Das Narrativ und der Tod

Narrative sind Meinungen, die in Geschichten eingebunden sind und als Fakten gehandelt werden. Narrative, die nicht auf Fakten basieren, sind postfaktische subjektive Betrachtungen und entziehen sich somit der objektiven Beurteilung und der Wahrheit. Narrative können in wenigen Fällen der Realität entsprechen, womit die Unterscheidung zwischen Meinung und Fakt erschwert wird. Die Verbreitung von Narrativen birgt Gefahren. Die folgenden Narrative sind für den grausamen Tod vieler, auch unschuldiger Menschen verantwortlich.

Es heißt, so ein Narrativ, dass im Kampf um Aleppo Krankenhäuser bombardiert werden. Das Narrativ darf ja der Realität entsprechen. Bei Narrativen spielt jedoch der Wahrheitsgehalt keine Rolle, so zynisch es auch klingen mag. Im Fall Aleppo gäbe es zwei objektive Quellen, die nicht anwendbar sind: Allah und Jürgen Todenhöfer. Denn der Erste schweigt, während sich seine Anhänger gegenseitig massakrieren, und der Zweite verbreitet nur solche Narrative, für die er entlohnt wird. Wir werden uns deshalb mit den Narrativen der aktiv und passiv Handelnden beschäftigen.

Die Bewohner der zu vernichtenden Stadt klagen in ihrem Narrativ die syrische und die russische Luftwaffe an, die ihre Krankenhäuser von oben aus zerstören. Unzählige Patienten, Ärzte und vor allem Kinder sterben. Dieses Narrativ aus Aleppo soll der Welt beweisen, dass Assad und Putin Kriegsverbrecher sind. Wie träge die Welt reagiert, ist bekannt und braucht nicht weiter erläutert zu werden. Das Narrativ schlägt erwartungsgemäß in der zivilisierten Welt nicht an.

Warum erwartungsgemäß? Weil es in den letzten 100 Jahren ausreichend Massenmorde an Unschuldigen gegeben hat, die die Menschheit nicht bewegt hat.

Die Russen widersprechen dem Aleppo-Narrativ. Sie behaupten, dass ihre Luftwaffe keine Krankenhäuser angreift. Somit steht Narrativ gegen Narrativ und jedem steht es frei, das ihm genehme anzunehmen. Wir könnten nun zur Tagesordnung schreiten. Denn auf dieselbe Weise ist es Selbstmordattentätern gelungen, als verehrungswürdige Märtyrer zu sterben. Und auf dieselbe Weise hat sich die Welt gerne überzeugen lassen, dass der Jüdische Tempel in Jerusalem zur Zeit Jesus ein muslimisches Heiligtum gewesen ist.

Es besteht die Möglichkeit, dass nur die Bewohner Aleppos lügen und die Russen hingegen die Wahrheit sagen. Nicht unwahrscheinlich, dass alle Krankenhausärzte von Aleppo nach Deutschland ausgewandert sind, da die deutsche Willkommenskultur nach syrischen Ärzten lechzt. Diese Peinlichkeit löst sich durch ein postfaktisches russisch-syrisches Bombardement aus der Luft in Luft auf.

Doch es besteht auch die Möglichkeit, dass die Bewohner Aleppos die Wahrheit sagen und die Russen lügen. Warum die Russen in diesem Fall lügen, liegt auf der Hand: Sie wollen keine Kriegsverbrecher sein. Doch warum zerstören die Russen dann Krankenhäuser?

Antwort: Um die in Aleppo ausharrende Bevölkerung zu demoralisieren und zur Aufgabe der Stadt zu bewegen! Ob das mit den Bombardements gelingt, ist äußerst fraglich. Doch es geht nicht um Putins beabsichtigte Konsequenzen. Eine weitere, nicht weniger logische Antwort wäre, dass die Russen nicht befürchten, als Kriegsverbrecher angeklagt zu werden. Um diese Antwort und These zu verstehen, sollte man im Denken der Welt über den Nahen Osten bewandt sein. Hier ist postfaktisch jeder ein ausgewiesener Experte.

