Erdogan: Bittsteller, Freund oder Erpresser?

Herrn Erdogan, dem Führer aller Türken und baldigem neuen Konstantinopeler Kalifen, dem alle Muslime sunnitischen Glaubens aufs Wort folgen werden, gefällt die zahnlose Empfehlung des EU-Parlaments nicht, die EU-Beitrittsgespräche mit der Türkei einzufrieren. Er zielt auf einen echten Bruch zwischen ihm und der EU, der ihn zum Türkischen Präsidentendiktator machen wird. Also droht der Führer und baldiger neue Kalif den EU-Europäern und insbesondere der ewigen Bundeskanzlerin Merkel, also allen in Deutschland lebenden Deutschen, die noch arbeiten und Steuern zahlen, die EU und insbesondere Deutschland mit muslimischen Flüchtlingen, die sich in der Türkei sammeln, zu überfluten.

Wie verträgt sich das mit seiner von Allah festgelegten Rolle als Beschützer aller Muslime? Einfach und ausgezeichnet! Jedes Land, das im Laufe der Geschichte selbst für kürzeste Zeit islamisch gewesen ist, gehört entsprechend der reinen Lehre zum „Dar al Islam“, zum „Haus des Islams“. Nachweislich haben muslimische Truppen vor der Stadt Wien gelagert, welche damals zum Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation gehört hat, dem Vorgänger der Bundesrepublik Deutschland, der DDR, Luxemburgs, Lichtensteins und Österreichs. Somit hat der zukünftige Kalif nicht allein das Recht, sunnitische Muslime – einige Schiiten dürfen ruhig darunter sein – nach Europa, insbesondere nach Deutschland und Österreich zu schicken, sondern auch die religiöse Pflicht, derart zu handeln. Die Taqīya, vulgo: Lüge, nach der sich der Führer und Kalif für wenig Geld verpflichtet hat, die Muslime aufzuhalten, hat ausgedient.

Die ängstlichen EU-Landesherrscher, die der EU aus Erfahrung und prinzipiell zutiefst misstrauen, wollen die Empfehlung des EU-Parlaments nicht umsetzen, wozu sie auch nicht verpflichtet sind. An vorderster Front kämpft die ewige Bundeskanzlerin dafür, den Taqīya-Gesprächsfaden nicht abreißen zu lassen. Schlimmstenfalls wird sie vor dem potentiellen Riss zum Islam konvertieren, was ihr, der EU und Deutschland nichts helfen wird, da sie das Alter, um im Harem des sich jugendlich gebenden Kalifen aufgenommen zu werden, bei weitem überschritten hat.

Erdogan weiß, dass die Europäer die Türkei schon allein wegen Islamophobie nicht in der EU haben wollen. Die Visa-Freiheit in die EU würde ihm als ersten Schritt reichen, doch auch hier hat er schlechte Karten. Deshalb seine Drohungen. Wenn er Erfolg haben wird, wird ihn sein Wahlvolk lieben. Bleibt der Erfolg aus, so sind die EU-Kreuzzügler schuld daran. Eine Win-Win-Situation für den zukünftigen Kalifen!

Die in der Journaille unterwürfig tätigen Europäer, die jegliche Lust am Kämpfen verloren haben und davon träumen, vom Kalifat besiegt zu werden, versuchen erfolglos diese diffusen Zusammenhänge ihren Lesern zu erklären, die nichts mehr kapieren. Deshalb gehe ich hier einen anderen Weg! Wir wollen vergessen, dass Erdogan einen religiösen Drang verspürt, Europa zurück zu erobern. Wir wollen Erdogan mit treudeutschen Augen analysieren, warum er sich zu uns und der ewigen Bundeskanzlerin gegenüber derart seltsam verhält. Welche Rolle, die der Deutsche Michel versteht, spielt der Obertürke, den jeder Cretin (Christ), auch Jan Böhmermann, ungestraft beleidigen darf?

