Die Freiheit des Wortes birgt Gefahren für Gesundheit und Leben

In Deutschland ist das freie Wort geschützt. Erste Anzeichen am Horizont sprechen dafür, dass die Meinungsfreiheit in Zukunft eingeschränkt sein wird. Doch noch darf jeder jeden gefährlichen Unsinn behaupten, selbst wenn die Gesundheit daran schaden nimmt.

Ende April 2016 findet in Düsseldorf der 33. Deutsche Heilpraktikertag an einem einzigen Tag statt. Das Congress Center Düsseldorf CCD und die Parkplätze davor sind gut gefüllt. In den Gängen der begleitenden Verkaufs- und Beratungsmesse drängen sich die Massen, um Kugelschreiber, Notizblöcke, Nahrungszusatzmittel und sogar auch Bücher zu ergattern. Für Heilpraktiker ist die Veranstaltung ein Muss, da sie wie die Ärzte eine gewisse Anzahl von Punkten sammeln müssen, um in ihren Beruf weiterzumachen und ihr Einkommen zu sichern.

Dr. rer. nat. Charles Fernando, Heilpraktiker, Apotheker und Toxikologe, hält einen Vortrag über ganzheitliche Therapiekonzepte beim Krebs. Die nicht-ganzheitliche übliche Medizin nennt er scholastisch, was der Duden mit „spitzfindig“ und „wirklichkeitsfremd“ erklärt. Der Heilpraktiker ist der festen Überzeugung, dass sämtliche (?) Krebsarten durch Infektionen (Entzündungen) entstehen. In weniger als zehn Jahren wird in der entwickelten Welt, wozu er trotz der scholastischen Medizin auch Deutschland zählt, die Hauptsterblichkeit durch Krebs bedingt sein. Da die Schulmedizin nicht ganzheitlich den Menschen behandelt und somit auch keine echte Vorsorge vor einem Rezidiv ( Krebsrückfall) und vor Metastasen (Tochtergeschwülste) bietet, tut sich für Heilpraktiker ein weites lukratives Geschäft auf, weshalb sein Vortrag ausgezeichnet besucht ist.

Behandelt wird nach dem Motto: „Der Keim (= Krebs) ist nichts, das Milieu ist alles!“

Das Milieu wird verbessert mit Vitamin B3 (welches auch als Antidepressivum eingesetzt werden kann), Catchup (wegen den Tomaten, aber ohne Zucker), Curcuma, schwarzem Pfeffer und Granatäpfeln. Der afrikanische Weihrauch ist wissenschaftlich nachweislich wirksamer als der indische, wenn Entzündungen durch freie Radikale therapiert werden.

Das Fazit des Vortrages lautet: Die Konventionelle Therapie des Krebses reicht nicht aus, eine zusätzliche Alternativtherapie ist unbedingt angezeigt. Über die Wirksamkeit der Alternativtherapie auf den Patienten und den Krebs, wenn der/die HeilpraktikerIn wie im Vortrag vollverschleiert ist, liegen bisher keine wissenschaftlichen Ergebnisse vor.

Als nächstes spricht Prof. Prof. h.c. Dr. med. dent. Werner Becker, praktizierender Zahnarzt in Köln mit den Tätigkeitsschwerpunkten „Naturheilkundliche Zahnmedizin und Ganzheitliche Kieferorthopädie“ und Heilpraktiker. Nicht unerwähnt soll bleiben, dass Prof. Prof. h.c. Dr. med. dent. Werner Becker Abteilungsleiter für Komplementäre Zahnmedizin an der Universität Constanza in Rumänien gewesen ist. Es wird nicht berichtet, ob der gewöhnliche rumänische Patient sich die Komplementäre Zahnmedizin leisten kann. In Rumänien gibt es für angehende deutsche Zahnmediziner keinen NC (Numerus clausus), dafür werden 5.000 € Studiengebühren pro Jahr verlangt. „Komplementäre Zahnmedizin“ klingt bezüglich Einnahmen zur Erhöhung des in Deutschland relativ niedrigen zahnärztlichen Einkommens verlockend.

Zur Stabilisierung von Plastik, welches in der Kieferorthopädie benutzt wird, wird Aluminium eingesetzt.

Die Zähne haben entsprechend ihrer Lage (Oberkiefer/Unterkiefer/rechts/links) ein Wechselwirkung mit verschiedenen Darmteilen. Ein Guter Zahnarzt erkennt am Zustand der Zähne sofort, an welchen Darmbeschwerden der Patient leidet. Die beste Therapie besteht in der richtigen Behandlung der Zähne.

Zum Schluss weicht der Prof. Prof. h.c. Dr. med. dent. vom Thema ab. Er bezeichnet die Impfbelastung von Babys und Kindern als „Giftcocktail“, weshalb er gegen die Impfpflicht ist, die es in Deutschland nur bei bestimmten Tieren gibt.

