Micha alleine in Deutschland

Einmal im Jahr findet in Deutschland eine ganze Woche Brüderlichkeit statt. Diese eine Woche, in der sich Brüder, die sich gewöhnlich aus dem Weg gehen, nicht notwendigerweise zu lieben brauchen, ist untrennbar mit einem Preis verbunden. Der Preis besteht aus einer schönen, glanzlosen und großen Kupfer-Medaille, auf deren Vorderseite die Herren Buber und Rosenzweig abgebildet sind, weshalb das teure Stück Buber-Rosenzweig-Medaille genannt wird. 2016 wird die gediegene Medaille in Hannover Herrn Prof. Dr. Micha Brumlik verliehen.

Ähnlich dem Nürnberger Weihnachtsmarkt oder dem Aachener Karneval, welche regelmäßig jedes Jahr über den Fernsehschirm flimmern, ist die Eröffnungsfeier der Woche der Brüderlichkeit ein deutsches Muss, welches über eine ¾ Stunde, gerade noch beginnend am Eröffnungstag um 23:55 Uhr, die wenigen Interessierten erreicht, die nicht persönlich an der prunkvollen Veranstaltung teilgenommen haben. Meist wegen Gebrechen auf Grund fortgeschrittenen Alters. Die Woche der Brüderlichkeit wird von der Gesellschaft für Christlich-Jüdischer Zusammenarbeit GCJZ organisiert und eröffnet. Diese Gesellschaft ist auf Druck der amerikanischen Militärregierung gegründet worden, die die deutschen Nichtjuden – damals Christen – zwingen will, sich mit den den Nationalsozialimus überlebenden Juden zusammenzusetzen, damit die Juden nicht erneut durch Deutsche im industriellen Maßstab ermordet werden. Die Siegermächte können sich nicht vorstellen, dass nach dem Holocaust wegen der geringen verbliebenen Zahl von Juden in Deutschland eine derartige Vernichtung nicht mehr möglich sein wird.

Mit der Zeit verschwindet das Judentum hinter der Woche der Brüderlichkeit. Heute ist Brüderlichkeit gegenüber muslimischen Flüchtlingen angesagt, bei denen Juden eine geringere soziale Stellung haben als muslimische Frauen. Lediglich die Buber-Rosenzweig-Medaille erinnert an die Anfangszeit der GCJZ. Der Preis wird an Personen verliehen, die sich um die Verständigung zwischen Christen und Juden verdient gemacht haben. Davon gibt es in Deutschland nicht viele. Der einzige Jude oder Deutsche, der mit einfällt, ist HM Broder, bei dem der Ausdruck „um die Verständigung verdient gemacht“ nicht voll zutrifft.

Wie in Preußen Tradition beginnt die Veranstaltung pünktlich mit dem Erscheinen von Joachim Gauck. Aus einem tief verankerten royalistischen Impuls heraus stehen alle Anwesenden auf und klatschen frenetisch. Vor allem die wenigen Juden, erkennbar an Käppchen und Hüten, und die Fotographen haben ihre Sitzplätze noch nicht gefunden. Das moderne Theater am Aegi mit hervorragender Akustik ist mit weit über 1.000 Zuhörern bis zum Rand gefüllt. Bedenkt man, dass Hannover im Blickfeld von Islamisten liegt (abgesetztes Fußballspiel, Messerattacke à la Intifada gegen einen Polizisten im Hauptbahnhof) und neben Bundespräsidenten, Niedersächsischem Ministerpräsidenten und dem Hannoveraner OB auch einige Bischöfe und Rabbiner im Theater versammelt sind, sind die Sicherheitsvorkehrungen äußerst lässig. Auch eine größere Anzahl Jugendlicher aus Israel sitzt im Theater. Für israelische Gruppen gilt in Hannover ein striktes öffentliches Auftrittverbot, nachdem vor einigen Jahren Muslime mit Migrationshintergrund eine jüdische Gruppe zu steinigen versucht hat.

Noch ist die Hoffnung nicht verloren, dass in Deutschlands Großstädten bald orientalische Verhältnisse herrschen werden.

