Von Endlösungen und anderen Banalitäten

Ende März 2016 fliegt US-Präsident Obama mit seiner Frau nach Argentinien zu einem Staatsbesuch. Die Unwichtigkeit des Staatsbesuches nach Argentinien erkennt man daran, dass Obama diesen unwichtigen Besuch auf sein letztes Amtsjahr verschiebt, dem Jahr, an dem er nichts mehr zu sagen hat und an dem ihm keiner mehr zuhört.

Wie immer, wenn Politiker nichts zu sagen haben, grübelt Obama über Juden und Israel und den Konflikt im Nahen Osten, der ohne Juden schon längst gelöst, erst gar nicht entstanden wäre.

“Because Israeli society has been so successful economically, it has I think from a position of strength been less willing to make concessions.”

 Weil Israel wirtschaftlich so stark ist, ist Israel von einer Position der Stärke nicht bereit, Zugeständnisse zu machen.

Gar manche jüdische Kritiker dieser seiner Aussage erkennen darin einen antisemitischen Spruch. Der Reichtum macht die Juden hart. Wegen ihres Reichtums können die Juden die Araber ungestraft unterdrücken. Wir (Obama etc.) müssen dafür sorgen, dass die Juden arm werden, z.B. durch Boykott jüdischer Waren. Erst dann wird es uns gelingen, die Juden zu einem Frieden mit ihren friedliebenden arabisch-palästinensischen Nachbarn zu bewegen. Ähnliches Gedankengut findet man auch in Hitlers „Mein Kampf“.

Nun nehmen wir einmal an, dass Obama (und Hitler) Recht haben mit der Annahme, dass arme Juden eher zum Frieden bereit sind als reiche Juden. Gilt diese Annahme auch für Nichtjuden? Etwa für arabische Palästinenser? Leider nein! Obama im Original:

“The Palestinians, because of [economic] weakness, have not the political cohesion and organization to enter into negotiations and feel like they can get what they need.”

 Wegen ihrer wirtschaftlichen Schwäche verfügen die [arabischen] Palästinenser über keine politische Zusammengehörigkeit oder Organisation, um in Verhandlungen [mit den Juden] einzutreten, um das zu erhalten, was sie benötigen.

Die Juden sind nach Obamas Auffassung wegen ihres Reichtums unfähig, auf die Araber zuzugehen, während die Araber wegen ihrer Armut nicht auf die Juden zugehen können. Das Problem wäre gelöst, wenn die Juden arm und die palästinensischen Araber reich wären.

Setzt man statt „reich“ das Wort „mächtig“ ein, so entsteht daraus folgende Überlegungen:

Mächtige Juden sind unfähig, auf ohnmächtige Araber zuzugehen, während ohnmächtige Araber nicht auf die mächtigen Juden zugehen können. Der Konflikt im Nahen Osten wäre schon längst gelöst, wenn die Juden ohnmächtig und die palästinensischen Araber mächtig wären.

Dem kann nicht widersprochen werden. Hätten die Alliierten den Zweiten Weltkrieg etwas langsamer angehen lassen, dann wären die Palästinenser heute die Herren an den Gestaden des östlichen Mittelmeeres. Oder doch der IS?

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32 Antworten zu Von Endlösungen und anderen Banalitäten

  1. Aristobulus schreibt:

    … dann wäre im britischen Widerwillen dort ein Groß-Syrien von der Türkei bis Ägypten und vom Mittelmeer bis Saudi-Arabien entstanden mit einer kleinen französischen Enklave mittenseitlich darin (Libanon).
    Ja, keine Chance für die reichen und leider so erfolgreichen Juden in der Nähe (der Mufti hätte alle übrigen Juden ermorden lassen nach dem baldigen britischen Abzug), Groß-Syrien und Proto-Jordanien hätten sich nicht endende Kriege geliefert, und der Zerfall von arabisch-Nahost hätte so ab 1955 voll eingesetzt – nicht erst 50 Jahre später.

