Wie viel ist ein menschliches Leben (in Köln) wert?

Den Wert des Lebens lernt man schätzen, wenn es nicht mehr vorhanden ist.

Vor genau einem Jahr liefern sich zwei junge Männer im Alter vor 22 und 21 Jahren mit türkischem Migrationshintergrund abends gegen 19:00 Uhr spontan in der Innenstadt Kölns ein Wettrennen mit ihren Autos. Bei 95 Kilometern pro Stunde verliert der Ältere die Kontrolle über seinen Wagen und trifft eine Fahrradfahrerin auf dem Radweg. Trotz Helm stirbt die 19-jährige Studentin, die wahrscheinlich über keinen Migrationshintergrund verfügt, wenige Tage später im Krankenhaus an den Folgen des Unfalls.

Beide Fahrer werden nun von einem Kölner Gericht verurteilt. Beide verlieren den Führerschein für mindestens 3,5 Jahren. Der Totschläger erhält 2 Jahre, der andere Raser 1 Jahr und 9 Monate jeweils zur Bewährung.

In Deutschland wird Mord anders und härter bestraft als Totschlag, auch wenn beide Male ein Leben vernichtet wird. Der Wert des Lebens lässt sich daraus berechnen. Wenn der Totschläger beispielsweise 3 Jahre und der Mörder 15 Jahre Haft erhält, so kann die Differenz von 12 Jahren als Strafe für den Mord verstanden werden. Das vernichtete Leben beträgt in diesem Fall 3 Jahre für beide, sowohl für den Totschläger, als auch für den Mörder.

In Kölner Fall hat das Gericht das Leben der 19-Jährigen auf 21 Monate taxiert. Der Totschläger, der das Mädchen zu keinem Zeitpunkt umbringen wollte, erhält eine Strafe von 3 Monaten. Sollte außerdem eine Geldstrafe folgen, so ist sie dementsprechend genauso zu berechnen. Sie entspricht der Geldstrafe des Rasers, der nicht den Totschlag selbst begangen hat.

Der Kölner Fall hat etwas Spezielles. Das Gericht hat wahrscheinlich die gemeinsame Schuld des Totschlages beider Fahrer festgestellt, wobei der Totschläger 3 Monate mehr erhält. Somit sinkt der Wert des Lebens der 19-jährigen Getöteten bedeutend unter 21 Monaten, da in diesem Zeitraum bereits die Strafe für den Nicht-Totschläger erhalten ist. Der genaue Lebenswert ist bei dieser Konstellation nicht mehr berechenbar. Ein Teil der Strafe wird auch wegen Überschreitung des innerörtlichen Tempolimits erteilt.

Dies ist jedoch in unserem Fall zweitrangig, weil beide Strafen auf Bewährung vergeben werden. Wenn sich die beiden Angeklagten zwei Jahre, bzw. 21 Monate lang in Freiheit nichts zu schulden kommen lassen, brauchen sie die Strafe nicht abzusitzen. Die Zeit wird ihnen bei guter Führung geschenkt. Anders sieht es aus, wenn sie erneut jemanden spontan totfahren oder einen Einbruch begehen.

Die Abgabe des Führerscheins für 3,5 Jahre kann ebenfalls nicht ganz auf das Leben der Getöteten angerechnet werden. Abzuziehen ist der Anteil, den die Raser auch ohne Unfall erhalten hätten, falls die Polizei sie erwischt hätte. Dieser liegt laut Ratgeber Verkehrsrecht bei 2 Monaten.

Der Wert des Lebens der 19-jährigen Studentin liegt also bei Null Jahren Haft und bei 2 x 3,5 Jahre – 2 x 2 Monate = 6 Jahre 8 Monate Führerscheinentzug.

Sollte das Argument aufkommen, dass in Deutschland nur die Tat bestraft wird, so liegt der Wert des Lebens immer bei Null.

Die Frage, ob ein Migrationshintergrund eine Rolle bei der Strafzumessung, bzw. beim Wert des Lebens zählt, lässt sich in unserem Fall nicht beantworten. Ebenfalls nicht die Frage, ob in Köln der Wert des Lebens anders (höher/niedriger) als im übrigen Deutschland bemessen wird.

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In einem Artikel vom 11.04.2016 habe ich zutreffend analysiert, warum gegen Jan Böhmermann ein Verfahren eröffnet werden wird:

https://numeri249.wordpress.com/2016/04/11/demokratie-erfordert-opfer-fuer-die-die-europaeer-nicht-bereit-sind/

Demokratie erfordert Opfer, für die die Europäer nicht bereit sind

Im nächsten Artikel werden wir lernen, wie hoch Böhmermanns Strafe ausfallen wird.

Erschienen auf

 

https://www.fischundfleisch.com/anti3anti/wie-viel-ist-ein-menschliches-leben-in-koeln-wert-19210

http://www.huffingtonpost.de/../../nathan-warszawski-/wie-viel-ist-ein-menschliches-leben-in-koeln-wert_b_9702748.html

 

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2 Antworten zu Wie viel ist ein menschliches Leben (in Köln) wert?

  1. schum74 schreibt:

    Wenn es sich so verhält, wie die iranisch-französische Schriftstellerin Chahdortt Djavann nicht müde wird – oder doch? – zu erklären, dass nämlich die „islamische Ideologie“ eine Gesellschaft anstrebt, in der alle Vergehen und Verbrechen, die wir im Westen als sträflich ansehen, straffrei sein sollen, dann wird Zeit, mit dem Aufbau zu beginnen. Sind doch die Refudschies nicht mehr ante portas, sondern schon intra muros.
    Das erzkatholische Köln macht den Anfang? Bravo!

    Wobei das Urteil islamisch noch zurückhaltend ausfällt: Von Straffreiheit kann nicht die Rede sein. Bewährung ist für spätpubertierende Muslime nicht leicht durchzustehen – und bedenken Sie das tägliche Leid, das mit Führerscheinentzug einhergeht.

    Im Fall einer amtlich registrierten Prostituierten hätten die Richter schon jetzt scharia-konform urteilen können, doch bei der 19-jährigen Studentin musste die Frage offen bleiben: Gegen die Annahme, sie habe als Prostituierte gearbeitet, spricht die Kopfbedeckung (Helm); für die Annahme spricht der Verdacht, sie könnte den Helm nur zum Fahrradfahren aufgesetzt haben. Kurz: in dubio pro reo.

    Wäre das Opfer eine Prostituierte gewesen, dann hätte das Urteil ganz klar auf Freispruch lauten müssen. Denn, so lernt man von der wunderbaren Chahdortt Djavann: Prostituiertenblut ist nach der Scharia ohne Wert.

    http://www.europe-israel.org/2016/04/les-putes-voilees-niront-jamais-au-paradis/

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  2. ceterum censeo schreibt:

    Solche Sauereien sind doch heute Alltag. Eins bleibt für mich jedoch unverständlich: Noch nie hat man von Rache durch die Hinterbliebenen gehört. Rache an den Tätern oder an Vertretern der Justiz, welche die Opfer verhöhnen. Seltsam.

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