Juden, die in Deutschland wohnen

Dr. Gideon Roemer-Hillebrecht hält am 14.2.2016 in Düsseldorf den Vortrag
„Juden in der Bundeswehr – Eine Karriere“
beim Bundesverband Jüdischer Mediziner in Deutschland BJM.

Die ersten Juden kommen als römische Soldaten ins linksrheinische Germanien, lange bevor die Germanen selbst dieses Gebiet besiedeln. Seit dieser Zeit haben Juden nicht nur in Israel, sondern auch in Deutschland ununterbrochen gelebt, selbst unter den Nationalsozialisten.

Erst 1871 erhalten Juden in Deutschland die Bürgerechte. Sie sind den nicht-jüdischen Deutschen gleichgestellt mit einer gewichtigen Ausnahme. Sie dürfen in Preußen, dem führenden Land innerhalb Deutschlands, keine Armee-Offiziere werden. Denn dem kaiserlichen Lutheraner ist es unvorstellbar, dass ein Christ einem Juden gehorcht.

Diese scheinbare kleine Ausnahme verwandelt die Juden in Deutschland zu Bürgern zweiter Klasse, da Deutschland damals ein militaristisches Land ist. Ein Mensch (Mann) gilt nur dann als Mensch (Mann), wenn er sich hoch “gedient“ hat.

Nach dem verlorenen Ersten Weltkrieg entsteht in der demokratischen Weimarer Republik die „Dolchstoßlegende“, die den Juden und Kommunisten vorwirft, das im Feld unbesiegbare deutsche Heer hinterrücks erstochen zu haben, damit der Feind den Krieg gewinnt. Auf dem Papier sind Juden von 1918 – 1933 zum allerersten Mal in der Neuzeit auf deutschem Boden komplette deutsche Bürger mit allen Rechten. Auf Grund von Abkommen mit den Siegermächten ist die offizielle deutsche Armee zu klein, dass allzu viele Juden dienen könnten, selbst wenn sie es wollten. Juden haben weiterhin Schwierigkeiten, das Offizierspatent zu erlangen und sind somit in der unverändert militaristischen deutschen Gesellschaft realiter Bürger zweiter Klasse, wenn auch weniger auffällig als zur Kaiser- und Kriegszeit.

Im Reiche Hitlers und der vielen anderen Nationalsozialisten verlieren die Juden alle Menschenrechte inklusive der Bürgerrechte, die sie erst nach dem von den Alliierten gewonnen Zweiten Weltkrieg komplett zurückerhalten. Nun dürfen endlich auch Juden dienen und Offiziere werden. Nebbich. Denn nach zwei verlorenen Weltkriegen ist die deutsche Gesellschaft nicht mehr militaristisch. Dienen ist nicht gefragt und keine Bedingung für den gesellschaftlichen Aufstieg.

Weltweit sind Armeen, wie auch die Bundeswehr, konservativer als der Durchschnitt der Bevölkerung. So kommt es, dass die derzeitige Führung der Bundeswehr noch pro-Israel eingestellt ist, ganz im Gegensatz zum „gemeinen“ Soldaten. Sieht man sich die politischen Änderungen der Jahre seit der Wiedervereinigung an, so kann man an den Fingern einer Hand ausrechnen, wann sich die Bundeswehrführung wie auch die Führungselite der Politik gegen Israel, also gegen Juden, wenden wird. Hierzu sind Einschnitte in die demokratischen Rechte aller Bürger nicht unbedingt notwendig, auch wenn sie sicherlich erfolgen werden. Die ersten nicht-zögerlichen Schritte werden bereits heute sichtbar. Das liberale und demokratische Frankreich macht es vor, vom rückständigen Schweden ganz zu schweigen.

Deutsche Juden sind heute gleichberechtigte Bürger Deutschlands. Gleichberechtigt bedeutet jedoch nicht, dass sie geachtet werden und geschützt sind. Niemand in Deutschland stellt sich die Frage, warum jüdische Einrichtungen, wie Synagogen, Schulen, Kindergärten mit Stacheldraht wie eine uneinnehmbare Festung gesichert sind. Auch will sich niemand fragen, warum zu Gebetszeiten ein Polizeiwagen vor der Synagoge steht. Stattdessen wird die äußerst wichtige Frage diskutiert, ob ein männlicher Jude auf den Straßen Deutschlands eine Kippa auf den Kopf tragen soll oder nicht. Juden wären heute in Deutschland ihres Lebens und ihrer Gesundheit nicht sicher, wenn bestimmte Nichtjuden sie als Juden erkennen könnten. Damit stehen Juden nicht allein da. Auch eine dunkle Hautfarbe oder ein arabisches Aussehen in No-Go-Areas zieht zuweilen den Tod nach sich. Schmerzhaft für Juden, die noch vor den Germanen das heutige Deutschland besiedelt haben. Insofern ähneln sich auch hier Deutschland und Israel.

Dr. Gideon Roemer-Hillebrecht ist der höchstrangige Stabsoffizier der Bundeswehr. Er wird, so G-tt und er es wollen, der allererste jüdische General Deutschland werden. In dieser Position wird er dem Judenstaat Israel helfen können, weshalb wir ihm ein gutes Gelingen wünschen. In der Diskussion nach dem Vortrag tut sich die Frage auf, ob ein Jude überhaupt in Deutschland dienen soll. Die Rabbiner sind seit über 200 Jahren konträrer Meinungen. So empfehlen sie den Juden Preußens, sich freiwillig zu melden, um gegen die Truppen Napoleons zu kämpfen, obwohl es Napoleon ist, der den Juden die bürgerlichen Freiheiten aus der Französischen Revolution nach Deutschland bringt. Nach dem Sieg über Napoleon, der auch mit jüdischer Hilfe errungen worden ist, verlieren die Juden die Gleichberechtigung.

Im Ersten Weltkrieg raten jüdische Gelehrte ebenfalls den Juden zum freiwilligen Dienst an der Waffe. Sie sehen die Deutschen als Befreier der in Russland unterdrückten Juden, was faktisch richtig ist. Frankreich muss bekämpft werden, weil es auf Seiten Russlands steht, welches Juden unterdrückt. In Frankreich haben Juden gleiche Bürgerrechte wie andere Franzosen: Es gibt jüdische Generäle. In Deutschland des Ersten Weltkrieges sind Jüdische Offiziere eine Seltenheit, in Preußen unbekannt. Selbst zionistische Juden rufen deutsche Juden auf, im Krieg zu kämpfen. Ihnen geht es nicht um den Sieg Deutschlands, sondern um die Ausbildung jüdischer Soldaten für den zukünftigen Staat Israel.

Heute steht uns ein weites Wissen zur Verfügung. Wir müssen keine Rabbiner sein, um zu wissen, dass es für Juden unethisch ist, auf einen Juden zu schießen, nur weil er fremder Nationalität ist und beim Feind kämpft. Kein Jude darf an einem Krieg teilnehmen, wenn auf der anderen Seite Juden kämpfen. Derzeit ist es in der deutschen Bundeswehr, in den Armeen Frankreichs, Großbritanniens und der USA ein solcher Fall schwer vorstellbar. Im Krieg zwischen Russland und der Ukraine gibt es keine Sicherheit für die jüdische Ethik. Der einzige ethisch gebotene Krieg ist die Verteidigung des Judenstaates.

Im Gegensatz zu den Juden der 1930er Jahre haben heute Juden in Deutschland das Wissen und die Möglichkeit, problemlos Deutschland zu verlassen, um ihr restliches Leben zu sichern. Selbstverständlich ist dieser Schritt aufwendig, mühsam und teuer, wenn man nach Israel einwandern muss. Jedem intelligenten Juden sollte bewusst sein, dass eine Assimilation kein Überlebensgarantie ist. Auch der jüdische Selbsthass, der nicht nur in Deutschland auf dem Vormarsch ist, rettet nicht den jüdischen Selbsthasser. Orthodoxe, atheistische, kommunistische, zionistische, reichstreue und selbsthassende Juden sind alle in den Öfen friedlich vereint worden.

Es wird Zeit, dass die gewählten und ernannten Repräsentanten der Juden in Deutschland die Zeichen der Zeit erkennen, statt darauf zu bestehen, dass sie seit Jahrhunderten in Unterfranken beheimatet und nicht auf Jerusalem angewiesen sind. Es geht nicht um die Alten, deren Überleben für niemanden als sie selber relevant ist. Das Judentum ist eine Religion des Lebens und der Zukunft. Eine Religion, die die Juden auffordert, G-ttes Willen zu erfüllen. Es ist deshalb jüdische Pflicht, das Leben der Nachkommen und der noch nicht Geborenen zu sichern. Noch sind wir dazu im Stande.

