Der Schrei nach Erlösung

 

Die Schuld, die sie sich aufgeladen haben, ist riesig. So riesig, dass sie sie auch nach dem 1.000 Glied nicht abarbeiten werden. Die Überlebenden des Krieges haben es geahnt und schnell mit dem Wiederaufbau der zerstörten Städte und Fabriken begonnen, um zu vergessen. Und um unvergebbare Schuld mit Reichtum zuzuschütten. Denn wer arbeitsam und reich ist, dem sollte die Gnade und die Vergebung Gottes sicher sein.

Der jüdische Staat Israel ist nach seiner Gründung arm, sehr arm. Hunderttausende jüdische Flüchtlinge aus Europa und der arabischen Welt müssen integriert werden. Es gibt kaum Arbeit und zu wenig zu essen. Luxus nennt und besteuert man alles, was sich nicht zum Essen oder zum Schlafen eignet. Die arabischen Nachbarn verweigern jegliche politische und wirtschaftliche Zusammenarbeit. Es gibt mit ihnen keinen Handel, nur Kämpfe. Das Wenige, was Israel produziert, ist den Europäern zu teuer und zu schlecht. Israel sieht sich genötigt, die Bundesrepublik Deutschland um Geld anzugehen. Man wird es später in Deutschland „Wiedergutmachung“ nennen und „göttliche Vergebung“ meinen.

Nachdem Deutschland wieder vereinigt und stark geworden war, entschließt sich die gesamtdeutsche Regierung zu einer weiteren Juden-Wiedergutmachung. Um jüdisches Leben in Deutschland wieder blühen zu lassen, wird ein Kontingent Juden aus der zerfallenen Sowjetunion nach Deutschland zugelassen. Das Kontingent wird bei Weitem nicht ausgeschöpft. Selbst heute ist noch genügend Platz für flüchtende Juden aus der Ukraine vorhanden, wo nun Krieg und Elend herrschen. Viele Juden aus der Ukraine wollen nicht nach Deutschland fliehen.

Die Wiedervereinigung Deutschlands mit Einbeziehung des atheistischen Ostens beschleunigt den christlichen gesamtdeutschen Glaubensverfall. Kirchen leeren sich, die Zahl der Kirchensteuer Zahlenden, worunter die Gläubigen verstanden werden, sinkt und die bisher dominierende christliche Religion wird von Straßen, öffentlichen Plätzen und Schulen ins Private verdrängt. Nur noch das Tanzverbot am Karfreitag wird bei steigendem Protest der ansonsten nicht tanzwütigen Bevölkerung beibehalten. Ab sofort werden die Tore des Kölner Doms zum Karneval verschlossen. Zur Krönung erzwingen manche christlichen Kirchen die kirchliche Verheiratung Gleichgeschlechtlicher gegen das christliche Verbot und fundamentaler abendländischer Werte.

Die deutschen Politiker führen viele Menschenversuche mit den ihnen anvertrauten Untertanen durch. Ein Seebeben in Japan zwingt die Deutschen, Windmühlen höher als die selten besuchten Kathedralen in ihrer einst ruhigen dörflichen Umgebung zu verehren. Einige Wenige verdienen unchristlich sehr gut daran auf Kosten der Allgemeinheit. Edisons geniale Erfindung wird bei Geldstrafe verboten, den Abend gemütlich auszuleuchten. Dem Autobenzin wird Palmöl beigemischt, welches dort produziert wird, wo einst indonesische Urwälder mit nun zum Aussterben verdammten Orang-Utans gestanden haben, auch wenn der vom saureren Regen gebeutelte deutsche Wald den Deutschen noch heute heilig ist. Der schmerzlich fehlende Gottesglaube zwingt den Deutschen den Willen auf, die Welt vor sich selbst zu retten. Dies mündet in einem weltweiten Abkommen, in dem sich alle Staaten verpflichten, die Klimaerwärmung des gesamten Planeten aufzuhalten. Wahrlich, es sind nur wenige Monate her, dass sich Deutschland verpflichtet, festgelegte Obergrenzen einzuhalten. Heute nun erfährt das von Inklusion gebeutelte, trotzdem bildungsbeflissene Volk von seiner Kanzlerin, dass alles Menschliche, wozu sowohl Flüchtlinge, als auch die von Menschen verursachte Klimaerwärmung gehören, keine Obergrenzen toleriert. Es ist ein Auf und Ab, welches an der Zeit einer entstehenden Religionen erinnert, als die Anhänger noch fromm und gläubig gewesen sind und den Erlöser herbeigesehnt haben.

Die Prüfungen, die Deutschland durchgehen muss, sind nicht beendet. Kriege und Hunger im Nahen Osten und im Norden Afrikas, die sicherlich menschengemacht sind und für die jeder den anderen, außer sich selber, bezichtigt, treiben Millionen von Flüchtlingen in das gelobte EU-Land. Neben den deutschen Staaten Deutschland und Österreich wird Schweden der bevorzugte Ort für diejenigen, die dem Krieg und dem Hunger entkommen. Das deutsche Volk erkennt in dieser Völkerwanderung einen Wink des Schicksals, keinen Fingerzeig Gottes, da Deutschland dem christlichen Glauben abgeschworen hat. Die Flüchtlinge, die sich für würdig erweisen, wenn sie übermenschliche Strapazen und Todesgefahren überleben, werden bejubelt wie einst Jesus bei seinem Einzug in die bereits damals jüdische Hauptstadt Jerusalem, der kurz vor seinem menschlichen Tod stattgefunden hat. Unzählige, mehr als notwendige freiwillige Helfer organisieren die Aufnahme und Integration der Flüchtlinge, von denen niemand weiß, ob sie nach einem Friedensschluss in Deutschland bleiben wollen und werden. Gar manche Politiker sehen wegen der großen Zahl der zu unterstützenden Hinzugekommenen eine Gefahr für den Bestand des Staates. Noch werden diese Bedenken von der nach göttlicher Vergebung lechzenden Mehrheit der Deutschen verdrängt.

Nun ereignet sich das Einzigartige. Wie aus dem Nichts tauchen Gruppierungen auf, die die verbannten christlichen Werte hochhalten. Stehen wir vor einer Reconquista? Weder die Reden, noch die Taten dieser Gruppierungen lassen christliche oder andere religiöse Werte erkennen. Gegner und Feinde dieser unchristlichen Gruppierungen beginnen über christliche mit Jüdischem vermischten Werte zu parlieren. Plötzlich sind sowohl Herrscher wie Bürger Deutschlands der gemeinsamen Meinung, dass religiöse Werte gelten. Lediglich über den Zweck der auf Religion basierten abendländischen Werte sind sie sich uneins.

Da trifft es sich ausgezeichnet, dass die Zuwanderer einer anderen monotheistischen Religion angehören, die die um Erlösung Bittenden an die einst von ihnen verfolgten Juden erinnert. Sind nicht die Muslime die heutigen Juden, fragt seit Jahren manch bestdotierter verbeamteter Antisemitismusforscher aus Berlin? Werden nicht heute Muslime praktischerweise von Juden verfolgt? Können die Deutschen durch gute Taten an Muslimen, die vor Krieg und Elend flüchten, die vergebende Erlösung vom Holocaust mit den 6.000.000 Juden erhalten? Wird dies mehr kosten als die Wiedergutmachung an die Juden?

