Über die Macht im Staate und Flüchtlinge

Die Große Koalition in Berlin verfügt über eine klare Mehrheit der Sitze im Bundestag. Die Koalition besteht aus drei Parteien: der CDU, der SPD und der CSU. Auch ohne CSU wäre eine Mehrheit aus CDU und SPD möglich.

Sollte die CSU aus der Regierungskoalition wegen unüberbrückbaren Differenzen zur Bundeskanzlerin Merkel ausscheiden, so ist es unwahrscheinlich, dass CDU und SPD ohne CSU weiterregieren werden. Immerhin sind CDU und CSU Schwesterparteien, die sich oft zanken, jedoch die Familienbande niemals aufkündigen wollen. Es handelt sich also nicht um eine Ehekrise, wie manche Preußen es meinen, sondern um einen Streit unter Geschwistern.

Sollte es zum großen Krach mit der CSU kommen, weil die CSU die Bundesregierung, an der sie selbst beteiligt ist, beim Bundesverfassungsgericht anschwärzen will, so ist das Ende der Großen Koalition wahrscheinlicher als ein unappetitliches Weiterwursteln von CDU mit SPD. Im zweiten Fall würde sich die CSU auf ganz Deutschland ausweiten, um die Stimmen der AfD zu kassieren. Auch viele CDU-Wähler werden zur CSU wechseln, während in Bayern eine CDU über 5% der Stimmen unvorstellbar bleibt.

Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit wird folglich das Ende der Großen Koalition eingeläutet werden, was kein Grund zum Trauern ist. Weder die Abgeordneten CDU, noch der SPD, die zusammen die Mehrheit an Sitzen im Bundestag stellen, sind für Neuwahlen zu erwärmen. Kein Abgeordneter stimmt für Neuwahlen, wenn er sicher ist, seinen gut bezahlten und lauschig warmen Sitz zu verlieren. Es wird eine „Notkoalition“ aus SPD, Grüne und Linke entstehen, wobei die Linke nicht unbedingt in der Regierung vertreten sein wird.

Und genau das ist die Absicht der CSU und letztendlich auch der Merkel-CDU mit Ausnahme von Merkel. Denn die Politik der neuen Regierungskoalition mit SPD, Grüne ± Linke kann ja nur, was die Flüchtlinge betrifft, die Politik Merkels fortsetzen. Sozialer, grüner und linker geht nicht! Dass diese Politik an der Realität scheitern wird, spielt in der hohen Politik keine Rolle.

Die „Notkoalition“ wird also scheitern. Spätestens 2017, höchstwahrscheinlich eher, werden Neuwahlen zum Bundestag ausgeschrieben werden. Die SPD wir zweistellig bleiben, die Linke kaum Stimmen verlieren, die Grünen um ihren Einzug in das höchste deutsche Parlament bangen und zittern. Die großen Gewinner werden CSU und CDU sein, die anschließend alleine regieren werden, da FDP und AfD weiterhin außen vor bleiben werden, was gut ist. Denn niemand braucht sie und niemand wird sie missen.

Wer wird zum Bundeskanzler gewählt werden? Sicher nicht Merkel. Eher und lieber der Franke aus Nürnberg, der vor kurzem den Karnevalspreis in Aachen gewonnen hat.

Und wie geht es mit den Flüchtlingen weiter?

Von welchen Flüchtlingen sprechen Sie?

Erschienen unter

https://www.fischundfleisch.com/anti3anti/ueber-die-macht-im-staate-und-fluechtlinge-15453

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16 Antworten zu Über die Macht im Staate und Flüchtlinge

  1. Aristobulus schreibt:

    Eine gewisse Reem muss dann aber Bundeskanzlerin werden. Man erinnert sich?, das war jene nette Kleine, die allgemeine Tränen von Rührung allgemein der Allgemeinheit entlockt hat, wohl sogar allgemein merkelsche.

    Somit wird eine FlüchtlingIn zur KanzlerbunderIn, womit 1) die Flüchtlinge dann integriert sind, und womit 2) wir es geschafft haben werden.

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  2. Dante schreibt:

    Kann die Zusammenarbeit der Unionsparteien ernsthaft eine Koalition genannt werden? Klar, die CSU ist eine eigenständige Partei, sie erscheint manchmal eigenständiger als die SPD.😉
    So etwas wie einen Wahlkampf CSU gegen CDU könnte ich mir freilich nicht vorstellen. Bisher jedenfalls.

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    • Aristobulus schreibt:

      Der eherne Bestand deutscher Parteien ist von je her ein äußerst eherner, Dante. Selbst der zweite Weltkrieg und der nahezu Zusammenbruch (bedingungslose Kapitulation genannt) haben daran nichts herausgebissen, die SPD bestand weiter, das Zentrum als CDU-CSU, die DDP und DVP als FDP, und sogar die Nazipartei fing wieder klein an (bis zu ihrem Verbot wohl 1952), und mit der KPD war auch noch was.

