Die versteckten Gefahren des Goldenen Reises

109 Nobelpreisträger der Physik, der Chemie und der Medizin fordern die Umweltschutz-Organisation Greenpeace auf, ihre Kampagnen gegen den „Goldenen Reis“ einzustellen. Der „Goldenen Reis“ wird gentechnisch verändert, damit er ß-Carotin enthält, welches im gewöhnlichen Reis nicht vorkommt. Im menschlichen Körper wird ß-Carotin zu Vitamin A umgewandelt. Der Mensch benötigt Vitamin A, um sehen zu können. Nebenher wird das Immunsystem gestärkt.

Vitamin-A-Mangel ist keine Problem der westlichen Welt, woher die Umweltschutz-Organisation Greenpeace kommt und von wo sie bezahlt wird. Die Weltgesundheitsorganisation WHO geht weltweit von 250.000.000 Kindern aus, die unter Vitamin-A-Mangel leiden. 500.000 Kindern erblinden jährlich (0.2‰), die Hälfte der erblindeten Kinder stirbt innerhalb eines Jahres (0.1‰). Vitamin-A-Mangel kommt hauptsächlich unter den Armen dieser Welt vor, die sich beinahe ausschließlich von Reis ernähren. Nochmals: Gewöhnlicher Reis enthält kein ß-Carotin. Die Ärmsten der Welt können sich keine Nahrungsmittel leisten, welche ausreichend ß-Carotin enthalten. Der gentechnisch veränderte Goldene Reis könnte die ärmsten Kinder der Welt vor Blindheit und Tod bewahren.

Greenpeace antwortet harsch auf die Bitte der 109 Nobelpreisträger. Greenpeace geht nicht auf die Eigenschaften des Goldenen Reises ein, sondern wirft der westlichen Bioindustrie vor, mit Hilfe des Goldenen Reises eine Hintertür aufzustoßen, um gentechnisch veränderte Organismen weltweit zu verkaufen. Der Goldene Reis fungiert als Trojanisches Pferd für weitere gentechnisch veränderte Organismen. Sollte der Goldene Reis sich erfolgreich zeigen, dann würde sich die gesamte Menschheit der Bioindustrie ergeben, die mit gentechnisch veränderte Organismen ihren Profit ins Unermessliche steigern wird. Greenpeace schlägt stattdessen vor, dass die Ärmsten der Armen, die sich nicht ausreichend mit ß-Carotin versorgen können, ökologischen Gartenanbau betreiben.

Bis heute liegen 900 Ergebnisse wissenschaftlicher Studien der letzten beiden Jahrzehnten vor, welche zeigen, dass der Verzehr des Goldenen Reises verglichen mit Nahrungsmitteln, die natürliches ß-Carotin enthalten, keinen Nachteil auf die menschliche Gesundheit aufweist. Das ß-Carotin im gentechnisch veränderten Goldenen Reis ist identisch mit dem ß-Carotin, welches in natürlichen Nahrungsmitteln vorkommt.

Obwohl der Goldene Reis für den ärmsten Teil der Menschheit ein Segen bedeutet, basiert das Argument der Umweltschutz-Organisation Greenpeace allein auf die Annahme, dass die finanziellen Gefahren durch die weltweite Einführung des Goldenen Reises die gesundheitlichen Vorteile bei Weitem übertreffen. Die Argumentation erinnert an die Scholastik, die noch bis heute mancherorts erfolgreich propagiert wird.

Gentechnisch veränderte Organismen bilden eine menschengemachte Konkurrenz zur natürlichen Artenvielfalt. In der Nahrungsindustrie sind beinahe alle als „natürlich“ angesehenen Organismen mit Ausnahme der Katze vom Menschen modifiziert worden.

Der Einsatz gentechnisch veränderter Organismen wird die Abhängigkeit der Menschheit von der Nahrungsmittelindustrie weiterhin erhöhen. Die zu stellende Frage lautet: Wollen wir der 4. Welt akut helfen und uns à la longue dabei in Gefahr begeben, wie die 4. Welt von der Bioindustrie abhängig zu werden? Oder sind wir bereits von der Bioindustrie abhängig?

Zur Beantwortung dieser Frage können wir die aktuelle Situation in Deutschland heranziehen:

Der Westen hat die Hilfsleistungen für Flüchtenden aus ethischen (sic!) Überlegungen heruntergeschraubt!

