Die Eroberung Nordamerikas

Nordamerika ist seit einigen Jahrhunderten von Europäern kolonisiert, wie die Eroberung euphemistisch genannt wird. Als Erste fahren junge, kräftige Männer alleine ohne Kinder und Frauen über den Atlantik, bevor es erst viel später zum Familiennachzug und Familiengründungen kommt. Die Kolonisten kommen, weil sie Abenteurer, Deserteure und gesuchte Verbrecher sind oder weil es ihnen im alten Europa nicht gefällt. In Europa gibt Armut, Krieg, Arbeitslosigkeit, Hungersnöte und Willkür. Viele Kolonisten sind tiefreligiöse Christen, die ihren Glauben in der Neuen Welt leben wollen.

Der Norden Amerikas ist nicht menschenleer. Dort leben seit Jahrtausenden kriegerische neben friedlichen Einheimischen, die Indianer heißen. Für die Eroberer sind die Einheimischen kulturlose und gottlose Banausen. Die Europäer interessieren sich nicht für die Kultur und die Religion der Indianer. Kein Europäer denkt daran, die Kultur oder gar die Religion der Einheimischen zu übernehmen.

Nach wenigen Jahrhunderten übernehmen die Eroberer die ganze Macht in Nordamerika. Die Einheimischen werden dezimiert und in Reservaten eingesperrt. Irgendwann erhalten die Einheimischen Menschen- und Wahlrecht, was jedoch nicht ausreichen darf, damit ein Indianer oder Inuit Präsident der USA oder Kanadas wird. In Südafrika nennt man dies „Apartheid“, obwohl die heutige schwarze Mehrheit, die Zulus, aus Zentralafrika „eingewandert“ ist und die ursprüngliche Bevölkerung im Süden Afrikas, die indigenen San, beinahe ausgerottet hat.

Warum haben die Europäer die Macht in Nordamerika erobert und in Südafrika verloren?

Damit die Eroberer die Oberhand er- und anschließend behalten, muss ihr Bevölkerungsanteil größer sein als das der Eroberten. Zum anderen brauchen die Mächtigen bessere Waffen als die Einheimischen. Eine „höhere“ Kultur ist nicht vonnöten. In Südafrika ist es nicht den Europäern, sondern den Zulus gelungen, die Mehrheit zu bilden.

Bessere Waffen darf keineswegs mit einer fortgeschrittenen Waffentechnologie gleich gesetzt werden. Zuweilen sind traditionelle Waffen erfolgversprechender als moderne. Wenn zum Beispiel das Benutzen von Feuerwaffen, vor allem gegen Frauen und Kinder, verpönt und moralisch geächtet ist, so können bereits Messer, ja Finger, sich als erfolgreiche Waffen erweisen.

Für die Machtübernahme spielt es überhaupt keine Rolle, ob die Kolonisten freundlich oder feindlich aufgenommen werden. Die Menschheitsgeschichte zeigt, dass ein friedliches Miteinander von Eroberern, die ihre Religion und ihre Kultur beibehalten, mit den eroberten Einheimischen nicht möglich ist. Ein exzellentes Beispiel bietet England. Hier haben sich die französischen Normannen mit den einheimischen Angelsachsen vermischt und eine gemeinsame Kultur, Sprache und Religion gebildet. Die ehemalige französische Oberschicht ist genauso britisch wie die Unterschicht.

Was können wir für heute daraus lernen?

Nichts!

 

Erschienen unter

 

https://www.fischundfleisch.com/anti3anti/die-eroberung-nordamerikas-15718

http://www.huffingtonpost.de/../../nathan-warszawski-/die-eroberung-nordamerika_b_9149338.html

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18 Antworten zu Die Eroberung Nordamerikas

  1. Bachatero schreibt:

    Morgen werden wir aber schon sehr früh lernen.

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      • aurorula a. schreibt:

        (sorry, wollte ich eigentlich bei 3:53 verlinken – hat nicht geklappt😦 )

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      • Bachatero schreibt:

        Der alte Saruman hat alles auf die Orcs gesetzt … und verloren. Komisch, in dem ganzen Dings kommt keine böse Frau vor, Feministenmachwerk. Und wie ist es in Wirklichkeit? Frau Merkel kommandiert die Orcs.

