Fluch und Flucht

Die Verarmten Griechenlands verelenden vollkommen. Die Arbeitslosigkeit in Griechenland ist derart hoch, dass die offiziellen Zahlen ihr nicht gerecht werden. Wer sein Bauspardarlehen nicht pünktlich bedient, findet sich obdachlos auf der Straße wieder. Das bisher Eingezahlte ist futsch, da die Preise für Immobilien ins Bodenlose rutschen. Erwachsene Kinder ziehen mit ihren Familien zu den alten Eltern, da sie sich Miete und Heizung nicht leisten können. Wer in einem Krankenhaus behandelt werden will – ob es notwendig ist oder nicht, sei dahingestellt – muss Medikamente, Verbandszeug und Bettwäsche mitbringen. In den Gefängnissen herrscht drangvolle Enge, sogar in deren Leichenhallen. In ganz Griechenland steigt die Selbstmordrate.

Wer ist schuld an der Misere? Alle! Die Griechen haben über ihre Verhältnisse gelebt, nachdem sie sich den € erschlichen hatten. Die reichen Europäer unter der Führung Deutschlands haben die Verschwendung über lange Zeit gefördert, da sie als Exportnationen stark daran profitiert haben. Die Schulden werden ja in derselben Währung beglichen! €€ kann man drucken und die EZB unter Mario Draghi macht reichlich Gebrauch davon. Es ist verständlich, dass arme Griechen und andere wenig begüterte Europäer nur die Schattenseite davon bemerken: Die armen Europäer erhalten weniger Geld und müssen mehr ausgeben, bis sie alle zu Griechen und wie solche behandelt werden.

Gleichzeitig gibt Deutschland Geld ohne Obergrenze aus, um arabische Flüchtlinge aus dem islamischen bis islamistischen Morgenland menschenwürdig zu versorgen. Die Flüchtlinge erhalten ein Dach über den Kopf, unter welchem ein Einheimischer selten hausen möchte. Die Flüchtlinge verhungern nicht und brauchen nicht zu betteln. Bei ihrer Ankunft im Münchener Hauptbahnhof hat sich ein Ritual verfestigt: Die Flüchtlinge und ihre Kinder werden mit Teddybären beworfen, was dem modernen Willkommensgruß entspricht.

Bevor die Fliehenden das scheinbare Schlaraffenland betreten, müssen sie sich dessen würdig erweisen. Sie müssen bei der langen Flucht zu Fuß, mit untauglichen Booten, im Zug, bei Hitze und Kälte, bei Regen und Dürre beweisen, dass sie bereit sind, ihre Gesundheit und ihr Leben und das ihrer Kleinkinder und zuweilen ihrer Frauen zu opfern. Viele kräftige junge Männer fliehen ohne ihre Familie, die sie ihrem Schicksal überlassen. Es ist schwer vorauszusagen, ob die Flucht gefährlicher ist als das Verharren im Kriegsgebiet. Auch das Überleben der Flüchtlinge in „sicheren“ Nachbarstaaten ist gefährdet, da die reichen Staaten dieser Welt, darunter auch die EU mit Dragis EZB sich standhaft und erfolgreich weigern, die Fliehenden im Nahen Osten vom Verhungern zu bewahren.

Wir können uns nun fragen, warum wir unsere €-Griechen derart schäbig behandeln und die Araber aus dem islamistischen Morgenland so „fürstlich“ aufnehmen. Wir sind sicher, dass viele Griechen an ihrem harten Los mitschuldig sind. Doch sind die Araber aus dem islamistischen/islamischen Morgenland alle ohne Ausnahme schuldlos an ihrem Unglück?

Einige psychologisch tätige Weisen erklären die Willkommenskultur gegenüber den gewöhnlich muslimischen Arabern mit dem schlechten Gewissen der Deutschen, welches sie von ihren Groß- und Urgroßeltern geerbt und bisher weder verdaut, noch verarbeitet haben. Auch wenn man die muslimischen Flüchtlingen zu jüdischen Opfern umdeklariert, was befremdlich ist, da die Muslime aus arabischen Staaten kommen, in denen Antisemitismus Schulpflichtfach ist, erklärt das schlechte Gewissen der Deutschen nicht, warum die Griechen, die meist orthodoxe Christen sind, links liegengelassen werden. Dabei liegt die Antwort für jeden christliche sozialisierten Deutschen mit oder ohne Willen, das christliche Abendland gegen Islamisierung zu schützen, offen auf der Hand. Er muss lediglich das Neue Testament unter Lukas – Kapitel 15 gleich nach dem verlorenen Schaf und dem verlorenen Groschen (der verlorenen Drachme) die Geschichte „Vom verlorenen Sohn“ lesen. Diese neutestamentliche Parabel kennt kein Pendant in der Thora.