Erschienen unter

https://www.fischundfleisch.com/anti3anti/die-versteckten-gefahren-des-goldenen-reis-24800

 

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74 Antworten zu Die versteckten Gefahren des Goldenen Reises

  1. Hessenhenker schreibt:

    Greenpeace braucht keine Armen, die was sehen können,
    Greenpeace braucht Leute, die Greenpeace was spenden können.

    Greenpeace hatte vor Jahren das Brandenburger Tor besetzt und ein Greenpeace-Banner dort aufgehängt.
    Damals sagten die Medien gar nichts von Faschisten auf dem Berliner Wahrzeichen.
    Bestimmt haben die Medien vom Beta-Karotin Nichts gewußt!

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  2. caruso schreibt:

    Greenpace ist in diesem Fall schrecklich unverantwortlich. (In manch anderen vielleicht auch, aber das weiß ich nicht). Wir kann sie zulassen, daß so viele Kinder erblinden, wo es doch Hilfe gibt?
    Das ist nicht nur unverantwortlich sondern auch unmenschlich.
    lg
    caruso

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    • Aristobulus schreibt:

      Die tun’s alein wegen des Prinzips.
      Früher wie heute glaubten Clubs und Trupps mit solchem Inquisitionstun à la General Westmoreland („we had to destroy that village in order to liberate it“) oder wie Greenpeace („sie müssen blind sterben, um von der teuflischen Bioindustie befreit zu werden!“), dass sie das Gute seien. Für das Gute müssen eben Opfer gebracht werden, je guter, um so toter.

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  3. Clas Lehmann schreibt:

    Also, ganz abwegig erscheint mir aber auch der Gedanke nicht, es schreie eine derartige Massenarmut nicht nur nach goldenem Reis, sondern vor allem nach einer allgemeinen Verbesserung der Lebensverhältnisse dieser Menschen, seit langem schon…

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    • Aristobulus schreibt:

      Wer besser ernährt und also gesünder ist, kann viel mehr tun, um seine Lebensverhältnisse zu verbessern, nicht?

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      • scottberlin schreibt:

        Keinerlei Ahnung haben, aber quatschen, was Leute, die nichts haben, gefälligst tun sollen. Zu den Fakten des Hungers und wie man ihn überwinden kann http://das-hunger-projekt.de/index.php

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      • Aristobulus schreibt:

        Na sicher. Wenn einer eine Chance bekommt, selbst seine Lebensverhältnisse zu verbessern, ist ja Kapitalismus im bösen Spiel. Also darf derlei nicht geschehen, weil gefällist zehntausende Kinder erst erblinden und dann durch Fehlernährung sterben sollen, damit die Weltt endlich sozialistisch wird.

        Die Kinder fragt ja keiner, nicht?, die werden mit sozialistischer Seele geboren und sterben als gute Kapitalismuskritiker.

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      • Clas Lehmann schreibt:

        Kann er, in einem sozialen Umfeld, das dies begünstigt, besser, in so einem Drittweltslum schlechter… Es gibt auch Irrwege, auf denen der Versuch, die eigenen Lebensverhältnisse zu verbessern, anders misslingt.

        Wie auch immer motiviert: da fehlt eine halbwegs anständige Ernährung, Bildung, Wissen, Lebensschancen, die ergreifbar wären, oder wenigstens welche, die man dennoch ergreifen kann. Es fehlt Infrastruktur.

        Und es fehlt leider, immer wieder hört man das, in Berichten aus solchen Gebieten, die Motivation, irgend eigene Verantwortung für wichtige kommunale Infrastruktur zu übernehmen. Die, soweit mal dahin errichtet, verfällt, weil die Regierung kein Geld schickt… Empörung! Die bewirkt aber nicht, dass dass Schulhüttendach dicht würde. Und nein, nicht die folgen- und daher sinnlose Empörung wird beklagt, sondern das Ausbleiben der Regierungshilfe… Es fehlt an konkret tätig werdendem Gemeinsinn.

        Statt dessen gibt es, in der Sahelzone, zum Beispiel, Warlords, Terrormilizen, die jeden Ansatz dazu, den sie etwa gewahr werden, zerschlagen, zerrauben und zermorden…

        Ob diese Defizite durch goldenen Reis gebessert werden?