Der letzte richtige Gazakrieg zwischen Israel und dem Palästinensischen Teilstaat findet vor mehr als zwei Jahren statt. Die weltweit offizielle Terrororganisation Hamas, die dort über ihre Araber nach einer einzigen demokratischen Wahl „regiert“, klagt in ihrem Narrativ die Juden bei der Welt an, die Krankenhäuser in Gaza zu beschießen. Da die Hamas den Zement benötigt, um unterirdische Tunnels nach Israel zu stabilisieren, um Juden Israels zu überfallen, zu verschleppen oder zu morden, bleibt kein Zement übrig, um Schutzräume gegen Bomben für die eigene arabische Zivilbevölkerung zu bauen. Deshalb begeben sich in einem Kriegsfall mit Israel die nicht privilegierten Bewohner des Gazastreifens in die Obhut von Krankenhäusern, da sie davon ausgehen, dass die Juden Israels im Gegensatz zu Syrischen Muslimen und Russen keine Krankenhäuser angreifen.

Dummerweise glauben genau dies auch die vom Gazastreifenvolk gewählten Terroristen. Sie verschanzen sich in Krankenhäusern und beschießen von dort aus Israel und seine Verteidigungsarmee, was zum jüdischen Narrativ wird. (Es sei erinnert, dass Narrative, wenn auch selten, auf Fakten beruhen dürfen!) Die israelische Gegenreaktion ist vorhersehbar und kein Kriegsverbrechen! Das Kriegsverbrechen liegt offiziell auf Seiten der Hamas, doch darum geht es im Hammas-Narrativ nicht.

Die Welt und die UNO freuen sich über den Beschuss des arabischen Gazastreifen-Krankenhauses, da sie nun endlich den Juden das langersehnte Kriegsverbrechen unterschieben können. Mit großem Getöse wird ein israelkritischer jüdischer Richter aufgetrieben, der den Judenstaat erwartungsgemäß * verurteilt. Die USA verhindern Schlimmeres. Bei einer Revision des Verfahrens kommt die Wahrheit des jüdischen Narrativs ans Licht und Israel wird freigesprochen. Die Hamas wird verwarnt. Doch nach so langer Zeit nach so einem unbedeutenden Krieg interessiert sich niemand mehr dafür. Das Terroristen-Narrativ der Hamas setzt sich im Weltgedächtnis fest, dass Israel ein Krankenhaus beschossen hat und somit Juden Kriegsverbrecher sind.

* Warum Juden seit mehr als 2.000 Jahren gehasst werden, ist Inhalt eines weit komplizierteren Narrativs.

Putin und seine Russen lieben das Hamas-Narrativ. Dialektisch mit einem Schuss jüdischer Chuzpe kommen sie zu folgendem Schluss:

Wenn entsprechend dem glaubhaften Hamas-Narrativ die von aller Welt verhassten Juden straflos ein Kriegsverbrechen in Form einer Krankenhausbeschießung begehen dürfen, warum werden die von aller Welt geliebten Russen für das gleiche Verbrechen bestraft? Selbst Assad erwartet aus demselben Grund einen Freispruch. Denn nicht nur die Russen sind in Deutschland bei Pegida, AfD und den Linken gleichermaßen beliebt, sondern auch die Syrer, die mit Willkommensgeschenken von den Deutschen überhäuft werden!

Und so werden wegen den palästinensischen Narrativen alle Krankenhäuser in Aleppo zerstört – oder auch nicht. Je nach Narrativ.

Erschienen unter

http://www.tabularasamagazin.de/artikel/artikel_7376/

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24 Antworten zu Das Narrativ und der Tod

  1. unbesorgt schreibt:

    Im Narrativ steckt der Narr schon drin.

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  2. Hessenhenker schreibt:

    Wieso steht Syrien überhaupt auf arabischer Seite?
    Ist das nicht angeblich ein säkularer Staat, der sollte sich doch der Logik nach eher mit dem Rücken zu Israel gegen den Irrsinn verteidigen.

