Es gibt nur einen sunnitischen Islam!

Papst Franziskus empfängt am Montag (23.05.2016) den Großimam der Al-Azhar-Universität. Die Universität in Kairo gilt als das wichtigste theologisch-akademische Institut des sunnitischen Islams. Beide Seiten sind sich einig über die Notwendigkeit eines Treffens zur Fortsetzung der über Jahre unterbrochenen bilateralen Gespräche.

Papst Franz empfängt nur den einen Moslem, den er für den bestimmenden sunnitischen Imam hält. Von den 1,6 Milliarden Muslimen weltweit gehören mehr als 85% dem sunnitischen Islam an. In Deutschland bekennen sich 5% der Bevölkerung, entsprechend 4.000.000 Menschen, zum Islam, davon ⅔ zum Sunnitentum. Der relative Anteil der Schiiten ist in Deutschland wegen den schiitischen Flüchtlingen, die in ihren islamischen Heimatländern verfolgt werden, höher als der Weltdurchschnitt. Es gibt kaum ein islamisches Land, wo die Minderheit, ob Schiiten oder Sunniten, nicht verfolgt wird.

Der Papst hat nicht vor, sich mit konkurrierenden sunnitischen Größen zu treffen, die die Al-Azhar-Universität als sunnitisches Zentrum nicht anerkennen. Somit erkennt der Papst nur die Al-Azhar-Universität als theologischen Ansprechpartner im sunnitischen Islams an. Das Geschwätz, welches aus jeder Talkshow und von jeder Kirchenkanzel in Deutschland erschallt, dass es nicht den einen Islam, sondern verschiedene Islame gäbe, tangiert das Oberhaupt der größten christlichen Kirche nicht. Die Behauptung, dass es verschiedene sunnitische Islame gäbe, auf die man sich einstellen müsse, ist eine Ausrede, um die Hände untätig in den Schoß legen zu können.

Der Papst überrascht die Welt mit einer weiteren These.

In einem Interview, das der Papst am 17.05.2016 der katholischen französischen Zeitung „La Croix“ gibt, erteilt der Papst folgende Antwort auf die Frage:

http://www.la-croix.com/Religion/Pape/INTERVIEW-Pope-Francis-2016-05-17-1200760633

The fear of accepting migrants is partly based on a fear of Islam. In your view, is the fear that this religion sparks in Europe justified?

Pope Francis: Today, I don’t think that there is a fear of Islam as such but of ISIS and its war of conquest, which is partly drawn from Islam. It is true that the idea of conquest is inherent in the soul of Islam. However, it is also possible to interpret the objective in Matthew’s Gospel, where Jesus sends his disciples to all nations, in terms of the same idea of conquest.

Damit stellt der Papst klar, dass Eroberung ein unabdingbarer Bestandteil des Islams ist. Er setzt die muslimische Eroberung mit dem Auftrag Jesus zum Missionieren gleich. Das, was christliche Missionare außerhalb Europas tun, entspricht der muslimischen Invasion Europas.

Dieses muss man deuten.

Christliche Missionare dürfen außerhalb Europas die Einheimischen zum Christentum bekehren genauso wie Muslime Europa überfallen dürfen.

Oder:

Christliche Missionare haben außerhalb Europas kein Recht, die Einheimischen zum Christentum bekehren, genauso wenig wie Muslime Europa überfallen dürfen.

Da sollten sich beide monotheistischen Nachfolgereligionen ein Beispiel am jüdischen Original nehmen. Juden ist das Missionieren seit 2.000 Jahren verboten. Zudem gibt es zu wenige Juden, als dass eine Invasion erfolgreich werden könnte.

Zu guter Letzt:

In Deutschland gehört ab sofort das Schreddern männlicher Küken ohne ausreichende Betäubung zum Tierschutz.

 

 

 

 

 

 

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29 Antworten zu Es gibt nur einen sunnitischen Islam!

  1. ceterum censeo schreibt:

    Dieser Verbrecher kann sich meinetwegen treffen, mit wem er will. Hoffentlich trifft er demnächst in der Hölle ein. Dort wartet seinesgleichen schon.