Das Gleichnis des verlorenen Sohnes ist schnell erzählt. Ein jüdischer Vater hat zwei Söhne. Nach damaligem Recht erbt der ältere Sohn ⅔ des Vermögens, der jüngere kann sich sein Erbe zu Lebzeiten des Vaters auszahlen lassen, um sich anderswo eine Existenz aufzubauen. Der jüngere Sohn verlangt und erhält sein Erbe und verlässt das von Gott den Juden gegebene Land, welches damals Judäa geheißen hat und heute Israel heißt. Der jüngere Sohn verspielt, versäuft und verhurt sein Erbe, sodass er zum Überleben sich als trefener (= nicht koscherer) Schweinehirt verdingen muss, was für einen koscheren Juden eine erniedrigende Arbeit ist. Der jüngere Sohn kommt auf den Gedanken, bei seinem Vater zu arbeiten, der ihn sicher besser behandeln wird. Er kehrt zu seinem Vater im jüdischen Land zurück, was damals problemlos vonstatten geht, da es weder Grenzbefestigungen, noch Muslime, noch Palästinenser gibt. Zu Hause angekommen, wird der jüngere Sohn wie ein wieder gefundener Sohn und nicht wie ein Bittsteller behandelt. Zur Freude seiner Widerkehr wird ein koscheres Kalb koscher geschlachtet, was damals problemlos vonstatten geht, da es keine antisemitischen Tierschutzorganisationen gibt, die als NGOs Geld von einer europäischen oder germanischen Regierung erhalten.

Verständlich, dass sich der ältere Bruder ärgert, der die ganze Zeit unter seinem Vater geschuftet und dessen Vermögen vermehr hat. Er beschwert sich, dass für ihn niemals ein koscheres Kalb koscher geschlachtet worden ist. Dem Vater ist der Vorwurf unangenehm. Er windet sich heraus mit der schwer nachvollziehbaren Begründung, dass der ältere Sohn die ganze Zeit mit seinem Vater verbracht und im Gegensatz zum jüngeren Bruder den Vater ununterbrochen genossen hat.

Schon die Kirchenväter versuchen sich in einer antisemitischen (damals: antijudaistischen) Deutung der Parabel, was heute Exegese heißt. Der Vater ist Gott(vater), der ältere Sohn der verstockte Jude, der jüngere Sohn der vom Heidentum bekehrte Christ. Somit ist es mehr als gerecht, dass sich der Jude abschuftet für etwas, was dem Christen selbst nach groben Ausschweifungen in den Schoß fällt.

Zurück zum arabischen Flüchtling und dem verdorrenden Griechen. Der griechische Christ spielt den älteren Sohn, den Juden, der dafür bestraft wird, dass er die heiligen Gesetze der EU verletzt hat. Der arabisch-muslimische Flüchtling ist der jüngere Sohn, der als Heide die Potenz in sich trägt, im Gegensatz zum Griechen oder zum Juden ein wahrer Europäer zu werden. Und der Vater? Gottvater ist Mario Draghi. Somit ist Draghi bedeutender als Gott, Allah, Abraham, Moses, Jesus und Mohammed gemeinsam. Keiner der Religionsstifter hat bisher im Entferntesten daran gedacht, unter der Thora, der Bibel oder dem Koran seine Unterschrift zu setzen. Mario Draghi unterschreibt jeden €-Geldschein. Denn der €-Geldschein ist für den EU-Bürger und insbesondere für die wirtschaftlich führenden Deutschen Thora, Bibel und Koran in einem, wenn nicht gar mehr.

Und so sind die Griechen verflucht und die Araber werden zur Flucht gezwungen. Nach mehr als 2.000 Jahren lassen die Europäer endlich vom Juden ab und finden neue Opfer.