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      • aurorula a. schreibt:

        Es fehlt an der Motivation, das eigene Leben zu verbessern.
        Warum? Nun, wenn das wichtigere im Leben das Jenseits ist (entweder in Form der zweiundsiebzig Weitrauben für Djihadis oder in Form des Himmelreichs für gute Christen die dem Herrn für das Geschenk des Leidens danken oder in Form der Weltrevolution für Helden der Arbeiterklasse oder in Form der ausbleibenden Klimakatastrophe für ökologisch Nachhaltige oder in Form der Autarkie für von Konzernen Unabhängige oder…) – dann gibt es nicht viel Motivation am Diesseits etwas zu verbessern. Besonders wenn dieses Jenseits auch noch moralisch (nach welcher Moral auch immer) besser ist als das Diesseits.

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      • Clas Lehmann schreibt:

        Das wäre das Eine…

        Das andere gehört im weiteren Sinne an den depressiven Formenkreis heran: So ein allgemeines Gefühl, es habe ja alles doch keinen Zweck.

        Und da wäre zunächst einmal die Evidenz anzugehen, es treffe das auch zu…

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  4. scottberlin schreibt:

    Das ist eine völlig verzerrte, diskriminierende Darstellung. Greenpeace fordert keineswegs, die Kinder allein zu lassen, sondern ihnen mit der Verteilung von Vitamin-A-Präparaten direkt zu helfen. Das wird bereits gemacht und ist viel einfacher, effizienter und kostengünstiger als der Umweg über den goldenen Reis der zudem noch die Gefahr neuer Abhängigkeiten von westlichem Know-how in sich birgt.

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    • Aristobulus schreibt:

      Weil Marktwirtschaft, die sich selbst regelt, laut Greenpeace und Ihnen des Teufels sei, sollen plötzlich auf sozialistische Weise Vitaminschachteln verteilt werden.

      – Was ist eine „diskriminierende Darstellung“? Im Artikel stehen nichts als Fakten.

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      • scottberlin schreibt:

        Ach das Märchen von der Marktwirtschaft die sich selbst regelt. Sie sind also ein eingefleischter Neoliberaler. Na bravo.
        Indem Artikel stehen also nur Fakten? Wo steht denn zum Beispiel das laut Greenpeace die gesamte Menschheit der Bioindustrie ergeben wäre und das mit gentechnisch veränderten Organismen ihre Profite ins Unermessliche steigen würden? Und wo steht das Greenpeace vorschlägt, dass die Ärmsten der Armen ökologischen Gartenbau betreiben sollen? Warum bringt der Autor nicht einfach einen Link zu dem relevanten Text von Greenpeace? Hier ist er: https://www.greenpeace.de/themen/landwirtschaft-gentechnik/gentechnik-lebensmitteln/goldener-reis-eine-gefaehrliche-illusion. Nun kann sich jeder selbst ein Bild machen was Greenpeace vorschlägt. Und mit welchen Argumenten Greenpeace den Goldenen Reis ablehnt. Die sind überzeugender als das was Numeri bringt.

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      • Aristobulus schreibt:

        Tja, Fanatiker sind halt auf Geier komm raus davon überzeugt, das Gute zu sein. Da können hundertneun Nobelpreisträger sich auf den Kopf stellen, und die sind dann von Rothschild bezahlt.

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      • Hessenhenker schreibt:

        Wieso werde ich nicht von Rothschild bezahlt?
        Das ist doch schon wieder diskriminierend.
        Auch Greenpeace zahlt mir nix, im Gegenteil, die wollen auch noch, daß ich denen was spende.

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      • Gutartiges Geschwulst schreibt:

        @scottberlin

        In Ihrem Greenpeace-Link finde ich lediglich Behauptungen. Was ich vermisse, sind prüfbare Zitate aus wissenschaftlichen Expertisen.
        Mich interessiert außerdem, wieso die Abhängigkeit von Vitamin-A-Präparaten weniger schlimm sein soll, als die Abhängigkeit vom Goldenen Reis.

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      • Hessenhenker schreibt:

        Wird Greenpeace etwa dafür bezahlt, den Absatz von Vitamin-Präparaten zu sichern?

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      • scottberlin schreibt:

        @Gutartiges Geschwulst

        Ja soll Greenpeace in einem solchen Text nach jedem Satz eine Fußnote mit Quelle setzen ? Es ging doch darum, wie Greenpeace argumentiert, und das Numeri das einseitig und verzerrt dargestellt hat.
        Vitamipräparate machen nicht abhängig, weil sie so kostengünstig sind, dass sie so gut wie jeder bezahlen kann, sie müssen nur verfügbar sein.

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      • Gutartiges Geschwulst schreibt:

        @scottberlin: „Ja soll Greenpeace in einem solchen Text nach jedem Satz eine Fußnote mit Quelle setzen ?“

        Genau das! Alles andere ist unseriös.