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    • Hein schreibt:

      Kann sich ein arabischer Führer das leisten? Leider nicht! Wenn ich es vor zwei Jahren auf dem Golan richtig verstanden habe, hat Israel zugunsten von Assad interveniert, als sich Al Nusra anschickte, den Beobachtungsposten der syrischen Regierung zu erobern. Der Leiter meiner Besuchsgruppe, ein ehemaliger Panzerkommandant, sagte sinngemäß, dass es den Israelis egal sei, wer sie hasst und sich deswegen in die Kämpfe in Syrien nicht einmische. Aber Israel sei es doch lieber, auf dem Nachbarhügel einen berechenbaren Gegner zu haben, als Leute, die darauf brennen, ins Paradies zu kommen.

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      • aurorula a. schreibt:

        Kann sich ein arabischer Führer das leisten?
        In den letzten Tagen des Irrsinns (=heute) tun das einzelne ägyptische und saudiarabische manchmal. Aber auch die tragen Sorge dafür, daß es nicht an die große Glocke gehängt wird. Das arabische Narrativ sagt wohl, das sei unanständig.

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      • Gudrun Eussner schreibt:

        Das sagt nicht das arabische Narrativ, sondern der Koran, in zahlreichen Suren, aurorula. Nun könnte man allerdings den Koran auch für’n Narrativ halten – oder für Propaganda.

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  3. Gudrun Eussner schreibt:

    Und wenn es in Aleppo so ist wie in Israel. oder sind die Krankenhäuser nur in Gaza unterkellert, weil dort die IDF bombt, auf Aleppo aber die Russen?

    Gaza. Shifa Hospital. 17. November 2012
    http://eussner.blogspot.fr/2012/11/gaza-shifa-hospital.html

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  4. schum74 schreibt:

    Hübsch! Aber warum verzichten Sie auf das praktische und allgemein verständliche Wort “Propaganda“? Propaganda kann wie die modische Vokabel “Narrativ“ auf Fakten beruhen, die man a) lediglich ausnutzt oder b) verfälscht. Sie kann aber auch reine Erfindung ist.

    Ob die russische Luftwaffe Krankhäuser in Aleppo bombardiert hat, kann nur ein objektiver Beobachter am Ort, also ein Eskimo, sagen. Falls ja, kann nicht mal der Eskimo sagen, ob die Bombardements beabsichtigt waren. Das weiß nur Putin allein.

    Ein Narrativ, so wie Historiker es verstehen, ist etwas ganz anderes: Es bezieht sich auf ein ins Mythische überhöhtes Ereignis, das sich im Dunkel der Geschichte verliert. Von ihm bleibt eine Erzählung übrig, die man von Generation zu Generation weiter reicht. Beispiel: der im Nibelungenlied besungene Untergang der Burgunder.

    Propaganda hingegen ist wie man heute weiß, das ganze Buch Jehoschua mit der Schilderung der Landnahme von Kanaan. Es gab keine „Ausrottung großer Teile der ansässigen Bevölkerung“ durch das „Volk der Juden“.
    Im 13./12. Jahrhundert v. d. Z. waren die Städte Jericho und Ai nicht einmal besiedelt. „Ausgrabungen anderer Städte, die angeblich zerstört worden sein sollen, zeigen für diese Zeit keine Merkmale einer Eroberung. … Israel entstand zwar in Kanaan, doch es entstand nicht an der Stelle von Kanaan“ (Die Deutsche Bibelgesellschaft, 2010).

    Wozu also die Beschreibung gehäufter Grausamkeiten, die einen Tora-Kenner hätten stutzig machen müssen? Aber wer hätte darüber stutzen sollen? Luther?

    „Es ist vorstellbar, dass der Text zunächst als Grundlage für Territorial-Forderungen verfasst worden ist, zu einer Zeit, da das Königreich Israel 722 untergegangen und das Königreich Jehuda von den Assyrern besetzt war.“ (Jacques Briend, « Une épopée de fiction : Josué 2, 6-12 », Revue Theologicum, 16 juillet 2007)

    Die Versammlung am Fuße des Berges Sinai ist ein Narrativ. Die arabische Version von der Entstehung des Staates Israel ist Propaganda.

