (unter denen etwa 46einhalb Intelletelle gewesen sind, indem sie einem anderen intelletellen Terror anhängen als dem saudisch-intelletellen Terror) hinrichten lassen.
        So weit zur rühmlichen Rolle der weitaus allermeisten Intellektelluellen zu jeder Zeit. Auch Todenhöpfer, Augenstein und die Rothsche sind welche.

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      • Gutartiges Geschwulst schreibt:

        Eines muss man dieser Kommentarfunktion lassen, sie kennt nur entweder alles oder nichts.

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      • Gutartiges Geschwulst schreibt:

        @Aristobulus: „So weit zur rühmlichen Rolle der weitaus allermeisten Intellektelluellen zu jeder Zeit. Auch Todenhöpfer, Augenstein und die Rothsche sind welche.“

        So ist es, lieber Aristobulus. Die windigen Augensteine und Totenhüpfer, die sich heutzutage als die Nachfolger Tucholskys oder Ossietzkys begreifen, sind in Wirklichkeit die Nachfolger Hugenbergs oder Streichers.
        Die Rothsche hingegen erscheint mir eher als die Nachfolgerin der treuen Blondi.
        Zur Erinnerung:
        https://de.wikipedia.org/wiki/Blondi

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      • Thomas ex Gotha schreibt:

        Man könnte auch die Area Bombing Directive zitieren: „It has been decided that the primary objective of your operations should be focused on the morale of the enemy civil population and in particular the industrial workers“. Aber nicht nur Harris dürfte klar gewesen sein, dass die Wahrscheinlichkeit, mit den Bomben auch einen Widerstandskämpfer zu treffen, leider sehr gering war.

        Interessant zu erfahren, dass auch Lehrer, Priester, Ärzte und Juristen zu den Intellektuellen gezählt werden, ohne welche keine Diktatur funktionieren kann. In der Tat. Gut, dass es einer den „willfährigsten und korruptesten KÖTERn von allen“ mal so richtig zeigt. Es fehlen nur noch die Wirtschaftswissenschaftler (Schacht) und Architekten (Speer). Gut auch, dass im Nachhinein die „einfältigen Skribifaxe aus aller Welt, die 1934 zum Schriftstellerkongress nach Moskau reisten“, ihr Fett wegbekommen. Isaak Babel und Karl Radek werden es im Nachhinein bedauern, nicht schon zu Lebzeiten auf diesen Text gestoßen zu sein, und auch Klaus Mann und Oskar Maria Graf würden sich über diese Einschätzung sicherlich gefreut haben.

        P.S.: Ben ist in der Tat nicht mit Heidegger zu vergleichen, allein schon, weil er deutsch schrieb. Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass er als kommissarischer Vorsitzender der Sektion Dichtkunst in der Preußischen Akademie der Künste 1933 von den Mitgliedern folgende Loyalitätserklärung verlangte: „Sind Sie bereit unter Anerkennung der veränderten geschichtlichen Lage weiter Ihre Person der Preußischen Akademie der Künste zur Verfügung zu stellen? Eine Bejahung dieser Frage schließt die öffentliche politische Betätigung gegen die Reichsregierung aus und verpflichtet Sie zu einer loyalen Mitarbeit an den satzungsgemäß der Akademie zufallenden nationalen kulturellen Aufgaben im Sinne der veränderten geschichtlichen Lage.“ „Orpheus am Machtpol“ hat Klaus Theweleit genannt, und Benn sollte sein Vorpreschen bald bereuen, nicht nur weil ihn die Nazis, vor allem Börries von Münchhausen, wegen seiner expressionistischen Vergangenheit und seiner angeblichen jüdischen Herkunft attackierten, sondern weil es ihn wohl auch sonst grauste.

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      • Thomas ex Gotha schreibt:

        Benn.

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      • Gutartiges Geschwulst schreibt:

        @Thomas ex Gotha: „Es fehlen nur noch die Wirtschaftswissenschaftler (Schacht) und Architekten (Speer).“

        Stimmt, die hätten meine Aufzählung eindrucksvoll bestätigt. Vielen Dank, Herr ex Gotha, für diesen hilfreichen Nachtrag.