Guantanamo-Auschwitz

Erschienen unter

https://www.fischundfleisch.com/anti3anti/fluch-und-flucht-14458

http://www.tabularasamagazin.de/artikel/artikel_6814/

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55 Antworten zu Fluch und Flucht

  1. caruso schreibt:

    Daß die Europäer je von den Juden ablassen werden, glaube ich nicht. Alles andere könnte wirklich so sein, wie Sie, lieber anti3anti, es beschreiben.
    lg
    caruso

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  2. zweitesselbst schreibt:

    Irgendwann wird noch jeder gegen jeden gehen.

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  3. schum74 schreibt:

    Das Streben nach Caritas oder Liebe/Güte bei Umgehung der Gerechtigkeit ist ein Webfehler des Christentums. Nicht von ungefähr hält das wirklichkeitsnahe Judentum an Chessed (Güte) und Zedek (Gerechtigkeit) gleichzeitig fest. Genauer: Es kann sich Chessed ohne Zedek nicht einmal vorstellen.

    Was für Unanständigkeiten herauskommen, wenn man 2000 Jahre lang Liebe ohne Gerechtigkeit predigt, hat der argentinische Papst in seinem Weihnachts-Twitter demonstriert: „Gott ist verliebt in uns“ (n-tv, 24.12.2015).

    „In uns“ – also in einen Jeden; in Samir Kuntar nicht minder als in die 4jährige Einat, deren Schädel Samir Kuntar mit einem Revolverkolben zertrümmert hat. Da freut sich aber ganz Israel.

    Kaum weniger unanständig finde ich in der Parabel das Verhalten des proto-christlichen Vaters zu seinem verdienstvollen Älteren. Und richtig: So verhalten sich heute Europas islamophile Eliten zu den Alteingesessenen. Sie lieben die mohämmischen Einwanderer, weil die sich um Europa nicht verdient gemacht haben. Sie ziehen sie den eigenen Völkern vor, weil das ungerecht ist.
    Wenn die Rotgrünen wüssten, wie durch und durch christlich sie sind: Es würde sie grauen.

    Und Nein, lieber anti3anti: Nichts deutet daraufhin, dass die Europäer nach 2000 Jahren vom Juden ablassen werden. Im Gegenteil. Warum sollten Judenfeinde gerade dann aufgeben, wenn Verstärkung aus dem Morgenland kommt?

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    • Bachatero schreibt:

      „Gott ist verliebt in uns. Er macht sich klein; so hilft er uns, seiner Liebe zu antworten“, so lautete es, glaub‘ ich zur Gänze und da ergeben sich, mit ausreichend Zynismus (hab‘ ich immer), neue Exegetische Möglichkeiten: Gott hat sich klein gemacht (Einat) um sich dann den Schädel einschlagen zu lassen (von Samir), um ihm Gelegenheit zu geben, seiner Liebe angemessen zu antworten. Der Papst hat einen tiefen Blick, vielleicht hören wir bald mehr Liebevolles von ihm.

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      • schum74 schreibt:

        Den Zynismus lass‘ ich mir gefallen.

        A propos groß: Ich hatte nicht gewusst, dass die päpstliche Botschaft weitergeht. Und plötzlich fallen mir wie Schuppen von den Augen: Kann es sein, dass die Christen keinen nahen Gott geschafft haben, wie ich immer gedacht hatte, sondern einen kleinen Gott? Dass die Menschwerdung des Gottes, zu dem sie beten, nicht auf Annäherung zielt, sondern auf Verkleinerung? Böse ausgedrückt: Ich liebe unter der Voraussetzung, dass du klein bist, ich also groß?
        Und welcher Europäer wird sich einem – wie heißt es? – „bildungsfernen“, triebgesteuerten Silvester-Mohämmer nicht überlegen fühlen?

        Über den danebigen Ausdruck „verliebt in uns“ statt „liebt uns“ will ich den Mantel der christlichen Barmherzigkeit ausbreiten. Sollte vermutlich wie „verknallt in uns“ klingen: jung, flockig und so.

