Das Ende der EU – ein Glücksfall?

In einem Interview wird Manfred Gerstenfeld gefragt, ob ein Ende der EU für Israel günstig wäre. Manfred Gerstenfeld ist ein Wiener Israeli und Antisemitismus-Experte.

Auf Grund ungelöster fiskalischer Probleme und der unbeherrschbaren Massenimmigration aus Asien und Afrika steigt die Abneigung vieler, wenn nicht der meisten EU-Staaten rasant gegen eine starke und zentralistische Europäische Union an. Die EU, wie sie sich heute darstellt, hat keine Zukunft. Israel muss sich auf ein Ende der derzeitigen EU einstellen.

Ein Zusammenbruch der EU hat für Israel sowohl Vorteile, als auch Nachteile. Israel bräuchte nicht mehr mit einer mächtigen Organisation von 500 Millionen Einwohnern zu verhandeln, sondern mit kleineren Staaten. Dies ist vorteilhaft, wenn die Europäer sich in innere Angelegenheiten Israels einmischen wollen.

Wenn jedoch die EU vollständig auseinanderbricht, dann werden Staaten wie Schweden, die gegen Israel eingestellt sind, verstärkt gegen Israel vorgehen, da sie an keiner EU-Verpflichtung gebunden sind. Das könnte weitere Staaten der untergegangenen EU veranlassen, dem schwedischen Beispiel zum Schaden Israels zu folgen.

So betrachtet wäre eine Machtverringerung ohne ein Auseinanderbrechen der EU das Beste für Israel.

Man darf hinzufügen: Nicht nur für Israel, auch für die meisten Bürger der EU!

Die Bürger der EU verlieren allein wegen der zunehmenden Einwohnerzahl mehr Bürgerrechte, wenn die EU größer und mächtiger wird. Die Vergrößerung der EU verlangt nach einer Zentralisierung, ohne die der Koloss und Moloch von seinem eigenen Gewicht erdrückt werden würde. Eine Union mit verschiedenen einzelstaatlichen (demokratischen) Systemen, was Recht, Sprache, Kultur, Finanzen und Militär betrifft, ist selber nicht demokratisch. Genauso wenig demokratisch wie die Vereinten Nationen. Selbst Kriege zwischen einzelnen Staaten der EU sind vorstellbar. Das Beispiel Griechenlands, welches zur Rettung der europäischen Einheit ausblutet, sollte genügen, um eine zentralistische EU abzulehnen, unabhängig davon, dass sie von Deutschland dominiert wird.

Eine starke EU ist eine Gefahr für den Frieden in der Welt. Eine bipolare Welt, wie sie bis zum Fall der Berliner Mauer mit zwei Weltmächten, USA und Sowjetunion existiert hat, ist ein Friedens- und Überlebensgarant der Menschheit. Heute gibt es zu viele Weltmächte, die miteinander koalieren oder gegeneinander kämpfen. Neben den USA und Russland sind es China und Indien. Eine zentralistische EU würde auch hinzustoßen wollen. Man kann sich an den Fingern einer Hand abzählen, wann es zu einem erneuten Weltkrieg mit ungewissem Ausgang kommt. Die EU ist keine Friedensmacht, auch wenn sie dies uns glauben machen will. Die Geschichte Europas spricht eine andere Sprache.

Am Beispiel der EU bewahrheitet sich, dass das, was gut für Juden, auch gut für die Welt ist.

Erschienen unter

https://www.fischundfleisch.com/anti3anti/das-ende-der-eu-ein-gluecksfall-16578

http://www.tabularasamagazin.de/artikel/artikel_6914/

http://www.huffingtonpost.de/nathan-warszawski-/das-ende-der-eu-ein-gluec_b_9311260.html

 

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43 Antworten zu Das Ende der EU – ein Glücksfall?

  1. mike hammer schreibt:

    wenn ich EU höre

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  2. Hessenhenker schreibt:

    Wenn die trojanische Kanzlerin (historisch korrekt müßte ich sie „griechische Kanzlerin“ nennen, denn das Pferd war ja das Danergeschenk) nur genug Angehörige der aggressiven Religion aus Arabien mit Papieren versehen hat, können sich diese in der ganzen EU frei bewegen.
    Dann kann die ganze EU von innen heraus mit ihrer Hilfe unter Druck gesetzt werden.
    Eine dann feindliche Gesamt-EU ist sicher schlimmer, als Einzelstaaten, von denen einige Israel feindlich gesinnt sind.

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  3. Dante schreibt:

    Wie sind eigentlich Russlands Beziehungen zu Israel?

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    • mike hammer schreibt:

      sekundärer todfeind der schlimmer ist als jeder einzelne primäre.

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      • aurorula a. schreibt:

        … und die Israelis denken über Russland wahrscheinlich ähnlich; nur haben sie gute Gründe (zum Beispiel Stalin) dafür?😉

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      • Dante schreibt:

        Punktuell war Stalin freundlicher als die Briten. Die stimmten gegen den UN-Teilungsplan, sie UdSSR dafür.

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      • aurorula a. schreibt:

        (P.S: hatte das schon richtig verstanden, nur die Verlockung das als „Rußland hasst Israel einfach so ohne Grund“ zu interpretieren war zu groß, weil sicherlich zutreffend.)