    “Narrativ“ anstelle von “Propaganda“ ist schon Propaganda.

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    • Lancelot schreibt:

      🙂

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    • Gudrun Eussner schreibt:

      narrare = erzählen, narratio = die Erzählung, narrativum = erzählt, das Erzählte
      propagare = erweitern, ausdehnen, verlängern, propagandum = das zu Erweiternde

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      • Aristobulus schreibt:

        Stimmt schon. Es klärt nur leider nichts, Begriffe auf ihren Sprachursprung zurückzuführen (zu reduzieren) und sie so zu erklären (deklarieren), weil von einer ursprünglichen Wortbedeutung sehr wenig bis nichts übrigbleibt. Weswegen der Versuch ins Leere führt.
        Übrigens sogar beim Wort Bedeutung: Da hatte mal jemand auf etwas mit dem Finger gedeutet, woraufhin es Bedeutung erlangt hat. Davon ist im heutigen Sinn des Worts nichts mehr übrig. Selbst bei frz. signification: Da hatte mal jemand ein Zeichen aufgerichtet (signum facere), aber wenn man heut erklärt, was was in welchem Zusammenhang für wen sei oder nicht sei, richtet man ja keine Herme mehr auf.

        Narrativ bezieht sich auf den als möglichst wertfrei und möglichst quellennah definierten Ansatz von Soziologen (unter Anderen Halard Welzer) der späten Achtziger, die untersuchen wollten, auf welche Weise in Gruppen und Familien bestimmte Ereignisse erzählt werden. Leider geriet dieser soziologische Ansatz, der versucht hat, objektiv zu sein, in der Folge immer mehr zu einem politisierenden, romantisierenden Fürwahrhalten und Unterstützen des Erzählten.

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    • Lancelot schreibt:

      „Ein Narrativ, so wie Historiker es verstehen, ist etwas ganz anderes: Es bezieht sich auf ein ins Mythische überhöhtes Ereignis, das sich im Dunkel der Geschichte verliert. Von ihm bleibt eine Erzählung übrig, die man von Generation zu Generation weiter reicht. Beispiel: der im Nibelungenlied besungene Untergang der Burgunder.“

      Wenn Sie so wollen, dann enthalten die heiligen Schriften aller Religionen auch Narrative, denn alle Religionen waren und sind der Meinung, in ihrer heiligen Schrift steht die Wahrheit.
      Alleine sämtliche Geschichtsbücher der Bibel enthalten nur wenige historisch nachweisbare Fakten und Geschichten wurden dazu erfunden.

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      • Aristobulus schreibt:

        … so weit das mit Abstand Allerdümmstödeste, das in diesem Blog jemals über die Bibel geäußert worden ist.

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      • Gudrun Eussner schreibt:

        Da kann ich mich dem Herrn Aristobolus nur anschließen, Lancelot!

        Und was die Herkunft der Wörter angeht, ihre Etymologie, so ist mir klar, daß sie oft nur noch wenig mit iihrer ursprünglichen Bedeutung zu tun haben. Danke dennoch für die Aufklärung!

        Trotzdem ist es hin&wieder sinnvoll, auf den Ursprung hinzuweisen. Man vermeidet dadurch manchen Fehlschluß. Das ist allerdings nur meine Erfahrung, die für die Aristobuli aller Zeiten nicht gültig zu sein braucht.

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      • Aristobulus schreibt:

        Danke, Frau Eussner.
        (Nur eines nicht: Es gibt aber kaum im Plural und nich‘ Aristobuli in irgend Zeiten🙂 jedenfalls, und viel gilt für die kaum in gültiger Weise, sofern.)

        Noch etwas zum Narrativ, und wie die Historiker den Begriff anwenden: Freilich hat das nichts und wieder nichts mit irgend Wahrheit zu tun. Der obige Lanzeschmotz wollte das insinuieren. (Nein, hat er ja nicht, er weiß nicht, wie das geht.)
        Narrativ hat auch nichts mit dem Erfinden von Geschichten zu tun, indem manche Geschichten seit je her die Wirklichkeit ungleich treuer abbilden, als die Wirklichkeit selber das könnte. Leute, die das aber nicht verstehen, auch nicht den Unterschied dazwischen, sagen einem dann, dass Geschichten ja ausgedacht und also unwahr sind. Da muss man dann aufhören zu duskutieren und weggehen, denn mit Halbdebilen sollte man sich nicht länger abgeben als unbedingt nötig.