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  2. caruso schreibt:

    Ich habe eine Zeitlang geglaubt, mir Franziskus säße endlich ein halbwegs „normaler“ Mensch
    auf diesem ach so heiligen Stuhl. Leider….
    lg
    caruso

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  3. Paul schreibt:

    „In Deutschland gehört ab sofort das Schreddern männlicher Küken ohne ausreichende Betäubung zum Tierschutz.“

    Das Töten menschlicher Embryonen, egal ob weiblich oder männlich, gehört in Deutschland zum Selbstbestimmungsrecht der Frau.

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    • Gutartiges Geschwulst schreibt:

      @Paul

      „Mein Bauch gehört mir!“, sprach der Embryo.

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    • ceterum censeo schreibt:

      Das war auch mein erster Gedanke. Ungeborene Menschen interessieren gar nicht, dann schon eher Hühner, und wenn es jetzt noch weibliche und nicht bloß männliche wären, der Aufschrei wäre riesig. 🙂
      Abgesehen davon gehört es sich nicht, Lebewesen und Lebensmittel zu schreddern.

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      • Clas Lehmann schreibt:

        Es seie denn, die weiblichen Embryonen würden kulturell bedingt abgetrieben….

        Dann ist Achtung das Gebot.

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  4. Clas Lehmann schreibt:

    Bei den Shredderern reicht die Abstumpfung und gelegentlich Alkohol, nach der Arbeit….

    Die Frage nach der Tierschutzgerechtigkeit hängt ja am Vorliegen eines vernünftigen Grundes, nicht daran, ob das den Tieren Leid zufügt oder sie tötet. Wenn der vorliegt, darf man. Wenn der Shredderwillige und Besitzer erklärt, anders sei es ihm zu teuer, liegt der vor.

    Also darf man, und die Abstumpfung stellt sich dann schon ein. Die ist erfahrungsgemäß noch für ganz andere Sachen ein ausreichendes Betäubungsmittel.

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  5. schum74 schreibt:

    Papst Franziskus mag ein „relativ katholischer Papst“ (Alexander Kissler) sein, aber er zeigt Sinn für Timing. Gerade jetzt nach der UNESCO-Festlegung, wonach die Juden mit dem Tempelberg nichts zu schaffen haben, ist es goldrichtig, den Großimam der Al-Azhar-Universität im Vatikan zu empfangen. Hat doch Ahmad Mohammad al-Tayyeb bereits 2011 auf einer Kundgebung der Muslimbruderschaft auf dem Tahrir-Platz die „Judaisierung von al-Quds” gegeißelt (The Jerusalem Post, 27.11.2011):

    Muhammad Ahmed el- Tayeb, the imam of al-Azhar Mosque, told the crowd: “Al- Aksa Mosque is currently under an offensive by the Jews… We shall not allow the Zionists to Judaize al-Quds [Jerusalem]. We are telling Israel and Europe that we shall not allow even one stone to be moved there.”

    Protesters chanted, “Tel Aviv, Tel Aviv: Judgment Day has come,” and passages from the Koran vowing that “one day we shall kill all the Jews.”

    http://www.jpost.com/printarticle.aspx?id=247078

    Das Gelöbnis der 5000, alle Juden zu ermorden, muss der jetzige Großimam überhört haben. Ist er nicht ein „Brückenbauer im Namen Allahs“ (katholisch.de)?
    „An einer Stelle ließ er sich dazu hinreißen zu fragen, welche Existenzberechtigung dieser Staat [Israel] habe, wenn man seine religiöse Decke abnehme“, erzählt Elisabeth Lehmann im Focus (25.11.2015). Ich würde sagen: Allein die Frage verdient eine Friedensengelsmedaille.
    Kurz: der richtige Gesprächspartner für den richtigen Papst.

    Wissen Sie, warum Ex-Moslem Magdi Cristiano Allam, der in der Osternacht 2008 von Benedikt XVI. getauft worden ist, die katholische Kirche verlässt? Weil er den „selbstmörderischen Wahnsinn“ des Vatikans nicht mehr erträgt. Papst Franziskus‘ Haltung zum Islam habe „das Fass zum Überlaufen gebracht“.

