Konkursmasse Recht, garantiert auf Ramschniveau

Verhinderte oder noch im Versuchsstadium befindliche Selbst- und MassenmordkandidatInnen fanden und finden in dem Strafverteidiger Mutlu Günal ihren idealen Fürsprecher. Als solcher hat er sich auf die Obhut und Pflege vornehmlich salafistisch sozialisierter MuselmanInnen spezialisiert. Der smarte, nicht unsympathische Mutlu macht seinen Job gut, mitunter vorzüglich. Er kennt die Tricks und Kniffe, das Gros begleitender Täuschungsmanöver; und beherrscht sie meisterlich. Seine ´Beweisführung´ macht er immer vom Ausmaß erreichten Unheils abhängig. Bleibt die voller Vorfreude angekündigte Exekution der Kufr in ihrer Planungsphase stecken, dann wird jedes noch so eindeutige Bekenntnis der HenkerInnen als bloßer Anfangsverdacht gewertet und entsprechend abgebügelt. DschihadistInnen, deren zahlreich bekundete Selbstmordphantasien via Netz in ermüdender Wiederholung nachzulesen sind, möchte Mutlu gern als grundehrliche, nur in der ´Sache´ gescheiterte IdealistInnen verstanden wissen, deren unverschuldete ´Radikalisierung´ sie dann noch rechtzeitig zu Opfern machte.

Mitunter schafft es das Opfer aber doch, verfügbare Verdachtsmomente in die heiß ersehnte Tat umzusetzen.

´Terror Mädchen´ Safia S. stach Ende Februar diesen Jahres einem Polizisten in den Hals. Von sämtlichen Medien wird dies jetzt als Messerattacke abgetan. Dass es sich in Wahrheit um einen missglückten Mordversuch handelt traut sich nicht einmal die Staatsanwaltschaft festzustellen, wiewohl sie behauptet, der Angriff sei vom IS in Auftrag gegeben worden. Ein Hinweis, der dem Herrn Mutlu einmal mehr das dreckige Geschäft erleichtert. Denn so rettet er den Opferstatus: Seine noch minderjährige Mandantin wurde also vom Islamischen Staat ´verführt´. Die Arme. Verblendet von deren Zielen, entglitt sie schließlich rechtstaatlicher Rigidität. Wie konnte es so weit kommen? Wen trifft die Schuld? Was kann man, was können wir alle tun, damit sich sowas nicht wiederholt? Mittels solcher Fragen winden wir uns wieder wie die Schlangen aus der eigentlichen Verantwortung heraus. Was wir für fortschrittlich und liberal halten gleicht in Wahrheit ständigen Ausweichmanövern: mit jedem neuen Schlingerkurs kommen wir so von der Fahrbahn ab, wie die Besoffenen; und landen schließlich vor dem Baum oder im Graben.

Staranwalt Mutlu wird alles daran setzen, den Weg der religiösen ´Selbstfindung´ ins rechte Licht zu rücken. Soll heißen: Seine Mandantin, auf der Suche nach dem ´richtigen´ Glauben, wurde eher aus Versehen, auf jeden Fall ohne eigenes Verschulden an falscher Stelle fündig. Immer wieder, allerdings. Mögliche Alternativen lagen natürlich außer Reichweite. In einem sicher mehr als nur einmal von Mutlu durchgesehen Brief entschuldigte sich Safia S. nun bei dem Beamten, dessen Ermordung ihr nicht glückte. BILD weiß bereits: Maximal drohen ihr zehn Jahre. Einer Minderjährigen? Der Anwalt mag in diesem Zusammenhang versuchen, die Zurechnungsfähigkeit des Mädchens in Frage zu stellen. Freilich nicht ihren ´lauteren Kern´ – was dann auch gleich für den ganzen Glauben gelten muss. Dass der gescheiterte Mord unter voller Zurechnung geschah – darf man es auch nur flüstern? Jedenfalls wird keiner auf die Idee kommen, den strafmindernden Brief über Gebühr zu beanstanden. Jeder weiß, dass der aus taktischem Kalkül verfasst wurde. Doch wehe dem, der solches vor Gericht auch nur anzudeuten wagte. Mutlu wartet nur darauf. Mit einem entsprechenden Befangenheitsantrag kann er den Ruhestörer sogleich mundtot machen.

Es fällt wohl jedem von uns schwer, in diesem Mädchen ein Monster zu sehen. Ihre Tat in einen Affekt um zu lügen, ferngesteuert von dunklen Mächten, an die wir uns unter Bauchweh gewöhnen: fällt auch nicht leichter, kühlt aber das Mütchen. Ein Mädchen sticht auf Menschen ein: Da kann und darf doch etwas nicht stimmen. Doch leider stimmt schon alles; denn alles passt ins Bild. Unsere auf Prävention und Einfühlung getrimmten rechtstaatlichen Bemühungen mögen, frühzeitig angesetzt, etliche KandidatInnen von der Meuchelfront umbiegen, irgendwie abfangen. Das Phänomen als solches wird dadurch aber nicht einmal berührt. Lässt sich verbrecherisches Fehlverhalten auch unter Ausnutzung angewandter Kulturtechniken in vielen Fällen verhindern: Kommt es zur Tat, kann kein Zweifel mehr bestehen, das dieselbe in voller Absicht vollzogen wurde. Es ist in Mode gekommen, jeder Handlung, die irgendwie aus dem Rahmen fällt, eine Art ´Sonderbehandlung´ zukommen zu lassen. So wird das Unfassliche verstehbar; bildet man sich ein. Dass die Safia S. schon als Küken im Beisein von Pierre Vogel roboterhaft nachplapperte, was dieser und andere ihr steckten, ändert doch nichts an der Tatsache, dass auch sie verantwortlich ist und bleibt: für den versuchten Mord. Einem glatzköpfigen Idioten billigte man den Szene-Bonus natürlich kaum zu; nicht entlastend sondern erschwerend käme der dann zur Sprache. Völlig richtig, wie ich finde.

