Der Hass und die Angst der Bourgeoisie

Obwohl jenseits und diesseits des Großen Teiches die Seher aus Funk, Politik und Wirtschaft verbreiten, dass Hillary Clinton die nächst Präsidentin der USA werden würde, hat Donald Trump die Wahlen haushoch gewonnen. Nun ist es allgemein bekannt, dass die Zukunft schwer vorauszusehen ist. Doch warum haben die Meinungsmacher derart daneben gegriffen?

Dieser Artikel wird nicht das Orakel bemühen, um die Zukunft auszuspähen. Es geht um leicht nachprüfbare Geschehnisse aus der nahen Vergangenheit.

Zunächst: Nicht alle Demoskopen haben sich geirrt. Einige haben das Ergebnis richtig vorhergesehen, sind jedoch deshalb vom Mainstream abhängigen Massenmedien übergangen worden. Warum? Weil solche Ergebnisse nicht in das bürgerliche Konzept passen! Das bedeutet, dass selbst Ereignisse, die in der Zukunft liegen, von den Meinungsmachern, die sich verschämt Meinungsforscher nennen, nur dann zugelassen werden, wenn sie nützlich sind. Die Meinungsmacher fürchten also, dass Trump die Präsidentenwahlen in den USA gewinnt. Durch die Verbreitung falscher Prognosen wollen sie eine Änderung der Zukunft erzwingen. Ob das funktioniert?

Beim Brexit hat es bereits nicht geklappt. Die staatstreuen und angesehenen Demoskopen sind sich unisono einig, dass der Brexit scheitern wird. Nach Bekanntgabe der Ergebnisse wird dann heuchlerisch behauptet, dass die Prognose „kein Brexit“ dazu geführt hat, dass die Brexit-Gegner nicht zur Wahl gegangen sind, die Brexit-Befürworter umso mehr. Hätten die politischen Seher stattdessen vorhergesagt, dass der Brexit eine Mehrheit erhält, wären dann mehr Brexit-Gegner zur Wahl gegangen und wäre der Brexit gescheitert? Dies bedeutet, dass alle Vorhersagen falsch und bedeutungslos sind, es sei denn, die Vorhersagen haben die einzige Aufgabe, das dumme Wahlvolk zu manipulieren. Letztendlich schafft die Demoskopie die Demokratie ab. Stalin hat genau dargelegt, warum oppositionelle Meinungen bestraft werden müssen.

Man darf das komplizierte Denken vereinfachen: Die Meinungsmacher haben die Aufgabe, durch ungenaue bis falsche Angaben der zu erwartenden Ergebnisse das Wahlvolk derart zu beeinflussen, damit das vom Auftraggeber gewünschte Ergebnis eintritt.

Eine schwere Aufgabe, die momentan nur in Nordkorea und im Iran sicher funktioniert. In Nordkorea sind die Wahlergebnisse bereits jetzt für den Nachfolger des jetzigen Herrschers und dessen Nachfolger bekannt. Im Iran ist es gleichgültig, wer Präsident wird. Dort herrscht der Geist Allahs auf immer und ewig oder bis die Ajatollahs verjagt sind. Die zukünftige Wahlergebnisse in Russland sind immerhin von der Überlebenszeit Putins abhängig.

Nächste Frage: Warum ist die Manipulation der amerikanischen Wähler misslungen? Wäre eine Manipulation in Deutschland gelungen?

