Wer ist Täter, wer will Opfer sein?

„Einen guten Journalisten erkennt man daran,
dass er sich nicht gemein macht mit einer Sache –
auch nicht mit einer guten Sache; dass er überall
dabei ist, aber nirgendwo dazu gehört.“

Hajo Friedrichs (1927-1995)

 

Frage an alle: Wie verhalten sich Menschen, die es irgendwie geschafft haben, dem Bombenterror in ihrer Heimat zu entrinnen? Solche also, die einen mörderischen Krieg überlebten, weil ihnen die rettende Flucht gelang? Korrekterweise müsste man in diese Fragestellung auch noch all jene mit einbeziehen, die nicht vor Mord und Totschlag flohen: Noch zu Beginn der Neunziger Jahre recht unschön als ´Wirtschaftsflüchtlinge´ oder ´Scheinasylanten´ bezeichnet, billigt ihnen die einfache Mehrheit mittlerweile eine ähnliche Verzweiflung zu wie denen, deren Städte und Dörfer in Schutt und Asche sinken. Von politisch Verfolgten ist neuerdings kaum noch die Rede. Auch die zählen. Überhaupt fällt immer schwerer, die einzelnen Gruppen sorgfältig auseinander zu halten und Identitäten einwandfrei festzustellen. Wie dem auch sei: Es geht mir bei meiner Frage in summa also um sämtliche derer, die nicht länger um Leib und Leben, ihr Auskommen oder verbriefte Freiheiten bangen müssen; solche, die dank staatlicher Fürsorge nebst zusätzlicher Betreuung durch zahllose Hilfsorganisationen aus dem Ärgsten (nicht unbedingt dem Gröbsten) raus sind.

Noch einmal: Wie verhalten sich die meisten dieser Menschen?

Die Antwort lautet, blicken wir in Richtung griechisch-mazedonischer Grenze: Sie brechen Recht und Ordnung. Und stürzen damit einen ohnehin gebeutelten Staat immer weiter ins Chaos. Sie ruinieren ihn, gründlich und ohne mit der Wimper, ohne mit den Achseln zu zucken. Denn genau das interessiert diese Menschen, die uns seit Monaten ihr Leid klagen, überhaupt nicht: dass sie überall dort irreparable Schäden anrichten, wo sie in Masse auflaufen. Ganze Regionen nehmen sie bei der Gelegenheit in Geiselhaft. Keiner der Geflohenen, wohlgemerkt, der das von sich aus auch nur erwähnte, und sei es im Ton der Zerknirschung. Wiewohl ihm das, gerade das gar nicht entgehen kann. Mehr noch: Es wird eiskalt mit einkalkuliert. Zunehmend rabiater gebärden sich diese Verzweifelten, und über die Inszenierung als Opfer verleihen sie ihren Forderungen umso hemmungsloser Nachdruck. Sie funktionieren als Kollektiv. Als solches haben sie die Psyche derer, denen sie sich auf diese Weise immer schamloser aufdrängen, besser durchschaut als dies umgekehrt der Fall sein dürfte. Sie, die dauernden Opfer, wissen: Schuld an allem sind immer die anderen. Niemand sonst – niemals sie selbst. Sie alle sind also im Ergebnis undankbar, und sie zeigen es uns deutlich jeden Tag. Wir glauben es ihnen auch. Wir sind, so scheint es, mit uns selbst nie richtig fertig geworden. Deswegen lassen wir uns auch im Angesicht drohenden Unheils vor den Kadi zerren. Wie anders übrigens die anderen: die haben gerade mit sich und ihrem Selbstverständnis nie Probleme gehabt.

Ich will hier keineswegs die Zustände in den zahlreichen Flüchtlingsunterkünften und Sammellagern jenseits der Alpengrenze herunterspielen. Jene Skrupel, die ich eben andeutete, sind auch mir nicht fremd. Dennoch ist es an der Zeit, die ´Sache´, von der im Eingangszitat die Rede ist, etwas nüchterner, sagen wir ruhig: härter und unerbittlicher ins Visier zu nehmen. Noch vor Tagen wäre mir die Verwendung einer entsprechenden Sprache unendlich schwer gefallen. Trotzallem. Aber die Fakten sprechen ja längst eine eigen Sprache, jenseits des üblichen, des verordneten Wortgeklingels. Ich kann und ich will nicht den reaktionären Maulhelden, den glatzköpfigen Idioten oder dem Protestwählenden Mittelstand, der inmitten blühender Landschaften die AFD für sich entdeckt hat, das weite Feld überlassen. Erst recht nicht denen, die in punkto Deutung der Krise die semantische Oberhoheit für sich beanspruchen und sie immer schamloser über die entsprechenden Dünnsoße auskotzen. Sorry. Die Lügenpresse, die vielgeschmähte, ist ja längst auch in den Ruch der Tat geraten. Sie macht sich tatsächlich mit der ´Sache´ gemein. Immer schamloser. Direkt vor Ort.

Freilich: Die Schauplätze wechseln. Was gestern noch aufregte, kratzt heute keine Sau mehr. Wer redet noch von Lampedusa? Hat sich die Meute aber einmal auf einen dieser ´Tatorte´ eingeschossen, dann hagelt es Salven – im endlosen Dutzend.

Seit Wochen glotzt alle Welt mit tobsüchtigem Entsetzen Richtung Idomeni. Dort halten sich wahre Rotten blitzlichtgewitternder Nonstop-Berichterstatter auf, um auf Schritt und Tritt das menschliche Elend, ja: ein wahres Inferno der Unmenschlichkeit grell auszuleuchten. Das Strickmuster bleibt stets dasselbe. Mittels selektiver Zugriffe werden Zielpersonen aussortiert und positioniert, gern Frauen und Kinder. Die begleitenden Bilder (oft durch passende Musik untermalt) ´dokumentieren´ das Elend, ein nicht enden wollendes natürlich, und jeder der Befragten bekräftigt noch, meist im Ton der Anklage oder Empörung, was den Strippenziehern in den Kram passt und für besonders sanfte Gemüter darf das auch schon mal nach Resignation, eben: Verzweiflung klingen. Jede Zielgruppe bedarf der ´Sonderbehandlung´. Auch wenn alle meinen, sie sähen dasselbe: Für jeden von Ihnen ist ein eigenes Schmankerl dabei. Die ´Geschichten´ müssen zu Herzen gehen, um dauerhaft betroffen zu machen. So funktioniert Werbung, so arbeiten Marketing-Agenturen. Merke: Clever in Szene gesetzte ´Momentaufnahmen´ lösen passende Assoziationsketten aus. Der Kunde wird geködert. Die gewünschte Haltung – immer Empathie – kann dank dauernder Wiederholung wetterfest gemacht werden.

Sie geben sich Mühe, die Macher. Das muss man ihnen lassen. Gern geht ihnen auf den Leim, wer auf gar keinen Fall zu den Bösen, den Schlechten – den Rechten zählen will. Aber irgendwie regen sich langsam auch bei den arglos Empfänglichen leise Zweifel. Ob das schon erste Abnutzungserscheinungen sind? Womöglich liegt es einfach nur daran, dass den Leuten die schiere Hype zum Hals raushängt. Nicht nur an der griechisch-mazedonischen Grenze nimmt das begleitende Spektakel mittlerweile Ausmaße an, die jeden Rahmen sprengen. Der Aufwand, den die Gesinnungs-Exekuteure treiben, erinnert an sündhaft teure Hollywood-Spektakel. Dabei gehen den Verantwortlichen die üblichen Verdächtigen forsch und unverhohlen zur Hand. Angehörige diverser NGOs tummeln sich nicht minder in der ´Hölle von Idomeni´, auch sie tun kräftig mit, sie provozieren neuerdings auch Zwischenfälle, die das allseits beklagte Unheil auf zusätzliche Eskalation trimmen (ich meine, das wissen sie, die dubiose Flugblattaktion). Ein echtes Täterkollektiv aus Medienvertretern und Menschenrechtsorganisationen setzt alles daran, dass die Situation aus dem Ruder läuft, doch keinem noch so Schauder-Süchtigen kocht am Ende noch das Mütchen hoch, denn so ist das eben, ebnet man sämtliche Gefühlslagen mittels Dauerbeschuss ein: Der Konsument stumpft endlich ab. Nichts zieht mehr richtig, denn jeder Reiz gebiert einen neuen, stärkeren, und immer unfasslicher muss anmuten, was beim nächsten Mal keinen mehr vom Hocker haut.

Halb Griechenland droht, dank großzügiger Schützenhilfe unserer ´Partner´ aus der Türkei, zu einem monströsen Flüchtlingslager herunter zu kommen. Daran wird auch der faule Deal auf Dauer nichts ändern. Noch lässt die Revolte der einheimischen Bevölkerung auf sich warten. Freilich: Dass diese Menschen nicht in Erscheinung, treten passt ins Bild. Von den Mitleids-Ethikern wurden und werden sie erst gar nicht beachtet. Sie störten nur. Die Geretteten wiederum können sich vor Aufmerksamkeit selbst nicht mehr retten. Und überleben nur, was auch gerne übersehen wird, dank großzügiger Duldung des heimischen Volkes, dem das tägliche Überleben selbst immer schwerer fällt. Weder Ehrenamtliche noch die Helden von der Dauer-Caritas werden schultern, was am Ende immer die Last des Steuerzahlers bleibt – auch im ´Steuerparadies´ Griechenland. Man muss sich klar machen, das es ein europäischer Staat ist, der infolgedessen unfehlbar vor die Hunde gehen wird.

Ahnungslose, verzweifelte – zu bemitleidende Flüchtlinge? Sie, die via Smartphone längst besser informiert sind als das wohlstandsfette Bildungsbürgertum Mitteleuropas, wissen genau, wo sie gelandet sind, was mit Griechenland los ist, wie sehr dieses kaputt gesparte Land aus letzten Löchern röchelt, aber das ist ihnen scheißegal.

„Wir sind hier an einem dunklen Ort,“ beteuert ein syrischer Flüchtling vor der Kamera; einer derer, die in Idomeni ´ausharren´. Ein anderer dieser Tapferen wird deutlicher: “Wir hoffen, bald in ein europäisches Land weiter reisen zu dürfen.“ Hört, hört. Hellas ist also, dank Schützenhilfe derer, die es täglich überrennen, bereits aus dem exklusiven Club herausgeplumpst. Drum will da auch keiner von denen hin, die nach all den Entbehrungen wirklich Besseres verdient haben. Dass in der Gegend von Idomeni jeder zweite Grieche arbeitslos ist, interessiert sowieso keinen derer, die dort stur die Stellung halten. und auch keiner von denen schert sich um das ephemere Griechenpack, die täglich kleine Kinder und weinende Mütter vor die Kamera winken, um die ´Schande´ so schaurig schön zu dokumentieren. Zu den Opfern zählen die Griechen nicht. Sie zählen irgendwie überhaupt nicht. Gestern noch als faule, undankbare Byzantiner verschrien, kümmert keinen mehr, was aus ihnen werden soll.

Jene wiederum, die von der Regierung des Landes fast schon verzweifelt darum gebeten werden, den Ort des Schreckens zu verlassen, also: einer komfortableren Unterbringung zuzustimmen (mit medizinischer Grundversorgung und besserer Verpflegung, inkl. weiterer Rundumbetreuung) denken gar nicht daran, das Elend, das schandwürdige, hinter sich lassen. Sie pochen, so komisch das klingen mag, auf ihr Elend, die dauernde Verzweiflung, das ist nämlich ein Pfund, mit dem sich trefflich wuchern lässt. Sie alle weigern sich stur, ´gerettet´ zu werden. Wie bockige kleine Kinder. Sie wollen weder in geräumige Wohnungen verteilt noch in das ´sichere Herkunftsland´ Türkei zurück beordert werden, dass ja vom heißersehnten Deutschland, dem einzigen Ziel ihrer Träume, aktuell in höchsten Tönen gelobt, ja angepriesen wird. Der Deal steht. Hat einer mal gefragt, ob das die Verdammten dieser Welt auch wirklich wollen?

Seltsam genug: Die Geflüchteten und ihre Fürsprecher sind sich einig, das Idomeni zum schrecklichsten Ort auf Erden mutiert, aber keiner von Ihnen mag der Hölle den Rücken kehren – nicht einmal aus Verzweiflung. Aus Verzweiflung, so könnte man sagen, bleiben sie lieber weiterhin verzweifelt. Zwar ist und bleibt ihr sehnlichstes Ziel, doch endlich weg zu dürfen, aber einzig und allein unter der strikten, standfesten Auflage, selbst zu entscheiden, wohin die Reise geht. Das steht ihnen zu, die vor Rechtlosigkeit und Gewalt flohen, ist sozusagen ihr gutes Recht – Basta. Nationales Recht spielt ab sofort keine Rolle mehr, und Gewalt gegen Zäune und Grenzschützer zählt zum unverhandelbaren Grundrecht derer, die das Recht auf Asyl in die eigene Hand nehmen, indem sie, und nur SIE, bestimmen, wo sie es in Anspruch nehmen möchten. Nicht einmal mit einer Auswahl geben sie sich zufrieden. Sie haben sich halt längst festgelegt. Und dabei bleiben sie. Dass sich diese Menschen längst zu Herren in fremden Ländern aufschwingen, noch vor jeder Einforderung rechtgläubiger Ansprüche und kulturspezifischer Sonderrechte (kommt auch noch, Sie werden sehen), darf nicht einmal angedeutet werden. Das sind sich Mann und Weib sowas von einig.

Den ´Damen´ liegt dieses Gebaren sowas von. Die kriegen das fast noch besser hin als ihre Herren und Gebieter. Hab´s neulich im ZDF gesehen. Sie bestimmt auch. Eine ziemlich junge Frau, ausnahmsweise ohne Kopflappen, flippte regelrecht aus, verlieh ihrer Verzweiflung mittels Hysterie den rechten Ausdruck. Sie drohte allen Ernstes damit, sich in irgendeiner griechischen Großstadt ´aus Protest´ in die Luft zu sprengen – „wenn ihr uns nicht weiter lasst.“ Erinnert schon jetzt an diverse Vorgänge im heiligen Land, wiewohl der ´Widerstand´ dort längst seine nächste Eskalationsstufe erreicht hat: den ´Besatzern´ rückt man dort inzwischen mit Messern zu Leibe. Das ist einfach günstiger. Und wird von unseren Leitmedien als Aufstand der Verzweifelten gewertet. In Piräus forderte ein junger Afghane den freien Durchmarsch („we want to go foward“) mit dem Hinweis darauf, dass all jene, die man gleich ihm hier festhielte, lieber sterben würden als zurück nach Syrien gehen zu sollen. Dass die meisten dieser ´Märtyrer´ absichtlich ohne gültige Ausweise kamen, also schlicht Illegal sind, erwähnt niemand mehr. Auch nicht, dass diese ´Rechtgläubigen´ sich immer noch auf Grund und Boden eines souveränen Nationalstaates befinden; mit eigener Rechtsprechung, eigenen Gesetzen. Die sie auf diese Art und Weise ganz bewusst verhöhnen, in den Dreck ziehen.

Merkwürdige Flüchtlinge. Komische Verzweifelte. Sie kommen dir ständig mit dem größtmöglichen Elend, das sie erlebt haben, sie zitieren es im Dutzend nach, sie plappern erstaunlich routiniert die passenden Floskeln nach, beten den Reigen herunter wie Konfirmanden die Bergpredigt, aber keiner derer, die ihnen die dauernd die Gelegenheit dazu geben, fragt auch nur einmal nach, wie es sich anfühlte, glücklich gerettet worden zu sein – ob überhaupt so etwas wie Dankbarkeit im Spiel sei, wenn man als Gast in fremden Landen die Möglichkeit erhält (genauer: sich dieselbe herausnimmt) frei zu entscheiden, wo man seine Zelte aufschlagen möchte. Es verbietet sich offenbar noch immer, hier nachzuhaken, Zweifel zu äußern und gewissen Verdachtsmomenten Nachdruck zu verleihen. Noch einmal: Verhalten sich so Verzweifelte und Entrechtete, Geschundene und Getriebene? Schwer fällt freilich auch die Erkenntnis, dass die im Reflex Bemitleideten ausgerechnet ihren vermeintlichen Verächtern, den Damen und Herren Fico, Orban oder Mikl-Leitner, viel näher stehen als uns, die wir ihnen gegenüber immer in der vorauseilenden Verständnis-Pflicht zu stehen meinen: beide ´Parteien´ sind sich ja grundsätzlich einig darin, dass eine ´gerechte´ Verteilung auf EU-Mitgliedstaaten für sie NICHT in Frage kommt.

Mit uns allen einig sind sich wiederum alle Flüchtlinge darin, von einer eigenen Verantwortung für die Miseren in ihren Heimatländern nichts wissen zu wollen. Das ist auch so banal, dass es keinem mehr auffällt. Zeit, auch hier auszuscheren und die Dinge ein wenig zurecht zu rücken. Der mörderische Erbstreit zwischen Sunniten und Schiiten, infolge unbedarfter Interventionismen sicher zusätzlich herausgefordert, ist ein grundsätzliches Problem, dessen Lösung jedem einzelnen von denen, die nun zu uns strömen, selbst obläge. Machen wir uns hier nichts vor: Für diese grundsätzliche Fehde tragen am Ende die beteiligten Völker selbst Verantwortung. Niemand sonst. Der Westen mag sie zusätzlich befeuert haben, erfunden hat er sie nicht. Dennoch sind die ´Betroffenen´ jenseits bewährter Wehklagen weit davon entfernt, in dieser ´Sache´ in den eigenen Spiegel zu schauen. Es wäre an der Zeit. Sie wären nicht die einzigen, die sich damit schwer täten, aber die anderen haben das schon hinter sich – haben akzeptiert, das man ohne Selbstkritik im Kreis fährt – oder in die Sackgasse.

