Gott und Evolution

Können Tiere an Gott glauben? Es gibt wissenschaftliche Arbeiten, die diese Frage angehen, ohne sie befriedigend zu beantworten. Wir wissen jedoch mit absoluter Sicherheit, dass Menschen an Gott glauben. Da der Mensch zum Tierreich gehört, sollte es uns nicht verwundern, wenn auch bestimmte Tiere an Gott glauben.

Definition: Gott muss kein Mensch oder Tier sein. Gott ist eine Transzendenz, eine Kraft, die unendlich ist.

Seit wie vielen Jahrmillionen glaubt der Mensch an Gott? Was hat den Menschen veranlasst, an Gott zu glauben?

Eine mögliche Antwort auf die 2. Frage, bei der beinahe Einigkeit in der wissenschaftlichen Welt herrscht, lautet, dass der Mensch an Gott glaubt, seitdem er über den Tod reflektiert. Er betrachtet den toten Menschen, den er zu Lebzeiten gut gekannt, vielleicht geliebt hat. Der Tote nimmt keine Verbindung zum Lebenden auf. Warum? Hat die Seele ihn verlassen?

Irgendwann vor langer Zeit hat sich ein Urmensch diese Frage gestellt. Die Frage kann zu Gott führen. Irgendwann wird der Tod mit Gott assoziiert und die Bestattung des Verstorbenen wird zum religiösen Akt. Der Tote wird verbrannt oder beerdigt. Der Raum, wo dies erfolgt ist, wird göttlich, also heilig.

Tote Freunde kennt der Mensch erst seitdem er im Rudel lebt. Warum lebt er in Gemeinschaft und nicht alleine? Die korrekte Antwort nach Darwin lautet: Die Gemeinschaft bietet ihm einen Überlebensvorteil. Der Mensch, der einsam für sich lebt, stirbt aus. Wie Ötzi.

Das Leben im Rudel verändert die Menschen. Das Gehirn vergrößert sich, weil diejenigen, die über ein größeres Gehirn verfügen, mit den Anderen im Rudel erfolgreicher kommunizieren. Ein Überlebensvorteil! Der Mensch beginnt zu sprechen und zu denken als Folge des Überlebensvorteils in der Gemeinschaft. Ein Nebenprodukt (?) ist der Glaube an Gott.

Daraus lässt sich ableiten, dass Rudel-Tiere mit großer Hirnmasse die besten Voraussetzungen haben, an Gott zu glauben. Auch sie erleben den Tod eines Artgenossen. Von Elefanten weiß man, dass sie zum Sterbeort zurückkommen und dort eine Weile stumm (traurig?) verweilen. Dass Hunde um andere Hunde oder um ihre Menschen trauern, kann jeder erleben, der einen Hund zum Freund hat.

Viele Theisten und alle Atheisten sind der Meinung, dass der Glaube an Gott nicht die Existenz Gottes beweist. Schließlich gibt es auch keine Einhörner oder Hexen, nur weil einige Menschen von deren Existenz überzeugt sind. Doch im Unterschied zum Glauben an Einhörnern oder Hexen ist der Glaube an Gott weltweit verbreitet und weit mehr als die Hälfte der Menschheit glaubt an die Transzendenz. Trotzdem reicht dies nicht als Beweis für die Existenz Gottes aus.

Warum entwickeln Lebewesen Augen? Darwin: Weil sie in einer Welt des Lichtes einen Überlebensvorteil haben! Folglich entsteht das Auge, um das bereits vorhandene Licht aufzunehmen. Gäbe es in der Welt kein Licht, dann würde sich das bereits beginnende Auge schnell rückentwickeln. Hier irrt Goethe: Es ist nicht das Auge, welches das Licht hervorbringt.

Evolution nach Darwin: Der Glaube an Gott entwickelt sich nicht, um Gott herbeizuführen, sondern um Gott zu erkennen. Somit hat nach streng naturwissenschaftlichen Regeln Gott gute Chancen, nachgewiesen zu werden. Die Nicht-Existenz Gottes wird beweispflichtig.

Erschienen unter

https://www.fischundfleisch.com/anti3anti/gott-und-evolution-25139

http://www.huffingtonpost.de/../../nathan-warszawski-/gott-und-evolution_b_11906236.html

 

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70 Antworten zu Gott und Evolution

  1. Lancelot schreibt:

    Ihre Beispiele mit dem Elefanten und Hunden haben aber nichts mit Religion zu tun. Wenn ein Tier stirbt, dann trauert der Rest der Herde/Rudel um das Tier, weil sie es vermissen, nicht weil sie religiös sind.

