Sprachregelungen

Es hat seine Vor – und Nachteile, ein Ausländer, sprich: Bürger mit , zu sein. Man kann dann etwa gängige News und Schlagzeilen zweisprachig miteinander vergleichen und wird immer wieder finden, dass die Wahrnehmung – genauer: die ´Handhabe´ – bestimmter Ereignisse stark differiert. Dem entsprechen dann die jeweiligen Ergebnisse. Etliche ´Kracher´ schaffen es gar nicht erst zu zünden, weil man zuvor ganz dezent und ohne Fingerabdrücke die hauchdünne Schnur gekappt hat. Immer öfter wird der ganze Sprengstoff eigenmächtig auf ein kleckerliches Maß zurechtgeschnitten: eine Ladung TNT mutiert so im Handumdrehen zum lausigen Böller, der ohne viel Lärm am Boden verreckt. Noch eifriger unterschlagen die Propagandeure ganze Arsenale, aber nicht minder obsessiv lassen andere eine Bombe nach der anderen hochgehen. Überhaupt entscheiden die ´Sprengmeister´, wo gestreckt und wo gestutzt wird; je nachdem.

Um den Wortwitz am passenden Beispiel zu konkretisieren: Auf der einstigen Urlaubsinsel Chios herrscht seit Monaten das Chaos. Nahezu täglich berichtet HRT (Hrvatska Televizija) vom ´Krieg auf der Insel´, aber unsere Öffentlich-Rechtlichen radebrechen hierzu allenfalls am Rande einen Senf herunter, dem jede Schärfe fehlt. Da ist dann recht kleinlaut von ´Protesten´ die Rede, und obschon die großen Printmedien der Republik nicht umhin kamen zu erwähnen, dass jetzt auch die wackeren ´Allesversteher´ von Ärzte ohne Grenzen Hals über Kopf von der Insel flohen, geriet ihnen der Zusatz, dass sie vor den wild um sich schlagenden ´Opfern´ Reißaus nahmen, recht kleinlaut, und immer mit Hinweis darauf, dass ja die Zustände im Lager insgesamt so unerträglich seien, dass man ausflippen muss. Solches rechtfertigt längst jede Randale: gegen Ärzte, gegen Christen, gegen Frauen und so weiter. Dass es sich im Falle Chios um einen dieser von Mutti Merkel diktierten Hot Spots handelt, die man der Öffentlichkeit ehedem noch als ´sinnvolle, faire Lösung´ verkaufte, wird mit keinem Sterbenswörtchen mehr erwähnt. Während wir uns dem ´Partner´ Türkei auch weiterhin auf Gedeih und Verderb ausliefern, obschon dort seit Monaten Masseninternierungen und Massentötungen (nachweislich etwa in den kurdischen Bergdörfern) stattfinden, wird das ohnehin schwer angeschlagene Hellas immer unverhohlener der Erosion ausgeliefert. Chios ist wahrlich nicht die einzige (und nur mehr einstige) Ferieninsel, von der sich sagen lässt, dass sie zum Schlachtfeld und zur Müllhalde verkommt, was ja im Ergebnis vor allem heißt, dass seinen Bewohnern die angestammten ökonomischen Grundlagen geraubt werden, aber wenn diese es einmal wagen, dagegen zu protestieren, dann wird der zivile Widerstand sofort als ´rechter Krawall´ abgetan, denn solche oder ähnliche Formulierungen eignen sich vorzüglich, eine Brücke in die Heimat zu schlagen: Obacht vor Nazis und Pegida! So bleiben die Guten auch weiterhin unter sich.