Endlich bringen Zuwanderer einen Gottesglauben mit, mit dem sich die ungläubigen Deutschen der Buße und Vergebung willens arrangieren möchten. Wie die Heilige Familie, die von Nazareth nach Bethlehem geflüchtet ist, werden die muslimischen Zuwanderer ihren neuen Glauben verbreiten. Da ist es von untergeordneter Bedeutung, dass weder Josef und Maria, noch das Gros der Migranten echte Kriegsflüchtlinge sind. Josef und Maria sind nicht geflüchtet, sondern haben sich gemäß dem Neuen Testament ordnungsgemäß einer Volkszählung in ihrem Land unterzogen. Die meisten Migranten, die nach Deutschland wollen, kommen aus der Türkei, die wie Marokko, Algerien und Tunesien zu den sicheren Herkunftsländer zählen. Doch es geht nicht um kleinliche Politik. Es geht um die Erlösung, die der Gott Israels gewähren muss.

Veröffentlicht unter

https://www.fischundfleisch.com/anti3anti/der-schrei-nach-erloesung-15326

http://www.tabularasamagazin.de/artikel/artikel_6849/

http://www.huffingtonpost.de/../../nathan-warszawski-/der-schrei-nach-erloesung_b_9060800.html

 

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96 Antworten zu Der Schrei nach Erlösung

  1. Aristobulus schreibt:

    Das ist wahre Denk-Kunst, völlig unklare, changierende, drängende, ja schillernde Verhältnisse in den richtigen Zusammenhang zu bringen und überzeugend zu spiegeln.
    Danke, Nathan.
    🙂

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  2. Bachatero schreibt:

    “ .. als die Anhänger noch fromm und gläubig gewesen sind und den Erlöser herbeigesehnt haben.“ Er ist gekommen, aber er hat nicht erlöst. Daher der Schlamassel.

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    • Aristobulus schreibt:

      Er wird wohl nur was erlöst gehabt haben, wenn man ganz, ganz fest daran glaubt, fest die Augen zukneift und sich vornimmt, Israel fleißig zu boykottieren.

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      • Clas Lehmann schreibt:

        Nee, nee. Das ist einfach nur mehr von dem, was nicht funktionierte… Üben, des prinzipiell Unmöglichen.

        Dass die Erwartung weiterhin besteht und durch Nichterfüllung bestärkt wird und das Zukneifen der Augen deren Innendruck veranlasst, die Makula zu degenerieren und den Star ergrünen lässt und damit schließlich ein Zukneifen dann nicht mehr nötig ist, weil man auch so nichts mehr sieht, bleibt davon unbenommen…

        Die Gewohnheit, sie zuzukneifen und den bewährten Antrieben zu folgen, auch.

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      • Aristobulus schreibt:

        Zumal nichtmal die Antriebe irgend erlöst worden sind. Erstaunlich überhaupt-nichts ist außerdem nicht erlöst worden, ja nichtement überhauptestens eppes.
        Trotzdem hält sich die inbrünstige Überzeugung, dass Erlösung stattgefunden habe-?
        Nu ja, seit der Aufklärung scheint selbst den Erlöstesten klar und klarer zu werden, dass da wohl irgendwas nicht oder zu wenig oder kaum je stattgefunden zu haben scheint. Weswegen seitdem die Aufklärung und die Aufgeklärten selber alles erlösen, es manchmal auflösen, es manchmal zwangserlösen, mit und ohne Erlös und in verschiedenen Abfolgen immer so weiter. Vor Allem sich selbst.

        Nach der Schoah wurde es dann deutscherseits richtig siebenfach kompliziert mit den Deutschen und der Selbsterlösung, denn schon die christliche und dann die nachchristliche, aufgeklärte Erlösung hatte bloß zur Schoah geführt. Weswegen man jetzt den final weltklimaerlösenden Schnellstumbau der Weltwirtschaft auf B!O und den Noch-viel-schnellererer-Umbau der Republik in eine weitere knallgrüne Abart der allerfinalsten Erlösung im Auge hat.
        Nein, ins Auge gefasst hat.
        * ins Auge fass‘ *

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      • Clas Lehmann schreibt:

        Sich selbst und still für sich, wäre in diesem Fall ja in der Ordnung, möglich und warum nicht? Wenn man es dabei ließe und nur das eigene Heil und die eigene Erlösung im Blick hätte, müsste man dieserhalben ja nicht boycottieren und nicht andere herabsetzen… Man bräuchte auch weder zu unterwerfen noch zu überwältigen.

        Andere aber, die es vielleicht gar nicht wollen, gleich mit oder überhaupt eigentlich nur, die, das, und womöglich über ihre mangelnde Einsichtsfähigkeit oder gar ihre höhere Einsichtsfähigkeit hinweg sich setzender Weise… Wasser predigend und Wein saufend und härteres nicht verschmähend: Da wird es doch haarig im Sinne einer Missionarsmähne. Und dieser Missionsauftrag, der solche, die es gar nicht wollen mit Erlösung überzieht und Auflösung bewirkt oder Lösung, am Ende…

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      • Aristobulus schreibt:

        Waah! Du hast Fisch gesagt!

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      • Clas Lehmann schreibt:

        Fisch? Ich? Ich würde doch nicht Fisch sagen…!

        Außer zu’n Fisch, vielleicht?

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      • Clas Lehmann schreibt:

        Und gerade beschleicht mich der Gedanke, dass vielleicht der Missionsauftrag mit der spontan ausbleibenden Erlösungslieferung zusammenhängt, denn: Darf ich nicht, weil erlösungswidrig, sollen andere auch nicht, weil die auch erlöst sollen. Und wenn ich die in Erlösungserwartung bringe, und die dann sich wohler verhalten, kömmt dieses ja dann auch mir zugute und bringt meine eigene Erlösung, deren Gewissheit ja sowieso erst nachtodlich zu erwarten ist, voran.

        Ach…! Es ist dies ein Feld, das nicht einmal mit Pflügen aus umgeschiedeter Logik konsistent zu bearbeiten ist…!

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      • Clas Lehmann schreibt:

        geschmiedeter. Mit’n m.

