Warum ist Israel rechts?

Rechts ist in Deutschland schlecht. Links ist besser, auch wenn es rechts ist. Will man jemanden vernichten, so genügt es zu behaupten, dass er „rechts“ ist. Deshalb weigert sich die CDU und sogar die CSU (sic!), rechts zu sein. Beide sind „konservativ“, also rechts.

Rechts ist in Deutschland schlecht, da die NSDAP rechts gewesen ist. Dabei ist sie so nationalsozialistisch wie die KPDSU gewesen. Beide Parteien sind sozialistisch in „einem“ Land, also national. Nur deshalb ist es möglich gewesen, dass beide Länder, Hitler-Deutschland und Stalin-Russland gemeinsam gegen Polen kämpfen und siegen. Die nationalen Sozialisten auf beiden Seiten sehen Polen nicht als Staat an. So ähnlich wie heute Merkel und Putin.

Polen ist damals wie heute rechts gewesen.

Während die Nazis die Juden als Bolschewisten und Kapitalisten verachten, sind für die Kommunisten damals die Juden nur Kapitalisten, also rechts. Heute stehen einzelne Juden politisch rechts, öfters in den USA und in Frankreich als in Israel, weshalb für Nicht-Rechten ganz Israel rechts ist, also verdammenswert. Denn die von den rechten Juden unterdrückten Palästinenser sind links! Messer zum Judenstechen sind links! Auch Selbstmordattentate sind links, solange sie sich gegen Juden in Israel richten.

Folgenden kleinen Artikel hat die dpa vor einigen Tagen veröffentlicht:

Die ultrarechte Partei „Unser Haus Israel“ wird Mitglied der rechts-religiösen Regierung von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu. Der Vorsitzende der ultrarechten Partei wird neuer Verteidigungsminister. Israels Regierungsbündnis rückt damit noch weiter nach rechts. Die Koalition aus rechts-religiösen Parteien verfügt jetzt über 66 der 120 Mandate im Parlament.

In vier kurzen Sätzen wird fünf Mal das Wort „rechts“ benutzt. Der Judenstaat Israel gehört von Rechts wegen wie einst Polen eliminiert. Welcher Nazi oder Kommunist wagt sich vor?

PS:

Ideen sind mächtiger als Waffen. Wir missgönnen unseren Feinden die Waffen, warum sollten wir ihnen Ideen zugestehen? (Stalin)

Erschienen bei

https://www.fischundfleisch.com/anti3anti/warum-ist-israel-rechts-21279

 

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13 Antworten zu Warum ist Israel rechts?

  1. Hessenhenker schreibt:

    Dieser Blog ist mir eine größere Informationsquelle als Google.

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  2. caruso schreibt:

    Die Antwort auf die Titel- Frage ist – grob gesagt – weil der politischen Rechten die Sicherheit Israels, seiner Bevölkerung und nicht zuletzt sein jüdisch-demokratischer Charakter immer wichtiger waren als der politischen Linken. Ein sehr großer Teil der Linken versteht bis heute nicht wirklich, daß man ohne eine Ahnung von Tora & Talmud nicht jüdisch sein kann. Sie lehnen die Religion ab.
    Nun, ich bin auch eine Gottlose, war es zeit meines Lebens, und mußte doch in den letzten cs. 3o-35 Jahren erkennen, daß ohne die beiden Ts die Worte „Jude“, „jüdisch“ inhaltslos sind. Ja, man kann natürlich ethnisch dazu gehören, aber wen interessiert das? Außerdem, nur durch die ethnische Zugehörigkeit entsteht nicht das spezifisch Jüdische, – Hoffentlich ist es zumindest halbwegs verständlich, was ich da verzapfte. Ich habe nicht nachgedacht, die Worte kamen spontan Ich denke sowieso nie. Denken ist anstrengend und ich bin faul.
    lg
    caruso

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    • Gutartiges Geschwulst schreibt:

      @anti3anti

      Vielen Dank!

      @caruso: „Denken ist anstrengend und ich bin faul.“

      Mir geht es ähnlich, liebe @caruso. Ein Gedanke ist eine normale Anschaffung, so wie jede andere. Bevor ich mir einen Gedanken zulege, überlege ich, ob ich ihn wirklich brauche.

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    • Hein schreibt:

      Caruso, verstehen kann man meistens nur, wenn man verstehen will. Worte drücken doch immer nur annähernd aus, was man sagen will.

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    • schum74 schreibt:

      Apropos Tora: Soll ich Dir zu Schabbes eine schöne Talmud-Sage erzählen? Man könnte sie „Maschiach unter den Bettlern“ nennen. Zuerst das Original – das heißt, streng genommen, nicht einmal das Original. Originalsprache der Gmara ist Aramäisch, aber ich bringe die allgemein verständliche Iwrit-Version, ja?