        @scottberlin: „Vitamipräparate machen nicht abhängig, weil sie so kostengünstig sind, dass sie so gut wie jeder bezahlen kann, …“

        Übernimmt Greenpeace oder @scottberlin die Garantie, dass die Hersteller der Vitaminpräparate ihr Produkt nicht verteuern, wenn die Nachfrage und somit die Abhängigkeit steigt?

        @scottberlin: „…, sie müssen nur verfügbar sein.“

        Ach!

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      • Hessenhenker schreibt:

        Ich sehe da noch eine weitere Gerechtigkeitslücke:
        die Versorgung mit Vitamin G ist nicht gesichert.
        Dabei muß Vitamin G (Geld) nur verfügbar sein!
        Mein Schatz lebt in den Vitaminmangel-Gebieten.
        Greenpeace sollte ihr etwas Vitamin G spenden!
        Kann Greenpeace gerne auf mein Spendenkonto (siehe Blog) einzahlen, ich gebe es umgehend weiter!

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      • scottberlin schreibt:

        @Gutartiges Geschwulst

        „Genau das! Alles andere ist unseriös.“
        Und Numeri dann auch? Alles ganz wissenschaftlich? Das ist doch nur die typische Rechthabermasche.

        „Übernimmt Greenpeace oder @scottberlin die Garantie, dass die Hersteller der Vitaminpräparate ihr Produkt nicht verteuern, wenn die Nachfrage und somit die Abhängigkeit steigt?“

        Die Präparate werden zunächst über staatliche Programme verfügbar gemacht, anfangs kostenlos. Danach kann sich ein Markt herausbilden, und wenn es genug Anbieter gibt, dann sorgt der Wettbewerb für niedrige Preise, wie das so auf Märkten ist, wenn sie nicht von Oligopolen wie den Biotech-Konzernen beherrscht werden.

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      • Aristobulus schreibt:

        Scottberlin, die perfekt linksverblendete, realitätsbefreite, grünlobbyisierende Mischung aus Arroganz, Aggression, Alleswissen und Theoretisiererei.
        Oder: Der feste Glaube an den Glauben.

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      • Gutartiges Geschwulst schreibt:

        @scottberlin: „Das ist doch nur die typische Rechthabermasche.“

        Der Sie jämmerlich hilflos gegenüber stehen.

        @scottberlin: „Die Präparate werden zunächst über staatliche Programme verfügbar gemacht, anfangs kostenlos.“

        „Die Präparate“ werden von Firmen produziert und „verfügbar gemacht“, nicht von Staaten!

        @scottberlin: „Danach kann sich ein Markt herausbilden, und wenn es genug Anbieter gibt, dann …“

        … kommt ein böser Biotech-Konzern und kauft die Chose auf. Der Kapitalismus ist eben grausam.

        @scottberlin: „… sorgt der Wettbewerb für niedrige Preise, wie das so auf Märkten ist, wenn sie nicht von Oligopolen wie den Biotech-Konzernen beherrscht werden.“

        Reizende Idee! Allerdings würde mich interessieren, warum Ihr Geschäftsmodell ausgerechnet bei den Vitamin-A-Präparaten funktionieren soll, nachdem es doch beim Genmais nicht geklappt hat.

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    • Sophist X schreibt:

      >Die Präparate werden zunächst über staatliche Programme verfügbar gemacht,
      >anfangs kostenlos.

      Bei der Wortkombination staatliches Programm und kostenlos mussten sie sicher selber lachen, oder…

      Ich finde, es ließe sich einfach über eine vitaminhaltige Pflanze erledigen, vielleicht eine, deren Frucht auch in der Tropen fast unbegrenzt lagerfähig und in enormen Mengen verfügbar ist. Vielleicht eine Art Reis, das wäre perfekt. Problem gelöst.

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  5. Lancelot schreibt:

    Es gibt ja auch andere Nahrungsmittel, die viel Vitamin A enthalten, die kosten auch nicht die Welt: Süßkartoffeln, Karotten, Spinat, Mais, Milch, Eier.

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    • Lancelot schreibt:

      Die Internetseite sieht aber auch nicht seriös aus.
      Schreiben die bekannten Zeitungen und Magazine wie Welt, Zeit, Spiegel, Stern, Focus nichts?