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      • aurorula a. schreibt:

        Wenn man die große böse Spinne nicht zählt und den Drachen im Hobbit wo keiner so genau weiß ob Männlein oder Weiblein, nein.
        Aber die böse Frau war schließlich beschäftigt – in den Büchern von Tolkiens gutem Freund C.S. Lewis. Ob die Bücher so gut sind sei dahingestellt, aber jedenfalls hatte die böse Zauberin gerade da eine Rolle angenommen und stand für den Herrn der Ringe deshalb nicht zur Verfügung😛

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      • Bachatero schreibt:

        Wirklich schade, da hätte Angelika Jolie uns allen, mit nur 1er Brust, mal zeigen können, wo der Hexenhammer wirklich hängt.

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      • Bachatero schreibt:

        Übrigens, der Film verrät es uns ja nicht, aber wer ist eigentlich die Urmutter der Orcs? Vorschlag für eine Fortsetzung: „Die Mutter der Orcs. Sauron schwängert Orcana“, Beatrix von Klapperstorch in ihrer besten Rolle.😈

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      • Aristobulus schreibt:

        Hmmm. Die Urmutter der Orks… Margot Honecker?, zu marginal. Sahra Wagenknecht?, zu fantasielos. Leni Riefenstahl?, die hat ihn nur geknipst und verschwand zu ihrem Adolf. Medea herself?, Trotz Allem doch zu hellenisch. Claudia Roth?, ähm, nicht mal des schlimmmben Saurons Geschmack.
        Der hatte nur ein Auge, der arme Sauron. Hat er sich also eine gesucht, die drei besaß, wegen der Symmetrie.
        Diese da (und um sie dem Georg Kreisler abspenstig zu machen, musste er den Kampf seines Lebens kämpfen) :

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      • Bachatero schreibt:

        Sieht aus, als wenn nur Heidi Klum übrigbleibt.

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      • Aristobulus schreibt:

        Lol!
        Vom Alter her könntses schaffen. Sonst wohl auch.

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  2. mike hammer schreibt:

    Grrrrrrrrrrrrrröhl, das fazit, einmalig, mann ist das trocken, ….nichts…., Oh Mann!😉

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  3. unbesorgt schreibt:

    „Warum haben die Europäer die Macht in Nordamerika erobert und in Südafrika verloren?“ – weil sie es im Süden mit der Religion versucht haben, im Norden mit der Religionsfreiheit.

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    • mike hammer schreibt:

      wessen religionen durften im norden bleiben die im süden den bewohnern verboten wurde?

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      • Aristobulus schreibt:

        Die im Süden haben die Religion zum Vorwand genommen, um zu herrschen, und das ging schief.
        Die im Norden haben jene gestürzt, die durch Religion herrschen wollten (und haben in ihre Unabhängigkeitserklärung geschrieben, dass es keine Staatskirche und keine staatlichen Agréments mit Religionsverbänden geben darf), und es ging gut.

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      • unbesorgt schreibt:

        So wie Aristobulus das sagt, meine ich das.😉

        Gefällt 2 Personen

      • mike hammer schreibt:

        sorry
        leutchen,
        die im süden haben
        die massen zu kontrolieren
        versucht,
        die
        norden
        haben sich nicht
        um religion geschert sondern
        alles gekillt was bei
        drei nicht den
        pocken
        erlag.

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      • Aristobulus schreibt:

        Hmm, die im Süden haben die Neger bis zuletzt wie Neger behandelt, und das ging nicht gut.
        Die im Norden haben Neger & Redskins nur manchmal so behandelt, meist nicht, und sie haben früh damit aufgehört – so ging es dann gut…

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      • mike hammer schreibt:

        fragt mal rian bellrose, man hat 1000 nationen ausradiert,
        so wie ROM die juden aduradieren wollte,
        war kein rumesblatt.
        auch wenn man bedenken muß wann was geschah und
        was zu jener zeit usus war, auf dieser blutroten blauen kugel.

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