        @Thomas ex Gotha: „Isaak Babel und Karl Radek werden es im Nachhinein bedauern, nicht schon zu Lebzeiten auf diesen Text gestoßen zu sein, …“

        Stimmt ebenfalls, da ihre Lebzeiten in diesem Falle etwas länger ausgefallen wären.

        @Thomas ex Gotha: „… und auch Klaus Mann und Oskar Maria Graf würden sich über diese Einschätzung sicherlich gefreut haben.“

        Warum gleich das Schlimmste annehmen? Vielleicht würden sie sich auch geschämt haben.

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      • Aristobulus schreibt:

        Dazu fällt mir nur ein Satz ein:
        Wer 1934 im Angesicht der sowjetischen Gräuel wirklich nach Moskau fuhr, um da pervers zu applaudieren und sich un unterwerfen!, der war einfach nur zu schamlos verbohrt, zu hilflos fanatisiert und zu verdorben skrupellos für alles sonst.

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      • Aristobulus schreibt:

        … Klaus Mann vielleicht nicht. Er war wohl nichts als hilflos.

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      • Gutartiges Geschwulst schreibt:

        @Aristobulus: „Klaus Mann vielleicht nicht. Er war wohl nichts als hilflos.“

        Und wohl auch sauber, trotz aller Verblendung.

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      • Thomas ex Gotha schreibt:

        „sauber, trotz aller Verblendung“: ein ebenso obszöner wie prätentiöser Mumpitz.

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      • Aristobulus schreibt:

        Warum?
        Lebenstüchtig war er nun mal nicht, der Klaus Mann. Etwas Prätentiöses hatte er dazu. Wohl hat er sich deshalb mit kommunistischem Mumpitz abgegeben? Er hatte nichts davon!, gar nichts

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      • Gutartiges Geschwulst schreibt:

        @Thomas ex Gotha ”: ein ebenso obszöner wie prätentiöser Mumpitz.“

        So sprach der Gott der geistigen Kassenpatienten, bevor er unfehlbarte.

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  11. Gutartiges Geschwulst schreibt:

    Es soll Ihnen und Euch GUTGEHEN, @anti3anti und liebe Mitkommentatoren! Ein fettes und nahrhaftes ZWEITAUSENDSECHZEHN möge allen beschieden sein.
    Sollte der Fettgehalt nicht ausreichen, werde ich 2017 nachreichen.

    Gefällt 3 Personen

  12. Jan schreibt:

    Wenn ich zusammenfassen darf: Gewalt, die bei der Etablierung eines totalitären Systems hilft, ist für Frau Wagenknecht ebenso wie für Islamisten immer gerechtfertigt, ja sogar heilige Pflicht. Gewalt, die zur Verteidigung einer demokratischen und pluralistischen Gesellschaft eingesetzt wird, ist natürlich verbrecherisch.
    So viele bekannte Namen hier! Da wünsche ich Allen, und besonders Euch, Ari und Mike, ein gutes neues Jahr!

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  13. Hessenhenker schreibt:

    Alles Gute zum Geburtstag, liebes Neues Jahr!

    Gefällt 2 Personen

  14. mike hammer schreibt:

    in dem zusammenhang dresdens bombardierung zu diskutieren ist,
    mit verlaub ungeschickt.

    war dresden ein einzelfall? nein.
    waren die allierten in
    kriegsverbrechen
    verwickelt?
    gewiss.
    war die bombardierung deutschlands
    falsch? wenn man verlieren wollte
    sicher.
    hätte man deutschland ohne die
    bombenangriffe geschlagen,
    ohne größeren verlust
    an menschen?
    ich glaub
    nein.
    ist der schutz feindlicher zivilisten
    vorrangig vor der sicherheit der
    eigenen soldaten?
    ich weis es nicht, eigentlich sollte
    es so sein, wenn der soldat
    nicht mein kind, das
    meines verwandten oder landsmannes ist…..

    es kann nicht eine seite auf multiplen genozid aus sein und die andere
    nachträglich die moralkodizi
    der kommenden zeiten
    erfüllen und 1944-45
    war dresden, das emtledigen
    von gefangenen oder
    entsorgen von
    fahnenflüchtigen eher üblich
    als eine große sache.
    was weder dresden, noch leningrads
    aushungerung oder coventry
    zu einer geringeren
    tragödie macht, vor der ich nur
    entsetzt erstarren kann.