Die Manipulation, die zum richtigen Wahlverhalten führen soll, geschieht durch die Medien, also Radio, Fernsehen, Zeitungen und Internet. Das Internet ist derart vielfältig und unabhängig, dass zumindest momentan keine Manipulation in eine bestimmte Richtung möglich ist, i.e. von Erfolg gekrönt sein wird. Radio muss gehört, Fernsehen muss gesehen und Zeitungen müssen gelesen werden, um die zu Manipulierenden zu manipulieren. Wenn das zu manipulierende Wahlvolk kein Radio hört, keine politischen Sendungen im Fernsehen verfolgt und keine Zeitungen liest, dann versickert die Manipulation ins Leere. In Deutschland gibt es ein öffentlich-rechtliches Fernsehen, in den USA nicht. In Deutschland zahlt der bildungsbürgerliche, gut verdienende Bourgeois die Rundfunkzwangsgebühren, um sich im Fernsehen bestätigt zu sehen und zu suhlen. Der verarmte Nicht-Bourgeois muss Gebühren zahlen, um manipuliert zu werden. Die Ausgepowerten der USA und der EU lesen nur Zeitungen, die nichts kosten. Somit sind zu bezahlende Zeitungen wirkungslos. Der verarmte, nicht-bourgeoise Deutsche wird folglich vom öffentlich-rechtlichen Fernsehen manipuliert. Zudem packt der durchschnittliche US-Amerikaner herzhafter zu als der durchschnittliche Deutsche, wenn es um seine Interessen geht. Der Deutsche wartet lieber auf die Segnungen des Vater Staates. Fazit: Der Deutsche lässt sich leichter manipulieren als der Amerikaner.

Nicht jeder US-amerikanische Bourgeois akzeptiert das demokratische Ergebnis, welches Trump zum 45. US-Präsidenten kürt. Doch es sind nur wenige Realitätsverweigerer, die auf der Straße gegen die unverrückbare Realität demonstrieren. Anders in Deutschland: Hier sind selbst die politischen Meinungsmacher derart schockiert, dass sie Probleme haben, einem zukünftigen Präsidenten eines verbündeten Staates zu gratulieren, der gerade eine demokratische Wahl gewonnen hat. Das Geschwätz der Bundeskanzlerin anlässlich Trumps Sieg ist bereits für einen durchschnittlich intelligenten Menschen schwer auszuhalten. Das Verhalten des Außenministers ist als idiotisch, zumindest kindisch und staatsschädigend zu nennen. Es wird Zeit, dass er Bundespräsident wird oder Stellvertreter Erdogans, dessen Speichel ihm besser mundet.

Während das Volk der USA sich an die Realität gewöhnt, geht der Krieg der deutschen Medien gegen den Sieger Trump munter weiter. Die nihilistische Realitätsverweigerung hat in Deutschland einen festen Stand. Meinungsfreiheit ist ein hohes Gut, das mehr als das Leben geschützt werden muss. Zur Meinungsfreiheit gehört die Verbreitung von Lügen und jeglicher Narrative, solange sie nicht von der nicht vorhandenen Zensur als islamophob bewertet werden. Ein Auszug:

„Donald Trump hat Amerika und den Rest der Welt geschockt. Mit seinem sensationellen Sieg zieht ein Demagoge für die Republikaner ins Weiße Haus, dessen politische Unerfahrenheit und oft radikalen Pläne nur noch von seinen starken charakterlichen Schwächen übertroffen werden.“

„Sein unverhohlener praktizierter Rassismus mit Blick auf Ladinos, seine diskriminierenden Pläne für den Umgang mit Muslimen, sein verachtenswerter Umgang mit Frauen.“

Maulheld, Unberechenbarkeit, Ausgrenzung, Rassismus und asoziale Politik, für Willkür und Rücksichtslosigkeit.“

„Unsäglichen Reden, seine Lügen und seine Drohungen Richtung Immigranten und Muslime, seine Aggression und sein Sarkasmus auf Kosten von Schwächeren“

Die Hassworte stammen aus der Feder des Chefredakteurs der Aachener/Dürener Zeitung AZ/DZ oder sind von ihm genehmigt. Die AZ ist ein Provinzblatt, welches die niedrigen antiamerikanischen Bedürfnisse der Nord-Eifeler zu erfüllen vorgibt. Sehr viele Nachkommen der Nord-Eifeler leben seit Generationen vollkommen integriert in den USA und haben somit Trump gewählt. Diejenigen Eifeler, die in der Eifel geblieben sind, bedauern heute sehr, keine Möglichkeit zu erhalten, Trump zu wählen.