Erschienen unter

http://www.huffingtonpost.de/nathan-warszawski-/juden-die-in-deutschland-_b_9274808.html?utm_hp_ref=blogs

http://www.sgk.de/index.php/gb-lesen/gemeindeblatt-maerz-2016.html

S. 33

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143 Antworten zu Juden, die in Deutschland wohnen

  1. caruso schreibt:

    „Das Judentum ist eine Religion des Lebens und der Zukunft.“ So ist es. Darum soll man alles tun, damit Israel bleibt. Als Quelle der Liebe zum Leben. Die beiden Religionen die ich – zugegeben – nicht gut genug kenne, haben das nicht in diesem Maße und/oder in vergleichbarer Weise. Wobei „das“ Christentum sich ‚bessert‘, ist das mein Eindruck. (Darf ich so etwas als Nicht-Christ überhaupt sagen?). Die Liebe zum Leben – konkret, nicht abstrakt, nicht ohne Erotik – ist das, was ich an der jüdischen Religion vielleicht am meisten schätze. Daß sie sozusagen eine irdische Religion ist. Ich weiß nicht, wie ich es ausdrücken soll, was ich meine. Aber ich nehme an, anti3anti oder schum74 oder Ari werden mich schon verstehen.
    lg, und a git Schabbes
    caruso

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    • mike hammer schreibt:

      # Caruso

      Schbat Schalom aus Judea.😉

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      • caruso schreibt:

        @Lieber Mike, ich beneide Dich, daß Du dort sein kannst. Wie gerne würde ich auch
        dort sein! Mein körperlicher Zustand erlaubt mir keine Reisen mehr. Leider. Dann
        könnte ich auch meine noch lebende Verwandte besuchen. Wir waren 12 Kousins, jetzt
        sind wir nur zu dritt. Eine meiner Lieblinge hat erst vor einigen Tagen diese Welt verlassen.
        Fast alle haben Nachkommen, nur habe ich mit denen keine gemeinsame Sprache, nachdem ich weder Englisch noch Iwrit kann.
        Genieße Israel auch statt meiner, okay?
        Liebe Grüße aus dem total verregneten Wien
        caruso

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      • mike hammer schreibt:

        # Caruso
        😉 sei gesund wie und wo du bist. 😉

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    • schum74 schreibt:

      Schabbat Schalom aus Berlin – auch nach Judäa.🙂

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    • schum74 schreibt:

      Gute Woche, Caruso!

      „Die Liebe zum Leben – konkret, nicht abstrakt, nicht ohne Erotik – ist das, was ich an der jüdischen Religion vielleicht am meisten schätze. Daß sie sozusagen eine irdische Religion ist.“

      Seit vorgestern suche ich etwas, das Deine treffend schönen Sätze in einem Bild veranschaulicht. Dabei hält Einem die Tojre dieses Bild seit Wochen unter die Nase. Manchmal ist man vernagelt.

      Wovon ist seit Wochen in der Tojre die Rede? Vom Mischkan, dem zusammenklappbaren Wüstenheiligtum, das die Kinder Israel auf Wanderschaft mit sich tragen. Und was war im Mischkan neben dem Aron ha-Kodesch (Tabernakel), der Menora (Leuchter) und einem Räucheraltar? Ein Tisch mit Brot.
      „Schaubrote“ nennt sich das im Deutschen bescheuert, als wären die Brote nur zum Schauen da. Wie in einer Schaustellung: nicht berühren! Wo sie doch zum Essen da sind, zum Hunger-Stillen. „Lechem ha-Panim“ heißen sie im Original, wörtlich: „Gesichter-Brot“. Emanuel Levinas übersetzt fein: « pains à visages ». Nicht du schaust die Brote an, sie schauen dich an: Greif zu!
      Dieser Brottisch im Heiligtum – später im Tempel ‒ drückt vielleicht am besten die Liebe zum konkreten Leben aus.
      Daraus haben die Katholiken ihre abstrakten Oblaten gemacht; die möglichweise seelisch sättigen, aber den Magen nicht füllen.

      Ja, und Erotik ist auch dabei. Zurück nach Ägypten. Was schreibt die Tojre von Potifar, in dessen Haus Jossef Sklavendienste verrichtete?
      „Und er überließ all das Seine in die Hand Josef’s, und kümmerte sich um nichts bei ihm, außer um das Brot, das er aß.“ (Gen 39, 6; Zunz).

      Und wie sagt später Jossef zu Madame Potifar, die ihn zu sich ins Bett ziehen will:
      „Siehe, mein Herr kümmert sich um nichts bei mir, was im Hause ist, und all das Seine hat er in meine Hand gegeben. (…) … und er enthält mir nichts vor, als dich, indem du sein Weib bist.“ (Gen 39, 8-9; Zunz)

      Kommentiert Raschi die Worte „… außer dem Brot, das er aß“ ‒ ki im ha-Léchem aschér hu ochél:

      כי אם הלחם – היא אשתו.

      „außer dem Brot – das ist seine Frau.“

      Et voilà: Die Frau ist das Brot des Mannes.

      Das Brot im Tempel: Das ganze Leben mit seinen verschiedenen Gesichtern geheiligt. Irdischer kann keine Religion sein.

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      • Dante schreibt:

        Et voilà: Die Frau ist das Brot des Mannes.

        Daher auch das Wort jemanden vernaschen.

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      • Dante schreibt:

        Et voilà: Die Frau ist das Brot des Mannes.

        Allerdings macht mich dieses Frauenbild zumindest nachdenklich. Ist das noch soo weit von Möhämmes „Acker“ entfernt?

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      • Aristobulus schreibt:

        Denkbar weit, Dante.
        Weil da keine Aufforderung wie im Koran geschrieben steht, dass mann Frauen durchpflügen möge, sondern da steht was von Sehnsucht und was von Bedürfnis.

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      • schum74 schreibt:

        „Allerdings macht mich dieses Frauenbild zumindest nachdenklich. Ist das noch soo weit von Möhämmes ‚Acker‘ entfernt?“

        So weit entfernt wie der Südpol vom Nordpol, Dante.
        Erstens, weil hier „was von Sehnsucht und was von Bedürfnis [steht]“, wie Aristobulus schön und richtig schreibt. Zweitens, weil die Halacha den Mann verpflichtet, auf die Initiative der Frau zu warten. Eh oui, sie muss ihre Bereitschaft signalisieren. Das lernen unsere Jungs in den Jeschiwen.
        Würden die Mohämmer dasselbe in ihren Koranschulen lernen, der Maschiach wäre schon da.
        Lustigerweise ist es in der Jossef-Geschichte auch die Frau, die die Initiative ergreift; allerdings hämm am falschen Objekt. Zu ihrer Entschuldigung sei daran erinnert, dass ihr Mann Eunuch (‚Ssariss‘) war. Nicht schön für sie. Auch für ihn nicht.

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      • Dante schreibt:

        @Ari, @schum74
        Einverstanden, aber das muss auch explizit herausgestellt werden. Deshalb erscheint meine Frage zwar vielleicht provokant, ist aber keinesfalls sinnlos, insbesondere weil die Tatsache, dass hier nicht ein objektifizierendes Frauenbild propagiert wird, eher aus dem Kontext als aus dem isolierten Satz selbst hervorgeht.

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      • schum74 schreibt:

        Sehr schön noch zum realen Brot.

        Talmud, Traktat Brachot 54b-55a:

        „Rabbi Jehuda lehrte: Wer viel Zeit zu Tisch verbringt, verlängert seine Tage und seine Jahre. Warum? Kann sein, dass ein Armer kommt, und er wird ihn zum Essen einladen.“

        Nicht der einsame Genuss verlängert das Leben; die mizwe tut das.

        Und Emanuel Levinas zu Lechem ha-Panim:

        „Soulignons qu’il s’agit d’un pain qui n’est pas originellement un pain de communion ; qu’il est d’abord pain des affamés et, par là seulement, peut-être, pain de communion. »

        [Es handelt sich nicht ursprünglich um Ritualbrot. Dieses Brot ist zu allererst das Brot der Hungrigen; nur dadurch wird es – vielleicht – zu Ritualbrot.]