    Dass der Mensch an Götter glaubt, liegt daran, dass er eine hohe Intelligenz hat und dadurch über seine Welt nachdenkt und sie hinterfragt.

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    • Aristobulus schreibt:

      Was für eine dumme und ignorante Dazwischenquatsch-Antwort auf einen ebenso klugen wie zweifelnden Artikel.
      Da kann einer wieder nicht lesen und merkt nichtmal, wie todöde, vorlaut und rotzig er ist.

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      • Heimchen am Herd schreibt:

        Für was hältst Du Dich eigentlich, Aristobulus? Für Gott?

        Du bist der arroganteste und überheblichste Mensch, den ich kenne!
        Was zum Henker, hat Dir Lancelot getan? Wenn Dir Lancelot nicht passt,
        dann mach doch einen eigenen Blog auf! Aber dazu bist Du zu dumm!
        Nicht Du bestimmst hier wer kommentiert, sondern der Blogbetreiber,

        Dr. Nathan Warszawski ! Merke Dir das!

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      • Aristobulus schreibt:

        Hätten Sie Ziege auch eppes zum Thema zu meckern, oder geht’s Ihnen wieder bloß um Personaldiskussion?

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      • Aristobulus schreibt:

        P.S.
        Besonders lustig ist Ihr gellender Versuch, mich auf den Blogbetreiber aufmerksam zu machen. Warum der so lustig ist, ach, dafür haben Sie Tröte leiderleider keinen Sinn😀 , etwa so, wie ein Dieb auch keinen Sinn dafür hat, dass es wirklich sehr lustig ist, wenn er nach der Polizei ruft.

        P.P.S.
        Sie sind zwar so unlustig Trotz beständiger Schrillheit, Dumpfheit und Schleimigkeit, aber Sie sind wenigstens nicht so entsetzlich dröge antilustig wie der hiesig aus ebendiesen Gründen von mir gemobbte Schmatzelotz.
        Obwohl auch Sie so schnell verlieren, wenn Sie auftauchen.

        P.P.PehEss
        Schade, dass es nie mal einen wirklich schlauen oder spannenden Gegner gibt. Nie!
        (Mit den Schlauen und Spannenden sind die Hiesigen befreundet, untereinander.)

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      • Heimchen am Herd schreibt:

        „Sie sind zwar so unlustig Trotz beständiger Schrillheit, Dumpfheit und Schleimigkeit, aber Sie sind wenigstens nicht so entsetzlich dröge antilustig wie der hiesig aus ebendiesen Gründen von mir gemobbte Schmatzelotz.“

        Mein Gott, Ari, Du machst mir ja gerade ein Kompliment! Was ist denn mit
        Dir los?

        Tehilim, תהילים, SALMOS: 16, 32, 41, 42, 59, 77, 90, 105,137 e 150 Tradução.

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      • Aristobulus schreibt:

        Sie wollen wohl ein Leik‘ von mir erheischen. Aber Sie kriegen keins. Das, also das!, das bringe ich dann doch nicht übers Herz.

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      • Heimchen am Herd schreibt:

        Ach, bevor ich es vergesse…Praecox ist ein Teil von mir! Wir sind
        unzertrennlich! Man nennt es auch Liebe! 😉

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      • Aristobulus schreibt:

        Sie Ärmste, dass Sie die Ejaculatio immer so präcoxisch abkriegen.
        Können Sie da wirklich nix machen außer sich an kitscherigen Musikvideos zu erfreuen?

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      • Lancelot schreibt:

        Wenn Sie einen schlauen Gegner wollen, dann diskutieren Sie halt mit einem Rabbiner.

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      • Aristobulus schreibt:

        Ach je, Sie antisemitelndes Astloch😀
        Nie um eine möglichst doofe Antwort verlegen. Ihr Sitzfleisch hätte mancher wohl gern – allein es ist so sinnlos.

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      • Lancelot schreibt:

        Ich soll antisemitisch sein? Da lachen ja die Hühner.😀
        Sie glauben wohl immer noch, dass alle Deutschen Nazis wären. Aber die Nazikeule ist halt ein starkes Argument, mit der man auf Deutsche hauen kann.

        Wenn Ihnen ein Rabbiner kein passender schlauer Gegner ist, bleibt nur noch Gott, sprechen Sie ihn an, aber ich fürchte, er antwortet Ihnen nicht.