Das Jugendjazzorchester Niedersachsen „Wind Machine“ spielt auf. Frau Gundula Gause moderiert. Sie ist evangelisch und katholisch verheiratet, also bestens für die Brüderlichkeit zwischen Juden und Christen geeignet. Das Motto der brüderlichen Veranstaltung lautet „Um Gottes Willen“, was nach Gundulas Meinung eine Instrumentalisierung der Religionen nicht ausschließen lässt. Dann läuft ein hinreichend kurzer Propagandafilm über die Geschichte der GCJZ ab, in dem auch eine NPD-Kundgebung vorkommt.

Als nächstes ersteigt und der Jüdische Präsident der Gesellschaft und der nicht orthodoxe Rabbiner Brandt die Bühne. Nach über 30 Jahren als Jüdischer Präsident der Gesellschaft verkündet er der reaktionsfreien oder desinteressierten Zuhörerschaft, dass er bald abdanken wird oder will (?). Von einem offiziellen Juden in Deutschland hätte eine derartige Ankündigung einen Sturm ausgelöst, kleben doch offizielle Juden bis zur letzten Minute an ihren Ämtern, was in Aachen sogar auf die Deutsch-Israelische Gesellschaft zutrifft. Obwohl Rabbiner Brandt sehr hinfällig wirkt, nimmt ihm keiner der greisen Zuhörer die Abdankungsankündigung ab.

Das Jugendjazzorchester umrahmt ein junge Sängerin, die über eine außergewöhnliche Jazzstimme verfügt.

Der Schirmherr Joachim Gauck geht zum Mikrophon. Er betrachtet Islamisten als selbsternannte Gotteskrieger, die die Werte des Abendlandes bekämpfen. Zu unseren deutschen Werten gehört die Religionsfreiheit, deren Beachtung eine Pflicht für alle in Deutschland lebenden Menschen ist. Brüderlichkeit und Nächstenliebe kann der Staat glücklicherweise nicht verordnen.

Die Orchestermusik wird von einem Klavier bestimmt.

Der niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil betritt die Bühne. Er erzählt, dass es nach 1945 kaum Juden in Niedersachsen gegeben hat. Dann vermengt er Antisemitismus mit Fremdenfeindlichkeit. Der Ministerpräsident ist davon überzeugt, dass jeder Mensch seine Würde besitzt, selbst wenn er Jude ist.

Der Oberbürgermeister Hannovers und der Regionspräsident der Region Hannover betreten gemeinsam die Bühne. Es gibt in Hannover eine Deutsch-Israelische Gesellschaft und 40.000 Muslime. In Hannover steht ein Haus der sechs Religionen, welches neben den drei Monotheisten von Hindus, Buddhisten und Bahais, die eigentlich auch Monotheisten sind, bevölkert wird. Die Region Hannover pflegt eine Partnerschaft mit der Unteren Region Galiläas.

Die junge Sängerin singt erneut in Begleitung des Jugendjazzorchesters.

Ein Film über das bisherige Leben des Micha Brumlik wird eingeschoben. Judentum hat in Deutschland Zukunft, hört man ihn sprechen. A. Merkel verdient Respekt wegen ihrer Flüchtlingspolitik. Ein Jude kann Deutscher sein.

Dann ergreift endlich die Botschafterin des Rates der EKD für das Reformationsjubiläum das Mikrophon und das Wort. Frau Käßmann hält die Laudatio!

Sie macht keinen Hehl daraus, dass es zwischen ihr und Micha unüberwindbare Gegensätze gibt. Er ist Jude, sie Lutheranerin. Er ist dagegen, dass Juden am Lutherjubiläum teilnehmen, sie wünscht sich eine jüdische Teilnahme, auch wenn M. Luther Antijudaist und möglicherweise Antisemit gewesen ist, was die evangelische Kirche immerhin heute schon zugibt, ohne sich daran zu stören. Die größte Differenz, die Frau Käßmann gekonnt zu umschiffen versucht, ist die Einstellung gegenüber Israel. Er befürwortet, dass Deutschland an den Judenstaat Waffen liefert, damit sich Israel gegen seine Auslöschung wehren kann. Sie ist Pazifistin. Er sieht die Religion als etwas privates an, sie will den Öffentliche Raum mit Religion durchdringen.

Dann wird sie friedlich. Brumlik sei der größte lebende jüdische Philosoph Deutschlands, womit sie leider Recht hat. Und: Antisemitismus gäbe es noch heute in Deutschland.