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      • Aristobulus schreibt:

        Emdlösumg😈

        So weit zur Nacht. À propos, a gutte🙂

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      • Clas Lehmann schreibt:

        Das fällt nun aber unter „zu’n Fisch“, indem dass ich das ja auch dachte, und sagen wollte, dass der Wille, Andere der Erlösung zugänglich oder teilhaftig zu machen, da bis hin führen kann…. Von wegen der niemals zu schreibenden (Ruhmes)blätter der Geschichte und der schweren Aufgaben, die sie für die bereithält, die sie unter Opfern auf sich nehmen, also der Ausmaße und Formen, die die Gutheit annehmen kann, wenn erlöst werden soll, und göttlicherseits passiert da einfach nichts…

        Das muss doch für die Aufgaben der Geschichte sensibilisieren, wenn man dann ersatzweise annimmt, wenn ER schon nicht, dann vielleicht, DIE. Nein, sicher, ganz sicher Die, weil sie ja ein Ziel haben muss, denn wenn sie keines hätte, hätte sie ja keines, und das geht doch nicht…

        Da wäre sie denn doch kein Gottesersatzstoff, wenn man nicht dann eben in ihrem Namen gewaltsame Mission und Befreiung von und eben auch Endlösung betriebe… Gegenüber dem Original hat sie den Vorteil, dass sie kein Buch geschrieben hat oder diktiert, aus dem sich doch Richtlinien ergeben, was den gut und richtig sei…

        Das erlösende Totschlagen Aller ergibt sich aus der Bibel ja nur nach sorgfältig-selektiver Deutung; wer selber lesen kann, der glaubt es nicht. Der Ewig Blaue Himmel und der Koran geben da schon mehr her: Der Erste durch Unbestimmtheit und der Zweite explizit.

        Die Geschichte scheint mir da zur 1. Kategorie zu gehören, ihre Deuter werden dann schon recht explizit.

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      • aurorula a. schreibt:

        Dafür schlägt Goethe gleich mit beiden Fäusten zu: Wer immer strebt und sich bemüht / Den können wir erlösen
        Muß an entweder der Ähnlichkeit der Schreibweise oder der zugedrückten Netzhaut liegen, daß viele das als göttlich statt als von Goethe sehen, und danach handeln.
        😈

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      • Aristobulus schreibt:

        Yepp, Leute.
        Und von der Erlösung zur Entblößung oder Entblödung, Verböserung oder gar zur vollen Dröhnung isses buchstabigerseits nur ein winzig kleiner Schritt, und da draußen, wo’s gildet, ist der Schritt um so winzigerer kleinererer.

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      • Clas Lehmann schreibt:

        „…Goethe, Gott, Germania und Glorienschein…“ Heißt es beim Kreisler.

        Und selbst der: Können. Um der strengen Monotonie des Steigens der Strebenskurve beizuhelfen…

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      • Clas Lehmann schreibt:

        …Und da denn noch so ein kleiner Buchstabendreher…

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      • Bachatero schreibt:

        Bei der Erlösung, im Gegensatz zur Erlhösung, geht es doch um Seelen, nicht um Fleische. Das Fleisch muss brennen, es wohnt in ihm nix gutes, wenn nur die Seele auf ähwich gerettet werde. Traurig, das eine gewisse Fixierung des Denkens auf das Fleisch des Leibes hier spürbar ist (auch wenn grad Karneval ist) . Entsaget, den Low Testosteron Veganern gehört die Zookunnft im Himmel.

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      • Gutartiges Geschwulst schreibt:

        „Da trifft es sich ausgezeichnet, dass die Zuwanderer einer anderen monotheistischen Religion angehören, die die um Erlösung Bittenden an die einst von ihnen verfolgten Juden erinnert. Sind nicht die Muslime die heutigen Juden, fragt seit Jahren manch bestdotierter verbeamteter Antisemitismusforscher aus Berlin?“

        Wobei solche Antisemitismusforscher wohl weniger die Erlösung im Blick haben als den Erlös.
        Aristobulus hat diesen Unterschied bereits angedeutet.

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  3. schum74 schreibt:

    „Doch es geht nicht um kleinliche Politik. Es geht um die Erlösung, die der Gott Israels gewähren muss.“

    Ach, wunderbar, lieber anti3anti!

    Und weil man in der evangelischen und katholischen Kirche den Gott Israels zu kennen meint, ist man sich darin einig,
    – erstens, dass er Demokratie nicht leiden kann, weshalb Deutschland die amerikanisch diktierte Demokratie abschaffen muss;
    – zweitens, dass er Kultur nicht leiden kann, weshalb man zurück zur Natur muss;
    – und drittens, dass er das Judenvolk nicht leiden kann, weshalb man Judenfeinde aufnehmen und herzen muss.

    Nur so ist Erlösung von ihm zu erwarten ‒ bis ins tausendste Glied, versteht sich.

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    • caruso schreibt:

      „…Kirche den Gott Israels zu kennen meint…“ – darum ist „Glauben“ wichtiger als alles andere. „Werke“ sind nichtig. So kannst du Massenmörder sein, die Kirche(n) interveniert für deine Freilassung, verhilft dich zur Flucht … Gut, heute ist es anders. Wie weit, ist die Frage. Wie weit führen sie Kampf gegen die eigene Blindheit, mit der natürlich die Juden beschuldigt wurden – viele Jahrhunderte lang. Heute ist man so gnädig, daß man den Juden – unter großen Bauchschmerzen – das eine oder andere zugesteht. Etc. — Um Mißverständnissen vorzubeugen. Ich rede von der sogenannten Amtskirche, nicht von der Masse der Gläubigen, von denen s e h r viele weiter sind als ihre eigene Kirche. Und auch in der Amtskirche gibt es den einen oder anderen, der weiter ist. Doch, auch die Kirche(n)
      helfen fleißig mit, damit je mehr „Flüchtlinge“ nach Europa kommen. Wären sie alle wirklich Flüchtlinge, wäre das absolut ok. Aber, wie ich überall lese, sind die meisten es eben nicht.
      Stimmt das, dann finde ich es nicht ok, sondern dumm. – Genug gequatscht.
      lg
      caruso

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      • Dante schreibt:

        Als jemand, der selbst Protestant ist, ist mir diese Bruder-innerlich-Mentalität des Protestantismus besonders zuwider. Andererseits ist die Vorstellung, dass man ruhig ohne schlechtes Gewissen und ohne Folgen Massenmörder sein darf, wenn man nur ja an Christus glaubt, natürlich eine gewaltige Fehlinterpretation des Wortes, dass allein der Glaube vor Gott gerecht mache. Man Gott nicht an seinem Nächsten vorbei lieben – und auch nicht an seinem Volk.
        Ein Christ, der sich über die Juden erhebt, entspricht nach Mk 7 einem Hund, der sich über die Kinder seines Hausherrn erhebt und sich etwas Besseres zu sein dünkt, und einer, der Juden angreift, weil sie Juden sind, ist gleich einem Hund, der die Kinder des Hausherrn angreift und verletzt. Der hat dann auch Brosamen nicht mehr zu erwarten.

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      • Bachatero schreibt:

        Als jemand, der selbst 4 Hunde hat und viele Nachbarhunde unregelmäßig füttert, muss ich sagen: Krasse Viecher müssen die da im hl. Land seinerzeit gehabt haben, die ihnen als Vorbilder für ihre tiefsinnigen spirituellen Überlegungen dienten. Ich bin froh, das wir hier davon verschont geblieben sind und doch alle unsere Hunde, wenn auch manchmal was schmuddelig, doch sehr liebenswerte Kreaturen sind. Es kann aber sein, dass sie hier etwas verschlagener sind, als die aus dem hl. Lande und ihre Erhebungen und Unterjochungen subtiler ausführen. Meine brauchen mich manchmal nur schwanzwedelnd anzusehen und schon mach‘ ich, was sie wollen und auch noch gerne (was schon: Futter geben oder Pferden oder Kühen oder Schweinen hinterherjagen). Aber halt, da kommt mir doch jetzt ein fürchterlicher Verdacht … sollte das ….

