Brunnenvergifter: Nach den Grönländern verlassen die Briten das sinkende Schiff

Die EU ist eine undemokratische Missgeburt, die die Erzeuger verdrängen und zu verheimlichen suchen. Es wäre märchenhaft schön gewesen, wenn die Bürger die EU angenommen hätten. Doch die Zeiten, in denen das Wünschen noch geholfen hat, sind lange vorbei. Die EU strebt an, ein postnationales Staatengebilde zu werden als Nachfolgerin des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation. Der Kaiser ist stets ein Deutscher gewesen, denn auch die Österreicher halten sich für Deutsche. Ein einziges Mal bewirbt sich ein Franzose erfolglos um das Kaiseramt.

Das Heilige Römische Reich Deutscher Nation geht nach über 800 Jahren wegen unlösbaren Nationalitätenfragen unter. Die EU wird keine 80 Jahre überstehen.

Ein besseres Vorbild für die EU wäre das Römische Reich zur Zeit der Pax Romana, die nach manchen Historikern 200 Jahre gedauert haben soll. Die Kriege, die Rom in dieser Friedenszeit führt, berühren die meisten Bewohner des Imperium Romanum nicht. In diesem Punkt ähnelt die EU dem Imperium Romanum. Die 200 Jahre der Pax Romana sind für die EU illusorisch.

Sowohl das Imperium Romanum, als auch das Heilige Römische Reich Deutscher Nation sind im heutigen Sinn keine Demokratien, sondern autoritäre Regime. Ohne Diktatur ist die EU nicht existenz- und überlebensfähig. Merkel und Orbán wissen es, Hollande, Junker und Schulz träumen davon.

Die Vereinigten Staaten von Amerika sind als Vorbild für die EU unerreichbar. Die weißen Kolonisten haben ein gemeinsames erreichtes Ziel, nämlich die Eroberung des Wilden Westens und die Ausrottung der vorgefundenen Einheimischen. Ein Zusammenschluss mit Kanada scheitert am europäisch-fixierten Denken der Kanadier.

Ein ernst gemeinter Zusammenschluss der EU wird an der Einführung der gemeinsamen Währung festgemacht. Der € ist kein erstrebenswertes Ziel, sondern die heute nicht mehr nachvollziehbare Vorbedingung, dass Deutschland sich widervereinigen darf, um auf Grund seiner Größe die wirtschaftliche und politische Leitung und Vorherrschaft in der EU zu übernehmen. Bevor noch zwei Jahrzehnten ins Land gehen, entpuppt sich der € als griechische Hungerwährung. Die von Deutschland vorgeschriebene Haushaltsdisziplin stürzt die arbeitenden Menschen Europas, die von ihrem Gehalt leben, in die Armut. Während die Arbeiter in Frankreich kraftvoll demonstrieren, verdrücken sich die jetzigen und zukünftigen deutschen Rentner in Wahnphantasien, dass ihnen das Einkommen mit zusätzlicher Sozialhilfe und Zeitungsaustragen ausreichen wird.

Die europäische Union kennt auch Gewinner, die sich dadurch auszeichnen, dass sie nicht auf die EU angewiesen sind. Bereitwillig packen sie ihre Koffer, um ohne Bedenken von London nach Frankfurt oder Paris zu ziehen: ubi bene ibi patria, ist die Losung der anstandslosen EU-Gesellen.

Der Niedergang der EU macht sich an den Sittenverfall der höchsten Repräsentanten bemerkbar. Das EU-Parlament sucht bereits jetzt Schuldige für den Brexit. Das EU-Parlament ist nicht für das Wohl der EU-Bürger zuständig, weder für das finanzielle, schon gar nicht für das ideelle. Der EU-Parlamentarier weist jegliche Verantwortung weit von sich. Den wirklich Schuldigen haben die faulen, gut bezahlten Intriganten schon ausgemacht: die Juden.