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      • Bachatero schreibt:

        Sollten wir die Aussage nicht einfach als den verzweifelten Versuch eines alten Mannes sehen, seinen ihm selbst immer belangloser erscheinenden Gott zu retten? Oder ist er uns in Sachen subtiler Gotteserkenntnis einfach a weng überlegen? Die Götter „an sich“ kämpfen ja um „den Größten “ nicht erst seit heute, konnten aber eine Entscheidung bisher nicht herbeiführen, wobei es dem aus Mekka gelungen ist, sich in eine Favoritenposition zu drängen, wogen der aus Rom ein wenig, na ja, alt aussieht. Franziskus mag sich nun gedacht haben: „Was habe ich am Kampf um Größe, das machen die alle und alt seh‘ ich dabei auch noch aus. Was ist, wenn wir um „Kleine“ kämpfen? Der Kleinste unter uns, das soll der Größte sein.“ Zut, welch ein Gedanke. Da wird ihm keiner der anderen Götter folgen wollen und schon gar nicht der Mekkanische, der ja mit Gebeten wie „Ala ist groß, Ala ist mächtig, hat ’n Schwanz von 3,60“ verehrt wird, wie soll der beispielsweise durch ein Nadelöhr gehen, mit dem Ding?. Der 1. Platz ist dem Römischen sicher. So originell ist allerdings Franzen nun auch wieder nicht mit diesem Trick, denn er wurde ja schon vor langer Zeit einmal beim Flaschengeist, der sich gegen höhere Geister aufgelehnt hatte, angewendet: „Tjaaaa, wenn Du so geisschtig mächtig bist … aber in die Flasche zurück kannste wohl aber nicht … oder?“ Na, wir kennen das Ergebnis. Der Franz, der olle Papst, was hat er nur vor? Hier noch ein warnendes Bild, was bei der Evokation von Geistern durch underages passieren kann. Prost.

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      • schum74 schreibt:

        Wow, Bachatero! Groß!🙂

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      • Aristobulus schreibt:

        Einen nahen (menschgewordenen) Gott oder einen kleinen?

        Also ein Göttle haben die Christen sich gemacht, ein Damengöttle, weil ihnen die jüdische Ethik und der strengfromme jüdische Agnostizismus zu klar, zu anstrengend, zu fragendurchsetzt, zu kritikheischend, zu individualistisch, zu wissenschaftlich und überhaupt zu wenig mit Prunk, Hierarchien, Urbs-et-Orbs, Glitzer, Gloria, Rüschen, Weihrauch, Bling-Bling und vergoldeten Gipsstatuen zum sich davor Niederwerfen durchsetzt gewesen ist.

        Das Judentum macht ja nix in der Hinsicht her!, so überhaupt nix, gell?, und man muss da so viel lernen und vor Allem das Gelernte wieder bezweifeln, und man muss dem Rebben widersprechen, und man muss sich immer so verdammt lästige eigene Meinungen bilden. Tsiss. Alles so aaanstrengend und eh nur was für die da oben.
        Da glaubt man als Kathol‘ lieber, dass irgendwer in uns verliebt und ganz klein und süß sei, so teddybärchenartig, ein Glücksbärchi-Göttle für Damenherren, das nach Rosen duftet und allealle erlöst hat, indem’s in uns verknallt ist!, hach, und wir mussten nichtmal was dafür leisten!, das gab’s alles umsonst, und zwar, weil wir so toll sind: Bloß als Bestätigung dass wir alle ganz groß und ganz verklärt und ganz brav und ganz, ganz narzisstisch sein dürfen.
        Hach.

        P.S.
        Leutz‘, lasset uns sofort konvertieren, dann müssen wir endlich nicht mehr denken😀
        Tjaaa, aber wolle’mer zur Religion des Kleinseins konvertieren oder zu dieser anderen Akbar-Pseudoreligion des Herrenmenschendaseins? Wolle’mer lieber mittelklein schwachsinnisieren oder lieber mittelkleinlich massakrieren?
        *sucht den Würfel*

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      • Bachatero schreibt:

        Wer seinen Würfel zur Wahl des richtigen Gottes jetzt nicht gleich findet, der möge sich ein Stück weit an folgenden, aus römisch-evangelischen Kreisen stammenden, kleinen Handreichungen orientieren:

