Zum Todestag von Heinrich Heine

Tapfer im Nirgendwo

Vor genau 160 Jahren, am 17. Februar 1856, starb Heinrich Heine.

“Denk ich an Deutschland in der Nacht,
Dann bin ich um den Schlaf gebracht.”

Dieses Zitat aus dem Gedicht “Nachtgedanken” gehört zu den am meisten missverstandenen Aussprüchen Heines. Der Grund für die Schlaflosigkeit ist nämlich kein Unbehagen in Richtung Deutschland, sondern Heimweh, das mit “Sehnen und Verlangen” wächst. Besonders nach der Mutter sehnt sich Heine.

“Deutschland hat ewigen Bestand,
Es ist ein kerngesundes Land,
Mit seinen Eichen, seinen Linden,
Werd’ ich es immer wiederfinden.

Nach Deutschland lechzt ich nicht so sehr,
Wenn nicht die Mutter dorten wär;
Das Vaterland wird nie verderben,
Jedoch die alte Frau kann sterben.”

Das Gedicht ist somit kein Schmähgedicht sondern ein Liebesgedicht an Deutschland.

„Das war ein Vorspiel nur, dort wo man Bücher verbrennt, verbrennt man auch am Ende Menschen.”

Dieses Zitat gehört ebenfalls zu den missverstandenen Aussprüchen Heines. Es stammt aus Heines Tragödie

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100 Antworten zu Zum Todestag von Heinrich Heine

  1. schum74 schreibt:

    Edel und ergreifend, Heines Bemerkungen zum Kommunismus.

    „Ein fürchterlicher Syllogismus hält mich umstrickt, und wenn ich diesen ersten Satz nicht widerlegen kann, ›dass alle Menschen das Recht haben zu essen‹, so bin ich gezwungen, mich allerlei anderen Folgerungen zu unterwerfen.“

    Was Heine nicht wissen konnte: dass ausgerechnet ein Kommunist, Josef Wissarionowitsch Stalin mit Namen, 1932-1933 mit der Enteignung der Kulaken absichtlich eine Hungersnot herbeiführen würde, die bis zu 15 Millionen Menschen tötete.

    „Im schrecklichen Frühling 1933 sah ich Frauen und Kinder mit aufgeblähten Bäuchen, die blau angelaufen waren, noch atmend, aber mit toten Augen. Und Leichen in zerlumpten Schaffellmänteln mit billigen Filzstiefeln, Leichen in Bauernhütten, Leichen im schmelzenden Schnee des alten Wologda… Ich sah all das und drehte doch nicht durch, beging nicht Selbstmord, glaubte weiter, weil ich glauben wollte.“ (Lew Kopelew, Und schuf mir einen Götzen)

    „Und gesegnet sei der Gewürzkrämer, der einst aus meinen Geschichten Tüten drehen wird…“

    Was Heine hätte wissen können: dass die Verachtung von Literatur und Kunst niemandem eine gute Zukunft verspricht. Denn warum sollten brotsatte Menschen keine geistige Nahrung haben dürfen? Und was hat das Recht zu essen mit Ikonoklasmus zu tun?

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    • Gutartiges Geschwulst schreibt:

      @schum74

      !!!!!

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    • caruso schreibt:

      Liebe schum74, auch mich hat das zutiefst berührt. Und ich denke, das ist der Grund, warum die Idee des Kommunismus noch immer lebt. Weil diese Idee doch ein Körnchen Wahrheit oder Richtigkeit beinhaltet, auch wenn die versuchte Verwirklichung überall schief ging. Ich vermute, weil man die Zukunft nicht planen kann. Sie macht, was sie will. Man kann nur unangenehme Auswüchse entfernen. Ob das verständlich ist? Immer kommen mir die Zweifel, weil ich ja keine Studierte bin.
      lg, und a git Schabbes
      caruso

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      • Gutartiges Geschwulst schreibt:

        @caruso: „Und ich denke, das ist der Grund, warum die Idee des Kommunismus noch immer lebt. Weil diese Idee doch ein Körnchen Wahrheit oder Richtigkeit beinhaltet, …“

        Ist es wirklich ein Körnchen Wahrheit, das den Kommunismus belebt, nicht eher ein Körnchen Sehnsucht? Leider bin ich auch kein Studierter.
        Alles Gute für Sie, liebe Caruso!

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      • schum74 schreibt:

        Ein Körnchen Sehnsucht nach dem Maschiach: Wer hätte es nicht?

        Alles Gute Ihnen beiden – git Schabbes, Caruso!

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  2. schum74 schreibt:

    Zwar komme ich selten dazu, Buurmanns Artikel zu lesen – man kann nicht überall sein ‒, doch errate ich, dass er eine entschieden negative Meinung zu AfD und Pegida hat. „Pack“ muss er nicht sagen. Das lässt er Heine sagen:

    „Fatal ist mir das Lumpenpack,
    Das, um die Herzen zu rühren,
    Den Patriotismus trägt zur Schau
    Mit allen seinen Geschwüren.“

    Nur, dass sich die Zeiten geändert haben. Nicht „altdeutsche Narren“ stellen sich dem Islam im Wege, sondern kleine Leute, die après tout nur die Bundesrepublik verteidigen wollen, die sie aufgebaut haben. Frank A. Meyer (Cicero, 01.10.2010) gibt ihnen Recht:

    „Wer hat eigentlich Deutschland aufgebaut? Das Deutschland, in dem Wirtschaftswunder und Demokratiewunder gleichzeitig, ja gemeinsam Karriere machten; das Deutschland auch, das in der ganzen Welt als politisch, kulturell und finanziell großzügige Nation wahrgenommen wird; das Deutschland der vergangenen 61 Jahre; das Deutschland von heute.

    Waren es nicht die kleinen Leute, die dieses Deutschland aus der Taufe gehoben haben und seitdem als dessen Paten dafür einstehen – mit ihrem Fleiß, ihrem Pflichtbewusstsein, ihrer Ordnungsliebe, vor allem auch mit ihrem ganz normalen Gemeinsinn nach innen wie nach außen? Garantieren nicht diese Kleinbürger und ihr kleiner Wohlstand den Erfolg der ersten gesicherten deutschen Demokratie? Haben nicht vor allem sie für dieses Deutschland gearbeitet, geschuftet und sogar gestritten, ohne dabei viel Aufheben von sich selbst zu machen? (…)

    Und natürlich machen sich Deutschlands Spießer … ihre Gedanken. Da es sich bei den Erfolglosen unter den Migrantenkindern auffällig oft um Abkömmlinge der muslimischen Kultur handelt, verfestigt sich der Eindruck: Es muss an der Religion liegen – an dieser Religion!

    Dies auch nur zu denken aber ist ein Verstoß gegen die guten Sitten etablierter Politik und Publizistik. Dort gilt die Doktrin: Der Islam ist eine Religion wie jede andere. Und also verweigerte sich Deutschlands linksliberales Establishment hartnäckig der Einsicht, dass es sich beim Islam um eine verspätete Religion handelt, die ihre archaischen Wertvorstellungen per Migration in den deutschen Alltag trägt, jeden Versuch zur Emanzipation ihrer Mädchen und Frauen unterdrückt und deshalb auch ihre Knaben und Männer in der Selbstfindung behindert. Aber den Islam als Feind der offenen Gesellschaft zu sehen, ihn konsequenterweise zu bekämpfen – das durfte und darf kein Thema sein.“

    http://www.cicero.de/berliner-republik/der-zorn-der-kleinen-leute/41208

    Schwer vorstellbar, dass sich Heine auf die Seite der Islamiker stellen würde, nur weil Islam „die Religion der Armen“ sein soll. – Die Religion, die Armut schafft, das ja. Anderseits ist Heine schon auf die furchterregenden Kommunisten hereingefallen.
    Nun, so viel Abwägzeit würden die Islamiker ihm zum Glück nicht lassen. „Jude, Jude…“

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    • Gutartiges Geschwulst schreibt:

      Sie sind gerade in Hochform, liebe @schum74. Lassen Sie Sich bitte nicht aufhalten!

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    • Thomas ex Gotha schreibt:

      Dass Patrioten Lumpenpack waren und sind, hat Heine schön und gültig ausgedrückt. In der nächsten Strophe nennt er dann auch einen Namen („Menzel“) und der hat ja nicht nur einen Ruf als „Franzosenfresser“ und Denunciant des Jungen Deutschland, sondern auch eine Geschichte als Burschenschafter. Er war befreundet mit dem Rechtsterroristen Sand und mit Maßmann (ja genau, der, welcher Saul Aschers Germanomanie (und Germanomane ist ja viel treffender als so ein nichtssagender Begriff wie Patriot) mit dem Spruch „Wehe über die Juden, so da festhalten an ihrem Judenthum und wollen über unser Volksthum und Deutschthum spotten und schmähen!“ auf dem Wartburgfest ins Feuer warf) und es fällt auch sonst schwer, am Menzel des Jahres 1844 Züge zu finden, die nicht unappetitlich sind.

      Ein anderer Typ von Patriot ist der Frank A. Meyer. Sein Stil ist nicht „unermüdlich eifernd und polternd“ (so die ADB über Menzel), er bevorzugt den Kitsch: „Waren es nicht die kleinen Leute, die dieses Deutschland aus der Taufe gehoben haben (…) mit ihrem Fleiß, ihrem Pflichtbewusstsein, ihrer Ordnungsliebe (…)? Garantieren nicht diese Kleinbürger und ihr kleiner Wohlstand den Erfolg der ersten gesicherten deutschen Demokratie? Haben nicht vor allem sie für dieses Deutschland gearbeitet, geschuftet und sogar gestritten, ohne dabei viel Aufheben von sich selbst zu machen? Einfache Leute, kleine Leute, Kleinbürger, oft und gern als Spießbürger verächtlich gemacht – um sie geht es in diesem deutschen Herbst: Zu Tausenden, zu Hundertausenden melden sie sich plötzlich zu Wort, nachdem Thilo Sarrazin eine Bresche für sie geschlagen hat.“
      Ich muss mich wirklich zurückhalten, um meinem Ekel vor dieser Prosa nicht allzu deftig Ausdruck zu verleihen: Ein Journalist behauptet, ein Millionär und allenfalls durchschnittlicher Politiker habe sich zum Fürsprecher der „kleinen Leute“ gemacht (dass für einen wie ihn die Migranten nicht zu dieser Gruppe zählen, zeigt seine perfide Demagogie), er kommt dann auf die „Chancenlosigkeit deutschsprachiger Schülerinnen und Schüler, die als Minderheit (…) in vielen Schulklassen um entscheidende frühe Entwicklungserfolge gebracht sind“ so zu sprechen, als seien hier lebende Türken (in Meyers widerlichem Deutsch: „Abkömmlinge der muslimischen Kultur“) nicht deutschsprachig und wirft dann dem Innenminister heuchlerisch vor, wovor er selbst nicht zurückschreckt, die Gleichsetzung einer Religion mit den Gläubigen.
      Auch suggeriert Meyer, es gehe Sarrazin um die „Befreiung von den Fesseln“ der Religion, ja um Aufklärung, aber auch das ist Bullshit: seine Ziele sind immer schon Denunziation und Abgreife gewesen.

      Noch eine Lüge: „Wer hat eigentlich Deutschland aufgebaut?“ fragt Meyer und möchte uns glauben machen, es habe 1945 völlig in Trümmern gelegen, dabei waren gut 80% der Industrieanlagen noch erhalten, Marshallplan, Korea-Boom und das Londoner Schuldenabkommen erwiesen sich als ebenso hilfreich wie die Migration aus der DDR und von Gastarbeitern, und so waren es eben nicht nur die „kleinen Leute“, in welche sich die kleinen Nazis verwandelt hatten, sondern auch die Alliierten und, vor allem, die Zwangsarbeiter, die während des Krieges für das Nachkriegsdeutschland schuften durften, das Meyer so rührend verklärt.

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      • Gutartiges Geschwulst schreibt:

        @Thomas ex Gotha: „Dass Patrioten Lumpenpack waren und sind, hat Heine schön und gültig ausgedrückt.“

        Nein, das hat er nicht. Er hat lediglich jene Patrioten als Lumpenpack bezeichnet, die ihren scheinbaren Patriotismus zur Schau stellen („Den Patriotismus trägt zur Schau …“), zugunsten eigener Absichten („…, um die Herzen zu rühren, …“).
        So wenig wie alle Patrioten Lumpenpack sind, sind alle Nichtpatrioten Lumpenpack. Das nichtpatriotische Lumpenpack macht sich indessen dadurch erkenntlich, das es alle Vorteile des eigenen Landes genießt, dieses jedoch verachtet.
        Wahres Lumpenpack kreuzigt also andere für eine Schuld (von der es selbst komfortabel partizipiert) und onaniert dabei auf seine selbst erteilte Absolution.
        Gute Verrichtung, Herr ex Gotha!

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      • mike hammer schreibt:

        siehe da wer von lumpen spricht, klingt wie wenn eine liebesdame/männchen
        andere frauen mit hur…… schimpft. wer patrioten lumpen
        schimpft war nie wert einen zu kennen.

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      • Gutartiges Geschwulst schreibt:

        @mike hammer: „wer patrioten lumpen schimpft war nie wert einen zu kennen.“

        War wert wen zu kennen? Einen Patrioten oder einen Lumpen?
        Egal, der Wert reicht in beiden Fällen nicht.

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      • mike hammer schreibt:

        einen patrioten.
        es waren patrioten
        die hitlers horden stoppten,
        patrioten die israel vor
        5 araberarmeen
        retteten,
        patrioten die der herrschaft
        der monarchen ein ende setzten.
        patrioten begießen düngen das land mit
        den leichen von tyrannen auf das
        freiheit gedeiht oder
        sterben dabei.
        da kann der ex verzapfen was er will, hinterlader oder nicht.😈

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      • mike hammer schreibt:
      • mike hammer schreibt:

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      • schum74 schreibt:

        Mike, auch so ein Lumpenpack, das sich in Frankreich schon 1940 NS-Deutschland entgegenstellte. Nicht-Lumpenpack: die französischen Kommunisten, die auf Seite der deutschen Besatzer standen, weil Hitler und Stalin noch gute Kumpel waren.

