„Jerusalem“ – Eine Komödie in 5 Akten

Unglaublich!

Tapfer im Nirgendwo

Personen:

Ein Mönch
Ein Iman
Ein Rabbi

Ort:

Eine Bar

Zeit:

Heute

***

Erster Akt
Ein Rabbi geht in die Bar. Er bestellt eine geschlossene Flasche Wein (koscher).

Zweiter Akt
Ein Mönch kommt hinzu. Er bestellt eine offene Flasche Bier (Reinheitsgebot).

Dritter Akt
Ein Iman kommt hinzu. Er bestellt eine Fanta im Glas (ohne Eis).

Vierter Akt
Sie trinken.

Fünfter Akt
Der Mönch wendet sich zum Rabbi.

Mönch: Ihr Juden habt Jesus umgebracht!

Rabbi: Nein. Das waren die Muslime.

Iman: So ein Blödsinn. Vor zweitausend Jahren gab es noch gar keine Muslime.

Mönch: Da hat er recht!

Rabbi: Stimmt. Dann können wir ja jetzt über Jerusalem reden!

Der Vorhang fällt.

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2 Antworten zu „Jerusalem“ – Eine Komödie in 5 Akten

  1. schum74 schreibt:

    Großartiges Stück! Bravo, Gerd Buurmann!

    Mit Vergnüglichem kann ich mich nicht revanchieren, aber vielleicht mit Kuriosa oder zumindest wenig Bekanntem zu Jerusalem aus dem schönen Artikel von Richard Rossin: « Jérusalem : des repères symboliques et historiques » (DesInfos, 24.04.2016).
    Nach dem jüngsten UNESCO-Coup muss man sich vergewissern, dass es eine jüdische Stadt namens Jeruschalajim wirklich gibt, und dass man nicht zeitlebens halluziniert hat, nicht?

    Wissen Sie, wie Pompeius reagiert hat, als er -63 den Tempel eingenommen und festgestellt hatte, dass das Allerheiligste keine Statue, also keinen Gott, enthalte? „Die Juden sind Atheisten“.
    Der römisch-jüdische Dialog ließ sich gut an.

    Wissen Sie, worauf die Christen im 4. Jahrhundert ihre Grabeskirche errichtet haben? Auf einem römischen Tempel der Venus aus dem 2. Jahrhundert, in dem das wahre Kreuz entdeckt worden sei.
    Ja-ja, es ist schon ein Kreuz mit der Liebe.

    Bekanntlich hat Abd el Malik von der Umayyaden-Dynastie Ende des 7. Jahrhunderts den Felsendom an der Stelle errichtet, wo der Zweite Tempel gestanden hatte, um dem selbsternannten Gegenkalifen Abdallah ibn Zubair eins auszuwischen. Letzterer hielt Mekka und Medina und damit eine sichere Einnahmequelle: Brachte doch schon damals die jährliche Pilgerfahrt den Herrschaften Einkommen und Ansehen.
    Doch 985 beklagt der arabische Reisende Muaddasi, dass in Jerusalem die Mehrheit der Bewohner jüdisch sei, und dass die Moschee keine Beter habe.
    Was! 200 Jahre danach hatte sich noch nicht herumgesprochen, dass Jerusalem die drittheiligste Stätte der Mohämmer sei?

    Wissen Sie, dass herausragende Christen wie der Prinz von Condé, die Königin Christina von Schweden, Cromwell und Locke, die alle in judenreinen Ländern lebten, für die Errichtung eines Judenreichs in Jerusalem waren? Wobei die Hoffnung war, dass die partielle Herstellung der verblichenen Größe Christi Wiederkunft beschleunigen würde.
    Im 18. Jahrhundert gestattet Katharina die Große ihrem Liebling Potemkin, ein jüdisches Regiment zur Errichtung jüdischer Kolonien in Palästina einzuberufen.
    Frage: Was ist aus dem Projekt geworden?
    Nicht lange davor meldet Adrianus Reland in seinem Werk Palaestina ex monumentis veteris illustrata (Utrecht 1714), dass die Juden die Mehrheit der Jerusalemer Bevölkerung stellen.

    Karl Marx war charakterlich, was er war, aber eins muss man anerkennen: Er konnte Dhimmitum partout nicht leiden. So schreibt er in der New-York Daily Tribune Nr. 4054 vom 15. April 1854:

    Der Koran und die auf ihm fußende muselmanische Gesetzgebung reduzieren Geographie und Ethnographie der verschiedenen Völker auf die einfache und bequeme Zweiteilung in Gläubige und Ungläubige. Der Ungläubige ist „harby“, d.h. der Feind. Der Islam ächtet die Nation der Ungläubigen und schafft einen Zustand permanenter Feindschaft zwischen Muselmanen und Ungläubigen. In diesem Sinne waren die Seeräuberschiffe der Berberstaaten die heilige Flotte des Islam.

    (…) Dazu kommt noch, daß die ansässige Bevölkerung Jerusalems etwa 15.500 Seelen zählt, worunter 4.000 Muselmanen und 8.000 Juden sind. Die Muselmanen, die etwa ein Viertel der ganzen Bevölkerung bilden und aus Türken, Arabern und Mauren bestehen, sind selbstverständlich in jeder Hinsicht die Herren, denn bei der Schwäche ihrer Regierung in Konstantinopel sind sie in keiner Weise beengt. Nichts gleicht aber dem Elend und den Leiden der Juden in Jerusalem, die den schmutzigsten Flecken der Stadt bewohnen, genannt Harêth-el-Yahud, im Viertel des Schmutzes zwischen Zion und Moria, wo ihre Synagogen liegen; sie sind unausgesetzt Gegenstand muselmanischer Unterdrückung und Unduldsamkeit, von den Griechisch-Orthodoxen beschimpft, von den Katholiken verfolgt und nur von den spärlichen Almosen lebend, die ihnen von ihren europäischen Brüdern zufließen. Die Juden sind jedoch keine Ureinwohner, sondern kommen aus verschiedenen entfernten Ländern und werden nach Jerusalem nur durch den Wunsch gezogen, das Tal Josaphat zu bewohnen und an denselben Stellen zu sterben, wo der Erlöser erscheinen soll.

    „In Erwartung des Todes“, sagt ein französischer Schriftsteller [Famin], „leiden sie und beten. Ihre Blicke auf den Berg Moria gerichtet, wo sich einst der Tempel Salomos erhob und dem sie sich nicht nähern dürfen, vergießen sie Tränen über das Unglück Zions und ihre Zerstreuung in der ganzen Welt.“

    Um das Maß der Leiden dieser Juden voll zu machen, ernannten England und Preußen 1840 einen anglikanischen Bischof in Jerusalem, dessen offen zugegebene Aufgabe ihre Bekehrung ist. 1845 wurde er fürchterlich durchgeprügelt und von Juden, Christen und Türken gleicherweise verhöhnt. Von ihm kann man tatsächlich sagen, er habe den ersten und einzigen Anlaß zu einer Einigung zwischen sämtlichen Religionen in Jerusalem gegeben.

    Zitat Ende.

    Ob sich so einen schönen Anlass zur Einigung wieder findet? Gegen die UNO zum Beispiel?

    http://www.desinfos.com/spip.php?article52908

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