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      • schum74 schreibt:

        Dante, noch ein Punkt zu der Bemerkung:

        „Allerdings macht mich dieses Frauenbild zumindest nachdenklich. Ist das noch soo weit von Möhämmes ‚Acker‘ entfernt?“

        Der Punkt ist wichtig, prinzipiell wichtig.
        Sogar dann, wenn Raschi die Frau herabgesetzt hätte – das Gegenteil ist ja der Fall ‒, könnte man seine Bemerkung nie und nimmer mit einer ähnlichen Passage aus dem Koran gleichsetzen. Warum? Weil beide Texte einen ungleichen Status haben: Raschi, das ist Menschenwort; der Koran dagegen gilt als das direkte, unverrückbare, ewig gültige Wort der Gottheit. Zitiert ein Muslim den Koran, so sagt er nicht: Mohammed sagt – sondern: Allah sagt. (Siehe Sahih al-Buhari, Nachrichten von Taten und Aussprüche des Propheten Muhammad. Hg. Dieter Ferchl, Philipp Reclam jun., Stuttgart 1991)

        Für die Juden besitzen nur zwei Sätze in der ganzen Tora den Status direkter göttlicher Anrede: die zwei ersten Sätze der 10 Gebote, die laut Tradition vom ganzen Volk zu hören gewesen sind. Wie die Tora berichtet (Exodus 20), hat das erschrockene Volk daraufhin Mosche gebeten, das Übrige allein in Empfang zu nehmen.
        Alles außer diesen beiden Sätzen ist Menschenwort: von einem Menschen übermittelt, von Millionen Menschen dem Leben angepasst. Lo ba-Schamajim hi – Die Tora ist nicht im Himmel.

        Demselben Missverständnis von Textstatus begegnet man in den Aussagen von Gutmenschen, die das traurige Los der muslimischen Frauen mit dem Hinweis auf diesen oder jenen Ausspruch von Paulus oder Augustinus zu relativieren versuchen. Worüber beklagen sich die Zwangsverheirateten und Genitalverstümmelten? Frau zu sein im deutschen Bundestag ist auch kein Zuckerschlecken nicht.

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      • Dante schreibt:

        Das ist ein wirklich fundamentaler Unterschied. Es ist übrigens auch ein fundamentaler Unterschied zum christlichfundamentalistischen Bibelverständnis, die gesamte Bibel sei „rein Gottes Wort“.

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  2. Dante schreibt:

    Kein Jude darf an einem Krieg teilnehmen, wenn auf der anderen Seite Juden kämpfen.

    Auch nicht, wenn’s jüdische Selbsthasser sind, oder wenn Juden von Judenhassern gezwungen werden, an ihrer Seite zu kämpfen?

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  3. mike hammer schreibt:

    HAHAHAHAHA gemacht😉

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  4. Dante schreibt:

    So kommt es, dass die derzeitige Führung der Bundeswehr noch pro-Israel eingestellt ist, ganz im Gegensatz zum „gemeinen“ Soldaten.

    Deshalb heißt der auch gemein.😉

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  5. schum74 schreibt:

    Schön, die letzten Absätze – und bedrückend.

    Wissen Sie, was mich ärgert, lieber Dr. Warszawski? Dass uns hier keiner vermissen wird, nachdem der letzte Jude ausgewandert sein wird. Ganz im Gegensatz zu den 1930er- 40er Jahren, als der eine oder andere Reichsdeutsche doch einige Schauspieler, Musiker, Literaten oder seinen Hausarzt vermisste.
    Diesmal nicht: erstens, weil wir so gut wie nichts zur deutschen Nachkriegskultur beigetragen haben, und zweitens weil die hiesigen Nichtjuden schon im Kindesalter lernen, dass wir Schlechte wären, die den armen Palästinensern ihr Urväterland gestohlen hätten: So steht es in den Schulbüchern und so vermelden die Massenmedien beinah täglich.
    Der Antisemitismus äußert sich diskreter als in der Weimarer Republik, ist dafür gleichmäßig verteilt.
    Im Gegenzug werden sicher nur wenige Juden Nachkriegsdeutschland nachtrauern: ein bequemes Land, ja, aber nichts fürs Herz, scheint mir. Die Zeiten, in denen sich Mojschele in Palästina ein Führerbild im Flur hängen musste, um seine Sehnsucht nach Deutschland abzutöten, die sind auch vorbei.

    „Juden wären heute in Deutschland ihres Lebens und ihrer Gesundheit nicht sicher, wenn bestimmte Nichtjuden sie als Juden erkennen könnten. Damit stehen Juden nicht allein da. Auch eine dunkle Hautfarbe oder ein arabisches Aussehen in No-Go-Areas zieht zuweilen den Tod nach sich.“

    Den dritten Satz verstehe ich nicht. Meinen Sie, dass ein Schwarzer oder ein Araber in Türkisch-Neukölln seines Lebens nicht sicher wäre?

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    • aurorula a. schreibt:

      Diejenigen Nichtjuden, die die letzten Auswandernden vermissen (würden), möchten wahrscheinlich selbst gern weg und sind zu diesem Zeitpunkt wenn sie es irgendwie können schon in den USA, Kanada, Australien, …
      Und vermissen ihre ehemaligen Nachbarn von dort aus, insofern stimmt der Satz daß hier niemand sie vermisst, wenn die Vermissenden selbst nicht mehr hier sind.
      (Bei mir wäre es wahrscheinlich Kanada, vielleicht auch die USA)

      Gut Schabbes / schönes Wochenende / beides an alle😀

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      • aurorula a. schreibt:

        Obwohl, Nachklabb, ein kleiner Unterschied zwischen Australien und Israel:

        Ich stelle mir gerade vor, ich würde das hier probieren *seufzt*.

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      • aurorula a. schreibt:

        (Habe oft genug an diversen Kassen gesessen um zu ahnen wie es ausginge; ab und zu gibt jede(r) mal falsch raus, und das fällt nicht immer gleich auf.

        Das im Video gezeigte zumindest vermisse ich jetzt schon hier😦 – und das sagt noch garnix darüber daß die Leute vermisst werden, nicht nur das was sie tun.😦 )

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      • mike hammer schreibt:

        # aurorula

        canada wäre mir zu kalt, australien zu warm
        und in den USA gibts leute die ich mag ohne sie zu kennen.😉

        man stelle sich vor, so was von einem
        EU polizisten.

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      • Dante schreibt:

        Diejenigen Nichtjuden, die die letzten Auswandernden vermissen (würden), möchten wahrscheinlich selbst gern weg

        Ich nicht. Mir gefällt unser Land. Mir wäre es lieber, die Judenhasser wären weg.

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      • mike hammer schreibt:

        # Dante

        der kampf hat noch nicht begonnen in europa, wenn
        er loßbricht werden die juden so wie so
        schon verschwunden sein.

        geht man heute im bereich zwischen aschkelon und cesarea herum hört
        man viel französisch, jeder französische jude hat sich wohl schon eine
        bude gekauft, das wird sicher der kulinarischen vielfalt zutragen hier.😉

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      • aurorula a. schreibt:

        @ mike hammers Captain Higgins:
        and rather still I’d live on my feet than die on my knees😉

        Früher oder später werden die(jenigen) „on their knees“ schließlich trotzdem abgemessert, aber wer sagt denn, daß die auf den Füßen sterben müssen und nicht die gegen die sie aufstehen 😈

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      • mike hammer schreibt:

        als ehemaliger sniper kann ich sagen, i`d rather kill lieing relaxed on my belly.😈

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      • Jan schreibt:

        @Aurorula: Danke, ebenso!
        @Dante:“Ich nicht. Mir gefällt unser Land. Mir wäre es lieber, die Judenhasser wären weg.“
        Das sehe ich ganz genauso. Judenhasser rein und Juden dafür raus ist ein absoluter Scheißdeal. Und Politiker, die diesen Deal mit einem Schulterzucken erledigen, sind zur Zeit DAS dicke Problem dieses Landes.

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      • aurorula a. schreibt:

        A propos nochmal zum Video oben mit dem Wechselgeld für den Blinden:
        Heute ist mir etwas passiert was mir wirklich zu denken gegeben hat. Ich hatte ja geschrieben daß ich nicht wissen möchte wie so ein Experiment hier ausgehen würde. Jedenfalls hat jemand mir unbekanntes bei mir in der Apotheke an der Kasse ihr Wechselgeld (10€-Schein) liegengelassen. Da ich sie auf dem Weg von der Apotheke auf der Straße nicht mehr „erwischt“ hatte, habe ich diesen Zehner zusammen mit ihrem Kassenzettel hinterlegt und meinen Kolleginnen bescheidgesagt daß sie ihn vielleicht hier vermutet und abholen könnte.
        Sie hat ihr vergessenes Wechselgeld etwa eine Stunde später tatsächlich abgeholt – und sich so sehr gefreut daß man hat meinen können es wären 100 gewesen. Und dieses Lob einer Selbstverständlichkeit ist es was mir zu denken gibt. In Verbindung vielleicht mit dem abwertenden Kommentar einer anderen Kundin zu meinem suchenden Auf-die-Straße-gucken (Jemand hat Geld liegengelassen? Ui, das ist jetzt aber Pech!). Wahrscheinlich hat der Pechvogel nicht erwartet das wiederzubekommen, respektive die Despektierliche selbstverständlich daß es der/die Erste wos sieht selbst einsteckt.
        Eigentlich würde ich eher erwarten daß das Umgekehrte erwartet wird: wenn jemand etwas verliert schaut man selbstverständlich daß ers wiederbekommt; nur manchmal, leider, ist das nicht so.
        Wenn jetzt hierzulande eher erwartet werden muß Verlorenes nicht wiederzubekommen; nur manchmal, glücklicherweise, doch – weia…😦