Raffinierter freilich der Versuch, zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen. Griechenland war ja schon immer ein hoffnungsloser Fall, jetzt lässt sich das nur noch zusätzlich unterstreichen: “Auf der griechischen Insel Chios haben mehr als 2000 Anwohner gegen die Flüchtlingspolitik der Behörden protestiert.“ (ARD-Mediathek, 29.09). Die kriegen aber auch gar nichts gerissen, diese ödblöden Ouzos! Das haben wir ja schon immer gewusst, solch nachträgliche Gewissheit tut also richtig gut. Dass es den Deutschen schwer fiel, in einer einzigen Nacht einen kleinen Haufen munter antanzender Traumapatienten zu bändigen ist allerdings bekannt, aber diese faulen Byzantiner von Germanias Gnaden pinkeln sich ja schon ins Hemd, wenn statt der vereinbarten tausend Zuwanderer mal eben vier bis fünftausend von denen (so HRT) eine kleine Insel fluten. Hat die Bundesregierung auch weiterhin ein Problem damit, den Folterstaat Türkei als solchen zu brandmarken, fällt´s Ihren Granden andererseits auch weiterhin nicht schwer, dem gebeutelten Nachbarn von Despotistan dauerndes Versagen vorzuwerfen. Der ´Otto-Normal-Grieche´, einmal mehr übervorteilt, wird entweder in die Täterecke bugsiert oder auf Empathie getrimmt. Nur noch am Rande findet Erwähnung, dass es den meisten dieser Menschen immer dreckiger geht. Irrwitzig genug: Ein europäisches Volk geht vor die Hunde (seine ´Eliten´ abgerechnet), aber wird aus Deutschland über ihr Land berichtet, dann gibt es da nur noch arme und entrechtete Flüchtlinge, und die Autochthonen tapern als Statisten stichwortgebend durch den schmierigen Einheitsbrei. Übrigens bleibt das trübe Bild unvollständig, unterschlüge man einen ganzen Tross zum Teil militant agierender Aktivisten – lauter dubiose NGO, die in allen Teilen der Welt ihr Unheil stiften – der als fremdfinanzierter Wanderzirkus das Unheil weiter auf die Spitze treibt. Deren ´Speaker´ machen dann aus protestierenden Anwohnern Rassisten, aus gewalttätigen Zuwanderer-Banden verzweifelte Menschen. Die Fronten werden aus Kalkül nach eigener Maßgabe gezogen: Hast du Pech, stehst du eben auf der falschen Seite. Werden etwa die protestierenden ´Rassisten´ von den ´verzweifelten´ Flüchtlingen mit Steinen beworfen, lag´s einfach daran, dass erstere die unerhörte Frechheit besaßen, ihre Nationalhymne herunter zu singen. Hat´s in der wohl auch, wie in der deutschen, eine verdächtige Strophe? Unglaublich, diese griechischen Ultras. Wenn abgehängte Minderheiten im Angesicht ihnen drohender Minderheiten das nationale Pathos für sich zurück entdecken, dann soll das auch von mir nicht entschuldigt werden, aber dann muss man doch so ehrlich sein zuzugeben, dass etwas grundsätzlich schief gegangen ist. Mit dem bequemen Vorwurf des Rassismus befindet sich nicht einzig der Aktivist in Steilvorlage, uns allen tut das richtig gut. Im Handumdrehen wird so aus dem Volk die fiese Volksgemeinschaft; fertig. Am Ende hat man sich tatsächlich eine gefährliche Mehrheit Unwilliger eingehandelt, die jetzt so richtig stören. Es ist ziemlich billig, Typen wie Trump, Orban oder Kaczynski als Ursachen künftigen Unheils zu brandmarken: In Wahrheit werden uns kraft ihrer Erscheinung die Folgen zahlloser Fehler und Versäumnisse eingebläut, derer sich die etablierten Parteien über Jahrzehnte schuldig machten. Wenn diese sich nun verspätet als Retter ihrer Nationen gebärden, dann erinnert das erst recht an Weimar und seine Totengräber.