Beispiel Ostmark. Um die Heimatvertriebenen und ihre Verbände ist es mittlerweile sehr ruhig geworden. Gegen Ende des Zweiten Weltkrieges aus ihrer angestammten Heimat geflohen, haben sich diese Menschen lange mittels bequemer Opferhaltungen aus der grundsätzlichen Schuldfrage herausgemogelt. Das ist Geschichte. Das will auch keiner mehr hören. Brandts Ostpolitik hatte die Schuld ´der Deutschen´ endgültig auf Kosten derer besiegelt, die seinerzeit vor den ´slawischen Untermenschen´ Reißaus nahmen. Heute wird darüber nicht mehr verhandelt, und es mufft und miefelt auch keiner mehr daran herum. Selbstkritik haben sich die Europäer, bei allem Elend, aller Schmach, nach 45 zäh und langsam zur eigenen, nicht immer ehrlichen Pflicht gemacht. Sie mögen ihrerseits heucheln, was das Zeug hält, aber die verursachenden Zusammenhänge werden vom Schulbuch über die Fernsehdoku nicht länger in Frage gestellt.

Jene wiederum, die jetzt den Merkel-Bonus für sich einfordern, stellen sich gar nicht erst lästige Fragen. Sie neigen auch nicht gerade zur Reflexion. Über die üblichen Verschwörungstheorien hinaus ist noch keinem einzigen Flüchtling in den Sinn gekommen, den hausgemachten Anteil an der Katastrophe auch nur zu erwägen. Klartext: Niemals lag es je an ´uns Muslimen´ oder gar ´dem Islam´, an ´unseren Völkern´ oder ´Staaten´, das so viel schief ging im Dar al-Harb. Schuld sind bei näherem Hinsehen immer dunkle Mächte, feindliche Clans – und, ja: meist der bösen Westen, dessen vermeintlicher ´Saus und Braus´ dennoch ungebrochen lockt. Was ist eigentlich von Menschen, die unter solcherlei Autismus oder Wahrnehmungsstörung leiden, noch zu erwarten, gibt man ihnen die Gelegenheit, in einem liberalen Umfeld die unhinterfragten Umtriebe bedenkenlos fortzuführen?

Auch vor einem solchen Szenario ist die von mir gewählte Überschrift dieses Artikels zu bedenken. ´Denn sie wissen genau was sie tun´. Auch wo sie nichts zu wissen vorgeben. Sie wissen genau, wo sie hin wollen. Kommen die Vertriebenen als Flüchtlinge in Europa an, dann wählen sie auch weiterhin den Zielort erster Klasse (Deutschland) und nehmen dafür murrend in Kauf, vorerst letzter Klasse zu hausen: in Idomeni. Sie spielen damit auf Zeit. Die erduldeten (und dauernd für den Fernsehmob festgehaltenen) Nachteile halten als Druckmittel her. Die griechisch-mazedonische Grenze ist eine Art Freiluft-Gehege, das von den Flüchtlingen im Stile einer echten Hausbesetzung genutzt wird. Jene, die als Autochthone dortselbst beheimatet sind, werden die von mir gebrauchten Wendungen sicher weniger zynisch finden als solche, die noch immer nicht begriffen haben, dass ihnen bald ein ähnliches Schicksal blühen könnte. Wann kampieren die ersten in Ihren/euren Wohngärten? Und: Kriegen sie vom Nachmittagskuchen wenigstens die Krümel ab? Wird denen das reichen?

Aber das fragt sich kaum einer, das darf man einfach nicht, das macht dich nämlich sofort verdächtig, damit bist du automatisch bei der AFD gelandet, du outest dich als Multi-Rassist, bist ein Brandstifter – schamloser Schurke. Um wie viel besser haben es da die abgehalfterten Polit-Rentner oder Sternschuppelnden Traumdiven von der Tussi-Front zum Beispiel. Die ganze Bagage derer also, die dem multikulturellen Lumpenproletariat zwar kein bisschen entgegen, dafür den wacker wütenden Moralaposteln aber sehr recht kommen, denn wie diese platzen sie vor Narzissmus aus den seidenen Nähten und lesen den Zweiflern sämtliche Leviten.

Neulich noch im beheizten Trekking-Zelt ´beheimatet´, ist der Herr Blüm zwar längst wieder nach Hause gestiefelt (sicher das Alter, das elende) doch schon stöckelte das nächste Zirkuspferdchen in die Manege der Eitelkeiten hinein. Just war es die unvermeidliche, unerhört unerschrockene Miss Angelina Jolie, eine wahre Weltmeisterin im Abklappern, nein: im Abstolzieren von Camps und Heimen, immer das satte Lächeln auf der bröckelnden Botox-Fassade. Ich will hier nicht die zahllosen Komitees und Stiftungen, Projekte und Events auflisten, mittels derer diese ´Sondergesandte der UNHCR´ ihren laufenden, lichtglitzernden Marktblitzwert aufbessert. Das Forbes Magazin hat wiederholt den horrenden Reichtum, über den diese vollendete Egomanin verfügt, bestätigt. Wohl aus Sicherheitsgründen ist die Dame in Piräus herumgereicht worden; im Grenzgebiet von Idomeni wäre schon das übliche Schuhwerk von Ex-Brangelina arg gefährdet gewesen. Falls sie die Show verpasst haben: Es war wie bei einer Grammy-Preisverleihung. Im Mittelpunkt stand einzig sie, niemand sonst. Der Rest war Kulisse. Die Flüchtlinge blieben Statisten. Durften winken, drängeln – lächeln. Kinder nach vorne. Sie selbst lächelte auch ganz tapfer, und da sie, dem Anlass entsprechend, ungeschminkt erschienen war, sah man jede einzelne Falte. Promi-Pech.

Genug. Der geneigte Leser mag am Ende dieser Tirade selbst entscheiden, was von Flüchtlingen und ihren begleitenden Casting-Experten zu halten ist, die aus Kalkül auch weiterhin an der geistigen Enteignung konsumzufriedener Sesselhelden arbeiten, deren trübe Existenzen zwischen Champions-League und Eck-Kneipe irrlichtern. Die endlose Konditionierung führt im Ergebnis nicht zur Anpassung an gewünschte Haltungen, denn die unerwünschten – siehe Superwahlsonntag – zeitigen schnell neues Unheil. Noch ist nicht raus, ob bei einem der nächsten transatlantischen Gipfeltreffen ein Donald Trump der Heike Petry die Hand schüttelt – wie ein Herr Davutoglu der Frau Merkel. Merke: Auch das Publikum neigt zu opportuner Unaufrichtigkeit. Jetzt, wo die Balkanroute wider aller Prognosen dicht ist („Menschen, die fliehen, kann man nicht durch Grenzen aufhalten“) sind auf einmal wieder deutlich mehr Menschen mit der Arbeit von Frau Mutti zufrieden – meint das Polit-Barometer. Wenn der Deal mit unseren türkischen Freunden schief geht, weiß auch das Barometer wieder mehr. –

Shanto Trdic, 19.03.2016

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256 Antworten zu Wer ist Täter, wer will Opfer sein?

  1. Bachatero schreibt:

    „Wir glauben es ihnen auch. Wir sind, so scheint es, mit uns selbst nie richtig fertig geworden. “ Richtig: Es gibt zahllose Idioten, die es ihnen glauben und mit sich selbst nie richtig fertig geworden sind. Hört sich an, wie die Beschreibung des average Joe. Auf mich trifft’s definitiv nicht zu. Ansonsten Tirade. Por favor, in meinem Alter ist man auf Erkenntniszuwachs aus, nicht auf muehlenartige Wiederholungen und Selbstbestätigungen, mir bleibt ja nur noch soviel Zeit. Gut, ich muss ja nicht lesen, taet’s aber gern, wenn’s nur etwas komprimierter wäre und einen Mindestzuwachs an irgendwas noch nicht Gewusstem, Geahntem oder Gedachtem brächte. Wir sind doch hier nicht in der Schule. Da würde man sagen: Fleißarbeit.

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  2. mike hammer schreibt:

    europa ist reif zum erobern, h i d j r a.
    man ist waffenstarrend erstarrt, links hat
    europas männer kastriert pussifiziert und entmutigt.
    gibt es einen mieseren tod?

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  3. zweitesselbst schreibt:

    tja, nicht jeder schafft es Opfer zu bleiben. Einige werden leider auch zu Tätern. (H)

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  4. Gudrun Eussner schreibt:

    „Ganze Regionen nehmen sie bei der Gelegenheit in Geiselhaft. Keiner der Geflohenen, wohlgemerkt, der das von sich aus auch nur erwähnte, und sei es im Ton der Zerknirschung. Wiewohl ihm das, gerade das gar nicht entgehen kann. Mehr noch: Es wird eiskalt mit einkalkuliert.“

    Das ist die Absicht derer, die große Teile dieser gut ausgerüsteten, sich keiner Schuld bewußten Massen zu uns schicken: Mißachtung und de facto Abschaffung der Innen- und Außengrenzen der EU, Destabilisierung der europäischen Gesellschaften, vor allem Deutschlands, Nachdem der Zugriff über die Ukraine nicht geklappt hat, Schaffung eines direkten Durchgangs nach Zentralasien, Einbruch nach China, dem „US-Weltfeind Nr. 1“, von Ost-Turkestan alias Xinjiang aus. Angela Merkels Flüchtlingspolitik dient diesem Unterfangen. Darum zieht sie das auch durch, wie immer die Wahlergebnisse ausfallen.

    Einer der Drahtzieher ist Georg Soros.
    http://www.discoverthenetworks.org/individualProfile.asp?indid=977

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    • Aristobulus schreibt:

      Also sehr, sehr global, das, und durch Zentralasien ist man bekanntlich zackement nach zwei Stunden Autobahn in China, so Soros.
      Was jedoch macht man in China?, da ist doch ka‘ Ssau a Jud‘, also Flühlingslollen bestellen und die Zeche prellen?
      Das wahre Ziel ist viel, viel weitergehender. Bitte nicht weitersagen!, aber ich hab gehört (let’s face the truth), dass die Massen nur nach China wollen, um über Japan weiter über Nordkanada (geht schoo‘) nach Grönland zu ziehen, um dann da mit dem zuvielen Eis. Weil’s von Grönland nur ein Katzensprung nach Island ist (es war ein König in Thule, um den geht’s). Da wollen die hin, um den allerletzten Asentempel in Reykjavik (dochdoch, da steht einer!, sein Priester heißt Ásgeir Ásgeirson und ist der thulische König) einzureißen und ’ne Moschee aus ihm zu machen, weswegen sie ihn bitte stehen lassen werden, weil sie anderenfalls nur einen Bretterhaufen, und wer will den schon? Weil dann, wenn das getan ist (so die geheime Propezeihung des Abdallah ben Nostradamuk), Burak, Börek, Lolek & Bolek und der Mahdi kommen (nein, nicht Mandy aus Marzahn, sondern der echte und wahre), und weil dann, so Soros und so die Prophezeihung, das hylisch Zeitliche seine mystische Vollendung erfährt.

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    • Bachatero schreibt:

      Mal abgesehen davon, ob Soros das Potential zum Antichristen hat, oder wir doch Obama nehmen müssen (zur Not Putin oder den Papst), wer, nach Ihnen, macht die Weltpolitik? Der deutsche Wähler mit seiner Mutti?

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  5. schum74 schreibt:

    Ein erster Dank zunächst für Trdic‘ unsentimentale Betrachtungen und ein zweiter Dank für die Empathie, die er mit den beinah vergessenen Griechen zeigt. Am Ende des Artikels fragt man sich allerdings: Was hat der Autor nötig, Verachtung gegen den „protestwählenden Mittelstand“ zu betonen? Was weiß er von der AfD, was die Polizei nicht weiß? Außer dem Verbrechen, auf geltende Gesetze zu pochen, hat die AfD sich nichts zuschulden kommen lassen, oder? Gut, der Vorname „Frauke“ ist nicht gerade eine Zierde und der Nachname „von Storch“ – nun ja. Sonst was?

    Hat der „protestwählende Mittelstand“, über den Trdic sich erhebt, nicht das Recht, „inmitten blühender Landschaften“ über die Grenzen zu gucken und eigene Schlüsse zu ziehen? Lebt der besorgte Trdic selbst nicht immer noch „inmitten blühender Landschaften“? Darf nur der selbsternannte „Gute“, sich Gedanken machen?

    Interessant übrigens: Der AfD-Wähler heißt ihm nicht einfach ‚Wähler‘, sondern ‚Protestwähler‘: Das ist die Bezeichnung, die Trdic kritiklos von der Presse übernimmt, der er zu Recht vorwirft, „sich tatsächlich mit der ‚Sache‘ gemein [zu machen]“. Wer aber SPD & Co. wählt, was ist der? Ein Jubelwähler? Nicht doch. Der darf sich einfach ‚Wähler‘ nennen, das erlaubt man ihm.
    Das Gleiche im neuesten Spiegel mit dem Wort ‚Bürger‘. Es gibt Bürger und die wohl schon ausgebürgerten ‚Wutbürger‘.

    Apropos: Wen wählt Shanto Trdic nach diesem Artikel? Die Grünen?

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    • Aristobulus schreibt:

      … er wählt jene, die alles ganz doof finden, und die findet er dann noch viel doofer.
      Manchmal jedoch wählt er nicht, weil es ganz doof ist zu wählen. Wobei er auch die Nichtwähler sehr doof findet, das jedoch, weil die aus ganz anderen, nämlich sehr doofen Gründen nicht wählen.

      Aber beim Punkt Griechenland hat er Recht-. Da trifft er mittendrauf. Dank dafür auch von mir.

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    • Gutartiges Geschwulst schreibt:

      Ihr Kommentar ist bärenstark, liebe @schum74!

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  6. Paul schreibt:

    Vielen Dank für diese Philippika. Sie gibt genau das wieder, was ich auch schon seit einiger Zeit denke und fühle.
    Es ist das rechte Wort zur rechten Zeit.

    Es wird Zeit, dass die Bürger diese Landes wach werden, bevor es zu spät ist.

    Herzlich, Paul

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  7. schum74 schreibt:

    „Überhaupt fällt immer schwerer, die einzelnen Gruppen sorgfältig auseinander zu halten und Identitäten einwandfrei festzustellen.“

    Das ist aber der Punkt. Niemand weiß, ‒ am wenigstens die deutschen Behörden ‒, wer alles bewillkommnet wird. Zwei kleine Zeitungsmeldungen veranschaulichen die Lage:

    1) FAZ, 24.10.2015: „Flüchtlinge verschwinden aus Notunterkünften“

    „In den vergangenen Tagen sind aus verschiedenen Notunterkünften in Niedersachsen etwa 700 Flüchtlinge verschwunden. Das ergab eine Umfrage der Neuen Osnabrücker Zeitung unter den 20 Landkreisen und kreisfreien Städten. Das Land hatte die Gemeinden kurzfristig zur Aufnahme von 4000 Menschen verpflichtet.“

    2) wa.de, 20.01.2015: „Razzia in Notunterkünften in Ahlen: Männer mit mehreren Identitäten“

    „Ahlen – Mit zwei Hundertschaften stürmte die Polizei am frühen Dienstagmorgen zeitgleich die beiden Notunterkünfte in Ahlen (Kreis Warendorf). Im Visier: Nordafrikaner, die in der vergangenen Woche fortwährend für Polizeieinsätze in Ahlen gesorgt hatten. Sie wurden gefesselt, um ihre Personalien zu überprüfen. Das, was die Beamten fanden, kann als Weckruf an die Politik verstanden werden.

    Mehr als die Hälfte der angetroffenen Männer aus Nordafrika (Marokko, Algerien, Tunesien) hatte mehrere Identitäten, das sagte Landrat Dr. Olaf Gericke in einer kurzfristig anberaumten Pressekonferenz nach Ende des Einsatzes. Dabei gab es weitere Überraschungen: Die Behörden waren davon ausgegangen, dass sie alle rund 230, den Notunterkünften zugewiesenen, Nordafrikaner antreffen. Tatsächlich aber befanden sich nur 150 junge Männer aus den Maghreb-Staaten in den Einrichtungen. Eine Überprüfung ergab, dass davon mindestens 75 zwei oder mehr Identitäten hatten.“

    [Fettdruck im Original]

    http://www.wa.de/nordrhein-westfalen/razzia-notunterkuenften-ahlen-polizei-ueberprueft-einsatzhundertschaften-personen-nordafrika-6046977.html

    Weiß jemand, wer von den sympathischen Refudschies gestern noch im IS-Staat oder anderswo gesteinigt, gekreuzigt und/oder Köpfe tranchiert hat? Überlässt man es jetzt Erdogan, die Richtigen auszusuchen?
    Was ist das für eine Regierung, die ihre Leute ins offene Messer laufen lässt? Nicht nur die von Norbertchen persönlich begrüßten Herrenmenschen an der griechisch-mazedonischen Grenze scheren sich um die heimische Bevölkerung einen Dreck.

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    • aurorula a. schreibt:

      Nordafrikaner, die in der vergangenen Woche fortwährend für Polizeieinsätze in Ahlen gesorgt hatten. Sie wurden gefesselt, um ihre Personalien zu überprüfen.
      Merkwürdiges Verb hat diese Bondage-Version einer Zeitung; ich erwarte ja nicht immer eine fesselnde Lektüre, an dieser Stelle aber eher das Wort „festgenommen“. Meinetwegen auch „vorläufig festgenommen“ oder „erkennungsdienstlich befragt“ oder schlicht die Auskunft, daß ihre Personalien aufgenommen wurden. So „gefesselt“ grenzt das herzeigen des Ausweises an eine Folterszene, sprachlich zumindest. Worauf will der Autor damit eigentlich raus?

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  8. schum74 schreibt:

    Interessant die Bemerkung des Berliner RV-Repräsentanten Pavel Feinstein auf seiner FB-Seite (26.02.2016):

    „Übrigens, was alle schon vergessen haben: als nach dem Zerfall der UdSSR sich die Spätaussiedler (Russlanddeutsche) auf den Weg machten, habe die Bundesregierung eine Obergrenze von 120.000 pro Jahr festgesetzt. Und ich kann mich an keine Empörung erinnern.“

    Es kann nicht Jeder Mohämmer sein, nicht? – Oder hm: Es kann und wird?
    Und überhaupt: In „Russlanddeutsche“ steckt „deutsch“ drin. Ganz schlecht. Was hat irgendwas Deutsches in Deutschland zu suchen?