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      • Aristobulus schreibt:

        Sie sind ein kleines Antisemitelchen, das haben Sie oft genug gezeigt, und hier ja abermals. Ferner ein Lügner. Weil man selbstverständlich nicht Nazi sein muss, um usf.

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      • Lancelot schreibt:

        Soso, ich habe das bei den Kommentaren hier gezeigt? Dann sagen Sie mal, wo genau ich antisemitisch war, bei den heutigen Kommentaren?

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    • Hessenhenker schreibt:

      „Gibt es innerhalb einer Tierart Diskussionen, Streitereien oder sogar Kriege wegen ihres Glaubens?“

      Die ungläubigen Hunde werden von den gläubigen Hunden verfolgt. denn, wie der Artikel sagt:
      „Da der Mensch zum Tierreich gehört, sollte es uns nicht verwundern, wenn auch bestimmte Tiere an Gott glauben.“

      Deshalb hatte ich vor längerer Zeit die „Kirche der Ungläubigen Hunde“ gegründet.
      Der Staatsschutz sagte mir, ich sei selber schuld, wenn was passiert.
      Allerdings wegen der Israelfahne im eingeschlagenen Schaufenster.

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      • Aristobulus schreibt:

        Genauestens, das isser, der Punkt.
        Weswegen die Christen so strikt und starr und erstaunlich ausgedachtermaßen zwischen den Konzepten Mensch & Tier trennen, nicht?, wegen der Erbsünde & Erlösung und wegen der menschlichen Seele (haben wirklich alle Menschen eine?, das glaub ich nich‘), und weil sie glauben, dass Tiere allenfalls allegorische Eigenschaften besitzen (Reinheit und ihr Gegenteil), aber keine Seele.
        Ach, und dann hat man da außerdem das Konzept von Geist.
        Damit ist nicht Intelligenz gemeint, und auch nicht Seele.

        Hmhm, würde Zweitesselbst sagen🙂

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      • Aristobulus schreibt:

        … ah, Dein Fragezeichen bezieht sich auf des Latzeschmocks erstaunlichen Ungedanken „…der Mensch… eine hohe Intelligenz hat und dadurch über seine Welt nachdenkt und sie hinterfragt“, ja?
        In der Tat, da ist nur ein Fragezeichen vonnöten🙂 .
        Aber ich kann mal wieder meinen fiesen Jidnmund nicht halten.
        Zumal, nu ja!, nachdenken-schmachdenken, hinterfragen-schminterfragen. Baaah. Arrgh. Wie heideggerisch, wie homiletisch. Nicht einmal ein Optimist, der, sondern nur ein Pathetist aus zweiter Hand, der.

        Angst ist der Auslöser von religiösem Niedersinken vor der Gewalt, nicht?
        Insofern nimmt das Judentum seit dem Anfang prompt dem Menschen dieses fiese, sklavische Niedersinken weg, einfach so!, indem es das Religiöse anders definiert: Als Angst nicht vor Ho’Schejm, sondern als Angst vor dem Übertritt, nämlich dem Rückfall ins Vorzivilisatorische, Götzendienerische, Niedersinkende.
        Das werden die Niedersinker, Frömmelhinterfrager und Plattnachdenker aber immer als Todsünde contra naturam sehen.

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  2. Aristobulus schreibt:

    Die Relation zwischen Gott und Gehirn ist wohl ähnlich wie die zwischen Auge und Licht (weil ohne Auge die Lichtwellen ähnlich theoretisch und unverbunden bleiben wie Radiowellen): Unmöglich festzustellen, ob zuerst die Gehirnhenne da war, die eine Abstraktion Namens Gott ausgebrütet hat, oder das Gottesei, aus dem das Gehirn geschlüpft ist.

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    • Lancelot schreibt:

      In Ihrem Gehirn nistet wohl auch eine Henne, sonst würden keine dämlichen Sätze aus Ihnen rauskommen.

      Und seit wann schreiben Sie das Wort „Gott“ aus, sonst lese ich immer nur „G’tt“ , wenn Sie schreiben?

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      • Aristobulus schreibt:

        Wer nix versteht, möge gefälligst die Anderen mit seiner Ungehirnigkeit verschonen.

        Es geht um die These Trauer wegen eines Verstorbenen als Grundlage von Religion, Sie Klutzkopp. Aber so weit können Sie nicht denken, Sie kennen nichtmal die Landkarte, auf der ein Weg zum Friedhof eingezeichnet sein könnte, während Ihr ungeborener Geist von je her als blutloses und völlig eierloses Hemd über der nichtexistenten Friedhofsmauer hängt und vor sich hin müffelt.