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      • mike hammer schreibt:

        ououou das wird ein langes spiel

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      • Aristobulus schreibt:

        Aber’s sind doch Zervohrische🙂

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  4. Dante schreibt:

    Es geht um die Erlösung, die der Gott Israels gewähren muss.

    Gewähren muss? Hat er Amalek vergeben?

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  5. mike hammer schreibt:

    OT

    Der leise Tod des olympischen Frauensports

    Fummelsch***ch***el die mit Medikamenten es hinbekommen
    ihren Blut-Testosteron-Spiegel unter 10 nmol/L können als Frauen antreten.

    Ein chirurgischer Eingriff ist nicht nötig, ein muskulöser,
    männlicher Körperbau kein Hindernis.

    Schande!

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  6. mike hammer schreibt:

    Frauke Petry, die Afd Cheffine ist in Tel Aviv, die Presse
    Erstarrt zitternd und schweigt
    Ohrenbetäubend…

    *zitter*

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  7. caruso schreibt:

    @Dante– „Ein Christ, der sich über die Juden erhebt, entspricht nach Mk 7…“ — Du hast sicher recht, lieber Dante, ich kenne mich nicht so gut aus wie Du. Nur haben sich die wenigsten Christen danach verhalten, wie es in Mk7… steht. (Wie fast immer, spreche ich von den Amtskirchen, und kaum einmal von einzelnen). Im Lauf der letzten 4-5 Jahrzehnten habe ich über mehrere Fälle gelesen, in denen beschrieben wird, welche Kriegsverbrecher die einsaßen, von welchen hohen Klerikern (z.B. Bischöfe) besucht und getröstet wurden, weil „gläubige Christen“ und in deren Interesse interveniert wurde. Dazu kommt noch die Fluchthilfe durch kirch. Organisationen. Mit einem Wort: die kirchliche Obrigkeit hielt sich nicht an die eigene Lehre.
    Und dann sonnten sie sich in den ‚Taten einfacher Mitglieder ihrer Kirchen als Taten der Kirchen. Das geschieht nun auch viel weniger. Es gab viel mehr christliche Helfer als wir es nach dem Krieg wußten. Einfache Leute bis Mittelstand Sehr viele Fälle wurden erst im Lauf der Jahrzehnte bekannt. Aber von den höheren „Funktionären“ der Kirchen war kaum einer so wie Roncalli, der spätere Johannes XXIII, der selbst eine Menge falsche Papiere ausgestellt hat. Falls ich mich richtig erinnere, in Griechenland.
    Frag mich bitte nicht nach Namen oder andere Details, mein Gedächtnis ist so ziemlich unbrauch-bar. Mit meinem Alter hat das kaum etwas zu tun, mit 20 war ich genau so senil wie ich es auch heute bin. Das war ein großes Problem während meines ganzen Lebens.
    lg und Gute Nacht
    caruso

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    • Aristobulus schreibt:

      Also, Du bist eine der Klarsten und Präzisesten überhaupt, Caruso lib, dazu weise🙂

      – Die sog. Rattenlinie, die Fluchthelferorganisation für kleine und große Nazis, ist mit sehr viel Hilfe der Kirche organisiert worden. Hmja, auch ich erinnere mich grad nicht an Namen und weitere Détails (die lassen sich leicht rausfinden!), sondern weil ich grad diese pfäffischen Verstricktheiten so ganz besonders abstoßend finde, immer wenn ich mal darauf stoße.

      Hab a gutte N8!

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    • schum74 schreibt:

      Die Kirchenmänner, die nicht nur auf Glauben gesetzt haben, sondern auch gute Werke getan haben, verdienen namentliche Erwähnung. In der österreichischen Zeitung Der Standard (03.01.2009) bespricht Gerhard Mumelter eine Studie des Historikers Gerald Steinacher über die Helfer der NS-Netzwerke. Auszug:

      Adolf Eichmann etwa wurde auf der italienischen Seite der Grenze vom Pfarrer von Sterzing empfangen und anschließend im Bozener Franziskanerkloster versteckt. Auch der Deutsche Orden in Lana bei Meran und das Kapuzinerkloster in Brixen waren beliebte Anlaufstellen.

      Es war der Tiroler Gastwirt Jakob Strickner, der den berüchtigten Lagerarzt von Auschwitz, Josef Mengele am Ostersonntag 1949 von Vinaders über den nahen Brenner lotste, wo ihn ein Mittelsmann erwartete. In Sterzing quartierte sich Mengele unter falschem Namen im Gasthof Goldenes Kreuz ein. (…)

      Zu den aktivsten Fluchthelfern gehörte der österreichische Bischof und Hitler-Verehrer Alois Hudal, der als Rektor des deutschen Priesterkollegs in Rom den aus Südtirol kommenden Nazis gerne Unterschlupf gewährte. Hudal pflegte enge Beziehungen zum von Pius XII. gegründeten päpstlichen Flüchtlingshilfswerk. Den KZ-Kommandanten von Treblinka nahm Hudal besonders herzlich auf: „Der Bischof kam in das Zimmer, in dem ich wartete, streckte mir die Hände entgegen und sagte: ,Sie müssen Franz Stangl sein. Ich habe auf Sie gewartet.’“
      Hudal verschaffte seinem Landsmann Unterkunft, Geld und Beschäftigung. Nach wenigen Wochen verfügte der für den Tod von rund einer Million Menschen mitverantwortliche Oberösterreicher über einen Rot-Kreuz-Pass, ein Schiffticket, ein Visum und eine Stelle in einer Weberei in Syrien.

      Zitat Ende.

      Stichwort ‚Syrien‘. Gute N8.

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      • Aristobulus schreibt:

        Was soll man da noch sagen-?
        „Sie müssen Franz Stangl sein. Ich habe auf Sie gewartet“, so Hudal. Wohlgemerkt hat er nicht auf ihn gewartet, um ihm einen Bauchschuss zu verpassen und die Tür abzuschließen, sondern mit ausgestreckte Händ‘.

        Weiter im Text:
        „Ach der Kaaaltenbrunner!, na welche Freude machen’S mir altem Mann!, na kommen’S her, lass’S sich umhals’n!, hier ham’S a Päckl Schillinge und a gute Jaus’n, haben’S gute Reis nach Damaskus, grüßgott, küss die Hand!“

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      • Gutartiges Geschwulst schreibt:

        @Caruso, @Aristobulus, @schum74 (in order of appearance)

        Ihr könnt mich treten, liebe Leute, aber nach den Maßstäben unserer Gutmenschen, war die Einrichtung der Rattenlinie ein Akt von höchster Menschlichkeit.
        Wer wollte bestreiten, dass hier Menschen in Sicherheit gebracht wurden, denen in ihrer Heimat Verfolgung drohte und die deshalb nicht abgewiesen oder ausgeliefert werden durften?
        Heutige gesellschaftliche Gruppen, wie Kirchen, Gewerkschaften, Wohlfahrtsverbände oder politische Parteien bezeichnen solche Abschiebungen ausdrücklich als „einen Akt inhumanen staatlichen Handelns”.
        Mengele hätte sich bestimmt gefreut.
        Eigentlich müssten die kirchlichen Fluchthelfer noch nachträglich mit der Goldenen Angela (ersatzweise Claudia, Katrin oder Margot) ausgezeichnet werden.