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    • Aristobulus schreibt:

      … kann mich durchaus an Empörung erinnern. Freilich nicht wegen dieser beschämend knauserigen Zahl, jedoch ganz im Gegenteil: Das seien Russen mit Akzent, die nur deutsche Namen hätten aber russische Gewohnheiten, und die seien rechts und konservativ und überhaupt anders als man es bunt haben wolle, denn anders bunt wolle man es mit Döner und Gumbosuppe und Rastafari!, aber bittschön nicht mit welchen, die Sauerkraut und Kartoffelklöße äßen.
      Und die wohnten dann da, wo man nicht hinging, und wenn man das sah, wo sie so wohnten, sagte man, da wohnen die Russen.

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      • Bachatero schreibt:

        Das war wegen Mike Hammer. Wenn da 5 von seiner Art dabei gewesen wären … nicht auszudenken. Zum Glück war’s nur einer.

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      • mike hammer schreibt:

        # Bachatero
        da sind schlimmere bei,
        du kennst russen in masse?
        die überrennen ein MG, es hat sich
        ja als ente rausgestellt, gott
        behüte, dem mädel
        wär was passiert, russen schaukeln sich hoch, beim vodka….
        die brauchen kein messer und haben freude daran.
        es war ein warnschuß, berlin solls
        nicht vergessen.

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      • Bachatero schreibt:

        Hammer, hab‘ Russen hier in SD als Touristen herumlaufen sehen, aber weder mit einem leibhaftigen noch virtuellen von denen je interkulturell kommuniziert. Aber alle Klischees kenne ich über sie, das ja, Du solltest die besser kennen, als ich, ich vertraue Deinem Urteil, bis auf Weiteres.😉

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      • Aristobulus schreibt:

        … weiß von solchen Eigenschaften (so es sie gibt) nur eine einzige, nämlich dass man nicht mit Russen saufen sollte. Also mit den echten Russen!, die als Russen keine Deutschen und keine Jidn und keine Kaukasier sind – aber halt Russen. Und Saufen. Russen & Saufen. Mit denen. Niemals. Nie-nie-nie!

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      • mike hammer schreibt:

        es sind viele, russland würde mit freude beisteuern und die „Russen“ haben
        massenweise deutsche freunde in die komunity adoptiert,
        da hat man dann gleich ganz andere
        zahalen auf der strasse
        und die machen
        hausbesuche……auch bei polizei und co.

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      • mike hammer schreibt:

        # Aristobolus,
        russen beschweren sich über georgier wegen der sauferei.
        das saufen ist was andees, es ist die wut über auswegloses die ex sovjets
        inne haben.

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      • Bachatero schreibt:

        Kakausier ok, aber was ist denn nun ein echter Russe? Ist der Putti einer? Woran erkennt man sie? Am saufen, oder erst nach DNA Abnahme?

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      • Aristobulus schreibt:

        Der hatt ett im Jesísch‘.

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      • Aristobulus schreibt:

        Der Rasputti grundsätzlich auch:

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      • Bachatero schreibt:

        Beim Rasputti beginnt offenbar eine Stirnglatze sich auszubreiten, die ja den Denkern zugeschrieben wird, wogen die Hinterglatze eher den guten Liebhabern angedichtet wird, der er ja sein sollte. Oder wird’s eine Vollglatze, die denen eigen sein soll, die denken sie seinen gute Liebhaber? Der Mann bleibt ein russsiges Rätsel.

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      • Aristobulus schreibt:

        Die ominös kahlen Ecken im Barte auch.

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      • Bachatero schreibt:

        Na und die Barthygiene, typisch russisch. Entweder ist das weiße Zeugs abwärts Unterlippe ein Rest Milchsuppe oder, bei seinem Ruf, na … schön isses aber nicht.

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      • Aristobulus schreibt:

        Er soll allerlei Unschönes geschlabbert haben, hört man.
        Meine Mutter hatte vier ältere Brüder, und manchmal, wenn sie vom Widerspruchsgeist gepackt wurden, machten sie den Ratzputti nach (die konnten das), im Gesicht. Gesichtern. Multipel. Das war nicht nett.
        So verbreiteten sie reinen Terror in den 1920ern.

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      • mike hammer schreibt:

        wenn russen einen mit saufen beeindrucken wollen
        und dieses exemplar soll ne menge rum vertragen haben,
        wissen sie wo sie ihn hin schleppen, die meisterschaft ist brandwein
        aber auch mit wein is das nicht jeden iwans sache….

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      • Bachatero schreibt:

        Sieht so aus, als täte El Commandante sogar gurgeln mit dem Zeugs aus seinem Horn. Showsaufen – echt nur wenn’s in kommunistische Staatsoberhauptsmäuler rein läuft.

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      • Aristobulus schreibt:

        Und glatt die Sahra Wagenknecht in Schwarzweiß & Alterslos zwischen dem Vorsitzenden mim‘ Schuh und dem Comandante, ihn anhimmelnd. Das waren noch Zeiten.

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      • Bachatero schreibt:

        Donnernder Barak, hat die sich gut gehalten, ob das von dem Zeugs kommt, was der Commandante trinkt? Wenn, dann wirkt’s aber nur bei Frauen so halb aus Persien. Übrigens, rechts unten ist auch noch Gurdjieff drauf. War ja klar, das der mit denen säuft.

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      • Aristobulus schreibt:

        Weil’s höchstwahrscheins‘ nicht Elias Canetti ist, wird’s nur Gurdjieff sein können😀 , der soff mit jedem.
        Und die Wagenknechtische war in jenen persisch-sassanidischen Grüften, in denen Abdul Al-Hazred („IÄ!!“) einst die sieben Siegel von Mas’schu entdeckt hat, die fand sie und mit denen jongliert sie, drum ist selbst ihr Lafontaine noch nicht die Mumie, die er sein sollte.

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      • mike hammer schreibt:

        das ist aber nix für touristen, ab 4 L. wirds kriminell…

        nur so zur info, der krug reicht da nicht….. und bis du zum horn kommst…. oh je.

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      • mike hammer schreibt:

        in vino wer ist das oder so

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      • Bachatero schreibt:

        Nicht Will Brand(wein) als Wiedergänger?

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      • Aristobulus schreibt:

        Er will zisch‘.

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      • Aristobulus schreibt:

        Will Smith ist das🙂 , diesmal einer von den Guten.

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      • Bachatero schreibt:

        Sehe grad, dass ich den Comandante 2x zum Commandante befördert habe – leider tut’s ihm nix mehr nutzen.

        Wenn Merkel das Fähnchen sähe, ob er’s behalten dürfte?

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      • Aristobulus schreibt:

        Waah. Er isses.
        Das Fähnchen?, sieht das nicht zu verächtig am-, am-, amerrikansch aus zum Behaltendürfen?

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      • Bachatero schreibt:

        Ich glaube heute am 21.3. würde es ihm schlichtweg langsam aus der Hand gleiten, sooo müde isser, nur Sahra Comandante, die wuerd’s im lächelnd wieder reinstecken und sagen: Fidelito amor wink‘ schön, der Barak ist gekommen. Ob Fidelito es noch sieht?

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      • Aristobulus schreibt:

        Der Flitzelitische, obgleich ihn das Leben und auch sonst alles Nette oder Sinnvolle fliehen, erblickt dann mühsamst was Halbdunkles, das Präsident ist, und murmelt mit letzter Tinte, ay, el negro loco.
        Denn Barrak Hussein ist ein Rechtsabweichler

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      • Bachatero schreibt:

        Fidelito ist wohl dialogunfähig inzwischen? Man hat sie ja auch nicht zusammengebracht, wohl, glaub‘ ich, weil Fidel seit kurzem jeden, den er hört oder riecht umarmt, einschließlich Kuss, bei den Händen, oder was er dafür halt, fasst und sagt: Ay, compadre hermano Che, por fin … dabei beginnt er leise zu weinen und fragt nach Rum. Barak hat im Vorfeld abgelehnt, dem alten Halsabschneider diesen Gefallen zu tun, wo er doch den Friendensdings … aehh hat.

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      • Aristobulus schreibt:

        Che-Barak Husseini gibt ihm keinen Rum?, na Gründe wird er haben.

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      • mike hammer schreibt:

        # Bachatero
        Chruschow und schow sauffen, im suff hat fidel etwas von gut gesagt
        worauf chruschow X 1000 liter wein und x tonnen eines
        örtlichen käses verschiffen ließ.

        es gab um gori keinen wein, keine tschtscha(traubenschnaps), keine
        milch (alles wurde verkäst) und man sagt das alles auf dem
        weg nach cuba verrottet ist, da es ist nicht
        industriell hergestellt und nicht
        transportfähig ist….

        chruschow war ständig zum saufen dort, mit seiner bagage und wenn
        er nicht abkömlich war ist täglich ein flugzeug nach moskau
        unterwegs gewesen mit fressalien, was so blieb
        bis 1989…

        das problem ist nicht die % zahl des gesöffs sondern das sie die
        trinksprüche als halb religiösen segen darreichen, sie
        segnen dich, deinen vater, deine mutter, hast du
        das mit getrunken dann, nun jeder hat dort
        nen vater und ne mutter, was bei 6 leuten 12 wachsende gefäße wein ergibt,
        dann kommt lamd kinder geschwister……“waaaas briederchen
        du wilst nicht auf # Aristobulus cousin zweiten grades nachbarn goldfisch wohl trinken, nein nein, was soll # Aristobulus cousin zweiten grades denn sagen, wenn
        er hört das wir, wegen dir nicht auf das wohl des vom nachbarn geliebten
        goldfisch getrunken haben, der ihm vor 7 jahren in den abfluß……“
        erwischen die dich, vergiss die pläne des nächsten tages.😉

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      • Bachatero schreibt:

        Da ist Dir aber die genial perfekte Beschreibung der Verhältnisse der Abteilung Russki in Dantes Hölle gelungen, der diesen Teil seinerzeit nicht besuchen konnte, weil keiner das Tor mehr öffnen konnte, weil der Goldhamster des Hades Geburtstag hatte und die ihn so hoch leben ließen, das er aus seinem Rädchen flog und ihm die Hamsterbacken platzten, natürlich auch besoffen.

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      • mike hammer schreibt:

        was willst du dort sonst machen, du gehst z.b. wandern, dann siehst du 3
        häuser und fragst nach dem weg………“Hoooooooooo……“
        zu spät, 10% vom urlaub für die katz, äh für
        ihren gatten besser gesagt….
        natürlich hat jeder dort den besten wein im universum UND du MUUUUUUSST
        so viel davon trinken bis du es selber glaubst oder drann glaubst!
        russen sind verständnisvoll, brauchst du 20 min
        auszeit, kein problem, aber die…
        bei der völlerei durfte
        man wenigstens
        kotzen aber das gilt als schröööökliche schande….

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      • Bachatero schreibt:

        So langsam geht mir auf, warum Du da weg bist, Hammer.

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      • Gutartiges Geschwulst schreibt:

        @Bachatero: „Wenn Merkel das Fähnchen sähe, ob er’s behalten dürfte?“

        Ohne dass ich Eurer Lebenserfahrung vorgreifen wollte, aber wenn Merkel des Fidels Fähnchen röche (riechen täte), ob er’s behalten dürfte?

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      • Bachatero schreibt:

        Aber aus der Hand könnte sie ihm nicht fallen😉 .

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      • mike hammer schreibt:

        # Bachatero
        weist du was das schlimmste ist?
        in israel gibt es kaukasische juden und russische, ukrainische und weissrussen, polnische…. so richtig entflohen bin ich nicht. am WE bin ich
        auf 2 hochzeiten, frag mich nicht wie und nächste woche ist schloschim
        von der tante, ne barmitzwa ist auch noch und weil ich
        einen haufen sprachen ein wenig kann
        soll ich den hi und da den tischmeister
        machen, es kommen auch gäste von drüben, kurtz gesagt, KRIEG!😦

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      • Bachatero schreibt:

        Du kannst bei mir solange untertauchen, bis Gras über die Sache gewachsen ist. Nur das Ticket geht auf Dich. Aber bring‘ bloss keinen Russen mit.

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      • Aristobulus schreibt:

        … und waah!, Purim ist wohl auch noch dieser Tage, und Deine Hochzeiten und Schloschim (da geht’s dreifach nicht ohne) und Barmitzwa usw. usf., waj, da musst Du freilich ein Glas nach dem anderen besiegen und völlig vernichten, werd kein Pyhrros und denk an Masada und nie-wieder!, sei standhaft!, ojwej, zwischendurch Schwarzbrot essen hilft. Hat mir ein Russe gesagt.

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      • Bachatero schreibt:

        War er nüchtern, als er das sagte?

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      • mike hammer schreibt:

        also als wirt habe ich weniger getrunken, war heute beim onkel,
        der ist nun seit 2 wochen allein, mit 87, deshalb konnte
        ihn natürlich keiner alleine lassen, ich bin,
        äääh auf jeden fall, ich habe
        die flucht ergriffen…
        da bin ich der kleine, die nennen nicht mal meinen namen und
        wenn ich einen gescheiden trinkspruch hinstottere lobt man
        meinen vater, warum auch immer, schluck, noch mal glück gehabt.

        als ob wir mit jüdischen traditionen genug am hals hätten…..
        letztens wurde mir extra bier angeboten, weil ich ja deutscher…. waaaa!!!?!!!

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      • Aristobulus schreibt:

        Wenn Du so ein Deutschbier ablehnst, Hammer, wird man Dir sämtliche Tossafisten von Speyer und den heiligen Rebben Meir von Rothenburg usf. und auch den Broder so um selbige hauen, dass Du von Glück sagen kannst, wenn sie aufhören und Dich Bier saufen lassen. Ach!

        Der Bachatehero hat Dir’s Exil angeboten, da gibt’s viel Brugal und Barbancourt, das ist gnädig!, und wenn’s soll, kannst Du Dich auch gern hier bei mir für ’ne Zeit exilieren, hier ist nur St.Pauli, hier wird ja vergleichweise überhaupt gar nicht gesoffen.

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      • Bachatero schreibt:

        Undankbare Bande, Du gehst da hin, traditionsbewusst und zu allem bereit und die sagen nicht mal Deinen Namen (vielleicht gefällt ihnen ja Mike Hammer nicht?). Kipp‘ ihnen doch ne Ladung Borschtschschsch in den Vorgarten, dann können se mal nachdenken. Oder heissts dann nur: Schau Pjotr, der Yuri hat wieder wodgekatet und in den Vorgarten gekotzt.

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      • Aristobulus schreibt:

        Er hat’s mit allerletzter Aufbietung der allerletztverbliebensten Viertelkraft gesagt.
        Glaubhaft unter solchen Umständen

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      • Aristobulus schreibt:

        ?
        Pardon, bezog sich auf Bachateros Frage, ob irgendwo einer nüchtern gewesen sei. Unwahrscheinlich, das.

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      • mike hammer schreibt:

        ich habe es übrigens endlich geschafft, israelische
        byrokratie ist nicht ohne, ich bin nun vollständig.

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      • Aristobulus schreibt:

        Das stimmt.🙂
        Nur beim Saufen isses leider andersrum: Mit Alk sind wir ganze Suffköppe, ohne Alk werden wir zu halbwegs verlässlichen Bürgern.

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      • mike hammer schreibt:

        zielwasser?

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      • Aristobulus schreibt:

        Hauptsach‘, dass die Ziele rein geistige sind.

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      • mike hammer schreibt:

        # Bachatero
        # Aristobulus

        danke für das großhertzige angebot, ich kann aber nicht,
        es kommen leute aus dem kaukasus, russen u n d ukrainer,
        einerseits bin ich so zusagen friedenshammer und
        andererseits muß man die ja besoffen
        machen, es gehört sich so
        und es wäre große
        schande, wie fahnenflucht mit pissbrauner spur nach hause.

        a man must do what man has to do, ich könnte natürlich meine bienen….
        _____________________________________

        die letztens befreiten jemenitischen juden hatten eine über 800 jahre torarolle dabei,
        11 jh nicht übel, das alte ding ist sogar koscher.
        https://pbs.twimg.com/media/CeDacwCWwAAvJ94.jpg:large

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      • Bachatero schreibt:

        Hammer, jetzt hilf Dir nur noch America: If you can’t beat them, join them. Prost und Nasdarowje.

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  9. Bachatero schreibt:

    “ … wissen genau, wo sie gelandet sind, was mit Griechenland los ist, wie sehr dieses kaputt gesparte Land aus letzten Löchern röchelt, aber das ist ihnen scheißegal.“ Ist das Feststellung, Bedauern oder Vorwurf? Es ist so ermüdend naiv. Normalerweise ist das Röcheln der Besiegten Musik in den Ohren der Eroberer. Shanto, por favor! Die Mutter meiner Ex war Griechin mit allem was familiär da so dranhängt, es ist mir nicht egal, was aus den ollen Griechen wird, aber um ihr „Wohl“ werden sie sich wohl selber kümmern müssen. Von den Angekommenen dabei nur pieps an Unterstützung zu erwarten, ist doch nicht von dieser Welt.

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    • schum74 schreibt:

      Keine Frage, dass Shanto Trdic Weh ausdrückt beim Anblick des gleichsam vergewaltigten Griechenland. Eben dafür bin ich ihm dankbar. Das ist das Neue, das Du in einem ersten Kommentar vermisst. Wer sonst schert sich um die Griechen? Auch mich stimmt der Zustand des Landes melancholisch.
      Vor einer Woche noch war Idoménée für mich eine Tragödie von Crébillon, der Anfang des 18. Jahrhunderts als der größte Dramatiker aller Zeiten galt; außerdem der Name des Titelhelden Idoménée, König von Kreta, bitte schön:

      « Où suis-je ? Quelle horreur m’épouvante et me suit !
      Quel tremblement, ô ciel ! Et quelle affreuse nuit !
      Dieux puissants, épargnez la Crète infortunée. »

      Mächtige Götter, verschont das unglückliche Kreta! – und ganz Griechenland. Der Switch von Platons Heimat zur christlich-ottomanischen Provinz macht schon schwindlig. Und jetzt das. Das heißt nicht seit jetzt. Seit der Mohämmisierung Europas.