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      • Lancelot schreibt:

        Atheisten trauern auch um verstorbene Menschen. Das zeigt, dass Trauer unabhängig von Religion ist.

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      • Aristobulus schreibt:

        Nein, falsche Kausalität, die keine ist, nichtmal umgekehrt.
        Wieder nischt verstanden. Hauen Sie endlich ab. Sie hatten hier noch nie was mitzuteilen oder zu ergänzen, Sie kriegen beständig Haue, Schläcke, Tritte wegen Dauernervens, und keiner wird Sie vermissen.

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      • Aristobulus schreibt:

        Schläcke?, na gut, das CK hat das einfache G verschtorcken.
        Übersehen bei seiner dummen Nichtthese hat der Latzeschmotz auch dieses Seitenergebnis: Tiere trauern, sind jedoch keine Atheisten. Oder doch? Und wie tierisch ist überhaupt der Mensch?

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      • Lancelot schreibt:

        Haben Tiere eine heilige Schrift? Beten Tiere Götter an? Bauen Tiere religiöse Gebäude wie Kirchen oder Tempel? Gibt es innerhalb einer Tierart Diskussionen, Streitereien oder sogar Kriege wegen ihres Glaubens?
        All diese Fragen beantworte ich mit Nein und es gibt keinen Beweis für das Gegenteil.

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      • Aristobulus schreibt:

        Alles Scheinargumente, weil Sie das Thema nicht ehrlich aufrollen, also beim Anfang, sondern weil Sie sowohl Angst haben zu fragen und erstmal nix zu wissen (so wie jeder, der fragt), als auch zu eingefahren und zu klutzig sind, um jemals auf andere Ideen als auf die allergängigsten und allersimpelsten zu kommen.
        Sie kreationistische Pfaffenseele und Inkarnation der Langeweile.

        Es geht nicht um jahrtausendealte Früchte von Religion (Schriften, Gebete, Gebäude, Diskussionen, religiöse Ämter usf.), es geht um die Anfänge. Die unterschlagen Sie, nicht weil Sie das wollten, sondern weil Sie das wegen Dauerkompetenzmangel nicht merken.
        – Wieviel Tier war der Neanderthaler, der seine Toten bestattet hat und der wohl Religion hatte? Wieviel Tier ist ein kluger Hund, der wohl Bilder im Kopf hat, wohin einer vielleicht geht, der gestorben ist?

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      • Lancelot schreibt:

        Der Neanderthaler war kein Tier mehr, er war ein Mensch, alle Vorfahren mit dem Gattungsnamen „Homo“ sind Menschen. Zudem sind der Homo sapiens (heutiger Mensch) und der Neanderthaler die einzigen Menschen, bei denen bekannt ist, dass sie religiös waren und sind, das bezeugen Wandmalereien und Gräber. Bei älteren Vorfahren, auch wenn sie der Gattung Homo angehören, ist nichts über Religion bekannt.
        Ein Hund merkt, wenn ein Artgenosse stirbt, er weiß, dass dieser tot ist, deswegen trauert er auch, wenn es ein nahe stehendes Mitglied im Rudel ist. Aber was ist mit dem Töten an sich? Jedes Raubtier weiß, was der Tod ist, denn jedes Raubtier tötet Beutetiere zum Zwecke der Nahrungsaufnahme, aber machen sich Raubtiere Gedanken um den Tod des Tiers, während es dieses jagt, tötet und frisst?

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    • Hessenhenker schreibt:

      „Sie wollen wohl ein Leik‘ von mir erheischen. Aber Sie kriegen keins. Das, also das!, das bringe ich dann doch nicht übers Herz.“

      LOL! Jaja, solche Leute gibt’s!

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  3. aurorula a. schreibt:

    Die Gattung homo und Menschlichkeit mal beiseite: Wann ist jemand dem „intelligenten Leben“ zuzurechnen und damit Person?
    Immer wenn diese Frage aufkommt, muß ich an Krähen denken: Raben, Krähen und einige andere Rabenvögel sind dabei beobachtet worden, wie sie nicht nur ganz offensichtlich trauern, sondern sich in einer Art Ritual von verstorbenen Artgenossen verabschieden.
    Ob das heißt, daß sie eine Vorstellung von Transzendenz haben, kann natürlich niemand sagen. Man kann sie leider nicht fragen, da inzwischen zwar bekannt ist, daß Raben irgendwie miteinander kommunizieren (da sie Informationen ganz offensichtlich weitergeben) – aber nicht genug darüber wie sie das tun, um zu versuchen irgendwie mit ihnen kommunizieren zu können.
    Weiter ist man in der Kommunikation mit anderen: es gibt oder gab eine bloggende japanische Gorilladame. Sie hat sich zu allem möglichen geäußert; unter anderem hat sie irgendwann einmal jemand nach ihren Vorstellungen vom Tod gefragt. Sie hat ihn mit einem langen Schlaf verglichen – eine Vorstellung, die auch bei Menschen nicht ganz unverbreitet ist.