Nicht über einen fehlgeschlagenen Mord wird dieser Tage verhandelt. Nicht wirklich. Als begleitender Kollateralschaden ist er den Anwesenden eher peinlich. In dem verzweifelten Bemühen, die Hintergründe der Attacke zu verstehen, um sie so tatmildernd wie möglich zu verwursten, wandelt sich der Prozess folgerichtig in ein pseudopädagogisches Palaver. Die zahlreichen Indizien wird man der Täterin entsprechend ´gutschreiben´: das ultraorthodoxe Umfeld, eine sicher sehr problematische Kindheit – natürlich auch die wirklich widerwärtigen, wahrhaft blutrünstigen Bekenntnisse selbst, die ja nur bestätigen können, dass hier jemand fremdgesteuert gewesen sein muss. Kein Zweifel: Safia S. wurde ´radikalisiert´. Dafür kann das Mädchen nichts.

Noch einmal: Wir machen es uns zu leicht. Das kann nicht mehr sehr lange gut gehen. Die vielbeschworene menschliche Freiheit scheuchen wir so aus letzten noch verbliebenen Winkeln, in denen sie ohnehin ein Schattendasein fristet. Solcherart ihrer Würde beraubt, wird diese Freiheit endgültig zum Feigenblatt, dessen man sich demnächst noch schämen wird.

Shanto Trdic, 21.10.16

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72 Antworten zu Konkursmasse Recht, garantiert auf Ramschniveau

  1. Gudrun Eussner schreibt:

    Aber er ist Verteidiger, er muß so argumentieren, wenn er sein Geld wert sein soll. Das Problem liegt bei der deutschen Justiz, beim Staatsanwalt und vor allem beim Richter. Sie lassen sich auf die Scharia ein. Das BVerfG gibt die Abweichungen vor. Dort unterscheidet man zunehmend nicht mehr zwischen Glaubensbekenntnis und Religionsausübung.

    Die Medien erledigen den Rest. Sie sehen in den Glaubenskämpfern nur arme Opfer. Die Täterin Safia S. wird zur „deutschen Teenagerin“, sie “soll sich verantworten”, der Täterin “droht” eine mehrjährige Haftstrafe, dem armen Mädchen! Die Formulierung zeigt Bedauern und Mitleid der WELT. Sonst stünde da, die Täterin erwartet eine mehrjährige Haftstrafe, sie muß mit einer mehrjährigen Haftstrafe rechnen. Sie “die junge Islamistin muß sich vor Gericht verantworten”, nicht etwa: Sie steht vor Gericht, die Glaubenskämpferin nämlich. Die Mutter brachte nicht etwa die Terroristin zurück aus Istanbul, sondern “die Schülerin”.

    Ulrich Exner und Florian Flade: Hannover. Wenn deutsche Teenager zu Attentätern werden
    https://www.welt.de/politik/deutschland/article158869198/Wenn-deutsche-Teenager-zu-Attentaetern-werden.html

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    • Heimchen am Herd schreibt:

      Und da wunderst Du Dich, Gudrun…dass Gunvald sterben musste?
      Er war den linken Gutmenschen ein Dorn im Auge!

      Solche Männer bräuchten wir in Deutschland, dann wäre Ruhe im Karton!

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      • Clas Lehmann schreibt:

        Mir scheint, eigentlich gehe es mehr darum, den Rechtsstaat einzufordern, Rechtlichkeit herzustellen … Der heißt nicht Gunvald, aber wohl auch nicht Halbach. (Auch nicht unominös, dieser Name…)

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      • Aristobulus schreibt:

        … zumal es just in diesen Gunwaldfantasien um Machtspiele geht, um Dominanz und um’s Zursaumachen ohne jede Nuance oder Grauzone nicht?, eben darum, dass er der Stärkere ist: Also geht’s da neben dem Unterhaltungswert um die Befriedigung regressiver Aufwallungen, ums sich Abreagieren durch die Indentifikation mit einer Rolle im Fernsehen und um das Projizieren dieser Rolle auf die Wunschvorstellung, da draußen mögen endlich mal ein paar Judge Dredds auftreten.
        Worum es hier in der Diskussion, im Artikel und vor Allem da draußen jedoch überhaupt nicht geht.

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      • Heimchen am Herd schreibt:

        „Mir scheint, eigentlich gehe es mehr darum, den Rechtsstaat einzufordern, Rechtlichkeit herzustellen“

        Deutschland ist schon lange kein Rechtsstaat mehr. In Deutschland herrscht
        das Recht des Stärkeren!

        Integration made in Germany

        Ein Clan kämpft um Neukölln

        Kinder protzen mit Scheinen. Väter erpressen Schutzgeld, es fließt oft Blut. Arabische Großfamilien erobern Reviere, mitten in Berlin. Fremde sind Feinde – wie einst im Libanon. Ein Besuch vor Ort.

        http://www.tagesspiegel.de/themen/reportage/arabische-grossfamilien-in-berlin-ein-clan-kaempft-um-neukoelln/14727314.html

        DAS ist der „Rechtsstaat“ Deutschland im Jahre 2016!

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      • Heimchen am Herd schreibt:

        Bushidos krimineller Libanesen Clan pöbelt im Gerichtsgebäude

        Dieses Video ist von 2012, es ist inzwischen noch schlimmer geworden!

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      • Heimchen am Herd schreibt:

        „Worum es hier in der Diskussion, im Artikel und vor Allem da draußen jedoch überhaupt nicht geht.“

        Mein Kommentar war an Gudrun gerichtet, sie weiß was ich meine!
        Zufällig sind wir beide nämlich Fans von Mikael Persbrandt. Aber
        interessant zu lesen, wie man gleich abgestempelt wird von Leuten,
        die die Kirchenglocken läuten hören und nicht wissen, wo sie hängen!