      Es ist sicher richtig, dass sich die Griechen um sich selber kümmern müssen. Stimmt es auch, dass jedes Volk die Regierung hat, die es verdient?
      Warum haben die Deutschen, von denen laut Umfragen ¾ die AfD-Forderung unterstützen, die eigenen Grenzen sofort zu schließen, vorigen Sonntag die etablierten Parteien bestätigt? Weil man von der AfD zu wenig weiß? Ja, weiß man dafür von den Anderen nicht zu viel? Weil Beschmutzungskampagnen am Ende ziehen?
      Sogar bei mir, wie ich ungern feststelle. Zwar rufen AfD-Anhänger nirgends zum Boykott israelischer Waren auf; zwar sind sie nicht dabei, wenn die Schätzchen „Jude, Jude…“ skandieren – und doch ist dieses Empfinden da von etwas Schmuddeligem. Weil Broder das sagt und Gideon Böss und Warszawski und Trdic. Dabei bin ich bereit, meine Körperlotion zu verwetten, dass unsere maîtres-penseurs von den Leuten nicht mehr wissen als ich. Aber so funktioniert das. Schlamm klebt.

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      • Bachatero schreibt:

        „Stimmt es auch, dass jedes Volk die Regierung hat, die es verdient?“ Der de Maistre soll’s gesagt haben, wusste der sowas? Zu mir sagte mein Mathelehrer immer:: „Bachatero, jeder ist seines Glückes Schmied und DU bist ein schlechter Schmied.“ Nun isser lange tot, ich ein guter Schmied und Mathe war und ist mir ein Vergnügen. Individuelle Voraussagen können nur Propheten gelingen. Anders bei statistisch beschreibbaren Prozessen (wie z.B. ein Volk), in diesem Sinne würde ich de Maistre nicht Unrecht geben, obwohl er natürlich alt und tot ist und wir modern und lebendig, das ist der Unterschied.

        “ … und doch ist dieses Empfinden da von etwas Schmuddeligem.“Die AfD ist für mich das, was auf meinem Bildschirm lichtvoll erscheint. Russen und AfDler habe ich im Fleische nie getroffen. Aber was Schmuddeliges, y je dirais même plus schmuddeliges, ist irgendwie da. Ich lebe von den mir zugefunkten Bildern, Gesichtern, Stimmen, Bewegungen … halt das, was ich auch von Willi Brandt und Barack Obama habe. Namen wie Von Storch, Lucke, Henkel und Bjoern Hoecke rufen, nach Versenkung ihrer elektronischen Repräsentationsprozesse im Unterbewußtsein, stets Bauchgefühle hervor, schlecht bei einem Intuitiven. Bin ich jetzt von den maîtres-penseurs gelinkt worden, oder bleibt mir doch ein wenig Eigenständigkeit und Urteilsfähigkeit? Je ne sais pas, nananannaaaaa

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      • Aristobulus schreibt:

        … Joseph de Maistre. Danke, Bachatehero!, ein Name, den ich überhaupt nicht auf dem Schirm hatte.
        Ich weiß über den nur eins, nämlich dass Rudolf Steiner ihn ausgiebig, sehr ausgiebig, ja in ausgiebigster Ausschließlichkeit verdammt hat.
        Wobei ich Steiners Urteil allerdings vertraue.
        Allerdings vertrau ich dem ausschließlich in der Hinsicht, dass just das Gegenteil der steinerischen Meinung richtig sein dürfte.

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      • aurorula a. schreibt:

        …aber auch das nicht notwendigerweise immer🙂

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      • Bachatero schreibt:

        Was immer währt ist nimmer gut (de Maistre?).

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      • Aristobulus schreibt:

        Wahrscheinlich immer öfter🙂

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      • Bachatero schreibt:

        Ich habe mal vorzeiten bei dem rein gerochen, aber er war mir, bis auf heute, auch wieder entschwunden. Irgendwie und wann ist mir was vom Baum des Lebens nachts in den Mund gekrochen und ich habe mich von derlei Materie gänzlich getrennt. Und wo bin ich gelandet? Bei Noni. Mit der im Arm schläft es sich seliger, als mit de Maistre im Hirn.😉

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      • Bachatero schreibt:

        Immer ist nie was.

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      • Aristobulus schreibt:

        Irgendwas Immeriges ist meist tzuvüüül🙂

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      • Thomas ex Gotha schreibt:

        de Maistre: Lieblingstrottel in Flauberts Universalenzyklopädie der menschlichen Dummheit. Was hätte der aber wiederum von Steiner gehalten?
        Oder von von Storch?

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      • Aristobulus schreibt:

        Nein, ein Trottel war de Maistre ganz sicher nicht.
        Er hat nur selbst nach 1800 und bis 1821 immer wieder behauptet, dass der Einzelmensch ein Nichts sei, sofern er nicht mit a) l’autorité und b) la loi divine verknüpft sei. Was er für la-loi-divine hielt: Nicht die Zehn Gebote und die Sklavenbefreiung von Pharaos Knute, sondern den Papismus, Louis XVIII und das Missale Romanum.
        Und er hat davon ausgehend behauptet, dass man als Individuum kein neues Land gründen könne, denn nur die Autorität incl. la-loi-divine könnten den Einzelnen einbindend mitnehmen.
        Das hat er steif und fest und gegen alle Tatsachen behauptet, nachdem die längst unabhängigen USA bereits zwei Kriege gewonnen hatten, den gegen die Barbaresken 1810, und den gegen die britische loi-divine-Autorität 1812.
        Und obwohl in den USA keine Priester abgeschlachtet und keine Guillotinen aufgestellt und keine Andersdenkenden massakriert worden sind, indem da ein paar Einzelne eine menschliche Ordnung ausgerufen und durchgesetzt hatten, blieb de Maistre beim kollektivistisch untertänigen Axiom.
        Tja…

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      • schum74 schreibt:

        „Ich lebe von den mir zugefunkten Bildern, Gesichtern, Stimmen, Bewegungen … halt das, was ich auch von Willi Brandt und Barack Obama habe. Namen wie Von Storch, Lucke, Henkel und Bjoern Hoecke rufen… stets Bauchgefühle hervor“ (Bachatero)

        Unkommentiert mag ich die Sätze doch nicht lassen.
        Um sich ein Bild von Barack Obama und von Willi Brandt zu machen, ist man auf keine Bilder angewiesen. Den Obama hab ich anhand seiner langen Karoer-Rede regelrecht gelernt, die ich mir im Original (sicherheitshalber mit Übersetzung) angetan habe; dazu noch paar Reden anlässlich muslimischer Feste. Gerade die Karoer-Rede vom 4. Juni 2009 am Anfang seiner Präsidentschaft war mir wichtig: Was hat Israel vom Neuen zu erwarten? Warum haben die vertrauenswürdigen Politikwissenschaftler Daniel Pipes und Guy Millière vor Obama gewarnt?

        Hier zur Erinnerung:
        “As a student of history, I also know civilization’s debt to Islam. It was Islam – at places like Al-Azhar University – that carried the light of learning through so many centuries, paving the way for Europe’s Renaissance and Enlightenment. It was innovation in Muslim communities that developed the order of algebra; our magnetic compass and tools of navigation; our mastery of pens and printing; our understanding of how disease spreads and how it can be healed. Islamic culture has given us majestic arches and soaring spires; timeless poetry and cherished music; elegant calligraphy and places of peaceful contemplation. And throughout history, Islam has demonstrated through words and deeds the possibilities of religious tolerance and racial equality.” (“Obama’s Speech in Cairo“, The New York Times, June 4, 2009)

        Willi Brandt hab ich, wenn auch im Nachhinein, anhand seiner Taten kennengelernt: pas joli-joli. Hier zum Exempel aus:
        Hagai Tsoref/Michael Wolffsohn, „Wie Willy Brandt den Nahost-Frieden verspielte“, Die Welt, 09.06.2013:

        Im Sommer 1973 reist Bundeskanzler Willy Brandt nach Israel. Ministerpräsidentin Golda Meir bittet den Sozialdemokraten, zwischen Ägypten und Israel zu vermitteln. Doch Meir setzt auf den Falschen.

        Bundeskanzler Willy Brandt, als Friedensstifter hoch gelobt, hätte den verlustreichen Jom-Kippur-Krieg vom Oktober 1973 verhindern können. Ohne diesen Waffengang, in dem Ägypten und Syrien vor genau vierzig Jahren durch ihren Überraschungsangriff am höchsten jüdischen Feiertag beinahe Israels Existenz ausgelöscht hätte, wäre die erste globale Ölkrise der Jahre 1973/74, wenn überhaupt, später ausgebrochen.

        Möglicherweise wäre uns die Atomenergiedebatte, jedenfalls in der bekannten Form, erspart geblieben, denn als Reaktion auf das arabische Öl-Embargo, das jenem Krieg unmittelbar folgte, wurde in Europa auf Atomenergie umgeschaltet.

        Hat Willy Brandt aus politischen oder persönlichen Gründen Unterlassungsschuld auf sich geladen? Israels damalige Ministerpräsidentin, die als kompromissloser Falke geltende Golda Meir, war im Sommer 1973 zu einem Frieden mit Ägypten bereit, praktisch alle im Sechstagekrieg vom Juni 1967 auf der Sinai-Halbinsel eroberten Gebiete zu räumen.
        (…) Brandt versagte die Hilfe.

        Erstens, weil er grundsätzlich kein großes Interesse an engen Kontakten zu Israel hatte. Das entsprach (und entspricht bis heute) der Mehrheitsmeinung der SPD-Basis. Einer der Gründe dafür war der 1968 einsetzende Zustrom aus den Reihen der neulinken, außerparlamentarischen Opposition, die zionismusfeindlich war und dem Staat der Juden zumindest skeptisch gegenüberstand.

        Zweitens war Brandt prinzipiell nicht bereit, in Nahost zu vermitteln. Die Bundesrepublik werde sich dabei überheben, meinte er. Drittens übertrug er die von Golda Meir als Chefsache gedachte Initiative dem Auswärtigen Amt (AA), das nicht israelfreundlich war und die arabische Welt favorisierte.
        http://www.welt.de/politik/deutschland/article116955753/Wie-Willy-Brandt-den-Nahost-Frieden-verspielte.html

        Keine vergleichbaren Quellen zur AfD: keine Texte, keine Taten. Tatsächlich nur Bilder, und da und dort gewichtslose Sätze. Ein Riesenunterschied.

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      • Bachatero schreibt:

        Ja, ein Riesenunterschied. Natürlich im Falle von Will und Barak with a modicum of hindsight. Die Stimmen und Bilder brachten damals die Kunde, Barak habe den Nobelpreis für Dingens … aeh Frieden erhalten und „wir“ dachten uns was dabei, z.B. hat das Sinn? Es hatte keinen, jetzt ist’s sonnenklar, aber damals war’s eben nur ein projektives Gefühls- und Gedankensurrogat aus Bilden, Stimmen und Worten (Talking Heads, writing hands), welches eine Frage formulierte. Man könnte sagen, ein Vorurteil, wichtig, unerlässlich, aber Bestätigung verlangend. Na ja und Willi, bueno, lassen wir ihn ruhen, auch wenn er’s sicher nicht verdient, who am I to judge😉 ? Die AfD hat nun noch keine Vergangenheit und man muss sich auf das Vor(aus)urteil verlassen, aber eben ohne historisch-faktische Basis (meine Funkberichte betrachte ich nicht als solche) und auf Impressionen, die zwar mehr umfassen, als tausend Worte, aber eben nicht faktifizierbar sind. Ich schaue mir öfter die alten Filme des 12/1000 Jährigen Reichs an, auf youtube, meistens ja Propaganda, manchmal Doku, wegen der Impressionen. Was ich davon erwarte, ist die Antwort auf die Frage: Möchtest Du (also ich), das so etwas existiert? Die Antwort ist: Nein. Und so ist es auch mit der AfD, obwohl eine Alternative täte D. schon brauchen, aber die Höcker und Störche … da kriege ich Bauch.

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      • schum74 schreibt:

        „Aber was Schmuddeliges, et je dirais même plus Schmuddeliges…“ (Bachatero)

        Ah, Dupont-Dupont, die zwei Hohlköppe aus „Tintin et Milou“! Ein herrliches Duo. Erst jetzt merke ich, wie sehr sie mir gefehlt haben.

        Dupont 1: Schönes Wetter heute!
        Dupont 2: Ich würde noch weiter gehen: Schönes Wetter heute!

        Müller-Müller im Kanzleramt:
        Müller 1: Ein ausgezeichnetes Abkommen!
        Müller 2: Ich würde noch weiter gehen: Ein ausgezeichnetes Abkommen!

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      • Bachatero schreibt:

        🙂 , aber immer heavy on the wire.

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    • Paul schreibt:

      Zu
      schum74 schreibt:
      März 21, 2016 um 12:11 nachmittags

      Keine vergleichbaren Quellen zur AfD: keine Texte, keine Taten. Tatsächlich nur Bilder, und da und dort gewichtslose Sätze. Ein Riesenunterschied.

      Versuche es doch mal hiermit:
      https://correctiv.org/media/public/a6/8e/a68ed5e4-32a8-4184-8ade-5c19c37ff524/2016_02_23-grundsatzprogrammentwurf.pdf

      Herzlich, Paul

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      • Bachatero schreibt:

        Paul, ich lese da heute im Stern (aus versehen natürlich): „AfD distanziert sich nach Escort-Service-Berichten von Kandidatin“ Was nutzt ein Programm, wenn die Partei auf diesem Moralniveau herumbratzt? Da fällt mir die gute alte Saugbürste Ilona Staller (Cicciolina) ein, die von 1987 bis 1992 Mitglied (obwohl ohne) des italienischen Parlaments war, als Ungarin und die AfD findet Escort anrüchig, Heiland hilf. Wenn sie wenigstens Barbara Hendricks, unsere Unterweltministerin, anstoessig fänden, regelrecht ekelig die, dann verstaend‘ ich’s. Aber Escort Service? Santissimo. Ein Programm, also gute Vorsätze, habense ja alle, aber wie sagt Mutti:

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      • Aristobulus schreibt:

        Ah so, die Kandidatin hat einen Eskortischen betrieben. Dachte schon, sie habe aus Not oder Unscheinbarkeit einen in Anspruch genommen (soll’s ja geben!), und der Herr Gysi sei zum Zwecke angedackelt gekommen.
        Weiter hab ich keinesfalls gedacht, denn das hat gereicht.

        Nu ja, in Mecklenburg hat die Dame Andere eskortisieren lassen. Was soll man da Anderes machen? Erst Damen für sich anschaffen lassen, dann Provinzpolitikerin werden. Gehupft wie gesprungen, sagt der Nachtzynist in mir.
        À propos, Dir a gutte🙂

        P.S.
        Die Staller war (ist?, weiß nicht, ob sie isst, obgleich Cicciolina „Dickerchen“ heißt) links und frühgrün, jedoch die Ex-Escortistin aus Mecklenbug ist halbrechts und spätgrau. Nichts Neues unter dem Monde.

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      • Bachatero schreibt:

        Ich alter Escort-Muffel dachte eigentlich, daß die Farbe nicht so zählt, sondern eher die Temperatur im Service Bereich. Noni meint auch. Die Dame? hat wohl den Fehler gemacht einen anstoessigen Hetero Escort anzubieten. Schon eine einzige Midget als Begleiterin und Frauke Petrie ware definitiv out.

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      • Aristobulus schreibt:

        Hieß die nich‘ Heike?
        Und die Midgets, heißen die nicht eigentlich Madge?, also bei Dame Edna (Däjm Eddn’e) saß immer eine Määädge. Wenn Du mich fragst, es fehlen derzeit die Däjm Eddn’es! und vielleicht die Määädges und die Madames de Sévignésu und die Thatchers, sie fehlen ganz schrecklich, denn hier in dieser merkwürdigen Gegenwart sitzen nur Petrischalen und Merkelschatten und G’lumb und Tod&Tojfl und Göring-Eckarts und Killary Clitlers, und dann noch Heidi Klum und Sophia Wollersheim (auf Letzere stieß ich gestern, sie ist schauderhafter als schauderhaft, aber die als Herrscherin hätt‘ was!, alles besser als die Anderen da!, die und die Klumsche und die Veronika Flederbusch als Wirtschaftsüberministerin bitte. Hingegen Hitlery-Murkl-Koth-Madamehollande usw. usf. baaah. BAAAH!!
        Pardon.
        Musste das mal loswerden, so mitten in der Nacht.

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      • Bachatero schreibt:

        Yeah, Bridget the Midget soll auch mal ’ne Chance kriegen – lassmer die Kleinen mal groß rauskommen und nicht immer nur Willow und Burglekutt spielen. Hier kann die AfD sich profilieren, erst mal klein, dann immer groesser. Später, wennse die Mehrheit haben fliegen die Kleinen dann 8kantig raus und Gardemaß ist angesagt, also mindestens so groß wie Burgl … aeh Lucke.

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      • Bachatero schreibt:

        Die Wollersheim gibt es ja wirklich. Edle Maid, wunderschoen ab 2 Promille. Erstrahle Sophie:

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      • Aristobulus schreibt:

        Schauder.
        Dabei sieht sie jetzt doppelschauderpoliert aus, so erfuhr ich gestern, nämlich -> noch’n Bild – daneben ist ein gewisser Bert Wollersheim, ihr besserer Hälftler, der nicht so tut, wie er macht, sondern der so ist, wie er ist. Unvorstellbar irgendwie.
        Und sie ist auch so. Nö, sie ist dreifach so!, weil sie ihn beherrscht.
        Die stehen jeden Tag in irgend deutschen Zeitungen und Zeitschriften, und ihr Wort hat Gewicht. Was sie dafür halten. Nein, nicht was, sondern Worte. Die sie. Dafür. Halten.
        *glubb*

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      • Bachatero schreibt:

        Ok, iss zwar noch früh hier, aber Dir auch a gutte N8.