Am 23. Juni 2016, am Tag des Brexit, darf der Holocaustleugner und vor Jahrzehnten für vier Jahre gewählte Präsident der Westbank-Palästinenser im EU-Parlament eine Rede nuscheln. Er wirft in seiner Hetzrede von seinem Propagandaminister erfundenen Rabbinern in Israel vor, das Brunnenwasser der Palästinenser zu vergiften. Das Blut von Muslimen, welches fürs Matzen-Backen benötigt wird, vergisst der vertrottelte Selbstherrscher zu erwähnen. Für seine jüdisch-rabbinische Brunnenvergifter-These erhält er von allen anwesenden EU-Parlamentariern im gut gefüllten Saal Standing Ovations. Der Große EU-Vorsitzende Martin S, der als selbstherrlicher Israelfreund regelmäßig seinen Beitrag der Deutsch-Israelischen Gesellschaft in Aachen von welchem Konto auch immer überweisen lässt, ist von Abbas Vortrag überwältigt. Bei gewissen inneren Beschwerden stelle ich mir sein schönes Antlitz vor. Wenn das nicht hilft, denke ich an die EU-Fahne.

http://www.nytimes.com/2016/06/24/world/middleeast/mahmoud-abbas-claims-rabbis-urged-israel-to-poison-palestinians-water.html?_r=1

https://tapferimnirgendwo.com/2016/06/25/die-europaeische-union-applaudiert-sich-zurueck-ins-mittelalter/

Nun hat die EU endlich den Anschluss zum Dunklen Mittelalter gefunden: Die Juden vergiften Brunnen. Nicht nur die Brunnen der Palästinenser, sondern auch die der Grönländern, der Briten und bald die aller anderen EU-Europäer! Deshalb hat die Mehrheit in England falsch abgestimmt.

Brunnenvergifter muss man bestrafen. Zuerst verfolgt man sie und sondert sie am besten konzentriert ab. Früher hat man die jüdischen Brunnenvergifter in der Öffentlichkeit lebendig verbrannt. Die mitfühlende Öffentlichkeit muss heute ausgeschlossen werden. Zuvor verlegt man zur Beruhigung des Gewissens einige Stolpersteine, um der verschwundenen Juden während des Großen Krieges zu gedenken.

Man will doch nicht in einer solch aufgeklärten Zeit als herzloser Antisemit dastehen.

Erschienen unter

https://www.fischundfleisch.com/anti3anti/nach-groenland-verlassen-die-briten-als-zweite-das-sinkende-schiff-22377

 

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42 Antworten zu Brunnenvergifter: Nach den Grönländern verlassen die Briten das sinkende Schiff

  1. caruso schreibt:

    Was sie wollen ist egal. Einen anderen Grund als Antisemitismus für Standing Ovation, danach was für Lügen Abbas hinausposaunt, kann ich beim besten Willen nicht finden. Eine andere Möglichkeit wäre vielleicht, daß es im EP keinen gibt, der/die über eine IQ von über 50% verfügt. Welcher Fall schlimmer wäre, sollen klügere Menschen entscheiden als ich einer bin. —

    Aufgeklärte Zeit — daß ich nicht lache! Wann? Wo?. Im EP jedenfalls nicht.
    lg
    caruso

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  2. Diese EU hat nach dem Brexit hoffentlich bald abgewirtschaftet! Ein Reich das mit sich selbst uneins ist (hier meine ich die EU) kann auf Dauer nicht bestehen sonder ist zum, Untergang verurteilt.

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  3. schum74 schreibt:

    Überschätzen Sie nicht die Bildung der EU-Parlamentarier, wenn Sie voraussetzen, dass sie von der mittelalterlichen Brunnenvergifter-Legende gewusst haben? Was steht in den deutschen Schulbüchern, die Gideon Böss (Die Welt, 22.09.2011) analysiert hat? Dass die Israelis Landräuber und Quäler wären. Genügt das nicht, um Mahmud Abbas die Brunnenvergiftungsgeschichte abzunehmen? Zumal er ja Präsident ist und gut unterrichtet sein muss.

    Dass aber EU-Parlamentarier Mahmud Abbas auch die Versicherung abnehmen, die Terroranschläge auf der ganzen Welt würden in dem Augenblick aufhören, da die sog. Palästinenser einen eigenen Staat bekommen (Israelnetz, 24.06.2016), verwundert doch.
    Die Brüder Kouachi erschießen 10 Charlie-Hebdo-Journalisten, weil die Fantastinenser keinen eigenen Staat haben? Akbaristen ermorden am 10. November 2015 in Paris 130 Menschen, weil die Fantastinenser keinen eigenen Staat haben? Omar Mateen bringt in Orlando 49 Schwule um, weil die Fantastinenser keinen eigenen Staat haben?
    Also, bei allem Antisemitismus: Das glauben EU-Parlamentarier wirklich? Den Stuss quittieren sie mit standing ovations? Wie viele Leute müssen sich dort einen IQ von 100 teilen?