Anschließend erhält der Vielgelobte endlich den hart verdienten Preis aus den Händen der beiden christlichen Vorsitzenden der GCJZ. Er bedankt sich erfreut und erfreulich kurz. In einer kurzen Ansprache kann der größte lebende jüdische Philosoph Deutschlands nicht das Ende der EU erkennen, schon gar nicht wegen der Flüchtlingskrise. Er halte die AfD für rechtsextrem. Religion hat die Aufgabe, Werte in die Gesellschaft zu transportieren. Die Religionen können in Deutschland mehr als im laizistischen Frankreich bewirken.

Zum Ende erfolgt ein Musikstück, das nach einer stehenden Ovation verlangt. Allein das Jugendjazzorchester Niedersachsen „Wind Machine“ mit seiner Sängerin hat die weite fahrt nach Hannover gelohnt.

Erschienen unter

https://www.fischundfleisch.com/anti3anti/micha-alleine-in-deutschland-17204

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52 Antworten zu Micha alleine in Deutschland

  1. Aristobulus schreibt:

    Ein kurzer Remix in einem Satz, der diese Veranstaltung und diese Leute erklären könnte:

    Die Religionen bewirken eine Woche der Brüderlichkeit, weswegen sich Käßmann wohl um Gottes Willen um Verständigung und als Pazifistin gegen Waffen an den Judenstaat verdient gemacht hat, wohingegen Brumlik die christlich-jüdische Zusammenarbeit macht, indem er damit verdient, zumal ein Brumlik heute auch und selbst ein Gauck werden darf, obgleich Gauck, der seinerseits nie zum Brumlik werden würde, viel mehr verdient, wohingegen nein womit Gauck, jedoch nicht Buber-Rosenzweig, meint, dass Religionen um Gottes Willen etwas bewirken, was auch die nichtorthodoxe Rabbinerin Gundula Gause findet, weil Religionen das bewirken, dass Brandt zurücktritt, wobei man Buber-Rosenzweig wirder nicht gefragt hatte, warum er das nicht schon eher getan hat, und man hat sie auch nicht gefragt, warum Gauck, Brandt, Käßmann und, Brumlik heute Deutscher sein dürfen, was sie in NPD-Versammlungen jedoch noch nicht gedurft haben, und das, so sind sich die Veranstalter mit den Veranstalteten und allen Anstalten einig, haben die Religionen und der Wille zur Verständigung und überhaupt der Geist von Hannover (ich sag nur Aegi!) bewirkt.

    P.S.
    Rätsel gelöst? Wohl fast schon. Nur die Jazzband gibt noch Rätsel auf. Immer größere.🙂
    Sind die das?

    Musik, die Rätsel aufgibt, kann nur gut sein, und wie erstaunlich weit über dieser Veranstaltung (in jeder Hinsicht) liegt bloß dieser zugegeben schlechte Mitschnitt!

    P.P.S.
    Besten Dank für Deine bissige, realistische und dabei denkbar sachliche Art des objektiven Berichtens, lieber Nathan.

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    • schum74 schreibt:

      Rätselhaft ist vor allem der Zusammenhang zwischen der Jazzband und der Woche der Brüderlichkeit. Oder soll die junge Sängerin mit der außergewöhnlichen Jazzstimme als Vermittlerin zwischen den Religionen fungieren? Wobei Islam und Musik gerade…
      Wie sagte noch Al-Qāsim (möge Allāh ihm barmherzig sein)? „Singen ist Teil der Lüge.“ So isses. Weshalb nach der Ansicht der vier Imāme alle Arten der Musikinstrumente harām sind.
      Das müssen sich Margot Käßmann, Joachim Gauck und die übrigen Grandes für die nächstjährige Feier im Rahmen der Gesellschaft für Christlich-Muslimische Zusammenarbeit (GCMZ) merken. Um Gottes Willen keine Musik! Dafür vielleicht gut ausgewählte Luther-Zitate?

      http://www.diewahrereligion.eu/fatwah/?p=585

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      • Aristobulus schreibt:

        Jeez, diese Fatwa gegen Musik, was für ein abstoßend geistfeindliches, überhaupt Allem feindliches Stakkato. Dabei ist das Stakkatieren doch ebenso haramisch wie jeder Stagirit oder Stalaktit!
        Demnach sind wir sind ja alle définément von einem nein vielen Dschinns besessen (wobei, gibt’s auch Fatwojss gegen die bezaubernde Jeannie?)