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      • Clas Lehmann schreibt:

        Der Hudal Alois war ja nun aber nicht einfach nur der Christenpflicht hingegeben, dem war es schon genau darum zu tun, jene zu retten… der, wenn nicht selber mitgemordet hat, hat das der Gnade des falschen Berufes zu danken. Und der Franz Stangl, les ich, war ja so ein kultivierter und hatte keinen freien Willen, weswegen Verbrechen nicht sein konnte, was er tat. So hatte er’s genau gelernt.

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  8. schum74 schreibt:

    Nicht der Durchschnittsdeutsche sehnt sich nach Erlösung für Untaten, die er nicht begangen hat. Nach einer Umfrage von Infratest Dimap lehnt die Mehrheit der Deutschen Merkels Flüchtlingspolitik ab (Deutsche Wirtschafts Nachrichten, 15.01.2016). Absolutionsgeil scheinen vielmehr die „Intellektuellen-Köpfe in Politik und Medien“ (Manfred Haferburg) zu sein, die gute Werke auf Volkes Rücken tun.

    Die Polizei muss Hamburger Schülerinnen vor sexuellen Belästigungen durch Männergruppen schützen (Hamburger Abendblatt, 22.01.2016)? Das gehört zur Buße. In Zwickau onanieren ‚Flüchtlinge‘ im Nichtschwimmerbecken und „entleeren ihre Gedärme“ im Wasser (Bild, 22.01.2016)? Das geschieht um des Seelenheils willen.

    Interessanterweise traut die deutsche Nomenklatura Christen aus Syrien nicht zu, brauchbare Erlösungswerkzeuge zu sein. Beklagt Lord Weidenfeld (s’l) in einem Gespräch mit der Welt (13.12.2015):

    „In Deutschland finden sich kaum Kirchengemeinden, die unser Konzept gutheißen, und die Politik schon gar nicht. Wofür hat denn die CDU das große C im Namen?“

    Das hängt sicher mit dem Grünen-Glauben an Homöopathie zusammen: Nur das Gleiche heilt das Gleiche. Nur Faschismus heilt Faschismus.
    In diesem Sinne: Gute Besserung!

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  9. schum74 schreibt:

    Glaubt man dem stellvertretenden Bundesvorsitzenden der CDU Armin Laschet, so hat vor allem die Kanzlerin nach ihrem unpopulären Auftritt mit dem weinenden Mädchen Reem nach Erlösung geschrien; nach Erlösung nämlich von der Medienkritik, sie, Angie, sei kaltherzig, ein schlechter Mensch. Wie kann man ungeachtet kindlicher Wünsche zu sagen wagen, dass Deutschland nicht alle Zuwanderer aufnehmen kann?
    Der Vorwurf der Kaltherzigkeit, so Laschet bei Anne Will, habe Merkel so getroffen, dass sie daraufhin alle Schmerzbeladenen nach Deutschland eingeladen habe. Ohne Obergrenze.

    Diese von Lengsfeld nacherzählte Geschichte klingt so verrückt, dass man geneigt ist, sie für wahr zu halten. Kein politisches Kalkül. Keine Gefälligkeit weiß der Kuckuck wem gegenüber. Nein: nur der Wunsch eines braven Mädchens, von Vati oder vom lieben Gott geliebt zu werden. Für ihr gutes Herz nämlich.

    Dafür spricht die Wortwahl in ihren zwei letzten Silvester-Reden:

    „Deshalb sage ich allen, die auf solche Demonstrationen gehen: Folgen Sie denen nicht, die dazu aufrufen! Zu oft sind Vorurteile, ist Kälte, ja, sogar Hass in deren Herzen.“ (Neujahrsansprache 2014/15)

    „Es kommt darauf an, denen nicht zu folgen, die mit Kälte oder gar Hass in ihren Herzen ein Deutschsein allein für sich reklamieren und andere ausgrenzen wollen.“ (Neujahrsansprache 2015/16)

    Es ist wie mit Jaakow Awinu: Was Einen existentiell beschäftigt, das klebt auf der Zunge. Wie grüßt der junge Jaakow auf der Flucht vor seinem Bruder Essaw die unbekannten Hirten von Charan? Mit „Acháj, me-ájin atém?“ – „Meine Brüder, woher seid ihr? Sein erstes Wort zu Menschen: „Achaj“.

    Angela Merkel, die hat es nicht mit dem Bruder, die hat es mit dem Herzen. Natürlich nicht für die Kinder, die im iranischen Todestrakt auf ihre Hinrichtung warten. Und schon gar nicht für die Juden in Israel oder auch in Offen-Deutschland. Aber dafür gibt es ja keine Medienschelte.

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  10. mike hammer schreibt:

    Ruf nach Erlösung, nein ich fürchte, man ruft nach Endlösung.

    Schultzes Mad-din, der President der EUler/inen, hat in gebrochenem Englisch
    eine Rede Gehalten in der EUBesenkammer, die Er wohl selbst nicht verstand.

    Tränenreich Obamamimikrierend sprach er schwere Worte in Fremder Sprache,
    Bedeutungsschwangere Frasen schwallten aus seinem Munde, während das
    Ohr wohl nichts davon verstand. Die Juden rief Er auf sich von den Guten schützen
    zu lassen. Sie sollen ja nicht Fremde sein hier und nicht hören müssen böse Worte,
    auch anspucken sollen Sie sich nicht lassen oder gar Berschmirt werden ihre
    Gotteshäuser und Grabstätten, nein die Jude Bräuchten es nicht und wenn er gegen
    Sie Kämpfen müsste, auch dürfen junge Juden sich keine Gedanken über Ihre
    Unsicherheit hier machen, das wäre eine Schande sonst.

    Nun ist er Stoltz dem Sultze sein Mad-din und erwartet Gesten großen Dankes von
    den Juden, ihnen zuspruch zum Holocaust nicht verwert zu haben,
    Wir sind sooooo dankbar Mad-din, nun kannste
    wieder allerlei Judenmörder in Israel finanzieren mit deiner EU, kannst Kindermördern
    und Frauenmesserern Häuser bauen und ein gedecktes Tischlein bieten,
    Indoktrinieren zum Judenhass und Mord kannste Sie und
    auch Juden von deinen Unis Schmeissen
    kannste, bis du in einem
    Jahr wieder einmal
    schwaffelst.
    So dankbar sind wir dir Mad-din und der Mogini und den Kauft-nicht-bei-juden gang usw. usw.

    Achtung nur für Etremdankbare!