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      • Aristobulus schreibt:

        🙂

        Darüber (die Ehrlichkeit hüben und drüben) gibt’s einen Witz:
        Beim Rebben Elimelech wird Nachts eingebrochen, und als der Rebbe aus dem Bett in die Stube stürmt, sieht er einen Ganev mit dem Leuchter aus dem Fenster springen und wegrennen. Ruft er ihm also ganz schnell nach, „oj, Ganejve!, lass dich nicht bloß übers Ohr hauen beim Hehler!, der Leuchter ist nicht aus Blech oder so, sondern aus Silber!, vergiss das bloß nicht!“

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    • caruso schreibt:

      Obwohl ich nicht in D lebe, habe doch das Gefühl, daß „uns“ kaum einer vermissen wird In
      Österreich ist es genau so. Oder noch schlimmer. Denn hier werden uns die meisten nicht nur nicht vermissen, eher sie werden sich sehr freuen, wenn wir – endlich! – verschwinden.
      @liebe schum74, vielen Dank für Deinen obigen Text. Er ist sehr schön, weise auch und wie! Ich werde ihn noch mehrmals lesen, bin neugierig, was alles ich darin finde:-)))
      Und vielen Dank für die Bestätigung!
      lg
      caruso

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  6. schum74 schreibt:

    In einem Artikel für Europe-Israël (18.02.2016) macht sich Yéochoua Sultan Gedanken über den nächsten Schritt nach dem Auszug aus Europa. Was für ein Land ist Israel? 68 Jahre nach Wiederherstellung unserer Souveränität sind wir auch dort unseres Lebens nicht sicher.

    « Si la faute en Europe a été de ne pas nous extirper de ce lieu ennemi, la faute aujourd’hui en Israël est de ne pas extirper l’ennemi de notre lieu. »

    [Wenn der Fehler im Europa der 20er-30er Jahre gewesen ist, dass wir uns aus diesem feindlichen Ort nicht herausgerissen haben, so ist der Fehler heute in Israel, dass wir den Feind nicht aus unserem Ort herausreißen.]

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  7. mike hammer schreibt:

    vorsicht lustig

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    • Dante schreibt:

      Habe nur einen Teil gesehen, kommt mir aber vor, als spreche er ein Phänomen an, das als Simpsonsches Paradoxon bekannt ist. Verbunden, natürlich, mit einem gewissen Interesse daran, sich selbst als diskriminiert wahrzunehmen.

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      • Aristobulus schreibt:

        Soweit ich das verstehe, stellt Simpson einen statistischen Fehler fest, nicht?, also kommt z.B. Sexismus bei Bewerbungen an Universitäten heraus, nicht weil die Fakultäten faktisch Männer bevorzugt hatten, sondern weil in der Statistik zu viele Kriterien mit ein und dem selben Faktor erfasst werden sollen.

        Ben Shapiro stellt jedoch eine linke Politgefühlsduseligkeit und Antimeinungsfreiheitsseligkeit fest, eine gezielte und sehr schädliche, in der ganz ohne Statistiken und vor Allem ganz ohne Argumente und ohne Logik ein Jeder ein Opfer von Rassismus, Microaggressions und Sexismus sei, der sich laut zu einem solchen deklariert.

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      • Dante schreibt:

        Ben Shapiro stellt jedoch eine linke Politgefühlsduseligkeit und Antimeinungsfreiheitsseligkeit fest, …, in der … ein Jeder ein Opfer von Rassismus, Microaggressions und Sexismus sei, der sich laut zu einem solchen deklariert.

        Das habe ich auch so verstanden. Allerdings meine ich an einer Stelle (wie gesagt, ich habe längst nicht das ganze Video gehört) auch gehört zu haben, dass jemand die Tatsache, dass er einen Studienplatz oderwasauchimmer (es fällt mir nicht leicht, schnell gesprochenes Englisch vollständig zu verstehen) nicht bekommen hat, wie selbstverständlich auf Diskriminierung zurückführte und sich dabei ggf. des Simpson-Paradoxons bediente. So meine ich das, nicht, dass jemand einfach darauf hereingefallen sei.
        Vielleicht habe ich das falsch verstanden, aber es wäre jedenfalls typisch. Es soll ja schon mal passiert sein, dass Leutz wegen sexueller Diskriminierung gegen eine Uni geklagt hatten und die Klage nicht nur abgewiesen wurde, sondern sich sogar herausstellte, dass die Uni tatsächlich sexuell diskriminiert hatte, aber in die andere Richtung. Sie hatte sowohl in einem Ingenieurstudiengang mit vielen Studienplätzen, aber wenigen weiblichen Bewerbungen als auch in einem geisteswissenschaftlichen Studiengang mit wenigen Plätzen, auf den sich viel mehr Frauen beworben hatten, jeweils Frauen bei gleicher Eignung bevorzugt, aber bei Zusammenfassung kam insgesamt eine scheinbare Benachteiligung von Frauen heraus.

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      • mike hammer schreibt:

        # Dante

        unlinke haben in den US-Bildungszentren gerade schwere probleme.
        sie werden nicht zu prüfungen zugelassen, werden von allerlei grüppchen
        als rassisten – antidemokraten – islamophobe – faschisten usw. auch tätlich angegriffen.

        der junge mann ist hier nicht bekannt, in den USA ist er eine konservative kultfigur
        und du wirst nicht glaube womit er konfrontiert wurde an US Unis,
        wo ihn öfter leute zu vorträgen hi bitten.

        hier etwas NETTES.

        das ist kein witz.

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      • mike hammer schreibt:

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      • aurorula a. schreibt:

        Was mich ermutigt: 0% Marxisten in Naturwissenschaften und in medizinischen Fächern.
        Wenn ich krank werde und diejenigen die mich behandeln verlassen sich eher auf schöne Worte denn auf wissenschaftliche Daten – das würde mir echte Schweißausbrüche verursachen.
        Das gleiche gilt für die Ingenieure die einen Aufzug entwerfen mit dem ich fahren möchte…

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  8. mike hammer schreibt:

    „israelischer film“ gewinnt goldenen Bären.

    warum „ehrt“ man denn nun einen
    israeli, künstler sind doch linke?

    prompt stellt sich der „israeli“ als
    produkt pstzionistischer lebensborn
    experiment produkt als sohn von der Ultraextremfaschistin schulamit aloni heraus und hat nichts besseres zu tun
    als von deutschland die einstellung
    der U Boot lieferungen an das zitat
    „faschistische israel“ zu fordern.

    jetzt versteht man die vergabe des preises, hat er doch das getan was
    den deutschen linken unaussprechbares balsam auf der seele ist, das macht ihn zum superstar.

    ich wünschte dem Bärengewinner einen
    israelischfaschistischen staat für sich allein, auf das er in der gummizelle auch
    bekommt was er sich erträumt.

    toller preis, da fällt mir der gute alte
    reich ranitzki ein der wusste preise einzuordnen.

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    • mike hammer schreibt:

      irgend nen bären, ob der ein golbär war weis ich nicht, die sind von HARIBO!

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      • schum74 schreibt:

        P.S.
        Regie: Shlomo Sand
        Skript: Evelyn Hecht
        Spezialeffekte: Abu Masen

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      • Aristobulus schreibt:

        Stunts: Erhard Milch
        Produzenten: George Soros, Amira Hass, Meyer Lansky

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      • mike hammer schreibt:

        Meyer Lansky?
        Also bitte, er Mordete doch nur für Geld.

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      • caruso schreibt:

        Was immer es war, er soll daran ersticken. Ich weiß, das mein Wunsch nicht gerade fromm ist. Aber manchmal überkommt mich die Wut auf diese jüdische Juden-und Israelhasser! Soll der Teufel sie alle holen!
        lg
        caruso

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      • Aristobulus schreibt:

        Er hatse schon geholt… sie haben sich von ihm holen lassen.
        Etwa jemand wie Amira Hass, die neulich gerechtfertigt und gutheißen (ja bejubelt) hat, dass ein gewisser Ezra Navi (doch, er heißt so) Araber, die ihre Grundstücke an Juden verkaufen wollten, sofort an die Fatach/Hamas verraten hat… worauf sie umgebracht wurden.
        Ich glaube nicht, dass Amira Hass gut schläft. Der Scheitan macht im Schlaf mit ihr rum, und sie wacht schweißgebadet auf. Soll sie.