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  15. schum74 schreibt:

    Ein Satz von Ceterum Censeo (01.01.2016, 8:08 nachmittags) geht mir nicht aus dem Sinn:

    „Ich bin Vater und erst viel später Deutscher, und ich möchte nicht gegrillt werden, wie Churchill zu sagen beliebte, und meine kleine Tochter im Zinkeimer zum Friedhof tragen, nur weil die von meinen verblödeten Gutmitmenschen gewählten Verbrecher mein Land zum Feind Europas machen oder sich von unseren Feinden dazu benutzen lassen, uns zum Sündenbock zu machen, wie damals auch geschehen!“

    In die Gefühlslage kann ich mich gut hineinfinden, auch wenn die Beschreibung mir unrichtig erscheint.
    Die Öffnung Europas für den Islam (Menschen und Ideologie) ist kein deutsches Projekt, sondern ein westeuropäisches Projekt seit genau 1973 (Ölschock mit Folgen). Es ist zwar richtig, dass die Merkel-Regierung die Übernahme Europas durch den Islam enorm forciert, doch eingeleitet hat sie sie nicht. Wer wird Deutschland bombardieren wollen, wenn die Westeliten, einschl. USA, mit Mohämme sympathisieren? Oder meinst Du, Ceterum, dass Polen oder Ungarn irgendwen hier grillen wird?

    Und nein, Ceterum, NS-Deutschland ist nicht zum Sündenbock gemacht worden, es hat gesündigt.

    Doch verstehe ich die Ohnmacht, die aus den Worten spricht. Wir sehen offenen Auges, wie eine dem Nationalsozialismus in nichts nachstehende Ideologie sich unaufhaltsam ausbreitet, und unternehmen nichts. Die wenigen, die den Mund aufreißen, werden mit Dreck beworfen und wie Dreck behandelt. So einsam wie ein Islam-Gegner heute ist in den 20er Jahren kein Kommunist gewesen. Die Kommunisten hatten ihre eigenen Anerkennungsquellen. Sie hatten ein Imperium hinter sich. Wen hat Geert Wilders hinter sich? Die kleinen Leute mit „kaltem Herzen“. Wobei hinzu kommt, dass im islamgegnerischen Lager sehr unterschiedliche Leute anzutreffen sind. Ich weiß: Die Résistance hat Rechtsextreme, Royalisten und Juden geeinigt – die Kommunisten sind erst nach dem Überfall auf die Sowjetunion eingestiegen ‒, doch macht das Gemisch die Dinge noch schwerer.

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    • Aristobulus schreibt:

      1973 – aber ja. Danke für Deinen Hinweis! Bat’Yeor hat akribisch dokumentiert, wer 1973 was beschlossen hat.

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    • ceterum censeo schreibt:

      Danke Schum, dem kann ich mich anschließen!
      Aus tagespolitischem Anlaß noch was zum Sündenbock: Gerade höre ich beispielsweise, wie der Sprecher aus der Göbbelsschnauze genüßlich die Drohung der EU gegen Polen verkündet, man werde wohl seine Regierung unter AUFSICHT stellen müssen, wegen eines Mediengesetzes, welches der EU nicht paßt. WIE BITTE??? Und wen vermutet nun ganz Europa als treibende Kraft hinter diesem EU-Monster? Uns böse Deutsche, obwohl wir unsere eigene Regierung und die in Brüssel morgen aufhängen würden, wenn wir uns trauten. Frau Le Pen, die man unverständlicher (oder sollte man eher verständlicher) Weise den Rechten zuordnet, obwohl ihre Forderungen ,von der Islamkritik abgesehen, linker nicht sein könnten, diese Frau beispielsweise hetzt bei jeder Gelegenheit die Franzosen gegen uns auf, obwohl wir deren Lotterleben finanzieren, die Griechen dito. Alle fühlen sich von uns bevormundet und werden es ja auch. Es gruselt einen, was zur Hölle geht hier eigentlich ab?
      PS.: Jetzt höre ich gerade, was den Zorn des Molochs erregte: Ein polnischer Verantwortlicher hat wohl im Zusammenhang mit dem in Rede stehenden Gesetz gesagt, man wolle keine Medienlandschaft aus Veganern und Radfahren und der Verherrlichung von Multikulti. Oje, das ist ja furchtbar! Vor allem, daß diese Aussage wohl der Großteil aller Europäer begrüßen wird, um es mal ganz vorsichtig auszudrücken.
      Viva Polonia!