        Gudrun, ich habe Dir „nebenan“ geantwortet, dort hält uns niemand
        für gewaltbereite Weiber, sondern nur für Krimiliebhaber, was ja
        auch stimmt! 😉

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      • Aristobulus schreibt:

        Sie haben in 1) einem öffentlichen Bereich, in dem es 2) leider um ebenso Reales wie real Bedrohliches geht, 3) ein paar Genre-Fantasien über’s maskulinistische Allgemeindurchgreifen hingetan, und sollten es ohne Zickerei&Abwehr akzeptieren, dass ich das als das bezeichne, was es nun mal ist.

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      • Aristobulus schreibt:

        … nämlich, pardon, als etwas durchaus Abstoßendes.
        Das triumphierende, identifizierende Zusehen, wenn sich jemand mit Macht & Ättitjuhd an jemandem vergreift, und zwar nicht, um im Verhör a) die Wahrheit herauszufinden oder b) um Schlimmeres zu verhüten. Nope!, in dieser Gunvaldfantasie, die Ihnen runtergeht wie ein Likörchen, geht’s beileibe nicht um Verhörtechnik oder um Prävention oder nur um den inneren Konflikt, wenn man jemandem was antut, um ihn zweckgerichtet unter Druck zu setzen. Sondern da dreht jemand Allwissender die von vornherein Ungezieferigen endlich mal durch die Mangel. Nicht, um sie zu verhören oder, wie erwähnt, um Schlimmeres zu vehüten. Sondern 1), weil er es kann, und 2), weil vorm Bildschirm ein paar zahlende Glotzer sitzen, die jubeln, wenn ein gut gekleideter, durchtrainierter, skrupelloser Amtsträger seine Macht um der Macht Willen ausübt.

        Zurück zum Realen: Sie, Heimchen, möchte ich lieber nicht sehen, wenn solch ein Gungevaldeter Sie in die Mangel nähme, einfach mal so. Das kann jedem passieren, ob er nun was angestellt hat oder eben nicht (Unschuldsvermutung!)
        Dann werden Sie nicht jubeln, wenn es plötzlich um Ihre eigene Haut geht, sodern Sie werden jammern und zusammenklappen und nach einem Anwalt schreien, den Gunvald der Starke Ihnen selbstverständlich verweigern wird. Während vor der Glotze welche sitzen, die’s gutfinden, was er da wieder Starkes macht.

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      • Clas Lehmann schreibt:

        Und genau dieser Wunsch nach totaler Ruhe im Karton scheint es mir zu sein, den das hervorrufen möchte. Und zumindest die Filmform sieht mir in den hier gezeigten Schnipseln nicht danach aus, dieses Verhalten in Frage zu stellen, sondern eben auf sich identifizierende ZuschauerInnen zu setzen. Die Romane habe ich da etwas anders in Erinnerung…

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      • Clas Lehmann schreibt:

        Nämlich linker, gutmenschlicher und etwas weniger unterkomplex, vielleicht infolge dessen; indem es da zu Gunvald noch Antagonisten gab, Lennart Kolberg, zum Beispiel…

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      • Clas Lehmann schreibt:

        Vielleicht sollte man also besser sagen: Auf andere und komplexere, Weise unterkomplex…

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      • Clas Lehmann schreibt:

        Der Beistrich wäre feil…

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      • aurorula a. schreibt:

        geht’s beileibe nicht um Verhörtechnik oder um Prävention oder nur um den inneren Konflikt, wenn man jemandem was antut, um ihn zweckgerichtet unter Druck zu setzen.
        Deswegen mag ich amerikanische Krimiserien – in denen geht es eben schon um genau diesen inneren Konflikt. Teilweise auch um äußere.
        Wenn jemand bei NYPD Blue oder Kojak (okay, ichgebsjazu, ichhabebeidesgesehen) sich nicht anders zu helfen weiß, als gewalttätig zu werden – dann bekommen sie mindestens Probleme, wenn auch manchmal zusätzlich Informationen.

        Eine Ausnahme ist 24 (das würde ich allerdings auch nicht anschauen): wenn Jack Bauer seine Autoschlüssel verlegt, schlägt er sich selbst solange, bis er sich erzählt wo sie sind.
        Sinnlos und Öd.

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      • Aristobulus schreibt:

        Ah. Genauestens, das isses.
        Ja, der Gungevaldete ist was für die staatsfromm Affirmativen mit dem Rachetick, und Jack Bauer ist nur was für pure Nihilisten🙂 , nicht

        P.S.
        Fällt auf, dass in US-Serien äußerst selten die Machtausübung um der Machtausübung Willen vorkommt. Gilt als horrorbehaftet bis negativ, das, und wenn Kojak jemandem eine donnert, dann will er damit bloß rausfinden, wo der die kleine Amy versteckt hat.

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  2. schum74 schreibt:

    „Dass die Safia S. schon als Küken im Beisein von Pierre Vogel roboterhaft nachplapperte, was dieser und andere ihr steckten…“

    Apropos Küken:
    Erinnert sich jemand an Barino Barsoum, der mit 18 Jahren zum Islam konvertierte, sich radikalisierte, und sich fünf Jahre später zum Ausstieg entschloss? 2007/2008 hat ihm der WDR den zweiteiligen Film Koran im Kopf und Koran im Kopf II gewidmet.

    Was erzählte Barino in einem Report-Mainz-Interview (16.03.2009)? In einem Islam-Seminar forderte der Imam seine Zuhörer auf, sich Küken zu besorgen und ihnen die Köpfe abzuschneiden. „Denn es wird eine Zeit kommen, da werdet ihr den Juden genauso die Köpfe abschlagen müssen“, erklärte er dazu.

    Mitten im Rechtsstaat Deutschland, denn: Religionsfreiheit verpflichtet.