    http://www.welt.de/print/die_welt/kultur/article13619194/Veraltet-verdreht-und-voellig-einseitig.html

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    • Jan schreibt:

      Ob der IQ wirklich noch wichtig ist? Ob diese schrecklichen Gestalten den Stuss glauben oder nicht, ihnen geht es vorrangig darum, ihren Untertanengeist zu demonstrieren. Jedes Mitglied des Plenums wollte vor dem Präsidenten der Palästinenser, dem Volk, von dem alle anderen Völker abstammen, und das auserkoren ist, der Welt den Frieden zu bringen, als dhimmigster Dhimmi dastehen. Die Wahrheit ist da völlig nebensächlich.
      Im Gesicht von Abbas, in seinem überraschten, fast schon fassungslosen Lächeln war es während des Beifalls deutlich zu lesen: „Wie einfach man doch diese Trottel verarschen kann …“

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      • schum74 schreibt:

        Es war nicht richtig von mir, über die Brunnenvergifter-Geschichte hinweg zu wischen.
        Um Abbas abzunehmen, dass nicht namentlich genannte Rabbiner, die israelische Regierung angestiftet hätten, die Wasserquellen in der PA zu vergiften (Ulrich W. Sahm, 25.06.2016), muss man ein bestimmtes Bild von Juden im Allgemeinen und von Rabbinern im Besonderen haben.
        Wann hat jemals eine Gruppe von Juden zu Massaker, gar zu Völkermord, aufgerufen? Ausgerechnet das Volk, das „Du sollst nicht morden“, sich und der Welt eingebrannt hat, soll Millionen Menschen mir nichts dir nichts ermorden wollen?
        Um darüber zu stolpern, muss man von keiner Ritualmordlegende was gehört haben. Man muss nur sein Bisschen Gedächtnis abrufen.

        Übrigens: Laut New York Times (24.06.2016) hat Abbas einen Tag nach seiner Sternstunde im EU-Parlament seine Verleumdungen zurückgenommen: Die Gerüchte hätten sich als „grundlos“ erwiesen. Ob Buurmann Recht hat mit der Vermutung, dass die Ritualmordbeschuldigung ein Versuchsballon gewesen sei? Wie weit darf man schon bei den Europäern gehen? In diesem Fall hat Mahmoud A. allen Grund, mit den Trotteln zufrieden zu sein.

        „Israel hat unser Land in ein Gefängnis verwandelt“, hat Abbas gesagt. Unter Applaus, nehme ich an. Hat ja Sigmar Gabriel seinerzeit bestätigt.
        Ich verstehe schon Clas‘ Hinweis auf „die fehlende Gewohnheit“, bei Reden und Vorträgen „mitzudenken“.
        Aber es gibt auch Zeitungen, nicht? Sollten die EU-Parlamentarier nicht wenigstens am Rand mitbekommen haben, dass ihr Lieblingsheld Mahmud Abbas hintereinander die Angebote von Ehud Barak 2000-2001, von Ehud Olmert 2007 und von As-Sisi (Sinai-Plan) 2014, einen Fantastinenser-Staat zu errichten, abgelehnt hat? Was ist das für ein Gefängnis, das der Gefangene nicht verlassen will?

        Es ist für einen Juden z. Z. nicht leicht, sich der Wirklichkeit zu stellen. Was heißt das, wenn die EU-Parlamentarier glauben,
        a) dass Israel die Palästinenser eingesperrt hält;
        b) dass Israel einen Völkermord plant;
        c) dass der Terrorismus weltweit auf Israels Konto geht?

        Die Antwort ist ziemlich bedrückend, nicht? Der unbeschreibliche Martin S. hat die Rede „inspiring“ gefunden. Fragt sich nur: inspirierend wozu?

        Schade, dass England gegen Island verloren hat. Ein Sieg hätte den Engländern gerade gut getan.

        http://www.israelnetz.com/aussenpolitik/detailansicht/aktuell/abbas-israel-hat-unser-land-in-gefaengnis-verwandelt-96587/

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      • schum74 schreibt:

        PS. Nur genauigkeitshalber: Den Luxus, zu einem Pali-Staat als Erster Nein zu sagen, hat sich Abbas‘ schnuckliger Vorgänger Arafat 2000-2001 gegenüber Ehud Barak geleistet. Wobei der Unwille, was Eigenes aufzubauen, tief eingefleischt ist: Schon 1947 wollten die palästinensischen Araber von einem eigenen Staat nichts wissen.