        Da steht’s:

        „Frage (Nr. 125543):

        Wie kann man erkennen, ob jemand von einem Jinn besessen ist oder ob er vom bösen Blick getroffen wurde?

        Antwort:

        Alles Lob gebührt Allāh.

        Diejenigen, die sich mit der im Islam empfohlenen Ruqyah auskennen, haben einige der Symptome genannt, an denen man erkennen kann, ob jemand von einem Jinn besessen ist oder vom bösen Blick getroffen wurde. Das sind aber keine definitiven Symptome, sie können variieren und in manchen Fällen stärker und in anderen abgeschwächt auftreten.

        Die Symptome der Besessenheit sind:

        – Sich abwenden und eine starke Reaktion auf das Hören des Adhān oder Qur’ān zeigen.
        – In Ohnmacht fallen, Anfälle bekommen und Stürzen, wenn der Qur’ān über der Person rezitiert wird….“

        Usw. usf.

        http://www.diewahrereligion.eu/fatwah/?p=1526

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      • Aristobulus schreibt:

        *schdürtz’*

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      • schum74 schreibt:

        Frage an die Integrationsbeauftragte: Kann man als Merkel-Flüchtling mit dem Wissen in Medizin promovieren?

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      • Aristobulus schreibt:

        Antwort von Radio Eriwantegrationsaufbetragte:
        Im Prinzip ja, nur werden die Flüchtlinge, die vor Merkeln fliehen, erstmal ihr eigenes Kopf- und Seelenweh kurieren müssen, bevor sie sich an mal was Gewusstes erinnern werden, jedoch die eigentlichen Merkelflüchtlinge (also jene, die keine Flüchtlinge sind, weil aus sicheren Drittländern kommend, weswegen sie Merkelflüchtlinge sind) dürfen das, weil sie ja nichts Anderes als dieses Wissen in Medizin haben (oh, das fantastische Wissen alter Kulturen!, *schwärm*, die wissen noch, wie man mit etwas Schlehensaft und Spinnenbein einen Dämon austreibt!), wobei dabei selbstveständlicherweise die strikte Vorschift entfällt, ja kein Plagiat zu schreiben: Denn jeder dieser Flüchtlinge ist definitionsgemäß einzigartig (in weit und weiter gefasster Definition). So wie die Dämonen. Über die die dann. Also die über die. Promovieren. Oder so.

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  2. schum74 schreibt:

    Dieser Micha, der die Buber-Rosenzweig-Medaille aus den Händen der christlichen GCJZ-Vorsitzenden entgegennimmt und von der verkitschten Margot Käßmann über den grünen Klee gelobt wird, hat einen bekannten Vorfahren: Jossef ha-Zadik sein Name.

    Was hat Jossef für Pharao getan? Er hat das Elend der Ägypter in den sieben mageren Jahren ausgenutzt, um den ganzen Ackerboden des Landes zu verstaatlichen ‒ „denn die Mizrajim verkauften jeglicher sein Feld, weil der Hunger sie übermannte; und so kam das Land an Pharaoh.“ (Gen 47, 20; Zunz).

    Was tut Micha für Angela Merkel? Er kaschert eine für Deutschland desaströse Politik, die das Ende des freiheitlichen Wohlstandsstaates einleitet.

    Jossef war äußerlich und innerlich so weit assimiliert, dass seine eigenen Brüder ihn nicht erkannt haben. Nichts Jüdisches war ihm geblieben.
    Falsch, protestiert Claude Riveline (« Regard juif sur les non-Juifs », 2007). Eine rote Linie hatte Jossef noch, eine letzte Spur von Jiddischkeit: Als die ausgehungerten Ägypter, nachdem sie Vieh und Felder schon verkauft hatten, auch noch sich selbst als Sklaven anboten (Gen 47, 19), tat Jossef, als hätte er nicht gehört. Das doch nicht. Das wäre Verrat an den Werten, die das Vaterhaus ihm eingeprägt hatte.

    Auch Micha hat eine rote Linie: Israels Recht, sich zu verteidigen. Karriere hin, Karriere her: Den Verrat begeht er nicht.