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    • Aristobulus schreibt:

      Schön des Imams Spruch, inhaltlich am Schönsten, und sein neokoranisch verpflichtetes Prophetendeutsch ist ja nu um so schönerer.

      Da werdet ihr müssen. Hilft ja alles nix, denn es stehet geschrieben, dass ihr es müsset, und wer’s nicht müssen möchte, ist ja ein Apostat.

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  3. luminescent schreibt:

    Dass der gescheiterte Mord unter voller Zurechnung geschah – darf man es auch nur flüstern?

    Man darf es einfach feststellen, nur wird es an der Betrachtungsweise der zuständigen Gerichte nichts ändern, wo der Tatbestand „mangelnde Strafreife“ (Par. 3 JGG)

    Mangelnde Strafreife kann auch bei Enkulturationsproblemen vorliegen, wenn Normkonflikte auftreten und bestimmte Rollenvorstellungen, meist mit hohem familiären oder Gruppendruck durchgesetzt werden. ( Vgl. http://www.uni-heidelberg.de/institute/fak2/krimi/DVJJ/Aufsaetze/Klosinski_Gunther_2008.pdf )

    regelmäßig dazu führt, dass formal als schwerstkriminelle Personen zu betrachtende Täter aus einem bestimmten Kulturkreis lächelnd aus den Gerichtsgebäuden wieder auf ihre Umwelt losgelassen werden. Umweltschutz hat in der abgeschlossenen Welt des JGG keinen hohen Stellenwert, „Strafe“ als Instrument kommt in dieser nicht vor, dafür die tiefe Überzeugung, „etwas Gutes für die Persönlichkeitsentwicklung“ des „Jugendlichen“ getan zu haben.

    Recht als Unrecht, gesprochen hinter verschlossenen Türen, um „die Jugendlichen“ zu schützen möchte man sagen, doch solange fehlerhafte Gesetze festgeschrieben sind, muss man dieses Unrecht ertragen, so hart das im Einzelfall für die Geschädigten sein mag.

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    • schum74 schreibt:

      „Mangelnde Strafreife“ ist ein Jagdschein im wörtlichen Sinn, nicht? Die Lizenz, Jagd auf seine Mitmenschen zu machen.

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      • Aristobulus schreibt:

        Gur finde ich auch die (hui, bisher nie von gehört!, na unerhört) Neojargon-Vokabel „Entkulturationsprobleme“, die wohl wie „Ängste“ von vornherein im pluralis majestatis auftreten.
        Ah, pardon, Ängschte sind ja passé, sind aus der Mode geraten, wegen der antirassistischen Willkommenskultur für jagende, mangelnd straffreife Entkulturationsprobleme auf Quadratlatschen. Mit einem Lächeln.

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      • Aristobulus schreibt:

        (… gur?, pardon, gemeint war guT. Gur ist ein jidischer Name. Jidisches jedoch hat in dem Zusammenhang nichts, aber auch gar nichts zu melden.)

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      • Clas Lehmann schreibt:

        Nu, einen irgendwie multiplen Eindruck machen die ja schon, die Enkulturationsprobleme, wobei mich der Verdacht beschleicht, es fehle da drittens, zur vollständigen Multiplizität noch ein t, ein kleines, wenigistens eingeklammert…?

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      • luminescent schreibt:

        „Mangelnde Strafreife“ ist zu einem unbestimmten Begriff deklassiert wurden, der als Brecheisen an den Strafgedanken angesetzt wird, wenn man es drastisch formulieren mag. Die Schöpfer des JGG wollten damit ein Gegengewicht zum RJGG von 1943 setzen, was – wie man leider heute feststellen muss – gründlich misslungen ist. Stand in der Zeit des Nationalsozialismus der missbräuchliche Gedanke des Schutzes der „Volksgemeinschaft“ (Strafe vor Sühne als Hauptrechtsprinzip) vor schwerstkriminellen Jugendlichen im ersten Rang, so setzt das aktuelle JGG nur auf den „Erziehungsgedanken“, die Resozialisierung, ohne die dritte Stufe – das sog. Zuchtrecht – im entsprechenden Maß anzuwenden. Beides ist grundfalsch, untauglich und basiert auf Ideologie, die im (Straf)recht keinen Platz haben sollte.

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      • Aristobulus schreibt:

        Hat es aber doch, Luminescent. Der Fehler entsteht, so bald die Richter nicht mehr unterscheiden, sondern bloß noch die große Vermischung zu Gunsten der mangelnden Strafreife praktizieren. Tja!, so denkt es sich in der großbessermenschlichen Vermischung: Jeder sei ja irgendwie ein Produkt seiner Traumata, schweren Erfahrungen, Enttäuschungen und Entkulturalia, und also hat’s eigentlich keiner verdient, wie die arme Safia von Bestrafung bedroht zu werden, zumal das Kulturbedingte und das zutiefst Relative dran!, wer will da den Richter spielen?, wir sind doch keine Kolonialisten!, und zumal der ganze Rassismus da draußen.

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    • luminescent schreibt:

      Der Fehler entsteht, so bald die Richter nicht mehr unterscheiden […]

      -> https://numeri249.wordpress.com/2016/10/21/konkursmasse-recht-garantiert-auf-ramschniveau/#comment-15185

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  4. Gudrun Eussner schreibt:

    Mangelnde Strafreife kann [!] auch bei Enkulturationsproblemen vorliegen.

    Und warum urteilen die Gerichte, als ob da stünde: Mangelnde Strafreife liegt auch bei Enkulturationsproblemen vor.

    Und dabei ist noch nicht berücksichtigt, daß dies bei Safia S. nicht zutrifft,da sie ja laut WELT ein „deutscher Teenager“ ist. Hat sie sich nicht bereits mit 7 Jahren dem Pierre Vogel zugesellt? Tat sie das unter familiärem oder Gruppendruck? Wenn ja, geht man jetzt gegen die Familie vor, identifiziert man die Gruppe, die sie zur Tat genötigt hat?