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      • Dante schreibt:

        Aus Wikipedia:

        Im September 2014 wollte Hass auf Einladung der Rosa-Luxemburg-Stiftung an einer von dieser mit der Universität Bir Zait im Westjordanland veranstalteten internationalen Konferenz „Alternatives to Neo-Liberal Development in the Occupied Palestinian Territories – Critical Perspectives“ teilnehmen. Sie musste jedoch das Campusgelände wieder verlassen, da sie sich als israelische Jüdin aufgrund einer entsprechenden Rechtsnorm der Hochschule nicht dort aufhalten darf.

        Ätsch! kann ich da nur sagen. Wer jemandem Apartheid vorwirft, der keine macht und dafür jemandem in die Hände arbeitet, der wirklich welche macht, verdient es, auch schon mal Opfer dieser Apartheid zu werden.
        Und wer glatten Mord befürwortet, braucht das Wort Menschenrechte auch nicht mehr in den Mund zu nehmen.

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      • Dante schreibt:

        Wie machst Du das mit dem Mr Green?

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      • Aristobulus schreibt:

        (Ich zitier den als Bild, die Url erscheint, wenn Deine Maus draufzeigt, und vor und nach der Url musst zwei oder drei Absätze hintun, weil da sonst nix freundlich grient, sondern nur ein Link auftaucht)

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      • schum74 schreibt:

        Liebe Caruso,
        Vielleicht ist es doch so, dass man uns vermissen wird; von Erleichterung über den Weggang der Juden keine Spur. Denn: Wer wird die Kronzeugen gegen Israel abgeben?

        Nimm z. B. Eure 92jährige BDS-Tante Hedy Epstein, die schon für den Hamas Hunger gestreikt hat. Wer erzählt so schön wie sie, dass die Israelis die Fantastinenser ebenso endlöse wie die Nazis damals die Juden? Hedy muss es ja wissen: Sie hat dank einer Kindertransportaktion den Zweiten Weltkrieg in London verlebt.

        Jetzt hat das österreichische Parlament eine Veranstaltung unter dem Titel „In Großmutters Worten ‒ Frauenschicksale im Zweiten Weltkrieg“ zum 8. März gestrichen, an welcher Hedy Epstein die Schoa-Überlebenden vertreten sollte. Nicht allein ihretwegen. Eingeladen wurden weitere Ehrenfrauen wie die „Hiroshima-Überlebende“ Reiko Yamada, die Amerika mit – ja, womit denn? mit Israel? ‒ gleichsetzen sollte.

        Schade, nicht? Könnte man nicht Hedy Epstein ersatzweise zur Eröffnung der nächsten Berlinale einladen? Oder zur Al-Quds-Demo im Sommer? Eine Jiddine, die Arm in Arm mit Mohämmern „Jude, Jude…“ skandiert, macht gleich was her.

        Oh! Fast hätte ich’s vergessen: Die Wiener Veranstaltung sollte „im Geiste des Friedens, der Versöhnung und des Lernens“ verlaufen. In wessen sonst?

        http://haolam.de/artikel_24188.html

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      • Aristobulus schreibt:

        … im Geiste des Söhnens, der Friesen und des Lämmleins.
        Nein.
        Im Geiste der Frieddröhnung, des Verlernens und des Wrdlbrmpf.
        Ach!

        P.S.
        Hier in der Nähe steht eine Kneipe Namens Frau Hedys Landgang, aber als ich jüngst nachfrug, ob die Epsteinsche zugegen sey, sagte man mir kurz aber wegwerfend, sie habe wohl Ausgang, weil schon gar lange kein Land mehr gesehen.

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      • aurorula a. schreibt:

        … im Geiste der Lehnen, des Werdens und der Fritten?

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      • aurorula a. schreibt:

        (also quasi-belgisch)

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      • Aristobulus schreibt:

        🙂

        (Wenn Belgien bloß hätt werden wolln
        für Belgier, für Waffeln, für das Bier.
        Mais non, datt hat bloß werden solln
        für die EU, für Waffeln und für Bier.)

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    • schum74 schreibt:

      Einen goldenen Bären gewinnt das nächste Mal ein Film, in dem ein jugendlicher Fantastinenser einen Grenzsoldaten (wahlweise: einen Frommen mit Streimel / eine schwangere Frau) niedersticht.

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      • Aristobulus schreibt:

        Schum!, Gute, da sind zur Not viel mehr Dramolettik und Poliziotik und gar Schmierotik rauszuholen:
        Das Messerstechwesen muss eine schöne Fantastinenserin sein, eine Durchhaltepoesie rappende Ikone des edlen, dauergedemütigten, aber unbrechbaren Volksgeist der Palestinensesser, die in der ersten Filmszene *zack* einen bestialischen zionistischen Grenzsoldaten ersticht: Woraufhin dann Rückblenden, immerzu Rückblenden bis ans Ende, weil das der Anfang ist, und weil man so in ’nem Film zehn Punkte für *Anspruch* generiert.
        Also Rückblende, der Bestialzionist hatte sie zuvor 1) geschwängert, und das 2) ausgerechnet beim Abriss des uralten Hauses ihrer Familie, den 3) Netanyahu höchstpersönlich angeordnet hatte, weil 4) die schöne Messerstechfantastinenserin mit ihm zuvor gehübschelt hatte, um 5) das Haus ihrer uralten Familie und 6) naturgemäß die unvordenklichen Olivenbäume zu retten, die jedoch 7) der erwähnte zionistische Grenzsoldat dann bestialisch umhaute, bevor der die Schöne 8) nein 1) schwängerte, indem er ihr ein warmes Essen versprach, ach das erste waaarme Essen seit 1948.
        Sie bekam aber 8) nur ein kaltes Stückele Schweinekotlett.
        9) nichtmal per Email, sondern mit der Schneckenpost. 10) in fettigem Papier, und 11) mit Rechnung.
        Und 12) Netanyahu, der doch einen etwas besseren Lieferservice hat, ging dann nichtmal ans Telefon.
        Woraufhin die schöne Messerstecherin sich in der letzten Fileinstellung mit Selbigem ritzt und mit ihrem Blut auf die Trümmer des Trümmerhauses einen Rap schreibt, in dem viel von vergossenem Blut, geschändeter Ehre, völkerrechtswidrigen Siedlern und edler Intifada die Rede ist. 13) Man sieht das G’dycht jedoch rot auf Englisch, weil’s auf Arabisch mal wieder ka‘ Sau versteht.

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      • aurorula a. schreibt:

        Filmplakat dazu siehe unten.

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      • schum74 schreibt:

        ❤ Tout simplement génial.
        *ich Film sehen woll*

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    • Clas Lehmann schreibt:

      Immerhin schreibt die TAZ: http://www.taz.de/!t5279523/

      Man könnte das als Unverständnis für den Director und seinen Film deuten, zumindest aber als die Ansage, mäßig beeindruckt zu sein…?

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      • mike hammer schreibt:

        schon der name taz nach sovjetischem vorbild erschüttert,
        der rote stürmer muß ja dazu was schreiben, auch wenn
        diese nazis sicher den text vorab mitbestimmten.👿

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      • Aristobulus schreibt:

        Jedoch der taz-Artikel ist gut.
        Überraschung…
        Er stellt „kerzenwarmen Kitsch“ und stellt die Verlogenheit des Films gnadenlos bloß.
        Manchmal ist die Taz durchaus für positive Überraschungen gut, zumal darin Leute wie Phillip Gessler schreiben (wenn er da noch schreibt?), wohingegen etwa die Süddeutsche immer negativ überrascht.

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      • mike hammer schreibt:

        wer ne Knaul beschäftigt bekommt von mir keine klicks die nicht unbedingt nötig sind.😉

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      • Clas Lehmann schreibt:

        Und mir scheint, man kann doch zur Kenntnis nehmen, dass der Artikel in der taz durchaus Anknüpfungspunkte bietet… Wie tragfähig, bleibt zu erproben, und Mike muss ja nicht über diese Brücke… Wäre vielleicht eh nicht zielgruppenadäquat, dort, und müsste hinterher Fisch sagen.

        Tatsächlich aber scheint mir ein guter Artikel hierzu, der auch Andersmeinenden zu Gesicht kommt, unter Umständen wirkmächtiger sein zu können, als wenn er hier stünde, wo er die meisten eh nicht zu überzeugen oder wenigstens ihre Meinung zu erschüttern bräuchte.

        Das Problem sind doch jene, die dem Film auf den Leim kriechen, und die erreicht man eher in der taz, als hier.

        In der SZ erreichte man sie auch, aber da schreibt keiner sowas, soweit ich weiß.

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      • Aristobulus schreibt:

        Genaugenaugenau, Clas.

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      • mike hammer schreibt:

        ich weis ich bin ein dickkopf aber einen anderen kopf hab ich nicht.