      רבי יהושע בן לוי מצא את אליהו שהיה עומד על פתח המערה של רבי שמעון בר יוחאי … אמר לו (רבי יהושע לאליהו) אימתי יבוא משיח, אמר לו (אליהו לרבי יהושע) לך שאל לגביו, והיכן הוא יושב? על פתחה של רומי, ומה סימנו? יושב בין עניים סובלי חלאים וכולם מתירים וקושרים (את פצעיהם) בפעם אחת והוא מתיר אחד וקושר אחד, כיוון שאמר אולי אצטרך לגאול את ישראל לא אתעכב. (סנהדרין צח א)

      [Rabbi Jehoschua Ben Lewi fand (den Propheten) Elijahu vor der Höhle des (untergetauchten) Rabbi Schim’on Bar Jochaj. …Sagte R. Jehoschua zu Elijahu: Wann kommt der Maschiach? – Geh hin und frag nach ihm, sagte Elijahu. ‒ Und wo ist er? – Vor dem Tor Roms. – Und woran erkennt man ihn? – Er sitzt zwischen kranken Obdachlosen und Alle verbinden ihre Wunden. Der Maschiach ist derjenige, der seine Wunden einzeln behandelt: Er entfernt die Verbandslappen nicht Alle auf einmal und verbindet die Wunden neu, sondern erneuert jeden Lappen extra für den Fall, dass man ihn dazwischen ruft, Israel zu retten, dass er sich nicht verspäte. (Babylonischer Talmud, Traktat Sanhedrin, 98a)]

      Kommentiert die jüdische Online-Universität AKADEM:
      „Der Maschiach lebt bereits unter uns aber keiner sieht ihn, weil er bei den Ärmsten sitzt.“

      (Was haben die Christen noch mal gegen den Talmud?)

      Schabbat Schalom und schönes Wochenende an Alle.

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  3. schum74 schreibt:

    Ein sehr guter Artikel, anti3anti! Danke Ihnen.

    „Welcher Nazi oder Kommunist wagt sich vor?“

    Mein kleiner Finger sagt mir, dass Merkels Deutschland das Rennen gewinnen wird. Ich weiß, noch klingt es unglaubwürdig: Hat Deutschland bei der jüngsten Resolution zum Ausschluss Israels aus der Weltgesundheitsorganisation nicht erstmalig offen gegen Israel Position bezogen? Die UNESCO-Resolution, die den Juden jedwede Verbindung zum Tempelberg und zur Klagemauer abspricht, hat es noch zurückgewiesen.
    Vielleicht ist Merkel tatsächlich davon überzeugt, dass Israel „die Gesundheitsrechte der Syrier auf dem Golan verletzt“.

    Aber Scherz beiseite. Die Deutschen haben sich eine Spezialität daraus gemacht, spät zu starten, aber dafür binnen kurzem alle Anderen zu überholen. Man braucht nicht bis zur späten Industrialisierung (nach Großbritannien und Frankreich) und späten Faschisierung (nach Italien) des Landes zurückzugehen. Nehmen Sie die Migrantengeschichte: Nachdem Merkel „jahrelang die Hilferufe aus den EU-Grenzländern Italien und Griechenland nach einem Quotensystem zur Verteilung von Flüchtlingen abgebügelt hatte“, holt sie binnen Monate das Versäumte nach und lässt die Konkurrenten weit hinter sich. Und nicht nur das: „Die ‒ im Übrigen irrige ‒ Ansicht, das Asylrecht kenne ‚keine Obergrenze‘ hat sie europaweit für sich exklusiv“ (Stern, 19.01.2015).

    So wird es auch gegen Israel sein: spät gestartet, aber dann hoho! Gut, dass das Judentum Verzweiflung verbietet.

    http://www.stern.de/politik/deutschland/fluechtlinge–angela-merkel—die-zeit-der-kanzlerin-laeuft-ab-6656136.html

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  4. schum74 schreibt:

    Auf dem Magdeburger Parteitag der Linkspartei hat Sahra Wagenknecht eine Torte ins Gesicht bekommen. Wie reagiert Genosse Dietmar Bartsch auf den „perfiden“ Anschlag? Man beachte die superlativische Verwendung von „nicht links“ in der Steigerung:

    „Wagenknechts Co-Fraktionsvorsitzender Dietmar Bartsch nennt die Aktion dumm, asozial und nicht links.“

    Schlimmer als dumm und asozial: nicht links. So sieht deren Weltbild aus.

    http://www.n-tv.de/politik/Tortenwurf-zeigt-Dilemma-der-Linkspartei-article17801151.html

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    • Clas Lehmann schreibt:

      Auf einem Parteitag der Linken ist das ja nun wirklich ein Kriterium… Wegen dumm und asozial kann man nicht ausschließen; wegen Nicht Links vielleicht schon?

      Es besteht aber wirklich die Gefahr, dass diese intern immerhin möglichen Kriterien in’s allgemeine Weltbid hinein gelangt sind.

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  5. Pingback: Stoff für’s Hirn | abseits vom mainstream - heplev

  6. Chaya schreibt:

    Was fuer ein Zitat…

    Gefällt 1 Person

  7. aurorula a. schreibt:

    A propos politische Bedeutung von Begriffen (das passt am ehesten hierhin):
    Nach „rechts“ und „links“ jetzt „(un)gerecht“.

    Schön zu sehen am Ausschluß zweier gewählter Delegierter zum Parteitag der Demokraten aufgrund ihres Geschlechts – im Namen der Geschlechtergerechtigkeit:

    http://www.thegatewaypundit.com/2016/07/democratic-party-bars-two-convention-delegates-vermont-theyre-men/

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