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      • Aristobulus schreibt:

        (Paul, März 21, 2016 um 10:42 nachmittags)

        Dazu müsste oder könnte ich auch noch was sagen, nämlich bass und immer basser erstaunte Worte des bassesten Erstaunens.
        Weil der Päule mich immer wieder bass und überbasser erstaunt. Schlägt er doch Schum ganz rundheraus und so im Ernst vor, dass sie jetzt doch mal mal das Pdf mit dem Grundsatzprogramm der AfD lesen soll, weil sie zuvor Sätze von denen gewichtslos gefunden hatte. Nichtssagend hatte sie die gefunden. Also hatte sie die wohl nicht gefunden. Weswegen sie sie jetzt finden muss. Ja? Denn Sätze, so Paul, sind Sätze, ja? Aha!
        Worauf Päule flugs die Lösung für sie weiß ihr flugs just diese nichtssagenden Sätze vertraulich anempfiehlt, zum ernstlichen Durchlesen, so mit aufmunterndem Augenaufschlag und ’nem Rippenknuff, nu mach mal, Mädel, lies mal hübsch das hier, tu mal was.

        Also, hélas!, ja morbleu!!, dieser völlg ahnungslose Ernst des Pauls oder dieser Paul des Ernsts erstaunt mich immer wieder bass und am Allerbässesten. Dass der das nicht schnallt? Dass der nicht sieht, wer hier wem das Wasser reichen kann und wer wem wohl nicht?
        Ja weiß der Päule denn nicht, hat sein Vater ihm das nicht beigebracht, dass man z.B., wenn man den Paul Bocuse zufällig auf der Straße sieht, dass man dem Paul Bocuse dann bittschön und beileibe keinen Rippenstoß versetzt, und dass man ihm noch bittschöner auch nicht ganz ernstlich mal so empfiehlt, richtige Mehlschwitze zum Fisch zu machen?
        Weil der Paul Bocuse das wahrscheinlich nicht weiß, wie die geht, die Mehlschwitze. Weswegen der paulsche Ernst ihn anrempelt und ihm das mal ganz vertraulich steckt. Die Mehlschwitze, die konnte Ernsts Oma nämlich am Besten.

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  10. schum74 schreibt:

    Da mein Ruf als Freidenker sowieso ruiniert ist – „Was sagt der Rabbiner, oder gar Schum?“ Unverschämt! ‒ kann ich mit Tojre weiter machen, ja?

    Im Ernst. Es ist nicht so, wie Thomas Ex Gotha vielleicht annimmt, dass den Gegnern mohammedanischer Einwanderung die Völker in den Schlachtgebieten nicht auch leid täten. Wobei man schon nicht weiß, was schlimmer ist: Krieg oder saudi-arabischer Friede; Krieg oder indonesischer Friede etc. Der Mensch durch den Menschen zu Schanden geworden. Das Gute mit dem Bösen in einer Weise verstrickt, dass man sich nicht mehr auskennt. Was ist ein 3 ½-jähriges Mädchen, das vor der Kamera Rede und Antwort steht:

    – Basmallah, do you know the Jews?
    – Yes.
    – Do you like them?
    – No.
    – Why don’t you like them?
    – Because.
    – Because they are what?
    – They are apes and pigs.

    Ein Opfer? Ein potentieller Täter? Wird sie als Gesteinigte enden? Als Ersten-Stein-Werferin? Als beides?

    Wissen Sie, womit sich Adam und Chawa – ja, on y vient ‒ damals im Paradies schuldig gemacht haben? Mit der Annahme, sie könnten ohne Lebenserfahrung erkennen, was gut und böse sei, könnten ohne weiteres das eine vom anderen trennen. Aber wie heißt der berühmte Baum, dessen Frucht sie gegessen haben: Ez ha-Daat Tow wa-Ra. Hier ist das Wörtchen ‚wa‘ (‚und‘) entscheidend. Baum der Erkenntnis von Gut und Böse. Nicht von Gut oder Böse. „Baum der Vermischung“ (arbre de l’emmêlement) nennt ihn richtig nach dem Talmud der Philosoph Claude Birman.

    Um Gut und Böse voneinander zu scheiden, muss man ein Kriterium haben, nicht? Einen absoluten Wert. Wo konnten den Adam und Chawa gewinnen? – Ja, wozu stand der Baum des Lebens wie ein Rückgrat ganz genau in der Mitte des Gartens?

    Ein Midrasch erzählt, dass das ganze Unglück daher rührt, dass Adam und Chawa nicht zuerst vom Ez ha-Chajim, dem Baum des Lebens, gekostet haben. Dadurch hätten sie das nötige Unterscheidungsvermögen erworben, das sie immun gemacht hätte gegen die Früchte des anderen Baums.
    Alles eine Frage der richtigen Reihenfolge. Zuerst muss man Geschmack am Leben bekommen; danach kann man dazu übergehen, mit diesem Geschmack im Mund Gut und Böse zu scheiden. Was dient dem Leben, was dem Tod? Das ist das Kriterium: „U-wachárta ba-Chajim“ – Wähle das Leben.
    „Ihr liebt das Leben, wir lieben den Tod“: Das führt notwendig zu anderen Bewertungen.

    „ER, Gott, ließ aus dem Acker allerlei Bäume schießen, reizend zu sehn und gut zu essen, und den Baum des Lebens mitten im Garten und den Baum der Erkenntnis von Gut und Böse. (…)
    ER, Gott, gebot über den Menschen, sprechend: Von allen Bäumen des Gartens magst essen du, essen,
    aber vom Baum der Erkenntnis von Gut und Böse, von dem sollst du [vorher] nicht essen, denn am Tag, da du von ihm issest, musst sterben du, sterben.“
    (Gen 2, 9; 16-17; Buber /Rosenzweig)

    Schreibt Kant irgendwo: Die Rechtsgelehrten wissen alles vom Recht, nur eins nicht: was Recht sei.
    Was ist der Sinn von Recht, von Gesetz? Antwortet das Judentum – und die westliche Praxis: Sinn des Gesetzes ist die Liebe zum Leben; weshalb die Tora „Ez Chajim“ genannt wird, der Baum des Lebens.

    Den Geschmack von Leben, den Geschmack am Leben, der scheint den Mohämmischen ganz entschieden abzugehen – mit dramatischen Folgen.

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    • Aristobulus schreibt:

      Der Geschmack von Leben und am Leben-. Danke, ma chère (c’est brillant🙂 )

      Also die kleine Basmalla, die sich sicher war, dass Juden Ungeziefer und ekles Getier seien. Das hat sie gesagt, als sie drei war.
      Malala Youssafzai, die gefeierte Nobelpreisträgerin, hat das in dem Alter sicher auch gesagt. Dann wurde sie als Viezehnjährige von Talibanen in den Kopf geschossen, weil sie es wagte, zur Schule zu gehen. Sie erholte sich und setzt sich seitdem für Mädchenbildung unter der Knute des Islams ein. Sie gilt im Westen und einfach überall als Ikone der Frauenbewegung und der Menschenrechte und der Einen Welt. Sie ist eine rührende, herzensgebildete Leitfigur all der Leute, die so sehr ungern zwischen etwas-Guter und etwas Böser unterscheiden, so wie sie überhaupt äußerst ungern die Dinge voneinander unterscheiden. Denn man muss unterscheiden können, ja TRENNEN können, um Dinge miteinander in Beziehung zu setzen!, weil nichts eine Beziehung zu etwas Anderem hat, so lange man es nicht qualitativ oder positionell vom Anderen unterscheidet – also unterscheidet man lieber gar nicht.
      Weil Alles Eins zu sein hat.
      Weil alles gleich zu sein habe.
      Und weil David, dieser listenreiche Besatzer, den armen ausgebeuteten Goliath auf keinen Fall hätte töten dürfen.
      Und weil man ein verdammter Rassist ist, wenn man über die Bereitwilligkeit gegenüber den sog. Flüchtlingsmassen einfach nur Entsetzen übrig hat!, weil ein Herr Müller und ein Herr Al-Masri so wie ein Buch von Al-Qaradawi und eins von Anjem Choudary und eins von Charles Darwin und eins von Karl Popper ja ein und das Selbe seien.

      Also was macht die kleine Basmalla-Malala dann, nachdem der Islam ihr in der Nachfolge von Choudary und Al-Qaradawi gezeigt hat, wer Herr im Hause ist? Unterscheidet sie? Nein. Für die Feministinnen und Menschenrechtler überall, die sie als ‚eine von uns!‘ feiern, besteht kein Unterschied, so wie für Malala Youssafzai kein Unterschied zwischen Gaza und Israel besteht. Ähm?, doch, für sie besteht ein ganz bestimmter Unterschied, denn sie hat vor anderthalb Jahren kein Geld für jüdische, aber sehr viel Geld für gazanische Kinder gespendet, eben für die kleinen Basmallas, damit sie da weiter lernen, was sie selber als kleine Malala gelernt hatte.
      http://www.ynetnews.com/articles/0,7340,L-4585893,00.html

      Und dann hat sie beim Facebook, millionenfach gelesen und in alle Sprachen übersetzt, zum Frieden zwischen den Arabern und den Israelis aufgerufen: Beide mögen ihre Waffen niederlegen.
      Eine neue Bertha von Suttner, Version von anno 2014.

      Jedoch: Choudary- und Al-Qaradawi-Araber haben sie in den Kopf geschossen. Das waren Malala Youssafzais Baum des Lebens und ihr Baum der Erkenntis in Einem.
      Hat sie daraufhin ihre Waffen niedergelegt?
      Nö. Sie hat einfach weitergelebt.
      Aber sie hat nichts davon verstanden, denn sie verlangt von den Juden, denen permanent in die Köpfe geschossen wird, dass sie ihre Waffen niederlegten.
      Warum: Damit sie sich nicht weiter wehren und endlich, endlich alle sterben. Affen und Schweine.

      – Und was ist das überhaupt mit dem Ez-Chajim (Baum des Lebens) und dem Ez ha-Daat Tow wa-Ra (Baum der Erkenntnis, Baum des Vermischtseins und des Entwirren- und Unterscheidenkönnens) im Islam, da, wo die kleine Basmalla und die größere Malala leben?
      Da wird diese Geschichte NICHT erzählt.
      Da gibt es keine Erkenntnis der rein menschlichen Art, denn im Koran steht sehr oft und sehr eindringlich und sehr final vorgeschrieben, dass der Mensch derlei weder könne noch dürfe, bei Strafe des Vernichtetwerdens durch Allah dürfe er’s nichtmal versuchen.
      Weswegen selbst Malala Youssafzai, die sehr wohl zwischen ihrem eigenen Leben und Tod unterschieden hat, beim Nahostkonflikt, um den der Islam der Gegenwart als selbsterklärtes Daueropfer beständig kreist und kreist und kreist!, sich final islamisch weigert, zwischen Angreifern und Verteidigern zu unterscheiden.

      Ähm!, doch, sie unterscheidet. Sie unterscheidet genauso wie die internationalen Menschenrechter und Antirassisten. Sie unterscheidet auf die Art des Korans.

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      • schum74 schreibt:

        Brillant, mon cher!🙂

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      • aurorula a. schreibt:

        „Discriminate“ heißt ja auch unterscheiden, ist das also der Baum der Diskriminierung?

        Spaß beiseite, viele haben wohl so lange gegen Diskriminierung angekämpft daß das umgeschlagen ist in Gleichmacherei, aber da erzähle ich Euch allen nichts Neues.

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      • Gutartiges Geschwulst schreibt:

        @schum74: „Brillant, mon cher!“

        Schließe mich an!

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      • Aristobulus schreibt:

        Schankedön, Gutartigster.

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      • schum74 schreibt:

        Richtig. Es hat Folgen, wenn man die Dinge nicht trennen kann. Das ist der Tod, von dem im Urtext die Rede ist: „denn am Tag, da du von ihm issest, musst sterben du, sterben“.
        Das kommt dabei heraus, wenn man nicht unterscheiden kann zwischen Freiheitskämpfern und fanatischen Mördern; zwischen Religion und Freibrief zu Unterdrückung, Vergewaltigung und Vernichtung.
        Wenn alles grau ist. Dann trifft man auch ein wahnwitziges Abkommen mit der Türkei, das nichts weniger als Tod mit sich bringen wird. Denn das muss man äußerst inkorrekt aussprechen: Die Mohämmer sind vom Tod infiziert; alles, was sie anfassen, stirbt ab: Freude, Neugier, Wissenschaft, Kunst. Deswegen gehören sie nicht nach Europa, sondern in Quaratäne.
        Der Islam ist die schwerste Kugel, die die Menschheit jemals am Bein gehabt hat, urteilte Ernest Renan ganz richtig: « le plus lourd boulet qu’ait jamais eu à traîner l’humanité ». Dank Merkel & Co. werden wir sie Alle schleppen müssen.

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      • Bachatero schreibt:

        Geistig sind sie ja schon in Korantäne. Wie bekommt man den kopfabschneidenden Rest dahin?

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      • Aristobulus schreibt:

        Da müssen wir Frau Eussner fragen, die festgesellt hat, wer die Schtribbn wann, wo und warum in welche Richtung zieht.

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      • schum74 schreibt:

        Politisch inkorrekt auch der Kommentar einer Flore Dancy zum EU-Türkei-Abkommen (Boulevard Voltaire, 20.03.2016):

        « Se faire enc…, oui, mais uniquement par un sultan. On a sa fierté, quand même. »
        – Sich f… lassen, ja – aber nur von einem Sultan. Man hat doch seinen Stolz.

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      • Aristobulus schreibt:

        Wenn wenigstens Sultan Knisch der Einkühlator wäre, ach, man hätt‘ nichts einzuwenden.

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      • Bachatero schreibt:

        LOLazo, wie erregend so richtig enknischt zu werden.

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  11. mike hammer schreibt:

    die frage ist ob man europäische politiker kaufen kann, wie viele und wer das ganze zahlen würde

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    • mike hammer schreibt:

      ich meine die frage die mich umtreibt.

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    • Gutartiges Geschwulst schreibt:

      @mike hammer: „die frage ist ob man europäische politiker kaufen kann, wie viele und wer das ganze zahlen würde“

      Diese Frage ist längst beantwortet, lieber Mike, und wenn ich meine Steuererklärung lese, weiß ich auch wer das ganze bezahlt.

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      • mike hammer schreibt:

        # Gutartigster
        das meine ich nicht.
        ich meine kaufen, bares unterm tisch….

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      • Aristobulus schreibt:

        Zahal (nicht Schieß-Zahal, Journalismus-Zahal) weiß en gros et en détail, wie die gemischte Bestechung durch Petrodollars, Dubai-Aufenthalte, wohldotierte Vorträge und subtilgrobe Drohungen aussieht.
        Bei derlei Plumpsubtilitäten können und wollen wir als Jidn immer nich‘ mithalten🙂

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      • mike hammer schreibt:

        # Aristobulus
        welche Zahal meinst du, die blogende?

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      • Aristobulus schreibt:

        Die bloggt??, wo wo wo?
        Ich kenn sie nur als seltenst hereinschneiend und immer flabbergasting Einsichten habend

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      • Gutartiges Geschwulst schreibt:

        @mike hammer: „das meine ich nicht. ich meine kaufen, bares unterm tisch….“

        Kann es sein, lieber Mike, dass Du die Schamhaftigkeit unserer Politiker überschätzt? Nach meiner Beobachtung verkraften sie auch Bares AUF dem Tisch.

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      • mike hammer schreibt:

        # Gutartister
        😀 ja auf dem tisch, aber wer bezahlt den blödsinn, es benötigt viel anstrengung
        so viel geld und so viel industrie, so viel arbeit und so viel knohow
        vernichte zu können. wer zahlt das, um sonst macht
        es doch keiner, ohne querfeuer läuft
        doch alles tip top, wer
        braucht das???

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  12. mike hammer schreibt:

    # Aristobulus

    das meinte ich und ja wo,
    schnief sie hat mich geschaffen und ich habe sie seit jahren….😦

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  13. mike hammer schreibt:

    # Aristobulus
    das ist mittlerweile in deutschland nicht möglich.
    briten sind da resilienter im bloßsstellen von taqja oder wie man das schreibt.

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  14. Aristobulus schreibt:

    Weiter oben hatten wir eine Diskussion über Joseph de Maistre (1753 – 1821). Da beginnt sie:
    https://numeri249.wordpress.com/2016/03/19/wer-ist-taeter-wer-will-opfer-sein/comment-page-1/#comment-11270

    Ich habe mich mal etwas in de Maistre eingelesen, und siehe da, er war ein geistreich schwatzender, wenngleich präzise rhetorisch schwatzender Widerling, ja er troff von Geist und von Widerwärtigkeit.
    Sowas muss einer auch erstmal fleißig gelernt haben.