        -Seid kleinmütig, nicht großmütig.
        -Im Kleinen ist gut greinen.
        -Früh übt sich, was recht klein werden will.
        -Seid kleinwüchsig, meidet den Großwuchs.
        -Den Kleinwüchsigen wird der Erdkreis (Scheibe) gehören.
        -Wen seine Groesse ärgert, der haue sich die Beine ab.
        -Wer einen zu Großen hat, der lasse ihn verkleinern (aber vorsichtig, zu klein ist auch Scheiße).
        -Besser klein und hässlich,als buckelig.
        -Klein aber fein.
        -Kleiner Schluck am Morgen vertreibt Kummer und Sorgen (Kaessmann: „Aber nur kurz“).
        -Was auf keine Kuhhaut geht ist zu groß.
        -Wer Klein ist in seinen Augen darf ruhig große Fuesse haben.
        -Gross wird jeder ohne Zutun, der Kleine müht sich ab.
        -Besser 7 kleine Fische, als ein Ei

        Empfohlen sei insbesondere BischöfIn Kaessmans Handreichung für den Kleinoden: „In 7 kleinen Schlucken zur Seligkeit ohne Unfall. Ins Rohr blasen beim Poli“. Hier eine Illustration aus dem Traktat (Bild: Kaessmanns Vikarin).

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      • schum74 schreibt:

        Petit frisson de plaisir bei Euren Texten

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      • aurorula a. schreibt:

        Wer seinen Würfel zur Wahl des richtigen Gottes jetzt nicht gleich findet,
        kann den hier nehmen:

        (wobei der Schnurrbart von dem Flaschengeist oben schon sehr merkwürdig aussieht… irgendwie)

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    • Bachatero schreibt:

      Schum, bin nochmal hängen geblieben bei Deinem Ausgangstext „… Umgehung der Gerechtigkeit ist ein Webfehler des Christentums … „. Sie wird aber impliziert weil benötigt und zwar im Glauben, soweit so, dass sogar Abraham rückwirkend zum Gläubigen deklariert wird. Gerechtigkeit aus Werken = out, das ist jetzt was für Juden. Nur Gott macht gerecht, durch den Akt des an ihn glaubens, nicht durch weltliches Handeln. Paulinische Magick, kein Wunder, bei den Visionen, die er hatte. Aber man tat und tut immer noch kräftig streiten um die Bedeutung det janzen, denn jetzt trägt der „Glaube“ die ganze Beweislast und den kann man, soweit ich weiß, nur vage umschreiben. Ist in einem Brief an Euch, Hebräer 11:1, so gesagt: „Es ist aber der Glaube eine gewisse Zuversicht des, das man hofft, und ein Nichtzweifeln an dem, das man nicht sieht.“ (Textbibel 1899). Weiß‘ Bescheid. Wer da nicht ins Schleudern kommt, der hat … hmja halt einen starken Glauben. Das mag tatsächlich ein schwerwiegender Webfehler im C. sein, den so fleischlichen Menschen, der ja nicht einmal ohne Püppchen und Weihrauch und allerlei anderen Kokolores glaubensfähig ist, so ins Reich der Geister zu verweisen. Immerhin, Koppabhauen gehört nicht (mehr) zum Glauben, was ihn wiederum (fast) sympathisch macht.

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      • Aristobulus schreibt:

        Yep, Bachatero. Weswegen die Christlichen so viel und noch ungeheurer und vieler und am ungeheuersten Vielsten übers Christlichsein und übers Glauben reden, schreiben und übers drüber Geschriebenhaben weiterreden, nicht um mal die Nase genug voll damit zu kriegen, sondern weiter darüber zu predigen, damit welche weiter darüber reden, was geprediget ward, nämlich über den Glauben, usw. usf.
        Du kennst diese plötzlichen Tisch- nein Verlegenheitsgespräche über den Glauben, plötzlich beim Warten oder Dasitzen mit irgend Leuten oder Gästen oder Mitanwesenden, und während sie dann übers Glauben (oder den daran usf., und ach über den Zweigel oder über den Heilsplan usf.) reden, schweigt man selber höflich, aber verstört, und man denkt laufend an Strohblumen, an Rauschgoldengel, an aufgespießte Schmetterlinge und überhaupt an so Zeug.

        Wohingegen die Mohämmischen zum Glück gaanich‘ übers Herrschen oder über die Verächtlichkeit von Frauen, Ungläubigen und Juden reden müssen, ja müssen die ja nicht!, nichtmal glauben müssense dran, indem sie’s ja einfach mal so machen.