Erschienen unter

http://www.huffingtonpost.de/../../nathan-warszawski-/die-freiheit-des-wortes-b_b_9773382.html

https://www.fischundfleisch.com/anti3anti/die-freiheit-des-wortes-birgt-gefahren-fuer-gesundheit-und-leben-19567

 

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18 Antworten zu Die Freiheit des Wortes birgt Gefahren für Gesundheit und Leben

  1. Hessenhenker schreibt:

    Am Zustand der Zähne erkennt man, wenn der Darm im Arsch ist?
    Was wären denn bei unseren Politikern vergleichsweise die dritten Zähne, denn echte sind ja keine dabei?

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  2. Paul schreibt:

    Wurden früher solche Leute Quacksalber genannt?

    „Des Quacksalbers Praktik sei so gut,
    daß sie allen Siechtum heilen tut…
    Solch Narr kann dich in’n Abgrund stürzen,
    eh du’s gemerkt, dein Leben kürzen!“

    – Sebastian Brant>/blockquote

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  3. Bachatero schreibt:

    Schon, aber, Du brauchst nur in die „Lügenpresse“ der letzten Jahre zu schauen, da wirst Du staunen über den Schaden, der von der Standardmedizin angerichtet wird, allerdings, so scheint’s, nicht unbedingt im Namen der Wissenschaft, sondern eher der Versicherungen und der Krankenhaus Ökonomie und der Gier der Ärzte und der Pharmaindustrie. Sie machen aber auch extrem viel Exzellentes, wie jeder weiß, der schon mal, vom Asphalt abgekratzt, wiederbelebt wurde. Wo viel Licht ist, ist auch viel Schatten „spricht Prof. Prof. h.c. Dr. med. dent. Werner Becker …“.

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    • Bachatero schreibt:

      Wobei, ich musses als Ingenieur sagen, die gesamte camarilla der Gesundheitsindustrie, ohne die Ingenieure immer noch hauptsächlich mit Aderlass, Wadenwickel und snakeoil beschäftigt wäre. Erst die Physik (was macht die Chemie ohne die Physik?) und die daraus abgeleitete Magie der Instrumente hat die Medizin aus der Quackerei gerettet, hm.

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      • Clas Lehmann schreibt:

        Nicht nur die Physik. Auch die Biologie. Und die Bereitschaft, hinzusehen. Und schon mein Großvater zitierte einen Kollegen, der da sprach:“ Da muss’n aber schon lange und ordentlich drücken und pressen, an so’ne Slange, bis da Öl von kömmt…!“

        Und sag nichts gegen Wadenwickel! Gegen ungewickelte Waden helfen die ausgezeichnet!

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      • Bachatero schreibt:

        Jau Mann, Wadenwickel helfen z.B.auch extrem gut gegen Krampf, solange Adern dranhängen. Mit den Norddeutschen Slangen mag man nicht weit kommen, zu dünn und trocken, aber in dem Wilden Westen von Amerika hat snakeoil seinerzeit vieles geheilt und tut es bis heute. Ich glaube, bei uns wird es als Chun Mee oder Gun Powder vorwiegend von Erleuchteten mit bestem Erfolg (für die Verkäufer) getrunken.

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  4. caruso schreibt:

    Ich bin nicht so gescheit wie die Vorkommentatoren. Ich kann nur sagen: Gottes Tiergarten ist
    groß. Damit will ich die Tiere – Gott behu:te! – nicht beleidigen, nur weiß ich nicht, wie ich es sonst
    sagen soll. Tiere sind schon deshalb klu:ger als Menschen, weil sie nicht so viel Sinnloses quatschen
    wie manche Doktores. (Und weil sie nur dann essen, wenn sie Hunger haben oder fu:r den
    Winter Fett speichern wollen, aber nie deshalb, weil das Essen vor ihre Nase steht. Wie wir, die wir uns Homo sapiens sapiens nennen:-))))))
    lg
    caruso

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  5. schum74 schreibt:

    Ist es nicht traurig? Seit Februar 2013 besitzt die Welt ein wirksames Mittel gegen Krebs, doch weder Dr. rer. nat. Charles Fernando noch Prof. Prof. h.c. Dr. med. dent. Werner Becker hat von ihm gehört. Wie kommt das? Das kommt daher, dass Ungläubige das Wissen um die einzig erfolgreiche Therapie gegen Krebs verhindern. Man gönnt den Forschern der König-Abdulaziz-Universität in Saudi-Arabien, die das nobelpreiswürdige Heilmittel gegen alle Krebsarten entdeckt haben, den verdienten Ruhm nicht.
    Vielleicht liegt es auch daran, dass für die Pharmaindustrie nichts zu holen ist. Kamelurin! Wer soll daran groß verdienen? Dabei ist Kamelurin das Mittel, um das niemand herumkommt, dem es ernsthaft um die Kranken zu tun ist. Vom Propheten Muhammad bereits empfohlen. Aber nein, lieber gehen wir rassistisch zugrunde als dass wir von der Weisheit der Suna profitieren.

    http://uni.de/redaktion/krebstherapie-kamelurin

    Sahih Bukhari, Bd. 4, Buch 63, Nr. 261:
    Acht Männer des Stammes von Žukil kamen zum Propheten und fanden das Klima in Medina unerträglich für sich. So sagten sie: „Oh Apostel Allahs! Bitte versorg uns mit etwas Milch.“ Allahs Apostel sagte: „Ich empfehle euch die Kamelherde.“ Also gingen sie und tranken den Urin und die Milch der Kamele (als Medizin) bis sie gesund und wohlgenährt waren.