Schon seit Wochen sickern tausende neuer Flüchtlinge aus der Türkei in das benachbarte Griechenland ein. Das sie, unterstützt von einer ganzen Rotte von ´Hilfsorganisationen´, die Häfen der Inseln belagern und ihre ´Weiterreise´ nach Mitteleuropa mittels lauthalser Drohungen einfordern: darf bloß nicht zu laut geflüstert werden. Haben will man sie weder hier bei uns noch sonst irgendwo, schon ganz klar, daher ist es auch nur opportun, vom Völkerrecht zu faseln und einer ´gerechten´ Verteilung das dauernde Wort zu reden. Die Kollateralschäden einer unvergleichlichen Völkerwanderung interessieren nur für den Moment; dann kicken sie nicht mehr. Wer redet heute noch von Lampedusa? Auf Lesbos, um in der Ägäis zu verweilen, sieht es kaum besser aus. Wird sich schon einrenken, denkt sich da vielleicht die Mutti. Was zählt: Die vielgescholtenen Balkanstaaten haben der Germania den Rücken freigeschaufelt, aus der Türkei wird zwar wieder mächtig rein geschaufelt, aber das mögen die griechischen Behörden bitte selbst mit denen regeln, weil wir es uns mit unseren ´Verbündeten´ doch bitte nicht noch mehr verderben wollen. Ganz gleich, was der Schurke Erdogan sich auch weiterhin einfallen lässt, um Deutschland zu demütigen: bloß nicht aufmucken. Das traute sich jüngst nur der Oberschurke Putin, und weil er damit bei seinem Erzrivalen aus Ankara richtig Erfolg hatte, darf das erst recht nicht allzu breit getreten werden. Die Demütigung kompensiert Erdogan ohnehin mittels Dauerbeschuss – auch Richtung Deutschland. Und Großdeutschland pariert. Bilateralen Verrenkungen merkt man die begleitende Schizophrenie recht deutlich an, finde ich. Der alte Freud, im Broterwerb hauptsächlich der Hege und Pflege überreizter Individuen einer blasierten Oberschicht verpflichtet, beschrieb deren Neurosen mustergültig: Regierende Staatsmänner -und -frauen reagieren offenbar ganz ähnlich.