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    • Aristobulus schreibt:

      Zu warum: Weil, wenn was kann, es dann muss, denn wenn was nur kann, muss es ja nicht!, was aber nicht geht, indem nur kann, was auch muss, dann.
      Oder so.

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    • luminescent schreibt:

      Und warum urteilen die Gerichte, als ob da stünde: Mangelnde Strafreife liegt auch bei Enkulturationsproblemen vor.

      Das erklärt ein Blick in das JGG, hier Par. 38 (2) erster Satz: Die Vertreter der Jugendgerichtshilfe bringen die erzieherischen, sozialen und fürsorgerischen Gesichtspunkte im Verfahren vor den Jugendgerichten zur Geltung. Sie unterstützen zu diesem Zweck die beteiligten Behörden durch Erforschung der Persönlichkeit, der Entwicklung und der Umwelt des Beschuldigten und äußern sich zu den Maßnahmen, die zu ergreifen sind.

      Anders als in „normalen“ Strafsachen, wo ein Richter z.Bsp. im Zug einer sog. Amtsermittlung eine Begutachtung von einem neutralen Gutachter beantragt und diese als Mitentscheidungsgrundlage nutzt, werden Jugendliche hier zwingend durch eine dritte Partei – die Jugendgerichtshilfe – „betreut“, deren Ausrichtung schon per Gesetz den Strafgedanken nicht zum Inhalt hat. Den Mitarbeitern und Beauftragten dieser „Institution“ allgemein bösen Willen zu unterstellen, wäre nicht beweisbar, es in speziellen Fällen zu vermuten, dürfte jedoch nicht falsch sein.

      Womit wieder die besagte Ideologie und/oder politische Vorlieben ins Spiel kommen, da deutsche „Sozialpädagogen“ oder „Sozialarbeiter“, also die Vertreter der Jugendgerichtshilfe sicher alles andere als politisch konservativ eingestellt sind, wie als gesichert gelten dürfte.

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      • Aristobulus schreibt:

        Genauestens. Die dritte Partei, die plötzlich (?) alles verwischt, das zuvor sinnvoll getrennt gewesen ist.
        Was meinen Sie: Wie lange geht das schon so, und von wem ist es wann und wo ausgegangen?

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      • luminescent schreibt:

        Ihre Frage ( Wie lange geht das schon so, und von wem ist es wann und wo ausgegangen? ) kann ich nur mit einem Zitat beantworten:

        Zuletzt wurde das JGG im Jahr 2007 um eine ausdrückliche Bestimmung des Ziels des Jugendstrafrechts ergänzt. Danach soll vor allem erneuten Straftaten eines Jugendlichen entgegengewirkt werden. Hierzu wurde die Ausrichtung am Erziehungsgedanken ausdrücklich festgeschrieben. (Zitiert aus der Drucksache 16/13142 des Bundestags der BRD; „Jugendstrafrecht im 21. Jahrhundert“ ;S. 2; Abs. 6; Sätze 2 -4)

        Eigene Interpretation/Fazit: (Auch materiell) gewonnen haben nur die „Erzieher“, die wieder mehr Radbruch und nie wieder Freisler im deutschen Jugendstrafrecht sehen wollten. Freisler sollte niemand zum Vorbild nehmen, was wohl unstrittig ist, jedoch ist ein Grundsatz nach Cicero, hier cavendum est etiam, ne major poena, quam culpa sit ,nicht mehr berücksichtigt, geradezu in sein Spiegelbild verwandelt.

        Es wurde ein Zustand geschaffen, den selbst Menschen, die fern der üblichen Stammtische eher positiv begleiteten, sich abgewendet haben. Es wird ein Umdenken stattfinden!

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      • Aristobulus schreibt:

        Danke, Luminescent, aber wer hat 2007 diese ergänzende Bestimmung veranlasst? Der Gesetzgeber (Bundestag)? Wissen Sie oder könnten Sie kurz rausfinden, wer sich darin besonders hervorgetan hat? NamenNameNamen!

        – Ciceros Satz („cavendum est etiam, ne major poena, quam culpa sit“) auf Deutsch: Man muss sich davor hüten, dass die Bestrafung größer ausfalle als die Schuld des zu Bestrafenden.
        Jedoch im derzeitigen Strafrecht scheint mehr dieses zu gelten: Egal, wie groß die Schuld eines Verbrechers sein mag, a) ist er keiner, sondern er ist ein Opfer, für das wir zu wenig gesorgt haben, und b) müssen wir ihn sofort resozialisieren, also ihn c) sofort rehabilitieren.

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      • schum74 schreibt:

        Kommt auf Herkunft und Einstellung des Täters an, nicht? Für einen blonden Minderjährigen aus NPD-Kreisen wird sich kein Sozialarbeiter groß ins Zeug legen. So ein Hansi kann nie und nimmer Opfer sein. Hier gilt 71 Jahre nach der Niederschlagung des Nationalsozialismus: Wehret den Anfängen!

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      • luminescent schreibt:

        Verantwortlich für das Zweite Gesetz zur Änderung des Jugendgerichtsgesetzes war die BJM Brigitte Zypries. Da die Deutsche Vereinigung für Jugendgerichte und Jugendgerichtshilfen e.V. nicht laut protestierte, ist davon auszugehen, dass dieser Lobby-Verein maßgeblich beteiligt war, den Passus Die Anwendung des Jugendstrafrechts soll vor allem erneuten Straftaten eines Jugendlichen oder Heranwachsenden entgegenwirken. Um dieses Ziel zu erreichen, sind die Rechtsfolgen und unter Beachtung des elterlichen Erziehungsrechts auch das Verfahren vorrangig am Erziehungsgedanken auszurichten. (Gültige Fassung JGG Par. 2 (1)) einzufügen. Die Folgen davon sind bekannt!