    Ja, es gibt Juden wie Shlomo Sand, die nicht einmal diese rote Linie haben. Aber die gehören in eine andere Kategorie: Die sind nicht einfach assimiliert; die hassen sich selbst.

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    • Aristobulus schreibt:

      Schockschwerenot übrigens, wer hat nochmal die Forderung aufgestellt, dass man Schwerter zu Plugscharen machen solle: Just der Micha war’s.
      Nein nicht der Brumlik, obgleich auch der, denn er kann nein will es nicht lassen, sich von Schwertverbiegern laudatiieren zu lassen.

      Brumlik plagiiert damit Micha den Propheten (מיכה, achtes Jh. vor Null), darf er das?, zumal Micha, also der Prophet jetzt, die Schwerter ausgerechnet in dem Moment zu Pflugscharen gemacht haben wollte, als die Assyrer herbeikamen, um alles zu vernichten oder zu unterjochen, oder eins nach dem anderen, oder beides gleichzeitig.

      Ferner soll Micha, also wieder nicht Brumlik, oder doch?, auf’s Ende der Zeiten oder auf die Erlösung durch einen Jungfrauengeborenen hingedeutet haben, jedoch nicht um die Assyrer zu bekämpfen oder um zu retten, was zu retten war, sondern aus Prinzip und wegen der guten Pflugscharen zu Ungunsten der zu fiesen Schwerter, weil er wollte, dass keiner mehr Kriege führen solle.
      War Micha die Käßmann in Bärtig?

      Wobei Micha, also wieder nicht Brumlik, oder doch?, zwar allerlei über soziale Gerechtigkeit, aber immerhin auch etwas über Feigenbäume gesagt hat, und die sind unverdächtig. Hingegen hat er jedoch definitiv auch etwas über eine güldene Rose gesagt, also fast über ein Lamm, das alle Welt erlöset, worüber Luther, ja der vom Kirchentag und aus Hannover, 1534 über Michas rosig Güldene dieses schlussfolgerte:
      „Dein Königreich / obs wol schwechlich zu gehet / Es sol und mus doch komen / Darumb halt feste und leide dich / Es mus das creutz die Kirchen Christi geberen.“
      Wenn das man kein Fehlschluss war, oder irgend windig.
      Aber der Micha fällt nicht weit vom Stamm.

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  3. Thomas ex Gotha schreibt:

    Ich rätsele noch, ob sich hinter dem falschen Konjunktiv nicht eine höhere Wahrheit verbirgt: „Antisemitismus gäbe es noch heute in Deutschland“ — wenn er nicht bereits abgeschafft wäre? (Vgl, hierzu auch http://www.taz.de/!5019881/). Und daher die ev. Kirche unter M. Käßmann nächstes Jahr volles Rohr den Luther lobpreisen kann, ohne an dessen evtl. u.U. möglicherweise vorhandenen Judenkritik Anstoß nehmen zu müssen?

    Gefällt 1 Person

    • Aristobulus schreibt:

      Dass es Antisemitismus noch heute in Deutschland gäbe, hat Käßmann gesagt, weniger Nathan Warszawski, der hat es nicht gesagt🙂 .

      Und das Gäbe ist kein Konjunktiv, weil es ein Konditional ist, also die Möglichkeitsform, indem die Käsemannische es gewagterweise für möglich hält, dass es außerhalb des hannoverschen Saals irgendwo noch Antisemitismus geben könnte. Wenn.
      Wobei sie einst oder immer wieder ganz unkonditionalischerweise mit den Talibanen gebetet hat, nein, hätte sie?, würde man sie talibanischerseits gelassen haben können?, obwohl die Talibanischen wohl exemplarisch antisemitisch wären, wenn.
      Aber die Kätzmannische hätte nicht, also weder noch, denn sie hat ja Bücher gegen die Angst geschrieben, weswegen sie keine hätte, also Angst.
      Eins ihrer Bücher heißt, „Im Zweifel glauben: Worauf wir uns verlassen können“, jedoch das kleine Teh hat sie vergessen, denn auf dem Buchdeckel trägt sie eine grüne Jacke, ganz so, als sie hätte beim Schreiben wahrscheinlich einen Großen in Selbigem gehabt. Wenn!