Bemerkenswert, obschon nicht sonderlich verwunderlich: Wie schnell wir uns an Zustände gewöhnt haben, die im Grunde untragbar, ja skandalös sind. Keiner merkt das noch. Ist Deutschland bereits ein Staat, der seinen eigenen Untergang akzeptiert hat, und zwar in der irrigen Annahme, dass es dann schon nicht so arg kommen möge? Da wurde uns gestern doch allen Ernstes die erste Eskalationsstufe als Entwarnung verkauft: “Zuwanderer sind nicht krimineller als Deutsche.“ Diese Schlagzeile haben sämtliche Leitmedien voneinander abgeschrieben, und die begleitenden Kommentare lesen sich wie das Gestammel autistischer Rotkreuzschwestern. Alles also halb so wild? Tatsächlich ist das, was diese Aussage eröffnet, doppelt schlimm. Wenn Menschen, die wir mit Plüschtierchen und leckeren Handreichungen willkommen hießen, bereits in Unterzahl der kriminellen Mehrzahl Konkurrenz machen, wie werden die sich dann erst gebärden, läuft der Kuschelkurs, aus welchen Gründen auch immer, richtig schief? Warum traut oder gestattet sich, ein Beispiel, keiner die Frage, wie es sein kann, dass Menschen, die wir doch angeblich über Milliarden-Alimente, Ehrenamt und Dauerfürsorge auf Kurs bringen, auf Anhieb zu Zehntausenden kriminell geworden sind? Es grenzt an Irrsinn, wenn man uns die ´Frühschäden´ ungebremster Zuwanderung bereits als Erfolge verkauft. Ob wir solcherart auf weitere vorbereitet werden sollen? Unter der Überschrift ´Zahl der Straftaten von Zuwanderern ist gesunken´ notierte ZEIT-Online gestern: “Im ersten Quartal dieses Jahres begingen oder versuchten Zuwanderer bundesweit rund 69.000 Straftaten zu begehen. Circa ein Drittel davon waren Diebstahldelikte, gefolgt von Vermögens- und Fälschungsdelikten. Zu Letzteren gehören zum Beispiel Betrug, Veruntreuung, Unterschlagung, Urkundenfälschung sowie das Erschleichen von Leistungen. Knapp ein Viertel waren Körperverletzungen und Straftaten gegen die persönliche Freiheit. Eine Straftat gegen die persönliche Freiheit kann etwa Nötigung, Bedrohung oder auch erpresserischer Menschenraub sein.“ Aber das alles, man höre und staune, sei nun sogar ´etwas rückläufig´. Da klatsche doch jeder einmal ganz kräftig in die feuchten Hände! Wer setzt mal ein entsprechendes Dankschreiben auf? Warum fragt eigentlich keiner von denen, die sich so leicht beruhigen lassen, nach naheliegenden Gründen für den (vorläufigen) Rückgang krimineller Energie, die offenbar von Anfang an mit im Spiel gewesen ist? Dass dieselbe jäh und unerwartet wieder an Fahrt aufnehmen kann, das dürfte, erwähnte man es in nämlichem Zusammenhang, endgültig als Spielverderberei gewertet werden. Sicher: In der jetzigen Situation hat sich die Lage tatsächlich beruhigt. Es kommen kaum mehr Binnenflüchtlinge nach. Recht- und Ungläubige, christliche Huren und muslimische Herrenmenschen hat man so gut es ging voneinander getrennt. Überfüllte Turnhallenunterkünfte sind aufgelöst worden, ihre Bewohner hat man separat (also: bekömmlich) verteilt, und wer jetzt seinen dubiosen Geschäften nachgeht, hat sowieso dazu gelernt und sich damit aus der Statistik herausgeschummelt. Dieser Schwebezustand wird indes nicht lange anhalten. Werden wir dann wieder alle ganz überrascht, übertölpelt reagieren?

Der Zufall hat es so gefügt, dass ich seit nunmehr zehn Jahren als Vollzeitpauker an einer Brennpunktschule unterrichte, deren Klientel sich zu einem starken Anteil aus SchülerInnen Jesidischen Glaubens rekrutiert. Die überwältigende Mehrheit unserer Kinder und Jugendlichen hat ohnehin den vielzitierten Migrationshintergrund. Innerhalb dieser Gruppe dominieren unsere Jesiden deutlich. Sie haben den Biodeutschen, junge oder alte, eines vor allem voraus: Sie spüren die Gefahr. Das Schicksal ihrer Angehörigen im Orient hat sie darüber belehrt, das dem Fetisch Rechtsstaat nicht zu trauen ist. Von nahezu sämtlichen Muslimen wurden und werden sie als Ketzer gebrandteufelt und die meisten von denen, die kommen, haben sich davon nie distanziert. Menschen Jesidischen Glaubens wissen genau: die da jetzt kommen, die wollen uns nichts Gutes. Irgendwie ahnen wir längst ähnliches; daher der logistische Aufwand, das viele Geld und passend die vielen großen Gebärden, die beschwichtigen sollen. Bloß keinem auf die Finger treten. Wenn aber ein Land wie Syrien ausblutet und immer größere Teile seiner Bevölkerung flüchten, dann sorgt diese ´Fliehkraft´ von ganz allein für den Import antisemitischer Allgemeinplätze, rechtgläubiger Verrenkungen und pseudokultureller Rigorismen, die vom Kopftuch bis zum Ehrenmord kulminieren, ohne dass damit schon die Spitze des berühmten Eisbergs erreicht wäre. Dass im Gefolge dieser Ethnien auch die letzten Reste liberaler Mittelschichten irgendwie mitstraucheln, kann kaum beruhigen, wenn man bedenkt, dass selbsternannte Gotteskrieger oder Hassprediger nicht selten ebendiesem Milieu entspringen. Selbst überdurchschnittlich begabte Koryphäen wie der Sozialpsychologe Harald Welzer gehen in die Falle und finden, seltsam einfältig, dass doch derzeit alles glatter liefe als behauptet. Umso schneller kippen aber die Verhältnisse. Die Geschichte liefert uns Beweise, die betroffen machen. Keiner hat das trefflicher beschrieben als Welzer selbst, der uns überhaupt erst darüber aufklärte, wie binnen weniger Tage aus treusorgenden Familienvätern verlässliche Massenmörder wurden. Gestern noch gelangweilt vor dem Bildschirm, trainieren Halbwüchsige heute in Trainingscamps des IS an der scharfen Waffe, um morgen ´Ungläubige zu schlachten´. In den wilden Zwanzigern des letzten Jahrhunderts hat doch im Ernst niemand auch nur zu ahnen vermocht, dass keine 15 Jahre später ein ganzer Weltkrieg ausbräche, der dann annähernd achtzig Millionen Menschen vertilgt hat; in gerade einmal sieben Jahren. Gewagte Vergleiche? Man könnte in Wahrheit eine ganze Bibliothek damit füllen.

