Doping

Ich verrate keine Geheimnisse, wenn ich hier schreibe, dass kein Sportler bei einer internationalen Veranstaltung die leiseste Chance hat, das Siegertreppchen zu besteigen, wenn er nicht dopt. Deshalb werden möglichst alle teilnehmenden Sportler auf Dopingmittel untersucht. Der Dopingnachweis gelingt nur lückenhaft. Neue Mittel entziehen sich dem üblichen Nachweis, so dass neue Verfahren entwickelt werden müssen. In der Zwischenzeit genießt der Sportler mit den neuesten verbotenen Präparaten alle Vorteile. Irgendwann greifen die neuen Nachweismethoden. Dann werden neue Dopingmittel fabriziert. Ein ewiger Wettlauf, den niemand gewinnen kann.

Bereits vor Tausenden von Jahren, bei den Olympischen Spielen der Antike, wurde gedopt. Es war üblich, erlaubt und technisch nicht nachweisbar.

Derr dopende Sportler weiß, dass er seiner Gesundheit schadet. Falls der Sportler nicht dazu gezwungen wird zu dopen, weil er in einer Diktatur lebt, die unbedingt Sieger benötigt, nimmt der Sportler gerne Dopingmittel ein. Es ist verlockend, weltweit Erster zu sein. Da opfert er gerne seine Gesundheit, zuweilen sein Leben.

Greifen wir die Radrennfahrer heraus. Ephedrin ist ein ausgezeichnetes, wirksames und verbotenes Dopingmittel, welches gleichzeitig Asthma-Erkrankten verschrieben wird. Die Wahrscheinlichkeit, an Asthma bronchiale zu erkranken, liegt weltweit zwischen einem und zehn Prozent. Radrennfahrer, die an der Tour de France teilnehmen, dürfen das Dopingmittel Ephedrin nicht einnehmen. Ephedrin ist so altbekannt, dass es leicht nachgewiesen werden kann. Radrennfahrer, die an der Tour de France teilnehmen und gleichzeitig an Asthma erkrankt sind, dürfen mit einem hochoffiziellen ärztlichen Attest Ephedrin einnehmen. Bei den an Asthma-erkrankten internationalen Radrennfahrern ist Ephedrin zugelassen. Das benötigte ärztliche Attest scheint dort leicht beschaffbar zu sein, wo es willige Mediziner gibt, also weltweit.

Etwa jeder dritte Radrennfahrer, der an der Tour de France teilnimmt, verfügt über ein ärztliches Attest, welches bescheinigt, dass der Radfahrer an Asthma leidet, welches nach Ephedrin verlangt, weil Asthma nur mit Ephedrin erfolgreich behandelt werden kann. Diese kränkelnden Sportler dürfen hochoffiziell Ephedrin einnehmen. Nur bei diesen an Asthma erkrankten Sportlern ist Ephedrin ein Heil- und kein Dopingmittel! Beinahe alle Radrennfahrer, die an der Tour de France teilnehmen und das Siegertreppchen schmücken oder irgendein Trikot anziehen dürfen, leiden unter Asthma!

Die Wahrscheinlichkeit einem Asthma-Erkrankten unter den erfolgreichen Radrennfahrern der Tour de France zu begegnen, ist gegenüber der Normalbevölkerung signifikant und auffällig erhöht. Diese Verteilung ist mathematisch nicht zufällig. Deshalb muss davon ausgegangen werden, dass Asthma-Kranke bessere Radfahrer sind. Verschiedene anerkannte und berühmte Universitäten versuchen nun herauszufinden, warum Asthma-Kranke bei der Tour de France derart erfolgreich sind, während im Alltag Asthma-Kranke auf E-Bikes ausweichen. Der Weltradsportverband Union Cycliste Internationale (UCI)  hat wegen Geldmangel ein Crowdfunding (Schwarmfinanzierung) begonnen, um dem Geheimnis des Asthma bronchiale bei erfolgreichesten Radsportlern auf die Spur zu kommen.

Irgendwann wissen wir mehr. Oder auch nicht.

Erschienen unter

https://www.fischundfleisch.com/anti3anti/doping-24177

 

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63 Antworten zu Doping

  1. Aristobulus schreibt:

    … dieses merkwürdige Verhältnis zwischen Asthma-Ächzenden und Schnellstradfahreren könnte das selbe sein wie zwischen Jidn und Nobelpreisträgern?, nein, könnte es leider nicht sein😦 , weil es leider nirgends eine Substanz gibt, die einen zum Charakterjidn macht.
    Oder gibt’s eine?, Zimmess vielleicht?

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  2. aurorula a. schreibt:

    Dabei sollten auch unbedingt die krebsresistenten Linkshänder mituntersucht werden.🙂
    (Doch, es ist so: unter Krebskranken schreiben weniger mit der Linken als mit der rechten Hand. Weil sowohl Krebs als auch Nicht-mit-der-Linken-schreiben-dürfen eher bei Älteren vorkommen; aber das muß man ja nicht gleich verraten.)

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  3. Lancelot schreibt:

    Hier wird etwas ganz wichtiges vergessen. Ein Sportler, der sich weigert, Doping zu nehmen, hat fast keine Chance, im Spitzensport teilzunehmen, weil seine Trainer auf das Doping bestehen. Und das machen die Trainer ihren Sportlern auch klar.
    (Das wird nämlich bei Dopingberichten gar nicht so oft erwähnt, oft klingt es immer so, als ob die Sportler alleine die Sünder sind.)

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  4. Lancelot schreibt:

    Ich streiche den Kommentar oben.
    Das Christentum, das fordert, die Feinde zu lieben, hat in der Vergangenheit oft genug Kriege geführt, auch gegen Völker mit anderen Religionen.
    Und wenn andere Religionen noch bis vor wenigen Jahrzehnten gehasst wurden, so hindert das keinen Bischof, ja sogar den Papst davon ab, sich mit islamischen Herrschen und Persönlichkeiten sich freundlich zu unterhalten und auf einmal doch die Feinde zu lieben.
    (Jesus würde das Christentum hassen🙂 )

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  5. selamse schreibt:

    alles voll mit stuhlgraffiti hier. da hat wohl jemand vergessen seine medikamente zu nehmen.

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