    Allams Prognose für Europa. Es wird vom Islam unterworfen, „wenn es nicht die Hellsichtigkeit und den Mut hat, die Unvereinbarkeit des Islam mit unserer Kultur und den grundlegenden Rechten der Person zu benennen“.

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    • schum74 schreibt:

      Katholische Nachrichten-Agentur, 25.03.2013: „Vom Papst getaufter Publizist verlässt Kirche“
      http://kath.net/news/40677

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      • Paul schreibt:

        Die Aussagen von Papst Franziskus gefallen mir nicht. Er kommt mir vor wie ein Hirte, der sich mehr um die Herde des Nachbarn kümmert als um die eigene Herde.
        In Lesbos besucht er muslimische Flüchtlinge. Christliche Flüchtlinge sind wohl nicht auf Lesbos? Wurden schon vorher von Muslimen über Bord geworfen?
        Er gewährt zwei muslimischen Flüchtlingsfamilien Obdach im Vatikan. Gibt es keine christlichen Flüchtlinge mehr, weil schon alle von den Muslims ermordet wurden?

        Zum Massenmord der letzten Jahre an den Christen in islamischen Staaten schweigt er. Darum sollte er sich kümmern.

        Die Katholische Kirche hat in ihrer Geschichte schon schlechtere Päpste überlebt. Sie wird auch Franziskus überleben. Die Katholische Kirche wird allen Widrigkeiten zum Trotz weiter bestehen.
        Dieser Papst kann mich nicht veranlassen diese Kirche zu verlassen, meinen Glauben zu verlieren.

        Genauso werde ich nicht wegen Merkel die deutsche Staatsbürgerschaft ablegen.

        Ob der Journalist jemals ein gläubiger Katholik war? Ich habe meine Zweifel. Sowohl den Eintritt in die Kirche, wie auch jetzt den Austritt, vermarktet er journalistisch und politisch.

        Herzlich, Paul

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      • schum74 schreibt:

        Es müsste Einer schon sehr publikationsgeil sein, um den Tod zu riskieren, nur damit Leute von ihm reden. Ja, wie Hunderte Ex-Muslime lebt Magdi Cristiano Allam seit seiner ‒ immer noch wirksamen Bekehrung zum Christentum – im Unterschlupf und mit Bodyguards. Wobei Allam in seiner Zeit als stellvertretender Chefredakteur der angesehenen Zeitung „Corriere della Sera“ sich über Mangel an Aufmerksamkeit nicht beklagen konnte: stellvertretender Chefredakteur des „Corriere della Sera“ und Moslem! Was glauben Sie, wie das registriert worden ist?

        Doch genauso wie ich Allams Entscheidung achte, aus der katholischen Kirche auszutreten, achte ich Ihre Entscheidung, Paul, innerhalb zu bleiben.
        Es ist wahr, dass die Kirche in ihrer Geschichte schlechtere Päpste als Franziskus gehabt hat. Unglücklicherweise geht es jetzt um einen Kampf um Leben und Tod. Und dieser Papst zeigt wenig Interesse am Überleben seiner Kirche; ebenso wenig wie am physischen Überleben der Christen im Nahen Osten.
        Sicher gab es auch in Byzanz vor 1453 schlechtere Führungen als gerade die, die 1453 dran war. Aber die hat gereicht.

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      • Gutartiges Geschwulst schreibt:

        @Paul: „Ob der Journalist jemals ein gläubiger Katholik war?“

        Leider bin ich völlig ungläubig, lieber Paul, sonst würde mich womöglich die Frage beschäftigen, ob der amtierende Papst jemals ein gläubiger Katholik war.

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    • Gutartiges Geschwulst schreibt:

      @schum74 : „Wissen Sie, warum Ex-Moslem Magdi Cristiano Allam, der in der Osternacht 2008 von Benedikt XVI. getauft worden ist, die katholische Kirche verlässt?“

      Das frage ich mich auch. Nur weil die Kirche aus der Kirche ausgetreten ist, musste er das doch nicht unbedingt nachmachen.