        Historikerin Claire Andrieu über die Résistance, Deutschlandfunk, 20.06.2010:

        „Wer sich auf die Suche nach den Wurzeln des Widerstands im Jahr 1941 begibt, steht vor einer komplexen Aufgabe. Man weiß, dass der Kommunistischen Partei durch den Hitler-Stalin-Pakt die Hände gebunden waren, was die Deutschen nicht daran hinderte, Kommunisten zu verhaften. Dennoch verfolgte die KP ihre eigene Politik. So sind die Motive der ersten Widerstandskämpfer nicht einfach mit den gebräuchlichen soziologischen und politischen Begriffen zu beschreiben. Sie korrelieren mit keiner Klasse, sozialen Schicht oder Partei, sondern entspringen tiefer verankerten Überzeugungen, etwa dem Patriotismus, wie er in der Schule gelehrt wurde. Vaterlandsliebe war ein ähnlich eingefleischter Wert wie der Antifaschismus, der kein aktiver, auch kein durch Parteizugehörigkeit oder Herkunft bedingter Antinazismus war. Vor dem Krieg auf die Nazis zu schimpfen, war eine Sache, etwas anderes war es, in Kriegszeiten zu handeln!“

        http://www.deutschlandfunk.de/die-resistance-in-historischer-perspektive.911.de.html?dram:article_id=128211

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      • mike hammer schreibt:

        # schum74

        du bist einmalig.😉

        wenn ein land einem könig oder diktator gehört, wenn ein mann einer ideologie sich verpflichtet die nicht freiheit für sein volk heißt, kann er patriot sein? wohl kaum oder?

        du buddelst sachen aus! ich warte regelrecht auf deine komentare. kein kompliment.

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      • Thomas ex Gotha schreibt:

        Beruhigt euch. Ich werde eure Kommentare achten und ehren, wenn sie es verdienen, wenn sie nicht mehr eine müßige oder knechtische Spielerei sind. Pflanzt die schwarz-rot-goldne Fahne auf die Höhe des deutschen Gedankens, macht sie zur Standarte des freien Menschtums, und ich will mein bestes Herzblut für sie hingeben.
        Beruhigt euch, ich liebe das Vaterland ebenso sehr wie ihr. Ich bin der Freund der Deutschen, wie ich der Freund aller Menschen bin, wenn sie vernünftig und gut sind und nicht ihr Herz an die Germanomanen von Clausnitz oder Pegidanitz verloren haben. Oder Unfug schreiben wie „hinterlader oder nicht“ oder „auf seine selbst erteilte Absolution onanieren“ (sind das Ministrantenbräuche im dunklen Katholistan?), aber dergleichen erledigt sich ja immer zuverlässig von selbst.

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      • Gutartiges Geschwulst schreibt:

        @Thomas ex Gotha: „oder “auf seine selbst erteilte Absolution onanieren” (sind das Ministrantenbräuche im dunklen Katholistan?)“

        Da ich Atheist bin, kann ich Ihnen diese Frage leider nicht beantworten, Herr ex Gotha. Meine Lebenserfahrung sagt mir allerdings, dass Wichser überall vorkommen.

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      • Aristobulus schreibt:

        Also was sind nun Patrioten, Thomas?, Knechtische gegen ‚freies Menschtum‘ (ganz schön pathetisch), also Rächtte?, oder ist es ganz anders, weil Patrioten Jefferson und Lincoln und Ben-Gurion heißen, die den Mächtigen und Schlächtern ins Gesicht treten?

        Zugegeben, das Wort Patriot hat in Deutschland zu viele merkwürdige Beigeschmäcker, zumal sich just Leute wie Christian Worch oder Gerhard Schröder unwidersprochen Patrioten nennen dürfen, und auch in der DDR, der zweiten totalitären Diktatur auf deutschem Boden, war viel vom Vaterland und nie von Individualrecht die Rede.
        Es hat meist mit Herz-, nein mit Selbstrührung zu tun, wenn man sich in Deutschland als Patriot bezeichnet. Warum: Weil im Deutschland von 1918 und 1948 individuelle Freiheit und offene Gesellschaft nicht wie in den USA, im gerade gegründeten Israel oder in Frankreich durch patriotische Revolutionäre eingeführt worden sind. Das Wagnis haben die Deutschen regelmäßig verpasst: 1918 kam’s wegen des verlorenen Kriegs und wegen der Flucht des Kaisers zur Republik, und 1948 geschah’s bloß, weil die USA eine neue deutsche Republik aufbauten.

        Also bleibt der Ausdruck Patriot von der deutschen Warte aus gesehen (das ist und bleibt die Ihrige) sehr diffus und beliebig. Weswegen Sie so gern dagegen losziehen, indem Sie das neunzehnte Jahrundert dann mit der Gegenwart verwechseln

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      • Thomas ex Gotha schreibt:

        Tja, was sind Patrioten? Mike Hammer, der mich immer so süß zu bezirzen versucht, schreibt in seiner typischen Prosa: „es waren patrioten / die hitlers horden stoppten,
        patrioten die israel vor / 5 araberarmeen retteten.“
        Mag ja sein, aber auch die Deutschen in „Hitlers Horden“ begriffen sich gewiss ebenso als Patrioten wie die arabischen Soldaten, die gegen Israel Krieg führten. Ich habe mir dann das Privatvergnügen gemacht, eine Passage aus Heines Vorrede zu „Deutschland. Ein Wintermärchen“ ein bisschen abzuwandeln, um deutlich zu machen, dass Patriotismus nichts taugt, wenn nicht noch eine andere Idee mit ihm verknüpft ist.
        Patriotism um des Patriotism willen ist, zumal in Deutschland, das Erkennungszeichen der Schufte und des Lumpenpacks.

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      • Aristobulus schreibt:

        Indem Patriotismus jedoch nicht mit einer anderen Idee verknüpft sein muss, denn mit welcher?, ist das beliebig?, sondern konkret mit Individualrecht, allgemeiner Gleichberechtigung und Begrenzung der Machtausübung verknüpft sein muss, kann Patriotism um des Patriotism Willen ja nun mal kein Patriotismus sein.

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      • mike hammer schreibt:

        # ex

        spiel nicht den dummen, du weist was patria bedeutet und es ist nicht patriotisch ausserhalb dieser land zu erobern. dein verein, die linksfaschisten aber
        wollen jedes land erobern und dann nach ihrer
        perversion hausen wie die
        bazillen.
        in deutscher soldat ist ein patriot nicht, wenn er die ukraine judenfrei macht,
        sondern ein sozialist, ein nationaler.

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      • Thomas ex Gotha schreibt:

        Hammer!
        Da wird so mühsam die Etymologie bemüht und wieder geht es daneben: „es ist nicht patriotisch ausserhalb dieser („patria“ ist gemeint) land zu erobern“ — na, da werden aber die Patrioten all over the world ein wenig zerknirscht sein, oder?
        Waren denn z.B. die Briten, die sich ein ganzes Empire eroberten, allesamt von meinem „verein, die linksfaschisten“ und wollten „nach ihrer perversion hausen wie die bazillen“?
        Und fühlten doch keinen Deut „patriotisch“? Haut nicht hin, oder? Da muss man noch einmal nachdenken.

        P.S.: Eingedenk einer Redensart, die ein umgekehrt proportionales Verhältnis zwischen intellektueller und erotischer Performance suggeriert, sehe ich einem möglichen gemeinsamen Abend mit Spannung entgegen. Bis es aber soweit ist, sollte die Konvention gewahrt und das Du außen vor bleiben.
        Dafür ist später Zeit genug…

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      • Aristobulus schreibt:

        Der Hammer frug jedoch wegen der Sowjets, von denen es bekanntlich noch immer viele gibt mitsamt diffusen Liebäuglern, jedoch er frug nichts über’s neunzehnte Jahrhundert oder über großbritische Empiristen, von denen es bekanntlich nischt mehr gibt, nicht mal ’nen diffusen Schatten😉

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  3. mike hammer schreibt:

    Nur ein elender lump kann patrioten einfach so beschmutzen wollen,
    nichts an ihm ist aber ehrbar oder moralisch genug es zu schaffen
    sie in den schmutz zu ziehen in dem er geboren sich suhlt.

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      • mike hammer schreibt:

        😀

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      • mike hammer schreibt:

        wofür auch immer, immer gerne.

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      • mike hammer schreibt:

        😦

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      • Aristobulus schreibt:

        Leute, diese Patrioten hatte der Gothaische nicht gemeint.
        Er hat jene gemeint, gegen die er traditionell gebürstet ist, etwa solche, die eine schwarze Kreuzflagge schwenken (mit etwas Rot und Gelb darum) und sich selbst als Patrioten bezeichnen, die aber was Anderes als eine Republik wollen, nicht? Die träumen mehr von einem Ständestaat.
        Die hatte jedoch Frank A. Meyer auch nicht gemeint, sondern der meint positiverweise jene, die bei Pegida schwarzrotgoldene Trikoloren schwenken und weiter den Rechtsstaat wollen, weil er ihnen etwas Wohlstand und Friedlichkeit gebracht hat.

        Thomas ex Gotha sieht diese Unterschiede nicht (ich habe sicher noch weitere ausgelassen), sondern schert alles über einen Kamm. Er trifft damit weder die Gegenwart, noch überhaupt den Heinrich Heine. Er schlägt da auf etwas drauf, aber trifft nicht und kommt selbst nicht weiter. Also ist er im Grund gegen Alles😉

        Man muss es ihm erklären.

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      • schum74 schreibt:

        „[Thomas ex Gotha] schlägt da auf etwas drauf, aber trifft nicht.“ (Aristobulus)

        Thomas ex Gotha trifft umso weniger, als ihm der Ursprung des Phänomens, auf das er schlägt, unbekannt zu sein scheint.

        Wie Albert Soboul in seinem zweibändigen Klassiker La Révolution française darlegt, war Patriotismus den europäischen Völkern bis etwa zur Valmy-Schlacht fremd. Die Völker in Europa waren den Herrschern verbunden bzw. Gott. Fallen tat man auf dem Schlachtfeld für fremde Angelegenheiten: wegen Thronfolgezwistigkeiten oder Ländergewinne, mit denen man nichts zu schaffen hatte. Der Adel war seit und je kosmopolitisch – naturgemäß sozusagen: Man heiratete unter sich über Ländergrenzen hinweg. An der „Autrichienne“ Marie-Antoinette nahm man erst Ende des 18. Jahrhunderts – wo? Im revolutionären Frankreich – Anstoß. Plötzlich war das ein Problem: Der Patriotismus als Verbindung eines kollektiven Projekts mit einem Boden war geboren.

        Hier die zweite (?) Strophe der Marseillaise (Rouget de Lisle, 1792):

        « Amour sacré de la patrie
        Conduis, soutiens nos bras vengeurs.
        Liberté, liberté chérie
        Combats avec tes défenseurs.
        Sous nos drapeaux que la victoire
        Accoure à tes mâles accents,
        Que tes ennemis expirants
        Voient ton triomphe et notre gloire !

        Aux armes, citoyens ! … »

        [Heilige Liebe zum Vaterland,
        Führe, stütze unsere rächenden Arme
        Freiheit, Freiheit, liebe,
        Kämpfe mit deinen Verteidigern …]

        Hilfe! Wo ist die Antifa, wenn man sie braucht?

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      • Aristobulus schreibt:

        Eh voilà, ma chère, danke für Deinen Ausriss aus dem Albert Soboul!, genau das ist es.
        Man schrieb in der Spätrenaissance und gern noch im 17. Jh über Patriotismus, indem man Römer wie den Cincinnatus und den alten Cato hochleben ließ und vermeinte, dass man selbst ähnliche Gefühle für’s eigene Land habe – jedoch etwa die französische Hymne an Henri IV ist ein Trinklied, nicht?, die heute als ganz unpatriotisch gälte.
        Und die Deutschen hatten keine Zentralgewalt und überhaupt keinen eigenen Einfluss auf nationale Dinge, sie besaßen noch im 17. Jh nicht einmal genug Hochsprache, um sich da emotional anzudocken (ein Jahrhundert später ging das, aber nur in Sachen Sprache, woanders nicht).
        So konnte bis zur amerikanischen Revolution niemand je ein Patriot sein.

        Einzige Ausnahme bis 1772 oder in Europa bis etwa 1792: Die Jidn, zerstreut von Neuengland übers Elsass bis zum Kaukasus und von Schwarzafrika bis Indien und China, die seit tausenden Jahren einen sehnsuchtsvollen Stolz auf ein eigenes, nun fast verwaistes Territorium pflogen, aber nicht wegen hierarchischer Herrscherfamilien wie später bei den Anderen, sondern wegen der ethischen Gebundenheit, die jedes jüdische Individuum mit dem jüdischen Volk teilte. So ging das jüdische Diasporagebet der langen Vergangenheit nahtlos in den israelischen Patriotismus der Gegenwart seit 1948 über.

        Außerhalb des Judentums kann also seit den bürgerlichen Revolutionen der Patriotismus als Verteidigung der individuellen Freiheit definiert werden.
        Aber leider kommen immer wieder irgendwelche Generäle Franco, Putine und Papens an und schreien, dass Patroitismus nur der kollektive Stolz auf Nation und heilige Hackordnung sei.