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      • aurorula a. schreibt:

        Wenn, wie Schum ganz richtig schreibt, der blonde Hansi nie und nimmer Opfer der Verführung (durch die NPD) sein kann, die andershaarfarbige, gleichaltrige Safia aber immer und überall – dann zeigt das nebenbei, daß die Gutdenker und Neusprecher „Rassismus!“ schon so lange als Universalpejorativ haben, daß sie ihn nicht mehr erkennen, wenn die echte und ursprüngliche Sache ihnen ins Gesicht springt.
        Das passt zu dem Vorfall letztens (ich hatte ein Video dann verlinkt und seitdem verloren), bei dem ein Kameramann am Rande einer Demo angegriffen wurde, weil er die falsche Hautfarbe hatte. Auf einer Demonstration genau gegen – Rassismus.
        Nicht nur der Grundsatz der Verhältnismäßigkeit wird scheints zum Fenster ’nausgworfen (Thomas Bernhardt hätt gschossn, (c) Ari), sondern auch der der Gleichheit vor dem Gesetz. Aber nicht der der Gleichheit vor Mob und Stammtisch, wie Hansi und der Kameramann attestieren können.

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  5. Lancelot schreibt:

    Wenn Safia S. unschuldig gesprochen wird, dann fühlt sich der IS bestätigt und schickt reihenweise Jugendliche nach Europa, um Anschläge auszuführen.

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    • Aristobulus schreibt:

      Ach? Ist nun das Gericht Schuld an Merkels Willkommensirrsinn der offenen Grenzen und für anderthalb Millionen Entkulturatonsproblematiker im Land?!

      Sie Idiot verfehlen hier grad zum 187sten Mal das Thema. Halten Sie einfach die Fresse, um nicht bei den Entkulturationsproblemeröterungen weiter zu stören.

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      • Lancelot schreibt:

        „Ach? Ist nun das Gericht Schuld an Merkels Willkommensirrsinn der offenen Grenzen und für anderthalb Millionen Entkulturatonsproblematiker im Land?!“

        Sie glauben doch nicht ernsthaft, dass ich die erste Frage beantworte.🙂

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      • Aristobulus schreibt:

        Hä?, erst behaupten Sie, dass das so sei, und dann glauben Sie, es sei eine Frage gewesen?!
        Und nein, das jetzt ist wieder keine Frage, sondern bloß ein weiterer Tritt in Ihr stumpftaubblindes, wenngleich breitgesessenes Gesäß. Diese Ebene verstehen Sie grad noch. Sonst keine.
        Und nu raus mit Ihnen

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      • Lancelot schreibt:

        Da kann einer seine eigenen Kommentare nicht lesen. Die erste Frage, die um 1.25 am gestellt wird, lautet „Ach?“.🙂

        Wenn Sie meinen Kommentar von 21.10. 11:07 am für falsch halten, dann beweisen Sie das Gegenteil und zeigen JETZT, dass der IS KEINE jugendlichen Flüchtlinge nach Europa schicken WIRD,

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      • Aristobulus schreibt:

        Sie notorisches Themenverderb‘, Quasselarstloch und Idiot.

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      • Lancelot schreibt:

        Ari, Ihre Eltern würden sich im Grab umdrehen, wenn sie wüssten, wie Sie mich hier beleidigen und verschimpfen.

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      • Aristobulus schreibt:

        Meine Eltern haben die Schoah überlebt, Sie kleines Arschloch. Mein Vater, der mit 88 starb, hätte Ihnen gern eine in die Fresse gedonnert, um sich dann recht sorgfältig die Hand zu waschen. Meine Mutter, die lebt, würde Ihnen wohl einen Blumentopf über den Schädel ziehen, mit leisem Bedauern wegen der Blume drin.

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      • Lancelot schreibt:

        „sich im Grab umdrehen“ ist eine Redensart und hat mit dem Völkermord nichts zu tun. An diesen habe ich nicht gedacht. Trotzdem ist die Weise, wie Sie mir ständig begegnen, unverschämt.

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      • Clas Lehmann schreibt:

        „…nicht gedacht.“

        Das isses. Da liegt ein Teil des Problemes.

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      • Aristobulus schreibt:

        Er hat nichtmal daran gedacht, dass er da über jemanden Lebenden wie über was Totes daherquatscht. Versteht er aber selbst nicht: Er quasselt qua dämliche Sofortabwehr watt von Völkermord. Der ist jedoch 71 Jahre her. Hingegen das Miesquasseln war just heute um 4 Uhr 19 p.m.

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      • aurorula a. schreibt:

        @ L.: Ich werde the whole sordid affair hier nicht nocheinmal verlinken, alle Beteiligten hier wissen was gemeint ist. Aber bei Ihren pseudochristlichen Rechtfertigungsversuchen für das was Sie damals von sich gegeben haben (ihren fiesen, klein(lich)en, genugtuerischen, genüsslichen Antisemiteleien), würde sich, um im Bild zu bleiben, angesichts wes Geistes Kind undsoweiter, Christus im Grabe umdrehen, wenn Ostern nicht gewesen wäre. Vom Vorhergegangenen an sich nun ganz zu schweigen. Luther nicht, aber dem fehlt, angesichts wes Geistes Kind undsoweiter, bei dem Thema das Umdrehungspotential.
        Womit die Metapher nun auch, hoffentlich, selbst losrotieren kann.

        Ernsthaft: Sollte das „beleidigen und verschimpfen“ auf mögliche Reaktionen des Hausherrn abzielen: wenn sie mit argumentum ad judaeos vorlegen, einfach nur als Selbstzweck; und sich dann wochen- und monatelang darüber beschweren daß andere das nicht klaglos hinnehmen – dann möchte ich Ihnen nicht helfen, sondern Sie sperren.