        Gideon Böss (Die Welt, 29.08.2008):
        „Kurden, Tschetschenen oder Tibeter kennen den Luxus nicht, immer wieder Nein sagen zu können.“

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    • Clas Lehmann schreibt:

      Und wenn man sie ihm abnähme, müsste doch eigentlich daraus folgen: Der ist also verantwortlich. Den muss man durch die Saaldiener und alsdann durch die Polizei festnehmen und vor Gericht stellen?

      Ich glaube übrigens nicht, dass das Phänomen mit dem IQ zu tun hat. Es ist mehr die fehlende Gewohnheit, Reden oder Vorträge, denen man folgt, mitzudenken. Dieser Ansatz wird von der Schule an, spätestens, verdrängt durch den Anspruch, mitzuschreiben und zu reproduzieren, was da einer vorträgt… Hinzu kommt etwa das Fernsehn, bei dem ein mitgeteiltes Mitdenken schlicht auf technische Unmöglichkeiten stößt. Colorandi causa: Gestern im Radio, nach verschossenem 11m: „… vielleicht wäre Müller doch die bessere Wahl gewesen?! Aber das ist jetzt Theorie.“ Den Unterschied zwischen Theorie und Spekulation kann man dem Manne nicht erläutern, er ist weit weg und sabbelt weiter… Und es geht nicht um’s Denken, es geht um eine Massenaufwallung, eine denkfeindliche. Und damit sind wir wieder bei der Rezeption von Abbas Reden…

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  4. Lancelot schreibt:

    Das Klatschen kann man vergessen, es ist doch immer so, dass das Publikum komplett klatscht. Applaus sagt doch kaum was noch aus, ob es einem gefällt.
    Die Briten haben ihren Ausschluss selbst entschieden, aber letztendlich entscheidet das Parlament, ob es wirklich zum Brexit kommt.

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    • Clas Lehmann schreibt:

      Bei einer künstlerischen Darbietung, insbesondere bei einem kindlichen Versuch dazu,hättest Du recht… Hier handelt es sich aber um eine politische Rede, die die vielleicht auch noch dahingehend missverstanden wird.

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      • Clas Lehmann schreibt:

        Braucht einer hier ein überflüssiges „die“? Tausche gegen Leertaste…

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      • Lancelot schreibt:

        Ich denke, dass diese Rede gar nicht missverstanden wurde. Bei der Sympathie gegenüber den Palästinensern, freut sich die Politik, wenn Israel kritisiert wird. Soll die EU doch deren Staat anerkennen und in die EU aufnehmen, als Ersatz für Großbritannien.
        Warum Abbas überhaupt freiwillig eine Rede hält, in einem westlichen Land, welches dem Islam verhasst ist, ist leicht zu erraten, er bekommt den Applaus, den er sich wünscht. Mehr aber auch nicht, es fällt auf, dass keine große Zeitung über die Rede im EU-Parlament berichtet. Aber zumindest die wichtigen Politiker haben ihn gehört.

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      • Clas Lehmann schreibt:

        Aber sehen nicht die klatschenden EuparlamentarierInnen aus wie Mütter bei einer Schulaufführung? Wo man klatscht, weil man den Aufführenden wohl will, auch wenn das, was sie da machen, einen vielleicht nicht wirklich begeistert? Und ist da nicht auch diese selbe unkritisch wohlwollend-förderfrohe Haltung gegenüber den Palis?

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      • schum74 schreibt:

        Es ist was dran an der Bemerkung, EuparlamentarierInnen würden sich wie Mütter bei einer Schulaufführung verhalten: unkritisch wohlwollend-förderfroh.
        Im Kontext heißt es: herablassend bis tatsächlich rassistisch. Beispiel: Kein EU-Mensch erwartet von einem arabischen Regierungschef, dass er Englisch spricht. Von so einem erwartet auch niemand eine gesittete Rede, die dem politischen Gegner good will attestiert. Einem Mohämmer lässt man offen nationalistische Töne durchgehen etc.
        Doch stell‘ dir eine Schulaufführung vor, bei der ein Kind von der Bühne herab der versammelten Mutterschaft mitteilt, die Schüler der 5b würden Anstalten treffen, das Essen in der Kantine zu vergiften. Würde das wohlwollende Publikum nicht jäh aus der Lethargie aufwachen? Würde die Leitung nicht die Aufführung abbrechen, um Beweise zu fordern, eine Untersuchung ankündigen etc.? Würden die Muttis die Erklärung reaktionslos passieren lassen, um am Ende wild zu klatschen?