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      • schum74 schreibt:

        Warum nicht auch kollektiver Stolz auf eine Nation? Kommt darauf an, was sie hervorgebracht hat, nicht? Deutschland etwa, das sind nicht nur 12 Jahre. Das sind immense Leistungen in jeder Kultursparte. Darauf darf man sich was einbilden.

        Was ist Patriotismus im heutigen Deutschland? Was kann er sein?

        Wie beschreibt Horst Seehofer die jetzige Lage? „Wir haben im Moment keinen Zustand von Recht und Ordnung. Es ist eine Herrschaft des Unrechts“. Dazu gehört die Einschränkung der Rede- und Demonstrationsfreiheit mittels Einschüchterung, die Einschränkung des Personenschutzes im öffentlichen Raum, die Bedrohung des Eigentums.

        Patriotismus kann also nach Lage der Dinge nur konservativ sein. Nicht auf Zunahme von Freiheit, Sicherheit und Wohlstand für jeden Einzelnen gerichtet, sondern auf Zurückerlangung der im Schwinden begriffenen Güter.

        Aber was heißt für jeden Einzelnen? Gibt es noch ein deutsches Volk „als ein Volk einheitlicher Kultur und Geschichte, einheitlicher Sprache und einheitlicher Grundgesinnung“ (Staatsrechtler Dietrich Murswiek)?
        Kann es zwischen Scharia-Anhängern und deren Staatshelfern einerseits, und Rechtsstaat-Anhängern andererseits ein gemeinsames Projekt geben?
        Jeder möge entscheiden, wer von ihnen Deutschland mehr liebt.

        Von Alexander Kissler diese interessante Passage aus einem Cicero-Artikel (23.02.2016):

        In Zeiten grassierender Hilfs- und Fassungslosigkeit werden schlichte Wahrheiten zu Sensationen. Eine solche eigentlich banale Wahrheit schrieb nun der Freiburger Staatsrechtler Dietrich Murswiek in einem Fachaufsatz nieder, erschienen beim renommierten Verlag Ferdinand Schoeningh: „Das Volk ist das Subjekt der Demokratie“. Und damit beginnen anno 2016 die Verwirrungen. Wurde das Volk hinreichend gefragt, ob es der Exekutive unter Merkel das Mandat geben will für die „Umstrukturierung der Bevölkerung Deutschlands“? Laut Murswiek werde gerade „aus der nach Sprache, Kultur und Geschichte deutschen Mehrheitsbevölkerung eine multikulturelle Gesellschaft ohne einheitliche Sprache und Tradition“. Dazu aber müsste eine „verfassunggebende Volksentscheidung“ ihr Placet geben.

        Die Bundesregierung allein sei „nicht berechtigt, die Identität des Volkes, das sie repräsentiert und dessen Wohl zu wahren sie geschworen hat, einwanderungspolitisch aufzulösen“. Dem stehe das Grundgesetz als „nationalstaatliche Verfassung“ entgegen. Der Lehrstuhlnachfolger von Ernst-Wolfgang Böckenförde beruft sich auf den „demokratischen Parlamentsvorbehalt“ ebenso wie auf den Parlamentarischen Rat, der bei der Entstehung des Grundgesetzes dessen Souverän benannte: das deutsche Volk „als ein Volk einheitlicher Kultur und Geschichte, einheitlicher Sprache und einheitlicher Grundgesinnung“.

        Damit sind die entscheidenden Fragen dieses Jahres benannt: Sind wir Zeuge einer demokratisch nicht gedeckten, fundamentalen Veränderung des Staatsvolkes? Treibt Merkel diese offensiv voran? Und wer hätte das Recht und die Pflicht, ihr in die Speichen zu greifen? Wäre Deutschland heute eine Republik, die zu streiten und zu debattieren vermag und nicht nur zu moralisieren und zu diffamieren, würden genau diese essentiellen Fragen nun breit und offen diskutiert. Jede Wette: Es wird nicht dazu kommen.

        http://www.cicero.de/berliner-republik/merkels-asyl-und-fluechtlingspolitik-wo-steckt-denn-nun-das-volk/60534

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      • Aristobulus schreibt:

        Patriotismus kann nach Lage der Dinge gern konservativ sein – im Sinne von Erhaltung der Sicherheit und der Gesetze und der Verfügungsgewalt des Einzelnen über sein Eigentum.
        Patriotismus kann aber sogar links sein, nämlich im Sinne von Erhaltung des freien Ausdrucks und der antiautoritären Errungenschaften, ja selbst im Sinne der Erhaltung der Meinungsfreiheit, nicht?

        Es kommt nur darauf an, ob jemand stolz auf individualrechtliche und freiheitliche Errungenschaften der vorangegangenen Generationen ist (sei er dann konservativ, liberal oder sogar links).

        …ein deutsches Volk „als ein Volk einheitlicher Kultur und Geschichte, einheitlicher Sprache und einheitlicher Grundgesinnung“ (Staatsrechtler Dietrich Murswiek)
        Gibt es das?
        Oder wann hat davon nur das Eine oder das Andere einheitlich existiert?

        Ist eine einheitliche Grundgesinnung wünschenswert? Haben die Zuschauer von RTL2 und die Zuschauer von Opern von Rameau, Mozart, Puccini, Händel eine einheitliche Grundgesinnung?
        Hat ein katholischer, am Sonntag trachtengekleideter Bürger von Altötting eine nur ähnliche Grundgesinnung wie ein Versicherungsangestellter und Sonntagssegler aus Eckernförde?
        – Bisher ging es jedenfalls immer recht gut, Trotz deutlich verschiedener Grundgesinnungen.
        – Es geht nicht gut, so bald jemand eine einheitliche Grundgesinnung einfordert, um in der Bevölkerung was umzustrukturieren (Murswiek). Jüngstes Beispiel ist die neo-neoanti-gesamtantideutsche Willkommenskultur, die jeden, der da mit mitläuft, als Rassisten und Rechtsabweichler brandmarkt.

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      • schum74 schreibt:

        Ja, Aristobulus, auch ich habe bei Patriotismus an die Juden gedacht; weshalb ich versucht war, 1789 von einer erneuten Verbindung zwischen einem kollektiven Projekt und einem Land zu sprechen.

        Genau das war ja das antike Israel: ein aus Stämmen hervorgegangenes Volk mit selbstgestelltem Auftrag (Sinai), das sich mit einem Boden verbunden hat; wobei Israel – das ist schon gesagt worden – Volk war, bevor es zu einem Land kam. Bei den meisten Völkern ist es umgekehrt: Es ist zuerst ein Boden da, worauf dann ein Volk entsteht.
        Vielleicht haben wir es deshalb so lange ohne aushalten können.

        Weshalb Jean-Jacques Rousseau in seinen Considérations sur le gouvernement de Pologne den heimatlos gewordenen Polen die Juden zur Nachahmung empfielt: Mischt euch nicht mit Fremden, lasst nicht ab von euren Sitten und Gesetzen. Nur so haben die Juden überdauert:

        « C’est par là que cette singulière nation, si souvent subjuguée, si souvent dispersée, et détruite en apparence, mais toujours idolâtre de sa règle, s’est pourtant conservée jusqu’à nous jours (…) et que ses mœurs, ses lois, ses rites, subsistent et dureront autant que le monde, malgré la haine et la persécution du genre humain. »

        [Nur dadurch hat sich diese bemerkenswerte, so oft überwältigte, so oft zerstreute und scheinbar zerstörte, doch in ihr Gesetz immer vernarrte Nation bis in unsere Tage erhalten (…); nur dadurch bestehen ihre Sitten, ihre Gesetze, ihre Riten immer noch und werden sich gegen den Hass und die Verfolgung des Menschengeschlechtes so lange erhalten wie die Welt.]

        Wie heißt es in einem Satz? Jotér misché-Jisrael schamrú et ha-Schabat schamrá ha-Schabat otám ‒ Mehr als dass die Juden den Schabbes gehalten haben, hat der Schabbes sie gehalten.

        יותר משישראל שמרו את השבת שמרה השבת אותם.

        In diesem Sinne: Schawua tow!🙂

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      • Aristobulus schreibt:

        Ah, sehr-sehr-sehr so.

        A gutte woch!

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      • schum74 schreibt:

        Wann hat es nach Kriegsende je eine einheitliche Grundgesinnung gegeben, fragt Aristobulus (28.02.2016, 7:19). Und: „Ist eine einheitliche Grundgesinnung wünschenswert?“

        Zuerst eine kleine Korrektur. Der Satz, um den es geht:
        …ein deutsches Volk „als ein Volk einheitlicher Kultur und Geschichte, einheitlicher Sprache und einheitlicher Grundgesinnung“
        stammt vom Parlamentarischen Rat (s. Cicero oben), nicht vom Staatsrechtler Dietrich Murswiek, der ihn lediglich zitiert.

        Zur Sache: „einheitliche Grundgesinnung“ hatte ich mir als (fast) einhellige Zustimmung zum Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland übersetzt.
        Wie viele Deutsche sind für ein scharia-gerechtes Strafrecht? Wie viele für das Verbot nicht-staatlicher Organisationen? Oder für die Einrichtung einer Agit-Prop-Abteilung im Bundesinnenministerium?
        Mir scheint, dass es um solche Dinge geht, nicht um die Präferenzen von RTL2-Zuschauern und Operliebhabern.

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      • aurorula a. schreibt:

        „einheitliche Grundgesinnung“ hatte ich mir als (fast) einhellige Zustimmung zum Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland übersetzt.
        Wie viele Deutsche sind für ein scharia-gerechtes Strafrecht? Wie viele für das Verbot nicht-staatlicher Organisationen? Oder für die Einrichtung einer Agit-Prop-Abteilung im Bundesinnenministerium?

        Eher, wieviele können das sein bevor das Ganze nicht mehr funktioniert?
        Und, in der Tat, wie nah sind wir diesem Punkt (schon)?

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      • Aristobulus schreibt:

        Danke für Deinen Verweis auf den parlamentarischen Rat als Quelle.
        Also ist die Übereinstimmung der deutschen Gesamtheit (hoff’mer’s!) mit den Beginn des Grundgesetzes gemeint, dass die Würde des Menschen unantastbar sei.
        Hmm. Sein möge. Sein könnte, wenn!, denn sie wird ja dauernd von wem angetastet, und dann von wem Anderen.

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      • Thomas ex Gotha schreibt:

        Dass ich das hier noch einmal lesen muss: “ Deutschland etwa, das sind nicht nur 12 Jahre. Das sind immense Leistungen in jeder Kultursparte. Darauf darf man sich was einbilden.“ Pardon, aber das haut nun vorne und hinten nicht hin. Was da ein nebulöses „Deutschland“ untergeschoben bekommt, sind z.B. Leistungen von Exilanten (Heine, Marx, Brecht) und von Bürgern deutscher Klein- und Teilstaaten (Goethe, Hacks). Nicht zu vergessen die Kulturleistungen von dezidiert Antideutschen oder sagen wir besser: Antigermanomanen. Wenn denn ein Pegidast oder Identitärer sich etwas auf den „Faust“ einbildet, weil ihn der Zufall der Geburt in dasselbe Sprachgebiet hingesetzt hat, mag er es gerne tun, irgendwer müsste ihm aber stecken, dass Goethe die Deutschen „achtbar im einzelnen und so miserabel im ganzen“ gefunden hat. Ich bin da, um es einmal im zeitgenössischen Dummdeutsch auszudrücken, ganz bei ihm, dem Goethe.

        Noch zum Kissler: Immer schon mein Lieblingstropf, ein rechtskatholischer Schwallkopf, eine Type wie aus einem satirischen Roman: Greint da zum Beispiel darüber, dass „Kritiker der Exekutive als moralisch defekt gescholten, als unanständig oder gar als Vaterlandsverräter“ angesehen würden, und zitiert dann schlankweg einen, der es trotz oder auch wegen einer Mitgliedschaft im Nationaldemokratischen Hochschulbund zum Professor gebracht hat. So schlimm kann der „Tugendterror“ (Sarrazin, ooch so ne Type) nun auch wieder nicht sein. Was der Professor von sich gibt, ist denn auch danach, aufklärungsfernes Raunen der Art, es sei die Bundeskanzlerin gerade dabei, „die Identität des Volkes, (…) einwanderungspolitisch aufzulösen“ (in einem Glas Wasser?), ferner würden wir Zeugen einer „Umstrukturierung der Bevölkerung Deutschlands“ (da mag er, ohne es zu ahnen, sogar Recht haben).
        In zivilisierten Ländern bestimmen aber weder das „Volk“ noch die „Identität“ (und erst recht nicht die neueste Emanation der Germanomanen, die Identitären), wer Staatsangehöriger ist oder nicht, sondern Gesetze. Wenn Kissler schreibt, Deutschland sei „derart rasch und derart dramatisch aus dem Lot geraten“ bzw. (mit dem Stil hapert es beim Alex Kissler seit langem) „so rasch und so total aus dem Lot geraten“, schließt er von dem, was ihm durch den Schädel schwirrt, auf die Außenwelt.
        So einer wird seit Jahren von Burda, Ringier und der katholischen Kirche durchgefüttert. Haben Sie denn wirklich keine anderen Pfeile im Köcher?

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      • schum74 schreibt:

        Stimmt ja: Den Magdeburger Dom haben die Kaiser von China errichtet und Leibniz ist in Mekka aufgewachsen.
        Und ja: Wer sein Land in der Sprache seines Landes kritisiert, ist kein Landeskind mehr; weshalb die jüdischen Propheten keine Juden waren, die Antideutschen keine Deutschen, Vergil kein Römer und Aragon kein Franzose.