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      • aurorula a. schreibt:

        Mehr über Christen, Moslems, ungestörte Religionsausübung und Schutz vor Verfolgung als falsches Signal:
        http://wirtschaftswunder.at/2016/05/13/auch-das-christentum-gehoert-zu-deutschland/
        Wenn ich über die eigentliche Verfolgung lese steigen mir die Tränen bis über den Rand der Augenlider; aber wenn ich dann lese warum die Kirchenoffiziellen hier in Deutschland nichts gegen die Verfolgung ihrer Mitchristen unternehmen (wollen), steigt mir etwas anderes bis über den Rand der Zähne!
        Kost(z)probe: Sowohl der evangelische als auch der katholische Amtskollege wollen trotz der Berichte keine getrennte Unterbringung von Christen in den Unterkünften und die Begründung haut einen wirklich um: Man will die muslimischen Flüchtlinge nicht stigmatisieren. Es könne kein Weg sein, vor etwaigem intoleranten Verhalten gegenüber Christen zu kapitulieren, indem man eigene Unterkünfte nur für sie einrichte, so der katholische Berliner Erzbischof Heiner Koch. Der evangelische Kollege Bischof Markus Dröge hält das auch nicht für „sinnvoll“. Schließlich werden die Christen nicht „allgemein angefeindet und bedroht“, Stichwort Einzelfälle, und außerdem warnte er davor, dass sich sonst “verallgemeinernde Verdächtigungen breit machen, die bereits begierig von Rechtspopulisten aufgegriffen werden”. Ja klar, klingt logisch, besser nicht zugeben, dass es ein flächendeckendes Problem gibt, denn sonst gibt das den „Falschen“ Wasser auf die Mühlen. Das werden die bedrängten Christen in den Unterkünften sicher verstehen,
        Viel besser verstehe ich diejenigen die sagen, von meinen Kirchensteuern aber bitte nicht.

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      • schum74 schreibt:

        Immer mehr Juden verlassen das Departement Seine-Saint-Denis, das mit der Ankunft der nordafrikanischen Juden 1962 zu einem Pol des französischen Judentums geworden war. In Villepinte etwa, das über 200 Familien gezählt hat, leben heute nur noch 40. Von den 500 Familien Anfang 2000 in Blanc-Mesnil sind es heute 100. …

        Machen sich diese Juden nicht klar, dass sie mit ihrem Auszug die muslimischen Bewohner von Seine-Saint-Denis stigmatisieren? Verstehen sie denn nicht, dass die Ermordung von Ilan Halimi ein Einzelfall neben vielen Einzelfällen war? Dass die Rechtspopulisten solche verallgemeinernde Verdächtigungen begierig aufgreifen?
        Weißt Du, was den französischen Juden fehlt? Solche Oberhäupter wie Erzbischof Heiner Koch und Bischof Markus Dröge.

        http://www.tribunejuive.info/ANCIEN-SITE/politique/etre-juif-en-banlieue

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      • Clas Lehmann schreibt:

        Und die, die da sind, provozieren dann wieder Einzelfälle, wahrscheinlich, damit man sie hinterher aufbauschen und dann so die Muslime stigmatisieren kann…

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      • Frase0815 schreibt:

        Kriminologen stehen vor einem Rätsel. Eine Gruppe junge Männer ist immer dann zur Stelle, wenn ein Einzelfall geschieht.

        http://www.zellerzeitung.de/index.php?id=262

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  6. caruso schreibt:

    „„Vom Papst getaufter Publizist verlässt Kirche““ – er hat nicht nur recht, er hat auch Verstand.
    Glückwunsch!
    lg
    caruso

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  7. Lancelot schreibt:

    Soll der Papst sich treffen mit wem er will, er wird garantiert nichts erreichen. Er schafft ja nicht mal mit den anderen christlichen Konfessionen sich zu verständigen. Aber die katholische Kirche sieht sich ja auch als die richtige Konfession an, da passt es ja, dass der Papst sich mit dem Großimam der Sunniten trifft.