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      • mike hammer schreibt:

        nimm einfach alle militärischen feinde israels, alle wurden und werden
        von russland indoktriniert, protegiert, koordiniert und vollständig
        militarisiert mit ausbildung, taktik und waffen jeder art.
        der US politiker Hage nannte israel den
        größten flugzeugträger der
        USA/Westens,
        für dessen besatzung oder bewaffnung man keine eigenen männer oder geld einsetzt.
        israel sitzt nahe am suetz kanal und ist so die lebensader für europas fernosthandel.
        wird der weg verstopft kann sich russland europa langsam einverleiben.

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      • Dante schreibt:

        @aurorula

        … und die Israelis denken über Russland wahrscheinlich ähnlich;

        Ich vermute übrigens, dass Mike genau nicht meinte, wie die Reußen über die Israelis denken, sondern umgekehrt.
        @Mike
        Sekundär wegen der Unterstützung Assads und anderer primärer Feinde Israels?

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      • aurorula a. schreibt:

        @Dante: Ich als ich geantwortet habe auch, deswegen hatte ich ja geschrieben die Verlockung war zu groß es umgekehrt auszulegen.😉

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      • Dante schreibt:

        @aurorula

        Ich als ich geantwortet habe auch,…

        Das hab’ich zu spät gelesen.

        Gefällt 1 Person

      • aurorula a. schreibt:

        Schon gut, ist mir ja selbst noch aufgefallen daß das nicht so klar war, deswegen habe ich es überhaupt noch angehängt 😳

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      • Clas Lehmann schreibt:

        Ja, das ist der Fluch der Antwortoption über die Benachrichtigungsmail…. Man sieht nicht den Zusammenhang und manchmal wirken die Antworten deplatziert, weil sie, Fluch Nummer 2, ohne dien weiteren Fortgang und die die Chronologie des Fadens zu berücksichtigen, direkt hinter den Beitrag gelangen, auf den sie sich beziehen. …

        Gefällt 1 Person

      • Dante schreibt:

        @Clas Lehmann

        Ja, das ist der Fluch der Antwortoption über die Benachrichtigungsmail….

        Bezieht sich das auf haMakkabis Kommentar mit dem sekundären Todfeind?
        In der E-Mail wird dieser nämlich zitiert. Vielleicht ist es besser, wenn man selbst zitiert.

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      • Clas Lehmann schreibt:

        Zu spät gelesen geht natürlich auch, und wenn man auf die Antwortoption eingeht, kommt es halt so an, als habe man zu spät gelesen. Gleichzeitig setzt es sich im Faden an Stellen, wo man vom Blog aus nicht mehr hinschreiben kann…

        Manchmal mag das gut sein, meist aber zerschießt es Argumentationsfolgen, ich halte das also eher für einen Bug als für ein Feature…

        Gefällt 2 Personen

  4. mike hammer schreibt:

    Dante

    Assad, PLO, PLFP, Schwartze September, araber im allgemeinen,
    alle kriegsfeinde israels, Iran, sein atomprogramm, saddams scuds,
    Assads Atomprogramm, B und C waffenproduktion in arabien,
    ausbildung, politische agitation, erfindung der palestinenser,
    bildung der Blockfreien unterstützer
    der israeldelegitimation in der UNO,
    organisation der automatischen
    islamischen merheit in der UNO,
    Israelkritik, BDS….

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  5. Gutartiges Geschwulst schreibt:

    „Die EU ist keine Friedensmacht, auch wenn sie dies uns glauben machen will.“

    Allein dieser Satz lohnt den ganzen Artikel, @anti3anti. Vielen Dank dafür!
    Ob der Zusammenbruch der EU (ersatzweise Oy!) wünschenswert ist, sei zuvörderst dahingestellt. Wer einem brennenden Haus entflieht, fragt vorher ja auch nicht, ob draußen das Wetter schlecht ist.
    Meine Einstellung zur Oy! (ersatzweise EU) transportiert mein folgendes Frühwerk:

    WANDERERS NACHTLIED ©
    Frei nach Johann Wolfgang von Goethe
    Über allen Gipfeln ist Ruh´.
    Im Tal krepiert leis´ die geliebte EU.
    Vernehmlich sind noch Politik und Presse,
    planlos wie stets, doch mit großer Geste*;
    von Kompetenz indessen kaum einen Hauch.
    Geduldet euch, Leute! Balde ruhen sie auch.

    *Verspätet erfuhr ich, dass sich „Fresse“ besser gereimt hätte.

    Gefällt 2 Personen

  6. mike hammer schreibt:

    Code Pink, eine Antisemitische Bewegung die sogar das aussterben der Saurier
    Israel in die Schuhe schiebt, bekommt den Baytrether Tolerazpreis,
    Adolf Hitler war wohl nicht auffindbar.

    Gefällt 1 Person

  7. Ben schreibt:

    „In einem Interview wird Manfred Gerstenfeld gefragt…“, so beginnen Sie zur Einleitung Ihres
    Textes.
    Bitte können Sie dieses Interview verlinken.

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  8. Ben schreibt:

    „In einem Interview wird Manfred Gerstenfeld gefragt, ob ein Ende der EU für Israel günstig wäre…“, so schreiben Sie zu Beginn Ihres Textes.
    Können Sie bitte dieses Interview von Herrn Gerstenfeld hier verlinken.

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