Es wird behauptet, dass Erdogan ein Bittsteller ist. Er will etwas von uns: Geld! Und da er nicht zufrieden ist, droht er. Verhält sich so ein Bittsteller? Folgende Situation ist analog vorstellbar: Ein Bettler bettelt. Wir werfen ihm 50c zu. Dem Bettler reicht die Summe nicht aus, da eine gekühlte Flasche Bier nunmehr trotz fehlender Inflation 1 € kostet. Er randaliert. Wird der Spender ihm weitere 50c zuwerfen, damit der Bettler schneller an sein gekühltes Bier kommt. In Deutschland liegt die Wahrscheinlichkeit hierfür hoch. Möglich ist auch, dass der Bebettelte ohne nachzuzahlen und ohne dem Gekreische des Bettlers Gehör zu schenken, seinen eingeschlagenen Weg fortsetzt.

Wir sehen, dass die Rolle des Bittstellers für Erdogan zumindest riskant ist. Er kann auch auf dem Trockenen (ohne Bier) sitzen bleiben. Seine Chancen stehen bestenfalls 50-50.

Die von uns alimentierten und sich zusätzlich selbstbedienenden Politiker betrachten jedoch Erdogan als Freund! Hier brauche ich nicht viel zu schreiben. Verhält sich so ein Freund zu uns? Eigentlich unvorstellbar! Doch für unsere von uns alimentierten und sich zusätzlich selbstbedienenden Politiker liegt diese Vorstellung im Bereich des Möglichen. Manchen Politikern, die uns schon ewig regieren, ist dies am Gesicht anzusehen. Honi soit qui mal y pense. Es muss kein Würseler sein!

Was ist ein Freund? Unter gewöhnlichen Umständen ist dies einfach zu erklären. Unter Politikern und Mitgliedern der ehrenwerten Gesellschaft (Mafia) verschwimmt die Definition. Aus dem Freund wird ein Kumpel oder Spießgeselle, laut Duden eine Person, mit der man gemeinsam etwas Unrechtmäßiges tut. Z.B. organisierter Wohnungsraub, deren Akteure zuweilen bis gewöhnlich aus dem zukünftigen Kalifat kommen, wenn man erlaubterweise die von Österreich-Deutschland östlich liegenden Landstriche zum Kalifat hinzuzählt.

Bleibt noch Erdogan als Erpresser. Hier fällt mir nichts ein, was es zusätzlich zu erklären gäbe.

Summa summarum:

 Wer Erdogan zum Freund hat, braucht sich um Feinde keine Sorgen zu machen.

Erschienen unter

https://www.fischundfleisch.com/anti3anti/erdogan-bittsteller-freund-oder-erpresser-28435

http://www.tabularasamagazin.de/erdogan-bittsteller-freund-oder-erpresser/

http://www.huffingtonpost.de/../../nathan-warszawski-/erdogan-bittsteller-freund-oder-erpresser_b_13285546.html

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4 Antworten zu Erdogan: Bittsteller, Freund oder Erpresser?

  1. caruso schreibt:

    Sehr gut, lieber anti3anti! So ist es, befürchte ich. —
    D hat meinem Gefühl nach wegen seiner recht unschönen Vergangenheit seinen Verstand so ziemlich verloren. Es will mit allen gut sein (Israel ausgenommen, nicht ganz, doch…), immer sein sympathisches Gesicht zeigen, alle Probleme durch Dialog lösen usw. und verliert dabei die Realität fast ganz aus den Augen. Stimmen Sie mir zu, oder sehe ich die Sachen falsch?
    lg
    caruso

    Gefällt 2 Personen

    • Aristobulus schreibt:

      So ist es, Caruso lib (wobei ich Nathan Warszawskis Meinung nicht vorgreifen möchte. Es ist wohl die seinige. Aber wie kann man das wissen, so als Kafkaist und Agnostiker?)