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    • Aristobulus schreibt:

      *so dankbar sei*

      Zumal maddin‘ Schnultze endlich mal nicht über Juden redet, sondern über Juice, also Saft.
      Ach, Saft wird gemeinhin und ohnehin so sonderbar unterschätzt!, erst ausgepresst, dann mit ungewollt Ungewolten versetzt, schließlich verschüttet oder einfach so zu nem Schnack verkonsumiert. Ach!, Saft ist nirgendwo sicher. Bei aller Maddin’isiererei hat der Schnultzebart auf seine rheinische Weise* da schon Recht.

      * Übrigens auch ’ne Kunst der geradezu befremdlichen Weise, dass einer so rheinländelt, wenn er doch versucht, etwas Englisch zu radebrechen.
      Ich finde, wir sollten ihn in den Club der Saftigen aufnehmen. Er hat es sich redselig verdient.

      P.S.
      *schluck’*

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  11. schum74 schreibt:

    Wasser auf Warszawskis Mühlen:

    „Der kanadische Journalist Ezra Levant analysiert das am 03.09.2015 erschienene Video von Angela Merkel, in welchem sie auf die Frage einer Bürgerin antwortet, wie Merkel die Kultur und Gesetze Europas und speziell Deutschlands schützen wird, wenn durch die Flüchtlinge und Migranten ein radikaler Islam.“

    Great!

    Gefällt 2 Personen

  12. caruso schreibt:

    @schum74 & ari — gestern noch las ich den von schum erwähnten Standard-Artikel. Mein Magen ist groß, aber ich könnte nicht so viel essen wie ich kotzen möchte. Das Verhalten der Kirche n a c h dem Krieg finde ich noch schlimmer als während. Denn dort könnten sie sich z.B. darauf berufen, daß sie Angst hatten. Aber nachher?! Hatten sie vielleicht Angst, daß von ihrer Mitwirkung, Hilfe oder Nichtstun oder von was immer, ans Tageslicht kommt? Ich spekuliere nicht, ich frage nur.
    lg
    caruso

    Gefällt 3 Personen

    • Aristobulus schreibt:

      … oder die haben einfach ihre Pflicht getan und kamen sich gar mutig vor.

      Eins weiter drüber hat Schum einen Mitschnitt von Merkels Antwort an eine Fragerin und Ezra Levants Analyse dazu verlinkt, und just dieses durch und durch-Beflecktsein der Deutschen (damals) hat Merkel wohl erkannt, und welche Schlüsse zum Handeln zieht sie daraus?!, die denkbar falschesten.

      Saj gesunt.

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    • schum74 schreibt:

      Ja, Caruso, auch mir kommt das Verhalten der Kirchen n a c h dem Krieg schlimmer vor als während. Vielleicht, weil es einheitlicher ausfiel. Im Dritten Reich gab es noch Gegenstimmen (Dietrich Bonhoeffer, Dompropst Bernhard Lichtenberg, Reinhold Schneider, dazu die bulgarische Kirche als Ganze), danach nichts mehr.

      Danach? In Frankreich haben unmittelbar danach gerade zwei Intellektuelle von Rang das Schweigen des Papstes im Dritten Reich angeprangert: der Atheist Albert Camus und der von den Linken des Faschismus verdächtigte Katholik Paul Claudel.

      Hier aus einer Rede von Albert Camus im Dominikanerkloster Tour Maubourg, 1946:

      « J’ai longtemps attendu, pendant ces années épouvantables, qu’une grande voix s’élevât à Rome. Moi, incroyant ? Justement. Car je savais que l’esprit se perdrait s’il ne poussait pas devant la force, le cri de la condamnation. Il paraît que la voix s’est élevée. Mais je vous jure que des millions d’hommes avec moi ne l’avons pas entendue et qu’il y avait alors dans tous les cœurs, croyants ou incroyants, une solitude qui n’a pas cessé de s’étendre à mesure que les jours passaient et que les bourreaux se multipliaient. […] Ce que le monde attend des chrétiens est que les chrétiens parlent, à haute et claire voix, et qu’ils portent leur condamnation de telle façon que jamais le doute, jamais un seul doute, ne puisse se lever dans le cœur de l’homme le plus simple. »

      [Ich habe während dieser schrecklichen Jahre lange darauf gewartet, dass sich eine große Stimme aus Rom erheben möge. Ich, der Ungläubige? Eben. Denn ich wusste, dass der Geist verloren gehen würde, wenn er vor der Macht den Schrei der Verurteilung nicht ausstoßen würde. Die Stimme, so heißt es, habe sich erhoben. Aber ich schwöre Ihnen, dass Millionen Menschen mit mir sie nicht gehört haben, und dass es in allen Herzen, den gläubigen und nicht gläubigen, eine Einsamkeit gab, die mit den Tagen, die vergingen, und den Henkern, die sich mehrten, nur zunahm. (…) Was die Welt von den Christen erwartet, ist, dass die Christen laut und deutlich ihre Verurteilung in einer Weise aussprechen, dass sich niemals der Zweifel, nur ein einziger Zweifel, im Herzen des einfachsten Menschen regen kann.]

      (Albert Camus, Œuvres Complètes, II, Bibliothèque de la Pléiade, Gallimard, 2006, Actuelles. Chroniques (1944-1948), p. 471-472).

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      • caruso schreibt:

        Danke, liebe schum74 – ja, Camus hatte schon recht. Die Stimme hat sich nicht erhoben.
        lg und gute Nacht
        caruso

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      • aurorula a. schreibt:

        Albert Camus […] 1946: […] Ich habe während dieser schrecklichen Jahre lange darauf gewartet, dass sich eine große Stimme aus Rom erheben möge. […]
        Ganz falsche Adresse zur falschen Zeit am falschen Ort.

        dazu die bulgarische Kirche als Ganze
        Bei einem so tragischen Thema verbietet es sich, sonst gäbe es guten Stoff für Science Fiction wenn es möglich wäre per Zeitmaschine historische Personen auszutauschen. Der damalige Botschafter des Vatikans in Bulgarien (der, hauptsächlich durch ausstellen von Papieren, geltendmachen von Einfluss, für-katholisch-erklären etc. Tausenden die Flucht aus Europa ermöglicht hatte) hätte vielleicht eine solche Stimme sein können – könnte man den, im SciFi-Buch und überhaupt, mit dem damaligen Papst tauschen?

        Später wurde der tatsächlich Papst (Johannes XXIII). Nun bin ich nicht katholisch und interessiere mich nicht für deren Päpste, ein Schnipsel ist mir aber aufgefallen als ich grade in der englischen Wikkipehdischen geschaut habe wer das überhaupt war:
        One of the first acts of Pope John XXIII, in 1960, was to eliminate the description of Jews as perfidius […] in the Good Friday liturgy. He interrupted the first Good Friday liturgy in his pontificate to address this issue when he first heard a celebrant refer to the Jews with that word. He also made a confession for the Church of the sin of anti-semitism through the centuries.
        Hört sich an als hätte er schon lange drauf gewartet genau das tun zu können. Davon hätte ich gern ein Video gesehen…

        … war irgendwie klar, daß Wir-sind-Papst Benedikt das rückgängig macht, und daß er es war der das rückgängig macht. Nicht daß er allein gewesen wäre damit.