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      • Aristobulus schreibt:

        Zweigel?, nope, ZweiFel bittschön, mit dem man bekanntlich auf keinen grünen kömmt.

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      • Aristobulus schreibt:

        Indem ein gewisser Paul, allhier bekannt als Paul, neulich wieder irgendwo verlautbarte, er sei ein großer Zweifler. Ja, man weiß, er ist und hat ’nen großen. Weswegen er ein sehr großer Glaubender ist, denn nur ein großer Zweifler ist folglich und bekanntlich, naaa?, na der ist dann ein noch viel größerer Glaubender.
        Was er aber nicht hinschrieb, der gute Paul.
        Weil derlei so peinlich ist😉

        Denn der Paul ist schlau. Wahrlich ich sage Euch, schlau ist der Paul, fast so schlau wie die ganzen Paulusbriefe und noch’n paar unabgeschickte, denn indem er gern und gerner schreibt, dass er ein großer Zweifler sei, schreibt er danach nicht, dass er ein noch größerer usw. usf., sondern impliziert es noch viel gernerererer.
        Der ist uns allen hier sowas von über😀
        Jesus ist bestimmt unrettbar ihn ihn verliebt.

        * über ’nen Abwesenden geschwätzt hab‘ *

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      • Bachatero schreibt:

        Das ist nix anderes als angewandte Glaubenstechnologie und zwar des paulinischen Lemmas:
        „Glaube, gelbe, glibber“. Der Punkt ist, Kleinmachen ist alles. Machst Du Dich klein, bist Du groß, raffiniert, aber wirksam. „Ah, der Zweifel zerreißt mich“ = „Ich bin ein Glaubensmonster, ich glaube bis der Arzt kommt“, oder: „Ich setz mich ma hinten annen Tisch“ = „Nee.nee, Paul, das geht so gar nicht, komma hier schön vorne bein Vatter“. Das ist ja auch franziskanische Gottestaktik: Verliebt, wie ER in „uns“ ist, machter sich klein, damit er bei uns reinpasst, oder wir bei ihm, oder wie? Die Haitianer machen das schon seit ewigen Zeiten und die Loas, nehmen wir Erzulie, passen immer rein, mit genug Kawumm und 7 Schluck Rum. Nur, dann nennen es gewisse Glaubensfanatiker eben Besessenheit anstatt Liebesbeweis, was beweist, das der Glaube doch nicht gerecht macht. Bondye bon.

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    • Dante schreibt:

      Ich bin auch Christ, aber ich käme nicht im Traum darauf kommen, die Gerechtigkeit zu vernachlässigen. Meinen Konfirmationsspruch wählte ich, nachdem mir jemand erzählt hatte, was Doppelte Moral ist, nämlich Sprüche 20:10.

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      • Aristobulus schreibt:

        Aber Du bist ein judaisierender Christ und dazu kein Schwärmer jemals, Dante, das isser, der entscheidende Unterschied🙂

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      • Bachatero schreibt:

        Allenfalls ein Nachtschwärmer, man kennt seine Vorliebe für Bier hier.

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      • Dante schreibt:

        Ich bin in der Tat an sich ein großer Biertrinker und Nachtschwärmer vor dem HErrn, doch habe ich seit einem halben Jahr keinen Alkohol mehr getrunken. Nicht aus überzeugtem Antialkoholismus, eher mit sportlichem Ehrgeiz. In erster Linie spare ich eine ganze Menge Geld, aber es hat mir auch gesundheitlich sehr gut getan.

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      • Bachatero schreibt:

        Passup Jong, zuviel Gesundheit schadet dem Spaß und der muß sein. Bevor man vom saufen Pickel bekommt, da muß man schon viel und lange einfüllen. Ausnahmsweise ist uns Churchill da ja mit gutem Beispiel vorangegangen. Geld im Blut ist besser als Geld auf der Bank. Das bißchen, was sie Dir bei der Blutprobe abnehmen ist nix gegen den Aderlaß bei Staat und Bank.😉

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      • Dante schreibt:

        Warum sollte man mir Blut abnehmen, außer beim Gesundheitscheck oder beim Blutspenden?