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  16. Aristobulus schreibt:

    Hammer, Deine Beobachtung, dass es keine politische Rechte gebe, sondern nur eine Erfindung verschiedener Linken, um jeweils Andere zu Unperson zu machen (so würd‘ ich das interpretieren), geht mir seit drei Tagen im Hinterkopf herum.
    Denn: Wo sind sie faktisch und real, die Rechten?

    Was ist rechts?, mal eine Liste des Rechten aus dem Lamäng (das rechte Gedankengut, die Rechtsideologie) :

    1) Wenn einer meint, dass die eigene nationale Gruppe mehr Wert sei als andere, und wenn er nationale Minderheiten deswegen benachteiligen will (meint oder will aber keiner, nirgends).

    2) Wenn einer das Parlament, die allgemeinen Bürgerrechte, die Arbeiterrechte und die Abwählbarkeit von Regierungen abschaffen will, damit Großgrundbesitzer, Kirche und Generäle über die Kleinen und Wehrlosen bestimmen (solches will aber nichtmal die NPD, den die sind Sozialisten).

    3) Wenn einer für eine wertsetzende und vetoberechtigte, beherrschende Staatskirche und für die Staatsform des Franquismus oder Zarentums ist (real will das keiner!, keiner nirgendwo, außer ein paar verrückten, ewig-ikonostasierenden Altrussen).

    4) Wenn einer die Pressefreiheit und überhaupt die Meinungsfreiheit zugunsten von Anti-Blasphemieparagrafen und elitären Kadern abschaffen will, damit allein die Meinung der herrschenden Gruppe als natur- und gottgewollte Eigentlichkeit publiziert werde (real ist kein Einziger zu sehen, der das will, und Herr Gomez-Dávila, der das in der Tat wollte, ist zum Glück mausetot).

    5) Wenn einer für den Ständestaat wie einst im Austrofaschismus oder bei Ernst Jünger ist (wer?, keiner zu sehen).

    6) Wenn einer meint, Frauen seien zum Gebären und wegen der Ehre des Mannes da, hingegen Männer gehörten abgehärtet, damitse nicht schwul werden (des will aber kein Einziger auf weiter Flur).

    6) Wenn einer meint, dass jene, die nicht der eigenen Gruppe angehören, als Arbeitssklaven minderen Rechts zu halten seien (niemand auf weitester Flur will oder plant das).

    Das sind sie wohl nahezu vollständig, die Kriterien, was rechts ist.

    – Und Du hast bereits erraten, worauf ich hier so hinaus will🙂 :
    Die Einzigen, die all das wollen, all das im Détail, sind die Mohämmischen.
    Also entspricht der Scharia-Islam genauestens dem, was einst die Rechten wollten: Staatskirchentum, Kollektivismus, Despotie, Clanherrschaft, ewiger Krieg bis zur Erlösung, Herrenmenschen oben gegen Untermenschen unten.

    Wer unter den europäischen Rechten hat jedoch damit längst aufgeräumt!, wer unter den Rechten hat’s durchbrochen: Das war Bismarck im Jahr 1878, als er die Sozialversicherung und die Altersversorgung für Arbeiter gegründet hat, und als er im preußischen Herrenhaus die Antisemitenpartei kleingemacht hat. Bismarck blieb freilich sehr konservativ, aber politisch bekamen die Altrechten seitdem keine Chance mehr (ähnlich in anderen zivilisierten Ländern). Sie wurden obsolet.

    Bloß die Linken wollten später nie vergessen, was Marx ihnen über die rechte Gefahr geschrieben hatte, als sie noch aktuell gewesen war. Linkerseits wird seitdem die Realität verleugnet. Seit dem späten 19. Jahrhundert denunzieren Linke einander als gern Rechtsabweichler, also als orwellsche Gedankenverbrecher, und linke Kollektivisten bekämpfen andere Kollektivlinke nun mal bis aufs Messer.
    – Nazis (national-sozialistische Kollektivisten) und Kommunisten (inter-nationale Kollektivisten) haben einander in Massen totgeschossen, bis die Republik endlich in die Hände der Kollektivisten gefallen und komplett zerschlagen worden ist.
    – Die KpdSU hat jeden außer der jeweils herrschenden Machtgruppe vernichtet.
    – Die französische Linke hat in den 1930er Jahren die allgemeine Abrüstung durchgesetzt, damit die anderen, deutschen Nationalsozialisten leichtes Spiel bekamen. Insgleichen haben die französischen Linken dann mehrheitlich mit den Nazis kollaboriert…
    – Und dort, wo derzeit Linke oder Diffuslinke herrschen, unterstützen sie großmehrheitlich den Islamizismus.