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  8. schum74 schreibt:

    Wenn Großscheich Ahmad Al Tayyeb für seine Frage zum Staat Israel („welche Existenzberechtigung hat dieser Staat, wenn man seine religiöse Decke abnimmt?“) eine goldene Friedensengelsmedaille verdient, dann gebührt Cicero-Tante Elisabeth Lehmann für den zitierten Artikel „Der Imam, der den IS stoppen soll“ (25.11.2015) eine silberne Medaille. Hier die Sätze im Zusammenhang, damit Jeder die journalistische Leistung würdigen kann. ‒ Zitat:

    Bei der Frage, ob der Islam eine „fundamentale Erneuerung“ brauche, fühlte er [Al Tayyeb] sich angegriffen. „Das Wort fundamental bedeutet, den Koran und die Fundamente der Religion anzutasten. So ist es nicht gemeint“, sagte er damals. Und: „So wie ihr nicht fordert, dass sich die Bibel ändern muss, fordert bitte auch nicht, dass sich der Koran ändern muss.“

    Seine konservative Lehre zeigt sich auch an seiner Haltung zu Israel. An einer Stelle ließ er sich dazu hinreißen zu fragen, welche Existenzberechtigung dieser Staat habe, wenn man seine religiöse Decke abnehme. Auf den Einwurf, dass es den Holocaust gegeben habe, stellte er die Gegenfrage: „Haben wir die Leute vergast? Nein, im Gegenteil! Die, die die Menschen vergast haben, sind im Westen.“

    Zitat Ende.

    http://www.cicero.de/weltbuehne/ahmad-mohammad-al-tayyeb-der-mann-der-den-stoppen-soll/60164

    Wer hat den Einwurf eingebracht, Israels Existenzberechtigung hänge am Holocaust? Wohl nicht Elisabeth Lehmann, die lediglich berichtet und zur Sache nichts zu sagen hat. – Dafür hat sie zu Al Tayyeb was zu sagen, nämlich dass er „konservativ“ sei. So konservativ, sagen wir, wie der Präsident des Obersten Gerichtshofs von Alabama, der die Homo-Ehe nicht zulassen will? So konservativ wie Henryk Broder, der sich über Gender-Studies lustig macht?

    Großscheich Al Tayyeb und Frau Lehmann zum Gruß: Israels Existenzberechtigung geht nicht auf den Holocaust zurück, auch nicht auf seine „religiöse Decke“, nicht einmal auf seine demokratische Verfassung: Sie verdankt sich ganz allein der „„historischen Verbindung des jüdischen Volkes zu Palästina“ (Resolution von San-Remo, 25. April 1920).

    Das jüdische Volk wäre ebenso berechtigt, im ehemaligen Palästina zu leben, wenn es eine kommunistische Diktatur errichtet hätte. In diesem Fall allerdings würde nicht einmal die Organisation für Islamische Zusammenarbeit nach seiner Legitimation fragen: Sie verstünde sich von selbst.

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  9. schum74 schreibt:

    Ein Gespräch zwischen Imad Karim (attention! nicht „Imam“ Karim) und Hamed Abdel-Samad über Fragen, die der Papst und Islam-Alleinvertreter Al Tayyeb ausklammern werden (Frankfurt am Main, 23.04.2016)

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    • Heimchen am Herd schreibt:

      Vielen Dank, liebe Schum, für das Video!
      Du bist wie immer eine sehr gute Informantin!
      Das Video klaue ich mir mal und stelle es nebenan, in meinem Heimatblog,
      (bei den bösen Rechtspopulisten) rein. 😉

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  10. schum74 schreibt:

    Jetzt weiß ich, was den Papst dazu bewogen hat, Großimam Al Tayyeb im Vatikan einzuladen: das Interview, das sein Gast am 25. Oktober 2013 dem ägyptischen ARD-Gegenstück gegeben hat. Was Al Tayyeb darin erklärt, ist nichts weniger als seine Liebe zum Christentum:

    See how we suffer today from global Zionism and Judaism, whereas our peaceful coexistence with the Christians has withstood the test of history. Since the inception of Islam 1,400 years ago, we have been suffering from Jewish and Zionist interference in Muslim affairs. This is a cause of great distress for the Muslims.