      Woanders ist es gang und gäbiger, ja allernormalstens, dass einer bei Bedarf oder einfach so mal eben eine neue Partei gründet. Hierzulande aber allernichtementestens😉 , da bleibt man in puncto Parteien (so wie in puncto Vereinen) ehern wilhelminisch.
      Die Grünen (seit 1978) haben sich etabliert, weil seit 1900 die Reformköstler und die Homöopathen, später sogar verstärkt die Nazis, zurück zur Natur wollten. Natur, Wald, Pastinaken und Strickpullover waren hier immer das Thema.
      Der nächste Versuch (AfD) geht schief. Die AfD dümpelt und kümmert so dahin, weil sich Alle von halbkonservativ bis linksextrem darin einig sind, dass das keine eherne Partei ist und keine wird, sondern Abweichlertum.

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      • aurorula a. schreibt:

        Stimmt, die Parteigründung zwei davor (WASG) war in allen relevanten Belangen eine Verdoppelung der PDS und wurde konsequenterweise von dieser geschluckt.
        *glubb!*

        Es werden noch Wetten angenommen, ob das mit der AfD auch passiert, und welche Partei sie aufnimmt. Wäre es nicht für das ständige rufen „AfD ist rechts!“ der konservativen Parteien, würde ich allerdings keine Wetten nehmen.

        Die Partei direkt davor, die Piraten, sind inzwischen zu „Sonstige“ degradiert worden.
        Kann der AfD auch passieren, aber wohl nicht bald.
        Hier nehme ich Wetten auf die FDP als „Sonstige“ an…

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      • Hessenhenker schreibt:

        Ich gründe eine neue Partei.
        Aber erst morgen, nicht grad heute.

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      • Aristobulus schreibt:

        Nach bisher unbestätigten Gerüchten hat einst ein Ex-Idealist irgendwo im Hessischen die Partei der ungläubigen Hunde gegründet, aber Mangels von-sich-Reden-Machen ist die dann nicht oder kaum oder fast überhaupt nicht gewählt worden.

        Auch ich habe einst eine Partei gegündet, und zwar anno 2014 hier in diesem schönen Nathanblog im Kommentarbereich, aber wie hieß die??, sie hatte ja schon drei Mitglieder!, oder hatse noch?, aber wie zum Geier hieß die?? (je m’excuse car je me répète), und das macht mich jetzt ganz verzweifelt, als Parteigründer nicht mehr zu wissen, wie die hieß.
        Zumal ich mit der Partei gern zu jener anderen dazustoßen wollen würd‘, um mit der zu koagulieren. Kohabitieren, nein koalieren, so heißt das.
        (Aber wie hiiiieß die ??😳 )

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      • Gutartiges Geschwulst schreibt:

        @Aristobulus: „Auch ich habe einst eine Partei gegündet, … (Aber wie hiiiieß die??“

        Vermutlich the Aristocats:

        Gefällt 2 Personen

      • Hessenhenker schreibt:

        Und der Ex-Idealist hatte sogar mal irgendwann vorher einen christlichen Prediger zum Parteichef einer anderen idealistischen Gründung gemacht.
        War ein Fehler, ich hätte den Redakteur der SED-Zeitung nehmen sollen, um wirksamer „von sich reden zu machen“.

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      • Hessenhenker schreibt:

        Armer Aristobulus! Manchmal vergeß ich ja auch was, das ich gegründet hab. Aber ich bin schon uralt und mache bald das Dutzend der Gründungen voll . . .
        Hab letzte Woche so eine „Isch bin enne berühmte Mann“ – Biographie eines 24jährigen CDU-Islampolitikers gelesen, davon kann man noch was lernen. Ich z.B. werde künftig immer erwähnen, daß ich auch mal als Regisseur gearbeitet habe, auf einer ganz ganz berühmten Realschule. War vielleicht sogar in dem Jahr, als ich sitzengeblieben bin, LOL:

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  3. Hessenhenker schreibt:

    Das ist unfair!
    Darf ich nicht mit der Henkerpartei wenigstens einen Sitz haben?
    Habe keine Lust, mit 100 Euro Rente auszuwandern . . .
    20.000 € im Monat wie bei Sigmar Gabriel dürfen schon sein!

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  4. mike hammer schreibt:

    Die Macht des Staates, oHHHHHHHHHH es klingt so Mikroagressiv.
    Hier Regiert von Linkspsychos, Deutschland einig Geisteskrank.
    Eine Politklapse und irgend einer hat die Schlüssel versteckt.

    Gefällt 2 Personen

  5. Gutartiges Geschwulst schreibt:

    „Es wird eine „Notkoalition“ aus SPD, Grüne und Linke entstehen, …“

    Bezogen auf die verursachte Not? Vermutlich nicht. Bezüglich dessen erscheinen mir die C-Parteien als die größere Katastrophe.

    „Denn die Politik der neuen Regierungskoalition mit SPD, Grüne ± Linke kann ja nur, was die Flüchtlinge betrifft, die Politik Merkels fortsetzen.“

    Sie sollten die Sozialdemokratie nicht unterschätzen, anti3anti! Die Sozen haben, ob aus Verstand oder aus Berechnung, schon manche überraschende Entscheidung getroffen, die sich nachträglich als richtig herausstellte.

    „Die großen Gewinner werden CSU und CDU sein, die anschließend alleine regieren werden, da FDP und AfD weiterhin außen vor bleiben werden, was gut ist.“

    Was ist gut daran, wenn die miesesten Umfaller alleine regieren?

    Gefällt 3 Personen

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