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      • Aristobulus schreibt:

        Bitte?!, schon wieder nichts und wieder nichts beizutragen.
        Was soll das. Achgut ist zehnmal so seriös wie etwa Spiegel oder Focus, und zehnmal weniger prätentiös und voreingenommen als die Zeit.
        Sicher, Sie kennen achgut nicht, dafür muss man freilich interessiert sein und was kennen.

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  6. CrisisMaven schreibt:

    Greenpeace hat schon recht – denn wuerde man Carotin-Reis erlauben, wuerde er bald in den schicken Restaurant modern werden, in denen bestimmte Gruene von dem ganzen Spendengeld und den Mitgliedsbeitraegen und den Parlamentsdiaeten und Redehonoraren gerne essen gehen (und von dem durch PR-Agenturen gesparten Kleidergeld). Das wiederum wuerde die GMO-Industrie zusammen mit der Weltgesungheitsorganisation dazu bewegen, im Gegenzug das Carotin aus den Karotten herauszumendeln, damit die Bevoelkerung nicht Gefahr laeuft, an einer Carotin-Ueberdosis zu erkranken. Und wer will schon weisse Moehren???

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  7. schum74 schreibt:

    Geht es dem Faschismus seit jeher nicht darum, eine phantasierte Natur gegen eine Bäh-Kultur zu verteidigen? Das tugendhafte Land gegen die lasterhafte Großstadt; die urwüchsigen Instinkte gegen den verderbten Intellekt; den „natürlichen“ Reis gegen den industriellen Reis? Geht es letzten Endes nicht immer um Mutter Natur gegen Vater Gott?

    Apropos Vater Gott: Die Grünen scheinen die Einzigen zu sein, die noch nicht mitgekriegt haben, dass Adam in dem Augenblick von der Natur abgerückt ist, als er seiner Nacktheit gewahr wurde. Das war der Anfang von Kleidung, Häusern, Zahnplomben, Atomenergie und Goldenem Reis.

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    • Aristobulus schreibt:

      Genauestens🙂 !, es geht da überhaupt nicht um die pragmatische Frage, was am Sinnvollsten ist, damit Leid möglichst vermindert werde: Weil es da um Glauben geht, um’s Prinzip Natur gegen Kultur, Kollektivdasein gegen Selbstverantwortung, Diewahrheitgepachtethaben gegen Fortschritt, Pseudoidealismus gegen kalte Vernunft, Bioanbau gegen Konzerne, Edomiter gegen Hebräer, unterdrückte Völker gegen die USA, Aromatherapie und Heiltee gegen Technik, edle Naturverbundenheit gegen unedle Wallstreet und Ostküste, Mutterboden gegen Asphalt, linke Kleinfunktionäre gegen Großkapitalisten.
      In den 1930ern, unter kaum anderem Vorzeichen, wurde derlei genannt: „Schaffendes gegen raffendes Kapital, Erbbauerntum gegen fremde Wucherer“.

      Erstaunlich bloß, dass die Muttergöttin-Afficionados* mittlerweile gar nichts mehr geschafft, erfunden, verbessert, verändert haben wollen. War das schon immer so-?

      *Erinnerst Du Dich an Michelle Obamas verächtliche Stellungnahme gegen Corporate America vor ein paar Jahren? Diese unausrottbaren Ressentiments, gegen die man freilich anreden kann, aber es wird nie gehört.

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  8. Lancelot schreibt:

    Ich frage mich sowieso, warum es 900 Studien gibt, die alle dasselbe aussagen.

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    • aurorula a. schreibt:

      Das ist gängige wissenschaftliche Praxis: je mehr Studien unabhängig voneinander zum gleichen Ergebnis kommen, umso sicherer ist man sich dessen.
      Statistik ist wie würfeln: wer einmal misst, misst Mist.
      Selbst ein gezinkter Würfel wirft nicht jedesmal die gezinkte Zahl, es ist nur wahrscheinlicher. Will ich etwa beweisen, daß ein Würfel gezinkt ist, reicht einmal Würfeln nicht aus. Ich könnte eine Eins werfen, falls die wahrscheinlicher ist, aber auch etwas anderes. Wenn ich öfter werfe und in zehn Würfen vielleicht zwei Einser werfe, sagt das auch noch nichts. In hundert Würfen überdurchschnittlich viele Einser sagen nicht viel mehr aus. Wenn ich keine andere Nachweis-Möglichkeit habe, müßte ich etwa fünftausendmal werfen um statistisch einen Zufall statt des gezinkten Würfels auszuschließen – mit 95%iger Wahrscheinlichkeit. Das heißt mit der Wahrscheinlichkeit von einem Zwanzigstel ist das immer noch (!) Zufall. Dieselbe Wahrscheinlichkeit besteht, mit einem zwanzigseitigen Würfel eine eins zu werfen, es geht nur schneller. Nun spiele ich seit etwa zehn Jahren öfter mal ein Spiel, in dem ich mit drei zwanzigseitigen Würfeln würfle; und in diesen zehn Jahren ist es tatsächlich einmal vorgekommen, daß ich mit allen dreien gleichzeitig eine Eins geworfen habe. Aber wenn ich jetzt werfe, könnte der nächste Wurf der zweite Einserpasch in zehn Jahren sein. Nicht sehr wahrscheinlich, sicher. Aber möglich, ja.
      Je seltener etwas ist, desdo öfter muß man es ausprobieren. Ganze Genertionen von Leuten spielen seit Jahrzehnten Lotto und gewinnen: nichts.