    Hier ein Ausschnitt aus seinem Vorwort „Lettres à un gentilhomme russe sur l’inquisition espagnole, par le Comte J. de Maistre“ (1816), Briefe an einen russischen Adligen über die Spanische Inquisition, von dem Grafen de Maistre, der zeigt, wie de Maistre a) tatsächliche und vermutete Staatsfeinde behandelt haben wollte, nämlich gnadenlos, b) dass er Juden und Mohammedaner alle beide als Staatsfeinde sah, nämlich als Feinde der Kirche, der katholischen Ordnung und des Menschengeschlechts gemeinsam, und c), dass er alles guthieß und rechtfertigte, was die Spanische Inquisition getan hat.
    Auch den eliminatorischen Judenhass.
    Und er unterscheidet nicht die Bohne zwischen Juden, die niemanden beherrscht oder gequält haben, und Mohammedanern, die die halbe damalige Welt beherrschten und quälten.
    Diese feindselige Unterschiedslosigkeit führt bis heute eine bestimmte Strömung der katholischen Rechten (Gómez Dávila, das Opus Dei, usf.) fort. Wenngleich sie marginal ist. Aber es gibt sie.

    https://www.google.fr/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=1&cad=rja&uact=8&ved=0ahUKEwi0zP_0l9LLAhVE4XIKHVZxAgIQFggcMAA&url=http%3A%2F%2Fcatholicapedia.net%2FDocuments%2Fcahier-saint-charlemagne%2Fdocuments%2FC339_DE-MAISTRE_INQUISITION_24p.pdf&usg=AFQjCNGY1iDOr4qYRNpKWJPoloDjZId-nQ&bvm=bv.117218890,d.bGQ
    (Übersetzung von mir)

    „… Gegen Ende des fünfzehnten Jahrhunderts hatte das Judentum in Spanien dermaßen tiefe Wurzeln in Spanien geschlagen, dass es den nationalen Baum gänzlich zu ersticken drohte. Die Reichtümer der Juden und jüdisch Versippten (les judaïsants), ihr Einfluss, ihre Bündnisse mit den berühmtesten Familien der Monarchie, machten sie unendlich bedrohlich: Wahrlich eine Nation inmitten einer anderen.
    Der Mohammedanismus steigerte unendlich diese Gefahr; sein Baum war zwar in Spanien umgehauen worden, jedoch die Wurzeln lebten. Es ging darum zu erkennen: Ob noch eine spanische Nation existierte; ob das Judentum und der Islamismus (sic!) gemeinsam diese reichen Provinzen beherrschten; und ob der Aberglaube, der Despotismus und die Barbarei noch einmal ihren entsetzlichen Sieg über die Art des Menschen erringen würden. Die Juden waren fast die Herrscher Spaniens; der gegenseitige Hass strebte seinem Höhepunkt zu; also verlangten die Cortes strenge Maßnahmen. Im Jahr 1391 erhoben sie sich, man veranstaltete ein großes Massaker. Indem die Gefahr jeden Tag zunahm, erfand König Fernando der Katholische nichts Besseres als die Inquisition, um Spanien zu retten. Zunächst lehnte Königin Isabella dies zwar ab, jedoch endlich wurde sie von ihrem Gemahl überzeugt, und Papst Sixtus IV schickte im Jahr 1478 den Gründungsbefehl.
    Erlauben Sie, mein Herr, dass ich für Ihre Gedanken eine wichtige Beobachtung hinzufüge, bevor ich Ihnen Weiteres mitteile: Immer können große politische Übel, ja immer können gerade die gewaltsamen Attacken gegen den Bestand des Staates allein mit derlei gewaltsamen Mitteln verhindert oder zurückgedrängt werden: Diese ist eine der grundsätzlichsten politischen Wahrheiten.
    (…)

    … Man verwundert sich, dass die Inquisitoren die Beschuldigten nach einigen jüdischen oder mohammedanischen Blutstropfen in ihrer Abstammung befragt haben. Was tut es zur Sache?, so fragt man leichthin, was tut es zur Sache, wenn man weiß, wer ein Cousin oder Großcousin eines Beschuldigten ist? – Es tat sehr viel zur Sache, indem die beiden beschuldigten Rassen, deren weitverzweigte Verbindung noch groß und tief im ganzen Staate steckten, notwenigerweise erzittern oder zum Erzittern gebracht werden mussten.
    Man musste folglich den Schrecken in ihren Köpfen hervorrufen, indem man ihnen ohne Unterlass die Verdammung jedes bloßen Verdachts von Judentum oder Mohammedanertum aufzeigte. Es ist ein großer Fehler zu glauben, dass man einen mächtigen Feind nur aufhalten müsse, um sich seiner zu entledigen: Man erreicht nichts, wenn man ihn bloß zum Rückzug zwingt.
    (…)

    Moskau, 1. Juni 1816“

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    • Aristobulus schreibt:

      Oj, Morderationsschleife. Zuviel Ekligkeit?, ah wa, von der kann’s ja nie genug sein. Nur wegen zwei Links.

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    • Bachatero schreibt:

      Joseph de Maistre, Machiavelli, Cäsar und Nebukadnezar (von mir aus auch Prinz Eugen von Savoyen) geht es um eines und nur das: Machtausübung und -erhalt. Der Rest ist pragmatisch variabel, es gibt keine Obergrenze da, wie auch hier. Pappenheimer, aber man muss sie kennen, sonst lernt man es.

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      • Aristobulus schreibt:

        Och, der Prinz Eugen, der edle Ritter, hat immerhin (mit dem polnischen Jan Sobieski) die Türken vor Wien geschlagen, hat er das je erwähnt?, na dauernd. Er hat es ungern nicht erwähnt.
        Machiavell… ich seh das so: Wenn etwas gut für die Jidn ist, dann nützt es auch den Anderen, die guten Willens uw. usf., und deshalb frag ich mich bei diesem oder bei jenem Halbmachiavell so wie bei diesen oder jenen halbschlimmen oder anzschlimmen Ereignissen, ob der/das gut oder schlecht für die Jidn ist. Wenn es gut ist, schadet es dazu keinem Anderen von den Zivilisierten, also ist mir dann auch ein Machiavell Recht.

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      • Bachatero schreibt:

        Bueno, der Niccolò M. hat doch nur seinen Verstand benutzt, um denen mit vielleicht etwas weniger davon, aber dafür mit genug firepower, das Regieren oder an der Macht bleiben zu erleichtern. Eine Art Renaissance Zbigniew Brzezinski, guter Mann, kann man nicht drauf verzichten, wenn man die Welt als Schachbrett sieht.Solange man was abgreifen kann laeuft’s, aber verlaesslich wird’s nie. Da haben die Mächtigen auch keinen Spielraum, watt mutt datt mutt, nicht nur bei Mutti.

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      • Aristobulus schreibt:

        Hmmm, Brzezinski kennt sich mit der Handhabung des Ex-Ostblocks zwar sehr gut aus, aber seit dem Irakkrieg hab ich den Eindruck, dass er in Nahost keine Handhabe hat und falsche Handhaben vorschlägt, weil er Nahost nicht versteht.
        Da hatte es der Niccolò etwas leichter, nicht?, damals war a Fürscht in Florenz halt mental genauso wie a Fürscht in Paris und wieder mental genauso wie a Borgia-Babscht in Rom.

        Heute ist das überaus schwieriger: Merkel bringt plötzlich ihr Land in den Untergang mit Allem, was drin ist, hingegen Putin bringt Leute und Leute und Leute in den Untergang, bloß um sich selbst noch weitere fuffzich Jahre über dem Land zu halten, genauso wie Erdogan, wohingegen die arabischen Clanchefs alles nur Erdenkliche tun, um sich selbst und allen sonst spinnefeind zu bleiben, wegen ihres eigenen menschlichen Allgemeinuntergangs, damit bloß die Leiche des Islams überlebt.

        Hmm, also ist das heute mit den Handhabungen und den Mentalitäten VIEL schwieriger als in der Zeit Machiavellis, weil heute diese Mentalitätsunterschiede viel schwieriger einzuschätzen sind als die damaligen der viel kleineren Welt des 16. Jahrhunderts mit römischen Kardinälen, florentinischen Medici und dem französischen König.
        Machiavelli hat damals alles verstanden, was man verstehen konnte, aber Brzenzinski, so nett und geistig er auch sein mag, aber alles verstehen?, ähm, weniger.
        Mein ich mal so. Ja?

        Gutt N8🙂

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      • Bachatero schreibt:

        So gesehen werden wir das Regieren und Herrschen bald entweder der AI übergeben müssen in einem One World Government (schuhuderrrr) oder der Messias kommt und wenn der nicht, da ja jetzt schon so viele kommen, irgendwer wird schon kommen … hoffentlich erst so richtig, wenn ich gegangen bin. Ich glaube, ich leg‘ mich jetzt auch mal hin, denn eins ist sicher, ICH werde heute nicht mehr kommen.😉

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      • Aristobulus schreibt:

        Come ooon🙂

        Schlaf gutt.

        (Und ich komme einfach nicht zum Pennen, zuviel zu denken derzeit)

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    • Thomas ex Gotha schreibt:

      Joseph de Maistre war, halten wir es fest, nicht nur ein reaktionärer Trottel, sondern auch ein katholischer Unhold. Auf Flaubert ist also ebenso Verlass wie auf, es sei, in aller Bescheidenheit und ohne das Selbstlob mir allzu dickcremig auf die Frühstücksstulle zu schmieren, erwähnt:
      Thomas ex Gotha

      P.S.: Mit dem Phänomen, dass hier ein christlicher Reaktionär nix dabei findet, unterschiedslos Juden wie Moslems zu quälen, mögen sich die Apologeten dieser angeblich aufgeklärten Religion selbst befassen.

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      • Aristobulus schreibt:

        *seufz*
        Thomas, Sie begehen wieder den Fehler, jemanden als Trottel zu sehen, bloß weil er reaktionär ist. Sünde der Unterschätzung, die man sich freilich nur im Kämmerlein leisten kann, weil’s darin um wenig oder um keine Wust geht – aber wissen Sie, da draußen fliegen nichtmal Würste, sondern da fliegt Eisenblei-Uran mit Zackenstacheln galore und so. Als Feldherr da draußen hätten Sie jetzt den linken und den rechten Flügel verloren🙂 , und die Weißen verwandeln Ihren Vorgarten grad in einen großen Krater mit Kartäuserkloster mittendrin. Masel tov.

        P.S.
        Ich frag mich ja seit zwei Tagen, was der Flaubert überhaupt so mit oder gegen de Maistre wollte. Grad Flaubert, der ca. 1862 mit Salammbô einen sehr viel gelesenen und noch sehr vieleren (auf Englisch heißt das vile!) Kolportageroman verbrochen hat, der via Phönizier den Judenhass der für die Antike schwärmenden Boudoirschwärmer noch viel mehr (much more vile) schwärmender befeuert hat.
        Wollte Flaubert bloß auch mal was, oder hat er den de Maistre wohl beneidet?

        P.S.
        Zu Ihrem P.S.: Das ist richtig. Wobei de Maistre darin ganz Stalinist ist, nicht? Er dreht ideologisch alles so hin, wie er’s haben will, um alle Abweichler von der Beamtenlinie zu vernichten, ob sie nun Kleinbauern sind oder Großbürger. Im Grund war de Maistre ein Linkssozialistenextremist. Hatte ich vorher noch gar nicht so gesehen!, danke für den Tip.

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      • Thomas ex Gotha schreibt:

        Um hier noch einmal die Diskussion auszubreiten:
        Aristobulus schreibt:
        März 20, 2016 um 5:20 nachmittags
        „… Joseph de Maistre. (…) Ich weiß über den nur eins, nämlich dass Rudolf Steiner ihn ausgiebig, sehr ausgiebig, ja in ausgiebigster Ausschließlichkeit verdammt hat.
        Wobei ich Steiners Urteil allerdings vertraue.
        Allerdings vertrau ich dem ausschließlich in der Hinsicht, dass just das Gegenteil der steinerischen Meinung richtig sein dürfte.“
        Thomas ex Gotha schreibt:
        März 20, 2016 um 6:25 nachmittags
        „de Maistre: Lieblingstrottel in Flauberts Universalenzyklopädie der menschlichen Dummheit.“
        Aristobulus schreibt:
        März 21, 2016 um 5:54 nachmittags
        „Weiter oben hatten wir eine Diskussion über Joseph de Maistre (1753 – 1821).(…)
        Ich habe mich mal etwas in de Maistre eingelesen, und siehe da, er war ein geistreich schwatzender, wenngleich präzise rhetorisch schwatzender Widerling, ja er troff von Geist und von Widerwärtigkeit.“
        Thomas ex Gotha schreibt:
        März 22, 2016 um 7:21 vormittags
        „Joseph de Maistre war, halten wir es fest, nicht nur ein reaktionärer Trottel, sondern auch ein katholischer Unhold.“
        Aristobulus schreibt:
        März 22, 2016 um 12:39 nachmittags
        „Thomas, Sie begehen wieder den Fehler, jemanden als Trottel zu sehen, bloß weil er reaktionär ist.“

        Kann man gleichzeitig vor Geist und Widerwärtigkeit triefen? Und das auch noch als selbsternannter Reaktionär? Gibt es also irgendwelche Züge an de Maistre, von der Marwitz, Mosebach, die nicht befremden? Und ist „reaktionärer Trottel“ nicht pleonastisch, weil ein Reaktionär sich eben dadurch auszeichnet, dass er die Interessen der eigenen, herrschenden Klasse ignoriert, weil ihm irgendein abgelegtes Heiligtum (Inquisition, Erbuntertänigkeit, tridentinische Messe) unumstößlich erscheint? (Damit Sie übrigens eine Ahnung bekommen, woher der Wind weht: von der Marwitz fürchtete sich vor der Umwandlung Preußens in einen „neumodischen Judenstaat“ und zur mosebachschen Lieblingsmesse gehört auch die Karfreitagsfürbitte für die Juden).

        Flaubert, um auf den zurückzukommen, hat in seiner lesenswerten Universalenzyklopädie Material gesammelt für den grandios gescheiterten Bouvard-&-Pécuchet-Roman. Gewollt hat er nichts, außer Kunst, also alles. Aber wie das so ist, auch an die Mauern seines Elfenbeinturms schwappte ein Meer von Scheiße. Warum soll es ihm besser gegangen sein als den Menschen der Jetztzeit?

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      • Aristobulus schreibt:

        LOL. Danke für Ihr Zitat, nein für meins!, also das von mir jetzt von Ihnen, nein das mit dem Steiner und dem Gegenteil.
        Da steht, dass ich zum Zeitpunkt noch nichts von de Maistre gelesen hatte, nur aus zweiter nein dritter Hand etwas Gebiastes über den Biasser.

        Steiner übrigens kübelte so erbittert gegen le Maistre, weil der einer falschen Form von Esoterik anhänge, wohingegen Steiner naturgemäß die einzig richtige intus hatte. Esoteriker der linken Hand untereinander, die den Anderen als Rechtsgehändeten beschimpfen😀 , also noch lustiger als Linke, die andere Linke als Linksabweichler mal glatt entleiken.

        Und ja, man kann von Geist und Widerwärtigkeit in Einem triefen. Gómez Dávila kann das leider auch, er mischt in deftigklare Aphorismen seine Ressentiments hinein, damit es blendet. Er ist gebildet genug, um das zu können.
        Wer kann das noch: Heinrich Mann konnte das. Heinrich Mann, der den Diederich Hässling so verachtet hat, dass er ihn auf jeder einzelnen Seite seines „Der Untertan“ fertigmacht und mit kaltem Wasser übergießt und ihn kleinmacht usw. usf., und der damit die Lesergenerationen geblendet hat, weil er in diese Orgie aus Verächtlichkeit und Dünkel so viele Schaufeln aus Scheinprogressivismus reingeballert hat.
        Ah, solche…

        Mosebach, der dem von Mullahmorderei bedrohten Shahin Najafi in der FAZ eisig und dünkelhaft in den Rücken gefallen ist, weil er iranische Antiblasphemiegesetze nun mal gut weil kon-ser-va-tief findet, mag junge Studenten und lädt sie zu sich in die Wohnung ein. Immerhin unter Scheußlichkeiten ein netter Zug, der nicht befremdet.

        P.S.
        Flauberts Universalenzyklopädie, das „Dictionnaire des idées reçues“?, der Originaltitel ist besser🙂 , weil menschliche Dummheiten nicht ganz des idées reçues sind.
        https://fr.wikipedia.org/wiki/Dictionnaire_des_id%C3%A9es_re%C3%A7ues
        Bestelle mir das wohl gleich.

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      • Thomas ex Gotha schreibt:

        Gemeint war eher ditte:
        http://www.buecher.de/shop/buecher/universalenzyklopaedie-der-menschlichen-dummheit/flaubert-gustave/products_products/detail/prod_id/12360691/

        Ist vergriffen, aber für n appel und n ei zu haben, antiquarisch, ohne dass man vors Haus muss (irgendetwas Gutes muss das Schwatzmedium ja haben).
        Mit dem Wörterbuch machen Sie aber auch nichts verkehrt.

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      • Aristobulus schreibt:

        Hab’s grad schon antiquarisch in einer Papierbroschur von Aubier aus Paris von so 1930 erstanden, bei Ihbäj für den Gegenwert etwa eines Brots, zweier Liter Milch und eines Sacks Zwiebeln.

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    • Thomas ex Gotha schreibt:

      Rein interessehalber: Stellen Sie das zur Diskussion oder stehen Sie voll dahinter, wenn sich der average white man auskotzt und sowohl seinen Rassismus, indem er allen Drittweltmoslems Frauenhass vorwirft, als auch seinen Frauenhass, indem er Frauen, die ihm nicht passen, als Nutten bezeichnet, präsentiert?
      Wenn ersteres der Fall ist, dürfte meine Meinung (Unfug) Sie vielleicht interessieren, wenn nicht, rate ich zu einer gründlichen Revision des Inhalts der Hausapotheke.
      Nur so als Tipp.
      Dafür nicht.
      Bussi.

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      • Aristobulus schreibt:

        Pat Condells Geist (vor Allem seine Argumente) zu unterschätzen ist nicht nur ein politischer Fehler, Thomas.
        Sehen Sie ihm mal zu, ohne progressive Sortierbrille. Und hören Sie mal, wie er redet. Wenn Sie das Was noch nicht einordnen mögen, nu. Aber das Wie sollten Sie hören. Wen er mag etwa. Er mag die, für die er sich verwendet. Die Anderen mag er auch. Weswegen er sie argumentativ zerschreddert, wie man’s nur kann, wenn man es kann.
        Nicht gehört, das?

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      • mike hammer schreibt:

        # ex
        hinter jedem wort du rassistischer, frauenhassender, selbsthassender white man.

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      • Bachatero schreibt:

        Pat Condell average white man racist? Das wäre schön für uns weiße Rassisten, aber da fehlen noch etliche Generationen Eugenik. Der white average Joe geht wohl eher hier lang.

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      • aurorula a. schreibt:

        @ Bachatero in puncto McDo:
        vor etwa 15 Jahren ging das noch mit Feinripp. Geht schneller und man(n) kann es sich irgendwann anders überlegen…

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      • Bachatero schreibt:

        Ja, die hier tragen sonst immer Feinripp, ist aber gerade in der Wäsche. Sieht aber auch ohne saugut aus.