      Noch ein Buch von ihr heißt, „Das Zeitliche segnen: Voller Hoffnung leben. In Frieden sterben.“ Dabei hätte sie, diesmal buchdeckeltechnischerweise in blutroter Jacke*, hoffentlich an die Taliban gedacht, oder an das Zeitliche? Jedoch an bessere Jacken hat sie offensichtlich nicht gedacht. Ein nicht eben lässlicher Fehler.
      Und warum hat sie segnen klein geschrieben?, als Kleinzuschreibendes würde davor zwingenderweise ein zu gehören, weil anderenfalls hoffentlich Substantiv, das nun mal groß.
      Aber das wüsste man wieder nicht.

      .

      *Ein weiteres Käßmannbuch heißt, „Was im Leben trägt“. Leider würde es darin jedoch in allen denkbaren Lesarten nicht darum gehen, welche Jacken man wann oder überhaupt im Leben besser nicht trüge. Schade.

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  4. mike hammer schreibt:

    micha brumlik ist jude?
    das glaub ich nicht.

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  5. Frase0815 schreibt:

    Brumlik? Ist das nicht der, der in der Konkret 07/2013 einen bi-nationalen Staat Israel vorgeschlagen hat, der die fixe Idee mit dem jüdischen Charakter besser mal sein lassen sollte?

    „Einwanderung in den neuen Staat [Israel/Palästina] hingegen sollte das nationale Parlament nur nach arbeitsmarktspezifischen beziehungsweise humanitären Gesichtspunkten regeln, nicht mehr nach ethnischen Kriterien.“

    http://clemensheni.net/2013/07/03/ein-nuchternes-strategiepapier-zur-zerstorung-israels-mit-koscherstempel/
    Deshalb ist er wahrscheinlich der größte lebende jüdische Philosoph Deutschlands

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    • Aristobulus schreibt:

      … habe ahnungsloserweise den Micha Brumlik vor fuffzehn Jahren für einen Komödianten gehalten, wegen seines Namens, der nach Komödie schreit, nicht?, bis sich herausgestellt hat, Pustekuchen!, dass er mehr ein vollernster Tragöd‘ in Sachen Antiisraelisierung ist.

      Danke für Deinen Fund, Frase!

      Aber Brumliks Buch über Franz Alt („Der Anti-Alt“) ist gut. Wenngleich auch nicht komisch. Und es geht darin nicht um Israel – denn wenn es antisemitischerseits mal nicht um Israel geht, kann Brumlik viel. Jedoch so bald es um die neueste Ausstülpung des Antisemitismus (die Israelkritik) geht, kann Brumlik plötzlich nur noch was für die andere Seite.
      Vielleicht isser doch ein Komödiant? Ein ganz, ganz meta-antipro-metaversteckter?

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      • Frase0815 schreibt:

        Ich halte ihn auch nicht für durch und durch verdorben😀
        Kleiner Exkurs: Ich war mal taz-Abonnement *leichterröt*, da hat Herr B. in seiner Funktion als Erziehungswissenschaftler des Öfteren essayiert, wahrscheinlich tut er das heute noch.
        Meiner Erinnerung nach hat er da durchaus vernünftige Sachen von sich gegeben – nur beim Thema Deisraelisierung, nun ja….
        Er scheint halt zu der Sorte Mensch „lasst uns doch einfach alle miteinander auskommen“ zu gehören, was an sich ja durchaus ein angenehmer Wesenszug sein kann, solange alle mitspielen.
        Tun sie nur dummerweise bei dem Thema nicht, aber wem erzähle ich das.

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      • Frase0815 schreibt:

        …und ich war selbstredend Abonnẹnt mit einem Abonnement http://www.sherv.net/cm/emoticons/confused/confusion-smiley-emoticon.gif

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    • caruso schreibt:

      „Deshalb ist er wahrscheinlich der größte lebende jüdische Philosoph Deutschlands.“
      Wahrscheinlich,-((((
      lg
      caruso

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  6. mike hammer schreibt:

    apropo Brumlik, heute ist der 11.03 jahrestag des massackes an der failie Vogel.
    aber wir haben viele jahrestage.

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  7. mike hammer schreibt:

    gaza feuert raketen, indonazien will einen palistaat vom un gnaden, barak obama atmet
    und der arabische terror hat wieder 3 verletzte hinterlassen.

    also

    lasst euch ablenken.