Der AZ-Chefredakteur erkennt nach Trumps Wahl endgültig seine irrelevante Rolle in der deutschen Gesellschaft. Trumps Niederlage hätte seinem Leben eine gewisse Zeit einen Sinn verschafft. So aber bleibt ihm nur der Angriff auf die Realität, die anzuerkennen er sich weigert. Dieses Verhalten erinnert an die 1930-er Jahre bevor die ungeliebte Demokratie verschwindet.

Was dürfen wir annehmen, auch wenn wir nicht in die Zukunft blicken wollen: Die AfD hat keinerlei Chancen, die Macht im Staate zu übernehmen. Die bourgeoisen politischen Herrscher Deutschlands sind zwar verhasst und werden verachtet, doch die Manipulationsmaschinerie läuft vorzüglich und wird von den verarmten Beherrschten ohne Murren am Laufen gehalten, also subventioniert. Die ausgezeichnet dotierten Politiker in den höheren Sphären Deutschlands und der EU überschütten sich gegenseitig mit Ehrenpreisen und anderen Lobhudeleien, um sich und das Volk zu amüsieren: panem et circenses! Niemand weiß genau , warum solche Politiker ihr großes Geld verdienen,

Trotzdem. Die vereinigte Bourgeoisie der USA, bestehend aus Demokraten, Republikaner, Wirtschaftsbossen, Bankiers, Medienmogulen und –zaren hat gegen Trump verloren. Inwieweit Trump seine „Versprechen“ erfüllt, ist nicht Thema dieses Artikels. Die antibürgerliche Revolution gegen das politisch-wirtschaftliche System kann grandios scheitern und wird es wohl auch. Denn die US-Amerikaner sind im Gegensatz zu den Europäern und wie die Briten unfähig, eine faschistische Diktatur auf die Beine zu stellen. In der EU müssen wir Gott auf Knien bitten, dass die Antibürgerlichen (Front National, AfD, etc. ) nicht an die Macht kommen mögen, da sie die Demokratie zerstören wollen. Durch Manipulation der Wähler lässt sich dies über ein bis zwei Wahlperioden verhindern. So oder so: Das Ende der bürgerlichen Demokratie auf Europäischen Boden ist eingeläutet.

Gut, dass die Beitrittsgespräche der EU mit der Türkei nicht ausgesetzt werden. Wir Europäer werden die Hilfe Erdogans dringend benötigen.

Erschienen unter

https://www.fischundfleisch.com/anti3anti/hass-und-angst-der-bourgeoisie-27760

http://www.huffingtonpost.de/../../nathan-warszawski-/bourgeoisie-angst-populismus-trump-usa_b_12913758.html

http://www.tabularasamagazin.de/donald-trump-der-hass-und-die-angst-der-bourgeoisie/

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40 Antworten zu Der Hass und die Angst der Bourgeoisie

  1. Hessenhenker schreibt:

    Wer wird die Opposition bilden, wenn Frau Frauke die Alte im Bundeskanzleramt endlich auf das gleichnamige Teil schickt?
    Mit einer AfD-Regierung wird höchstwahrscheinlich mein Schatz genausowenig ein Besuchsvisum bekommen wie unter dem bisherigen Regime.
    Aber ich will auf keinen Fall, daß das Politikergesindel, das BISHER dafür verantwortlich ist, nach einem AfD-Wahlsieg dann plötzlich vorgibt, für meine Bürgerrechte im Parlament eintreten zu wollen.
    Wenn also die AfD 50 % bekommt,
    dann MÜSSEN die bisherigen Verbrecher die anderen 50 % auch noch verlieren.
    Meinetwegen an die Partei der Schlümpfe.

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    • Lancelot schreibt:

      Aus Ihrer Sicht ist es egal, wer regiert, denn keine der Parteien die in Bundes- und Landtagen sind, gibt Ihrer Freundin ein Visum, noch setzen sie sich für solche Gesetze ein. Am Ende wird es sicher wieder die Große Koalition werden, denn alles andere hat nach aktuelle Umfragen keine Mehrheit. Auch das oft genannte Rot-Rot-Grün, welches man immer hört, ist wenig realistisch, weil nicht Jeder in SPD und Grünen mit der Linken zusammen arbeiten will. Es bleibt also Merkels Sieg und Merkel regiert bis 2021, sofern nicht was passiert, was die Stimmungslage auf den Kopf stellt.