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      • Aristobulus schreibt:

        😀😀 Lolst.

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      • Gutartiges Geschwulst schreibt:

        @Thomas ex Gotha: „…, wenn sich der average white man auskotzt und sowohl seinen Rassismus, indem er allen Drittweltmoslems Frauenhass vorwirft, …“

        Gewisse Genies werden wohl niemals begreifen, dass der Islam keine Rasse ist.

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      • Aristobulus schreibt:

        Ja, Gutartiges.
        Also keine Rasse. Aber früher?, also nicht mehr eine Rasse sind die jetzt. Denn früher waren sie eine, etwa de Maistre schrieb noch 1816 von „la race mahométane“. Dabei war er ein Moslemhasser (plus Judenhasser), aber war er ein Rassist?, wohl ja, weil er auch von „la race juive“ schrub. Denn die Juden sind ja eine.
        – Huch?!, die Juden eine Rasse?, was sag ich denn da? *überlegt*
        Also, die Juden als Volk sind ungleich deutlicher und ungleich schärfer definiert als die Belgier oder die Luxemburger oder die Kanadier oder die Inder usf. als Völker definiert sind. Wenn es wirklich ein syrisches oder türkisches Volk usf. geben sollte, wenn so deie Definition von Volk aussieht, gut, dann müssen die Jidn ziemlich zwangsläufig eine Rasse sein, nicht? Ja die einzige Rasse. In der Selbstdefinition als Am-Jissroejl ebenso wie in der Fremdefinition als Saujudn.
        Aber…
        Es bleibt also schwierig🙂

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      • aurorula a. schreibt:

        Afghanen sind eine Rasse

        und Araber auch

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      • aurorula a. schreibt:

        … und Araber auch

        Aber unabhängig von Horse and Hound meinen diejenigen die alle anderen als Rassisten beschimpfen mit Rasse meistens Kultur (siehe auch clash of civilisations, z.B. die jüdische Kultur), was eine Religion beinhalten kann, aber nicht muß. Würde ich spontan raten. Also, im Gegensatz zur Diskriminierung aufgrund der Herkunft, was ja Rassismus wäre. Oder sie setzen die anderen Bedeutungen für Herkunft hier als Synonyme ein – egal ob sie wirklich dasselbe heißen oder dann doch nicht.

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      • Aristobulus schreibt:

        Im Englischen heißt race einfach neutral „die Art, das Genre, diese Gruppe oder jene Gruppe“, nicht? In der englischen Literatur, auch der wissenschaftlichen, waren race etwa die Leute aus Shropshire. Ist das jetzt noch so, oder ist man ein Rassist, wenn man freundlich „the bavarian race and mentality“ schreibt?

        Ich denke, dass die Verwechslung von race mit Rassismus neuen Datums ist. Sprache ist alt und meist unbedenklich, erst Bedenken machen sie zu etwas grundsätzlich Bedenklichem und zu Regelndem. Von Menschenrassen hat als Erster ein Johann Christoph Blumenbach aus Göttingen (1752) geschrieben, vorher niemand. Blumenbach meinte nicht, dass Helläutige besser oder nur anders seien als Rothäute. Aber Rasse als irgend Unterscheidungsmerkmal war nun in der Welt, und in Afrika, in Arabien und in den britischen Kolonien gab es Sklaverei… deren Befürworter sofort gleichzogen und was über Rassenunterschiede im Sinne von Qualität schwatzten.

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      • aurorula a. schreibt:

        Heutige online-Wörterbücher (z.B: http://dict.leo.org/ende/index_en.html#/search=race&searchLoc=0&resultOrder=basic&multiwordShowSingle=on ) schreiben außerdem noch Gattung (biologisch). Das, denke ich, wird unter dieselben Voraussetzungen wie „have a gay old time“, „awful and artificial“ oder „the origin of species … in the struggle for life“ fallen. Awful and artificial hieß man ehrfurchtgebietend und kunstfertig – heute heißt es fürchterlich und künstlich – der Origin war mal die Entstehung und nicht der Ursprung und the struggle for life wurde vom Daseinswettbewerb zum Kampf ums Überleben. Gay sowieso. Alles nur durch ein Bißchen Zeit.

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      • Bachatero schreibt:

        Bevor er sie sozusagen eigeracet hat, hießen sie da nicht einfach Völker oder Stämme oder vielleicht Klans und gaben sich selber Namen oder wurden von anderen irgendwie genannt: Das Volk der Papuas, der Sorben, Elben, Seapeople, Münsteraner (die Russen lass‘ ich wegen Mikes schwieriger Zeit mal weg) Chicautecumas, Schwarzfuesse (sehr rassistisch), Gongmolen, Kalmuecken, und so weiter. Die Neger hat’s allerdings nie gegeben, nur Stämme wie Kunta Kinte, Omabongo, Hottentotten und jetzt siegreich die Zulu-Kaffern, obwohl Kaffern oder Kaffirn simmer ja alle in den Augen der Ismaeliten oder, wie von Rasissten immer wieder mit pejorativer Intonation gesagt, Mohaemmer.

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      • Aristobulus schreibt:

        … vorher gab es den Ausdruck „Blut“, jemand sei norddeutschen oder walisischen Blutes, ein völlig neutraler, nicht wertender Ausdruck. Nur ein paar mächtige Geisteskranke wie die Spanische Inquisition forderten „la limpieza del sangre“, Blutreinheit.

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      • Gutartiges Geschwulst schreibt:

        @Aristobulus: „…, etwa de Maistre schrieb noch 1816 von “la race mahométane”.“

        Himmel! Dann steht de Maistre (ein reaktionärer Trottel) ja in geistiger Nähe zu …

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      • Aristobulus schreibt:

        Lol!
        Tjaaa, irgendwie verwechseln manche Manches (man schreibt es anders herum groß?, müsst‘ schoo‘, oder doch wieder beides klein oder beides groß?, ich verwechsel das immer.)

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    • Aristobulus schreibt:

      Wuah. Pat Condell in gepfefferter Höchstform (in voller Rage des Unabhängigen gegen die ressentimentgeladenen verheuchelten Seelenzwerge), zum groß an die Wand hängen jeden Satz, ach jedes Wort sitzt.

      Wieso zum Geier sind Leute wie Pat Condell, Bill Maher, Jon Stewart, Ayaan Hirsi Ali, Wafa Sultan, Salman Rushdie, Henryk Broder, Sam Harris, Ami Horowitz, Guy Millière, Eric Zemmour, Brigitte Gabriel, der Professor David Starkey usw. usf. nicht Regierungsschefs und Vorsitzende und Leiter von Universitäten und Fernsehsendern?
      Verdammich, statt dessen herrschen die Abbasse und die Ban-Ki-Mondsüchtigen und die Hollandes und die Heiko Unmaßes und die Judith Buttlers über die Sümpfe, die sie gegraben haben und die sie weiter und weiter einnässen.

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      • Aristobulus schreibt:

        Wem Pat Condells Stil zu wütend ist, dem sei der ironische (warmherzige!) Skeptiker Bill Maher empfohlen. Möglich, dass es eine Frage des Stils oder der Prägung ist, wie man auf welchen Stil reagiert.
        Übrigens ist Maher als großer Hirnakrobat mit Condell über dessen Islam-Frauenhass-Thema völlig einig. Er hat nur einen Stil am Leibe, der vielleicht leichter zugänglich ist.

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      • aurorula a. schreibt:

        Wieso zum Geier sind Leute wie Pat Condell, Bill Maher, Jon Stewart, Ayaan Hirsi Ali, Wafa Sultan, Salman Rushdie, Henryk Broder, Sam Harris, Ami Horowitz, Guy Millière, Eric Zemmour, Brigitte Gabriel, der Professor David Starkey usw. usf. nicht Regierungsschefs und Vorsitzende und Leiter von Universitäten und Fernsehsendern?
        Kurze Antwort: weil sie vernünftig sind, nicht über Leichen gehen und für sich selbst denken können.
        Lange Antwort: weil sie vernünftig sind, nicht über Leichen gehen und für sich selbst denken können, und das macht allen denen Angst die in der einen oder anderen Form bestimmen können, wer einen solchen Posten bekommt. Regierungschefs werden gewählt und möchten nicht abgewählt werden, Universitätsprofessoren sind auf Forschungsgelder (und Drittmittel) angewiesen und wollen die nicht verlieren, Fernsehsender möchten … streicht das, sind abhängig von der Regierung oder Drittmitteln … Jedenfalls, wem es um die Sache geht, der ist zu vernünftig oder zuwenig ehrlos um sich mit allen Mitteln zur Wahl zu stellen / um Gelder zu bewerben / seinen Geldgebern nach dem Mund zu reden und tut es deswegen nicht. Weswegen dann die drankommen, die es doch tun.

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      • Aristobulus schreibt:

        🙂

        Da gab es mal ein epochemachendes Buch von Jean Delumeau, „Die Angst im Abendland“, übers vierzehnte Jahrhundert. Aber den zweiten bis mindestens siebzehnten Band wird Delumeau nie schreiben, obwohl sie viel notwendiger sind als bloß der erste. Darin müsste es um die Angst im Abendland vor der Freiheit und vor dem unabhängigen Denken bis 2016 gehen.

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  15. mike hammer schreibt:

    Europa wird vergewaltigt weil es von Schlampen beiderlei Geschlechts regiert wird.

    das ist die antwort europäischer aussenpolitik,
    wer, wer kann es denn den barbaren
    verdenken das sie hausen
    wie die mohamedaner.

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  16. schum74 schreibt:

    Das Motto aus der « Correspondance de Grimm » (Juni 1772), das Joseph de Maistre seiner Verteidigung der Inquisition voranstellt, bescheinigt Toleranzpredigern und dem Ersten unter ihnen, Voltaire, sträfliche Blauäugigkeit.

    Was für ein Missverständnis! Voltaires Toleranz hat niemals Juden und Katholiken eingeschlossen. Seine Toleranz galt nur den ganz Fremden – Chinesen, Indern … und Mohämmern.

    Man vergleiche die Portraits der zwei Religionsstifter Moses und Mohammed in Voltaires irreführend „Essay über die Sitten“ genannter Universalgeschichte aus dem Jahr 1756.
    Aus: Voltaire : Essai sur les mœurs, Ed. R. Pomeau, Garnier 1963:

    Über Moses (Einführung, Band I, S. 139):

    « Qu’est-ce en effet qu’un vieillard de quatre-vingts ans pour entreprendre de conduire par lui-même tout un peuple, sur lequel il n’a aucun droit ? Son bras ne peut combattre, et sa langue ne peut articuler. Il est peint décrépi et bègue. Il ne conduit ses suivants que dans des solitudes affreuses pendant quarante années : il veut leur donner un établissement, et il ne leur en donne aucun. »

    [Was ist in der Tat ein Greis von achtzig Jahren, dass er es selbst unternehmen sollte, ein ganzes Volk zu führen, auf das er kein Anrecht hat? Sein Arm kann nicht kämpfen, und seine Zunge kann nicht artikulieren. Er wird als hinfällig und stotternd gezeichnet. Er führt seine Anhänger nur in schreckliche Einöden vierzig Jahre lang: Er will ihnen eine Niederlassung verschaffen, und verschafft ihnen keine.]

    « un peuple, sur lequel il n’a aucun droit » ‒ ein Volk, auf das er kein Anrecht hat: Ist es nicht herrlich? Nicht genug damit, dass der Jud‘ fremde Kinder für seine Mazzen raubt, jetzt raubt er schon ein ganzes Volk! Und zwar das eigene.
    Wer hat denn ein „Anrecht“ auf dieses Volk? Pharao? Die entlaufenen Sklaven unterstehen sich, die Ägypter um ihr Menschengut zu berauben?

    Über Mohammed (Kap.VI, Band I, S. 256):

    « Il vécut obscur avec sa première femme Cadige jusqu’à l’âge de quarante ans. Il ne déploya qu’à cet âge les talents qui le rendaient supérieur à ses compatriotes. Il avait une éloquence vive et forte, dépouillée d’art et de méthode, telle qu’il la fallait à des Arabes ; un air d’autorité et d’insinuation, animé par des yeux perçants et par une physionomie heureuse ; l’intrépidité d’Alexandre, sa libéralité, et la sobriété dont Alexandre aurait eu besoin pour être un grand homme en tout.

    L’amour, qu’un tempérament ardent lui rendait nécessaire, et qui lui donna tant de femmes et de concubines, n’affaiblit ni son courage, ni son application, ni sa santé : c’est ainsi qu’en parlent les contemporains, et ce portrait est justifié par ses actions. »

    [Er lebte unerkannt mit seiner ersten Frau Chadidscha bis zum Alter von vierzig Jahren. Erst mit diesem Alter entwickelte er die Begabungen, die ihn seinen Landsleuten überlegen machten. Er besaß eine lebendige und starke Beredsamkeit, kunstlos und ohne Methode, so wie die Araber sie brauchten; eine autoritäre und einschmeichelnde Art, noch verstärkt durch stechende Augen und glückliche Gesichtszüge; die Unerschrockenheit Alexanders, seine Großzügigkeit, und die Enthaltsamkeit im Trinken, die Alexander gefehlt hatte, um in allem ein großer Mann zu sein.

    Die Liebe, die seinem heißen Temperament geschuldet war, und ihm so viele Frauen und Konkubinen einbrachte, schwächte weder seinen Mut ab, noch seine Beharrlichkeit, noch seine Gesundheit. So reden von ihm die Zeitgenossen, und dieses Porträt wird von seinen Taten gerechtfertigt.]

    Sieh an: Der schwächliche und impotente Voltaire – doch, das weiß man; damals fand niemand was dabei, öffentlich von seiner Impotenz und Darmtätigkeit zu reden ‒ bewundert muskulöse und enkülierfähige Männer.
    Ja, Voltaire hat das islamfeindliche Stück „Mahomet“ geschrieben, aber man muss es ihm glauben, wenn er sagt, dass er dem Christentum nicht anders beikommen konnte. Jesus kam natürlich nicht in Frage, und das sog Alte Testament lag unter den Fittichen der Kirche.

    „Die feindselige Unterschiedslosigkeit führt bis heute eine bestimmte Strömung der katholischen Rechten“, merkt Aristobulus an. Die Unterscheidung zugunsten der Mohämmer führt bis heute so gut wie alle Progressiven.

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    • Aristobulus schreibt:

      Voltaire war ein progressives Herzchen sondergleichen: Er setzte sich nur dann zum Schein für die Jidn ein, wenn er den Moses als sinnlosen, irrenden, antisemitischen Greis beschimpfen konnte.
      So, wie Du es feststellst (genial, wie Du immer punktestgenauestens die relevanten Stellen ausgräbst!) : Voltaire knirschte Angesichts der jüdischen Sklavenselbstbefreiung. Er hatte schlaflose Nächte deswegen. Ah, er hätte so gern noch anno 1756 diese Saujudn als ägyptische Sklaven gesehen.
      Aber das hätte ihn auch so beschäftigt. Er hätte einen Weg gefunden, nicht?, um zweifelsfrei zu beweisen, dass die Judensklaven die Pyramiden falsch gebaut, die Bilder von Isis und Osiris ganz falsch gemalt, das schöne alte Memphis und die schöne hellenistische Stadt Alexandria entsetzlich verjudet und bis 1756 den notwendigen Aufschwung der ägyptischen Lumières ganz perfid verhindert haben.
      Um sich weiter Nachts knirschend zu wälzen, befürchtend, dass die paar übrigen Jidn im Elsass (Frankreich war sonst judenrein gemacht) die voltaireschen Lumières wie die voltaireschen Gedärme morgen früh in aug-um-augischen, wucherischen Einöden ersticken werden.😈

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  17. mike hammer schreibt:

    Arabs are kindly asked To collect their 🐪 🐪 🐪 And 🐐 🐐 🐐 And 🚸 🚸 🚸 And return to Arabia Now!

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  18. schum74 schreibt:

    Die Achse des Guten zitiert einen Tweet der Co-Chefin der Grünen Jugend in der Schweiz Irina Studhalter (22.03.2016, 10:09 Uhr):
    „Ich habe Angst. Nicht vor dem Islam, nicht vor Terror – sondern vor der rechstspopulistischen Hetze, die folgen wird.“

    Nun, ich habe keine Angst vor Anschlägen – entweder aus Mangel an Phantasie oder aus stoischer Einsicht in die Notwendigkeit –, doch mich beunruhigt die Weigerung der meinungsmachenden Klasse, sich der Wirklichkeit zu stellen. Wie viele Tote gehen auf das Konto der „rechstspopulistischen“ Hetzer? Brüssel: Das waren wieder sie?

    Paul, ich habe mir einen Videofilm angesehen, den Ceterum censeo bei Buurmann („Eine Alternative für Deutschland“, TiN, 14.03.2016) gestellt hat. Darin interviewt Regisseur Imad Karim die AfD-Vorsitzende Frauke Petry. Und wissen Sie, was schmerzlich auffällt? Dass Petry so konturlos erscheint; nett und bar jeder Persönlichkeit. Was sie sagt, ist nicht einmal falsch; es ist nichts. Dazu kein lebendiges Wort, keine Intonation, die ihr eigen wäre. Keine Präsenz.
    Das soll eine Parteiführerin sein? Und auch noch in dieser Zeit? Imad Karim, der ist präsent. Aber der stellt sich nicht zur Wahl, nee?😉
    Diese Alternativlosigkeit zu Merkel & Co, die kann wirklich Angst machen.

    http://tapferimnirgendwo.com/2016/03/14/eine-alternative-fuer-deutschland/

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    • Bachatero schreibt:

      “ … doch mich beunruhigt die Weigerung der meinungsmachenden Klasse, sich der Wirklichkeit zu stellen.“ Das sieht aus „unserer“ Perspektive so aus. Die brauchen sich weder zu weigern, noch zu irgendwas zu zwingen, alles natürlich und konsistent. hatten wir ja schon mal (unser tägliches Reich 12/1000 gib uns heute, sorry). Sonst könnte man ja auf Einsicht hoffen, aber so nicht.
      Apropos Gesichter Stimmen … die AfD hat bisher, nach meinem Bildschirm, weder ein politiktaugliches Gesicht, noch eine solche Stimme angelockt oder hervorgebracht und auch der Mangel an Hirnstoff der politischen Art ist nicht festzustellen. Parteiprogramme sind was für Buchhalter, Paul freut sich darüber. Politiker sind Menschen, die vor Menschen stehen, die können nicht von Programmen, sondern die müssen von Menschen reden, dann mögen sie Fluch oder Segen sein, aber die AfD …?