Wehret den Anfängen. Das ist auch so eine Plattitüde, die sich bis auf die morschen Knochen abgewetzt hat. Diese Anfänge reichen weiter zurück als uns ´Echtzeit-Experten´ lieb wäre. Und wieder macht man sich verdächtig, weist man auf ganz unterschiedliche Stationen solcher Vorläufe hin. Am Ende findet sich niemand mehr, der unvoreingenommen sämtliche Divergenzen berücksichtigte, die eine Rolle spielten. Blicken wir ins Tollhaus Orient. Wer den unseligen Krieg des Bush jun. ins Feld führt, darf jenen heiligen Krieg nicht unerwähnt lassen, den dort unten ein gewisser Mohammed vor annähernd tausendvierhundert Jahren vom Zaum brach. Der Feldherr wird bis heute als Prophet verehrt. Ehre, wem Ehre gebührt.

Letzter Gedanke zum Schluss, all jenen ins Gedächtnis gerufen, die immer noch glauben, als Günstlinge des Glücks mit einer ´Sonderbehandlung´ davon zu kommen. Anlässlich des Todes von Shimon Peres prophezeite irgendein Propagandaminister der Hamas dem ´Gebilde´ Israel das nahe, sehnlichst erwünschte Ende. Mit derlei Auslöschungsphantasien ist schon der Deutschen größter Führer gescheitert, aber viel hat am Ende auch nicht gefehlt. Sollte in hundert oder zweihundert Jahren ein Obermufti den Euro-Islam für gescheitert erklären und das liberal-demokratische Gebilde ´Europa´ gleich dazu, dann wird diese ´Hinrichtung´ vielleicht viel eleganter vollzogen werden können, weil dagegen schon keiner mehr Einspruch erhebt. Wer von den Nachgeborenen dächte dann noch an die zahlreichen Anfänge vom Ende, an Sprachregelungen und Demutsgesten? An Feigheit und Verrat. Eine zukünftige Lügenpresse wird die entsprechenden Belege rechtzeitig ´umetikettiert´ haben. Und die Verneigung vor der Religion des Friedens wird dann jedem in Fleisch und Blut übergegangen sein.

02.10.16, Shanto Trdic

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41 Antworten zu Sprachregelungen

  1. CrisisMaven schreibt:

    Die Fuehrerin schenkt den Fluechtlingen eine Insel. Kommt irgendwie bekannt vor, nur der Propagandafilm fehlt noch.

    Gefällt 1 Person

  2. Hessenhenker schreibt:

    Der Satz „Wehret den Anfängen“ kann neuerdings als Volksverhetzung angezeigt werden, denn er kann ja irgendwie „falsch gemeint“ sein.