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      • Clas Lehmann schreibt:

        Das eben scheint mir ja das Missverständnis zu sein: Abbas ist kein Schüler, und er versucht sich auch nicht an einer künstlerischen Darbietung, und die ParlamentarierInnen sind auch keine Mütter dazu. Sie verhalten sich aber wie welche.

        Immerhin gesehen habe ich mal welche, die frenetisch zu auf der Bühne tatsächlich rauchenden Achtklässlern klatschten, obwohl sie sonst sehr auf Gesundheitsvorsorge achteten… Ob man nicht das Rauchen auch ohne brennende Zigarre spielen könnte: Die Frage schon brachte sie in wüst zeterbereite Verteidigungshaltung…

        Gegenszenario: Die haben da einen ehrgeizigen Musiklehrer, und der macht sich an eine Passion heran… Ich glaube, die Mütter würden klatschen

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      • Clas Lehmann schreibt:

        Und ja, ich denke sowas ginge durch, wenn die Mütter annähmen, das gehöre zum Stück.

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      • Clas Lehmann schreibt:

        Und dann habe ich das Wort „ovationiert“ gefunden, und es gefällt mir wegen der Anklänge und mitschwingenden Bedeutungen…

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      • Clas Lehmann schreibt:

        Ovationieren bezeichnet dann also einen frenetischen Beifall, der der Befriedigung des Gutseinstriebes des Ovationierenden mindestens so dienlich ist, wie er Zustimmung zum Gegenstand des Beifalles meint.

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      • schum74 schreibt:

        Un criminel ovationné par des imbéciles

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      • Clas Lehmann schreibt:

        Mais avec ambition criminel aussi, les imbéciles, par fois. Ils l’adorent.

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  5. Avi Shlomo Rosh schreibt:

    „Hostienschändung“ hast du vergessen. Kam ja auch indirekt in Erwähnung…

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  6. schum74 schreibt:

    Mehr als 30 Tote und über 100 Verletzte bei dem heutigen Terrorangriff auf den Atatürk-Flughafen in Istanbul. Warum das alles? Fragen Sie die EU-Parlamentarier. Die wissen warum. Weil die Fantastinenser immer noch keinen eigenen Staat haben. Darum. Erst wenn Israel „die Besetzung der palästinensischen Gebiete“ aufgibt, „hört der Terrorismus nicht nur im Nahen Osten, sondern auch überall auf der Welt auf“ (Israelnetz, 24.06.2016). Bei Allah, so wird es sein.

    Anscheinend will auch Abbas’ Berater Sultan Abu Aleynin eine Einladung zum EU-Parlament erwirken. Seine starke Erklärung auf der Webseite Dunia al Watan ist Perlen vor die Säue. Kein Applaus arabischerseits für die Worte „Wenn ich auf einen Israeli treffe, schlitze ich ihm die Kehle auf“ (CAN, 28.06.2016). Die Mohämmer sind eben blasierte Leute. In der EU weiß man noch so was zu schätzen.

    http://coolamnews.com/quand-le-conseiller-du-president-palestinien-veut-egorger-les-juifs/

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  7. schum74 schreibt:

    Den Abbas-Ovationierern im Europäischen Parlament hat Itamar Marcus von Palestinian Media Watch einen Bericht für das Jahr 2015 zukommen lassen. „Das haben wir nicht gewusst“ gildet nicht mehr.

    Since the Palestinian Authority was established, and continuing throughout 2015, the PA has systematically used Antisemitism to indoctrinate young and old to hate Israelis and Jews. The PA has actively promoted religious hatred by demonizing Judaism and Jews, spreading libels that present Jews as endangering Palestinians, Arabs, and all humanity.

    The PA presents Jews as possessing inherently evil traits. Jews are said to be treacherous, corrupt, allied with the devil, as well as descendants of apes and pigs. In 2015, PA Chairman Mahmoud Abbas’ advisor on Islam and head of PA Shari’ah courts taught on PA TV that throughout history Jews have represented “falsehood… evil… the devils and their supporters… the satans and their supporters.” Accordingly, the conflict between Israel and the Palestinians is a conflict of “Allah’s project vs. Satan’s project.”