      Hessenhenker, weshalb bekommt Ihre Freundin kein Visum, welche Gründe verbieten es denn?

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  2. Gudrun Eussner schreibt:

    Die Journalisten der deutschen und französischen Medien sind Horror-Clowns!

    Donald Trump und der 11. November in Frankreich
    http://eussner.blogspot.fr/2016/11/donald-trump-und-der-11-november-in.html

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  3. zweitesselbst schreibt:

    Naya, haushoch hat Trump die Wahlen auch nicht gewonnen. Aber in den USA haben Wahlmänner nun mal Tradition. Ist ja auch ein großes Land. Und damals gab es noch kein Internet.

    Ansonsten dein Wort in Gottes Ohr. Dass die US-Amerikaner unfähig sind in dieser Hinsicht . ich hab da so meine Zweifel. Aber schönes Wochenende.

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  4. schum74 schreibt:

    Schlimm genug, dass Journalisten nicht mal den Schein der Objektivität zu wahren versuchen, wenn es darum geht, das Volk zu Neudenk heranzuziehen; dass aber Staatschefs, von denen man doch annimmt, dass sie die Bestinformierten überhaupt wären, auf Journalisten hereinfallen, ist um etliche Grade schlimmer.
    Was meldet Boulevard Voltaire vom 09.11.2016? François Hollande hatte nur ein Gratulationsschreiben vorbereitet… für Hillary Clinton.

    http://www.bvoltaire.fr/mariedelarue/hollande-navait-prepare-quune-lettre-pour-hillary-clinton,293254

    Und so Einem vertraut man die Force de frappe an?

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  5. Pingback: Stoff für’s Hirn | abseits vom mainstream - heplev

  6. schum74 schreibt:

    Lustig der israelische Raw Dov Kook aus Twerja (Tiberias):
    „Ha-Jehudim nizlú me-ha-Amalekit Clinton“ – Die Juden sind von der Amalekitin Clinton gerettet worden.
    „Wir haben die Obama-Ära einigermaßen überstanden“, fuhr der Raw fort und scheute sich nicht, Donald J. Trump mit … Kyrus zu vergleichen, der den Juden die Rückkehr aus dem babylonischen Exil (539 v. d. Z.) ermöglicht hatte.
    (Maariv, 09.11.2016)

    http://www.nrg.co.il/online/11/ART2/846/425.html?hp=11&cat=1102&loc=120

    Gefreut werden sich auch die 49% der israelischen Amerikaner, die laut einer Jerusalem Post-Umfrage für Trump gestimmt hatten (44% für Clinton).

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    • schum74 schreibt:

      Und wer noch freut sich? Die irakischen Christen. Grund genug für die Mohämmer-Freunde in den USA und in Europa ein saures Gesicht zu zeigen:

      Aus: Oli Smith, “Christians claim Obama ‚ABANDONED‘ them to sick ISIS jihadis ‒ and back Trump election win”, Express, 06.11.2016:

      IRAQI Christians will pray for Donald Trump’s election victory after they condemned US Government for “abandoning” them to the barbaric terror of Islamic State.

      The Christian community in the latest Iraqi town to be freed from ISIS have opened up about how they were terrorised at the hands of the twisted jihadi militants.

      The once-bustling Qaraqosh, which boasted of more than 50,000 Christian residents, was recaptured from the jihadis last week.

      Residents who stayed in the town have described how ISIS told every Christian to pay a massive tax, convert to Islam or face execution.

      Those who survived the terror have now voiced their outrage that President Obama refused to protect them when Iraq’s largest Christian city fell to ISIS more than two years ago.

      A man in the village said he hopes Donald Trump ‒ a widely favoured candidate in the town ‒ will bring a different approach to Iraqi Christians.

      He told the camera: “Obama has never helped the Christians. In fact, he despises them. In the last 26 months, he has shown he despises all of them.