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      • schum74 schreibt:

        P.S. Wenn ich Sie so lese, Thomas, schäme ich mich nachträglich für die Germanistik-Professoren an der Sorbonne, die sich nicht entblödet hatten, ein Fachgebiet namens „culture allemande“ zu lehren.
        Hatten die Herrschaften in ihrem bodenlosen Unwissen über die Nebulosität des Wortes „Deutschland“ tatsächlich angenommen, dass es so was wie eine deutsche Malerei, eine deutsche Architektur, Musik, Literatur, Philosophie… gebe? Wo doch das nebulöse Heilige Römische Reich Deutscher Nation erst 1815 geendet hat, und mit ihm die nebelhafte Kleinstaaterei. Was hat denn Sachsen-Anhalt, dem Luther und Nietzsche entstammen, mit Goethes Hessen gemeinsam? So viel wie Uganda mit der Dominikanischen Republik, nicht? Das sehe ich jetzt ein.
        Und ich traue mich kaum zu erzählen, dass Mozart, Grillparzer und Lenau unter „culture allemande“ liefen. Das ist ja – das ist schon Krypto-Pétainismus, denken Sie zu Recht.
        Schlimm-schlimm, die Folgen identitären Unterrichts.

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      • Aristobulus schreibt:

        Komisch, ich war nie germanoman, ich hab Saul Ascher zu gern dafür😉 , den armen großen Nietzsche auch.
        Aber wenn ich Thomas ex Gotha lese, obwohl ich ihn gern lese, krieg ich stehenden Fußes germanomane Anwandlungen und will mir sofort beim Ebay ’ne Büste von Kaiser Barbarossa (lauernd im Kaufhäuser) ersteigern.

        Nope, man ist kein Identitärer oder ein Diffusschwätzer wie ein Kissler, wenn man drauf besteht, dass Goethe (und nicht ein Hacks!, wer ist der??) und selbst der oft pathetische Schiller und Heine und Büchner und Tucholsky und Johann Adolf Hasse (den kennt kaum einer) und Haydn aus der deutschen Kultur geschöpft und sie geprägt haben.

        Und dann kam woanders Balzac und hat la comédie humaine geschrieben, was Musil nur versucht hat, und zuvor kam Jean Philippe Rameau und hat geschafft, was Johann Christian Bach Trotz Genialität nicht geschafft hat.

        Ist es Identitärismus und germanomaner Nationalismus, wenn man Dante Alighieri lieber mag und ihn für unendlich viel wichtiger hält als etwa Rumi, den Langweiler?

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      • schum74 schreibt:

        Wenn man Dante Alighieri mag – und schon gar mehr als Rumi ‒, ist es zwar nicht germanomaner Nationalismus, aber das könnte auf banausige Italophilie schließen lassen. Was natürlich vorne und hinten nicht hinhaut. Denn Dante hat mit Italien nichts zu schaffen, hauptsächlich aus zwei Gründen: erstens ist Italien nicht vor Ende des 19. Jahrhunderts entstanden, und zweitens hat nur der Zufall der Geburt den Dante ins Ravenna des 13. Jahrhunderts hingesetzt. Er hätte genauso gut im Afghanistan des 20. Jahrhunderts leben können; oder als Frau in Jerusalem 1000 vor der Zeitenwende. Das hätte an seinem Werk kein Pünktchen geändert.

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      • Aristobulus schreibt:

        Dantes Nachname ist langobardisch (Aligern), also war er kerndeutsch🙂
        Und sicher, nicht einmal Garibaldi war ein Italiener, denn sein Geburtsort Nice (Nizza) war 1807 französisch. Er war aber kein Franzose, sondern er gehört der Welt. – Neiiin, er gehört nur der präfaschistischen Bourgeoisie, weil er weder Marxist-Leninist gewesen ist, noch Antirassist.
        Einer gilt allein als Xyz, also überhaupt als was Spezifisches, indem er Mehrheitssozialist (Bolschewik) ist. Wenn er jedoch nur Goethe heißt und aus Frankfurt kommt, findet man seine dreieinhalb antideutschen Innerlichkeitsäußerungen ebenso bestimmend für sein Nichtdeutschsein, wie die Mohämmischen neuerdings meinen, er sei wegen des West-östlichen Diwans naturgemäß ein Moslem und Teil der Umma gewesen.

        Selbst der große Edgar Allen Poe ist selbstverständlich kein Amerikaner gewesen, denn er war bloß ein Bourgeois, so wenig wie der Riese Martin Luther King ein Amerikaner gewesen ist oder für sein Land gekämpft und es geprägt hat, denn der war schw- – neiiin!, der war kein Sozialist, also ein Knecht der Bourgeoisie.

        A gutte lajle Dir🙂

        P.S.
        Und Hegels Weltgeist sey Preis und Danck, dass Karl Radek, Leo Trotzki und Emma Goldman keine Jidn mehr gewesen und nichts, aber auch gar nichts über spezifisch jüdische Werte und übers jüdische Leben geschrieben haben, sondern nur über Gewalt und Machtübernahme und Kaderei, nicht? Die partikularistischen, ja nationalen Flausen hat ihnen der Sozialismus ein für allemal ausgetrieben.

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      • schum74 schreibt:

        Superbe, Ari! Zum Umrahmen.🙂

        Auch Dir a gutte lajle.🙂

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      • Thomas ex Gotha schreibt:

        Ihnen ist schon klar, dass es gar nicht darum ging, ob es „eine deutsche Malerei, eine deutsche Architektur, Musik, Literatur, Philosophie… gebe“ und auch nicht um die Frage, ob „Schiller und Heine und Büchner und Tucholsky und Johann Adolf Hasse (den kennt kaum einer) und Haydn aus der deutschen Kultur geschöpft und sie geprägt haben“?
        Die Frage ist doch vielmehr, was vom „kollektiven Stolz auf eine Nation“ zu halten ist. Schum74 fragte rhetorisch: „Kommt darauf an, was sie hervorgebracht hat, nicht?“ und buchte dann die „immensen Leistungen in jeder Kultursparte“ auf der Habenseite eines Deutschlands ab, das größer sei als die Barbarei, die etwas verdruckst als „12 Jahre“ bezeichnet wird.
        Mich befremdet es etwas, dass hier der Stolz auf eine Nation (wenn wir denn überhaupt diesen schwammigen Begriff verwenden wollen) beworben wird, die nichts Besseres zu tun hat, als ihre besten Köpfe zu verprellen und zu vertreiben: Heine starb in Paris, Büchner in Zürich, Tucholsky verzweifelt bei Göteborg. Gerade er hat sich 1929 mit den Fragen befasst, um die auch dieser Kommentarstrang kreist: “ Es ist ja nicht wahr, daß jene, die sich ‚national‘ nennen und nichts sind als bürgerlich-militaristisch, dieses Land und seine Sprache für sich gepachtet haben. Weder der Regierungsvertreter im Gehrock, noch der Oberstudienrat, noch die Damen und Herren des Stahlhelms allein sind Deutschland. Wir sind auch noch da. (…) Und in allen Gegensätzen steht (…) die stille Liebe zu unserer Heimat.“ 6 Jahre später, als ihn die Barbarei eines Besseren belehrt hatte, nahm er eine Überdosis Schlaftabletten.
        „Kollektiver Stolz auf eine Nation“ bringt gar nichts. Man eigne sich die „immensen Leistungen“ so gut es geht an, arbeite fleißig geistig, bleibe freundlich und fern von jeder Überheblichkeit. Die Welt ist zu groß und das Leben zu kurz, um es an den Patriotismus zu verschwenden.

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      • Aristobulus schreibt:

        Thomas, Sie stellen die moralische Frage, was davon zu halten sei, wenn Leute auf Kulturleistungen stolz seien, die sie nicht selbst hervorgebracht hätten.
        Nein, vom Hervorbringen schreiben Sie nichts, aber Stolz auf eine Nation gefällt Ihnen nicht, nicht einmal der auf ihre ‚guten Seiten‘.

        Trotzdem Dank, dass Sie zwar diesmal zum Thema zurückfinden, ja darauf bestehen, dass da ein Thema war, zu dem zurückgefunden werden müsse😉 , aber es zieht doch etwas nieder, was Sie da schreiben. Warum soll z.B. Schum nicht etwa auf Nietzsches und Lenaus Sprache stolz sein und feststellen dürfen, dass diese und Andere so gut schreiben und denken, indem sie deutsch und für Deutsche schreiben? Sie ist stolz darauf, weil sie ihr geben, was Andere ihr nicht geben. So, wie ich stolz auf Rameau, Händel, Cavalli, Lully, Johann Christian Bach und streckenweise Puccini und manchmal Steve Reich bin, weil die mir täglich beim Frühstück geben, was ich woanders nie kriege.
        Aber das ist irgend Gesamtpatriotismus, kein spezifisch deutscher, sondern einer auf europäische Errungenschaften. Obwohl ich vollstes Verständnis für etwa jemanden habe, der etwa auf Shakespeare, Hume, Newton, Gainsborough und Samuel Johnson stolz ist, aber weniger aus nationalen Gründen, sondern weil die Beschäftigung mit diesen Größen ihn im lebensfördernden Sinne geprägt hat – hingegen auf Mozart, Schiller, Knobelsdorff, Angelica Kauffmann und die Hackerts (Hacks??, nope, Hackert) muss er nicht stolz sein, die haben ihm weniger gegeben.

        Zurück zum Patriotismus als Stolz wegen kultureller Errungenschaften. Die zu schützen sind, nicht?, zu schützen und zu erforschen und zu propagieren, damit Andere ihrerseits im lebensfördernden Sinne davon profitieren.
        Weswegen diese Art von Patriotismus solche Errungenschaften schützt und erhält und neue Errungenschaften vielleicht inspiriert.
        Und in keinem Fall schadet.

        Und zurück zum anderen, nein zu diesem Thema, ob es gut sei, nein was davon zu halten sei, wenn es „einen kollektiven Stolz auf eine Nation“ gebe. Im Sinne von Tucholsky ist viel davon zu halten – und wegen der Verteidigung gegen z.B. Leute, die hereinsickern und alles kahlschlagen wollen. Linker Kulturkahlschlag ist ja schon unangenehm genug, aber die mohammedanische Kulturvernichtung (die ÜBERALL da getan wird, wo mehr Mohammedaner daherkommen) ist weitaus fataler, weil sie Errungenschaften, Freiheiten, Devianzen, ja Möglichkeiten unrestituierbar bis auf die Grundsteine vernichtet.

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      • aurorula a. schreibt:

        Steve Reich kannte ich bislang nicht, habe aber grade das Internet(z) nach Musik von ihm ausgeworfen und kann verstehen, warum er Dir gefällt

        *like*
        Danke für den Tip!😀

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      • aurorula a. schreibt:

        … und noch etwas anderes:

        count me out for awhile *geht Musik hören* 🙂

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      • Aristobulus schreibt:

        Ah dieser Steve Reich, danke für Deine Funde, der Steve Reich ist großartig🙂

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      • schum74 schreibt:

        Aristobulus, wie könnte ich „stolz“ sein auf Nietzsche und Schiller etwa, da Deutschland nicht mein Land ist? Sie sind nicht meins. Aber ich liebe und bewundere sie. Stolz – aber echt jetzt🙂 – bin ich aufs Eigene: auf Israel (Kultur und Staat).

        Im Übrigen: Zu jeder Spitzenleistung eines Einzelnen gehört die kollektive Leistung von Tausenden, Hunderttausenden – ach was! Millionen ‒, die sie ermöglicht haben. Wie kann Einer Schriftsteller sein oder Philosoph ohne Leser, ohne Gesprächspartner, ohne Verleger, ohne die Infrastruktur, die ein zivilisiertes Volk mit Fleiß und Mühe im Laufe von Jahrhunderten erschaffen hat? Ein Physiker, ein Chemiker, braucht Instrumente, die er nicht selbst erfunden und hergestellt hat; er braucht Experimentierräume, die er nicht selbst gebaut hat. Auf wie vielen Entdeckungen stützt sich seine eigene nobelpreisgekrönte Entdeckung?
        Darum darf man ohne Albernheit stolz sein auf die Großen seines Landes.

        Diese Beteiligung eines Kollektivs an jedem bedeutsamen Werk ‒ gerade die fehlt in den Islamländern. Warum bringen die nichts hervor? Sicher nicht, weil kluge, phantasiereiche Köpfe dort fehlen würden. Aber um sie herum ist Wüste: keine Vorarbeit, keine Förderer, keine Kollegen, kein Publikum, nichts. Dafür Aal-hu! Aal-hu!.

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      • schum74 schreibt:

        P.S.
        „So, wie ich stolz auf Rameau, Händel, Cavalli, Lully, Johann Christian Bach und streckenweise Puccini und manchmal Steve Reich bin, weil die mir täglich beim Frühstück geben, was ich woanders nie kriege.“

        Kann es sein, dass Du nicht von Stolz redest, sondern von Dankbarkeit?

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      • Aristobulus schreibt:

        … so wird’s wohl sein, danke!, und eben, als ich Newtons Ausspruch „we are standing on the shoulders of giants“ korrekt zitieren will, finde ich, was der Talmudgelehrte und Tossafist Issaja ben Mali deTrani (1180-1250) dazu gesagt hat, zum Stolz auf die Leistungen Anderer wegen der eigenen Dankbarkeit, sie beurteilen und sie kritisieren und von ihnen lernen und sie vor Allem genießen zu dürfen🙂 :

        Should Joshua the son of Nun endorse a mistaken position, I would reject it out of hand, I do not hesitate to express my opinion, regarding such matters in accordance with the modicum of intelligence alloted to me. I was never arrogant claiming „My Wisdom served me well“. Instead I applied to myself the parable of the philosophers. For I heard the following from the philosophers. The wisest of the philosophers asked: „We admit that our predecessors were wiser than we. At the same time we criticize their comments, often rejecting them and claiming that the truth rests with us. How is this possible?“ The wise philosopher responded: „Who sees further a dwarf or a giant? Surely a giant for his eyes are situated at a higher level than those of the dwarf. But if the dwarf is placed on the shoulders of the giant who sees further? … So too we are dwarfs astride the shoulders of giants. We master their wisdom and move beyond it. Due to their wisdom we grow wise and are able to say all that we say, but not because we are greater than they.