    The official PA daily published an op-ed saying Jews “are thirsty for blood to please their god (against the gentiles), and crave pockets full of money.” These Jewish “attributes” and traditions are presented as the unchangeable nature of Jews. These messages come from the top of the Palestinian Authority.

    http://palwatch.org/STORAGE/special%20reports/PMW%20Report%20on%20PA%20Antisemitism%202015.pdf

    Folgt eine Reihe von Belegen mit Datum und Uhrzeit.
    Aber natürlich wissen die EU-Abgeordneten längst, was sie beklatschen. Deswegen klatschen sie ja.

    Dafür eine kleine Ermutigung auf der diesjährigen Demo gegen den Al-Quds-Marsch in Berlin: Die Jesiden waren mit von der Partie. Auf ihrem großen Transparent: „Völkermord anerkennen ist gut; Völkermord verhindern ist besser“. Auch schön die Worte „Free Iran“ auf der blau-weißen Israel-Fahne.
    Juden + iranische Oppositionelle + Jesiden: Kann man in besserer Gesellschaft sein?

    Bleibt nur noch, den Herzenswunsch eines der Redner zu erfüllen: „Wir brauchen keinen Aufstand der Anständigen. Wir brauchen einen anständigen Aufstand“.

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  8. schum74 schreibt:

    In einer aufregenden Urteilsbegründung hat Friedensrichter Shmuel Harvest (?) in einem Prozess gegen einen muslimischen Gewalttäter in Jerusalem entschieden, dass der Ruf „Allah hu akbar“ außerhalb des Gebets einen Aufruf zur Gewalt darstelle: „Die Erfahrung in Israel lehrt, dass dieser Ruf außerhalb des Gebets verbreitet dazu dient, Ausschreitungen zu begleiten, oft auch Terror und Zerstörung. (Maariv, 03.07.2016)

    ניסיון העבר בישראל מלמד על השימוש הנפוץ של הקריאה שלא כחלק מתפילה אלא כמלווה מעשי התפרעות ולעתים גם טרור וחבלה.

    Zwar hat der Richter den Geltungsbereich eingeschränkt ‒ nur gegenüber Juden und nur auf dem Tempelberg ‒, doch damit kommt man der Sache schon näher. Wenn „Allah hu akbar“ außerhalb des Gebets als Aufruf zu Gewalt dienen kann, dann ist es auch innerhalb des Gebets verdächtig. Dann ist der Islam selbst eine Gewaltreligion.

    Man beachte, dass die Christen in ihren glorreichen Zeiten, wenn sie sich auf Feinde oder Opfer stürzten, keinen Gebetssatz zur Verfügung hatten. „Deus lo vult!“ kommt in keinem Gebet vor, und „Christ-Roy!“ (Christus König) ist nicht einmal ein Satz. „Schma Israel“ ist wiederum alles andere als ein Schlachtruf.
    Nur mit „Allah hu akbar“ kann man ein 13-jähriges Mädchen im Schlaf erstechen – und auch noch als Held gelten. Moloch hu akbar!

    http://www.nrg.co.il/online/1/ART2/794/599.html?hp=1&cat=402&loc=1

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  9. schum74 schreibt:

    Elie Wiesel (s’l) ehren, ohne das Artikelthema zu verlassen, das ist möglich.

    In einem „Seminar“ anlässlich der Erscheinung seines Buches Cœur Ouvert (Offenes Herz) am 27.11.2011 in Paris, erwähnt Wiesel u.a. das Entsetzen, das die palästinensischen Schulbücher ihm bereiteten. „Das ist nicht zu glauben. Das ist reiner oder unreiner Antisemitismus. Das ist unvorstellbar.“
    Elie Wiesel nennt keine Beispiele, aber dank Palestinian Media Watch können sich auch EU-Parlamentarier informieren.

    In einem Artikel (Causeur, 18.05.2016) zur UNESCO-Resolution, wonach das jüdische Volk keine historische Bindung zum Tempelberg habe, erzählt Oudy Ch. Bloch von den palästinensischen Mathe-Büchern, in denen die Zähleinheiten tote Juden sind.
    Der ehemalige UNESCO-Direktor Bernard Hadjadj zitiert seinerseit (Le Figaro, 02.05.2016) aus einem Koran-Handbuch für die 11. Klasse (1996), in dem die Juden als „gierig, geizig, feige, schwach, neidisch und gedemütigt“ beschrieben werden. „Wenn ihr tiefer in ihre Seele dringt“, heißt es weiter, „werdet ihr darin Feindlichkeit, Hass, Neigung zur Korruption… entdecken“. (Die drei Punkte sind von Hadjadj. Schade, es wurde gerade interessant.)