      Die deutsche Angst vor der terroristischen deutschen Nazivergangenheit führt zu der erstaunlichen Meinung, man müsse sich wegen des Friedens a) mit Erdogan verbünden und b) die Fantastinenser finanzieren. Warum: Damit man als Deutscher nicht als Rassist und Kriegslüsterner gelte wie einst die Nazis.
      Was lässt sich das einigermaßen vernünftig begreifen? Just Erdogan und just Abbas vertreten nationalsozialistische Positionen (Staatsallmacht, Volksgemeinschaft, Judenhass, militärisch-terroristischer Expansionismus), und just jene, die unter den Fantastinensern die Macht innehaben, sind seit den 1930ern nach wie vor und ungebrochen Achsenmacht, wegen der Leitfigur nach wie vor, dem Mufti Amin-Al-Husseini.

      Also unterstützt man aus lauter irrationaler Angst vor dem Vorwurf, man sei einst nazi gewesen, genau die Organisationen, die derzeit nazi sind, wobei man jenen Anderen, die vor dem Islam als dem aktuell totalitärem Angriff auf die Zivilisation warnen, „irrationale Angst“ unterstellt.
      Mehr Irrationalismus war wahrlich selten😦

      Dir a gutte Nacht, saj gesunt.

      Gefällt 1 Person

      • caruso schreibt:

        Danke, lieber Ari! Bin erleichtert. nicht wegen „der Sache“, sondern weil ich se nicht falsch sehe. Ich denke, will man am Leben bleiben, seine Kultur, seine Zivilisation nicht verlieren, dann solle man doch sich nicht „erlauben“, daß diese irrationale Ängste einen beherrschen und – damit einhergehend – den Verstand dermaßen verliert. Vergangenheit hier, Vergangenheit her.
        Ich spüre in der deutschen Gesellschaft nicht jenes „Unter-allen Umständen-leben zu- Wollen“, was ich bei uns Jidden so übermäßig spüre. Oder sollte dieses Übermäßige das „Normale“ sein? —–
        Es ist spät, ich – eine Hexe aus Urzeiten – muß schlafen. Auch Euch beiden – Dir und anti lajla tov.
        lg
        caruso

        Gefällt 2 Personen

      • Aristobulus schreibt:

        … am Leben bleiben, seine Kultur, seine Zivilisation nicht verlieren.
        Das ist sehr jüdisch gedacht, liebe Caruso. Weil diese Haltung so sehr jüdisch ist, sind wir seit der Versklavung durch die Ägypter vor dreitausend Jahren und seit der Deportation durch die Babylonier nicht untergegangen, nicht als Kultur und Zivilisation, nicht als Religion!, nicht einmal als Sprache. Das heutige Iwriss ist genau das Iwriss der Tojre und der Rabbojnim des Mittelalters – wer das Alte kann, der kann genauso das Heutige.
        Vor fast zweitausend Jahren haben die römischen Kaiser Titus und Vespasian uns ausmorden lassen, später Kaiser Hadrian noch vollständiger. Andere Völker verschwanden auf diese Weise längst – unsereiner jedoch nicht. Auch die jahrhundertelange Ghettoisierung, Marginalisierung und Vertreiberei durch die Christen und die jahrhundertlangen Tritte durch die Mohammedaner haben uns nicht vernichtet.

        Das kommt allen Anderen freilich unheimlich vor🙂 , so unheimlich, dass es den Judenhass nach Auschwitz erklärt, nicht?, denn was ist bloß mit diesen Leuten, die zum zigsten Mal massenvernichtet werden und die dann einfach mal ihr altes Land wiedergründen und sich verteidigen und prosperieren?

        Irrationale Angst: Es gibt eine bestimmte jüdische Angst, und die ist rational, weil sie auf Erfahrungen des Ausgelöschtwerdens gegründet ist. Wegen dieser rationalen Angst erkennen Jidn wohl etwas genauer als Andere, was grad passiert, wer grad weswegen die Macht ergreift, und wie man sich und die Seinigen dagegen am Besten schützt.
        Ja?

        Saj gesunt!

        Gefällt mir

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