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      • schum74 schreibt:

        Wow! So dankbar für dieses Zitat, Ari.🙂 Bleibt nur noch, das Original zu finden.

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      • Aristobulus schreibt:

        Ich kann sowas von ganz-ganz schlecht bis überhaupt-gaaanich‘ im Original finden, aber Du findst es von jetzt auf gleich mitsamt dem Zusammenhang, da verwette ich meine Tastatur drauf.

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      • schum74 schreibt:

        Apropos Dankbarkeit:
        Dr. Salem Ben Ammar (Dreuz, 03.02.2016) beklagt zu Recht die Undankbarkeit der Ungläubigen für die täglichen Leistungen der Mohämmer:

        « L’humanité est fort injuste avec les musulmans. Sans eux, nous n’aurions pas le visage vivant de ce que fut la condition humaine au temps de Mahomet. »

        [Die Menschheit ist äußerst ungerecht zu den Muslimen. Ohne sie hätten wir kein lebendiges Gesicht vom Leben zur Zeit Mohammeds.]

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      • Aristobulus schreibt:

        … ach ja, immer eine kleine Prise Koran vorm Schlafengehen sey füglich zu nehmen, aus Gründen von Ehr und Anstand.
        Wem der Koran gar zu simpel oder zu hartgebrettet erscheinet, der mag sich Altmeister Goethens östlich-hässliche Ottomane anthun:

        Sagt es niemand, nur den Weisen,
        Weil die Menge gleich verhöhnet;
        Das Möhämm’ge will ich preisen,
        Das nach Flammentod sich sehnet.

        Und so lang du das nicht hast,
        Dieses: Werd nie, stirb’s!
        Bist du nur ein morscher Gast
        aus Ächz‘ und Waah und Schnirps.

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      • schum74 schreibt:

        Was schreibt Aristobulus (02.03.2016, 4:13 nachmittags) an Thomas Ex-Gotha?

        „Linker Kulturkahlschlag ist ja schon unangenehm genug, aber die mohammedanische Kulturvernichtung (die ÜBERALL da getan wird, wo mehr Mohammedaner daherkommen) ist weitaus fataler, weil sie Errungenschaften, Freiheiten, Devianzen, ja Möglichkeiten unrestituierbar bis auf die Grundsteine vernichtet.“

        Kommt Verlagsdirektor Slobodan Despot und behauptet – nein, macht plausibel –, dass linker Kulturkahlschlag die conditio sine qua non für mohammedanische Kulturvernichtung ist.
        Warum verbreitet sich der Islam wie ein Buschfeuer in Europa? Unter anderem weil das selbstsichere Christentum abgedankt hat; weil Lehre und Praxis zu sentimentalem Humanitarismus zusammengeschrumpft sind. Wie drückt sich Finkielkraut aus? Die Theologie ist zu „Bobologie“ geworden. Das Christentum hat sich dem linken Zeitgeist verschrieben, der auf Ausrottung sinnvoller Traditionen aus ist, deren Sinn er nicht mehr versteht. Der Zeitgeist versteht schon nicht mehr den Sinn von Mordverbot (doch für die Befreiung der Verdammten dieser Erde, nicht wahr?), von Diebstahlverbot, von Inzestverbot.

        Auch die Nicht-Christen, Agnostiker und Atheisten verabschieden sich mehrheitlich von nur noch oberflächlichen Überzeugungen: Nichts mehr vorhanden, was mohammedanischem Druck standhalten könnte. Wie sang Georges Brassens schon 1964: « Mourir pour des idées, oui ‒ mais de mort lente » – Für Ideen sterben, ja – aber einen langsamen Tod. Unglücklicherweise sterben und morden unsere Feinde jeden Tag für ihre Ideen.

        Die Erben der Französischen Revolution – und die Modernität allenthalben geht auf die Utopie eines von den Fesseln der Vergangenheit befreiten, auf endlosen Fortschritt ausgerichteten homme nouveau zurück ‒ streben wie Danton und Robespierre ebenfalls nach der Erschaffung des neuen Menschen, nur dass sie auf andere Mittel setzen: Während die von den französischen Revoluzzern propagierte Verwandlung über Bildung, Wissen und Verstandesgebrauch zu laufen hatte, befürwortet die neue Linke Unbildung, Unwissen und emotionale Abdriftung („dérive émotionnelle“).

        Das Ergebnis hat nicht lange auf sich warten lassen: Auffällig vor allem, die Absage an den elementaren common sense. Angela Merkel demonstriert sie bis zur Karikatur.

        So weit Despots etwaige Analyse der gegenwärtigen Lage.
        Wie lautet das Motto des Kulturmagazins, das den Essay veröffentlicht? « Surtout si vous n’êtes pas d’accord » – Vor allem, wenn Sie nicht einverstanden sind. Na bitte: Discutons, discutons!

        http://www.causeur.fr/france-revolution-lumieres-michea-36902.html

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      • Thomas ex Gotha schreibt:

        Patriotismus ist ja kein „Stolz wegen kultureller Errungenschaften“, sondern kommt auf diese vor allem dann zu sprechen, wenn es mit anderen Errungenschaften nicht allzu weit her ist. Was sich heute „Patriot“ nennt und auf den Straßen herumtreibt, hat mit den kulturellen Errungenschaften wenig am Hut, sondern möchte am liebsten im eigenen Saft braten, ja ich würde diese Leute sogar, um eine Ihrer Formulierungen zu benutzen, als „Leute, die hereinsickern und alles kahlschlagen wollen“, bezeichnen. Das Beispiel Tucholsky sollte einem da alle Illusionen rauben, er bezeichnete sich am Ende seines Lebens als „aufgehörten Deutschen“.
        Sehr putzig finde ich auch den Begriff „linker Kulturkahlschlag“ – der sich genau woran erkennen lässt? Dass ein bürgerliches Publikum in der kölner Philharmonie nicht 16 Minuten Steve Reich erträgt? Dass das deutsche Kapital mit seinen Medien keinen Anlass zur Massenverblödung auslässt?
        Ebenso putzig, dass hier eine der Voraussetzungen jeglicher Aufklärung — die Abdankung des „selbstsichere(n) Christentums“ — als Verlust beklagt wird. Wenn es doch nur so wäre. Aber allein die katholische Kirche besitzt Ländereien, die größer sind als das Saarland, sitzt bombenfest in Schulen, Krankenhäusern, Kitas usw., und der Islam, der sich angeblich „wie ein Buschfeuer“ in Europa verbreite, wird sich gewaltig strecken müssen, bis er überhaupt einen Bruchteil dieser Machtposition erlangt.
        Und der „linke Zeitgeist“? Ach, ich spüre ihn deutlich, die Reichen werden immer ärmer und die Armen immer reicher, ja sie vergesellschaften die Schwerindustrie und besteuern die Besitzenden bis aufs Blut, keine Frage… Am Ende bleibt ein konservatives Kulturverlustlamento, das nur einen Fehler hat: es hat mit der gesellschaftlichen Wirklichkeit wenig zu schaffen.
        Eine Frage noch: Was ist mit der „Absage an den elementaren common sense“ gemeint? Asylrechtsverschärfungen und tägliche Brandanschläge oder das bisschen Flüchtlingsaufnahme 2015?

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      • schum74 schreibt:

        Entwarnung, Aristobulus: Du darfst Deine Tastatur behalten. On a eu chaud, hein?

        Also: Das Gleichnis vom Zwerg und dem Riesen (Meschál ha-Nanáss al Gabé ha-Anák) verdankt R. Jeschaja von Trani nichtjüdischen Denkern (Chachamé ha-Gojim), die er auf Anfrage eines Freundes zitiert.
        Auf R. Jeschaja von Trani wiederum verweist der Arzt R. Zidkija Ben Awraham (13. Jh.) im Vorwort eines Buches, um Kritiken an seinen halachischen Entscheidungen abzuwehren.
        Kurz: Geist kennt keine Rasse und kein Geschlecht. Oder wie sagte unsere Philosophielehrerin mit Hinweis auf Sokrates‘ Dialog mit einem Sklaven? Vor dem Geist sind alle Menschen gleich.

        Und die Technische Universität Hamburg behauptet, dass der Satz „Ein Zwerg auf den Schultern eines Riesen …“ Newton irrtümlich zugesprochen werde. Wird von R. Jeschaja von Trani sein.🙂

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    • mike hammer schreibt:

      @ Aristobulus

      Genau es redet vom Ständestaat.

      1. Stand/ Sozialistische Klerus

      Oben der Staats und Parteichef.(Gott)

      Direkt darunter der Chef des Geheimdienstes.(Stellvertreter Gottes)
      Gefolgt von Ministern des Sozialistischen Paradieses. (Kurfürrsten, Kardinäle)
      Danach die Mitglieder des Politbüros und Günstlinge des Staatschefs.(Fürsten)
      Die oberen Stände durchdringend kommt der Generalstab und hohe Militär. (Paladine)
      _______________
      2. Stand/ Sozialistische (Hohe Klerus und Adel).

      Die Mitglieder des KP-Parlaments, Polizeiliche, Militärische und Geheimdienstliche
      Führungspersonen des Staatsaparates des Sozialistenstaates,
      gefolgt von Regional Staatsführern die in ihrem
      bereich das selbe System führen
      wie der Parteichef.
      _______________
      3. Stand/ Der Sozialistische Adel

      Prominente oder Verdiente Komunisten,
      Verwandte verdienter Komunisten,
      Höhere Militärs, Wissenschaftler, Musiker, Führer Industrieller Komplexe,
      Allerlei Lakeien und Bagage der oberen Stände, Führer großer Bevölkerungszentren….
      ________________
      4. Stand/ Niederer Sozialistenadel.

      Führungspersonal der Industrie, Ötliche KP Führer der Universitäten, Parteizentren,
      Kolchosen, und Kombinate. Offiziere der Dienste…
      _________________
      5. Stand/ Sozialistische Bauern&Proletarier – Besitzlos Hungernde. (35% des Volkes)

      5.0 – Bauern & Proletarier die Parteitreu sind, immer Denunzieren und sich in
      die Misswirtschaft und Versorgungsmisere unterwerfen und treue
      Speichellecker des Niederen Adels.

      5.1 – Bauern & Proletarier die KP nahe sind und nicht Auffallen.

      5.2 – B.&P.’s die als KP Mitglieder von unklarer Treue sind.
      __________________

      6. Unterster Stand / Arbeitssklaven Geknechtete (60% Rechtloser Verfügungsmasse)

      Mitglider der KP oder nicht die unter harter Frohnarbeit alles am laufen halten,
      unter schwersten Bedingungen für ein Almosen, das ein einfaches einkommen,
      gerade genug für einen Satz Kleidung und ein Brot und Kartoffeln basiertes
      Essen ermöglicht, mit abgezählter Kalorienzahl und einem Zimmer pro Familie.
      Diese Leute sind gezwungen zu Hamstern und zu Tricksen um ihr Leben zu
      verbessern, ein mal Fleisch in der Woche oder einen zweiten Satz Kleidung,
      einen gang zum Cafe oder dergleichen zu bekommen.

      Damit sind sie klar außerhalb der Gesetze und als Strebende nach Glück
      Spekulanten jederzeit, je nach bedarf, billige Masse, die man verhaften und zur Zwangsarbeit nutzen kann, bei der die Menschen so drangsaliert werden das sie
      nach freilassung als Volksfeinde geltend, meist nur noch 4-5 jahre leben.
      _____________________________________________________________

      Klar Ständestaat, kenne ich, SOZIALISMUS!

      Das Ex hat nur nen Knall, ne weiche Birne voller Menschenhass, kennen wir!

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      • mike hammer schreibt:

        The Soviets started the „Zionism=Racism“ canard in 1965, before „occupation“

        The Tower has an article that refers to a fascinating 2011 piece by Joel Fishman that shows that the idea of „Zionism is racism“ started before „occupation“ and was created by the Soviets specifically to fight against any UN resolutions against antisemitism.
        Many assume that UN Resolution 3379, equating Zionism with racism, originated in 1975. In March 1964, however, this analogy appeared in discussions that took place at the UN Sub-Commission on the Prevention of Discrimination and the Protection of Minorities (a part of the Third Committee that dealt with social, humanitarian, and cultural matters).6 During these deliberations, Israel was outmaneuvered and never recovered the ground it lost. Yohanan Manor, former director-general of the Jewish Agency’s Information Department, capably recounted how this happened in his pioneering monograph, To Right a Wrong. Nonetheless, the subject needs to be revisited. What happened in 1964 and 1965 represents an essential piece of the story and therefore merits a careful second look.

        In March 1964, the US, which was motivated by the needs of domestic politics, namely the presidential election campaign between Lyndon B. Johnson and Barry Goldwater, proposed that the Third Committee of the UN recognize antisemitism as a form of racism, along with apartheid and Nazism.8 For its part, the Soviet Union was determined to prevent any discussion of the subject, not the least because ….

        http://elderofziyon.blogspot.de/

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      • Aristobulus schreibt:

        Hammer, Dein systematischer Vergleich zwischen dem Ständestaat und dem realen Sozialismus gefällt mir🙂 , weil er die elende Realität korrekt beschreibt.
        Wobei es beim Unterschied deutlich mehr um Emotionales als um außen Reales geht. Der Stolz auf den Sozialismus fühlt sich anders an und manifestiert sich anders als der Stolz jener, die in ständestaatliche oder traditionelle Hierarchien eingebunden sind, nicht?