    Elie Wiesel also auf der Konferenz:
    « Je suis allé voir Kofi Annan qui à l’époque était Secrétaire général des Nations Unies, c’était mon ami. J’ai dit : Ecoutez, obtenez de ces dirigeants de changer les manuels, d’imprimer de nouveaux manuels, et moi je vous apporte le financement. Il y est allé. Ils ont refusé. »

    [Ich habe Kofi Annan aufgesucht, der damals Generalsekretär der Vereinten Nationen war, und ein Freund. Ich habe gesagt: Hören Sie zu: Bringen Sie diese Führer dazu, die Schulbücher zu ändern, neue Schulbücher zu drucken, und ich bringe Ihnen die Finanzierung. Er ist hingegangen. Sie haben sich geweigert.]

    Elie Wiesel, den man nicht vergessen wird, hat wohl eins übersehen: Die EU, die USA, Japan und wer weiß noch wer finanzieren seit eh und je und schon vorher nicht nur die Infrastruktur im sog. Palästina, sondern auch noch die Schulgebäude, das Personal, das Schulmaterial, Schere, Stein und Papier. Genauer gesagt: Sie, lieber anti3anti, und Sie, liebe Mitkommentatoren, Sie halten den Betrieb mit aufrecht.
    Hätte Kofi Annan in Ramallah gesagt: „Mister Arafat, wenn Sie mir bis zum nächsten Schuljahr keine annehmbaren Lehrbücher vorlegen, sorge ich dafür, dass Sie künftig keine Penunse sehen, Sie und Ihre feinen Kumpanen. Sie haben die Wahl: entweder Dschihad oder dolce vita“, dann hätt‘ es so was nicht gegeben wie: „Sie haben sich geweigert“.

    Hoffentlich hatte Elie Wiesel paar bessere Freunde als Kofi Annan.

    http://laregledujeu.org/2016/07/02/29508/elie-wiesel-a-coeur-ouvert/

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    • schum74 schreibt:

      Aus dieser Konferenz noch etwas für Menschen wie Caruso:

      Vorweg: Wie Prof. Marc Alain Ouaknin von der Bar-Ilan-Universität in einem seiner tollen Vorträge anmerkt, hat im Iwrit „jedes Wort ohne Ausnahme (mindestens) zwei Bedeutungen“. „Das nennt man Amphibologie“.

      Und wie versteht Elie Wiesel (s’l) die berühmten Worte „u-wachárta ba-Chajim“ (Deut 30, 19)? Klassischerweise übersetzt man: „wähle das Leben“ oder: „du wirst das Leben wählen“

      ובָחַרתָ בחיים למען תחיה

      u-wachárta ba-Chajim lemáan tichjé – und wähle das Leben, damit du lebest

      Elie Wiesel:
      « U-wacharta ba-Chajim : et tu choisiras les vivants. Chajim veut dire cela aussi. Les vivants. Et là, le problème : Nous sommes tellement attachés à la mémoire des morts que parfois on oublie les vivants. Et je dis qu’on n’a pas le droit de faire ça. … Et je n’ai pas le droit de me retourner vers les morts en abandonnant les vivants. … J’ai choisi ceux qui sont là, qui peut-être ont besoin de moi, et moi j’ai besoin d’eux. »

      [U-wacharta ba-Chajim: und du wirst die Lebenden wählen. „Chajim“ heißt nicht nur „das Leben“, sondern auch: „die Lebenden“. Die Lebenden. Und das ist das Problem. Wir sind so sehr an die Erinnerung an die Toten gebunden, dass man manchmal die Lebenden vergisst. Und ich sage, dass man dazu kein Recht hat. … Und ich habe kein Recht, zu den Toten zurückzukehren, und darüber die Lebenden zu vernachlässigen. … Ich habe die gewählt, die da sind, die mich vielleicht brauchen, und die ich brauche.]

      Schön, nicht?

      Und noch was:
      In der 12. der 13 Glaubensaussagen des Maimonides (12. Jh.) kommen die bekannten Worte vor: „Ich glaube fest an die Ankunft des Maschiach; und auch wenn er sich verspätet, werde ich trotzdem jeden Tag darauf warten, dass er kommt. (Übliche Wiedergabe)

      אני מאמין באמונה שלמה בביאת המשיח ואף על פי שֶיִתמַהמֵה עם כל זה אחכה לו בכל יום שיבוא.

      Ani maamin be-Emuna schlema be-Wi’at ha-Maschiach we-af al pi sche-jitmaméa im kol se achaké lo be-chol Jom sche-jawo.