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    • Aristobulus schreibt:

      Ja. Nicht ein einziger Charakterkopf fällt in der AfD auf, geschweige denn ein Gesicht. Nicht einmal einen Anticharakterkopf wie Donald Trump hat man da.
      Wie bei den Pegidisten, nicht?
      Weswegen beide Grundsatzprogramme nur Worte auf Papier sind.

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  19. schum74 schreibt:

    Aristobulus,
    à propos Bocuse/Mehlschwitze. Ein Hochstapler, der sich als Chemie-Professor ausgab und in der Rolle brillierte, wurde durch einen dummen Zufall ertappt und festgenommen. Fragte der Untersuchungsrichter: „Sie haben von Chemie doch keine Ahnung. Hatten Sie all die Jahre keine Angst, sich zu verraten?“ – „Wer fragt schon einen Chemie-Professor nach der Formel für Salz?“, gab der Delinquent lächelnd zurück.

    PS. Wie geht Mehlschwitze?

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    • Bachatero schreibt:

      … er hätte noch dranhängen sollen: „… und einen Richter nach Gerechtigkeit.“

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    • Aristobulus schreibt:

      Mehlschwitze. Also Bocuse macht Mehlschwitze🙂 , bloß nennt er sie anders, weil er als Mehl wahrscheinlich zermahlene Alfalfasprossen nimmt, und als Butter einen Olivenöl-Fond.
      Wer würde es wagen ihn zu fragen, wie Mehlschwitze als Mehschwitze geht?

      Schum, nimm Butter und brate Mehl darin, bissele Salz dazu, das ergibt Mehlschwitze (die Basis für weitere Soßen, aber essbar auch als Basis). Stammt aus Mangelzeiten, das, als man nichts oder wenig Frisches hatte, etwa keine Eier und keine crème fraiche und kein gutes Öl, und als man Schwerarbeiter ernähren musste: Butter und Mehl hatte die Hausfrau aber (es gab dazu Klöße, Kohl, Graupen, eingelegte dicke Bohnen, ab ca. 1800 Kartoffeln).

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  20. mike hammer schreibt:

    brüssel 2014 Arabophiele Demonstrieren gegen Israel im Flughafen Brüssel.

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    • mike hammer schreibt:

      2016 Araber demonstrieren im Flughafen Brüssel den Islam

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      • mike hammer schreibt:

        die EU reagiert völlig rücksichtslos

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      • Bachatero schreibt:

        Das ist doch die Mockerini (Margarini ist auch schön fettig) und das Lächeln gibt ihre den letzten Schliff.

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      • Aristobulus schreibt:

        Aus der Margharini muss man Mehlschwitze machen.
        Sie ist schrecklich unfähig in mehrfacher Hinsicht… jemand, der/die 1) mitten in einem Krieg öffentlich in Tränen ausbricht, ist ganz ungeeignet, um öffentlich aufzutreten. 2) Ferner hat sie als EU-Außenministerin etwas zu den Terroranschlägen gesagt; wie KANN sie?!, das muss der Premier-, Innen- oder Justizminister machen oder der Regierungssprecher.
        Weswegen es sich um amtsfernes Geschwätz handelt, wenn dann der Außenminister was sagt.
        Zumal das, was sie tatsächlich gesagt hat, schlimmer war als irgend Geschwätz: Es war ein Friedens- und Einknickgeweine an die Adresse der Angreifer.

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      • Bachatero schreibt:

        Von den Formalitäten mal abgesehen, diese abstoßende Tränenmasche, die Schwitzerini hingelegt hat, kommt anscheinend immer mehr in Mode bei den Politicos, genderunabhängig. An sich ja konsequent, wer nix zu sagen hat, der tut’s und weint dazu (oder darüber). Liegt im Trend. Eigentlich tut ja die Bildberichterstattung auch nichts anderes.

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      • Aristobulus schreibt:

        Aber sowas von.
        Wetten, dass Mehlerini bei ihrem Anfall nicht die 31 Zerfetzten und 300 Verletzten, sondern nur sich selbst gemeint hat?
        Weil sie doch selber jetzt so in Gefahr ist. Und sie hat doch gar nichts getaaan. Sie hatte sich nur mit Arafat eingelassen. Wegen des Friedens.

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      • Bachatero schreibt:

        Da kannst Du 1 Liter Bocuse Mehlschwitze drauf trinken und dabei ihr Lächeln degustieren, dann verschwinden alle Zweifel.

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      • Aristobulus schreibt:

        *degustier’*😀

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      • schum74 schreibt:

        Wie sagte der zu Unrecht vergessene Freud-Zeitgenosse Pierre Janet: Nicht weil der Patient weint, kann er nicht reden; er weint, um nicht zu reden.
        Das Beste, was Tolerini tun kann.

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      • aurorula a. schreibt:

        Gemischt mit ein Bissl Zynismus von der nicht-netten Sorte nennt man das heutzutage „Kommunikationsheuler“.
        Teilweise auch dann, wenn es sich um echte Verzweiflung handelt. (Die Interna zu dem Fall kann ich nicht so umschreiben daß nicht mal diejenige selbst sich erkennt, jedenfalls habe ich das Wort zuerst vor ein paar Jahren gehört im Zusammenhang mit einem Mobbingfall in dem am Ende der Gemobbten gekündigt wurde – als Underperformer oder was auch für eine Begründung sie dann aus dem Hut gezogen hatten. Das Wort beschrieb dann die Tränen, die Ihr deswegen gekommen sind.
        Seitdem reagiere ich leicht fluchend auf den Begriff oder ähnliche Beschreibungen.)

        Moggelini ist einfach nur eine schlechte Schauspielerin für Krokodilstränen, da gibt es nichts dran zu deuten. Da tut sie rein für die Kamera, genau wie in Pallywood.

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      • aurorula a. schreibt:

        Nachklapp: vielleicht ist das auch einfach ein Realitätsschock – daß das was bis jetzt TV-Reality* war plötzlich ihr auch passieren kann (wie es Ari oben schon schreibt). Solange das nur anderen passiert ist konnte sie sich ja die Illusion erhalten daß die irgendwas „falsch“ gemacht haben was sie natürlich richtig tut.
        Dann kanns ihr plötzlich auch passieren.
        (*TV reality = Zitat aus einem Song)

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      • Aristobulus schreibt:

        Auch ’ne Sichtweise: Die Torterini als Patientin. Ah, so isses.
        Die ganze EU-Verwaltung als konfabulierend-kunstdepressiver Haufen.
        Wer wird denen wieder aufhelfen? Ach.

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    • mike hammer schreibt:

      es folgen die üblichen bilder in arabien

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  21. schum74 schreibt:

    Der französische Philosoph Pascal Bruckner zum Thema „Wer ist Täter, wer will Opfer sein?“ (Le Figaro, 23.03.2016 : « L’islam radical exporte sa sale guerre dans le monde entier » – Der radikale Islam exportiert seinen schmutzigen Krieg in die ganze Welt):

    « L’État islamique dit explicitement profiter des mouvements de réfugiés pour infiltrer des militants. Même s’il s’agit d’un pourcentage infime, les conséquences peuvent en être épouvantables. La générosité ostentatoire de Mme Merkel va sans doute permettre à des tueurs de s’installer chez nous pour préparer tranquillement leurs actes. Elle aura malgré elle joué le rôle d’idiot utile du terrorisme. J’ai parfois l’impression d’être dans la série Homeland. Dans la dernière saison, nous suivons la préparation d’un attentat à Berlin par des réfugiés syriens. Le délire fictionnel des scénaristes hollywoodiens se rapproche de la réalité que nous vivons. La crise des réfugiés a ceci de tragique qu’elle nous écartèle entre le devoir d’humanité et la paranoïa, la crainte légitime de faire entrer sur le territoire des émissaires de la mort. »

    [Der Islamische Staat sagt ausdrücklich, dass er die Migrationsbewegungen nutzt, um Kämpfer einzuschleusen. Auch der geringste Prozentsatz kann schreckliche Folgen zeitigen. Die ostentative Großzügigkeit von Frau Merkel wird vermutlich Mördern ermöglichen, sich bei uns niederzulassen, um ihre Aktionen in aller Ruhe vorzubereiten. So wird sie unwillkürlich die Rolle des nützlichen Idioten des Terrorismus gespielt haben. Manchmal habe ich den Eindruck, in der Homeland-Serie zu sein. In der letzten Staffel verfolgen wir die Vorbereitung eines Attentats in Berlin durch syrische Flüchtlinge. Der Fiktionswahn der Hollywood-Drehbuchautoren nähert sich der Wirklich, in der wir leben. Das Tragische an der Flüchtlingskrise ist, dass sie uns zwischen Humanitätspflicht und Paranoia spaltet, sprich der berechtigten Befürchtung, Todesboten in unser Gebiet hineinzulassen.]

    Nun, die Gefahr ist umfassender, wie Bruckner selbst in Büchern und zahlreichen Artikeln erklärt hat, und im heutigen Figaro-Interview erneut erklärt: Die Gefahr droht von der zunehmenden Islamisierung, d.h. Barbarisierung der europäischen Gesellschaften.
    Die finsteren Gestalten, die vor drei Tagen in Molenbeek bei der Festnahme des Terroristen Abdeslam die Polizisten mit Steinen empfangen haben, sind nicht als Merkel-Gäste gekommen. Sie sind das widerliche Ergebnis des 1973 von Georges Pompidou und Willy Brandt („who am I to judge?“) eröffneten „Dialogue Euro-Arabe“.
    „Molenbeek ist eine Art Gaza geworden, eine Art Mossul mitten in Europa“, stellt Pascal Bruckner fest. Je dirais même plus…

    http://www.lefigaro.fr/vox/societe/2016/03/22/31003-20160322ARTFIG00314-pascal-bruckner-l-islam-radical-exporte-sa-sale-guerre-dans-le-monde-entier.php?redirect_premium#figp-author

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  22. Bachatero schreibt:

    “ … malgré elle joué le rôle d’idiot“, klar, Idiot will sie nicht spielen, aber das Andere wohl bei vollem Bewusstsein, da kann ich sie nicht entschuldigen. Unbewusst kann ja nicht sein, denn sonst wäre sie ja Klofrau im Parlament und nicht Kanzlerin. Hast Du was gegen Klofrauen, Bachatero?

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      • Aristobulus schreibt:

        Merkel, das doppelte Gegenteil einer Klofrau: Eine Klofrau schuftet, damit’s sauber ist. Hingegen Murkl lässt ihre Dinge sausen, damit überall schmutzige Dinge kleben bleiben

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      • aurorula a. schreibt:

        Merkel, das doppelte Gegenteil eines Gärtners:
        Der Gärtner schaut drauf daß nix chaotisch ins Kraut schießt, damit es sich im Garten gut leben lässt – Merkel schaut nirgends drauf, bekommt das Chaos und die Schüsse; und deswegen läßt es sich in Merkel-Land nicht mehr gut leben.

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      • Bachatero schreibt:

        Ich bin kein Pyschologe und habe auch keinen besten Freund, der einer ist, aber Gesichter haben es mir seit je her angetan. Wenn ich Merkels Gesicht auf dem Schirm sehe, dann, um im Bild des Purim zu bleiben, fällt mit Mike Hammers vollgekotzter Vorgarten ein. Pu Rim sagt: Mit 60 hat jeder das Gesicht, dass er verdient. Ich glaube, nicht mal das verdient sie.

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      • Aristobulus schreibt:

        Aber ja!, Gesichter. Etwa das Provinzgesicht des Martin Schulze, so eitel und immer noch mitten aus Würselen. Oder das Murklgesicht, der Verfall, er kam schnell. Oder wie sie reden, wie sie formulieren: Merkel hat immer einfach formuliert, aber seit ihrem zunehmenden Verfall formuliert sie irgendwie gar nicht mehr. Simpel war mal, jetzt herrschen Gestammel und der reinste Nichtdenk.

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      • Bachatero schreibt:

        Merkel ist eine Format-Midget, die Sache hat sie, der Dr. kann da nicht helfen. Neben Maggie würde sie zu allerlei Arten von Staub zerfallen. Ein greisliches Weib.. Ich sage immer, Noni, geh‘ nie in die Politik, sonst wirst Du wie Merkel. Das zieht.

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      • Aristobulus schreibt:

        Merkel-the-brown-dwarf. Zu was Thermonuklearem kam’s Mangels Substanz nicht. Solche Anhäufungen kümmern dann vor sich hin über zwei oder drei Millarden Äonen, und kleine Planeten kriegen die auch nicht hin.
        Also jede Klofrau kann das besser. Die weiß, was wegzuräumen ist. Merkel jedoch räumt nichts, nichtmal was weg.

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      • Bachatero schreibt:

        Ich habe nix gegen Klofrauen, eine meiner besten … also diejenigen, die ich kenne gucken einen beim Rausgehen immer so komisch an und sitzen nur da, als ob sie rein zufällig da aufm Klo sitzen täten, vom Schicksal vorübergehend dorthin geweht … ich wusste gar nicht, dass die auch arbeiten … das Tellerchen halten sie aber immer peinlich zwischen 30 und 50 Pfennig, die psychologisch ungeschickteren auch bei 0.

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      • Aristobulus schreibt:

        Neulich auf dem schottischen Klo (beim McDonald’s) hatte sich da einer verschanzt, der so aussah, als würd er sich gleich entblößen, drei Becken rausreißen oder sich in die Luft sprengen. Hab ich also beim Rausgehen der Klofrau (sie hatte vierzig Cent auf dem Tellerchen) gesagt, dass da hinten einer. Sie guggte wirklich ganz komisch, dann.

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      • Bachatero schreibt:

        Wie die Zeit vergeht, ich bin noch bei Pfennig und die Klofrauen schon bei Zent. Da fühlt man sich ja echt alt.😉

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      • Aristobulus schreibt:

        … ach, für virrzich Fennich bekam man damals ein anständiges Eis, nicht?, oder mindestens drei Rollen Klopapier, wohingegen man jetzt für virrzich Zent fast nix bekommt, obwohl die ja achtzich Fennich Wert sein sollen. Komisch, es sei seitdem keine Inflation gewesen, liest man. Sagt einem auch jede Klofrau so. Aber trotzdem mussde für einen mittleren Billigeinkauf etwa das Doppelte bezahlen wie 2001 im Dehmarcken.
        Nur französische Fayencen ausm achtzehnten Jahrhundert beim Ebay kosten fast nichts mehr. Bitte?, vor 2001 kosteten die in Auktionshäusern mindestens wie sieben vermögende Kloschüsseln. Jetzt kriegste welche für füffzehn Euronen, doch!, mit Blumen bemalt von Joseph Hannong aus Straßburg so 1770, großer Blumenmaler, der!, ganz großer, der. Vor der Euro-Zeit (ob’s was damit zu tun hat?, ach immer diese Diffuszusammenhänge, die vielleicht keine sind) hättste dafür siebzehn Kloschüsseln als Anzahlung geben müssen.
        Da musste eine alte Klofrau lang-lange für klo-en.

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      • Bachatero schreibt:

        Erstaunlich, das mit den Fayencen, aber es wird am Untergang des Abendlandes liegen. Gibt’s auch welche mit Schweinemotiven? Die würden sicher etwas teurer, weil begehrter, sein. Ja, man muss die Klofrauen mal loben hier, sie klogen nicht und tun kloglos ihre Arbeit, klogein klogaus. Ich weiß nicht, ob syrische Klofrauen da mithalten können?

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      • Aristobulus schreibt:

        Uh, syrische Klofrauen müssen die syrischen Ramadan-Klo-Ausraster der Syrischmänner wegmachen😦 😦 , das wird etwa so schlimm sein wie jenes fürchterliche Klo in El Mariachi oder das wohl noch fürchterlichere in Trainspotting.

        Und ja, es gibt Fayenceteller mit Schweinen de l’époque-révolution. Frühlingsschweine *spring’*, nett und nich‘ teuer.
        Es gibt auch welche mit la tombe de Mirabeau und einer Madame Bernard mit phrygischer Mütze. Nur vor syrischen Klos schreckte man anno 1793 Trotz Guillotine und Robespierre noch fromm zurück.

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      • Bachatero schreibt:

        Wenn die syrischen Klos schon damals SO aussahen, sollte man, auch unter Berücksichtigung der Ecken von Versailles, etwas Verständnis dafür aufbringen. Kann auch als Beleg für die Gleichheit aller Kulturen herangezogen werden.

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      • Aristobulus schreibt:

        Rofl-korrtz. Mit kleinen Prilblumen an der Fayence.
        Jaha, man kann hausen, hausen, oder auch hausen.

        Und in Versailles, aber aber, da waren/sind Goldreliefs von Caffieri, da ist Marmornes von Coysevox, Buntes von Le Brun und Blühendes von Lenôtre, und der Mief aus den Dunkelecken wurde vom kwatorsesten Ludwig, von der schönen Pompadour und selbst noch von Giscard d’Estaing weit überstrahlt, nicht? Aaaber in Syrien hat man-, also was hat man da außer Dunkelecken?, man hat!, dochdoch. Es wär zu schad‘ und außerdem raschischtisch, wenn man nichts hätte.

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  23. mike hammer schreibt:

    Wird nie in Deutschen Nachrichten gesendet, schlecht fürs Volk.

    Arabische KopftuchXrschgeburt zerreist in Brüssel Israelflahne an gedenkplatz
    und ersetzt es durch Arabische Jihadflagge. der drecksXslamgXschmeiss (und nur der)
    gehört an schweine verfüttert…..

    Gefällt 2 Personen

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