        Allenfalls so:
        „Zweihundert Gramm Appenzeller bitte.“
        „Daafs einen Tuckn mehr?“
        „NEIN.“

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      • Lancelot schreibt:

        Soll das heißen, Narrative sind nur eigene Lügen, die als Wahrheit dienen sollen?

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      • Aristobulus schreibt:

        Lesen Sie gefälligst BÜCHER, selbstverschuldeter Dreiviertelidiot.
        Und nu verpissenSe sich.

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      • schum74 schreibt:

        So ist es, Aristobulus. Was sich in der nuit des temps verliert, muss lange nicht unwahr sein. Und verdichtete Geschichten bilden die Wirklichkeit ungleich treuer ab, als die Wirklichkeit selber das könnte. Oder wie Cocteau von sich behauptete – aber das gilt für jedes Kunstwerk: « Je suis un mensonge qui dit toujours la vérité » – Ich bin eine Lüge, die immer die Wahrheit sagt.
        Im Übrigen: Über den Untergang der Burgunder im Jahre 437 durch hunnische Söldner-Truppen unter dem Oberbefehl des römischen Feldherrn Aetius wissen die Historiker ziemlich gut Bescheid. Das Narrativ sagt die Wahrheit.

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      • Aristobulus schreibt:

        … und seit 437, so wird erzählt, trinken wir zunehmend Bordeaux, weil Burgunder seitdem ziemlich teuer geworden sei, obschon weiter existierend.
        Auch dieser Narrativ könnte was Wahres enthalten.

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  5. aurorula a. schreibt:

    Das hat jetzt zwar mit dem Thema nichts zu tun, wird Mike Hammer und Clas Lehmann wirds freuen: Bienen in Israel
    http://www.israel21c.org/how-israel-is-saving-the-honeybees/

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    • aurorula a. schreibt:

      Tausche ein „wird“ gegen ein „aber“ – egal welches.

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    • Clas Lehmann schreibt:

      Liest sich gut; und das Problem, mit den Bienen wandern zu müssen, kenne ich auch. Hier pflanzt kaum jemand Bäume, hingegen werden sie abgesägt, verkehrsgesichert und dabei verstümmelt, so dass da lange keine Blüte mehr kommt. Schön, dass es in Israel anders ist.

      Um 10% Verluste liege ich im Schnitt auch, vielleicht sogar etwas drunter, mal sehen, wie das Frühjahr wird.

      Ein wesentlicher Grund für die CCD sind Neonicotinoide, nicht Glyphosat, wie es ein Kommentator dorten meinte. (Glyphosat ist auch übel, weil damit Pflanzen gekillt werden, die Nektar spenden könnten.) Neonics werden, als systemische Insektizide zum Pflanzenschutz gebraucht. Dafür muss ein Wirkstoff höchst potent, recht persistent, wasserlöslich und möglichst nicht in gleichem Maße warmblütertoxisch sein. Das sind die. Leider haben sie, anders als frühere Generationen von Insektziden, nachhaltige individuell subletale Effekte, die das Volk dann aber dennoch umbringen: Durch Störung der Immunabwehr, der Nervenleistung, der Sinnesleistung, der Bewegungen, des Wärmehaushaltes, des Sozialverhaltens und des Hygieneverhaltens…

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    • Clas Lehmann schreibt:

      Insofern hilft natürlich jede nicht gespritzte oder gebeizte Nahrungsquelle.

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  6. aurorula a. schreibt:

    Ich weiß nicht mehr, wohin ich den Artikel über das alte Schriftstück hin hatte, das letztens entdeckt wurde.
    Jedenfalls geht die Sache weiter:
    http://elderofziyon.blogspot.com/2016/10/haaretz-falsely-claims-experts-call.html

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