    Diese Leute bauen auch keine Kathedralen – trotzdem sind es natürlich Leute, und machen sich offensichtlich Gedanken über Jenseitiges. Auch wenn uns als Menschen diese Gedanken nur vielleicht bekannt oder auch völlig fremd wären.
    Auf der anderen Seite gibt es auch genügend Religionen ohne Götter um die Frage zu stellen: Was macht denn eine Religion zur Religion? Die dauerhaften Bilder und Bauwerke können es ja schonmal nicht sein, ebenso der Bezug auf Gottheiten (sonst sind mir Milliarden von vergangenen, gegenwärtigen und zukünftigen Taoisten, Buddhisten, Konfuzianisten, und eine ganze Menge anderer zu recht beleidigt). Was also macht sie aus, die Religion?

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    • Aristobulus schreibt:

      🙂
      Wenn irgendwer irgendwann herausfindet, wie man sich etwa mit Krähenvögeln unterhält (besser viele, als eine einzige Gorilladame, die ist leider gorilligerweise so isoliert, ja ent-gorillat, weil menschlich asimiliert), und wenn der feststellt, dass die Krähen ein Konzept haben, wie man eine anständige Krähe ist, die Ethik hat, um keine unanständige und ethiklose Krähe zu sein: Dann ist das Religion. Ob sie nun an den Großen Flatter glauben, wegen dessen Thik, oder nur an die krähische Ethik.
      Will ich mal so behaupten

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      • aurorula a. schreibt:

        Jetzt hupfe ich wirklich vom Hölzchen aufs Stöckchen, aber zu Wenn irgendwer irgendwann herausfindet, wie man sich etwa mit Krähenvögeln unterhält fällt mir schonwieder etwas ein:
        Es gibt ein ziemlich altes Science-Fiction-Buch The Dark Side of the Sun, das ich vor einiger Zeit gelesen habe. Die Handlung ist nicht so relevant (im Prinzip eine interplanetare Schnitzeljagd mit Krimi), aber irgendwo auf halber Strecke ist ein interessanter Exkurs über Erkenntnis. Dort unterhalten sich ein Creapii, ein Mensch und ein Phnobe darüber, daß jeder von ihnen das Universum aus einer völlig anderen Perspektive sieht. Der Creapii – er ist Philosoph und hatte die anderen beiden genau danach gefragt – stellt die Theorie auf, daß er nur soundsoviel über das Leben, das Universum und den ganzen Rest (gut, das war ein anderes Buch) herausfinden kann, weil er immer er selbst bleibt und nur aus seiner Perspektive schauen kann. Antworten auf Fragen, die er sich nicht vorstellen kann, kann er als Forscher nicht bekommen, weil er überhaupt nur fragen kann, was er denken kann. Deshalb fragt er soviele Leute wie möglich über ihre Weltsichten aus: er möchte das Universum verstehen – hinterher versteht er es zwar auch noch nicht, aber er versteht es wenigstens ein Bißchen besser.

        Vielleicht können wir Menschen irgendwann auch einmal mit Raben und Gorillas über den Sinn des Lebens philosophieren und versuchen die Welt zu verstehen? Dann verstehen wir sie zwar auch zusammen noch nicht, aber wir verstehen sie vielleicht alle ein Bißchen besser.

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    • Aristobulus schreibt:

      Wann ist jemand dem „intelligenten Leben“ zuzurechnen und damit Person?
      Ganz genau. Das ist des Pudels Kern sowie Nathan Warszawskis Frage, nicht?

      Wenn etwa ein Gorilla dasitzt, einfach so dasitzt und wohl sinnt, habe ich immer den Eindruck, dass da kein Tier hockt, sondern dass da jemand sitzt.

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  4. schum74 schreibt:

    Ein hübscher Artikel!