    Fazit.
    Was ist also rechts: Der Traum von Scharia und von endloser Zwangs-Eigentlichkeit.

    Wer keine Scharia und keinen Ständestaat und keine Despotie und keine Oberpriester als Blutrichter will, der ist liberal oder fortschrittlich oder konservativ oder humanistisch.
    Die einzig Rechten, für welche die Bezeichnung rechts überhaupt zutrifft, die Feinde der offenen Gesellschaft und des Pluralismus und des Individualismus, sind die Islamiker. Deren Unterstützer ja Erfüllungsgehilfen waten tief im rotbraunen Giftschlamm der erträumten, pseudo-edlen, herren-bessermenschelnden Barbarei.

    P.S.
    Wenn alles grad noch gutgeht!, wenn es also nicht zu einem kollektivistischen Scharia-Umsturz kommt, der die liberalen Gesellschaften so hinwegfegt, wie der IS derzeit alles wegsprengt und köpft und kazettisiert und polpotisiert!, wird man in hundert Jahren diese ganze Links-Rechts-Sache ganz anders als heute betrachten. Dann wird man objektiv entsetzt sein über zweihundert Jahre Dauerweltkrieg der verblendeten Kollektivisten untereinander.
    Und man wird analysiert und es VERHINDERT haben, was zum Teufel die Leutz‘ generationenlang dazu gebracht hat.

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    • mike hammer schreibt:

      @ Aristobulus

      so wie du das beschreibst
      verstehe ich mich erst richtig.😉

      alles richtig
      und wenn du Links als religion
      betrachtest und nicht als
      politische ausrichtung.
      sind Linke die Rechten die sie
      zu bekämpfen vorgeben wollen,
      oder so.

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      • mike hammer schreibt:

        sozialismus
        eine theologie die verspricht
        das wenn sich die menschen in
        tiefem glauben an den sozialistentum hinter
        dem Gottkönig und seinen Propheten vom Politbüro
        sammeln, eine paradisisch leuchtende zu schöpfen.

        die un und falschgläubigen erwartet der tod!

        Gefällt 1 Person

      • Aristobulus schreibt:

        Nu, selbst in der DDR oder unterm Breschnjew wurd‘ man net gleich derschoss’n, sondern man wurde freundlich kaltgestellt, verlor seine Anstellung und kam vielleicht nach Bautzen, nur zu seinem Besten, um da bis zum Kotau vegetieren zu müssen. Wer keinen Kotau machte, blieb halt ein Volksfeind.

        Den Akif Pirincçi hat man ja neulich auch nur zur Unperson gemacht, schön in vorauseilendem Gehorsam, seine Buchverträge wurden allesamt gekündigt, und Amazon hat sich nur nach Protesten bereitgefunden, seine Katzenbücher wieder zu verkaufen.
        Aber man hat ihn leben lassen. Is‘ des net nett?

        So schön, nett und freundschaftlich ist der Diffussozialismus: Über wen Einer behauptet, er sei ausgeschert, gilt er als Faschistrassist, noch bevor’s Einer behauptet.

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    • Gutartiges Geschwulst schreibt:

      Klasse, lieber Aristobulus, dem kann ich wirklich nichts mehr hinzufügen.

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    • Frase0815 schreibt:

      Lieber Aristobulus,

      bin gerade erst über Deinen Beitrag Januar 6, 2016 um 3:49 nachmittags gestolpert und woltte, statt profan auf „Gefällt“ zu klicken, Danke sagen!
      Starker und m.E. die Nagelköpfe nur so wegballernder Kommentar. Da füge ich doch glatt dem Gutartigen hinzu, dass dem wirklich nichts mehr hinzuzufügen ist.

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