        [Quelle: https://en.wikipedia.org/wiki/Pope_John_XXIII#Efforts_during_the_Holocaust ]

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      • Aristobulus schreibt:

        … Roncalli scheint über die Türkei Juden gerettet zu haben, aber wen und wieviele und wann?, ich finde nur Andeutungen und Hörensagen, selbst bei der Raoul Wallenberg-Foundation. Immerhin sind sie da seriös genug, um die Aussagen, die Leute über andere Leute über Roncalli gehört haben, einfach mal zu zitieren.

        Wohingegen etwa auf italienischen kirchlichen Seiten (z.B. zenit.org.it) völlig unbelegte Rührstück-Auszüge kursieren, voll wundersamer Begenheiten über Tausende durch Roncalli persönlich geretteter Juden („Tag und Nacht stand sein Telefon nicht still!“). Oder diese Sache mit einem Schiff voll deutschjüdischer Kinder, das plötzlich mitten im zweiten Weltkrieg in Istanbul angekommen sein soll, und Roncalli habe ein Wunder getan und sie alle gerettet.
        Namen, Daten, Orte und vor Allem die Zeugenaussagen Geretteter tauchen nicht auf, nirgends.

        Irgendwer (?) scheint ein Interesse daran zu haben, möglichst unwahrscheinliche, jedoch wundersame Rettungsmärchen und allerlei scheinpositives Hörensagen über Roncalli zu verbreiten.
        Vielleicht, um die Kirche nachträglich (wegen des Piuspapsts) reinzuwaschen.
        Oder, um Yad Vashems Forschung um so schwieriger zu machen.

        So wird gern etwa Franz von Papen zitiert (wo ich auch nachsuche, finde ich immer den irgendwo herkopierten, selben Papentext OHNE Beleg, wann er das zu wem gesagt hat), der angab, er habe persönlich mit Roncalli a) mitten in Istanbul b) mitten im zweiten Weltkrieg c) vierundzwanzigtausend Juden gerettet.
        Drei komplette Unwahrscheinlichkeiten auf einmal; auch ’ne Leistung.
        Und bitte wer hat das ausgesagt: Ausgerechnet Papen?!

        So bald man da nachgräbt, passiert Folgendes: Man findet etwa bei der englischen, deutschen und italienischen Wikipedia unbelegte Zitate, die vielversprechend erscheinen, jedoch da, woher sie stammen sollen, geht’s nicht zu den Quellen selbst, sondern zu wundersamen Märchen, die Wikipedia nicht gewagt hatte zu zitieren, oder es geht irgendwo zum selben, wieder unbelegten Zitat.

        Tatsache ist:
        – Erst 2009 haben die Raoul Wallenberg-Stiftung und eine „Roncalli Foundation“ in Yad Vashem angemahnt, Roncalli zum ‚Gerechten unter den Völkern‘ zu erklären.
        Warum hatte das zuvor keiner der Geretteten selbst unternommen?
        Und wo sind diese vielen Geretteten?
        – Yad Vashem forscht seit immerhin fünf Jahren über den Fall. Das ist eine lange Zeit. Die sind akribische, seriöse und tätige Forscher. Wenn sie Dokumente gehabt hätten, wären sie längst von selbst tätig geworden.
        Wobei sogar Prof. Yehuda Bauer (den die Wallenberg-Stiftung als Gewährsmann anführt, dessen Nachnamen sie jedoch falsch schreibt) sagt, er habe keine Dokumente (also etwa von Roncalli unterschriebene Affidavits oder Taufbescheinigungen usf.), sondern er habe für’s Erste (und Letzte?) nur Aussagen, die über Aussagen gemacht worden seien.

        Gefällt 1 Person

      • Aristobulus schreibt:

        P.S.
        Noch eins. Etwa Selahattin Ülkümen s’l, der türkische Gesandte im von den Deutschen besetzten Rhodos, hat so viele Juden gerettet, wie er nur konnte. Er ist ein ‚Gerechter unter den Völkern‘.
        Es gab und gibt zahlreiche Juden, die belegen, von ihm persönlich mit türkischen Papieren ausgestattet und aus Rhodos gerettet worden zu sein.
        Wo aber ist nur ein einziger Dovid Sternberg oder Morris Terkeltojb, der angibt, dass er von Roncalli wann und wo und wie gerettet worden ist?

        Gerettete haben seit 1948 Aussagen gemacht und sich für ihre Retter eingesetzt.
        Wer, wann und wo hat solches je über Roncalli usw. usf.?

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      • schum74 schreibt:

        Noch Einer – immerhin François Mauriac, Anfang 1948.

        In Klammern: Mag sein, dass die Namen Albert Camus, Paul Claudel und François Mauriac der deutschen Öffentlichkeit nichts sagen. Nun, sie sind der französischen Öffentlichkeit bekannt. Sie vertreten mit einigen Anderen die französische Literatur des 20. Jahrhunderts: nicht nur Schulstoff, auch Genuss.

        Der bekennende Katholik François Mauriac also stellt im Figaro vom 1./2. Februar 1948 die Frage:

        Was wäre gewesen
        « … si, au cours de cette guerre (…) quelqu’un, sur une des collines de la Ville éternelle, avait refusé de manger et de boire (…). Pourquoi aucune folie de cet ordre n’a-t-elle jamais été tentée sur l’une des collines de la Ville éternelle ? Pourquoi (…) jamais ce geste, cet acte inimaginable qui aurait fait tomber à genoux les frères ennemis ? »
        (Cité in Correspondance Journet-Maritain, Éditions Saint-Augustin, 1998)

        Was wäre gewesen
        [wenn im Laufe dieses Krieges (…) irgendwer auf einem der Hügel der Ewigen Stadt Speise und Trank verweigert hätte [Anspielung auf Gandhi]? Warum ist kein verrückter Einfall dieser Art auf einem der Hügel der Ewigen Stadt versucht worden? Wieso nicht eine solche Geste, eine solche undenkbare Tat, die die verfeindeten Brüder auf die Knie gezwungen hätte?]

        Ich bringe diesen Ausschnitt als Kuriosum: als Beleg für guten Willen gepaart mit unfassbarer Naivität des Autors, dessen Romane allerdings Beobachtungsschärfe und Menschenkenntnis belegen.
        Hier unterstellt Mauriac, dass Pius XII. das Schicksal der Juden so wichtig gewesen wäre, dass nur ein Mangel an Phantasie ihn davon abgehalten hätte, sich die Gandhi-Methode zu eigen zu machen.
        Weiter unterstellt er, dass die Nazis deutsche Briten gewesen wären: selbstverständlich bereit, sich moralischem Druck zu beugen.
        Schließlich nennt Mauriac SA- und SS-Leute „frères ennemis“ (verfeindete Brüder), als hätte der Gute vor lauter Christsein rein gar nichts verstanden am Krieg und am zähen Willen der Hitlerschen, die Welt „judenrein“ zu machen, ja, die Schöpfungsgeschichte umzukehren.

        Genug? Vielleicht noch eine Frage: Wie würde François Mauriac (1885-1970) heute vermutlich zu Israel und zum Islam stehen? Nicht vergessen: Der Mann war ein bedingungsloser De-Gaulle-Anhänger. De Gaulle wiederum – ach, egal!