    Die Jidn aus Europa und aus Nahost (immer knapp Überlebende) hätten wohl in Alaska eine Art Land gegründet😉 , worüber es einen viel gelesen, halbkomischen Roman gibt, The Yiddish Policemen’s Union (2007) von Michael Chabon, der übrigens für Juden etwas soviel übrig hat wie Obama himself.
    Dieser, nicht faul, hätte im parallelen Jahr 2016 in Argentinien als lame duck dieses verlautbart:
    „Because Alaska-Yiddish society has been so successful economically, it has I think from a position of strength been less willing to make concessions. The Inuit, because of weakness, have not the political cohesion and organization to enter into negotiations and feel like they can get what they need.“

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    • Aristobulus schreibt:

      Weil sich um das zerfallende Arabien niemand gekümmert hätte, fand die Weltöffentlichkeit ihr neues Ziel in Yiddish-Alaska. Alle Übel kamen fortan von dort, und tausende NGOs mieteten sich in der Metropole Juneau ein, um ständig die Inuit zu erinnern, dass man sie unterdrückt, demütigt und ihnen ihr Land weggenommen hätte. Obgleich Kadada dauernd sagte, wie bitte?, Inuit in Alaska-?, but alas!, die gibt’s doch nur chez nous au Canada!, sollense halt herkommen, die paar tausend, kein Problem.
      Kanada hat desob sehr schnell die größten diplomatische Schwierigkeiten bekommen, auch wegen des *räusper* mörderischen jüdischen Kulturimperialismus an den Börsen von Ottawa und Montréal – und wir hier wären heut, im parallelen 2016, alle sehr prokanadisch.

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      • Aristobulus schreibt:

        2020 kam dann auf kanadische Initiative a grojsser godojlischer Exodus der Alaskajidn nach Québec zustande. Tausende NGOs zogen sofort nach Montréal um, und die Frankokanadier galten fortan als die neuen Fantastinenser. Oh, man hat ihnen alles weggenommen.

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      • Aristobulus schreibt:

        Woraufhin der Moschiach dann mal anrief, um zu sagen, oj, macht doch nicht sowas, seid Zionisten.

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      • Aristobulus schreibt:

        Nur noch ein Satz, pardon! :
        Der Umzug nach Zion gestaltete sich zwar etwas schwierig, aber er ging grad so.

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      • Clas Lehmann schreibt:

        Aber tat er das nicht schon viel früher, weil er das ja schon vorher gewußt hat, wie das werden würde, in Alaska und au Canada?

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      • Clas Lehmann schreibt:

        Und ging’s nicht trotzdem gerad so? Und war gut, dass es ging, wenn auch gerad so?

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      • Aristobulus schreibt:

        🙂

        … er (wenn!) wartet erfahrungsgemäß bis zum vorletzten Moment – bloß lässt sich das wegen einigen Mangels an Erfahrung wohl recht unscharf oder so gut wie kaum feststellen, wann der vorletzte oder nur der vorvorletzte Moment immer so sei, wenn man nicht Er ist (… ist man ja nicht).

        Und ja, es ging grad so mit dem Umzug, denn es hat sich via Jitter (Twitter kennt man im parallelen 2020 nicht) schnell herumgesprochen, dass er angerufen habe.
        Er hätt ja auch einfach mal jittern können. Weswegen es sich, weil er ja nicht gejittert hat!, mit einiger Wahrscheinlichkeit erst um den vor-vorvorletzten Moment gehandelt hat.

        Was man dann jitterte, also das-was und ot asoj, und dann ging der Umzug einigermaßen, und die Westwand in Jerusalem stand auch noch. Oben drauf war freilich gar nichts mehr. Woraufhin die Jidn da da drauf einen dritten Tempel gebaut haben, aber nur einen kleinen.
        Die Araber gaben Ruh, es waren ja kaum welche übrig, denn man hatte sie lange Zeit ungestört von irgend Anspruchshaltung untereinader das tun lassen, was sie eben so untereinander tun.

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    • Jan schreibt:

      Ich gebe zu bedenken: für die Dummmenschen dieser Welt eine ungleich schwierigere Ausgangslage, da die Inuit in Ermangelung rassistisch-religiöser Wahnvorstellungen garnichts gegen Juden als Nachbarn haben, weder in Alaska noch in Kanada. Allzu vielen Leuten in den Stammländern der Dummmenschen wäre – so meine vage Hoffnung – die Idiotie des ganzen Theaters aufgefallen.

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  2. schum74 schreibt:

    Man kann nicht oft genug wiederholen, dass die arabischen Palästinenser längst hätten haben können, was sie angeblich brauchen.
    Mit dem UNO-Teilungsplan 1947 haben die Fantastinenser nacheinander fünf Angebote zur Errichtung eines eigenen Staates abgelehnt: Ehud Barak 2000-2001; Ehud Olmert 2007; As-Sisi 2014 (Sinai-Plan); Biden-Plan 2016.

    Ist die Vorstellung abwegig, dass sie gerade keinen Staat wollen, sondern etwas anderes? Etwas, das auch Barack Hussein Obama tief befriedigen würde? Etwas, das auch der Österreicher angestrebt hat?