    The Koran said it and history has proven it: „You shall find the strongest among men in enmity to the believers to be the Jews and the polytheists.“ This is the first part. The second part is: „You shall find the closest in love to the believers to be those who say: ‚We are Christians‘.“ The third part explains why the Christians are „the closest in love to the believers,“ while the Jews and the polytheists are the exact opposite.

    http://www.memritv.org/clip/en/4048.htm

    Schade, dass die mohämmischen Zuwanderer da und dort Zweifel an ihrer Sympathie für die Christen-Brüder aufkommen lassen!
    Und glauben Sie nicht, dass die wackeren IS-Kämpfer Vergnügen daran haben, Christen zu quälen. Das machen sie nur, weil sie im Dienst der Zionisten stehen. So wie Al Tayyeb 2014 einleuchtend erklärt hat: Der Islamische Staat „dient dem Zionismus bei seiner Verschwörung zur Zerstörung der arabischen Welt“. (Zit. n. Le Monde Juif, 24.05.2016: « sert le sionisme dans son complot pour détruire le monde arabe »)

    Bravo an Papst Franziskus, der sich mit seinem Kollegen von der Al-Azhar-Universität daran macht, jahrhundertalte Missverständnisse zwischen Moslems und Christen auszuräumen!

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  11. schum74 schreibt:

    Großartige Grußworte unseres Papstes an den humanitären Weltgipfel in Istanbul vom 23. bis 24. Mai 2016:

    „Keine Familie darf ohne Obdach sein, keinem Flüchtling darf der Willkommensgruß verweigert werden….
    Heute möchte ich diesen Gipfel herausfordern: Hören wir auf den Schrei der Opfer. Lassen wir uns von ihnen eine Lektion in Sachen Menschlichkeit erteilen. Versuchen wir, unsere Art zu leben, unsere wirtschaftlichen Entscheidungen, unser Verhalten kultureller Überlegenheit zu ändern. Lernen wir von den Opfern und von denen, die leiden, und wir werden fähig sein, eine menschlichere Welt zu konstruieren“.

    http://de.catholicnewsagency.com/story/der-papst-lernen-wir-von-den-leidenden-fur-eine-menschlichere-welt-0810

    Wow! Zum Katholisch-Werden. Am besten gefällt mir die Aufforderung, sich von den Migranten eine Lektion in Sachen Menschlichkeit erteilen zu lassen.
    Noch sind viel zu Viele in diesem Land zu gehemmt, um sich hübschen Blondinen in natürlichster Weise zu nähern. Denken Sie an die Silvesternacht in Köln und fragen Sie sich: Was kann ich von den Fremden lernen? Oder Sie sehen einen Juden mit Kippa vorbeistolzieren. Auch hier die Frage: Was würden fromme Mohämmer an meiner Stelle tun?
    Ändern Sie ihr Verhalten kultureller Überlegenheit! Lassen Sie Ihre ursprünglichste Menschlichkeit sprechen! Und vergessen Sie nie, wer Europa mit den 10 Geboten in die Kultursackgasse geführt hat!

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    • Clas Lehmann schreibt:

      Um nicht grußartige Großworte zu sagen…! Ausreichend Hohlraum darinnen, für weithin schallenden Klang.

      Wobei das unerbetene Anfassen intimer Zonen… Mit 12 kam ich nach einem Umzug an ein Gymnasium für Jungen, gerade 3 Jahre zuvor von klagenden Eltern gerichtlich auch für Mädchen aufgebrochen, und immer noch gab es Lehrer, die sich, selbst vertretungsweise, weigerten Klassen, in denen derartige Geschöpfe saßen, zu betreten; sehr katholisch da, alles. CDU um die 80%, die Sozen mit der FDP und der NPD um die restlichen Stimmanteile rangelnd. Man wurde mit nacktem Nachnamen angesprochen und geduzt, in dem Alter.

      Die Mitschüler, jedenfalls eine relevante und hinreichend große Gruppe, schlichen sich von hinten an, griffen zwischen die Beine und rief: „Zwick-zwack! Eiersack!“ In der Pause und hinter dem Rücken der Aufsicht, wann immer es sie überkam. Das Umkleiden zum Sport… Schon der Geruch der Kabine schien es anzuregen. Also Sportzeug daheim unterziehen, nach dem Sport schnell wieder in die Hose, Pullover und Jacke und dann raus da. Kaum war diese Taktik umgesetzt, gab es Schwimmunterricht… Ich hätte Eltern, die, aus welchen Gründen auch immer, meine Teilnahme daran untersagt hätten, sehr begrüßt.