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  13. Hessenhenker schreibt:

    @ Aristobulus
    Diese Pappens waren zu edel und gut, die haben nur ganz ganz heimlich ihre schützende Hand über die Menschen gehalten, aber niemals wem davon erzählt.
    Das machen heutige Politiker schon wieder genauso.

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    • aurorula a. schreibt:

      Das ganze ist dann höchstwahrscheinlich doch von Pap(p)e(n) und Legende. Der widerum hat es erfunden/zugeschrieben/umgedichtet um sich selbst gut dastehen zu lassen, aus Eigennutz und/oder Angst. Der Kirchenmensch war ursprünglich nur Statist, aber nachdem er bekannter wurde als der Pappenstiel hat es sich als Erzählung verselbständigt. Die andere Möglichkeit wäre Legende etwas wörtlicher gewesen, daß einigen Leuten in Bulgarien geholfen wurde, und als es an die Heiligsprechung ging wurde „umzugeschrieben“ und mal eine oder zwei Nullen an die Zahl gehängt; weil es sich immer gut liest wenn sich ein Heiliger auch so benimmt wie zu der Zeit die Vorstellung von einem Heiligen aussieht. Das war aber erst viel später. (Immerhin ist es nicht so schlimm wie bei Mutter Teresa, der Gaunerin und Unmenschin mit extrem guter PR)

      Schade; aber es wäre gut gewesen wenn nicht nur diejenigen etwas getan hätten die nichts zu sagen hatten.

      Wobei ich wohl nicht allein bin darin das ersteinmal für belegt zu halten, siehe etwa hier: http://www.timesofisrael.com/good-pope-joseph/ – wenn man nachsieht wer den Artikel geschrieben hat … kommt einem bekannt vor. Da saß die Zeitung im gleichen Boot wie ich.
      Die andere Frage ist, wie belegt ist dann das was hier für nach 1945 schreiben? Falls das belegt ist, suche ich weiter ob „bescheiden“ als Beschreibung heißt: „hat es öfter dementiert und keiner hat das Dementi geglaubt…“ (zu diesem Effekt habe ich schon eine Quelle, allerdings keine seriöse, die versucht gleichzeitig zu beweisen daß Pius XII kein Sympathisant der Nazis war … Bissl Umdrehungen zum Mittag (: )

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      • Aristobulus schreibt:

        Ja, das fällt auf, nicht?, mit welcher Verve da diese NGO (die Times of Israel macht ja deutlich, von wem sie den Artikel hat) den Roncalli promotet und Israelis unter Pression setzt.
        Laut dieser NGO sollen die Israelis dem Roncalli ewig dankbar sein, weil er irgendwie und irgendwo antichambriert habe, damit ein paar lateinamerikanische Länder 1948 in der UNO für die Gründungsresolution stimmten.
        Huch?, und wenn Roncalli da zwei oder drei katholische Minister angerufen hätte, warum sollte das so honorabel sein? Was’n Moraldruck aber auch, mit dem eine NGO wohl wegen der schlimmen Zeiten jemanden, der mal was Selbstverständliches und mithin nicht ganz Schwieriges tut (wenn er denn!), gleich in den Stand der Heiligkeit versetzen lassen will.

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      • aurorula a. schreibt:

        Vor allem entwertet es
        – komplett alles was der selbstverständliches und nicht mal schwieriges, aber richtiges getan hat (die meisten Staatsoberhäupter bekommen nicht mal das hin); das „reicht“ nicht „aus“ und muß aufgehübscht werden
        – bedingt was andere Richtiges getan haben; dadurch daß man es einer Heiligenlegende in die Schuhe schiebt – denn um das zu tun, muß man schon ein Heiliger sein; ein einfach-nur-Mensch braucht es garnicht versuchen.

        Zusammengenommen: von der selbstverständlichen und nicht mal schwierigen (bitte, ich rede jetzt von nach 45!) (An-)Forderung, als Staatsoberhaupt (des Vatikans) auch ein gutes Staatsoberhaupt zu sein zur Forderung die nur ein Heiliger erfüllen kann, nur mit a Bissele PR. Denn wenn es einfach nur hieße „da gab es mal ein Staatsoberhaupt des Vatikans, der war ganz okay und ist nicht der üblichen Lobby hinterhergalloppiert“ – dann müßten sich ja vielleicht andere Politiker damit vergleichen lassen. Daß Politiker keine Heiligen sind, ist dagegen jedem klar. Gilt analog für Kirchen-Apparatschiks, selbstverständlich.

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  14. mike hammer schreibt:

    Obamarsch ist voll auf Israel fixiert, wie die EU und Bang Ki Moorn*s UNO.
    Produkte aus Gasa, Judea und Samaria müssen nun mit West Bank
    markiert sein.

    http://www.israelnationalnews.com/News/News.aspx/207210#.VqpglvnhCM8

    Gestern noch knallte Obamarschs FBI einen Demonstranten der mit erhobenen Armen da stand…

    Sozialisten gehören gekocht.

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    • Aristobulus schreibt:

      Ja schmecken denn die?😦

      Gefällt 1 Person

    • Dante schreibt:

      Mir ist dies übrigens zu pauschal. Orwell war auch Sozialist und zugleich entschiedener Gegner des Totalitarismus und des Antisemitismus seiner Zeit. Nicht umsonst ist das Regime, das er in „1984“ beschreibt, totalitär und antisemitisch.
      Auch die frühen Zionisten hatten häufig sozialistische Vorstellungen, und für Einstein gilt dasselbe.

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      • Aristobulus schreibt:

        Eher nicht, Dante. Sozialisten sind immer Kollektivisten, nicht? (Schlagworte „Herrschaft der Arbeiterklasse“ resp. „Wiedereinsetzung der Volksgemeinschaft“)
        Es sei denn, Du wüsstest einen Sozialisten, der Individualrecht übers Kollektivrecht stellt-. Jedoch inwiefern wäre er dann noch sozialistisch?
        Orwell hat den Kollektivismus verachtet, und Einstein hat darüber gespottet.

        Gefällt 1 Person

      • Aristobulus schreibt:

        P.S.
        Deine Beispiele mit Orwell, Einstein und etwa Ben-Gurion sind historische Beispiele.
        So um 1930 sahen sich liberale Parteien mehr national als freiheitlich, und einem einzelnen Liberalen blieb wohl nichts übrig, als die SPD zu wählen, die Pressefreiheit, Republikanismus, Umbau des Beamtenapparats und des Militärs in Institutionen mündiger Bürger (nicht mehr unmündiger Befehlsempfänger) und allgemeine Rechtssicherheit (mit Betonung der Arbeiterrechte) versucht hat.
        Weshalb hat sich Ben-Gurion als Sozialist bezeichnet: a) Wegen der Kibbuzim, indem diese Weise der Landwirtschaft zu der Zeit am Vernünftigsten und am Demokratischsten erschien, und b) wegen der säkular verfassten Gesellschaft.

        Jedoch wie ist es jetzt: In Allem anders!🙂

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