      Eli Wiesel macht darauf aufmerksam, dass geschrieben steht: „und auch wenn er sich verspäten wird“, nicht: und auch wenn er sich verspätet ‒ wie man hätte erwarten können.
      sche-jitmaméa, nicht: sche-mitmaméa.

      Ich glaube fest an die Ankunft des Maschiach; und auch wenn er sich verspäten wird, werde ich trotzdem jeden Tag darauf warten, dass er kommt.

      Eli Wiesel: Der Rambam hat es für unsere Generation geschrieben. Er hat gewusst, dass der Maschiach sich verspäten wird.

      Eli Wiesel: « Etre Juif, c’est attendre. Alors on attend. » ‒ Jude sein, heißt warten. Also wartet man.

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      • Clas Lehmann schreibt:

        Aber in der Zwischenzeit kann man schon was tun, nicht? Warten alleine ist es doch nicht, oder es hat auch mehrere Bedeutungen?

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      • schum74 schreibt:

        Gerade die Juden tun in der Zwischenzeit eine ganze Menge, nicht? Sie sind mit dem beschäftigt, was sich „Tikun ha-Olam“ nennt: Rettung der Welt. Im Ernst🙂

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      • Lancelot schreibt:

        Ich habe eine Frage über den Messias und hoffe, dass ich hier eine Antwort finde.
        Der Messias soll laut Bibel/Tanach ein Jude sein, aus den Stamm Juda, direkter männlicher Nachkomme von David. (Weitere Bedingen lasse ich mal außer Acht). Für Jesus treffen diese Bedingungen zu, aber er wird vom Judentum nicht als Messias anerkannt. Da Jesus aber keine Nachfahren hat, frage ich mich, wie wie Nachkommenschaft von David fortgesetzt werden soll, wenn sie mit Jesus‘ Tod endet? Oder zählen als direkte männliche Nachfahren nicht nur die erstgeborenen, sondern auch zweit- oder drittgeborene Söhne?

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      • schum74 schreibt:

        Abgesehen davon, dass die Evangelisten Matthäus und Lukas zwei verschiedene Stammbäume zeichnen, ist Josephs Abstammung ohne Bedeutung, da Jesus hmm einen anderen Vater hat, nicht?
        Ich halte es lieber mit Johannes🙂, der Jesum gleich mit dem Logos identifiziert, so dass er sich mit Abstammungsfragen nicht erst aufhalten muss.

        Aber wenn Jesus auch sonst jegliche Eignung zum Messias-Sein gefehlt hat, ist er trotzdem was geworden, oder?🙂

        PS. Von einem Maschiach ist im Tanach nirgends die Rede. Der Maschiach ist eine talmudische Interpretation verschiedener Textstellen, wobei die Vorstellungen unter den Diskussionsteilnehmern und auch bei den späteren Rebbes (wie Maimonides etwa) voneinander sehr abweichen.

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      • schum74 schreibt:

        PSS.
        Genauigkeitshalber: Das Wort „Maschiach“ (Gesalbter) kommt im Tanach oft vor – David ist ein Maschiach, der persische König Kyros auch ‒, aber es gibt keine Maschiach genannte Retter-Gestalt. Die hat erst die mündliche Tradition geschaffen.

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      • Clas Lehmann schreibt:

        Ja, tun sie, und mir schien eben auch das Tun zum Être Juif zu gehören…

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      • schum74 schreibt:

        Noch eins, Lancelot:
        Über Davids Nachkommenschaft machen Sie sich keine Sorgen. Der schönäugige König hatte einen ganzen Harem. Nur Schauls Tochter Michal war unfruchtbar. Die anderen Frauen haben ihm jede Kinder geschenkt, so dass die Nachkommen inzwischen halb Israel füllen müssten. Wenn das nicht diejenigen waren, die für Netanjahu gestimmt haben…

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      • Clas Lehmann schreibt:

        Sind hier Ferien, oder muss man sich Sorgen machen?

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      • anti3anti schreibt:

        Ferien!

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      • schum74 schreibt:

        Gute Woche und viel Freude, lieber anti3anti!

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      • Clas Lehmann schreibt:

        Ferien sind fein! Gegönnt und gewünscht ein besser Wetter als hier zur Zeit!

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  10. Heimchen am Herd schreibt:

    „Jude sein, heißt warten. Also wartet man.“
    Geduld ist Eure Stärke, liebe Schum!

    Yehuda Green – Days are coming

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