      Ich fand das befremdlich, hielt es aber für eine Ausdrucksform des Katholizismus: Protestanten taten sowas nicht, und Juden oder Muslime gab es da nicht.

      Bin ich nun Kulturrelativist, wenn ich in dem Punkt eine gewisse Nähe zweier alleinseligmachender Religionen sehe?

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      • schum74 schreibt:

        Hm… Kann es sein, dass Du zweierlei durcheinander bringst: was ist und was sein soll? Verhalten und Norm?
        Was Du sagst, ist Folgendes: Da auch bei uns der Starke nicht selten über den Schwachen herfällt, macht es keinen Unterschied, ob Bürger vor dem Gesetz gleich sind oder nicht. Haben wir hier keine Pädophilen? Dann ist es egal, ob Mädchen ab 9 bzw. 12 Jahren heiraten dürfen (müssen) oder nicht. Verfolgung Andersdenkender gibt es bei uns auch; da macht es keinen Unterschied, ob das Gesetz die Anhänger verschiedener Weltanschauungen gleich stellt oder nicht. Machismus? Auch hier kein Fremdwort. Deshalb spielt es keine Rolle, ob Frauen sich verschleiern müssen oder nicht.

        Es macht keinen Unterschied, ob Migranten aus Ländern stammen, in denen Frauen „nicht als Subjekt, sondern als Gegenstand der Ehre eines Mannes“ (B. Tibi) gelten, oder aus Polen, sagen wir. Es macht keinen Unterschied, ob die Neubürger in der Schule gelernt haben, dass Juden Affen wären und Christen Schweine, oder ob sie wie Juden und Christen gelernt haben, dass alle Menschen im Ebenbild erschaffen wurden, und dass Gott kein Volk aus seiner Liebe ausschließt:

        ביום ההוא יהיה ישראל שלישייה למצריים ולאשור ברכה בקרב הארץ.
        אשר בירֲכו יהוה צבאות לאמור ברוך עמי מצריים ומעשה ידיי אשור ונחלתי ישראל.
        (ישעיה יט, כד-כה)

        [An jenem Tag wird Israel der Dritte sein im Bund mit Ägypten und Assyrien, ein Segen inmitten der Erde,
        Segen wird Haschem sie mit den Worten: sei gesegnetet, Mein Volk Ägypten (baruch Ami Mizrajim), Assyrien, das Werk Meiner Hände (u-Maassé Jadáj Aschur), und Mein Erbteil Israel (we-Nachalati Jisrael). (Jes 19, 24-25)]

        Als Jeschaja das schrieb, war gerade Krieg zwischen Assyrien und dem Nordreich Israel. Und er endete mit der Zerstörung des ersten Tempels und der Deportierung der Bewohner.

        „eine gewisse Nähe zweier alleinseligmachender Religionen“? Ach was ! Christen und Muslime senden bekanntlich dieselbe Botschaft. Jeschascha = Mohämme. Nee, Augenblick! Die Koraniker sind kulturell überlegen. Der Papst sagt es ja: Ein Land, in dem Kinder „zwick-zwack! Eiersack!“ rufen, hat alles zu lernen von Zuzüglern, in deren Ländern Schwule entweder eingesperrt oder hingerichtet werden.

        NB. Von Jeschaja ha-Nawi lernt man nicht, dass man sich gegen die Assyrer nicht wehren darf; nur dass man an ihrem Menschsein festhalten muss und auf jenen Tag hoffen, da Friede möglich sein wird.

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      • Clas Lehmann schreibt:

        Nein, das schreibe ich nicht, und ich glaube nicht, dass ich es durcheinander bringe. Es ist da ein Durcheinander, alle möglichen Kirchlinge leiden daran, teils ohne es zu merken. Ich versuchte nur beizusteuern zum Verständnis des Verstehens zwischen Rom und Kairo… Hinweisen auf einen Bestand an Gemeinsamem.

        Und klar ist mir auch, dass die Schulkollegen damals vergleichsweise harmlos waren.

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  12. schum74 schreibt:

    Korrektur:
    Jeschaja = Mohämme. Oh lala!

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