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      • Aristobulus schreibt:

        Und der Päule, der fromme Katholik!, hat des Glatzeschmotzes Kommentare per Klick liebenswert gefunden, selbst den, wo geschrieben steht, dass eine alte Dame, die den Holocaust überlebt hat, besser tot wäre und sich um Grab umdrehte.

        Wie lässt sich diese extreme Widerlichkeit (ebenso widerlich wie z.B. Kinderschändergutfinden) erklären: Dummheit und Bosheit gehören leider eng zusammen. Jemand, der sehr dumm ist, lebt zum Ausgleich für’s Defizit seine Bosheit aus, er setzt Bosheit alltäglich ein, nicht weil es Bosheit ist oder weil er unbedingt übel sein wollte, sondern weil er keine andere Möglichkeiten hat: Er kann ja nicht abwägen, begreifen, vorausdenken, schlussfolgern.

        Die Selbstbelügerei dieser Dumm-Bösen (und da wird’s abstoßend) besteht darin, dass sie sich einreden, vielleicht nicht alles so schnell zu begreifen wie Einstein, aber dafür Herz zu haben (Ludwig Klages einstiger Sachbuch-Bestseller „Der Geist als Widersacher der Seele“ buhlte um dieses Publikum).
        Aber die glauben das nur, denn haben ja keins. Herz zu haben ist nämlich Herzensbildung, nicht? Also auch ’ne Bildung. Die man freilich weder hat noch will, wenn man dummbös wie Ramsch ist und menschlich konkurs gegangen ist.

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      • aurorula a. schreibt:

        Ich bitte um Entschuldigung dafür daß Wordpress aus meinen „I“ ein „J“ gemacht hat. argumentum ad iudaeos, selbstredend.

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      • Aristobulus schreibt:

        (uh, pardon Aurorula, mein Kommentar sollte hier stehen, ist aber eins nach oben verrutscht)

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      • aurorula a. schreibt:

        Kein Problem, die Wordpress-quirks verdienen es allemal, immer Fußnoten zu sein🙂

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  6. schum74 schreibt:

    Nicht nur Shanto Trdic und einige Hiesige verzweifeln an der „diffuslinken“ (Aristobulus) Justiz. Das tut die französische Polizei schon länger. Allein 2015 hat es 32.964 Gewalttaten gegen Ordnungskräfte (« violences à dépositaires de l’autorité ») gegeben (Causeur, 21.10.2016).
    Wenn es der Polizei wundersamerweise gelingt, einen von 10, 20, 50 Kapuzenmännchen zu fassen, die eine Polizeistation angegriffen und/oder Kollegen verletzt haben, lassen die verständnisvollen Richter den Strafunreifen laufen.
    Deshalb demonstrieren die Flics sowohl für eine bessere Ausrüstung als auch gegen die täterfreundliche Justiz. Plakat:
    « La police sur le bitume, car la justice nous enfume. » ‒ Die Polizei auf dem Pflaster, denn die Justiz verwurstelt uns.
    Gut, niemand erwartet von Bullen, dass sie auch noch dichten können.

    http://www.causeur.fr/police-ecole-hopitaux-viry-chatillon-40668.html

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    • Aristobulus schreibt:

      Zum Anliegen der französischen Polizisten passt diese Petition (zum Thema, das Luminescent hier ausgeführt hat, kann man unterzeichnen!) wie die Faust aufs Selbige:

      https://www.change.org/p/staatsanwaltschaft-hamburg-revision-im-vergewaltigungsprozess

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      • luminescent schreibt:

        Nun, mehr war erzieherisch nicht geboten ,wie der (dafür bekannte) vorsitzende Richter Georg Halbach sein Urteil begründete. Auch die festgestellte günstige Sozialprognose für und die angebliche Reue der Täter gaben den Ausschlag für dieses (Schand) – Urteil. Ich sage es Ihnen ganz offen, selbst die anstehende Revisionsverhandlung wird kein wesentlich „gerechteres“ Urteil – soweit das in diesem Fall überhaupt möglich sein kann – entstehen lassen, es sei denn die StA schafft das Kunststück, die nun verhandelnde Kammer zu überzeugen, auch den von Halbach verneinten gemeinschaftlich versuchten Mord zu erkennen – denn nichts Anderes war es, die vorher Geschädigte in die bekannte Auffindungssituation zu bringen und damit deren Tod in Kauf zu nehmen – und entsprechend zu bestrafen.

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      • Aristobulus schreibt:

        … ist doch der allerletzte Irrsinn, das Selbstbild dieses Richters als wohlwollender Erzieher, Chancegebers und Günstigprognostiker für (pro!) diese Gruppenvergewaltiger, die ihr Opfer wie ein Stück gebrauchtes Fleisch draußen zum Sterben abgelegt haben.

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      • Aristobulus schreibt:

        Es gibt Paragraphen des Strafgesetzbuchs!, in denen was drinsteht, nein?
        Wie kann eine Richtlinie irgend einer Zypries diese Paragraphen überschreiben-?

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      • luminescent schreibt:

        Wie kann eine Richtlinie irgend einer Zypries diese Paragraphen überschreiben-? ist einfach zu beantworten: In dem die Richtlinie, wie beschrieben, Gesetz wurde. Unter http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/16/062/1606293.pdf ( hier S.5 Artikel1 ff ) ist der Vorgang dokumentiert. Das „System“ hat ein Monster geschaffen, wo alle Opfer „jugendlicher“ Gewalt die Verlierer sind, die „Bewährungshelfer“ jedoch – das „System der Erziehung“, was nicht straft, sondern das resozialisieren will, was seine Anti-Sozialität niemals ablegen wird, zu Gewinnern macht. Das mag hoffnungslos klingen, aber es ist die Realität.

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      • aurorula a. schreibt:

        Was soll ein denkender Mensch dazu schreiben.
        An diesem Dienstag beschlossen sie im Bundestag den Irrsinn. Frau Zypries hatte sich die Lippen rot gemalt. Sie trug ganz Deutschland durch den Saal.