    Gefällt 1 Person

  3. schum74 schreibt:

    Den Mumm, und dazu die Kundigkeit, einen solchen Artikel zu verfassen, muss man erst bringen. Ein Sliwowitz auf Ihre Gesundheit, sehr geehrter Shanto Trdic!

    Denk ich an Griechenland in der Nacht… Ja, nicht nur Deutsche schlafen schlecht. Wie konnte es kommen, dass binnen 200 Jahren dieselben Europäer, die um 1820 im Zuge philhellenistischer Begeisterung Griechenland gegen die türkischen Besatzer zu Hilfe geeilt sind, heute apathisch zuschauen, wie dieses symbolträchtige Land vor die Hunde geht?
    Wissen Sie noch die Zeit, als Victor Hugo, Lamartine, Gérard de Nerval, Alfred de Vigny, Delacroix, Hölderlin, Adelbert von Chamisso, Lord Byron und so viele Andere den Griechen die „dette sacrée“, die heilige Schuld, haben zurückzahlen wollen?

    „Die griechische Revolution hat von Anfang an ein sehr breites, vielfältiges Publikum berührt. Ob Intellektuelle oder Ungebildete, Adlige oder nicht, viele Menschen in ganz Europa haben sich spontan für die Freiheit der Griechen eingesetzt. Dieses Engagement manifestierte sich nicht nur im geschriebenen Wort, sondern auch in Geldspenden und militärischer Unterstützung. Unter den Soldaten, die in den ersten Jahren auf Seiten der Griechen gekämpft haben, gab es außer der weitaus größten Zahl an Deutschen auch Italiener, Franzosen, Schweizer, Polen und Engländer.“ (Valerio Furneri, „Die deutschen Freiwilligen im griechischen Freiheitskampf“, in: Graecomania – Der europäische Philhellenismus. Hg. Gilbert Heß, Elena Agazzi, Elisabeth Décultot, Walter de Gruyter, 2009)

    Nachdem 1822 auf der Insel Chios türkische Truppen über 20.000 Griechen massakriert und 45.000 in die Sklaverei verkauft hatten, antwortete Victor Hugo mit dem Gedicht „Das Kind aus Chios“, das man im Multikulti-Frankreich vermutlich nicht mehr lernt:

    Auf Hugos Chios ist nur ein Kind übriggeblieben. Fragt ein Reisender, womit er seine Trauer ablenken könnte: mit einer Wunderblume vielleicht, mit einer Märchenfrucht, mit einem Zaubervogel? – „Freund, sagte das griechische Kind, das Kind mit den blauen Augen, / Ich will Pulver und Kugeln“.

    Veux-tu, pour me sourire, un bel oiseau des bois,
    Qui chante avec un chant plus doux que le hautbois,
    Plus éclatant que les cymbales?
    Que veux-tu? fleur, beau fruit, ou l’oiseau merveilleux?
    – Ami, dit l’enfant grec, dit l’enfant aux yeux bleus,
    Je veux de la poudre et des balles.
    (Victor Hugo, « L’enfant de Chios », Les Orientales, 1829)

    Es war einmal… Jetzt schreien die verschleierungswilligen Roths „Faschismus, Faschismus!“, sobald jemand an das freiheitliche, islamgegnerische Europa zu erinnern wagt. Ausgerechnet die.

    Gefällt 4 Personen

  4. aurorula a. schreibt:

    A Propos „Sprache“: jetzt gerade ist überall in den Medien nicht zu lesen, daß die Ermittlungen gegen Jan Böhmermann eingestellt wurden:

    http://www.gmx.net/magazine/panorama/ermittlungen-boehmermann-eingestellt-31939558

    Gefällt 1 Person

  5. Hessenhenker schreibt:

    Aristobulus, Nummer 5 lebt.

    Gefällt 1 Person

  6. Hessenhenker schreibt:

    Ist das eine aufblasbare Pornoente? ich sehe da ein Loch hinter der Raute.

    Gefällt 1 Person

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