    Auf das Risiko hin, einen bereits vorhandenen Kommentar zu widerholen – lese vor einer ersten Reaktion niemals, was Andere geschrieben haben: Der Glaube an eine Transzendenz würde nach Darwin lediglich bedeuten, dass ein gläubiger Mensch bessere Überlebenschancen hätte als ein Atheist. Oder womöglich: dass ein gläubiges Kollektiv – nicht der Einzelne ‒ bessere Überlebenschancen hätte. Über das Vorhandensein einer Transzendenz wäre noch nichts ausgesagt.

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    • Lancelot schreibt:

      Wenn Glaube bessere Überlebenschancen bietet, müssten die Menschen in der westlichen Welt, welche stark säkularisiert ist, aussterben nach Darwin, das ist aber nicht der Fall.

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      • Aristobulus schreibt:

        WissenSe was: GehenSe endlich aussterben.

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      • Clas Lehmann schreibt:

        Müsste er ja nicht, aber „beispielsweise: Weg!“, vielleicht…

        Ich habe ja lange gebraucht und immer wieder geguckt, aber es kommt da einfach nichts, was irgend zum Thema oder wenigstens abseits dessen diskussionswürdig wäre…

        Religion hat mit Glauben nur entfernt zu tun, Evolution ist ein Prozess über Jahrtausende bis Jahrmillionen und es geht hier um die Anfänge der Religion, nicht um einstweilige Endstadien…

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      • Lancelot schreibt:

        Was ist an meiner Antwort denn falsch? Nach Darwins Theorie überlebt der Stärkere. Aber auf Religionen und Glaube trifft die Theorie nicht zu.

        @Clas Lehmann: Kein Mensch kann heute mehr feststellen, wie in der Steinzeit die Religionen erstmals entstanden.

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      • Aristobulus schreibt:

        Er hat es schon wieder getaaan. Hat über Darwin gequasselt, ohne zu wissen, was Darwin geschrieben hat, und man muss wieder was antworten!, und der Halbdackel glaubt dann, dass man mit ihm diskutiere, und er sieht nicht, dass man bloß in wachsemdem Abgestoßensein den Kopf über ihn schüttelt😦🙂
        „Der Stärkere“. Waah. Sechs säzzn. Darwin meint, dass der besser Angepasste überlebt.

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      • aurorula a. schreibt:

        Nach Darwins Theorie überlebt der Stärkere.
        Schon allein in dem Satz sind mindestens drei Fehler (und dabei ist der Satz nur sechs Wörter lang):
        1) Ist es nicht (allein) Darwins Theorie. Die Vorstellung einer „Evolution“ lässt sich bis zu Aristoteles zurückverfolgen (auch wenn es damals noch anders hieß) – und ausgerechnet die Vorstellung von den besten Überlebenschancen durch die beste Anpassung stammt auch noch von dem. Was Darwin, ironischerweise, im Vorwort zur „Entstehung der Arten“ sogar schreibt.
        2) Ist es nicht „der Stärkere“, sondern „the fittest“ – das was am besten passt (von „to fit“, passen, wie ein Kleidungsstück; nicht von „fit“ wie es die Umgangssprache verwendet).
        3) Ist es nicht „überleben“ sondern „beibehalten werden“ und nicht nur „the fittest“, das überlebt – Biologiestudenten verbringen in einem Kurs mehr oder weniger zwei Semester allein damit mehr oder weniger die Viecher auswendigzulernen die auf halbem Weg zwischen etwas und etwas anderem sind. Lebendige Viecher, muß man dazusagen.

        2) und 3) flappsig zusammengefasst könnte man damit vergleichen: die Klamotten die am besten zum Wetter und zu dem was ich tue passen ziehe ich mir an, aber ich kann auch im TShirt schwimmen gehen ohne daß mehr passiert als daß es blöd ausguckt. Davon sterbe ich nicht aus – und ich brauche mich wenn ich am Fluß bin nichtmal umzuziehen.

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      • Lancelot schreibt:

        „Survival of the fittest“ heißt es im Original. Die perfekte Übersetzung gibt es aber nicht.

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      • aurorula a. schreibt:

        Dafür giibt es eine ziemlich beliebte Fehlübersetzung – und verglichen mit der ist jede andere nahezu perfekt.
        Der Titel den Darwin ursprünglich wollte, An Abstract of an Essay on the Origin of Species and Varieties Through Natural Selection, ist mit unserem heutigen Englisch eher verständllich – auch wenn immer noch dazugesagt werden muß daß „Origin“ „Entstehung“ heißt und nicht „Ursprung“, wenigstens der „Struggle for Life“ (eben nicht „Kampf ums Überleben“, sondern eher „Daseinswettbewerb“) kommt nicht vor.