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      • Aristobulus schreibt:

        na det freut mir doch imma‘🙂

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  9. aurorula a. schreibt:

    Wie ich in eine Zeichnung zuviel hineininterpretiert habe 😳

    Zu diesem Artikel bei tw_24: http://www.tw24.net/?p=12312 über Kinder als Killer habe ich folgendes gescchrieben:
    Eine kurze Anmerkung zum ersten Bild, die ich auch schon bei heplev als Kommentar unter den Text geschrieben habe in dem dort dieser heir verlinkt ist.

    Im Text oben heißt es über die Karikatur: zeigt einen israelischen Soldaten, der mit grimmigem Blick sein riesiges Gewehr auf ein kleines Mädchen richtet, das ihn traurig anblickt.

    Die traurige Kleine hat ein Messer in der Hand.
    (Im Eispickelgriff, sie versteckt es etwas hinter ihrem Rücken) Und das Gewehr des Soldaten zittert, weil er sie durch das Wappen der UN als Zielfernrohr anvisiert. Er ist entweder gorillaartig dargestellt oder als uralt (auf mich zumindest macht sein Blick eher einen senilen als einen grimmigen Eindruck).

    Was der Künstler damit außer dem x-ten schießwütigen Kindermörder darstellen wollte ist bestimmt nicht unwichtig:
    Kinder als “nachwachsenden Rohstoff”, den die Araber nutzen – die israelische Armee aber nicht (weil denen die Kinder etwas bedeuten!, aber so wird der Künstler es wohl nicht ausdrücken)?
    Das internationale Recht als wackelige Begründung sich gegen Messerangriffe zu wehren, die immer älter und tatteriger wird?
    Daß der arabische Teil der israelischen Bevölkerung mehr Kinder bekommt – deshalb der uralte Soldat – oder die anderen am Verschwinden sind – deshalb der Reservist im Einsatz?
    Oder daß er so tatterig ist, daß er nicht merkt daß die Kleine ihm hinter den großen Augen mit dem Messer an die Kehle will, wie es ja so ähnlich auch im Text steht.
    Jedenfalls macht er auf mich keinen sehr grimmigen Eindruck, eher den eines vielleicht ein Bissl senilen, hinter all seiner militärischen Aufmachung im Grund aber naiven Opis – den selbst ein kleines Mädchen in eine tödliche Falle locken kann. Und das tut sie auch, siehe Messer.

    Insgesamt also ein “werdet Killerkaninchen!”, kein “Israelis schießen auf Unschuldige!”

    Alles schön und gut, nur ist der Zeichner überhaupt keiner für Subtilitäten – oder in den Worten des Blogbetreibers:
    Die Washington Post schreibt in einem Artikel über den Urheber der Zeichnung, »his caricatures are not subtle. Israeli soldiers are depicted as goons. [..] Sabaaneh said he doesn’t present Jews as evil – he presents the Israeli military occupation as evil«.

    Werden für goons verschiedene Übersetzungen angeboten, darunter Trottel, Schläger oder »Gorilla« als Teil eines Schlägertrupps, scheint die Variante »naiver Opa« oder »Trottel« mit der Festlegung auf »evil« und auch angesichts anderer Zeichnungen Mohammad Sabaanehs eher unwahrscheinlich.

    So kann man sich irren, mein Fehler. 😳

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    • aurorula a. schreibt:

      Hier noch die Zeichnung um die es ging:

      .

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    • aurorula a. schreibt:

      und woran sie mic erinnert:

      Ich gucke zuviel Fernsehen…

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    • Clas Lehmann schreibt:

      Also, echt durchgeistigt wirkt er nicht, auf mich, in der Darstellung.Gefährlich auch nur, falls er umfällt… Mike mag mich korrigieren, aber in der Position träfe er sie sicher nicht; man soll schon dahin schauen, wohin man den Schuss zu tun gedenkt. Das gilt auch für eine Abfolge von Schüssen.

      Was aber hat es mit der UN-Zieloptik auf sich? Seit wann zielte irgend UN auf kleine pocohonteusement dargestellte traurige Töchter vom Stamme der Besitzer unvordenklicher Olivenbäume, von denen nach ihrer Vertreibung durch wen wohl nur die dargestellte Hintergrundwüste blieb, weil wer wohl da verwüstete, was seit alters her Erbe war? Und immer noch Erbe wäre, wenn nicht wer wohl verwüstet und gerodet hatte und nun auch noch drohte?

      Des Messers Spitze könnte natürlich auch Felsen im Hintergrund oder ein Gewandeszipfel sein. Im Zweifel, und wenn der Vorwurf eines Messers ernst- und bedrohlich erhoben würde, wird es dann so sein, ich bin da sicher.

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      • Aristobulus schreibt:

        Ja, das passt alles nicht, ergibt keinen Sinn außer dem stürmerhaften Hass gegen den Jud‘, aber was macht der?, und warum steht die kleine Ponkahonteuse nicht in der Bresche der Zionistenmauer (die sie da reingebissen hatte, um ihr edles Volk zu befreien), sondern wie bestellt und nicht abgeholt daneben?, ja und inwiefern die UN als Zielfernrohr, schießt der Böse nun mit UN oder als UN?, aber die UN ist doch gegen Israel, das weiß jede kleinwüchsige Ersatzpunkahontas seit dem Kindergarten.
        Dieser Zeichner Al-Shabah (oder wie er heißt) ist einfach schlampig und schlecht, erstaunlich passend zur Qualität der reinen Lehre, die er da vertritt.

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      • Clas Lehmann schreibt:

        Nu ja, Bilder, bildliche Darstellungen…. sind ja konkret Menschen darstellend in dieser Kultur sowieso höheren Ortes verflucht vom öbersten Verflucher, da gibt es also wenig Übung und keine Tradition und keinen Unterricht. So kömmt es denn nicht über so einen Löschblattkritzelei- oder Schulbankritzelei-. oder Klotürschmierereistil hinaus. Ornament nach erweitertem Ornamentbegriff; hieß es nicht, wo, Ornament sei Verbrechen? Schließt sich hier ein Kreis?

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      • Aristobulus schreibt:

        Aber die islamische KUNSCHT, Clas!, hmja!, was haben wir denn da an hehrer Kunscht (außer dem um ein Weniges minder hehren Fluchen)?, also Kunscht ja doch, nein?
        Warum, wofür und weshalb fliegt man nach Dubai oder nach Deschedda oder nach Mekka oder nach Teheran: Wegen der Kunscht.
        Ah pardon, sollte ich mich geirrt haben? Aber in Dubai usf. stehen & prächten ja diese berühmten Renaissancemoscheen von Leohabib Dabbavincib, hört man. Oh, abgerissen schon während der Erbauung, nein er wurde schon vor Anfang der Planung höchstpersönlich geköbbpht, schade.
        Na dann gehnmer halt stracks ins lokale Nationalmuseum mit den viel-vielen Gemälden von Al-Wangoghi und sogar dem Bin-Poloq, ach nein, die haben da in Dubai nur was aus dem Louvre ausgeliehen, das der Louvre ihnen à fond perdu für immer ausgewähltere Besucher überlässt. Woanders haben sie jedoch nichtmal was Fremdes ausgeliehen; sie verbrennen es lieber da, wo’s herkommt.
        Ja wer hat denn da in Dubai und Dschedda und Nuakchott und im ehrwürdigen Kairo je gemalt-? Also selber mim Pinsel-?
        Okeh, kein Einer.
        Gut!, dann halt weiter ins Opernhaus, erbaut von Fractibullah Küvijek (nein nicht François de Cuvilliés, der war jemand Anderer und ganz woanders), aber der Beutetürke Küvisowieso himself hat doch so wie Cuvilliés Opernhäuser-?, ach hat er nicht, der ist in einer Karawanserei bei Aleppo erschlagen worden, okeh, man ist ja tolerant und aufgeschlossen für die islamische Kultuuur, dann gehnmer halt nolens volens ins knalleneueneue Opernhaus aus Beton mit Goldstrotz wie überall da, in demse dauernd diese doch wohl großartigen Opern von Al-Verdee und Henddl-Habibi aufführen?, ach führense nicht auf und gab’s wohl nicht, die Beiden?, doch, die gab’s, die waren zwar da und wollten wohl gern, aber die mussten den Koran lernen und Kameltreiber werden und am Mangel sowie am Geiste des öbersten Kunschtverfluchers früh zugrundegehen.

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      • Clas Lehmann schreibt:

        Gibt es nicht ganz ornametale und zierrätliche Haremsgitter, wohinter dortige Despoten ihre Äckerinnen verwahrten?