        Und unser Thomas ex Gotha hat einfach den deutschen Selbsthass intus, so wie Viele. Der deutsche Selbsthass ist was Schlimmes… wir kennen den jüdischen Selbsthass!, er existiert schon viel länger als der deutsche, und er hat oft alles verdorben.
        Selbsthass darf nicht vom Einzelnen empfunden werden, der Einzelne verbietet ihn sich, indem er quasi aus Selbstschutz lieber die eigene Gruppe anzielt und sie niederzieht.
        Selbsthass ist der Grund, weshalb die Merkelregierung öffentlich Flaggen runterreißt (so geschehen im TV, als die Merkel verhindert hat, dass einer mit der Flagge wedelte) und die Grenzen öffnet, sodass hunderttausende Zerstörer einsickern. Die sollen vollenden, was man sich selber nicht traut, weil man selber ja ein Opfer der Umstände und des bösen Gewissens bleiben will.
        Ein Rebbe hat einst gesagt, „sei dir selber kein Bösewicht!“ Der wusste alles über den Selbsthass und seine tödliche Wirkung für die Anderen

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      • aurorula a. schreibt:

        @ mike hammer:
        Sowas ähnliches (be)schreibt auch George Orwell in 1984, mit Inneren Parteiangehörjän, Äußeren Parteifuzzis und den Proleten a.k.a. dem Rest.
        Allerdings lange nicht so detailliert.🙂
        Darauf ein *gefälltmir*!

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      • mike hammer schreibt:

        # Aristobulus

        eigentlich ist der stoltz nicht anders.
        der hungerleidende sovjetbürger war stolz
        auf seine Dirschawa, sein Imperium, er Pflegte die Orden seiner
        Eltern und die seinen wie andere ihren Banner und war unglaublich
        würdevoll in seiner Armut, es ist deckungsgleich,
        schau wie sie heute noch Stalin
        verteidigen und
        wie gut ihnen das leben von kartoffelkohl suppe mit brot, eingeweichtem
        alten brot. das war dort hauptmahlzeit und breie – grützen…
        nicht süß, saltzig als mahlzeit.

        zur zeit der glasnost besuchte uns ein onkel,
        als wir an einem kiosk mit schreibwaren
        auf dem heimweg vom parkplatz
        vorbeigingen, blickte
        meine tante hinein und meinte, schau welch ein überfluß, die
        haben 5 sorten wurst, in dem kioskmachten die betreiber
        belegte brötchen für die nahegelegene schule…

        und doch ist der onkel, längst in israel, irgendwie stolz auf „Seine UDSSR“,
        in der er nicht studiren durfte, weil troz ausgezeichneter noten,
        die kontingente für Juden an studienplätzen voll waren.

        ich habe kein verständnis für selbsthass.

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      • Aristobulus schreibt:

        DIESER gedrückte, würdeheischende Stolz auf jene, die einem so ein Halbsklavendasein ermöglichen (indem sie einem gnädig die Deportation nach Sibirien oder den Genickschuss ersparen) ist ja GENAUSO wie der Stolz der geknechteten Mohammedaner auf die Scheichs, Mullahs, Imame, Scharia und prügelnde Väter. Manche entkommen unter Lebensgefahr und wollen mehrheitlich woanders eben jenes, wovor sie geflohen sind, indem sie auf Andere herabsehen und von Unterdrückung des Islams schreien…
        Gespenstisch, dass selbst der europäische Wohlstand den Selbsthass nicht abschaffen konnte.

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      • mike hammer schreibt:

        # aurorula

        Orwell war weitsichtig aber erlebt hat er den sozialismus nicht. 😉

        Es waren mir liebe Menschen die jung an Jahren und unter großem Leid,
        geschunden vom kargen Leben und not an Medikamenten vor meinen
        Kinderaugen ihren letzten Atem aushauchten.

        Meine „Liebe“ zum Sozialismus ist mir in jeden Tropfen Blut und jede Zelle
        meines Leibes gebrannt und die Narben schmerzen immer zu.

        Ich habe weder Gnade noch Verständnis für die dummen freien,
        die einer Mode folgend über Leichenbergen
        Unschuldiger blickend, lauthals
        den Sozialismus
        lobpreisen.

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      • mike hammer schreibt:

        # Aristobulus

        Wenn du einem Menschen alles nimmst, was bleibt ihm außer
        Stolz, an den er sich festklammern kann um weiter zu Leben?

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      • Aristobulus schreibt:

        Nicht der Surrogatstolz von welchen, die sich leider haben brechen lassen, Hammer. Der Stolz auf’s eigene Dasein.
        Etwa der Stolz von Nathan Sharansky, dass sie ihn nicht untergekriegt haben –

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      • mike hammer schreibt:

        der hat was zum stolz sein, stell dir vor was sie ihm angetan haben.

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    • schum74 schreibt:

      Putzig, der linke Kulturkahlschlag? Nicht in Frankreich seit der Schulreform von 2010: Die Schulbücher der 11. Klasse widmen Afrika im Mittelalter (die Reiche von Songhaï und Monomotapa) ganze 20 Seiten, Ludwig XIV. dagegen nur noch 8.
      Begründung: Es geht um « ouverture aux autres civilisations de notre monde » (Öffnung zu den anderen Zivilisationen unserer Welt). Laurent Wirth vom Bildungsministerium: „Zahlreiche Schüler stammen aus Afrika: Auch sie müssen sich in unseren Lehrprogrammen wieder finden“.

      Die Schüler sollen nicht Frankreich finden, sie sollen sich wieder finden. Und wer wird Ludwig XIV. eine Träne nachweinen? Stand der Mann nicht sowieso rechts? Außerdem ist er der erste König, der eine Synagoge (Metz, 1657) besucht hat. Das brauchen die Afrika-Stämmigen nicht zu wissen. Im Reich von Monomotapa gab es keine Synagogen.

      http://www.francesoir.fr/pratique/education/programmes-d-histoire-mobilisation-pour-«-sauver-»-louis-xiv-et-napoleon-ier-56213.htm

      Und ja: Nichts könnte vernünftiger sein als die Aufnahme von über einer Million (mit Option auf mehr) zivilisationsfremder, zum Teil feindseliger Menschen. Auch Papst Franziskus findet, dass die „arabische Invasion“ genau das Richtige sei für Europa. In den lateinamerikanischen Schulbüchern fehlt wohl das Kapitel über den Fall von Konstantinopel 1453.

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  4. schum74 schreibt:

    An Mike Hammer (27.02.2016, 7:01 nachmittags)

    und doch ist der onkel, längst in israel, irgendwie stolz auf „Seine UDSSR“,
    in der er nicht studiren durfte, weil troz ausgezeichneter noten,
    die kontingente für Juden an studienplätzen voll waren.
    ich habe kein verständnis für selbsthass.

    Ist dieser Onkel ein Beispiel für Selbsthass? Eher für Ambivalenz, nicht? Hass und Liebe in einem. Gerade bei der Sowjetunion ist mir der Widerstreit nachfühlbar, obwohl (oder weil?) ich das Land keine Minute erlebt habe. Auf der einen Seite: Dankbarkeit für die Befreiung der Lager; Wohlsein in der Gegenwart von Russischsprechern; die unglaubliche Gegenwärtigkeit der literarischen Gestalten: Anna Karenina, Levin, Pierre, Oblomow und all die Anderen; kurz: die neschume ist bei Russland. Auf der anderen Seite: Was man vom Zarismus weiß, vom Kommunismus; der eine so unerträglich wie der andere.

    Hier für Deinen Onkel – sche-jiheje bari ‒ ein Text gegen die Sehnsucht:

    Aus: George N. Shuster, Religion hinter dem eisernen Vorhang (Marienburg-Verlag, Würzburg o. J.; amerikanische Ausgabe: Religion Behind the Iron Curtain, The Macmillan Company, 1954):

    „Einer der bezeichnendsten Berichte über die neuerlich zu beobachtende russische Haltung gegen die Juden betrifft die Entfernung jüdischer Offiziere und Soldaten aus der in Deutschland stationierten Roten Armee. Diese Berichte sind fragmentarischer Natur, und da sie von Leuten stammen, die nach dem Westen entwichen sind, muß man sie mit entsprechender Zurückhaltung aufnehmen. Trotzdem ist es vernünftigerweise sicher, daß die Säuberung von Juden im Jahre 1946 begann, als die russischen Streitkräfte in der DDR unter dem Kommando von General Wassilij Tschuikow standen, und daß diese Prozedur seither unvermindert fortgesetzt wurde. Wir wissen nicht, ob ähnliche Säuberungen auch sonst durchgeführt wurden. Es mag schon sein, daß diese Maßnahme nur in Deutschland angewandt wurde, weil die Gegenwart von jüdischen Soldaten den früheren Hitleroffizieren mißfiel, welche die Russen ständig für sich zu gewinnen bemüht sind.“ (S. 266)

    Was soll man dazu sagen?
    Lajla tow, Mike.

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    • mike hammer schreibt:

      # schum 74
      danke dir.

      mein onkel, also dieser onkel, war komunist.
      er glaubte an die sozenreligion. es war nicht selbsthass weil
      ein komunist blind und taub gemacht wird von dieser religion des hasses.

      erst der schock im westen ließ ihn schmerzhaft erkennen das sein gott
      ein götze war und er als jude obwohl parteitreu usw. nie mehr
      als ein angehöriger der sozialistischen unberürbaren
      kaste dargestellt hat, weil er den fehler
      beging eine jüdin zu heiraten.
      womit er zum verdächtigen der geheimen religiösität wurde. juden die
      selbsthass zelebrieren sind recht beliebt bei sozialisten, (heute noch)
      sie konvertieren damit zum sozialismus
      und mit der ehe zu einer nicht
      jüdin wirds unumkehrbar
      für die nachkommen…..

      es ist nur so das ein mensch der seiner jugend nachtrauert, auch wenn er
      sie im knast verbrachte, hunger leidend und der gewalt anderer
      ausgesetzt, im alter der jugend nachtrauernd den
      knast auf ein mal rosarot sieht, manchmal
      ganz kurz, aber auffällig.

      und die „befreiung von Hitler“ wird heute oft überschätzt, wir ware da nicht wichtig.

      die KPDSU hatte ihr eigenes program zur endlösung der judenfrage.
      und die allermeisten unnatürlichen todesfälle von juden
      durch fremdeinwirkung nach 1945 waren
      mit diesen endlösungs programmen sozialistischer
      denker und aparatschiks untrennbar verbunden.

      es ist nicht so das rechte-nationalisten keinen judenhass kennen,
      die planung und durchführung eines genozids an uns ist
      aber keine rechts-nationale sondern eine
      sozialistisch-internationale utopie.

      da sollte mal ein kluger mensch ein buch drüber schreiben, ein meister
      der feder und des präziesen wortes, also nicht ich.😉

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    • Aristobulus schreibt:

      Hammer, warum soll es in der Hinsicht wichtig sein, ob ein System von Reaktionären-Nationalisten oder ein System von Sozialisten-Nationalsozialisten-Kommunisten das Judentum oder die Juden vernichten will?
      Diese Nuancen sind bloß Détails… Oberbegriff ist der Kollektivismus.

      Weswegen etwa die span. Inquisition, die alle Juden (wegen der limpieza del sangre, also kollektiver Zwang modernen Zuschnitts) vernichten wollte, in puncto Judenvernichtung das Selbe wollte wie noch vor Kurzem der Erzkatholik Gomez Dávila, der die Judem am Liebsten zwangskonvertieren wollte, wegen der allgemeinen Reinheit und wegen des allgemeinkatholischen Kollektivs.
      Ebenso (ebenso!), wie es die Sowjetunion geschafft hat, den Juden, die sie am Leben ließ, ihr Judentum auszutreiben. Durch Zwangstaufen in Gestalt von Zwangsüberfütterung mit Marxismus-Leninismus, und so brachte man die Juden dazu, dass ihnen innen drin der Funke des Judentums wegstarb. Den Meisten ist das so passiert!, und jene, die nach 1991 im Westen ankamen, wussten fast Alle gar nicht mehr, was Judentum ist oder nicht ist, und wie es sich anfühlt, den Schabbes zu halten, oder warum man ein paar Mitzwojss halten und Tojre lernen sollte, und warum es wichtig ist, dass die eigenen Kinder jüdisch sind.
      Was nicht einmal die Spanier oder die islamischen Raubstaaten oder das vergleichsweise sehr kurze dritte Reich geschafft haben, das hat die Sowjetunion geschafft: Die möglichst weitgehende Austilgung des Judentums.
      Warum: Damit Alle in einem großen Kollektiv aufgehen.
      Ebenso, wie es durch die span. Inquisition oder durch die französische Krone oder im Zarenreich versucht worden ist. Und ebenso, wie die mohammedanische Eroberungssucht das will.
      Lechts, rings, religiös, antireligiös: Völlig egal.
      Denn der Kollektivismus will es so, gleich, wie er sich nennt.

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      • Aristobulus schreibt:

        Weswegen es sich verdammt-immer am Judentum bemisst, nicht?, wie kollektivistisch ein Staat oder eine Idee oder eine Gesellschaft ist, ganz egal, wie sie sich im Einzelnen nennt.

        Oder nimm die vielen Erben der westlichen Aufklärung, die Freiheit jedoch für einen Oktroy-pro-bono halten. Solche glauben, dass Freiheit vorgeschrieben gehöre, etwa Religionsfreiheit als Freiheit VON Religion, weswegen daraufhin jemand, der selbst religiös sein will, im Namen von Freiheit & Aufklärung gezwungen wird, etwa die Briss (Beschneidung) nur noch hinter fest verschlossenen Türen auszuführen, damit bloß niemand wieder „archaische Blutrituale verbieten und Reaktionäre raus!“ schreit, oder die Kaschrut zu verbieten, weil die staatlich bezuschusste Massentierhaltung so ultimat human sein soll.

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      • mike hammer schreibt:

        ja!