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      • Aristobulus schreibt:

        Sie Rausgreif-Billigstichwort-Vandale.

        Langsam bringt mich der Typ zur Violettglut.
        Kann den mal einer entsorgen, wegmachen, köpfen, usf.?

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      • Lancelot schreibt:

        Es ist egal, wie die Aussage von Darwin in der Übersetzung heißt, denn sie trifft nicht zu. Religion wird nicht über die Genetik vererbt, sondern erlernt. Dann käme höchstens der Lamarkismus in Frage, nachdem ein Mensch die Religion annimmt, die sein Umfeld hat. Je stärker eine Religion im Umfeld verbreitet ist, desto religiöser wird ein Mensch, und umgekehrt.

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      • Aristobulus schreibt:

        Da ist was dran. Weil viel halt viel hervorbringt, nein?, und wenig macht aus Wenigem halt noch weniger. Usw., usf.
        Auch in religiösem Sinne ist das zweifellos so: Je mehr (nein, weeenich‘!!) der Latzeklott sich hier über auch noch Religiöses verplattet, um so fanatischer bin ich dafür, den aus religiösen und evolutionären und ohnehinnigen Übergründen plattzumachen.

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      • Aristobulus schreibt:

        Und die Aussage, dass Religion nicht vererbt werde, ist doch wieder eine Lüge: Denn der weiß es besser!, falschbehauptet aber wieder herum.
        Judentum wird nämlich definitiv vererbt.

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      • Lancelot schreibt:

        Muss ich einem Juden erklären, was Juden alles sind?
        Juden sind einerseits Angehörige des jüdischen Volks, zum anderen Angehörige der jüdischen Religion. Die Volkszugehörigkeit wird natürlich vererbt, aber die Religion, die muss ein Jude lernen.

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      • Aristobulus schreibt:

        Der will jetzt hier was übers Judentum erklären😀
        Man muss sich schon zwingen, darüber zu lachen.

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      • Lancelot schreibt:

        Verstehe, nach Ihrer Theorie kamen Sie auf die Welt und sprachen fließend Hebräisch und kannten Tanach und Talmud auswendig??😀
        Nein, das mussten Sie alles später lernen. Religion wird nicht vererbt, egal welche der vielen Religionen. Wäre Religion vererbbar, dann gäbe es weder Konversionen noch Atheismus, man hätte seine Religion sein Leben lang.
        Religion ist eine Sache der Erziehung

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      • Aristobulus schreibt:

        Ich, mein Herr, kann keinen Talmud und kaum Hebräisch, aber ich habe mir erarbeitet, was ich weiß (nicht ganz wenig), und Ihre ungefragten, beim Wikipedischen mühsam angelesenen und halb vergessenen, hölzern-logorroebehafteten Billigbelehrungen sind mir lästig wie nur was.

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      • Lancelot schreibt:

        Womit bewiesen ist, dass Religion nicht vererbt wird.

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      • Aristobulus schreibt:

        Judentum WIRD vererbt, Sie Depp. Aus.

        Sie sind ja ebenso dumm wie halbmies, vollöde dazu.
        Was wollen Sie hier?! Keiner will Ihren kleinen Vierteldreck lesen, und Sie haben noch NIE etwas nur halbwegs Lesenswertes beigetragen.
        Hauen Sie ab

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      • Lancelot schreibt:

        Wenn Ihnen meine Kommentare nicht gefallen, dann antworten Sie nicht darauf.

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      • Aristobulus schreibt:

        Sie Gesäß. KEINER hier will Ihren Achteldreckl lesen. Sie sind hier ÜBERFLÜSSIG.
        Trolle wollen sich verbreiten, um sich selber zu lesen. Also werden Sie Troll getreten, gedemütigt und fertiggemacht, bis Sie nicht mehr können.

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      • Lancelot schreibt:

        Aristobulus, da Sie dauernd frech zu mir sind, ich aber ganz nett rede, dürfte es für Sie kein Problem sein, festzustellen, wer Sie auf diesem Bild sind.

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      • Aristobulus schreibt:

        Der sich bemüßigt fühlt, hier mit dem Bild zu langweilen, ist Antisemit nicht der öden, sondern der allerödesten Sorte.
        Sogar die Hakennase-. Und der will Bücher im hohen Schädel haben?, also nichtmal Doktor Oetkers Marmorkuchenbuch ist da drin, weil viel zu akademisch.

        Kann den mal bidde jemand notschlachten?, ich hab keine Zeit.