        Nebenbei: man kann auch einen Acker pfleglich behandeln, wenn man nicht kulturellerweise die Räuberei zu Pferde ist oder war. Als solche galopiert man halt nur drüber…

        Kunscht. ansonsten? Etwas Architektur, aber bildliche Darstllungen? Sogar Schneekamele gibt es eine Fadwa gegen… fad, wa?

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      • Aristobulus schreibt:

        … weswegen man dorten ja von je her den Schneejud‘ baut, weil dieser keine Abbildung einer von Allah gemachten und somit geheiligten Kratur ist. Sondern weil der halt kein Mensch und kein Tier, sondern ein Jud‘ ist.
        Die Schneejud’feste von Kairo, Damaskus und Ramallah sind weithin berühmt, in jedem Winter versucht man den Höhenrekord des Schneejuds von Aden (12 Meter sibbenzich! im Adener Rekordwinter von 1867) zu überbieten (seitdem gilt der Schneejud‘ von Aden für Folklore und Wissenschaft als Wappentier der iranischen, libanesischen, saudischen und marokkanischen Hisbollah, wobei sich diese zwar alle gegenseitig umbringen, unbeschadet ihrer gemeinsamen Wappentradition, aber egal), also wo war ich?, ach beim Höhenrekord des Schneejud‘ usw. usf. *schwärm‘!*, aber am Besten ist der Abriss all dieser Schneejuds am Ende des Winters pünktlich zur Blüte der Schneeglöckchen, weil man dann alles in Rekordzeit zerlegt, wobei schon der Schneejud‘ von Aden anno 1867 in bloß zweikommasiebenfünf Minuten bis auf die letzte Eisblume zerlegt worden ist, beachtlich!, und diesen Rekord versucht man seitdem in ganz Nahost laufend und immer laufender zu unterbieten.
        Weswegen seitdem immerhin im Winter die Araber bekanntlich wegen all der Hast & Eile wegen des nächsten Rekordschneejuds und seiner anschließenden Zerlegung den Israelis überhaupt nichts mehr tun.
        Gesegnet sei der, der diese sinnvolle, wenngleich kalte Volksbeschäftigung erfunden hat.
        Wahrscheinlich isses gewesen a Jid.

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      • Clas Lehmann schreibt:

        Von den bekannt subtilen Marokkanern will ich es ja wohl noch glauben, aber alle die anderen?

        Da sieht man es mal wieder, wie wenig man doch von diesen Kulturen weiß, hierzulande…!

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      • Aristobulus schreibt:

        … die völlige und völligere, nein völligste Unbekanntheit dieser islamischen Kulturen wächst täglich, nein stündlich, wobei jedoch dort eine ganz bedonders dramatische Variante der Allunbekanntheit herrscht und immer mehr herrscht, nicht? zumal just dorten diese Allunbekanntheit zunimmt und zunimmt und immer mehr zunimmt, indem da überhaupt alles immer unbekannter wird.

        Tugenden wie Fortschrittlichkeit etwa.

        Oder nur einfache Höflichkeiten, wie Zuvorkommenheit gegenüber Frauen.

        Schon vor tausend Jahren waren etwa diese beiden in zivilisierten Gegenden völlig selbstverständlichen, ja lebensnotwendigen Dinge jedoch in mohämmischen Gegenden vollkommen unbekannt, und heute sind sie da am Allerunbekanntesten ever.

        Auch ’ne Kunst, nicht?, die fortlaufende Unterbietung der allermindesten Mindeststandards.

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      • Clas Lehmann schreibt:

        Es ist ja auch bemerkenswert der Bedeutungsunterschied zwischen bekannt und bekennend, fällt mir gerade auf… Das ist ja nicht nur eine Frage der Zeitform.

        Denn: Bekennend ist man dortzulande, religieusement und dem Hauptstrom folgend. Formal mehrmals täglich. Für solche, die es weit gebracht haben im Unbekannten, entwickelt, hörte ich, war es in Braunschweig? jemand einen intelligenten Gebetsteppich, zum Einüben der richtigen Niederwerfungen und Gebärden… Ich hätte es natürlich zuende anhören sollen, schon wegen Respekt, aber es war spät und ich war müd und wahrscheinlich kann man es in der Mediathek vom DLF finden, bei Religion und Gesellschaft, gestern, heute nacht gehört.

        Das Bekennen abweichenden Wissens, Wollens oder Denkens dagegen… Oder Intelligenz außerhalb des Teppichs, womöglich offen ausgeübt?

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    • Clas Lehmann schreibt:

      Ja, wahrscheinlich.

      Der gelbliche Schreibstil ist jedoch fast sicher das Ergebnis eines Kurses „Sprachersatz für die journalistische Tagespraxis“. Pronomina gelten da als einfallslos; auch manche Deutschlehrer bekämpfen ihre Verwendung. Hieraus resultiert die Restunsicherheit.

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  10. Silke Stoecklein schreibt:

    Ist man jüdisch,entwurzelt und in der DDR aufgewachsen (wo es keine Religion und jüdisch sein nur inoffiziell und versteckt gab),hat man wie eh und je keine Rechte und ist Bürger 2.oder 3.und nach unten folgend Klasse,ausser,wenn man die Rechte anderer (Nichtjuden) achten muss.
    Assimilation ist nicht möglich und für einen geborenen,aber nicht religiös aufgewachsenen Juden unzumutbar.
    Noch schlimmer wird es,wenn man weiblich ist,denn dann wird man bei Kontakt zu religiösen Juden und einer dann evtl. entstehenden Liebe von Deutschen und religiösen Juden im Geiste regelrecht zerfleischt und zumindest versucht, getötet zu werden,wobei dann alle perfekt zusammen arbeiten,deutsch-religiös jüdisch und sogar muslimisch!
    So wird man freiwillig auch niemals wieder einen jüdischen Kontakt suchen,geschweige denn jemals israelischen Boden betreten und sein „Leben“ mit sich lieber ganz alleine fristen.
    Ich glaube,es hat sich doch etwas geändert,man bekommt nicht nur die Feindseligkeit von Deutschen und Muslimen zu spüren,sondern auch noch die jüdische in geballter Ladung! Und hat dann auch noch sein Leben zu genießen und bekommt gesagt „Live,life,be happy!“ und muss zuschauen,wie seine Blutlinie in Antisemiten und Nazis aufgeht,was deren Tod bedeutet.
    Ich kann gar nicht glauben,das Juden in einem Krieg nicht aufeinander schießen dürfen,ich könnte das auch nicht,obwohl ich dafür ausgebildet bin!, aber sie tun es schon mit Worten und Taten gegeneinander!

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    • mike hammer schreibt:

      Häää?

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    • mike hammer schreibt:

      liebe S.S.
      religiöse juden haben
      in deutschland ca. 100000
      sovjetjuden in ihre gemeinden
      aufgenommen, oder besser ihnen
      die gemeinden übergeben.

      ihnen ist wohl übeles passiert
      aber es kann sein das sie
      übel sind, oder einen
      fettnapf nicht
      auslassen wollten, wie
      auch immer, fußball hat seine
      regeln und judentum auch
      was hi und da mal
      irritieren kann.

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      • schum74 schreibt:

        Nicht nur religiöse Juden haben in Deutschland Sowjetjuden aufgenommen; auch weltliche Gemeinden haben das getan. Es ist schön zu sehen, wie die zweite noch russophone Generation zur Tora zurückkehrt und die Synagogen bevölkert. Warum sollte ausgerechnet sie, sich nicht-jüdische Lebenspartner aussuchen?
        Reibereien, vor allem in den 90er Jahren, hat es wohl gegeben ‒ aber Hass? Soweit mein Blick reicht, kann ich in Berlin keinen entdecken. Haben die Keilereien um den Gemeinde-Vorsitz mit der Herkunft zu tun? Ich glaube nicht. Sowohl die Koach-Gruppe um Dr. Joffe wie die Emet-Gruppe um Dr. Lagodinsky haben ‚russische‘ wie nicht-‚russische‘ Anhänger.
        Und wieso hätten ehemalige DDR-Juden in der Bundesrepublik (oder in den Gemeinden?) keine Rechte, wie Silke Stoecklein schreibt?
        Und wieso bekommt ein Jude in Mischehe bzw. -Partnerschaft die „Feindseligkeit von Deutschen und Muslimen zu spüren“? Was haben die Muslime bei dieser Sache zu suchen?
        Ich fürchte, ich verstehe nicht ganz.

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      • Silke Stoecklein schreibt:

        Ich bin einfach übel.:-)
        Ansonsten kann man ja mal ein paar Kommentare in der Gruppe „Israel Shalom“ auf Facebook lesen,falls das noch geht und meine Kommentare nicht blockiert sind oder den ehemaligen Kantor des ehemaligen jüdischen Vereins in Goerlitz dazu befragen,der kann Ihnen sicher Rede und Antwort zum Verhalten einiger convertierter Juden geben und sicher auch zu seinem eigenen.