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    • Clas Lehmann schreibt:

      So prima vista kommt mir der Bericht bei Uni.de aber auch eher glaubensstark auf Apothekenumschauniveau, als irgendwie nachvollziehbar vor…

      Und der Bezug auf die Warnung vor Hochmut wird es bringen… nicht genau diese, aber irgendein Heilpraktiker, mit oder ohne Medizinstudium, vielleicht nach Vereinigung der Deutschen, der Germanischen Medizin und dieser muslimischen Heilmethode wird er zum Durchbruch ins Fernsehen verhelfen. Jünger wird er um sich scharen, tragisch wird er scheitern an Bürokratur und ablehnender Haltung der Schulmedizin, immer noch umsorgt von seinen treuen Jüngern.

      Das zitierte Beispiel… da fehlt die gesicherte Krebsdiagnose, oder? Und dass man bei solcher Therapie entweder wieder gesundet, oder ruhmlos dahinstirbt und dann also auch Allahs Willen folgt… Wundern tut das nicht, und beweisen kann es auch nichts.

      Daneben halte ich durchaus für möglich, dass Pansenbakterien aus sekundären Pflanzenstoffen irgendwelchen Wüstengestrüpps (Wolfsmilchgewächse? Compositae?Tamarisken?) etwas machen oder belassen, was das Kamel ausscheiden kann, und das Zellwucherungen eindämmt, wenn man es wieder einnimmt.

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      • schum74 schreibt:

        Was ist mit Hyänen? Scheiden die nichts aus? Und was ist mit dem arabischen Oryx? Mit dem Karakal? Der Raubkatze? Vielleich machen oder belassen auch bei ihnen struppige Bakterien irgendwas?
        Es gibt noch so viel zu tun für Multikulti-Medizin. Da freut man sich auf den Zuzug orientalischer Ärzte.

        Ob die acht Männer vom Žukil-Stamm Krebs hatten oder nicht, werden wir nie erfahren. Sicher ist nur, dass sie kurz danach bei voller Gesundheit zu Allah berufen wurden:

        (…) Also gingen sie und tranken den Urin und die Milch der Kamele (als Medizin) bis sie gesund und wohlgenährt waren. Dann töteten sie die Schafherde und schickten die Kamele weg. Sie wurden Ungläubige, nachdem sie Moslems gewesen waren. Als der Prophet darüber informiert wurde, schickte er einige Männer aus, um sie zu verfolgen. Und bevor die Sonne aufging, wurden sie zu ihm gebracht und er ließ ihnen ihre Hände und Füße abhacken. Dann rief er nach Nägeln, die heiß gemacht wurden und ihre Augen verschließen sollten. Dann wurden sie in der Harra (einem felsigen Land in Medina) gelassen. Sie baten um Wasser und niemand gab es ihnen, bis sie starben.
        (Sahih Bukhari, Bd. 4, Buch 63, Nr. 261)

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      • Bachatero schreibt:

        Es ist ein Kreuz, wen Wüste, Krebs, Kamelurin und Hyäne verschont, der stirbt an Allah und seinem GrosPhetten.

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      • Clas Lehmann schreibt:

        Das weiß man nicht, ob das, was die ausscheiden auch als heilsam beschrieben wird. Hyänen könnten doch als unrein gelten. Bei Kamelen aber ist die Heilsamkeit ja so verbürgt, dass sogar Fälschungen vorkommen, nicht der Kamele, aber des Urins…

        Wobei das weitere Schicksal ja auch darauf hindeutet, dass womöglich auch Apostasie als Nebenwirkung befürchtet werden muss? Vielleicht sollte man auch dahingehend forschen?

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      • Bachatero schreibt:

        Als Einstieg stelle ich mir eine Aktion „Ramadan im Dienste der Forschung – tagsüber nix, aber nachts Kamelurin zum Couscous“ vor Alle Galäubigen müssen teilnehmen und am Ende werden die krebsigen von den ungekrebsten geschieden und mit abgehackten Händen und Fuessen zur Notaufnahme geschickt, damit die Ungläubigen sehen, was mit denen passiert, die von Kamelurin nicht gesunden, obwohl Allah es so befohlen hat.

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      • Clas Lehmann schreibt:

        Recte: Im anderen Faden tritt wer den Beweis an, es gebe auch gefälschte Kamele, und er sei eines… oder ist es eine gefälschte Hyäne?

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