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      • mike hammer schreibt:

        die inquisition hatte einen Pan-Katolischen, keinen universellen anspruch,
        sonst hätten die juden nicht fliehen können.
        den willen das gesamte volk auszulöschen
        ligt nur dem Islam und den sozialisten inne.

        was nicht bedeutet das im falle eines universellen erfolg der katoliken sie
        nicht die auslöschung probiert hätten.
        ÄÄÄÄh Grübel…! ;/

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      • Aristobulus schreibt:

        Schon!, Hammer.
        Und der römische Kaiser Hadrian, kein Sozialist und kein Mohämmischer, sondern ein Ästhet, Kulturhellenist und Klassizistenliebhaber, hat alles daran gesetzt, um die Jidn völlig ausmorden zu lassen, von Dorf zu Dorf. Eine Million sollen so ermordet worden sein, damals im zweiten Jahrhundert unglaubliche viele.
        So ist er mit keinem anderen Gegner verfahren. Er hat nicht alle Parther oder alle Briten ausmorden lassen, hatte es aber mit allen Jidn vor.

        Was war los mit diesen hellennisierten Klassizisten? Auch der hellenisierte Syrerherrscher Antiochos Epiphanes IV hat durch Judenmassaker, durch das Verbot der Briss und der Tojre, durch die Profanisierung des salomonischen Tempels und durch systematische Massenvergewaltigungen von Jüdinnen systematisch versucht, alle Juden zu vertilgen.
        Er (wohl mit dem Schwätzer Apion) hat übrigens das Genre des antijüdischen Gräuelmärchens erfunden, das seitdem ausgestreut wird, um die Jidn immer wieder von Neuem als Kinderfresser und als unwertes Leben (zu vernichtende Untermenschen) darzustellen. Seine Erfindung wurde übers ganze Mittelalter frenetisch ausgeschmückt, und heute suhlt sich der Islam darin, tiefer im Schlamm denn je.

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      • mike hammer schreibt:

        # Aristobulus
        du bist hier der historiker, was genau antijochus getrieben hat weis ich nicht,
        aber den brit-verbot wollte auch schon die buntesregierung.
        zu jener zeit waren viele juden in der
        diaspora und die
        ließ man, so weit ich weis in ruhe antike kriege waren brutal und das ausradieren
        von völkern nicht unüblich, siehe kelten, etrusker, kartager usw.

        juden kann ich mir vorstellen, waren was sehr merkwürdiges für die antiker.
        ein volk das seine schlimmsten feinde als strafe des eigenen gottes
        sieht und versklavt weiter an diesem festhält die siegreichen
        ablehnend. ein volk das dem imperator nicht huldigt,
        lieber folter und verbannung erträgt.

        der moderne sozialismus und der islam haben da was anderes vor, völlige
        physische ausrozzung, mit mann und maus, kind und kegel.
        das ist keinem völkchen der moderne passiert,
        nicht mal in ruanda, wo das massacker
        lokal auf ruanda begrenzt war.

        wie gesagt, du bist der historiker, ich buddle nur gerne historisches und in büchern drüber.😉

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      • Aristobulus schreibt:

        antike kriege waren brutal und das ausradieren von völkern nicht unüblich, siehe kelten, etrusker, kartager usw.

        Bei den Karthagern hast Du Recht, die sind in der Tat systematisch ausradiert worden.
        Ich hab da die These, dass sie von den Römern nicht nur als Gefahr weil Handelskonkurrenten angesehen wurden (also als Feinde, Fressfeinde, die man bis zum Letzten fertigmacht, weil man es kann), sondern dass sie mit merkwürdiger Grundsätzlichkeit im Empfinden als etwas an-sich-Widernatürliches wahrgenommen wurden, als etwas gegen-die-Natur, das nicht sein durfte.

        Schon Amalek wollte die Juden vernichten, weil sie gegen die Natur des Fressens und Gefressenwerdens, gegen Sklaverei und gegen die Vergötzung der MACHT ein allgemeingültiges Gesetz errichtet hatten, nicht? Amaleks Vernichtungsabsicht geschah, um den Menschen als Naturwesen zu definieren, das sich niederwirft. Laut Asseress-Diwress (die Zehn Gebote) ist diese sklavische Naturweselei DAS Gräuel der Gräuel.
        In den (wenigen erhaltenen) Stellungnahmen und Rechtfertigungen römischer Redner gegen die Kathager lese ich just diesen merkwürdigen Amelekiterhass gegen irgend Leute, die nicht sein dürfen, weil sie anders sein wollen…
        Weiter weiß ich noch nicht😉
        Jedenfalls liegen die Sprachen Phönizisch (Punisch, Karthagisch) und Hebräisch sehr-sehr-sehr dicht beieinander, und unsere heutige hebräische Schrift ist mehr die phönizische als die uralthebräische.
        – Ich sag’s mal so: Die Römer im 2. Jh vor Null haben Karthager gesehen, und sie sahen sie so, wie Julius Streicher den Stürmerjud‘ gesehen hat, übermächtiges Ungeziefer.

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      • mike hammer schreibt:

        # Aristobulus
        ich weis nicht was da genau war, die sind ja beide genächstenliebt und die
        punischen gebiete hernach bückbetisiert worden.

        mindestens wer flavis gelesen hat ist bei griechisch römischer
        geschichtsschreibung etwas vorsichtig und wir haben heute weder römer
        kultur noch punier, die wurden endgelöst medium.

        ich erwarte von den hüpfer der antike nicht viel, menschen des 18-19-20-21 jh
        sollten da ein gewaltiges stück weiter sein, nicht?

        ich habe wieder so viele bilder, aber das wird wohl zu viel.😉 N8

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      • Aristobulus schreibt:

        … wir haben überlegt (nu, wie immer), was das IST, diese sozialistisch-mohämmisch-hadrianisch-amalekitische Austilgungssucht gegen die Jidn.
        Ah, der josefische Flav‘ ist prima😉

        N8

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      • Hessenhenker schreibt:

        Ich will nicht genächstenliebt werden.
        Keine Lust dabei so einer Mutter Theresa ins Haßpredigergesicht gucken zu müssen!

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      • aurorula a. schreibt:

        Keine Lust dabei so einer Mutter Theresa ins Haßpredigergesicht gucken zu müssen!
        Die alte Heuchlerin hat ihr wahres (Milliarden hinterziehndes, Diktatoren hoffierendes, Grausamkeit im Namen ihrer Ideen liebendes) Gesicht auch garnicht gezeigt, sondern hatte extrem gute PR um es schönzufärben – pfuibäh, die.

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      • Aristobulus schreibt:

        Als Henker biste da vergleichsweise fein raus, die rote Gugel (gibt’s auch mit Zaddeln) schützt vor dem bösen Theresienblick.

        Im „Hessenlied“, 3. Strophe, steht’s zudem drin:
        Dein Stamm, den die Urflut der Zeiten gebar,
        hat fest in den Stürmen gestanden
        und tapfer getrotzt der Geschicke Gefahr,
        wenn and’re schon zitternd sich wanden.
        So wollen wir schirmen mit Hammer und Schwert
        dich Hort, dessen Wert kann ermessen
        kein Feind, der dir zornig den Frieden verwehrt:
        Dein Schild sind wir, starkes Land Hessen!

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      • schum74 schreibt:

        „Schon Amalek wollte die Juden vernichten, weil sie gegen die Natur des Fressens und Gefressenwerdens, gegen Sklaverei und gegen die Vergötzung der MACHT ein allgemeingültiges Gesetz errichtet hatten, nicht? Amaleks Vernichtungsabsicht geschah, um den Menschen als Naturwesen zu definieren, das sich niederwirft. Laut Asseress ha-Diwress (die Zehn Gebote) ist diese sklavische Naturweselei DAS Gräuel der Gräuel.“ (Aristobulus)

        Für Amalek, wie die mündliche Tradition ihn rezipiert, dürfte die Aussage stimmen. Aber hier geht es um real existierende Völker wie Phönizier (‚Punier‘ im Römischsprech) bzw. Karthager – sind Karthager keine Phönizier? –, um Hebräer und Römer. Kann man sie mit einer ahistorischen Symbolfigur auf eine Stufe setzen?
        Die Amalekiten, die hat es vermutlich gegeben. Weshalb nur sie, nicht unser mythischer Amalek, sich zum Vergleich mit Menschen aus Fleisch und Blut eignen – vor allem aus viel Blut, ja.

        Was wissen wir von den echten Amalekim? Etwa so viel (nach einem Artikel von Gilja Samo):

        Die Amalekiten waren ein Stamm oder Stämmeverband von Wüstennomaden, die sich noch vor Israels Auszug aus Ägypten am Rande der bewohnten Gegend von Süd-Jehuda und in der Sinai-Halbinsel bewegt hatten. Sie lebten von Vieh- und Kamelzucht, vielleicht auch von Handel. Die Feindseligkeit zwischen ihnen und den Hebräern mag daher rühren, dass die Amalekiten Bodenfrüchte zu rauben pflegten.

        Während die Kinder Israel gegen Ende des 2. Jahrtausends v.d.Z. in Kanaan sesshaft geworden sind, blieben die Amalekiten Halbnomaden, die von ihrem Rückzugsgebiet im Süden des Negevs aus noch in König Davids Zeiten unregelmäßig über ihre Nachbarn herfielen und sie ausplünderten.
        Außerbiblische Zeugnisse über die Amalekiten gibt es keine, es sei denn, dass die in ägyptischen Quellen erwähnten Nomaden mit Namen Schassu oder Schussu in der Gegend des Har Sseír (im Negev, an der Grenze zum Sinai) eben die Leute meinen.

        In einem phantastischen AKADEM-Vortrag « Kohelet ou la critique de la civilisation » (Nov. 2007) erklärt (sich) R. Yeshaya Dalsace die jüdische Amalekophobie mit dem zwiespältigen Verhältnis der Juden zum Nomadentum.

        Womit fängt laut Tora die Menschheitsgeschichte an? Kajin (von der Wurzel ‚kajam‘, besteht) tötet seinen Bruder Hewel (‚Hauch‘). Der Sesshafte tötet den Nomaden, den flüchtigen Erdbewohner.
        Vom Nomadenleben als Hirten, als Wüstenwanderer haben die Juden nicht aufgehört zu träumen. Man sehe sich an, wie die mündliche Tradition die biblischen Darstellungen vom 40-jährigen Leben in der Wüste verwandelt. Die Wüste wird zum Paradies, in dem ein mütterlicher Gott dich täglich mit weißem Man ernährt. Die Kleider verschleißen nicht, die Schuhe gehen nicht kaputt.
        Ist die auf- und abbaubare Laubhütte dem Menschen nicht gemäßer als eine feste Behausung? Ist angesichts von Krankheit, Alter und Tod nicht ohnehin alles provisorisch, nur scheinfest? Alles Stuss? Aber Kohelet sagt nicht ‚Stut‘. Er wählt ein Wort, das in diesem Sinn nur bei ihm auftaucht:

        Háwel Hawalim, amár Kóhelet, Háwel Hawalim, ha-kol Háwel.

        הֲבֵל הבלים אמר קהלת הֲבֵל הבלים הכל הָבֶל.

        [Hauch der Hauche, sagte Kohelet, Hauch der Hauche. Alles ist Hauch.]

        Lassen wir die besondere Form „Hawel“ für Hewel. Kohelet sagt: „Alles ist Hewel“.
        Klingelt da was? Hewel ist ein Name, und nicht irgendeiner. Was Kohelet tatsächlich sagt: Alles ist Abel. Alles Leben ist Nomadenleben, Abel-Hewel hatte Recht.

        Und jetzt, Donnerschlag. Stehen real gegen die Juden echte Nomaden auf in der Gestalt der Amalekiten. Was das seelisch ausmacht, mag sich jeder ausmalen. Amalek eben.

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      • schum74 schreibt:

        Striche falsch gesetzt, sorry:

        Hawél Hawalim, amár Kohélet, Hawél Hawalim, ha-kol Háwel.

        So liest man das unter distinguierten Iwrit-Sprechern.🙂

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      • Aristobulus schreibt:

        … genaaauso dürfte das Erschrecken der Jeckes anno 1933 gehallt haben, ja?, als diese, die sich gern so ganz zum Verwechseltwerden tiefst und tiefer eingedeutscht hatten, von den eigentlich Eingedeutschten plötzlich wie die urfremdesten Nomadenzigeuner misshandelt und vernichtet wurden.

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      • schum74 schreibt:

        Spannend, wie Du das Drama deutest.

        Während R. Dalsace den Blick von den ambivalenten Juden nicht abwendet, beziehst Du die echten Amalekiten/Deutschen in Deine Betrachtung ein. Was mögen die von den romantisierenden Jidn gehalten haben? Von denen, die sich ihnen anzuverwandeln suchten? Haben sie die Nacheiferer geachtet? Jemals die angetragene Liebe erwidert?

        Aber: Kann man die psychische Verfassung Israels gegenüber den Amalekim mit der psychischen Verfassung der Eingedeutschten anno 1933 vergleichen?
        Die Hebräer sind be-Emet Nomaden gewesen, Vieh-Hirten von Anfang an: Die Stammväter sind es gewesen, auch Rachel Imenu; die Könige Schaul und Dawid sind es in jungen Jahren gewesen. Was sagen die Brüder des ägyptischen Vizekönigs Jossef zu Pharao: Wir leben von Viehzucht. Das sagen noch die Sprecher der Stämme Gad und Re’uwen zu Mosche Rabenu 250 Jahre später.

        In erheblichem Unterschied dazu: Die Jeckes hatten keine heidnisch-deutschen Vorfahren. Sie gebar die Urflut der Zeiten nicht als Sachsen oder Franken. Sie träumten nicht davon, wieder Deutsche zu werden, wie ihre Vorfahren (und vielleicht sie selbst zum Laubhüttenfest?) davon geträumt hatten, wieder Nomaden zu werden.