      Das heißt umgekehrt auch: je öfter man etwas ausprobiert, umso seltenere Sachen passieren dann doch einmal. Bei medizinischen Studien reichen 95% Vertrauen in die Ergebnisse übrigens aus: man probiert das an 5000 Leuten. Dann allerdings stellt man dieses neue Medikament quasi fünf Jahre lang unter Beobachtung (es ist fünf Jahre automatisch rezeptpflichtig), um zu sehen ob nicht doch etwas sein könnte – ist irgendwas, zieht man das Medikament sofort zurück.

      Greenpeace geht es ja explizit um sehr seltene Ereignisse – also ist das was auf deren drängen ausprobiert und ausprobiert und ausprobiert wurde wirklich sehr, sehr sicher – viel sicherer als jemals alle neuen Medikamente waren und auf alle Fälle sicherer als unsere sonstigen Lebensmittel (in der konventionellen Landwirtschaft gibt es solche Studien garnicht).

      Deswegen die vielen Studien, und umso mehr es sind, umso sicherer sind alle, daß der Reis wirklich sicher ist.

      Alle außer Greenpeace.
      Aber ich glaube, die schieben die Sicherheitsbedenken nur vor und wollen die Leute eigentilch sterben lassen. Zeigt mir einen Gründenk-Fanatiker, in dem nicht zumindest unbewusst ein Tiefenökologe steckt, der meint die Erde wäre ohne Menschen „besser dran“ und der das irgendwie herbeiführen will.
      Save the planet, kill youtself. Sehr, sehr häßlich.

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      • Hessenhenker schreibt:

        Das „kill youtself“ hätte jetzt von Greenpeace sein können.
        Oder von den üblichen Antisemiten.

        Leider killen sich die Menschenwegwünscher nie selbst.
        Soll ich Greenpeace zu meiner Vergasung einladen?

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      • Aristobulus schreibt:

        Man wäre dann furchtbar in Sorge wegen des Gases, weil es doch glatt siebzehn Tsetsefliegen umbringen kann.

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      • Hessenhenker schreibt:

        Hmmm.
        War das nur ein Vertipper?
        Das „youtself“ lautmalerte in meinem Ohr jetzt ähnlich wie die ehrenwerte „Hausbesitzerin“ am Ort meiner „Ausstellung Entarteter Kunst“, die mich doch glatt fragte „Biste etwa DOCH eh‘ Judd?“ LOL

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      • Lancelot schreibt:

        Ich finde das Wort „Judd“ grauenhaft.

        Hessenhenker, was haben sie der Hausbesitzerin daraufhin geantwortet?

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      • Hessenhenker schreibt:

        Lancelot, normalerweise antworte ich immer „Wieso, ist das jetzt Pflicht“
        oder „Wieso, ist das schon wieder verboten?“.
        Weil die Olle aber das für mich sinnlose Wort „doch“ so betont hat, hab ich dumm wie ich bin gesagt „Wieso DOCH, worauf bezieht sich das DOCH, hab‘ ich das denn je dementiert?“

        Natürlich hätte die Polize,i wenn sie davon erfahren hätte, gesagt: „Ja, DANN sind sie aber selber schuld wenn was passiert, wenn Sie so provozieren“. Ähnlich HAT es die Polizei dann auch gesagt, aber in anderem Zusammenhang, denn das war ja kurz nachdem das Schaufenster von den zwei Vermummten eingeschlagen worden war.

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  9. Pingback: Vitamin G | Hessenhenker – der Galgenhumor-Blog

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