        Es macht einen fassungslos.

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      • Aristobulus schreibt:

        Danke, jetzt versteh ich’s: Ist-Gesetz-geworden, anno 2007, Justizministerin Zypries hat’s zur Abstimmung vorgelegt – vorlegen lassen, der Bundestag hat’s zum Gesetz gemacht. So.
        Also Aushebelung des gesamten Strafrechts durch ein Bessermenschen- Sozialpädagogengesetz, und so soll jetzt das weiterlaufen

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      • Clas Lehmann schreibt:

        Nun habe ich ja die Verhandlung nicht selber gesehen, aber die Berichte über die Urteilsverkündung erweckten doch den Eindruck, es habe die, nicht eben kindliche, Freude über das freundliche Urteil die Reue deutlich überwogen….?

        Oder ist Reue, ähnlich dem Higgsboson , nur schwierigst unter großem Aufwand durch speziell ausgebildetes Fachpersonal nachzuweisen und gilt durch einmalig beobachtete Bekundung als unzweifelhaft bewiesen? Weil theoretisch eh erwartet? Egal, wie wenig im Alltagsleben davon zu bemerken ist?

        Das ist die eine Seite.

        Die andere: Die Erfolgsstatistik bei langjährigen Haftstrafen ist auch nicht besonders ermutigend. Wie sieht die, von diesem Fall jetzt mal weggeguckt, bei der Vorgehensweise seit 2007 aus? Gibt es da Fakten?

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      • Aristobulus schreibt:

        … die Erfolgsstatistik bei langen Haftstrafen ist andererseits um so erfolgreicher, je länger die Gewalttäter eingesperrt sind: Währenddessen können sie draußen niemandem schaden.
        Weswegen wegen dieses sehr linearen Verhältnisses zwischen Erfolg und Haft ein Gewalttäter am Besten bis zum Rentenalter eingesperrt bleibt.

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      • luminescent schreibt:

        Gibt es da Fakten?

        Tausende Gutachten, unzählige Kongresse… und die Praxis: An einem Abend im Mai 2010 ersticht der 16-jährige Elias, ein Hamburger Intensivtäter, ohne jeden Anlass den 19-jährigen Mel. Die Chronik einer kriminellen Karriere, die niemand stoppte. ( http://www.zeit.de/2011/05/Gewalt-Toetungsdelikt-Jugendkriminalitaet/komplettansicht ) Die ist leider real tödlich, ein Ergebnis davon, was hier thematisiert worden ist.

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  7. Heimchen am Herd schreibt:

    Für die Küchenpsychologen hier:

    Ich fühle mich schuldig und ich gestehe, ich liebe Krimis über alles.
    Mikael Persbrandt ist der Typ Mann, auf den ich stehe und Gudrun auch!
    Ferner schaue ich mir Fußballspiele an und noch lieber Boxveranstaltungen.
    Und was ganz schlimm ist, ich habe jahrelang mit einem gewissen Mike
    Hammer für Stimmung auf den Foren gesorgt! Gudrun kann das
    bestätigen, sie war auch dabei!

    Müssen wir uns jetzt Sorgen machen?? Nein! Natürlich nicht!
    Wir sind alle über achtzehn und wissen was wir tun!

    Ich liebe diesen Film!

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    • Aristobulus schreibt:

      Höchstwahrscheins‘ kann man da nur draufklixen, sofern man ein Kitschkopf ist. Also besser nicht.

      Es geht NICHT um’s Fernsehen von irgend Krimm oder Box oder Fuß, Sie Heimliche, die’s wie immer mit der Wahrheit äußerst ungenau nimmt. Worum geht’s: Um’s jubelnde sich Identifizieren mit einem prügelgeilen, durchtrainierten Amtsträger der Staatsmacht. Aus diesem Grund (und nicht wegen Krimis, jeder sieht welche) haben Sie just das eigens dafür ausgewählte Schnibbsel oben hingepostet.
      Warum haben Sie’s gemacht: Um damit die Frau Eussner mit eben jener Schleimspur zu überziehen, die Sie allen angedeihen lassen, die es dulden, dass Sie sich mit deren Bekanntschaft brüsten.

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      • Heimchen am Herd schreibt:

        „Warum haben Sie’s gemacht: Um damit die Frau Eussner mit eben jener Schleimspur zu überziehen, die Sie allen angedeihen lassen, die es dulden, dass Sie sich mit deren Bekanntschaft brüsten.“

        #49 von Gudrun Eussner am 23/10/2016 – 17:19

        Heimchen, wo bist Du? Tröste mich! Gunvald ist tot!

        Und wer folgt ihm nach? Rübezahl! Horror!
        Nach dem Tod von Gunvald ist das ganze Team von Kommissar Beck nach wie vor in Trauer.
        http://www.fernsehserien.de/kommissar-beck-1997/folgen/der-neue-994062

        Gudrun und ich haben es nicht nötig uns anzuschleimen! 😉

        So und jetzt sei endlich still, Du „Besserwisser“!

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      • Aristobulus schreibt:

        Ausrufezeichen-Anführungsstrichel-Schleimchen postet jetzt also was übers Fernsehen hin.
        Was steht da:
        Das Schleimchen sieht fern.
        Und im Fernseher ist ein Spiegelbild des Schleimchens, wenn das Schleimchen fernsieht.
        Und Gunvald und Rübezahl kriegen nu auch etwas Schliemspur ab.
        Aha! Das steht da.
        – Aber mehr oder vor Allem irgendwas Lesenswertes der gar Themabezogenes, nope, solches steht da nicht zu lesen.

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  8. Heimchen am Herd schreibt:

    „– Aber mehr oder vor Allem irgendwas Lesenswertes der gar Themabezogenes, nope, solches steht da nicht zu lesen.“

    Aber das hat doch schon ein Experte getan, den ich übrigens auch kenne! 😉

    Küsschen!

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