        In dem Drama, das R. Dalsace beschreibt, haben die Juden zwei Seelen in der Brust: Sie sind sowohl der städtische Kajin wie der Nomade Hewel. Umso mehr müssen sie den Hewel in sich abwehren. Nicht so die Jeckes: Sie haben nichts abzuwehren. Die Anderen verteilen die Rollen.

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  5. schum74 schreibt:

    Einige Numeri-Leser kennen vielleicht den algerischen Schriftsteller Kamel Daoud, der z.Z. von allen Seiten – insbesondere von franco-islamophiler Seite ‒ dafür angegriffen wird, dass er die Sexualbelästigungen und Vergewaltigungen in Köln nicht als Ausrutscher, als Stressreaktionen oder als alkoholbedingte Handlungen bezeichnet hat, sondern als typischen Ausdruck der im Islam legitimierten und legalisierten Frauenverachtung.
    Was muss sich der Arme seitdem alles anhören! Natürlich vorneweg Le Monde und die beste Presse, wo gibt.

    Aber warum erwähne ich Kamel Daoud? Weil ein Artikel zu seiner Verteidigung den Titel trägt: « Comment pouvez-vous penser que cet homme n’aime pas son pays? » – Wie können Sie denken, dass dieser Mann sein Land nicht liebt? (Dreuz, 04.03.3016)

    Können Sie sich einen deutschen Artikel zur Verteidigung von ‒ sagen wir ‒ Thilo Sarrazin oder Horst Seehofer vorstellen, in dem der Autor dessen Vaterlandsliebe als Pluspunkt anführen würde? Absurd. Angela Merkel würde sich zu Recht die Unterstellung verbieten.
    So verschieden tickt man in verschiedenen Ländern.

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  6. schum74 schreibt:

    An Thomas Ex Gotha (06.03.2016, 6:29 nachmittags)

    Zu Ihrem Kommentar noch ein Wort nach der gestrigen unter Sharanskys Bild verrutschten Teilantwort (08.03.2016, 4:54 nachmittags)

    – Abschweif: Ah, Sharansky! Das ist der Mann, der noch am Fuß des Flugzeugs, das ihn in die Freiheit (im Austausch gegen Luis Corvalán) bringen sollte, sich geweigert hatte, einzusteigen, bis die Bewacher ihm sein Tehilim-Büchlein zurückgegeben hatten. Das ist der Mann, der Isolationshaft auf sich genommen hatte, weil er sich geweigert hatte, den Zaun um das Lager mit zu reparieren: Ich wirke nicht mit bei meiner eigenen Einsperrung. Aristobulus spricht von Stolz auf’s eigene Dasein. Ich weiß nicht, was es ist. Selbstachtung, mit Sicherheit. Etwas, was Einem in der Regel fehlt, oder?

    Zurück zum „putzigen Begriff “ „linker Kulturkahlschlag“.
    Wissen Sie, dass die Prüfung in „culture générale“ zur Aufnahme bei „Sciences Po“ (Politikwissenschaft) gestrichen worden ist? Damit auch „die Anderen“ ihre Chance hätten? Schmeichelhaft für diese Anderen, dass man ihnen Allgemeinbildung nicht mehr zutraut. Generationen von Einwandererkindern haben Fragen zu Voltaire, Stendhal, Aristoteles und Cicero richtig beantwortet – und die Mohämmer stellt man unter den Generalverdacht, es nicht zu können?
    Wissen Sie, dass die sozialistische Bildungsministerin Najat Vallaud Belkacem den Philosophie-Unterricht in den Gymnasialzweigen „Sciences Economiques et Sociales“ und „Littérature“ gestrichen hat (Entscheid vom 12.06.2015)?
    Heißt philosophieren nicht fragen lernen? Aber wer braucht schon fragende Bürger? Die französische Regierung vielleicht? Oder die deutsche?

    Ach ja, die Macht der Kirche! Christen schwinden in der nahöstlichen Wiege des Christentums: fast 100% im 7. Jahrhundert, 20 % zu Beginn des vorigen Jahrhunderts, 2 % heute (der ägyptische Jesuit und Ex-Caritaspräsident Henri Boulad in einer Rede vor dem EU-Parlament; Dreuz, 13.08.2015)

    http://www.dreuz.info/2015/08/13/orient-occident-meme-combat-meme-destin/

    Eine Kirche, die sich ebenso wie die westeuropäischen Regierungen weigert, die von Auslöschung bedrohten Christen („die echten Flüchtlinge unter den Zuwanderern“, dixit Floris de Bonneville) prioritär aus den Fängen von Sunniten und Schiiten zu retten, hat sich schon aufgegeben. Was nützen ihr Kirchenbauten und Ländereien, wenn sie beides nicht zu verteidigen bereit ist? Im Gegenteil: Wir erleben die Zeit der Kollaboration mit dem Islam. Der ist geduldig, immer schon gewesen.

    Kann es sein, dass Ihr Bild von der Kirche noch aus dem 19. Jahrhundert stammt? Kann es sein, dass Ihr implizites Bild vom Islam ‒ „das bisschen Flüchtlingsaufnahme 2015“ ‒ nicht einmal im 7. Jahrhundert gestimmt hat? Diese Flüchtlinge im zusammengesetzten Wort „Flüchtlingsaufnahme“ haben offenbar keine spezifische Kultur, keine Identität – nichts, was sie von polnischen oder vietnamesischen Einwanderern unterscheiden würde. Flüchtling ist Flüchtling, wie?
    Sie, Thomas, der sich jeden Vergleich zwischen Kommunisten und Faschisten verbitten würde, der sicher die winzigen Nuancen kennt, der Trotzkisten von Stalinisten trennt, machen keinen Unterschied zwischen Antisemiten, Frauen- und Schwulenhassern auf der einen Seite und toleranten Leuten auf der anderen? Weil der Fremde an sich gut sei, nicht wahr? Ach! Die Diskussion hatten wir schon auf Numeri.

    Schönen Tag noch.

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    • Aristobulus schreibt:

      … dazu die Kategorie Grundbesitz, nicht?, die wie aus Engelsbüchern des 19. Jahrhunderts abgeschrieben wirkt, wenn man sie mit Macht oder mit Reichtum gleichsetzt:
      Grundbesitzer, das sind die Bourgeoisie und die Reichen.
      Großgrundbesitzer, das sind die Kulaken und die Junker als Klassenfeinde, und die Kirche als Großgrundbesitzerin ist das Opium des Volkes. Weil Alles dem Staat gehören müsse, der’s dann kahlschlägt und verrotten lässt.
      Der wirtschaftliche ist also auch ’ne Art von Kulturkahlschlag.

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      • Aristobulus schreibt:

        P.S.
        Und Sharansky!, danke für Deine Erwähung, ma chère.
        Der Sharansky, ah, der hat simplement nicht getan, was die von ihm verlangt haben, weil dieses Verlangen gleichbedeutend mit Brechung und mit Akzeptanz der Spielregeln ist.
        Sharansky hat das NIE mitgemacht.
        Er ist sehrsehr groß, der Sharansky

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    • Thomas ex Gotha schreibt:

      Schwierig ist es. schaut man nur sporadischst ins Schwatzmedium, da man sich ja doch lieber mit linker Kulturbewahrung befasst (welche mir zettBe das Wissen verschafft, dass der arme Luis Corvalán nicht gegen Sharansky, sondern den Spinner Bukowski ausgetauscht wurde), den Überblick zu behalten über Antworten und Erwähnungen etc., zumal wenn der Blog notorisch vollgemacht wird mit dem diarrhöigen Posten von Filmchen irgendwelcher Politclowns. Daher meine verspätete Reaktion, aber was sind schon 11 Tage? Und werden es demnächst 110 sein?
      Ihr Beleg für den „linken Kulturkahlschlag“ will mich nicht so richtig überzeugen. Aufnahmeprüfungen werden verändert, der Fächerkanon abgewandelt, also nichts Neues in der sich ständig wandelnden Bildungsbranche, die aber weniger die Migranten und Underdogs bevorzugt, sondern zuverlässig die Interessen der Herrschenden bedient. Weswegen, wie mir meine Gewährsleute berichten, auch in deutschen Gymnasien die letzten Reste kritischen Denkens, welche das zukünftige Humankapital eventuell irritieren könnten, der Schulzeitverkürzung und anderen Sauereien weichen mussten. Wenn überhaupt, dann handelt es sich um neoliberalen Kulturkahlschlag.
      Was nun die Macht der Kirche anbelangt, so halte ich es immer noch für besser, Vorstellungen aus dem 19. Jahrhundert als gar keine zu haben, denn es sind ja nicht nur die Ländereien, sondern auch die Krankenhäuser, Schulen, Kitas etc., welche den nicht zu knappen gesellschaftlichen Einfluss sichern. Allein die katholische Kirche in Deutschland hat ein geschätztes Vermögen von 200 Mrd. Euro. Abgesehen davon ist mir schleierhaft, warum man die eine dumme unaufgeklärte Religion einer anderen dummen unaufgeklärten Religion vorziehen sollte. Weil man, um einmal den AfD-Pegida-Nazi-Jargon zu verwenden, meint, man habe es mit „Invasoren“, also Soldaten einer feindlichen Armee zu tun, welche, um Europa zu erobern, in ihrer Heimat Kriege anfangen, um einen Grund zu haben, sich auf die Reise zu machen?
      Nicht Ihr Ernst, oder?
      Und wenn es sich denn bei der Mehrzahl derjenigen, die evtl. länger hier bleiben werden, wirklich um „Antisemiten, Frauen- und Schwulenhasser“ handelt, was spricht gegen den Gedanken, dass bei ihnen nicht klappen sollte, was mit Millionen Hitlerjungen und -mädchen auch geklappt hat, nämlich dass sie, was sie im Innersten bewegt, für sich behalten und sich nach außen als verlässliche Staatsbürger präsentieren?

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      • Aristobulus schreibt:

        Bloß hat es einen neoliberalen Kulturkahlschlag noch nirgends gegeben. Warum nicht: Weil Wirtschaftsliberale so wenig wie möglich in Kultur und Wirtschaft eingreifen wollen. Nur Linke gängeln permanent die Kultur und die Wirtschaft.

        Hmm, was ist „neoliberal“?, irgend anklingend Neonazistisches?
        Pardon, Thomas, „neoliberal“ war damals eine Fremdbezeichnung (nicht deren Eigenbezeichnung) für jene, die für Freihandel, gegen Steuern, gegen big-state und gegen’s Gewährenlassen (meinethalben) selbst aufgebauter Diktatoren waren.
        Nennen Sie mir einen Einzigen, der derzeit irgendwas wuppt oder prägt und ’neoliberal‘ ist, und ich nehm’s zurück.

        Was sind die letzten Reste kritischen Denkens? Kann kritsches Denken nur à la Habermas sein, oder darf auch eine Jennifer Natalie Pyka all die unmäßig Habermasigen kritisieren, ohne gleich als neoliberal zu gelten?

        Und tja, weshalb sollte man, nein weshalb sollten Sie die eine dumme unaufgeklärte Religion einer anderen dummen unaufgeklärten Religion vorziehen? Weil Sie höchstwahrscheinlich von Katholiken nie auch nur halb angepöbelt werden, aber weil leider eine recht hohe Wahrscheinlichkeit besteht, dass Möhämmer Sie nicht nur anpöbeln könnten.
        Aber das wussten Sie längst.

        P.S.
        Und wer soll behauptet haben, dass die Flüchtlinge in ihrer Heimat erst Kriege angefangen hätten, um einen Grund zu haben, sich auf die Reise hierher zu machen??
        Ich kann sonst recht gut lesen, aber mir échappiert und échappiert einfach die Stelle, wo das stehen soll.
        Mithin, den Islam gibt’s seit 1400 Jahren. Vor 1400 haben sie dort den Krieg begonnen, den gegen die eigenen Nachbarn und gegen alle Ungläubigen, und der ist kaum zu untergliedern, weil er seitdem der selbe Krieg ist.
        Die anderthalb Millionen Möhämmer, die derzeit nach Mitteuropa eindringen, müssten also ganz schön alt sein, wenn sie wirklich zuerst diesen Krieg begonnen hätten, -> um dann.
        Weswegen schon deshalb sowas keiner behauptet haben kann.

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      • Thomas ex Gotha schreibt:

        Neoliberal wird sich ja auch freiwillig niemand nennen, reden wir also lieber von den Deregulierungspropheten und Fans des ganz freien Marktes, die zum Beispiel in Chile 1973 so wenig in Kultur und Wirtschaft (wobei ich annehme, sie meinten nicht diese, sondern Politik) eingriffen, dass sie Künstler und Gewerkschafter ermorden und foltern ließen. Um dann umso ungehemmter im Geiste des freien Marktes werkeln und wurschteln zu können, immer unter dem Schutze der Pinochets und seiner Killer, die halt ideale „Rahmenbedingungen“ (gräßliches Doppelwort, meint „Rahmen“ oder „Bedingungen“, und damit es auch jeder BWL-Fuzzi kapiert, wird es eben verdoppelt) schufen.

        Pyka ist mir ja ein Begriff, das ist diese Dame, die all das, was auf der „Achse des Guten“ an Flachsinn produziert wird (und das ist eine Menge) mit viel Geschwätz und noch mehr Augenaufschlag noch einmal hinschreibt. Aber wer oder was ist „Habermas“?

        Dass es nicht um Pöbeleien ging, sondern um reale Macht, sollte Ihnen doch auch klar sein, oder? Und meine Behauptung, „dass die Flüchtlinge in ihrer Heimat erst Kriege angefangen hätten, um einen Grund zu haben, sich auf die Reise hierher zu machen“ bezog sich auf den Begriff „Invasoren“, der leider auch durch diesen Blog wabert.

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