      “But we have hope in the new president, Trump.”

      http://www.express.co.uk/news/world/729344/Iraqi-Christians-Trump-Obama-ISIS-terror

      Wenn Christen und Juden zusammen beten, kann nichts mehr schiefgehen, wie? Angst der Bourgoisie hin oder her.
      Apropos: Was heißt hier: ‚Bourgoisie‘? Verkörpern die Linken die Bourgoisie? Eine hübsche Umkehrung historischer Selbstdefinitionen.

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      • Aristobulus schreibt:

        … alors!, der linke Buhrschoa‘ trinkt gern Tofumolke, hasst den Rassismus, kauft sich weiße Ikea-Sofas zum Vorzugspreis von 495 Tacken, hasst die faschistische Frankfurter Allgemeine, kauft sich mundgemalte Jahresendfiguren aus heimisch rißeickeltem Haderlump für 27,95 pro Stück, hasst den zionistischen Landraub, trinkt gern den ganz exclusiven Barololino-Respucciganio aus dem Orten Cormomigianiccio, Parmacanaccio und Guiacormaminacciano (die er allesamt korrekt auspricht), hasst Trumps Menschenverachtung und den amerikanischen Kulturimperialismus, trinkt gern diese schlankmachenden Acai-Ziegenmolke-Gurkenwassercocktails, hasst die sexistische AfD-Pegida-Unwillkommenskultur der Dunkeldeutschen, kauft schneeweißdeutsche Wurfteddybären beim Ikea (à 12,95) und spart auf ein drittes, nachhaltig gebautes und kohlenmonoxydneutrales Bio-Landhaus mit sieben streng nach Feng-Shui gestalteten Loft-Zimmern in der Sanyassin-Landkommune von St.Edelgründen im Kreischgau.

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      • schum74 schreibt:

        🙂
        Macht Dich zu viel Bewandertheit nicht hämm suspekt? Aristobulus, ein buhrschoaser Unterwanderer?

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      • Aristobulus schreibt:

        🙂

        Hmmm, das Suspektsein ist aber antibuhrschoa!, weil dem Buhrschohsn alles suspekt ist, was ihm nicht grün.

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      • ceterum censeo schreibt:

        Ari makes my day!
        Eine Unsäglichkeit kann ich vielleicht auch noch zu Eurer Belustigung beisteuern: Zum Beispiel die alte Schabracke, die, als ich ausnahmsweise letztes Jahr am Heiligen Abend mit der kleinen Tochter in der, leider evangelischen, Dorfkirche war ( das ganze infantile Programm kann sich keiner vorstellen), sich stellvertretend für uns Oberflächliche die ewige langweilige Asche aufs Haupt streute, sich selbst bei der Gelegenheit aber schon als Geläuterte zu erkennen gab. Sie nämlich kaufte ihr peruanisches „Quinoa“ ( irgendwelches Vogelfutter, was fette Ärsche macht) nur noch „Fair gehandelt“, was wiederum die Preise steigen ließe. Aber was täte man nicht alles um des guten peruanischen Bauernlebens Willen(Ihre Milch kauft sie sicher billig bei Aldi). Eine Pharisäerin, die sich ihr Frühstücksmüsli um die halbe Welt einfliegen läßt! Vorher setzte sie auch noch mehrfach Jesus mit „Nafris“ gleich. Genau das, was man zu Weihnachten in der Kirche hören will. Außer mir waren die meisten Schäfchen scheinbar selig.

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      • aurorula a. schreibt:

        Außer mir waren die meisten Schäfchen scheinbar selig.
        „Arm im Geiste“ unterschreibe ich; dafür das immer und in allen Fällen mit „selig“ gleichzusetzen bin ich denke ich zu unkonventionell. Anscheinend gibt es aber genug Leute, die das tun. Mindestens eine ganze Weihnachtskirche minus eins voll.🙂

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      • aurorula a. schreibt:

        P.S: Wer oder was ist „Nafris“?