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    • Aristobulus schreibt:

      … etwas anderes als einen Staat *kopfkratz*. Ja, schon!, so müsste es sein. Also einen Superstaat, den absoluten Staat der Staaten, in dem ein jeder Staatsfantastinenser wie Abbas höchstpersönlich wohnt.

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    • caruso schreibt:

      Genau, liebe schum. Sie wollen keinen Saat, sie wollen nur, daß Israel weg ist. Ob sie dann
      glücklicher wären, zufriedener? Das bezweifle ich. Denn sie sind m.A. noch dazu nicht fähig. Was mich bei dieser sehr enger Interpretation des Koran etc. nicht wundert.
      Davon fällt mir ein: das neue Buch von Hamed Abdel-Samed, „Der Koran – Botschaft der Liebe — Botschaft des Hasses“, scheint mir hoch interessant zu sein. Habe bis jetzt nur einige Seiten gelesen.
      lg und lajla tov , auch Ari
      caruso

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    • Gutartiges Geschwulst schreibt:

      @schum74: „Ist die Vorstellung abwegig, dass sie gerade keinen Staat wollen, sondern etwas anderes?“

      Keineswegs. So wenig wie die Mafia einen eigenen Staat will. Das palästinensische Nationalbestreben (Geschäftsmodell) beschränkt sich auf: „Macht was wir verlangen und gebt uns was wir verlangen – oder es kracht!“

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  3. Lancelot schreibt:

    Wer sagt, dass die Palästinenser arm sind? Tausende von Raketen, die auf Israel geschossen wurden, haben sicher einen großen Wert. Das Geld wurde nur falsch angelegt.

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    • A.mOr schreibt:

      Have a glance at Lance (the) lot.

      OT – just for fun!😀

      LOSER.
      In the time of chimpanzees I was a monkey
      Butane in my veins and I’m out to cut the junkie
      With the plastic eyeballs, spray-paint the vegetables
      Dog food stalls with the beefcake pantyhose
      Kill the headlights and put it in neutral
      Stock car flamin‘ with a loser and the cruise control
      Babies in Reno with the vitamin D
      Got a couple of couches, sleep on the loveseat
      Someone came in sayin‘ I’m insane to complain
      About a shotgun wedding and a stain on my shirt
      Don’t believe everything that you breathe
      You get a parking violation and a maggot on your sleeve
      So shave your face with some mace in the dark
      Savin‘ all your food stamps and burnin‘ down the trailer park
      Yo, cut it

      Soy un perdedor
      I’m a loser baby, so why don’t you kill me?
      (Double-barrel buckshot)
      Soy un perdedor

      I’m a loser baby, so why don’t you kill me?

      Forces of evil in a bozo nightmare
      Ban all the music with a phoney gas chamber
      ‚Cause one’s got a weasel and the other’s got a flag
      One’s on the pole, shove the other in a bag
      With the rerun shows and the cocaine nose-job
      The daytime crap of the folksinger slob
      He hung himself with a guitar string
      A slab of turkey-neck and it’s hangin‘ from a pigeon wing
      You can’t write if you can’t relate
      Trade the cash for the beef for the body for the hate

      And my time is a piece of wax fallin‘ on a termite
      That’s chokin‘ on the splinters

      Soy un perdedor
      I’m a loser baby, so why don’t you kill me?
      (Get crazy with the cheeze whiz)
      Soy un perdedor

      I’m a loser baby, so why don’t you kill me?
      (Drive-by body-pierce)

      Yo, bring it on down

      Soy
      (backwards)

      (I’m a driver, I’m a winner)
      (Things are gonna change I can feel it)
      Soy un perdedor
      I’m a loser baby, so why don’t you kill me?
      (I can’t believe you)
      Soy un perdedor
      I’m a loser baby, so why don’t you kill me?
      Soy un perdedor
      I’m a loser baby, so why don’t you kill me?
      (Sprechen Sie deutsch, baby?)
      Soy un perdedor
      I’m a loser baby, so why don’t you kill me?
      (Know what I’m sayin‘?)

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    • Aristobulus schreibt:

      Don’t feed the troll.

      Gefällt 1 Person

  4. Hein schreibt:

    Ein Bundeswehrleutnant war in Afghanistan. Dort erzählte ihm ein Afghane: Wir sind ein altes und stolzes Volk. Aber auch sehr kindisch durch unsere Religion. Trifft auch auf die Ps zu, die Schwierigkeiten mit dem P-Laut haben.

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  5. aurorula a. schreibt:

    Gerade gefunden: so siehts aus:

    .

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  6. aurorula a. schreibt:

    Und so (Danke @ heplev für die Bilder) sah es vorher da aus:

    .

    Gefällt 2 Personen

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