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      • Bachatero schreibt:

        Na, wenn Du von der Kneipe heimfährst und durch zickzack Kurs den Hütern des Rechtsstaats auffällst.

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      • Dante schreibt:

        Kann mir mangels eines Autos nicht passieren.

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      • Aristobulus schreibt:

        … s’kann einem mittlerweile auf dem Fahrrade genauso passieren

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      • Bachatero schreibt:

        Freiwillig drauf verzichtet? Dann passe man bloß auf, daß Du beim Gesundheitscheck nicht krank wirst, z.B. bei Prostata Finger im Po oder gar Impfungen …

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      • Aristobulus schreibt:

        Wobei er ja nicht mehr Bier trinkt (aaaber auch nicht weniger).

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      • schum74 schreibt:

        Entscheidend ist, dass Dante den Spruch über Doppelgewichte, also zu Gerechtigkeit, nicht bei sich, sondern in der „Nation von Betrügern“ (Luther) gefunden hat.

        Und Dante, lassen Sie sich von Brugal-Trinkern nichts über Bier erzählen🙂

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      • Dante schreibt:

        Mein Bier war schon seit langer Zeit Jever, und das gilt auch für den alkfreien Fall. Wir (unser Chor) hatten mal Bit 0,0 als Alkfreies, aber das war mir immer zu süß, und damit war ich offenbar nicht allein. Die Fahrer trinken jetzt alle Jever Fun.

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      • Dante schreibt:

        Was härteren Alk anbelangt, so habe ich zuletzt bevorzugt nicht unbedingt Rum (schon gar nicht Rum Cola), sondern eher Wacholder getrunken, aber längst nicht so viel. Whisky auch schon mal.

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      • Bachatero schreibt:

        Wacholder hört sich so sehr gesund an, fast Bio, wach – hold, Wörter des Friedens und Wohlseins. Da kann bestimmt dann viel von Trinken, ohne Schaden zu nehmen, viel hilft viel?

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      • Dante schreibt:

        Ist aber nur in kleinen Mengen gesund. Wenn es mehr wird, wird’s kriminal. Ich habe mehrfach mitbekommen, wie jemand gestorben ist, nach kürzerer oder längerer Pflegebedürftigkeit – durch den Schnaps, zumindest unter anderem.

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      • Aristobulus schreibt:

        Brugaaal. Dagegen ist Barbancourt lauwarmer Kamillentee😀

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      • Bachatero schreibt:

        … und ließe sich etwas singen: 15 Mann auf des toten Mannes Kiste und ’ne Buddel mit BIER … da versinkt halb Hispaniola glucksend und gurgeld vor Ekel im Meer …

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  4. caruso schreibt:

    @schum74, Ari, Bachatero – danke, danke, danke! Ihr seit großartig! –
    Ich kann diesmal nichts beisteuern, es geht mir heute nicht sehr gut. Hoffentlich
    morgen – ohne Garantie:-)))
    lg
    caruso

    Gefällt 2 Personen

  5. mike hammer schreibt:

    nennt man es teufeöskreis?

    es ist, fürchte ich, weit einfacher.
    europa wird von bürokraten
    regiert, ein bürokrat
    kann keine
    entscheidungen
    treffen für probleme
    für die er keine klare handhabe
    hat oder deren anwendung
    seinen sitz am stempelkissen
    der macht gefährdet, also greift
    er zum kriesenmanagement,
    versucht den missstand
    zu verwalten, dem
    stöhnenden volk
    das maul zu stopfen und wartet
    das endlich einer kommt der
    den missstand löst, was
    nicht passiert weil
    bürokraten
    regieren.

    Gefällt 2 Personen

  6. caruso schreibt:

    @also, lieber Ari, da muß ich meine Muttersprache verteidigen. Teufös ist n i c h t ungarisch,
    such nicht uuungarisch;-) Teufel oder Teufös auf ungarisch = ördög. Weil es so schöne
    runde Buchstaben hat, könnte es auch „runder Satan“ heißen. Was meist Du, Du großer
    Sprachakrobat?:-)))
    lg Dir und allen die meiner so schön gedachten
    caruso

    (Oder ist „gedachten“ an dieser Stelle ein falscher Ausdruck? Es überkamen mich plötzlich
    Zweifel.)

    Gefällt 1 Person

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