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      • Aristobulus schreibt:

        🙂
        ‚Nafris‘ fraß Quinoa gern,
        Jesum war ein Araber,
        Monsanto sei makaberer,
        und’s gebe keine Pfarrer mehr:
        Dies glauben die Burschoah‘ gern.

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      • aurorula a. schreibt:

        Es war eine Selge aus Dorfkirch-Gut
        Die sprach: Na, Friss Quinoa, nur zu(t)!
        Denn sie hat es getan
        Drum nun beten sie an
        Alle Gutmenschen mit Gratismut.

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      • Gutartiges Geschwulst schreibt:

        @ceterum censeo

        Wie sehr ich Dich verstehe, C. C.! Meinen Heidenstatus missachtend, verbrachte ich manche Christnacht in der Kirche, weil meine Frau die Solostimme im Gospelchor betreibt.
        Ouh Dschieses, Ouhh Dschieses! Wie oft befielen mich Würgereize, wenn linke Pfaffennnutten beiderlei (oder keinerlei) Geschlechts mitternachts dazu aufforderten, für die armen Palästinenser zu beten. Zum Kotzen! Man hätte glatt zum Dschieses werden können.
        Aber wer hat am Heiligen Abend schon eine Peitsche dabei?

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      • aurorula a. schreibt:

        Aber wer hat am Heiligen Abend schon eine Peitsche dabei?
        Stimmt, die Zeiten in denen die zu Kreiseln gehörten sind lange vorbei. Selbst Nietzsche (Heidenstatus unbestritten) hatte da Eigenbedarf für private Zwecke und kann also nicht aushelfen. So wie ich es in Erinnerung habe, ist es aber durchaus legitim eigens eine anzufertigen und dann wiederzukommen. Lange genug dafür geht die Kirche an derartigen Feiertagen ja.

        das ganze infantile Programm kann sich keiner vorstellen
        Doch, ja. Es kann sich nur kaum ein Außenstehender vorstellen, wie infantil das werden kann.
        (Wer andere Versionen kennt, hat großes Glück! Zu Weihnachten lassen die Kirchen entweder ihre infantilste Pseudo-Allewillkommens-Seite raushängen; oder sie machen subtil den Kirchgängern ein schlechtes Gewissen – noch mehr als sonst, jedenfalls – dafür daß sie, die Kirchen, sie, die Christen mit soetwas, dem Infantilen, überhaupt erst vertrieben haben und dann kaum noch jemand kommt. Und dann legen sie noch ein Briketts drauf mit dem Krippenspiel.)

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      • Aristobulus schreibt:

        Ach schöne, vergangene Zeiten, als bei den Passionsspielen in Altötting noch richtig geblutet, genagelt und gedornet ward. Hab ich gehört. Ist das nicht mehr so? Und in den Krippenspielen, so hörte ich ferner, hat doch mal der jüd’sche König alle Krippenlieger erwürgt, alle außer einem Einzigen im gallischen Dorf oder so, nein?
        Hach, das war noch spannendes, abendfüllendes Theater, das den Eintrittspreis wohl gelohnt hat.

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      • schum74 schreibt:

        Buhrschoaser Humor im öffentlich-rechtlichen France-Inter (09.11.2016):

        « Trump c’est le candidat qui redonne aux Américains l’espoir, l’espoir qu’il soit assassiné avant son investiture. » (Pablo Mira)

        [Trump ist der Kandidat, der den Amerikanern die Hoffnung zurückgibt – die Hoffnung, dass er vor seinem Amtsantritt ermordet wird.]

        http://www.europe-israel.org/2016/11/video-france-interpablo-mirra-trump-cest-le-candidat-qui-redonne-aux-americains-lespoir-lespoir-quil-soit-assassine-avant-son-investiture/

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      • Gutartiges Geschwulst schreibt:

        @Aristobulus: „Ach schöne, vergangene Zeiten, als bei den Passionsspielen in Altötting noch richtig geblutet, genagelt und gedornet ward. Hab ich gehört. Ist das nicht mehr so?“

        Nach meiner Kenntnis wird mittlerweile nicht mehr gedornet, sondern dedübelt. Die Dinger heißen auch extra „Fischer“-Dübel.