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      • Lancelot schreibt:

        Aristobulus, Ihre Behauptung ist falsch, wenn Sie sagen, ich wäre Antisemit. Außerdem haben Juden keine Hakennase, diese Behauptung stammt von der Rassenkunde des 19. Jahrhunderts, welche komplett falsch ist.

        Wenn Sie Marmorkuchen wollen, hier bitte😀 ;D😀

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      • Aristobulus schreibt:

        ‚Türlich sind Sie kein Antisemit, Herr Astloch. Keiner ist einer. Auch Eichmann war keiner. Er hat es gesagt.

        Werden Sie abhauen? Sie kriegen hier nur weiter Ärger, Magenschmerzen und Verlust.

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    • Aristobulus schreibt:

      Ja, ma chère, Nathan Warszawski stellt oben die Meinung hin, dass die Annahme einer Transzendenz die Überlebenschance der Gruppe erhöhe; dass es also bei Religion erstens um die Überlebenschance gehe, und zweitens auch.

      Ich weiß freilich nicht, ob er selber meint, dass das so sei🙂 , oder ob er es uns zum Abarbeiten oder zum Fraße hintut.

      – Wie sieht es mit einer Religion aus, die alles und jeden bekriegt, und die kein Konzept des Individuums kennt: Über diese Religion hat Abdel-Samad im vorigen Jahr ein Buch geschrieben, in dem steht, dass diese Religion Trotz gewaltiger Eroberungen wegen ihrer selbst untergeht.
      – Wie sieht es mit einer anderen Religon aus, die als Erste den Begriff Menschheit geprägt hat, und in der das oberste Gebot gilt, dass niemand, wo auch immer er ist und wer auch immer er sei, ein Sklave sein soll (das Judentum): Diese Religion hat sich inmitten zweitausendjähriger Dauervernichtung als äußerst überlebensfähig erwiesen.
      – Wie sieht es mit einer Religion aus (dem Christentum), das seinen ethischen Impetus nach und nach zu Gunsten von Indifferenz und Relativismusseligkeit aufgibt: Düster.

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    • Clas Lehmann schreibt:

      Das glaube ich nicht. Der Atheist glaubt auch, nicht zu glauben, zum Beispiel. Und in militant un- oder andersgläubigem Umfeld ist der Vorteil für den Gläubigen auch zweifelhaft.

      Und je marginaler die Vorteile sind, desto näher kommt das Merkmal einem Sodamerkmal, also einem, das einfach da ist, ohne dass es Vorteile böte, aber eben auch keine gravierenden Nachteile.

      Nein, weder der Glaube noch der Unglaube beweisen irgendwas zum Vorhandensein der Transzendenz, erst recht nicht die Vorteile oder Nachteile die Glaube oder Unglaube mit sich bringen.

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    • schum74 schreibt:

      Tatsache ist, sagen die Anthropologen, dass es noch keine a-religiöse Gesellschaft gegeben habe. Der einzige bekannte Versuch (UdSSR) ist nicht eben glänzend ausgegangen, Schaut, wie die Religion im Galopp zurückkehrt!

      Über die jeweiligen Inhalte einer Religion und vergleichende Vorzüge und Nachteile im Überlebenskampf ist noch nichts ausgesagt.
      Wenn es sich so verhält, wie ich ohne Beweise annehme, dass Humanität langfristig bessere Überlebenschancen verspricht als Barbarei, dann ist eine ethisch ausgerichtete Religion wie das Judentum nicht schlecht aufgestellt.

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      • Clas Lehmann schreibt:

        Und auch der Versuch der UdSSR war ja nun jämmerlich unvollständig: Ideologie und Personenkult statt dessen; um im Bilde zu bleiben: Methadon…

        Und ja, sie kehrt zurück, und zum Teil, scheint mir, fehlt ihr da die Anpassung an die inzwischen stattgefundene Weltentwicklung… leider verstehe ich russisch gar nicht, so dass ich da auf Berichte angewiesen bin.

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      • Aristobulus schreibt:

        Ja. Und schaut, wie es Juden ergeht, denen man die Religion abgeschnitten hat, durch Überstülpung von Mission oder durch sowjetisierendes Verbot, usf.: Das geht nie gut. Vereinzelung und Selbsthass und inneres Elend sind die Folgen

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      • Lancelot schreibt:

        @schum74 Und was ist mit der westlichen Welt, die heute kaum noch religiös ist und in Zukunft wahrscheinlich ganz unreligiös wird? Für den Rest der Welt gilt das Gleiche, denn Säkularisierung macht auch vor anderen Religionen nicht halt.

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