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      • mike hammer schreibt:

        # schum 74

        ich ging davon aus das man einen der sich
        einer gemeinde anschließt religios ist.
        ich saß lange als mittler
        zwischen den
        welten.
        ich bin zwar kein komtingentflüchtling aber spreche
        fließend russisch, es war oft peinlich zum fremdschämen
        aber in beide richtungen, aber meist extrem lustig, und wortreich.

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      • Silke Stoecklein schreibt:

        In der DDR gab es keine religiösen Juden. Soviel ich weiß, wurde in Berlin ursprünglich eine jüdische Gemeinde dafür gegründet,um den in der DDR aufgewachsenen Juden den Weg zurück zu ebnen. Nun sind die convertierten ohne auch nur ein einziges jüdisches Gen die neuen Juden,die die DDR Juden nun auch noch für ihr Schicksal bestrafen dürfen. Aber ich bin einfach nur ein uebler Mensch.

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      • Dante schreibt:

        Was ist ein jüdisches Gen?

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      • mike hammer schreibt:

        # Silke Stöcklein

        i sags ma so,
        wia soll i dreagiern wennst
        hier zum erstn moi uftaochst und glei
        fazeist das dira in görlitz a ganz a linke truppe san
        dia di kille woitn und so wida?

        die maschn von konvertiten
        sich schnei mo ne gmeindn zu gründn
        und an kantor einzustelle ist nicht neu, scheiter aber
        meist wenn a richtiger jude uftaucht und
        nach einem rabbi verlangt,
        kantore sind ja nur
        vorleser.

        i woas dadavon nichts und ich war no nie in görlitz.

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      • Silke Stoecklein schreibt:

        Nein,der Kantor wollte eine Gemeinde aufbauen und wurde von einem convertierten Juden in der erwähnten Stadt rausgeekelt oder rausgemobbt.Es ging ihm aber nicht um die DDR Juden,weil er orthodox ist und wir deshalb unrein,sondern nur um seinen Profit und darum,seinen eigenen Status zu verbessern und dafür auch kriminell zu werden.

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      • Aristobulus schreibt:

        Preisfrage zum Abend: Was möchte die Silke Stoecklein?
        Möchte sie z.B. bei Chabad Tojre lernen und in der Sache weiterkommen, oder möchte sie sich lieber außerhalb der Sache über irgend merkwürdig Konvertierte (mit Zeh) in Görlitz und über namelose Kriminelle beschweren?, und ferner wollte man sie zerfleischen?, aber von Piranhas in der Neiße schreibt sie nichts, jedoch dass sie eine Nazi-Blutlinie habe oder eben keine, oder hab ich da was Ausschlaggebendes überlesen?
        *liest nach*
        Nein, nichts Ausschlaggebendes überlesen, denn da steht merkwürdig wenig, von Anderem aber merkwürdig viel.

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      • mike hammer schreibt:

        ich weis immer noch nicht was # Silke S. hier will,
        einen jüdischen arierschein? konversionsverbote?
        was ist die gemeinde jetzt, was wollte der kantor und
        was will # Silke S.?

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      • Aristobulus schreibt:

        Sie möcht‘ wohl einfach wollen, dass alles anders sei, sich selbst eingeschlossen –
        Aber der Moschiach kam halt nur bis Zgorzelec, sah kurz hinüber und verschwand zu den Karpathen.

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      • mike hammer schreibt:

        # Aristobulus
        ich weis garnichts, habe mal unter dem nick gestalkt, den gibts öfter,
        ich wart mal, finde aber den auftritt unglücklich, ich tauch
        doch nicht irgendwo auf und brülle „alles
        blöd ausser ich“.

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      • Silke Stoecklein schreibt:

        Ich hab doch nun schon öffentlich geschrieben,das ich ein übler Mensch bin und das man deswegen mit Recht macht, was man mit mir macht.
        Wahrscheinlich habe ich auch nur dafür diesen Link bekommen.

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      • Aristobulus schreibt:

        Ach Du warst das damals😀 , ist der Nick nicht mal über eine gewisse Stilke Soecklein hergefallen?, glaube mich dunkel zu erinnern, dass ich das war

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      • mike hammer schreibt:

        nö, ich habe den namen gegoogelt, das nenne ich stalken.

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      • Aristobulus schreibt:

        Aha.

        P.S.
        Diese Form des Stalks ergibt, dass sie das ist:

        Pardon, das Foto wurde jedoch zu ihrer Zeit bei den Karl-May-Festspielen in Radebeul 1963 gemacht. Seitdem ist sie deutlich stöckeriger geworden.

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  11. mike hammer schreibt:

    es geht wohl um das ding da.

    wie heist denn der kantor?

    jüdische gemeinden werden von der kongregation, der Kehila
    gegründet oder von einem rabbi nie von kantoren, aber
    ich weis immer noch nicht was das global
    mit den juden zu tun hat?

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  12. mike hammer schreibt:

    entschuldigung ich sicher mir das mal, nettes video.

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  13. Silke Stoecklein schreibt:

    Meint Ihr,ich solls mit Thora lernen versuchen?

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    • Dante schreibt:

      Is‘ doch mal ’ne Idee, wa?

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    • mike hammer schreibt:

      # Silke S.
      wir kennen dich doch nicht wie soll einer da antworten?
      wozu, bist du religiös dann brauchst du einen rabbi, nö keine egalitäre
      ganzheitliche genderrabienerin oder so liberabinski nein einen mit bart
      und hut…. die thora ist nebbich nur eine geschichtensammlung,
      dann kannst du einige mytische geschichten und dann?
      du brauchst einen rabbi, wenn du religiös bist,
      bist du es nicht reicht ne israelreise
      vorerst mal, was weis ich.

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      • mike hammer schreibt:

        wobei ich auch gerne wüsste was ein Jüdisches Gen ist, eins mit hackennase?

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      • Aristobulus schreibt:

        Die Stöcke Silklein sollte durchaus nicht Tojre lernen, denn schon die Frage, hmm-soll-ich,-soll-ich-nicht? ist zum Lernen eine denkbar ungeeignete Ausgangsposition.

        Hingegen sollte die Stöckle jedoch dringend Textverständnis und überhaupt Ausdruck lernen, Grammatik auch. Weil dadurch vielleicht etwas Ethik entsteht. Unerlässlich, das, sofern sie überlegt, ob sie vielleicht irgendwann eine Tojre aufschlagen können dürfen tät‘.

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  14. schum74 schreibt:

    An Caruso noch schnell zur Irdischkeit oder Erdung der jüdischen Religion

    Fragt ein AKADEM-Kommentator (Tamara Schwarz?):
    Ist das Tempel-Innere was anderes als eine schlichte Wohnung mit Schrank (‚Aron‘; s. Arón ha-Kódesch = Schrank der Heiligkeit, Tabernakel), Lampe (‚Menora‘, Leuchter) und einem Tisch (‚Schulchan‘) mit Brot?

    Und jetzt halten sich Alle fest, die auf ihrem Stuhl wackeln: Der Kodesch ha-Kodaschim (das Allerheiligste), eben der Ort, wo der ‚Aron‘ (Schrank) mit den Gesetzestafeln steht, wird im zweiten Buch der Chronik (Kap. 22, V. 11) wie genannt? „Chadár ha-Mitot“, wörtlich: ‚Zimmer der Betten‘, also Schlafzimmer. Kühn, wie?

    Dort versteckt laut Chronik die Frau des Kohen Gadol ihren Neffen Joasch vor den Nachstellungen der blutrünstigen Atalja, die in Racines gleichnamiger Tragödie zu Athalie wird.

    Leopold Zunz übersetzt getreu „Zimmer der Betten“, nur dass der fromme Christ nicht wissen kann, worum es sich dabei handelt. Das erklärt der Midrasch via Raschi:

    הכוונה לבית המקדש או לעליית בית קודש הקודשים.

    Ha-Kawana le-Wet ha-Mikdasch o la-Alijat Bet Kodesch ha-Kodaschim – Gemeint ist der Tempel oder der Söller des Allerheiligsten.

    Die mündliche Tora sieht in den beiden Engeln (Kruwim) über dem Aron ha-Kodesch ein Symbol für die gegenseitige Liebe zwischen Haschem und Israel. Und was sagt Rabbi Akiwa? Schir ha-Schirim (das Hohelied) ist Kodesch ha-Kodaschim (das Allerheiligste) und Kodesch ha-Kodaschim ist Schir ha-Schirim.

    http://www.elhamikdash.com/49876/

    P.S. Gut, das ist vielleicht kein Stoff für Silke Stoecklein – ist ja in erster Linie an Caruso gerichtet, die mit dem jüdischen Gen.

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