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      • Aristobulus schreibt:

        Ah, das sind die mit dem komischen Fischke drauf, Gutartigster?, aber das tut doch weh, also wenn man sowas gedübelt bekommt. Waah.
        Ist der lokale Jesus wenigstens versichert?

        – Und Schum, seien wir sicher, dass dieser mirable-miserable Pablo sich für ungeheuer witzgeischtich hält. Hach. Früher. Also verdammich! Früher hätt’s das nicht gegeben, dass einer es a) wahnsinnig witzig findet und b) im Öffentlichen darüber abschwallt, dass er einem grad eben gewählten US-Präsidenten den Tod wünscht. Ist das die mohämmische Mentalität, die da unaufhaltsam über die Pablos kömmt?

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      • Gutartiges Geschwulst schreibt:

        @Aristobulus: „Ah, das sind die mit dem komischen Fischke drauf, Gutartigster?“

        Nun ja, immerhin ist das komische Fischke ein christliches Symbol.

        http://www.fischer.de/-/media/fischer/fischer-de/Site-Images/Loesung-fuer-den-Profi/2014-02-03-befestigungspartnerlogo-header.png?h=130&la=de-DE&w=719&hash=D8B8EBFAD91197DC3C3A51FFF660292DCAEAD317

        Hast Du gewusst, dass die Römer früher „Befestigungspartner“ hießen?

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      • Aristobulus schreibt:

        … ich gläubte bloß, man trünke daraus🙂

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      • Gutartiges Geschwulst schreibt:

        Vielleicht, wenn man nicht viel verträgt.

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      • Aristobulus schreibt:

        … also nur aus einem ganz kleinen Romulus, dann?

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      • ceterum censeo schreibt:

        Liebe aurorula a., „Nordafrikanische Intensivtäter“ lautet die rassistische Bezeichnung unserer Polizei für diese Personengruppe. So wird das nichts mit der Willkommenskultur.
        https://www.welt.de/politik/deutschland/article151898378/Fast-taeglich-neue-jugendliche-Taeter-aus-Nordafrika.html
        Liebes Geschwulst, es gäbe noch so viel zu erzählen. Wie zum Beispiel über den junggebliebenen Vokuhila und Lederhose tragenden Pfaffen in mittleren Jahren, der in jedem Kirchenblatt mit Gitarre und Kindern bei irgendwelchen Segeltörns und Lagerfeuern zu sehen ist. Der erdreistete sich, bei o.g. Anlaß seinen Schafen auf die gewollt witzige Tour ein schlechtes Gewissen dafür zu machen, daß sie doch vielleicht glaubten, Deutschland hätte nicht genug Platz und Geld für alle Milliarden „Flüchtlinge“ dieser Erde. Er verglich dieses egoistische und dumme Denken mit den Tieren im Stall von Betlehem (kurz zuvor von den mißbrauchten Kindern der Kirchengemeinde im Krippenspiel dargestellt), die der Heiligen „Flüchtlingsfamilie“ Anfangs auch skeptisch entgegensahen.
        Und stell Dir vor: Die so beschimpften Menschen, die diesem parasitären Pharisäer und allen Flüchtilanten den Lebensunterhalt erschuften müssen, schmissen ihn nicht etwa mit einem Arschtritt aus der Kirche. Nein, sie applaudierten ihm!
        Dieses Jahr können die Doofen unter sich bleiben.

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      • Gutartiges Geschwulst schreibt:

        @ceterum censeo: „Er verglich dieses egoistische und dumme Denken mit den Tieren im Stall von Betlehem …, die der Heiligen „Flüchtlingsfamilie“ Anfangs auch skeptisch entgegensahen.“

        Sei froh, wenn er wenigstens das Denken der Tiere versteht. Weiter wird er es vermutlich nicht bringen.
        In welcher Bibel steht übrigens, dass die Tiere der Flüchtlingsfamilie skeptisch entgegensahen?