    Gefällt 2 Personen

  8. mike hammer schreibt:

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    • Aristobulus schreibt:

      Ryan Bellerose🙂 , großartig wie immer (immerhin isser six-feet-four!) sagt, dass er ein Foto mit Schrift unterlegt hat: Darauf küsst ein jüdisches Mädchen die Westwand in Jerusalem, und der Schriftzug geht so: „They always told us to go home. So we did.“
      Kürzer kann man nicht ausdrücken, was Zionismus ist

      Gefällt 3 Personen

      • mike hammer schreibt:
      • Aristobulus schreibt:

        Er hat’s Dir rübergeschickt😀

        Gefällt mir

      • Hessenhenker schreibt:

        Ja, aber dort erzählen die Nachbarn ja dasselbe!
        Auf den Mars auswandern geht auch nicht, den hat Allah ja den Moslems versprochen.

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      • aurorula a. schreibt:

        Aber Moslems dürfen doch garnicht auf den Mars, es gibt Fatwas drüber!

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      • Aristobulus schreibt:

        … abababerrrr es wollten vor paar Monaten viele Saudistanisten zum Mars fliegen, nicht?, sie waren schon drauf und dran und halb auf und davon, weswegen die Religionsbehörde der UAE (Vereinigte Arabische Emirate) ganz schnell also diese bestimmte Fatwa erlassen hat, weswegen es unkoranisch und sündig und strikt verboten sei, zum Mars zu fliegen.

        Was mir als Mohämmedaner seitdem gehörig zu denken gibt, denn ist Allah nicht der größte Listenschmied?, und weiß Allah nicht, wohingegen die Menschen nichts wissen? (ähmdoch!, steht beides so im Koran drin, in just den nicht-abrogierten Suren, also in denen, die noch gültiger sind als überhaupt alle bedarfsgültigen), denn laut Koran kann kein Mensch pardon kein Mohammedaner etwas von sich aus entscheiden oder tun, denn es ist immer Allah himself, der’s zuvor entschieden hat.

        Warum hat Allah also erst für jene viele Saudistanisten entschieden, dass sie lieber zum Mars fliegen wollen, als sich zu Hause weiter knechten zu lassen, und warum ist sich Allah dann selbst in die Parade gefahren, indem er die UAE-Religionsbehörde angewiesen hat, sich selbst zu widersprechen?
        Und wer köpft jetzt diese Behörde wegen Apoplektik, nein, wegen Apostasie?
        Und wer ist eigentlich zuständig, wenn Allahs sich dauernd diese Fehltritte leistet?
        Fragen über Fragen.

        Gefällt 2 Personen

      • aurorula a. schreibt:

        Und wer ist eigentlich zuständig, wenn Allahs sich dauernd diese Fehltritte leistet?
        Allahs Schuster. Oder der Orthopäde. Je nachdem, ob nur die Schuhe zu reparieren oder die Haxn verknackst sind.

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      • Aristobulus schreibt:

        Fängt dieser Fisch nicht am Kopf zu stinken an, bevor die Quastenflosserfüsse müffeln?
        *Fisch gesagt hab’*

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      • Aristobulus schreibt:

        … ababababärärrrr kann Allah Kopfstand?
        *schlägt im Koran nach*
        Da steht nichts darüber geschrieben. Heißt wohl, dass er es nicht kann? Aber kann der sonst nicht alles?😦

        Gefällt 1 Person

  9. Aristobulus schreibt:

    Nach jedem Terrorangriff auf Israelis kommen die Sanitäter von Magen-David-Adom und retten, wer zu retten ist.
    Seit September 2015 bis jetzt geschahen 202 Messerangriffe auf iraelische Passanten, 83 Angriffe mit Schusswaffen auf irsaelische Passanten und 42 Auto-Überfahrangriffe auf israelische Passanten. Seitdem sind mehr als 300 israelische Verletzte von den Notärzten von Magen-David-Adom behandelt worden.
    Weil Magen-David-Adom keine staatliche Organisation ist, bleibt sie auf Spenden angewiesen!

    Da kann man spenden:
    https://afmda.org/donate/

    Gefällt 1 Person

  10. Pingback: Verordnete Brüderlichkeit – Dr. Korenz Blog

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