        @aurorula a.: „„Arm im Geiste“ unterschreibe ich; dafür das immer und in allen Fällen mit „selig“ gleichzusetzen bin ich denke ich zu unkonventionell.“

        Die nächstliegende Wortkombination ergibt „armselig“. Könntest Du nicht wenigstens das unterschreiben?

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      • Aristobulus schreibt:

        … besser das, als seelenarm (wie dieses Krippen-Gerippeflüchterletheater etwa)

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      • aurorula a. schreibt:

        Die nächstliegende Wortkombination ergibt „armselig“. Könntest Du nicht wenigstens das unterschreiben?
        *krickelkrahkel*

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  7. schum74 schreibt:

    Jacques Brel: Les Bourgeois

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  8. schum74 schreibt:

    In einem AKADEM-Interview vom 16. November 2016 vergleicht der Raw Uriel Aviges aus New-York Donald Trump mit Korach: Wie Korach, der Mosche Rabenu die Herrschaft streitig macht, ist Trump sehr reich und „populistisch“. Populistisch heißt: rhetorisch geschickt genug, um zahlreiche Leute mit gleißenden Argumenten zu überzeugen.

    Wobei die sog. Populisten oder Demagogen mit den Sophisten im antiken Griechenland nicht zu verwechseln sind. Diese waren wahrhaftige Philosophen, die zum Schluss gekommen waren, dass es keine Wahrheit gäbe. Wie bewiesen sie das? Indem sie an verschiedenen Tagen pro und contra jede Sache gleich starke Argumente anführten. Sokrates, der an der Vorstellung festhielt, dass es wahr und falsch gäbe, fand Gorgias & Co. abstoßend.

    Aber zurück zu Trump: Wie Korach setzt er auf die Sehnsucht nach der alten Ordnung. Das Establishment, das gegen Trump verloren hat, ist allerdings nicht Mosche Rabenu. Es verteidigt nur seine Pfründe. Wohin hätte ein Weiter so geführt?

    Ja, Korach hat schlimm geendet: Der Boden unter seinen Füßen hat sich aufgetan und ihn und seine Anhänger verschlungen.
    Doch so muss es Donald Trump nicht ergehen. Interessant, dass die Tradition den Richter-Propheten Schmuel, der dem zornigen Volk nachgibt, indem er widerwillig einen König einsetzt ‒ zuerst Schaul, dann David ‒, von Korach abstammen lässt. Das Königtum als zentralisierte Macht schien bei all seinen Mängeln ein Fortschritt gegenüber dem vorigen Zustand.

    Ach ja! Der Raw Uriel Aviges hat für Trump gestimmt.

    Etwas tiefer schürfend:

    Was hatte Korach mehr oder weniger ehrlich gefordert? Gleichheit für alle („kulam Kedoschim“ – alle sind heilig), also Demokratie.
    Demokratie kann so oder so ausfallen. Sie hat ihre Vor- und Nachteile. Die Tora lässt die Frage nach der richtigen Regierungsform offen, aber der Midrasch erzählt, dass Korach in den messianischen Zeiten Kohen gadol, Hohepriester, wird. Das heißt also: Demokratie bleibt das Objekt der Begierde.
    In Klammern: Ebenso lässt die Tora die Frage nach der richtigen Wirtschaftsordnung offen: Man kann die Texte so deuten, als sollte man jeden lieben und mit jedem teilen (christliche und kommunistische Lesart); man kann sich aber auf die Passagen berufen, in denen Einschränkung („Anije Ami“: [zuerst] die Armen meines Volkes) und Vernunftabwägung gefordert werden.

    http://www.akadem.org/magazine/2016-2011/pourquoi-j-ai-vote-trump-16-11-2016-85202_4688.php

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  9. aurorula a. schreibt:

    Von amerikanischen Flaggen und Taserbeschuss:
    http://www.thegatewaypundit.com/2016/11/video-far-left-anarchist-shoots-us-patriot-taser-rescues-american-flag-protest/
    (Oder von einem, der die Flagge seiner Nation unter Taserbeschuss vor dem verbrennen rettete *dreirhetorischestufenabsteig*, auf einer Demo der Clintonistas)

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